[go: up one dir, main page]

DE202009014055U1 - Selbstligierendes Bracker für die Orthodontie - Google Patents

Selbstligierendes Bracker für die Orthodontie Download PDF

Info

Publication number
DE202009014055U1
DE202009014055U1 DE200920014055 DE202009014055U DE202009014055U1 DE 202009014055 U1 DE202009014055 U1 DE 202009014055U1 DE 200920014055 DE200920014055 DE 200920014055 DE 202009014055 U DE202009014055 U DE 202009014055U DE 202009014055 U1 DE202009014055 U1 DE 202009014055U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bracket
channel
wall
occlusal
gingival
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE200920014055
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bernhard Foerster GmbH
Original Assignee
Bernhard Foerster GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bernhard Foerster GmbH filed Critical Bernhard Foerster GmbH
Priority to DE200920014055 priority Critical patent/DE202009014055U1/de
Publication of DE202009014055U1 publication Critical patent/DE202009014055U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C7/00Orthodontics, i.e. obtaining or maintaining the desired position of teeth, e.g. by straightening, evening, regulating, separating, or by correcting malocclusions
    • A61C7/12Brackets; Arch wires; Combinations thereof; Accessories therefor
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C7/00Orthodontics, i.e. obtaining or maintaining the desired position of teeth, e.g. by straightening, evening, regulating, separating, or by correcting malocclusions
    • A61C7/12Brackets; Arch wires; Combinations thereof; Accessories therefor
    • A61C7/28Securing arch wire to bracket
    • A61C7/287Sliding locks

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Abstract

Ein selbstligierendes Bracket für die Orthodontie hat
einen Bracketkörper mit einer Basis (1),
eine von der Basis (1) ausgehende okklusale Wand (5) mit wenigstens einem okklusalen Ligaturenflügel (8),
eine von der Basis (1) ausgehende gingivale Wand (4) mit wenigstens einem ginigvalen Ligaturenflügel (7),
einen Kanal (6), welcher sich zwischen der okklusalen Wand (5) und der ginigvalen Wand (4) durchgehend in Richtung von mesial nach distal erstreckt,
einen Schieber (3), welcher in einer Führung (14, 20, 21) des Brackets gehalten und in der Führung (14) zwischen einer Schließstellung, in welcher der Kanal (6) wenigstens auf einem Teil seiner Länge geschlossen ist, und einer Offenstellung, in welcher der Kanal (6) in labialer Richtung offen ist, in Richtung gingival-okklusal hin und her verschiebbar ist,
und Mittel, die den Schieber (5) in seiner Schließstellung arretieren und in seiner Offenstellung gegen ein Verlieren sichern können und in das Bracket...

Description

  • Die Erfindung geht von einem selbstligierenden Bracket mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen aus. Ein solches Bracket ist aus der DE 10 2006 053 215 A1 bekannt. Es hat einen einstückigen Bracketkörper, auf welchem ein starrer Schieber in einer Führung angeordnet ist. Der Schieber kann zwischen einer Schließstellung, in welcher er einen Kanal des Brackets überbrückt, und einer Offenstellung, in welcher der Kanal in labialer Richtung offen ist, hin und her verschoben werden. Der Schieber wird sowohl in seiner Schließstellung als auch in seiner Offenstellung mit Hilfe einer Blattfeder arretiert, welche in einem zum Kanal parallelen Schlitz des Bracketkörpers sitzt und bis in eine Ausnehmung an der Unterseite des Schiebers ragt.
  • Ein solches Bracket wird als selbstligierend bezeichnet, weil das Mittel, um einen in den Kanal eingelegten Drahtbogen im Kanal zu sichern, nämlich der Schieber, ein integraler Bestandteil des Brackets ist. Das unterscheidet selbstligierende Brackets von Brackets, in denen der Drahtbogen z. B. mit Hilfe einer zusätzlichen Drahtligatur oder mittels eines Gummiringes im labial offenen Kanal (auch als Slot bezeichnet) des Brackets festgebunden oder gesichert werden muss.
  • Brackets, die wie das aus der DE 10 2006 053 215 A1 bekannte Bracket mit einem den Slot überbrückenden Schieber ausgestattet sind, können nicht nur aus Metall gefertigt werden, sondern auch aus einem Kunststoff oder aus einer Keramik. Brackets aus Kunststoff und aus Keramik haben den Vorteil, dass sie zahnfarben oder transluzent ausgebildet sein können, so dass die Zahnfarbe hindurch scheint. Kunststoffbrackets können sogar transparent sein. Brackets aus Kunststoff oder Keramik haben den Vorteil, dass sie weniger auffallen als Brackets aus Edelstahl und werden deshalb weniger als störend empfunden. Bei den winzigen Abmessungen der Brackets ist es jedoch schwierig, beim Bracketkörper und beim Schieber so enge Maßtoleranzen einzuhalten, wie sie für ein ordnungsgemäßes Zusammenwirken von Bracketkörper, Schieber und Blattfeder erforderlich sind, insbesondere um den Schieber zuverlässig in seiner Schließstellung bzw. in seiner Offenstellung zu halten. Es kommt hinzu, dass bei Verwendung eines transluzenten oder transparenten Werkstoffs für das Bracket und seinen Schieber die Blattfeder den ästhetischen Eindruck stört, weil sie durch das Bracket hindurch scheint.
  • Die US 7,025,591 B1 offenbart ein selbstligierendes Bracket, bei welchem die beiden Seitenwände des Slots L-förmig gestaltet sind und jeweils um eine zur Längsrichtung des Slots parallele Achse nach außen geschwenkt werden können. Diese Wände schließen den Slot mit den kurzen Schenkeln der L-förmigen Wände und öffnen ihn, indem sie die Seitenwände des Slots zur Seite schwenken. Ein solches Bracket ist in der Herstellung außerordentlich aufwändig. Es kann nur aus Metall gefertigt werden und es kann durch Einwirkung des im Slot liegenden Drahtbogens unabsichtlich geöffnet werden, wenn dieser auf die eine oder die andere L-förmige Wand drückt.
  • Die DE 40 11 988 A1 zeigt ein Bracket, bei welchem zwei Ligaturenflügel in ihrem Abstand veränderbar sind. Es handelt sich jedoch nicht um ein selbstligierendes Bracket, vielmehr ist vorgesehen, die beiden Ligaturenflügel durch einen Gummiring zu verbinden und auf diese Weise den Drahtbogen im Slot festzulegen.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein selbstligierendes Bracket zu schaffen, welches nicht nur aus Stahl, sondern auch aus einem Kunststoff oder einer Keramik hergestellt werden kann, trotz der Winzigkeit seiner Abmessungen robust ist und zuverlässig geschlossen und offen gehalten werden kann.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch ein selbstligierendes Bracket mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Das erfindungsgemäße Bracket hat
    einen Bracketkörper mit einer Basis,
    eine von der Basis ausgehende okklusale Wand mit wenigstens einem okklusalen Ligaturenflügel,
    eine von der Basis ausgehende gingivale Wand mit wenigstens einem ginigvalen Ligaturenflügel,
    einen Kanal, welcher sich zwischen der okklusalen Wand und der ginigvalen Wand durchgehend in Richtung von mesial nach distal erstreckt,
    einen Schieber, welcher in einer Führung des Brackets gehalten und in der Führung zwischen einer Schließstellung, in welcher der Kanal wenigstens auf einem Teil seiner Länge geschlossen ist, und einer Offenstellung, in welcher der Kanal in labialer Richtung offen ist, in Richtung gingival-okklusal hin und her verschiebbar ist,
    und Mittel, die den Schieber in seiner Schließstellung arretieren und in seiner Offenstellung gegen ein Verlieren sichern können und in das Bracket integriert sind;
    der wenigstens eine gingivale oder okklusale Ligaturenflügel und die zugehörige gingivale bzw. okklusale Wand des Kanals sind Bestandteil des Schiebers;
    der Schieber hat einen oder mehrere linguale Fortsätze, welche sich parallel zum Grund des Kanals erstrecken;
    der wenigstens eine linguale Fortsatz ist in der Führung geführt;
    die Führung weist einen Schlitz auf, welcher sich parallel zum Grund des Kanals unterhalb des Kanals im Bracket erstreckt;
    wenigstens die gingivale Wand oder die okklusale Wand des Kanals hat im Abstand vom Grund des Kanals einen labialen Fortsatz, welcher sich in Richtung zur gegenüberliegenden Wand des Kanals erstreckt.
  • Die Erfindung vollzieht eine Abkehr von dem in der DE 10 2006 053 215 A1 offenbarten Bracket, indem es den Schieber nicht als zusätzliches Element zum Bracketkörper hinzutreten lässt, sondern indem sie einen geteilten Bracketkörper vorsieht und einen der beiden Teile des Bracketkörpers verschiebbar in einer Führung des anderen Teils des Bracketkörpers lagert. Das allein macht jedoch die Erfindung noch nicht aus. Es kommt hinzu, dass die Teilung des Bracketkörpers in bestimmter Weise erfolgt, nämlich so, dass die gesamte Oberfläche einer der beiden den Kanal begrenzenden Seitenwände ein Teil der Trennfläche zwischen den beiden Teilen des Bracketkörpers ist. Entweder ist die gesamte gingivale Wand des Kanals oder die gesamte okklusale Wand des Kanals Bestandteil des Schiebers, vorzugsweise die okklusale Wand. Das hat zur Folge, dass sich beim Bewegen des Schiebers in seine Offenstellung die Weite des Kanals vergrößert. Umgekehrt wird beim Überführen des Schiebers in seine Schließstellung der Kanal verengt; in der Schließstellung erreicht der Kanal seine Soll-Weite, welche er für die orthodontische Behandlung haben soll, und ist auch in labialer Richtung geschlossen.
  • Damit der Schieber in seiner Schließstellung einen im Kanal liegenden Drahtbogen im Kanal zurückhalten kann, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass wenigstens die gingivale Wand des Kanals oder die okklusale Wand des Kanals in einem Abstand vom Grund des Kanals einen labialen Fortsatz hat, der sich in Richtung zur gegenüberliegenden Wand des Kanals erstreckt. Dieser Fortsatz überdeckt den Kanal in der Schließstellung des Schiebers in einem solchen Ausmaß, dass ein im Kanal liegender Drahtbogen nicht in labialer Richtung aus dem Kanal herausbewegt werden kann.
  • Vorzugsweise erstreckt sich der labiale Fortsatz bis zur gegenüberliegenden Wand des Kanals, wobei es besonders bevorzugt ist, wenn sich der labiale Fortsatz über die gesamte Länge des Kanals erstreckt. Das ist günstig für eine einfache Herstellung des Brackets und günstig für das Auffangen von Kräften, die vom Drahtbogen auf den labialen Fortsatz ausgeübt werden können; es begünstigt ein ästhetisches Aussehen des Brackets und erschwert störende Ablagerungen von Plaque und Speiseresten.
  • Es ist aber auch möglich, an beiden Seitenwänden des Kanals einen labialen Fortsatz vorzusehen und diese Forsätze so zu bemessen, dass sie in der Schließstellung des Brackets den labialen Zugang zum Kanal mindestens verengen, am besten schließen, und zu diesem Zweck vorzugsweise zusammenstoßen oder sich aneinander vorbei in Richtung zur jeweils gegenüberliegenden Bracketwand erstrecken, an welcher sie in der Schließstellung des Schiebers vorzugsweise anstoßen.
  • Wenn nur ein einziger labialer Fortsatz vorgesehen ist, welcher entweder an der gingivalen oder an der okklusalen Wand des Kanals angeordnet ist, dann kann dieser labiale Fortsatz entweder am Schieber oder an der gegenüberliegenden, feststehenden Seitenwand des Kanals im Bracketkörper vorgesehen sein. Vorzugsweise ist er am Schieber vorgesehen. Das erleichtert eine Herstellung des Brackets nach einem Spritzverfahren: Kunststoffspritzgießen im Falle eines Brackets aus Kunststoff; Metallpulverspritzgießen (MIM) im Falle eines metallischen Brackets; Keramikpulverspritzgießen (CIM) im Falle eines keramischen Brackets.
  • Weiterhin ist vorgesehen, dass der Schieber einen oder mehrere linguale Fortsätze hat, welche sich parallel zur Basis des Slots erstrecken. Sie sind in einer Führung geführt, welche sich z. B. als Schlitz parallel zum Grund des Kanals unterhalb des Kanals im Bracketkörper erstreckt. Das hat mehrere Vorteile:
    • – Der wenigstens eine linguale Fortsatz des Schiebers kann sich in der Schließstellung quer durch den massiven Sockel des Brackets erstrecken, so dass eine ausreichende Führungslänge möglich ist.
    • – Im Sockel des Brackets ist genügend Platz, um z. B. einen kräftigen, nicht zu dünnen Fuß des Schiebers aufzunehmen. Das ist geeignet, ungewollten Beschädigungen des Schiebers beim Öffnen und Schließen entgegenzuwirken, denn dabei können hohe Kräfte erforderlich sein, weil sich zwischen den Führungsflächen und dem wenigstens einen lingualen Fortsatz Ablagerungen bilden können.
  • Die Führung für den wenigstens einen lingualen Fortsatz des Schiebers kann ein Schlitz im Sockel des Brackets sein, welcher sich in Richtung gingival-okklusal quer durch den Sockel des Brackets von dessen einer Seite bis zur gegenüberliegenden Seite erstreckt. Formtechnisch ist ein solcher Schlitz einfach zu verwirklichen. Der Schlitz kann einen mehr oder weniger großen Abstand vom Grund des Kanals aufweisen. Der Schlitz könnte auch bis zum Grund des Kanals reichen, so dass der Schieber mit seinem wenigstens einen lingualen Fortsatz einen Teil des Grunds des Kanals bilden würde. Es ist jedoch bevorzugt, dass der Grund des Kanals vollständig ein Bestandteil des feststehenden Teils des Bracketkörpers ist und nicht auch ein Teil des Schiebers. Das ist vorteilhaft für die mechanische Belastbarkeit der Führung des Schiebers, begünstigt eine hinreichend lange Führung des Schiebers und erschwert Ablagerungen von Plaque und dergleichen im Bereich zwischen dem wenigstens einen lingualen Fortsatz des Schiebers und seiner Führung.
  • In den für die Bewegbarkeit des Schiebers kritischen Oberflächenbereichen des Brackets kann einem Anhaften von Plaque durch eine abweisende Beschichtung oder Tränkung mit einer abweisenden Substanz, z. B. mit Xylan, entgegengewirkt werden.
  • Die Schließstellung und die Offenstellung werden vorzugsweise dadurch definiert, dass der Schieber in der Schließstellung und in der Offenstellung jeweils an einem Anschlag anschlägt, welcher am feststehenden Teil des Bracketkörpers vorgesehen ist. Zweckmäßigerweise wird der Schieber in der Schließstellung, vorzugsweise auch in der Offenstellung, durch Einrasten in der jeweiligen Stellung gehalten. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
    Eine Möglichkeit besteht darin, dass sich in der Basis des Bracketkörpers eine der Unterseite eines lingualen Fußes des Schiebers zugewandte, sich in Richtung mesial-distal erstreckende Ausnehmung befindet, in welcher ein nachgiebiger Zylinder angeordnet ist, welcher über den Rand der Ausnehmung vorsteht und auf die Unterseite des Fußes einwirkt. Bei diesem Zylinder kann es sich um einen Strang aus einem farblosen oder zahnfarbenen Kunststoff handeln, welcher gegen die Unterseite des Fußes drückt und den Schieber dadurch hemmt. Durch Vorsprünge, die sich an der Unterseite des Fußes befinden und gegen die Basis des Bracketkörpers gerichtet sind, können die Schließstellung und die Offenstellung in der Weise gesichert werden, dass der Schieber nur dadurch aus der Schließstellung bzw. aus der Offenstellung heraus bewegt werden kann, dass einer dieser Vorsprünge über den nachgiebigen Zylinder hinwegbewegt wird, welches dieser infolge seiner Nachgiebigkeit zwar ermöglicht, dem Überwinden des Zylinders jedoch einen hinreichenden Widerstand entgegensetzt.
  • Die an der Unterseite des Fußes des Schiebers vorgesehenen Vorsprünge liegen vorzugsweise in einer flachen Ausnehmung an der Unterseite des Fußes. Diese Ausnehmung, in welche der Zylinder hineinragt, ist an ihren beiden Enden zweckmäßigerweise geschlossen, wodurch für die Bewegung des Schiebers Endanschläge gebildet werden.
  • Umgekehrt kann an der Unterseite des Schiebers eine zur Basis des Bracketkörpers offene Ausnehmung vorgesehen sein, welche einen nachgebenden Zylinder aufnimmt, welcher übenden Rand der Ausnehmung hinausragt und auf die linguale Seite des Schlitzes einwirkt, welche in diesem Fall mit Vorsprüngen versehen ist, die vorzugsweise in einer flachen Ausnehmung der lingualen Seite des Schlitzes liegen und beim Verschieben des Schiebers von dem z. B. elastomer nachgebenden Zylinder überwunden werden müssen.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, an der Spitze des Fußes eine Nase vorzusehen, welche in der Schließstellung des Schiebers mit dem Bracketkörper verrastet, vorzugsweise an dessen Außenseite. Der Fuß hat in diesem Fall in dem Schlitz, in dem er steckt, so viel Spiel, dass er mit seiner Nase aus seiner Raststellung herausfedern kann. Diese Möglichkeit, zu federn, kann in Richtung lingual-labial gegeben sein, aber auch in Richtung mesial-distal. Im zuletzt genannten Fall ist es bevorzugt, den Fuß gabelförmig auszubilden, so dass er zwei Arme hat, an denen in entgegengesetzte Richtungen weisende Nasen vorgesehen sind, so dass der Schieber in seiner Schließstellung doppelt gesichert ist und nur durch Auslenken beider Nasen aus ihrer Raststellung aus der Schließstellung befreit und in seine Offenstellung geschoben werden kann.
  • Zwei in Richtung distal-mesial federnde Nasen können mit Vorteil mit einer zwischen Ihnen angeordneten dritten Nase kombiniert werden, welche an einem dritten lingualen Arm vorgesehen ist und in Richtung labial-lingual federnd auslenkbar ist. In diesem Fall kann diese dritte Nase für das Festlegen des Schiebers in seiner Geschlos senstellung und können die anderen beiden Nasen für das Festlegen des Schiebers in seiner Offenstellung verwendet werden – oder umgekehrt.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Gleiche oder einander entsprechende Teile sind in den verschiedenen Beispielen mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet.
  • 1 zeigt ein erstes erfindungsgemäßes Bracket in einer Ansicht mit Blickrichtung in Längsrichtung des Slots,
  • 2 zeigt das Bracket aus 1 in einer Seitenansicht,
  • 3 zeigt das Bracket aus 2 im Schnitt A-A gemäß 2,
  • 4 zeigt das Bracket aus 2 im Schnitt B-B gemäß 2, die
  • 57 zeigen unterschiedliche Schrägansichten des Brackets aus den 1 bis 4,
  • 8 zeigt das Bracket aus den 1 bis 7 in einer Ansicht wie in 1, jedoch in seiner Offenstellung,
  • 9 zeigt das Bracket aus 8 in einem Schnitt wie in 3, jedoch in seiner Offenstellung,
  • 10 zeigt das Bracket aus 8 in einem Schnitt wie in 4, jedoch in seiner Offenstellung, die
  • 1113 zeigen Schrägansichten des Brackets aus den 1 bis 10 in seiner Offenstellung,
  • 14 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Brackets in einer Ansicht entsprechend der 1,
  • 15 zeigt das Bracket aus 14 in einer Seitenansicht,
  • 16 zeigt das Bracket aus 15 im Schnitt B-B gemäß 14,
  • 17 zeigt das Bracket aus 15 und 16 im Schnitt A-A gemäß 15, die
  • 18 und 19 zeigen unterschiedliche Schrägansichten des Brackets aus den 14 bis 17,
  • 20 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel des Brackets in einer Ansicht entsprechend der 1,
  • 21 zeigt das Bracket aus 20 in einer Seitenansicht,
  • 22 zeigt den Schnitt A-A gemäß 21,
  • 23 zeigt das Detail D aus 22, die
  • 24 und 25 zeigen Schrägansichten des Brackets aus den 20 bis 23,
  • 26 zeigt das Bracket aus den 20 bis 25 in einer Ansicht wie in 20, jedoch in seiner Offenstellung,
  • 27 zeigt das Bracket aus 26 in einer Seitenansicht entsprechend der 21,
  • 28 zeigt das Bracket aus 26 in einem Schnitt entsprechend der 22,
  • 29 zeigt das Detail D aus 28, die
  • 30 und 31 zeigen das Bracket aus den 26 bis 29 in zwei verschiedenen Schrägansichten,
  • 32 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Ansicht entsprechend der 1,
  • 33 zeigt das Bracket aus 32 in einer Seitenansicht,
  • 34 zeigt das Bracket aus den 32 und 33 im Schnitt A-A gemäß 37,
  • 35 zeigt das Detail D aus 34, und
  • 36 und 37 zeigen unterschiedliche Schrägansichten des Brackets aus den 32 bis 35.
  • Das in den 1 bis 12 dargestellte selbstligierende Bracket hat eine gewölbte Basis 1, deren Wölbung der Vorderseite eines Zahnes angenähert ist. Die Basis 1 hat an ihrer Unterseite, welche die linguale Seite des Brackets bildet, in Reihe angeordnete Vertiefungen 2, welche hinterschnitten ausgebildet sind. Im Schnitt, wie er in 3 dargestellt ist, haben die Vertiefungen 2 eine rechteckige Kontur. In einem dazu senkrecht gelegten Schnitt haben die Vertiefungen 2, wie in 2 dargestellt, eine rautenförmige Kontur. Auf die Unterseite des Brackets kann ein Klebstoff aufgetragen werden, um das Bracket auf einen Zahn zu kleben. Durch die Verzahnung der hinterschnittenen Vertiefungen 2 mit dem Klebstoff wird eine gute Haftfestigkeit erzielt. In einer jeden Reihe sind die Vertiefungen 2 und mit ihnen die Hinterschnitte übereinstimmend orientiert. Von Reihe zu Reihe sind sie jedoch abwechselnd mal in die eine und mal in die andere Richtung orientiert. Dadurch wird bei einem auf das Bracket wirkenden Schub in Richtung von mesial nach distal dieselbe Haftfestigkeit erzielt wie bei einem Schub von distal nach mesial und bei einem Schub in Richtung okklusal-gingival oder gingival-okklusal ist die Haftfestigkeit unabhängig von der Schubrichtung hoch.
  • Auf der Basis 1 stehen eine gingivale Wand 4 und eine okklusale Wand 5. Die beiden Wände 4 und 5 verlaufen parallel zueinander und schließen zwischen sich einen Kanal 6 ein, der im geschlossenen Zustand des Brackets einen rechteckigen lichten Querschnitt hat und geradlinig von distal nach mesial durchgehend durch das Bracket verläuft.
  • An der gingivalen Wand 4 ist ein in Richtung gingival ragender Ligaturenflügel 7 vorgesehen. An der okklusalen Wand 5 ist ein in Richtung okklusal ragender Ligaturenflügel 8 vorgesehen. An ihnen können in einer dem Fachmann bekannten Weise Ligaturendrähte angebracht werden. Die Ligaturenflügel 7 und 8 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel ungeteilt ausgebildet, können alternativ aber auch in jeweils ein Paar gingivale und okklusale Ligaturenflügel unterteilt sein.
  • Der Kanal 6 dient zur Aufnahme eines orthodontischen Drahtbogens, welcher insbesondere einen rechteckigen Querschnitt hat, aber auch einen kreisförmigen Querschnitt haben kann und nicht Bestandteil des Brackets ist. Durch Spannen des Drahtbogens kann auf den Grund 9 des Kanals 6 und auf die Wände 4 und 5 des Brackets Druck ausgeübt werden. Wenn der Drahtbogen einen rechteckigen Querschnitt hat, kann mit ihm auf die Wände 4 und 5 des Brackets auch ein Drehmoment ausgeübt werden. Zu diesem Zweck ist der lichte Querschnitt des Kanals 6 im wesentlichen rechteckig ausgebildet. Er wird durch den Grund 9 des Kanals 6, durch die gingivale Wand 4, die okklusale Wand 5 und durch einen labialen Fortsatz 10 der okklusalen Wand 5 begrenzt, welcher sich in dem in 1 dargestellten geschlossenen Zustand des Brackets bis zur gingivalen Wand 4 erstreckt und den Kanal 6 in Richtung nach labial begrenzt.
  • An den Enden des Kanals 6 sind dessen Kanten 19 gerundet, siehe die 5 bis 7. Das dient einer Reibungsminderung für den im Kanal 6 liegenden Drahtbogen und ist besonders bei großen Fehlstellungen der Zähne von Vorteil, welche einen besonders unregelmäßigen Verlauf des Drahtbogens entlang des Kieferbogens erfordern.
  • Während die gingivale Wand 4 einschließlich des Ligaturenflügels 7 mit der Basis 1 einstückig verbunden ist, ist die okklusale Wand einschließlich des Ligaturenflügels 8 verschieblich auf der Basis 1 angeordnet. Die okklusale Wand 5 ist in Richtung von gingival nach okklusal aus der in 1 dargestellten Stellung, in welcher der labiale Fortsatz 10 den Kanal 6 nach labial abschließt, in die in den 8 und 9 dargestellte Offenstellung verschiebbar, in welcher die okklusale Wand 5 ihren Abstand von der gingivalen Wand 4 vergrößert hat und insbesondere zwischen dem labialen Fortsatz 10 der okklusalen Wand 5 und der gegenüberliegenden gingivalen Wand 4 ein Abstand besteht, der mindestens so groß, vorzugsweise genau so groß ist wie die in Richtung gingival-okklusal gemessene Breite des Kanals 6 in dem geschlossenen Zustand, wie er in 1 dargestellt ist. Das macht es möglich, einen Drahtbogen, dessen Dicke in Richtung gingival-okklusal höchstens so groß ist wie die in Richtung gingival-okklusal gemessene Breite des Kanals 6 im geschlossenen Zustand des Brackets, quer zu seiner Längserstreckung in den Kanal einzuführen, wenn sich die verschiebbare Wand des Brackets, welche vorzugsweise die okklusale Wand 5 ist, in ihrer in den 8 und 9 dargestellten Offenstellung befindet. Nach Überführen der verschiebbaren Wand 5 von ihrer offenen Stellung (8 und 9) in die geschlossene Stellung (1 und 3) ist ein in den Kanal 6 eingeführter Drahtbogen in dem Kanal 6 gefangen.
  • Um die okklusale Wand 5 des Brackets verschieben zu können, hat diese an ihrem lingualen Ende als linguale Fortsätze drei nebeneinander liegende, vorzugsweise zueinander parallele Arme 11, 12 und 13, welche sich rechtwinklig zur Längserstreckung des Kanals 6 erstrecken und in eine als Schlitz 14 ausgebildete Führung ragen, welche unterhalb der Basis 9 des Kanals 6 mittig in der gingivalen Wand 4 vorgesehen ist. Die okklusale Wand 5 bildet zusammen mit den Armen 11, 12 und 13 einen Schieber 3 des Brackets. Der Querschnitt des Schlitzes 14 ist so gewählt, dass er eine Geradführung des Schiebers bewirkt, wenn dieser zwischen seiner Offenstellung und seiner Geschlossenstellung hin und her verschoben wird. In Richtung nach gingival ist der Schlitz 14 in Richtung mesial-distal stufenförmig erweitert, wodurch zwei Anschläge 5 für Nasen 16 an den freien Enden der beiden äußeren Arme 12 und 13 gebildet sind, wobei die Nasen 16 in einander entgegengesetzte Richtungen weisend sich in Richtung mesial bzw. distal erstrecken. Das Anschlagen der Nasen 16 an den Anschlägen 15 begrenzt die Öffnungsbewegung des Schiebers 3 und stellt sicher, dass dieser beim Öffnen des Brackets nicht verloren gehen kann.
  • Der mittlere Arm 11 hat eine in Richtung lingual vorspringende Nase 17, welche in der geschlossenen Stellung des Brackets (1) an der gingivalen Außenseite der gingivalen Wand 4 anliegt und verhindert, dass das Bracket unabsichtlich geöffnet wird. Zum Öffnen wird das über die gingivale Außenseite der gingivalen Wand 4 vor stehende Ende des mittleren Arms 11 in Richtung nach lingual, also in Richtung zur Basis 1, gedrückt und in Richtung nach okklusal geschoben, so dass die Nase 17 in den Schlitz 14 eintaucht, in welchem sie eine Verschiebung der okklusalen Wand 5 in Richtung okklusal nicht blockiert. Um das Niederdrücken des mittleren Armes 11 zu erleichtern, hat dieser an seinem freien Ende eine Ausnehmung 18, welche es erleichtert, mit einem Werkzeug, z. B. mit einem Scaler, auf den Arm 11 einzuwirken und ihn gegen die Basis 1 zu drücken. Dadurch, dass der mittlere Arm 11 zum Entriegeln des Schiebers 3 in Richtung zur Basis 1 gedrückt wird, wird in dem mittleren Arm 11 eine Biegespannung erzeugt, die erhalten bleibt, solange das Bracket ganz oder teilweise geöffnet ist. Wenn der Schieber 3 wieder in seine Geschlossenstellung (1) verschoben wird, dann federt der mittlere Arm 11 unter der Wirkung der sich abbauenden Biegespannung zurück, so dass die Nase 17 auf der gingivalen Außenseite der gingivalen Wand 4 einrastet.
  • Die beiden äußeren Arme 12 und 13 werden beim Verschieben des Schiebers 3 zwischen seiner Geschlossenstellung und seiner Offenstellung nicht auf Biegung beansprucht; sie werden nur ein einziges Mal auf Biegung beansprucht, nämlich dann, wenn sie erstmals zur Verbindung der beiden zunächst getrennten Bestandteile des Brackets in den Schlitz 14 eingeführt werden. Um das Einführen der Arme 11, 12 und 13 in den Schlitz 14 zu erleichtern, sind die Nasen 16 und 17, wie in den 1 und 10 dargestellt, angefast.
  • Die 1, 2 und 3 zeigen, wie die Nase 17 des mittleren Arms 11 in der Geschlossenstellung des Brackets mit der Außenseite der gingivalen Wand 4 verrastet ist. Die 10 zeigt, wie die Nasen 16 der beiden äußeren Arme 12 und 13 in der Offenstellung des Brackets an den Anschlägen 15 anliegen.
  • Die 5 bis 7 zeigen das Bracket in seinem geschlossenen Zustand, die 11, 12 und 13 zeigen es in seiner geöffneten Stellung. Der Grund 9 des Kanals 6 ist teilweise an der okklusalen Wand 5 und teilweise an der gingivalen Wand 4 ausgebildet, wobei die an der okklusalen Wand und an der gingivalen Wand ausgebildeten Abschnitte des Grundes 9 sich bei geschlossenem Bracket über die volle Breite des Kanals 6 erstrecken. Das hat den Vorteil, dass ein Drahtbogen, welcher bei geöffnetem Bracket in den Kanal 6 eingeführt wird, auf jeden Fall auf den Grund 9 des Kanals 6 trifft, aber nicht in den Grund 9 eintauchen und dadurch das Schließen des Brackets verhindern kann.
  • Das in den 1 bis 12 dargestellte Bracket kann aus Metall, Kunststoff oder Keramik bestehen. Mit dem dargestellten Aufbau eignet es sich besonders zur Herstellung nach einem Metallpulverspritzverfahren (MIM, Metal Injection Molding), nach einem Kunststoffspritzgießverfahren oder nach einem Keramikpulverspritzverfahren (CIM, Ceramik Injection Molding), wodurch eine rationelle und wiederholbar präzise Herstellung möglich ist, was für derart kleine Bauteile, wie es orthodontische Brackets sind, von besonderer Bedeutung ist.
  • Zwar haben Keramiken meist keine guten elastischen Eigenschaften, doch lassen sich die geringen elastischen Auslenkungen, welche für die Arme 11, 12 und 13 gewünscht sind, auch mit keramischen Werkstoffen erzielen, insbesondere mit Aluminiumoxid oder Zirkonoxid, welche für erfindungsgemäße keramische Brackets besonders geeignet sind.
  • Das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel darin, dass die beiden äußeren lingualen Arme 12 und 13 des Schiebers 3 nicht gemeinsam mit dem mittleren lingualen Arm 11 in ein und demselben mittig angeordneten Schlitz 14 der gingivalen Wand 4 angeordnet sind. In diesem mittigen Schlitz 14 ist im zweiten Ausführungsbeispiel lediglich der mittlere Arm 11 geführt. Die beiden äußeren Arme sind in zu dem mittigen Schlitz 14 parallelen außenseitlichen Nuten 20 und 21 im unteren Bereich der gingivalen Wand 4 geführt, wobei die Nuten 20 und 21 vorzugsweise den gleichen Abstand der Ebene des Grunds 9 des Kanals 6 haben wie der mittige Schlitz 14. Die beiden äußeren Arme 12 und 13 haben anders als im ersten Ausführungsbeispiel keine voneinander abgewandte Nasen, sondern einander zugewandte Nasen 16, und diese Nasen 16 schlagen in der Offenstellung des Brackets an Schultern 22 an, die nach gingival weisend in den Nuten 20 und 21 ausgebildet sind.
  • Der mittlere Arm 11 hat an seinem Ende eine als Hohlkehle ausgebildete, zur Basis 1 hin geschlossene Ausnehmung 18, welche das Ansetzen eines Werkzeuges erleichtert, um den mittleren Arm 11 zum Entriegeln des Schiebers 3 zu erleichtern.
  • Zwei Schrägansichten des Brackets gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel sind in den 18 und 19 dargestellt.
  • Das in den 20 bis 25 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel der Erfindung unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel darin, dass der Schieber 3 an seinem unteren Ende anstelle von drei zueinander parallelen Armen einen breiteren lingualen Fuß 23 hat, welcher in einem mittig angeordneten Schlitz 14 verschiebbar ist, welcher unterhalb des Grunds 9 des Kanals 6 die gingivale Wand 4 des Brackets in Richtung gingival-okklusal durchquert. In der im übrigen eben ausgebildeten lingualen Oberfläche 24 des Schlitzes 14 ist eine Ausnehmung 25 vorgesehen, in welcher eine V-förmig gefaltete Blattfeder 26 vorgesehen ist, welche mit einem Schenkel aus der Ausnehmung 25 heraus in den Schlitz 14 hinein ragt. Die Blattfeder 26 wirkt auf die Unterseite des Schiebers 3 ein, der zu diesem Zweck eine der Basis 1 zugewandte flache Ausnehmung 27 hat, in welcher zwei parallel zum Kanal 6 verlaufende Rippen 28 und 29 vorgesehen sind, welche sich in Richtung zur Basis 1 hin keilförmig verjüngen. In der in 20 dargestellten geschlossenen Stellung des Brackets liegt eine Rippe 28 dem in die Ausnehmung 27 ragenden Schenkel der Blattfeder 26 an. Zum Öffnen des Brackets kann mit einem Werkzeug auf das gingivale Ende des lingualen Fußes 23 gedrückt werden. Die Rippe 28 bewegt sich dann unter Zusammendrücken der Blattfeder 26 über diese hinweg. Die Verschiebebewegung endet spätestens, wenn die Blattfeder 26 am Ende 30 der Ausnehmung 27 anschlägt. Das markiert die Offenstellung des Brackets. Auf dem Weg in die Offenstellung überwindet die Blattfeder 26 vorzugsweise noch die zweite Rippe 29, welche dafür sorgt, dass das Bracket in der Offenstellung auch offen gehalten bleibt, solange nicht sein Schieber 3 absichtlich in die Geschlossenstellung überführt wird.
  • Um den Rippen 28 und 29 das Überwinden der Blattfeder 26 zu erleichtern, ist der in die Ausnehmung 27 ragende Schenkel der Blattfeder 26 abgeknickt, so dass die Rippen 28 und 29 auf eine Schrägfläche der Blattfeder 26 stoßen, welche sie mit ihrer eigenen Schrägfläche leichter überwinden können.
  • Das dritte Ausführungsbeispiel ist besonders vorteilhaft und ästhetisch, weil die Mechanik zum Zuhalten und zum Offenhalten des Brackets im Bracket versteckt ange ordnet ist. Die 24 und 25 zeigen das geschlossene Bracket in zwei verschiedenen Schrägansichten. Die 30 und 31 zeigen das geöffnete Bracket in zwei verschiedenen Schrägansichten.
  • Das in den 32 bis 37 dargestellte vierte Ausführungsbeispiel eines Brackets unterscheidet sich vom dritten Ausführungsbeispiel darin, dass in der Ausnehmung 25 der Basis 1 anstelle einer V-förmig gebogenen Blattfeder ein elastomerer Zylinder 31 vorgesehen ist, welcher eine entsprechende Funktion hat wie die Feder 26 im dritten Ausführungsbeispiel.
  • Auch im zweiten, dritten und vierten Ausführungsbeispiel können die Bestandteile des Brackets – mit Ausnahme der Blattfeder 26 und des elastomeren Zylinders – wahlweise aus Metall, insbesondere aus Edelstahl, aus einem Kunststoff wie z. B. Polyoxymethylen (POM) oder aus einer Keramik wie z. B. Aluminiumoxid oder Zirkonoxid bestehen.
  • 1
    Basis
    2
    Vertiefung
    3
    Schieber
    4
    gingivale Wand
    5
    okklusale Wand
    6
    Kanal
    7
    Ligaturenflügel
    8
    Ligaturenflügel
    9
    Grund des Kanals 6
    10
    labialer Fortsatz der okklusalen Wand
    11
    Arm, lingualer Fortsatz der okklusalen Wand
    12
    Arm, lingualer Fortsatz der okklusalen Wand
    13
    Arm, lingualer Fortsatz der okklusalen Wand
    14
    Schlitz, Führung
    15
    Anschlägen
    16
    Nase
    17
    Nase
    18
    Ausnehmung
    19
    Kanten des Kanals 6
    20
    Nut, Führung
    21
    Nut, Führung
    22
    Schultern
    23
    Fuß
    24
    Oberfläche
    25
    Ausnehmung
    26
    Blattfeder
    27
    Ausnehmung
    28
    Rippe
    29
    Rippe
    30
    Ende der Ausnehmung
    31
    elastomerer Zylinder
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102006053215 A1 [0001, 0003, 0009]
    • - US 7025591 B1 [0004]
    • - DE 4011988 A1 [0005]

Claims (11)

  1. Ein selbstligierendes Bracket für die Orthodontie hat einen Bracketkörper mit einer Basis (1), eine von der Basis (1) ausgehende okklusale Wand (5) mit wenigstens einem okklusalen Ligaturenflügel (8), eine von der Basis (1) ausgehende gingivale Wand (4) mit wenigstens einem ginigvalen Ligaturenflügel (7), einen Kanal (6), welcher sich zwischen der okklusalen Wand (5) und der ginigvalen Wand (4) durchgehend in Richtung von mesial nach distal erstreckt, einen Schieber (3), welcher in einer Führung (14, 20, 21) des Brackets gehalten und in der Führung (14) zwischen einer Schließstellung, in welcher der Kanal (6) wenigstens auf einem Teil seiner Länge geschlossen ist, und einer Offenstellung, in welcher der Kanal (6) in labialer Richtung offen ist, in Richtung gingival-okklusal hin und her verschiebbar ist, und Mittel, die den Schieber (5) in seiner Schließstellung arretieren und in seiner Offenstellung gegen ein Verlieren sichern können und in das Bracket integriert sind, gekennzeichnet durch folgende weitere Merkmale: der wenigstens eine gingivale oder okklusale Ligaturenflügel (7 bzw. 8) und die zugehörige gingivale bzw. okklusale Wand (4 bzw. 5) des Kanals (6) sind Bestandteil des Schiebers (3); der Schieber (3) hat einen oder mehrere linguale Fortsätze (11, 12, 13, 23), welche sich parallel zum Grund (9) des Kanals (6) erstrecken; der wenigstens eine linguale Fortsatz (11, 12, 13, 23) ist in der Führung (14, 20, 21) geführt; die Führung weist einen Schlitz (14) auf, welcher sich parallel zum Grund (9) des Kanals (6) unterhalb des Kanals (6) im Bracket erstreckt; wenigstens die gingivale Wand (4) oder die okklusale Wand (5) des Kanals (6) hat im Abstand vom Grund (9) des Kanals (6) einen labialen Fortsatz (10), welcher sich in Richtung zur gegenüberliegenden Wand (4) des Kanals (6) erstreckt.
  2. Bracket nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Führung (14, 20, 21) durchgehend von der gingivalen Seite zur okklusalen Seite des Brackets erstreckt.
  3. Bracket nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der der Unterseite des wenigstens einen lingualen Fortsatzes (23) zugewandten Seite der Bracketbasis (1) eine sich in Richtung mesial-distal erstreckende Ausnehmung (25) befindet, in welcher ein nachgiebiger Körper (26, 31) angeordnet ist, welcher über den Rand der Ausnehmung (25) vorsteht und auf die Unterseite des wenigstens einen lingualen Fortsatzes (23) einwirkt.
  4. Bracket nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (25) an ihren beiden Enden geschlossen ist.
  5. Bracket nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Ausnehmung (27) in der Unterseite des wenigstens einen lingualen Fortsatzes (23) vorgesehen ist, und dass der nachgiebige Körper (26, 31) in diese weitere Ausnehmung (27) hineinragt.
  6. Bracket nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausnehmung (27) des wenigstens einen lingualen Fortsatzes (23) wenigstens ein Vorsprung, insbesondere eine sich in Richtung distal-mesial verlaufende Rippe (28, 29), vorgesehen ist.
  7. Bracket nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (28, 29) den nachgiebigen Körper (26, 31) beim Bewegen des Schiebers (3) von seiner Geschlossenstellung in seine Offenstellung nur unter reversibler Verformung des nachgiebigen Körpers (26, 31) überwindet.
  8. Bracket nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der nachgiebige Körper (26, 31) ein Zylinder (31) oder eine gekrümmte Blattfeder ist, insbesondere eine V-förmige Blattfeder (26).
  9. Bracket nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Spitze des wenigstens einen lingualen Fortsatzes (23) wenigstens eine Nase (17) vorgesehen ist, welche in der Schließstellung des Schiebers (3) mit einem unverschieblichen Teil des Brackets verrastet, und dass der wenigstens eine linguale Fortsatz (23) in dem Schlitz (14) so viel Spiel hat, dass die wenigstens eine Nase (17) aus ihrer Raststellung federnd herausbewegt werden kann.
  10. Bracket nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens bereichsweise mit einer Substanz beschichtet oder getränkt ist, die einem Anhaften von Plaque entgegenwirkt.
  11. Bracket nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grund (9) des Kanals (6) teilweise mit der gingivalen Wand (4) und teilweise mit der okklusalen Wand (5) verbunden ist und dass bei geschlossenem Zustand des Brackets die an der okklusalen Wand (5) angebrachten Abschnitte des Grundes (9) des Kanals (6) wenigstens bis zur gingivalen Wand (4) reichen und dass die an der gingivalen Wand (4) angebrachten Abschnitte des Grundes (9) des Kanals (6) wenigstens bis zur okklusalen Wand (5) reichen.
DE200920014055 2009-10-09 2009-10-09 Selbstligierendes Bracker für die Orthodontie Expired - Lifetime DE202009014055U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200920014055 DE202009014055U1 (de) 2009-10-09 2009-10-09 Selbstligierendes Bracker für die Orthodontie

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200920014055 DE202009014055U1 (de) 2009-10-09 2009-10-09 Selbstligierendes Bracker für die Orthodontie

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE202009014055U1 true DE202009014055U1 (de) 2010-02-25

Family

ID=41720302

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200920014055 Expired - Lifetime DE202009014055U1 (de) 2009-10-09 2009-10-09 Selbstligierendes Bracker für die Orthodontie

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE202009014055U1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN108852538A (zh) * 2018-04-27 2018-11-23 温庆芳 一种口腔正畸用结扎丝末端推进器
US10182885B2 (en) 2015-10-29 2019-01-22 Mem Dental Technology Co., Ltd Self-ligating bracket

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4011988A1 (de) 1988-09-12 1991-10-17 Garfford J Broussard Verstellbare, orthodontische spangenanordnung
US7025591B1 (en) 2003-10-09 2006-04-11 Tp Orthodontics, Inc. Self-ligating orthodontic appliance
DE102006053215A1 (de) 2006-11-11 2008-05-15 Bernhard Förster Gmbh Selbstligierendes Bracket für die Orthodontie

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4011988A1 (de) 1988-09-12 1991-10-17 Garfford J Broussard Verstellbare, orthodontische spangenanordnung
US7025591B1 (en) 2003-10-09 2006-04-11 Tp Orthodontics, Inc. Self-ligating orthodontic appliance
DE102006053215A1 (de) 2006-11-11 2008-05-15 Bernhard Förster Gmbh Selbstligierendes Bracket für die Orthodontie

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10182885B2 (en) 2015-10-29 2019-01-22 Mem Dental Technology Co., Ltd Self-ligating bracket
US11234796B2 (en) 2015-10-29 2022-02-01 Mem Dental Technology Co., Ltd Self-ligating bracket
CN108852538A (zh) * 2018-04-27 2018-11-23 温庆芳 一种口腔正畸用结扎丝末端推进器

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102009049659B4 (de) Selbstligierendes Bracket für die Orthodontie
DE102006053215B4 (de) Selbstligierendes Bracket für die Orthodontie
EP2742902B1 (de) Selbstligierendes Bracket für die Orthodontie
DE102009029834A1 (de) Baureihe von Brackets für die Orthodontie
DE102005056184B4 (de) Selbstligierendes Bracket für die Orthodontie
DE102006027130B4 (de) Selbstligierendes Bracket und dessen Verwendung für die Orthodontie
EP2412274B1 (de) Applikator und Kosmetikeinheit aufweisend den Applikator
WO2005002461A1 (de) Orthodontische vorrichtung
WO2020002546A1 (de) Selbstligierendes bracket für die orthodontie
DE202009014055U1 (de) Selbstligierendes Bracker für die Orthodontie
EP3838213B1 (de) Selbstligierendes bracket für die orthodontie
DE202005013890U1 (de) Bracket und Clip dafür
DE202009008571U1 (de) Baureihe von Brackets für die Orthodontie
DE102004056168B4 (de) Selbstligierendes Bracket für die Orthodontie
DE4304868C1 (de) Lösbare Verbindungsanordnung für zwei Zahnbauteile
DE102013013098B4 (de) Orthodontisches Bracket zur Befestigung an einer Innenseite eines Zahns
EP4450019B1 (de) Selbstligierendes bracket für die orthodontie
CH700504A2 (de) Nicht-ligierendes Bracket für die linguale Orthodontie.
DE202016002257U1 (de) Interdental-Reinigungsvorrichtung
DE10036825A1 (de) Steggeschiebe
DE869396C (de) Kuenstlicher Zahn
DE10036826A1 (de) Steggeschiebe
DE8710946U1 (de) Zahnärztliche Pinzette

Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification

Effective date: 20100401

R150 Term of protection extended to 6 years
R150 Term of protection extended to 6 years

Effective date: 20121004

R151 Term of protection extended to 8 years
R152 Term of protection extended to 10 years
R071 Expiry of right