DE202009003419U1 - Elastomerer Schachtliner zur Sanierung von Schächten - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract
Elastomere Schachtliner für die Sanierung von Schachtbauwerken der Ortsentwässerung, dadurch gekennzeichnet, dass der Schachtliner aus einer Konstruktionen aus Elastomeren besteht, an dem ein Vlies aus Glasfasern oder Nadelfilz adaptiert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomer-Vliesprofile fest mit einander verbunden sind aber dennoch im Rohzustand (ohne Harz) dehnfähig sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Trägermaterial aus Vlies geeignete Harze aufgebracht werden die ein Aushärten des Schachtliners durch die bekannten Aushärteverfahren ermöglichen und somit der Schachtliner eine statisch tragende Konstruktion darstellt, der durch das angeordnete Elastomerprofil Bewegungen aufnehmen kann,
dadurch gekennzeichnet, dass zur besseren Montage vorzugsweise zur Schachtinnenwand eine Folie aus PU oder PEHD angeordnet ist.
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomer-Vliesprofile fest mit einander verbunden sind aber dennoch im Rohzustand (ohne Harz) dehnfähig sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Trägermaterial aus Vlies geeignete Harze aufgebracht werden die ein Aushärten des Schachtliners durch die bekannten Aushärteverfahren ermöglichen und somit der Schachtliner eine statisch tragende Konstruktion darstellt, der durch das angeordnete Elastomerprofil Bewegungen aufnehmen kann,
dadurch gekennzeichnet, dass zur besseren Montage vorzugsweise zur Schachtinnenwand eine Folie aus PU oder PEHD angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Sanierungsliners (Schachtliners) aus gewebeverstärkten Kunststoffelementen kombiniert mit einem flexiblen gummiähnlichen (elastomeren) Element, zur Aufnahme von Bewegungen insbesondere im Bereich der Schachtverbindungen, welcher zur Sanierung von Schäden in Schachtbauwerken der Ortsentwässerung eingesetzt werden kann.
- Durch Sanierungsmaßnahmen muss ein Schacht gemäß DIN EN 752, Teil 5 in einen Zustand versetzt werden, in dem er alle Leistungsanforderungen, die an einen neu erstellten Schacht gestellt werden, erfüllt.
- Je nach Schadensbild des Schachtes können dazu Reparatur-, Renovierungs- oder Erneuerungsverfahren zum Einsatz kommen. Nach den Richtlinien sind unter dem Begriff Reparatur Maßnahmen zur Behebung örtlich begrenzter Schäden zu verstehen.
- Unter dem Begriff Renovierung werden Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Funktionsfähigkeit von Schächten unter vollständiger Einbeziehung ihrer ursprünglichen Substanz gefasst. Nachfolgend sind einige Verfahren beschrieben.
- Bei den Beschichtungsverfahren wird ein spezielles Beschichtungsmaterial auf die Schachtinnenwandung aufgebracht und erhärtet dort zu einer in sich zusammenhängenden Schicht.
- Bei den Auskleidungsverfahren wird eine geschlossene Schicht auf die gesamte Schachtinnenwandung in Form vorgefertigter, örtlich hergestellter und erhärtender Rohre, oder auch mit Hilfe vorgefertigter Bauteile und Ortslaminaten aufgebraucht.
- Bei der Schachtkopfsanierung mit Ausbau wird der schadhafte Schachtkopf zusammen mit den umgebenden Deck- und Tragschichten ausgebaut und erneuert.
- Beschichtungsverfahren und -materialien
- Bei Beschichtungsverfahren wird ein spezielles Beschichtungsmaterial auf die Schachtinnenwand aufgetragen und erhärtet dort zu einer in sich zusammenhängenden Schicht. Wesentlichste Voraussetzung für das Erreichen einer funktionsfähigen und dauerhaften Beschichtung ist der feste und dauerhafte Verbund zwischen der ausgehärteten Beschichtung und dem Untergrund (Schachtinnenwand). Damit sich der Verbund auf den verschmutzten und durch Feuchtigkeit beeinträchtigten Schachtinnenwänden mit ausreichender Sicherheit einstellt, ist eine intensive Untergrundvorbereitung mit Hochdruckwasserstrahlen und in Abhängigkeit der eingesetzten Materialien ein Trocknen der Wände vor dem Auftragen des Beschichtungsmaterials erforderlich. In Schächten der Ortsentwässerung dient die Beschichtung der Wiederherstellung der Wasserdichtheit und des Widerstandsvermögens gegenüber biogener Schwefelsäurekorrosion. In einigen Fällen wird auch die statische Tragfähigkeit des Schachtbauwerkes durch eine Beschichtung mit mineralischem Mörtel wiederhergestellt. Dies ist insbesondere bei Schächten aus korrodiertem Mauerwerk der Fall, wo bereits durch das Füllen der Fugen und der fehlenden Klinker mit Beschichtungsmörtel die Tragfähigkeit des Schachtes, im Vergleich zum geschädigten Zustand, erhöht wird.
- Aufgrund der speziellen Beanspruchungen von Beschichtungen kommen für Sanierungszwecke in Schächten heute vorwiegend Mörtelbeschichtungen zum Einsatz. Daneben werden seit einigen Jahren auch vermehrt organische filmbildende Beschichtungen aus Polyurethan eingesetzt. Das Auftragen von Hand wird auch heute noch für Beschichtungen aus mineralischen Mörteln in Schächten angewendet. Nach Angaben von Verfahrensanbietern lassen sich damit Schachtbeschichtungen bis zu einer Tiefe von ca. 3,5 m wirtschaftlich ausführen. Ein Vorteil besteht darin, dass hierbei die Beschichtung mit einer Kelle aufgetragen und somit verfahrensbedingt immer geglättet wird. Darüber hinaus bestehen keine Einschränkungen bezüglich der Schachtgeometrie, d. h., es können sowohl Schächte mit rundem als auch mit eckigem Querschnitt ausgeführt werden.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zur Schachtsanierung basiert auf den nur in Rohrleitungen angewandten Partlinerverfahren zur Sanierung von partiellen Schäden und zählt somit zu den Auskleideverfahren. Der derzeitige Stand der Technik ist nachfolgend kurz beschrieben.
- Partlinerverfahren sind Renovierungsverfahren zur Verbesserung der aktuellen Funktionstüchtigkeit einer bestehenden defekten, undichten Rohrleitung. Es wird hierbei ein flexibler Kurzschlauch aus Trägermaterial mit einem Reaktionsharz getränkt und i. d. R. über eine Robotereinrichtung bei nicht begehbaren Rohrleitungen in den zu renovierenden Kanal eingebracht. In begehbaren Rohrquerschnitten wird der Kurzschlauch aus Trägermaterial durch geeignetes Fachpersonal an die zu sanierende Stelle im Rohr gebracht. In nicht begehbaren Querschnitten wird der Partliner mit Wasser- oder Luftdruck formschlüssig vom Roboter an die Rohrwandung des vorhandenen Altrohres gepresst. Durch das anschließende Aushärten des Reaktionsharzes entsteht ein neues muffenloses und gewebeverstärktes Kunststoffkurzrohr in der bestehenden Abwasserleitung. Der Aufbau eines Partliners besteht in der Regel aus einem dreischichtigen Wandaufbau. Von innen nach außen betrachtet, trifft man zunächst auf eine Innenfolie aus PEHD oder PU. Sie verhindert beim Aushärten den Kontakt mit dem Roboterarm und bildet nach der Installation die Rohrinnenwand. Dahinter befindet sich der sog. Verbund; eine Kombination aus ausgehärtetem Harzsystem, Trägermaterial und/oder Verstärkung. Die letzte Schicht bzw. die Rohraußenwand kann ggf. bei UP-Harz Linern durch eine Außenfolie gebildet werden. Sie soll ein mögliches Austreten von überschüssigem Harz verhindern.
- Die Trägermaterialien der Partliner werden zu Kurzschläuchen verarbeitet und bilden nach der Tränkung mit den jeweiligen Harzsystemen das komplette partielle Kurzschlauchsystem. Die Trägermaterialien lassen sich im wesentlichen in zwei Gruppen einteilen: Synthesefasern (Nadelfilz) und Glasfasergewebe (z. B. korrosionsbeständiges E-CR-Glas) Die Trägermaterialien müssen mit Harz möglichst vollständig durchtränkt werden (Imprägnierung). Die Aushärtung des Harzes wird durch überwiegend thermische Initiatoren wie z. B. Härtung mit Dampf oder warmen Wasser durchgeführt. Aber auch eine Lichthärtung über Fotoinitiatoren ist möglich.
- Ein Nachteil aller vorgenannten Sanierungsverfahren auch des Partlinerverfahren ist darin zu sehen, dass insbesondere bei Schachtbauwerken erhebliche Verkehrsbelastungen im zu sanierenden Bauwerk aufgenommen werden müssen. Gerade in den Verbindungen der Schachtringe entstehen durch den Eintrag von Belastungen große Bewegungen, die das sanierte System statisch aufnehmen muss. Alle bekannten Sanierungssysteme werden aufgrund dieser Problematik mittelfristig nach der Sanierung wieder undicht, da die Bewegungen aus der eingetragenen Verkehrslast erneut Schäden an den sanierten Stellen, insbesondere im Verbindungsbereich der Schachtringe verursacht. Gerade beschichtete Schachtbauwerke werden durch die eingetragenen Bewegungen sehr schnell wieder undicht. Die Beschichtungen reißen und blättern ab, sodass erneut Schäden entstehen und Folgeschäden zu befürchten sind.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde vorgenannte Nachteile zu beseitigen, in dem ein Auskleidesystem geschaffen wird, welches eine Sanierung der Schäden insbesondere im Schachtverbindungsbereich über ein absolut dichtes und gelenkiges Schachtlinersystem aus Trägermaterialien kombiniert mit einer elastomeren Schicht ermöglicht.
- Dieses wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass im oder am Trägermaterial, welches z. B. aus Nadelfilz oder Glasfasergewebe besteht, ein Elastomerprofil eingearbeitet wird. Durch die elastomere Schicht können auch im ausgehärteten Schachtliner kleinere Bewegungen aufgenommen werden, ohne dass der sanierte Schacht erneut undicht wird.
- Der Schachtliner erhält durch diesen Aufbau eine gelenkige und flexible Struktur, so dass die auftretenden Kräfte z. B. aus Verkehrslasten oder Bodensetzungen besser aufgenommen werden können. Im Bedarfsfall kann zusätzlich an den Verbindungen der Schachtringe eine elektrisch aktivierbare Dichtung angeordnet werden, die nach der Sanierung aktiviert wird und eine zusätzliche Dichtigkeit im Verbindungsbereich der Schachtsysteme gewährleistet.
- Wenn nur eine Verbindungsstelle in einem Schachtbauwerk undicht und sanierungswürdig ist, kann das vorgenannte System auch partiell im Schacht eingesetzt werden.
- Ein Ausführungsbeispiel ist in
1 dargestellt. - Hierbei zeigt
1 den erfindungsgemäßen Schachtliner (1 ) der im Schachtbauwerk (2 ) angeordnet ist. Der Schachtliner (1 ) liegt wie vor beschrieben fest an der alten Schachtwandung (4 ) an, wobei im Verbindungsbereich (3 ) am Schachtliner (1 ) eine umlaufende elektrisch aktivierbare Dichtung (5 ) angeordnet ist, die zusätzlich Undichtigkeiten in der Verbindung des Schachtsystems abdichtet. - Das Detail der
2 zeigt den Aufbau eines zweiseitig kaschierten Elastomervliesprofils. In der Mitte der Konstruktion befindet sich das Elastomerprofil (6 ), an dem Innen und/oder außen ein Vlies (7 ) aus Glasfaser- oder Faserfilz angeordnet ist. Dieses Vlies wird mit Harzen versehen an die Schachtwand angedrückt und ausgehärtet. Je nach Anwendungsfall kann auch eine der beiden Vließschichten entfallen. Gleichzeitig kann auch zur besseren Montage eine Innenfolie aus PU- oder PEHD am Profil angeordnet sein. - Zusammenfassung:
- Mit der Erfindung wird ein Schachtlinersystem als Auskleideverfahren für die nachträgliche Sanierung von Schächten bereitgestellt. Der sog. Schachtliner, besteht aus einem Vlies (Nadelfilz oder Faservlies) an dem ein Elastomerprofil fest adaptiert ist. Dieses Elastomer-Vliesprofil, welches im eingeharzten Endzustand fest an der zu sanierenden, undichten Schachtwand anliegt, dient als Dichtelement. Gleichzeitig kann dieses Elastomer-Vliesprofil als flexibles System, Bewegungen aus Lasteintragungen aufnehmen, ohne das erneute Undichtigkeiten an der sanierten Schachtwand zu befürchten sind.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - DIN EN 752, Teil 5 [0002]
Claims (4)
- Elastomere Schachtliner für die Sanierung von Schachtbauwerken der Ortsentwässerung, dadurch gekennzeichnet, dass der Schachtliner aus einer Konstruktionen aus Elastomeren besteht, an dem ein Vlies aus Glasfasern oder Nadelfilz adaptiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomer-Vliesprofile fest mit einander verbunden sind aber dennoch im Rohzustand (ohne Harz) dehnfähig sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Trägermaterial aus Vlies geeignete Harze aufgebracht werden die ein Aushärten des Schachtliners durch die bekannten Aushärteverfahren ermöglichen und somit der Schachtliner eine statisch tragende Konstruktion darstellt, der durch das angeordnete Elastomerprofil Bewegungen aufnehmen kann, dadurch gekennzeichnet, dass zur besseren Montage vorzugsweise zur Schachtinnenwand eine Folie aus PU oder PEHD angeordnet ist.
- Elastomere Schachtliner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerkonstruktion beidseitig zum Elastomerprofil eine adaptiertes Vlies aufweist.
- Elastomere Schachtliner nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass auch eine partielle, abschnittsweise Sanierung des Schachtes mit dem vorgenannten System möglich ist.
- Elastomere Schachtliner nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich im Bereich der Verbindung der Schachtringe eine eklektisch aktivierbare Dichtung angeordnet ist, die bei Bedarf aktiviert wird und eine zusätzliche Dichtfunktion im Verbindungsbereich ergibt.
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2009
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Non-Patent Citations (1)
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