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Die
Erfindung betrifft eine Gabione nach dem Oberbegriff des Anspruches
1.
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Es
ist bekannt, Gabionen mit ihren Seitengittern zu Zäunen bzw.
Wänden
zusammenzusetzen und mit Steinen und/oder anderem Material zu befüllen. Zur
Befestigung der Gabionen werden Pfosten verwendet, die im Untergrund
verankert sind. Die Pfosten sind in der Regel Vierkantrohre, die
so montiert werden, dass zwei einander gegenüberliegende Längskanten
in der Ebene der vorderen und hinteren Frontgitter der Gabione liegen.
Zwischen den Frontgittern und diesen Längskanten der Vierkantrohre
bilden sich vom Innenraum der Gabione in Richtung auf die Vierkantrohre
sich verengende Räume,
die sich nur schwierig mit dem jeweiligen Material befüllen lassen.
Da die Vierkantrohre von außen
sichtbar sind, beeinträchtigen
sie zudem das Aussehen der aus den Gabionen gebildeten Wände.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Gabione
so auszubilden, dass sie auf konstruktiv einfache Weise ausgebildet
und am Untergrund befestigt werden kann.
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Diese
Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Gabione
erfindungsgemäß mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
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Infolge
der erfindungsgemäßen Ausbildung können die
Gabionen über
die Seitengitterendabschnitte einfach am Untergrund befestigt werden, ohne
dass zusätzliche
Pfosten oder andere Verankerungselemente erforderlich sind. Die
Endabschnitte der Seitengitter stören beim Befüllen der
Gabionen nicht und beeinträchtigen
auch nicht das Aussehen von aus solchen Gabionen hergestellten Zäunen oder
dgl. Außerdem
können
die erfindungsgemäßen Gabionen
mit Hilfe der Endabschnitte der Seitengitter einfach und ohne besonderen
Arbeits- und Montageaufwand kostengünstig montiert werden. Die
Versteifungszone am Übergang
vom Endabschnitt zum übrigen
Teil des Seitengitters stellt sicher, dass das Seitengitter eine
hohe Biegesteifigkeit aufweist. Das Seitengitter kann beispielsweise
bei einer Breite von etwa 20 bis 25 cm eine Höhe von bis zu etwa 2 m haben,
ohne dass die Gefahr besteht, dass das Seitengitter bei befüllter Gabione
bei Belastung durch das Füllmaterial
abbiegt.
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der
Beschreibung und den Zeichnungen.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand mehrerer in den Zeichnungen dargestellter
Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es
zeigt
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1 in
perspektivischer Darstellung eine erfindungsgemäße Gabione,
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1a ein
Deckelgitter der Gabione gemäß 1,
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2 einen
unteren Eckbereich der Gabione gemäß 1 in vergrößerter Darstellung,
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3 ein
Frontgitter der Gabione nach 1 in perspektivischer
Darstellung,
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4 eine
Bodenplatte der Gabione gemäß 1 in
perspektivischer Darstellung,
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5 ein
Seitengitter einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Gabione
in perspektivischer Darstellung,
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6 ein
Seitengitter einer weiteren erfindungsgemäßen Gabione in Ansicht gemäß Pfeil
VI in 7,
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7 das
Seitengitter nach 6 in Seitenansicht,
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8 in
vergrößerter Darstellung
einen unteren Teil des Seitengitters nach 6 mit einer
Bodenplatte,
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9 die
Bodenplatte gemäß 8 in Draufsicht
und in vergrößerter Darstellung,
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10 ein
Klemmstück
zur Befestigung der Bodenplatte nach 9 am Seitengitter,
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11 eine
weitere Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Gabione
in perspektivischer Darstellung,
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12 ein
Seitengitter der Gabione gemäß 11 in
perspektivischer Darstellung.
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Mit
den im Folgenden beschriebenen Gabionen können Zäune oder Wände, wie Lärmschutzwände, errichtet werden, die
aus in Reihe nebeneinander und/oder übereinander angeordneten Gabionen
bestehen. Diese Gabionen sind aus einzelnen rechteckigen Drahtgittern
zusammengesetzt, wie insbesondere 1 zeigt.
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Die
Gabione gemäß 1 weist
ein rückwärtiges Frontgitter 1,
Seitengitter 2, 3 und ein vorderes Frontgitter 4 (3)
auf. Die Gitter 1 und 4 sind gleich ausgebildet.
Sie bestehen aus Horizontal- und Vertikaldrähten 6 und 7,
die sich rechtwinklig kreuzen. Die Horizontaldrähte 6 sind an ihren
Enden 5 in gleicher Richtung hakenförmig abgebogen. Die Seitengitter 2, 3 sind
ebenfalls untereinander gleich ausgebildet und bestehen auch aus
Horizontal- und Vertikaldrähten 6, 7,
wobei die Horizontaldrähte
aber keine abge bogenen Enden haben. Die Gitter 1 und 4 sind
mit ihren Hakenenden 5 in die randseitigen Vertikaldrähte 7 der
Seitengitter 2, 3 eingehängt, so dass eine ebene Außenseite
gebildet wird. An ihren oberen Enden können die Gitter 1 bis 4 mit
einem deckelseitigen Drahtgitter 32 verbunden sein. Die
Horizontaldrähte 6 der
Seitengitter 2, 3 liegen an der dem Innenraum
der Gabione zugewandten Seite. Die Hakenenden 5 der Frontgitter 1, 4 liegen
auf den Horizontaldrähten 6 der
Seitengitter 2, 3 auf, so dass die Frontgitter 1, 4 in
Höhenrichtung
von den Seitengittern 2, 3 abgestützt sind.
Da sich die Frontgitter 1, 4 mit den Hakenenden 5 in
die Seitengitter 2, 3 einhängen lassen, sind keine zusätzlichen
Verbindungselemente notwendig, um die Drahtgitter 1 bis 4 miteinander
zu verbinden.
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Das
Deckelgitter 32 hat Längsdrähte 33,
die durch Querdrähte 34 miteinander
verbunden sind. Im Ausführungsbeispiel
hat das Deckelgitter 32 drei Längsdrähte 33, die mit Abstand
parallel zueinander verlaufen und durch die parallel zueinander
liegenden, mit Abstand hintereinander angeordneten Querdrähte 34 miteinander
verbunden sind. An den beiden Enden der Längsdrähte 33 ist jeweils
einer der Querdrähte 34 so
angeschweißt,
dass die Enden der Längsdrähte 33 nicht über diese
endseitigen Querdrähte 34 vorstehen.
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Die
Querdrähte 34 sind
gleich ausgebildet. Ein Ende der Querdrähte 34 ist als Haken 35 gestaltet,
während
das andere Ende 36 abgewinkelt ist. Die beiden Enden 35, 36 stehen
seitlich über
die Längsdrähte 33 vor.
Wie sich aus 1 ergibt, sind die hakenförmigen Enden 35 der
Querdrähte 34 in
den oberen Horizontaldraht 6 des Frontgitters 1 von
außen eingehängt. Die
gegenüberliegenden
abgewinkelten Enden 36 der Querdrähte 34 übergreifen
den oberen Horizontaldraht 6 des Frontgitters 4.
Die Enden 36 sind so abgewinkelt, dass sie einen spitzen
Winkel mit dem Querdraht 34 einschließen. Dadurch ragen die Enden 36 beim
montierten Deckelgitter 1 geringfügig nach innen in den Innenraum
der Gabione. Aufgrund dieser Gestaltung muss der obere Horizontaldraht 6 des
Frontgitters 4 geringfügig
nach innen gebogen werden, damit die abgebogenen Enden 36 diesen
Horizontaldraht 6 übergreifen
können.
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Das
Deckelgitter 32 besteht vorteilhaft aus gleichem Material
wie die Gitter 1 bis 4. Aufgrund der beschriebenen
Enden der Querdrähte 34 kann
das Deckelgitter 32 einfach montiert werden. Das Deckelgitter 32 ist
auch dann formstabil montiert, wenn die Haken 36 nicht
weiter zugebogen werden.
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Das
Deckelgitter 32 verleiht der Sichtschutzgabione insgesamt
deutlich mehr Formstabilität
im oberen Bereich. Insbesondere wenn die Gabione sehr schmal ausgebildet
ist, beispielsweise nur eine Dicke von etwa 18 cm hat, kann die
Gabione in größeren Ansichtsflächen und
größeren Höhen formstabil
gehalten werden.
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Zur
Biegeversteifung weisen die Seitengitter 2, 3 an
ihren Außen-
und Innenseiten diagonal verlaufende Querdrähte 18, 18' auf, die sich
zwischen in Höhenrichtung übereinander
angeordneten Horizontaldrähte 19 diagonal
von dem einen äußeren Vertikaldraht 7 zum
gegenüberliegenden äußeren Vertikaldraht 7 erstrecken.
Die außen
liegenden Querdrähte 18 kreuzen
die innen liegenden Querdrähte 18', wodurch mit
einfachen Mitteln eine hohe Biegesteifigkeit der Seitengitter 2, 3 erreicht
wird. Dies ist insbesondere bei hohen Seitengittern zweckmäßig.
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Die
Unterseite der Gabione nach 1 wird durch
nach innen in Richtung zueinander gebogene Endabschnitte 8, 9 der
Seitengitter 2, 3 gebildet. Mit ihnen liegt die
Gabione am Untergrund auf, auf dem sie mit einer Bodenplatte 10, 11 und
Schrauben 16, 16' oder ähnlichen
Befestigungsmitteln befestigt wird. Die Bodenplatten 10, 11 liegen
auf den umgebogenen Seitengitterabschnitten 8, 9 auf
und werden mit diesen verschweißt.
Die Bodenplatten 10, 11 sind vorzugsweise gleich
ausgebildet. Sie haben rechteckigen Umriss mit einer der Breite
der Seitengitter 2, 3 entsprechenden Länge und
einer der Breite der Biegeabschnitte 8, 9 entsprechenden
Breite. Eine dieser Bodenplatten 10 ist in 4 vergrößert dargestellt.
Sie hat rechtecki gen Umriss mit zueinander parallelen Längsrändern 12, 12' und zueinander
parallelen schmalen Rändern 15, 15'. Die Bodenplatte 10 hat
mit geringem Abstand von den Rändern 15, 15' und parallel
zu diesen verlaufende Langlöcher 14, 14.
Zur Befestigung der Seitengitter 2, 3 bzw. ihrer Bodenplatten 10, 11 auf
dem Untergrund werden durch die Langlöcher 14 unter Zwischenlage
von Unterlegscheiben die Befestigungsbolzen oder -schrauben 16, 16' (2)
gesteckt, mit denen die Gabione im Untergrund verankert wird. Im
Ausführungsbeispiel
nach 1 haben die Gitterendabschnitte 8, 9 eine
Breite, die etwas größer ist
als der Abstand zweier einander benachbarter Vertikaldrähte 7 der Frontgitter 1, 4.
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Selbstverständlich können die
Bodenplatten 10, 11 auch andere Abmessungen 2, 3 haben,
je nachdem, welche Abmessungen das zugehörige Seitengitter bzw. deren
Endabschnitte 8, 9 aufweist. Die Breite und Höhe der Seitengitter 2, 3 kann,
wie die 5, 6, 11 und 12 zeigen,
je nach Größe der Gabione
variieren. Beispielsweise können die
Seitenwände 2, 3 eine
Höhe bis
zu etwa 2 m und eine Breite bis etwa 23,5 cm haben. 5 zeigt
ein Seitengitter 2, das relativ geringe Höhe aufweist,
das aber breiter ist als die Seitengitter 2, 3 gemäß 1. Die
Seitengitter 2, 3 nach den 6, 11 und 12 sind
ebenfalls breiter als die Seitengitter 2, 3 nach 1,
aber auch höher
als diese.
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Bei
der Ausführungsform
nach 1 sind die Seitengitter 2, 3 unmittelbar
unterhalb des untersten Horizontaldrahtes 19 zur Bildung
der Gitterendabschnitte 8, 9 senkrecht abgebogen.
Das Gleiche gilt für
die Seitengitter 2, 3 nach den 5 und 6.
Diese Ausführungsform
unterscheidet sich von der nach 1 lediglich
durch die kürzere
und breitere Ausbildung. Bei der Ausführungsform nach 5 wird
auf dem abgebogenen Gitterendabschnitt 8 des Seitengitters 2 die
Bodenplatte 10 verschweißt, die mit ihrer einen Längsseite 12' am Vertikaldrähten 7 anliegt,
während
die Oberseite der Bodenplatte 10 unmittelbar unterhalb
des unteren Horizontaldrahtes 19 liegt. Da die Bodenplatte 10 mit
ihrer Unterseite und ihrer Längsseite 12' an allen Vertikaldrähten 7 des
Seitengitters 2, 3 anliegt, ergibt sich eine Vielzahl von Schweißstellen
zwischen den Drähten 7 und
der Unterseite sowie der Längsseite 12' der Bodenplatte 10,
die eine sichere Befestigung der Bodenplatten 10 am Seitengitter 2, 3 gewährleistet.
Die abgebogenen Enden der Vertikaldrähte 7 haben eine Länge, die vorteilhaft
wenigstens der Breite der Bodenplatten 10 entspricht. Dann
ergeben sich entsprechend lange Schweißstellen zwischen diesen Enden
und der Bodenplatte 10.
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Der
unterste Horizontaldraht 19 des Seitengitters 2, 3 übergreift
die Bodenplatte 10 (5), was zu
einer sicheren Befestigung der Bodenplatte beiträgt.
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Beim
Ausführungsbeispiel
nach 6 ist das Seitengitter 2 höher als
bei der Ausführungsform nach 5.
Das Seitengitter 2, 3 hat die einander kreuzenden
Querdrähte 18, 18'. Über den
größten Teil
der Höhe
des Seitengitters 2, 3 haben die Horizontaldrähte 6 gleichen
Abstand voneinander. Im unteren Teil ist das Seitengitter 2, 3 mit
einer Versteifungszone 31 versehen. Sie hat drei Horizontaldrähte 19,
die kleineren Abstand voneinander haben als die anderen Horizontaldrähte des
Seitengitters 2, 3. Die in der Versteifungszone 31 liegenden
Horizontaldrähte 19 können einen
Abstand voneinander haben, der beispielsweise nur etwa halb so groß ist wie
der Abstand zwischen den anderen Horizontaldrähte 19. Zwischen den
Horizontaldrähten 19 der
Versteifungszone 31 sind ebenfalls die einander kreuzenden Querdrähte 18, 18' vorgesehen,
die einander unter einem kleineren Winkel kreuzen als die anderen Querdrähte des
Seitengitters 2, 3. Dadurch ergibt sich eine sehr
hohe Steifigkeit des Seitengitters 2, 3 in der
Versteifungszone 31, die unmittelbar im Anschluss an den
abgebogenen Gitterabschnitt 8 vorgesehen ist.
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Die
auf dem abgebogenen Endabschnitt 8 liegende Bodenplatte 20 ist
mit einem Gegenstück 21 klemmend
am Seitengitter 2 befestigt, wie insbesondere 8 zeigt.
Die Bodenplatte 20 (9) ist als rechteckige
Platte ausgebildet, die an ihrer einen Längsseite 12 mit gleichem
Abstand nebeneinander liegende Nuten 13 aufweist, die sich über die
Breite der Bodenplatte 20 erstrecken und in denen bei montierter
Bodenplatte 20 die Vertikaldrähte 7 des Seitengitters 2 formschlüssig liegen.
Auch in der Unterseite der Bodenplatte 20 sind vorteilhaft
Nuten vorgesehen, in welche die Drähte 7 des Endabschnittes 8 eingreifen.
In der Längsseite 12 sind
Gewindebohrungen 22 vorgesehen, in die Gewindebolzen 25 (8)
geschraubt werden, um die Bodenplatte 20 unter Zwischenlage
des Seitengitters 2, 3 mit dem Gegenstück 21 zu
verspannen. Das Seitengitter 2, 3 liegt dadurch
spielfrei an der Längsseite 12 der
Bodenplatte 20 an.
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Um
die Bodenplatte 20 am Seitengitter 2 zu befestigen,
ist das in 10 dargestellte Gegenstück 21 vorgesehen.
Das Gegenstück 21 ist
als Platte ausgebildet, die kürzer
ist als die Bodenplatte 20, aber eine etwas größere Dicke
als diese aufweisen kann. Das Gegenstück 21 ist in montierter
Lange hochkant angeordnet. Es weist zwei mit Abstand voneinander
und mit geringerem Abstand von den Schmalseiten 23, 23' liegende Senköffnungen 24, 24' auf, in denen
die Köpfe
der Gewindebolzen 25 in montierter Lage versenkt liegen.
Um das Gegenstück 21 fest
gegen das Seitengitter 2, 3 verspannen zu können, sind
auf der dem Seitengitter 2, 3 zugewandten Seite 27 zwei
an die Schmalseiten 23, 23' anschließende Nuten 28, 28' vorgesehen,
die sich über die
ganze Höhe
der Außenseite 27 erstrecken.
Die Bodenplatte 20 wird zur Befestigung am Seitengitter 2, 3 so
auf den Gitterendabschnitt 8 gelegt, dass die Vertikaldrähte 7 des
Seitengitters 2, 3 in den Nuten 13 liegen.
Danach wird das Gegenstück 21 so
an die Außenseite
des Seitengitters 2, 3 angelegt, dass die Senköffnungen 24 mit
den Gewindebohrungen 22 fluchten. Mit den Gewindebolzen 25 werden
das Gegenstück 25 und
die Bodenplatte 20 unter Zwischenlage des Seitengitters 2, 3 gegeneinander
verspannt. Dann werden die Befestigungsbolzen 16, 16' durch die Langlöcher 14, 14' gesteckt und
im Untergrund verankert. Der Endabschnitte 8 steht über die
Bodenplatte 20 vor (8), so dass
der Endabschnitt 8 bei montierter Gabione sicher auf dem
Untergrund gehalten wird.
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11 zeigt
eine Gabione, bei der die Seitengitter 2, 3 nicht
abgewinkelt sind, sondern gestreckte Gitterendabschnitte 8, 9 aufweisen,
die nach unten über
die Frontgitter 1, 4 ragen. In 12 ist das
eine Seitengitter 2 vergrößert dargestellt. Es ist bis
auf die zusätzlichen
Querdrähte 18' und den gestreckten
Gitterendabschnitt 8 gleich ausgebildet wie das Seitengitter 2 nach 1.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass im Übergangsbereich 30 zwischen
dem Endabschnitt 8 und dem übrigen oberen Teil des Seitengitters 2 zusätzliche,
im Ausführungsbeispiel
zwei zusätzliche
Horizontaldrähte 6' vorgesehen
sind, die voneinander und von den benachbarten Gitterdrähte 6 des
Endabschnittes 8 bzw. des übrigen Seitengitters 2 kleineren
Abstand haben als die übrigen
Horizontaldrähte 6 voneinander.
Auf diese Weise wird im Übergangsbereich 30 eine
Verstärkung
und Versteifung des Seitengitters gewährleistet, das mit seinem Endabschnitt 8 im
Untergrund verankert, vorzugsweise in diesen einbetoniert werden
kann. Um einen sicheren Halt des Seitengitters 2 im Boden
zu gewährleisten,
ist der Endabschnitt 8 wesentlich länger ausgebildet als beim Seitengitter nach 1.
Zwischen den Horizontaldrähten 6, 6' des Endabschnittes 8 und
der Versteifungszone 30 sind keine Querdrähte vorgesehen.
Der Endabschnitt 8 wird vorteilhaft so weit in den Untergrund
eingesetzt, dass der unterste zusätzliche Horizontaldraht 6' sich unmittelbar
oberhalb des Untergrundes befindet. Die Versteifungszone 30 sorgt
wie die Versteifungszone 31 der anderen Ausführungsformen
dafür, dass
die Seitengitter 2, 3 trotz großer Höhe und geringer
Breite eine hohe Biegesteifigkeit haben.
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Die
beschriebene Ausbildung der Seitengitter 2, 3 hat
den Vorteil, dass die Gabione ohne Boden ausgebildet sein kann und
dennoch über
die Seitenendabschnitte 8, 9 einwandfrei im Untergrund
gesichert werden kann. Außerdem
können
die Frontgitter 1, 4 einfach in die Seitengitter
eingehängt
werden. Die einzelnen Gabionen können
unmittelbar nebeneinander zu einem Zaun oder dergleichen angeordnet
werden, ohne dass zusätzliche
Haltemittel, wie Pfosten oder dergleichen, erforderlich sind. Dadurch haben
die Gabionen bzw. die aus diesen hergestellten Zäune ein ästhetisches Aussehen. Aufgrund
der beschriebenen Befestigung der Gabionen im Untergrund sowie der
Querversteifung der Seitengitter 2, 3 durch die
Querdrähte 18, 18' und die Biegeversteifungszone 30, 31 haben
die Gabionen eine hohe Bie gesteifigkeit, die auf konstruktiv einfache
Weise erreicht werden kann. Dadurch können die Gabionen auch kostengünstig gefertigt
werden. Da die Biegeversteifungszonen 30, 31 im
Anschluss an die Endabschnitte 8, 9 im aufwärts verlaufenden
Teil der Seitengitter 2, 3 liegen, ergibt sich
eine besonders hohe Biegesteifigkeit der Seitengitter.