-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Wanne mit einer Tür gemäß den
im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
-
Aus
der
EP 1 609 401 A2 ist
eine derartige Wanne mit einer im Bereich einer Wannenseite angeordneten Öffnung
bekannt, welche mittels einer um eine horizontale Achse schwenkbare
Tür absperrbar oder freigebbar ist. In der abgesperrten
Position greift ein Türrand in eine Nut ein, welche im
Randbereich der Öffnung angeordnet ist und ein Dichtelement
enthält. Zur Steuerung und Betätigung der Tür
ist eine Antriebseinheit mit einem Getriebe und Gasdruckfedern vorgesehen,
wodurch ein nicht unerheblicher Fertigungs- und Montageaufwand bedingt
ist. Des Weiteren sind der Antriebseinheit Steuerungs- und Überwachungselemente
zugeordnet, welche ebenso wie die Antriebseinheit im Bereich der
Seitenwand der Wanne angeordnet sind, und es sind insoweit zusätzliche
Maßnahmen erforderlich, um die Zugänglichkeit
für Wartungs- und Servicemaßnahmen zu ermöglichen.
-
Hiervon
ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine derartige
Wanne mit einem geringen konstruktiven Aufwand dahingehend weiterzubilden,
dass in einfacher Weise die Wannenöffnung mittels der Tür
verschlossen oder freigegeben werden kann. Die Abdichtung der Wanne
bzw. deren Öffnung mittels der Tür soll problemlos
und ohne aufwändige Hilfseinrichtungen durchgeführt
werden können. Ferner sollen nur wenige und bei Bedarf
in einfacher Weise zugängliche Komponenten vorgesehen werden,
deren Wartung und gegebenenfalls Austausch ohne besonderen Arbeits-
und/oder Zeitaufwand erfolgen können.
-
Die
Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß dem
im Anspruch 1 angegebenen Merkmal.
-
Die
erfindungsgemäß vorgeschlagene Wanne zeichnet
sich durch einen einfachen und gleichwohl funktionssicheren Aufbau
aus, wobei die Tür allein zum Absperren der Wannenöffnung
in diese eingesetzt wird und mit einem im Bereich des Wannenrands
angeordneten Baugruppe gesichert wird. Diese Baugruppe ist frei
zugänglich und kann gegebenenfalls problemlos überprüft
und/oder ausgetauscht werden. Die Wannenöffnung enthält
zur Festlegung der Tür keine Nut, sondern einen zur Außenseite
hin gestuften Rand, an dessen Innenseite das Dichtelement angeordnet
ist. Insbesondere an der Unterseite der Wannenöffnung ist
wenigstens ein Anlageelement angeordnet, welches in einem auf die
Dicke der Tür abgestimmten Abstand zum gestuften Wannenrand
aufweist. Zum Verschließen der Wannenöffnung wird
die Tür in den genannten Spalt bevorzugt zur Vertikalen
geneigt eingesetzt und danach manuell nach außen an den
gestuften Öffnungsrand geschwenkt und angedrückt,
bis wenigstens eine Stützfläche der Tür
unter der Baugruppe sich derart befindet, dass eine Bewegung der
Tür nach oben unterbunden ist. Somit ist in einfacher Weise
eine erste, und zwar insbesondere mechanische Sicherung erreicht.
Zur Sicherung der Tür gegen ein unerwünschtes
Zurückschwenken in den Wanneninnenraum enthält
die genannte Baugruppe ferner ein Verschlußelement, welches
mittels einer insbesondere elektrischen Antriebseinheit und/oder
eines Servoantriebs betätigbar ist. Es ist somit eine zweite
insbesondere elektrisch gesteuerte und/oder überwachte
Sicherung der Tür vorhanden. Beide Sicherungsfunktionen sind
in die wenigstens eine Baugruppe integriert. Bevorzugt sind zwei
dieser Baugruppen oben an den Randbereichen der Wannenöffnung
vorgesehen.
-
Die
Tür besteht in vorteilhafter Weise aus einem transparenten
Material, insbesondere Kunststoff, vorzugsweise Polycarbonat. Weiterhin
enthält die Tür einen derart abgewinkelten Teil,
dass dieser nach dem Einsetzen in die Wannenöffnung im
Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist. Die Tür mit dem
abgewinkelten Teil ist bevorzugt einstückig ausgebildet
und erfordert nur einen geringen Herstellungsaufwand. Der gesamte
Bereich des Wannenrandes ist frei zugänglich und in einfacher
Weise zu reinigen, zumal keine schwer zugängliche Nut vorhanden
ist, so dass den Anforderungen an die Hygiene sicher entsprochen
ist und das Säubern des Randbereichs der Türöffnung
in einfacher Weise durchgeführt werden kann. Im gestuften
Rand der Wannenöffnung und/oder insbesondere auf der dort vorgesehenen
Anlagefläche ist das Dichtelement frei zugänglich
angeordnet, an welches die Tür in der Schließposition
im Wesentlichen quer zur Türebene angepreßt wird.
-
Besondere
Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen sowie
der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
angegeben.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert,
ohne dass insoweit eine Beschränkung erfolgt. Es zeigen:
-
1 eine
perspektivische Ansicht der Wanne, mit welcher eine Duschtrennwand
kombiniert ist,
-
2 eine
Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Wanne,
wobei die Tür aus der Wannenöffnung entfernt und
seitlich derselben in einer Haltevorrichtung angeordnet ist,
-
3 vergrößert
und teilweise eine Ansicht vom Wanneninneren in Richtung zur in
die seitliche Wannenöffnung eingesetzten Tür,
-
4 vergrößert
die in 3 als Detail A dargestellte Baugruppe,
-
5 eine
weitere Ansicht der oben geöffneten Baugruppe,
-
6 eine
Ansicht von unten auf die Baugruppe.
-
1 zeigt
in perspektivischer Darstellung die Wanne 2 mit einer in
der vorderen Seitenwand befindlichen Wannenöffnung 4,
welche mittels der Tür 6 verschlossen ist. Im
Bereich des oberen Wannenrandes sind seitlich der Wannenöffnung 4 zwei Baugruppen 10 angeordnet,
welche zur insbesondere mechanischen sicherung der Tür
und/oder als Servo-Blöcke ausgebildet sind. Die Baugruppen 10 enthalten
insbesondere ein Verschlußelement und Überwachungselemente,
wie nachfolgend näher erläutert wird. die Baugruppen 10 sind
am oberen Wannenrand befestigt und zum Freigeben der Wannenöffnung 4 ist
die Tür 6 in Richtung des Pfeils 12 in dem
Wanneninnenraum 14 um einen vorgegebenen Winkel zu schwenken
bzw. zu kippen und kann danach in der gekippten Stellung nach oben
aus der Wannenöffnung 4 vollständig entfernt
werden.
-
In
der besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist mit der Wanne 2 eine
Duschabtrennung 16 kombiniert, welche ein Trennelement
enthält, das bevorzugt um eine vertikale Schwenkachse 17 schwenkbar
ist. Bei freigegebener Wannenöffnung bzw. nach dem Herausnehmen
der Tür 6 aus der Wannenöffnung 4 kann
somit ein Benutzer problemlos den Wanneninnenraum 14 betreten
und im Bereich hinter der Duschabtrennung 16 mittels hier
nicht weiter dargestellten Duscheinrichtungen, wie Handbrause oder
Duschsäule, sich duschen. Es ist somit bei minimalem Raumbedarf,
wie insbesondere für Kleinbäder eine große
und komfortable Duschzone vorhanden, welche für einen Benutzer
in einfacher Weise zugänglich ist. Andererseits wird bei
Verschluß der Wannenöffnung 4 das Baden
ermöglicht.
-
2 zeigt
ein modifiziertes Ausführungsbeispiel der Wanne 2,
wobei die Tür 6 aus der Wannenöffnung 4 entfernt
ist und auf einer seitlich der Wannenöffnung 4 angeordneten
Haltevorrichtung 18 aufgehängt ist. Erfindungsgemäß ist
die Tür als Einsatz ausgebildet und bildet beim Duschen
kein störendes Hindernis. Die Haltevorrichtung 18 enthält eine
bevorzugt außen im Bereich des oberen Wannenrands 8 befestigte
Stange 20, wobei zwischen der Stange und dem Wannenrand 8 ein
Spalt 22 vorhanden ist. Der Spalt 22 ist zumindest
gleich groß vorgegeben wie die Dicke der Tür 6.
Die Tür 6 enthält einen oberen abgewinkelten
Teil 24, welcher als Sitzgelegenheit oder Ablagefläche
genutzt werden kann. Die Tür 6 mit dem im Wesentlichen
um 90° abgewinkelten Teil 24 ist in vorteilhafter
Weise einteilig ausgebildet und besteht insbesondere aus transparentem Kunststoff,
vorzugsweise aus Polycarbonat. Diese Tür 6 weist
im Vergleich zu bekannten Glastüren ein erheblich niedrigeres
Gewicht auf und ist somit in einfacher Weise handhabbar. Die Baugruppen 10 sind jeweils
in Ausnehmungen 25 im Bereich des Wannenrands 8 angeordnet.
-
3 zeigt
vergrößert und teilweise den Bereich der Wannenöffnung,
in welche die Tür 6 eingesetzt und gesichert ist.
Die Wannenöffnung 4 weist einen gestuft ausgebildeten
Rand 26 auf, wobei in Richtung zum Außenraum hin
eine Anlagefläche 28 vorhanden ist, wie mittels
gestrichelter Linie angedeutet. Im Randbereich 26 sind
unten zwei Anlageelemente 30 angeordnet, welche zur Anlagefläche 28 einen
auf die Dicke der Tür 6 abgestimmten Abstand aufweisen
und/oder einen entsprechend großen Spalt bilden. Diese
Anlageelemente 30 weisen im Bezug auf die Gesamtbreite
der Wannenöffnung 4 eine wesentlich kleinere Breite
auf. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass außer
den Anlageelementen 30 der gesamte Randbereich frei zugänglich ist
und problemlos gereinigt werden kann, wobei auch der jeweilige Spalt
zwischen Anlageelement 30 und der Anlagefläche
insoweit keine Probleme bereitet.
-
Des
Weiteren ist an der Anlagefläche 28 ein sich über
den gesamten Randbereich 26 erstreckendes Dichtelement 32 vorgesehen,
an welches die Tür 6 mit Druckkraft angepreßt
wird zwecks sicherer Abdichtung. Die Tür 6 besitzt
seitlich neben dem abgewinkelten Teil 24 und/oder oben
jeweils Stützflächen, welche sich unterhalb der
Baugruppen 10 befinden. Die Tür 6 kann
somit in der dargestellten abgesperrten Position nicht vertikal
nach oben aus der Wannenöffnung 4 herausgenommen
werden, sondern wird mittels der Baugruppen 10 gesichert,
welche fest mit der Wanne 2 bzw. deren oberen Wannenrand
verbunden sind. Wird mittels Überwachungselementen festgestellt,
dass im Wanneninnenraum sich kein Wasser befindet, so geben die
Baugruppen 10 die Tür 6 frei, welche
zunächst in den Wanneninnenraum gekippt wird, wobei mittels
der Anlageelemente 30 und/oder durch den genannten Spalt
die Schwenkachse vorgegeben ist. Erst wenn die Tür 6 bzw.
deren Stützflächen unter den Baugruppen 10 hervorgeschwenkt
ist, kann die als separater Einsatz ausgebildete Tür 6 aus
der Wannenöffnung 4 entfernt werden.
-
4 und 5 zeigen
vergrößert die Baugruppe 10, wobei hier
auch die bereits erwähnte Stützfläche 34 der
Tür zu erkennen ist. Ferner ist das an der Unterseite der
als Servo-Block ausgebildeten Baugruppe 10 zur Sicherung
der eingesetzten Tür 6 herausragende Verschlußelement 36 gut
erkennbar. Das Verschlußelement 36 ist gemäß 5 um
eine im Wesentlichen horizontale Achse schwenkbar. Zur Betätigung
des Verschlußelements 36 ist eine Antriebseinheit 38 vorgesehen,
welche insbesondere als elektrischer Servoantrieb ausgebildet ist.
Nur wenn mittels einer Überwachungseinrichtung festgestellt
wird, dass im Wanneninneren kein Wasser vorhanden ist oder der Wasserstand
zumindest nicht höher ist als der unterste Teil des Randbereichs
der Wannenöffnung, kann das Verschlußelement aus
der dargestellten Verriegelungs- und/oder Verschlußposition
zum Freigeben der Tür heraus bewegt werden.
-
6 zeigt
eine Ansicht von unten auf die Baugruppe 10 mit dem heraus
gefahrenen Verschlußelement 36. Ferner sind Befestigungsschrauben 40 zu
erkennen, mit welchen die Baugruppe 10 oben auf der Wanne
im Randbereich der Wannenöffnung fixiert ist. Weiterhin
ist an der Unterseite der Baugruppe 10 eine elektrische
Anschlußbuchse 42 vorgesehen, welche von einem
Dichtring 44 umgeben ist, mit welchem nach dem Anschluss
eines zugeordneten Kabels die Abdichtung ermöglicht wird.
Des Weiteren ist ein federndes Druckstück 46 vorhanden,
welches auf die Tür und/oder deren Stützfläche
zwecks sicherer Positionierung einwirkt. In bevorzugter Weise enthält
die Baugruppe 10 ein Überwachungselement, welches
insbesondere als Hallsensor ausgebildet ist, wobei hier ein Magnet
dargestellt ist, welcher insbesondere in der Tür angeordnet
ist und Bestandteil der Überwachungseinrichtung ist.
-
- 2
- Wanne
- 4
- Wannenöffnung
- 6
- Tür/Einsatz
- 8
- oberer
Wannenrand
- 10
- Baugruppe
- 12
- Pfeil
- 14
- Wanneninnenraum
- 16
- Duschabtrennung
- 17
- Schwenkachse
- 18
- Haltevorrichtung
- 20
- Stange
- 22
- Spalt
- 24
- abgewinkelter
Teil von 6
- 25
- Ausnehmung
für 10
- 26
- Randbereich
von 4
- 28
- Anlagefläche/gestrichelte
Linie
- 30
- Anlageelement
- 32
- Dichtelement/strichpunktierte
Linie
- 34
- Stützfläche
von 6
- 36
- Verschlußelement
- 38
- Antriebseinheit/Servoantrieb
- 40
- Befestigungsschraube
- 42
- elektrische
Anschlußbuchse
- 44
- Dichtring
- 46
- federndes
Druckstück
- 48
- Überwachungselement/Magnet
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-