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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten von Tischtüchern oder
dergleichen an Tischplatten oder ähnlichen Gegenständen
mittels sich magnetisch anziehender Haltekörper und Gegenhaltekörper,
wobei der mit einem Magnetkörper ausgestattete Haltekörper
lösbar oder fest mit dem Tisch, bevorzugt mit der Tischplatte,
verbunden ist und der magnetische oder aus einem magnetisch anziehbaren
Metall wie Weicheisen bestehende Gegenhaltekörper lose
vorgesehen ist und der Haltekörper und der Gegenhaltekörper
zwischen sich zur Aufnahme eines Tischtuches ausgebildet sind.
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Unter
Tischtüchern wird hier jedes dünne flächige
Gebilde zum Abdecken einer Tischplatte oder Möbeloberfläche
oder dergleichen verstanden. Darunter fallen neben den Tischtüchern
auch Läufer, Servietten, Abdeckfolien, Volants, etc.
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Bekannt
sind Tischtuchhalter in Form von Federklemmen, die über
das Tischtuch und die Tischplatte geschoben werden. Diese Tischtuchhalter
sind optisch nicht befriedigend und haben auch den Nachteil, dass
das Tischtuch von der Federkonstruktion an der Unterseite der Tischplatte
nach Innen geschoben wird, sodass das Tischtuch nicht von der Tischplattenkante
frei nach unten fällt. Des Weiteren tritt bei derartigen
Tischtuchhaltern der Nachteil auf, dass die Klemmwirkung ungenügend
ist, wenn stärkerer Wind aufkommt und das Tischtuch samt Halter
wegweht.
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Aus
der
US 5 996 190 ist
ein Tischtuchhalter bekannt, der gegenüber den herkömmlichen
Halteklammern bereits den Vorteil hat, dass der Halter unter dem
Tischtuch direkt an der Tischplatte befestigt ist, vom Tischtuch
bedeckt wird und somit nicht sichtbar ist. Sichtbar ist nur der
Federclip, der jedoch als Dekorteil ausgebildet sein kann. Nachteilig
ist bei dieser Ausführung, dass der Metallstift durch das
Tischtuch hindurchgestoßen werden muss und somit das Gewebe
beschädigt werden kann. Besonders bei sehr dichtem oder
beschichtetem Tischtuchgewebe entstehen Beschädigungen.
Bei dichten Plastiktischtüchern entstehen sogar bleibende
Löcher, die sich bei jedem neuen Auflegen des Tischtuches
vermehren, da es unwahrscheinlich ist, dass man bei wiederholtem
Auflegen des Tischtuches wieder in die bestehenden Löcher
hineinfindet.
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Bei
Verwendung von Tischtüchern mit verschiedener Stärke
(z. B. Brokattuch oder dünnes Leinentuch) kann es zu Problemen
der Verbindung des Dekorteiles mit der Halteklammer kommen, da der Schnappmechanismus
des Clips nur auf eine bestimmte Distanz von Stift und Gegenstück
(Dekorteil) funktioniert. Löst sich das Dekorteil, entsteht
eine erhebliche Verletzungsgefahr durch den aus dem Tuch hervorstehenden
spitzen Stift. Wird diese Halterung im Freien verwendet, kann es
sein, dass bei starkem Wind (Sturm) das Tischtuch beschädigt
wird, da die Stifte das Tuch durchdringen und somit eine starre Verbindung
herstellen.
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Die
DE 199 23 895 beschreibt
eine Ausführung einer Tischtuchhalterung, bei der auf der
Tischplattenoberseite und am Tischtuch Teile wie Magnetstreifen,
Klebestreifen, Klettverschlussstreifen fix befestigt werden müssen.
Bei der Tischplatte ist dies nachteilig, da z. B. Tische mit dekorativen
Holzplatten oder farbigen Kunststoffbeschichtungen auch ohne Tischtuch
verwendet werden. Außerdem wird die Tischplatte durch das
Aufkleben, Anschrauben oder Einfräsen der Haltestreifen
beschädigt. Der Tisch kann praktisch ohne Tischtuch als
dekoratives Möbelstück nicht mehr verwendet werden. Ähnliche Nachteile
ergeben sich beim Tischtuch. Die Haltestreifen müssen geklebt
oder genäht werden. Beim Kleben ergeben sich wahrscheinlich
Probleme beim Waschen des Tischtuches. Die Platzierung der Haltestreifen
am Tuch und am Tisch muss maßlich übereinstimmen,
dadurch passt ein bestimmtes Tuch nur auf einen bestimmten Tisch,
wodurch die Flexibilität von Dekormöglichkeiten
nicht mehr gegeben ist.
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Besonders
nachteilig ist auch, dass die Haltestreifen (z. B. Magnetstreifen
und Eisenblechstreifen) zwischen Tischplatte und Tischtuch angeordnet sein
müssen. Die beiden Streifen ergeben eine gewisse Dicke,
wodurch sie sich auf der Oberseite des Tischtuches sichtbar abheben
und somit nicht sehr dekorativ sind bzw. es ungünstig ist,
auf diese Stellen z. B. Gläser zu stellen, da sie schräg
stehen würden und somit kippen könnten.
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Aus
der
AT 414 091 B ist
eine Vorrichtung zum Halten von Tischtüchern bekannt, die
optisch angenehm ist, ein freies Abhängen des Tischtuchs vom
Tischplattenrand erlaubt und weiters eine sichere Befestigung gewährleistet.
Bei dieser Vorrichtung ist ein magnetischer oder mit einem Magnetkörper ausgestatteter
Haltekörper lösbar oder fest mit dem Tisch, bevorzugt
mit der Tischplatte, verbunden und ein magnetischer oder aus einem
magnetisch anziehbaren Metall wie Weicheisen bestehender Gegenhaltekörper
ist lose vorgesehen, wobei der Haltekörper und der Gegenhaltekörper
zwischen sich zur Aufnahme eines Tischtuches ausgebildet sind.
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Nachteilig
ist jedoch bei dieser Vorrichtung, dass bei Verwendung des Tisches
ohne Tischtuch und daher ohne Gegenhaltekörper vom Haltekörper ein
relativ starkes Magnetfeld ausgeht, das sich unmittelbar an der
Tischkante befindet. So sind Personen, die sich der Tischkante nähern
oder Gegenstände, die in die Nähe der Tischkante
im Bereich eines Haltekörpers gebracht werden, gefährdet.
Insbesondere können starke Magnetfelder die Funktion eines Herzschrittmachers
beeinflussen oder bei empfindlichen Personen Unbehaglichkeit auslösen.
Ferner können die Daten magnetischer Datenspeicher, wie z.
B. Kreditkarten, beschädigt werden.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, die bekannte Vorrichtung
so zu verbessern, dass diese Nachteile nicht mehr gegeben sind.
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Die
Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einer Vorrichtung
der eingangs genannten Art der Magnetkörper von einer von
der Tischkante entfernten Position zu einer Position nahe der Tischkante
verschiebbar im Haltekörper angeordnet ist.
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Vorzugsweise
sind zwischen Haltekörper und Magnetkörper eine
oder mehrere Federelemente eingesetzt, gegen dessen bzw. deren Kraft
der Magnetkörper in die Position nahe der Tischkante geschoben
werden kann.
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Gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung kann der Haltekörper
durch eine an der Tischplatte ansteckbare Klemme gebildet sein,
die den Tischplattenrand umfasst.
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Insbesondere
ist vorteilhafterweise der Magnetkörper durch eine Kapsel
aus magnetisch leitfähigem Material zumindest teilweise
nach außen abgeschirmt.
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Nunmehr
soll anhand der beiliegenden Zeichnungen eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben
werden. Dabei zeigt 1 eine an der Unterseite einer
Tischplatte montierte erfindungsgemäße Vorrichtung
im Schnitt und die 2 zeigt die Vorrichtung aus 1 in
einer Ansicht von vorne.
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Wie
man in 1 und 2 sieht, ist an der Unterseite
einer Tischplatte 1 ein Haltekörper 2 so montiert,
dass eine seiner Seitenflächen mit der Tischkante 4 fluchtet.
Das über den Tisch gebreitete Tischtuch 9 hängt
auf der Seite des Tisches herunter und bedeckt die Tischkante 4,
sowie den Haltekörper 2. In dem Haltekörper 2 ist
an einem Schiebeelement 7 ein Magnetkörper 6 montiert,
der von einer das Magnetfeld abschirmenden Kapsel 10 teilweise
umgeben ist. Der Schieber 7 und damit der Magnetkörper 6 werden
durch drei Federn 11, die in entsprechenden Nuten 5 des
Haltekörpers 2 eingesetzt sind, in eine Position
entfernt von der Tischkante 4 gedrückt. Durch
einen Schlitz 8 im Haltekörper 2 ragt
ein Griff 12 des Schiebers 7 und mithilfe dieses
Griffs 12 kann der Schieber 7 mit dem Magnetkörper 6 gegen
die Kraft der Federn 11 in seine Position nahe der Tischkante 4 gebracht
werden, in der er nach dem Loslassen des Schiebers 7 nur
verweilt, wenn ein Gegenhalterkörper 3, der vom
Magnetkörper 6 magnetisch angezogen wird, vorgesehen
wird.
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Verwendet
man den Tisch ohne Tischtuch 9, so befindet sich der Schieber 7 mit
dem Magnetkörper 6 durch die Kraft der Federn 11 in
seiner von der Tischkante 4 entfernten Position, sodass
Personen und Gegenstände kaum irrtümlich in den
Bereich unmittelbar beim Magnetkörper 6 kommen
können. Verwendet man den Tisch mit dem Tischtuch 9,
so kann nach Auflegen des Tischtuchs 9 auf die Tischplatte 1 der
Magnetkörper 6 durch den Schieber 7 in
die Position nahe der Tischkante 4 gebracht werden und der
Gegenhaltekörper 3 so positioniert werden, dass die
magnetische Anziehungskraft zwischen dem Gegenhaltekörper 3 und
dem Magnetkörper 6 einerseits das Tischtuch 9 zwischen
diesen Elementen 3, 6 einklemmt und andererseits
den Schieber 7 gegen die Kraft der Federn 11 in
seiner Position nahe der Tischkante 4 hält.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 5996190 [0004]
- - DE 19923895 [0006]
- - AT 414091 B [0008]