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Die
Erfindung betrifft einen fahrbaren Milchbehälter für
die Nutztieraufzucht nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solcher
auch als Milchwagen bezeichneter fahrbarer Milchbehälter
ist aus der Druckschrift
DE 20 2005 012 843 U1 bekannt. Der bekannte
Milchwagen hat ein Fahrgestell, auf dem ein Milchbehälter
angeordnet ist, eine Abgabevorrichtung und eine Pumpe, deren Saugseite
mit einem Ablauf im Boden des Behälters und deren Druckseite mit
der Abgabevorrichtung verbunden ist. Die Abgabevorrichtung ist eine
Zapfpistole. Zur Abgabe vorwählbarer Milchmengen ist eine
Dosiersteuerung für das Pumpenaggregat vorgesehen, die über
ein Bedienelement am Behälter gesteuert wird. Außerdem ist
vorgehen, die Abgabevorrichtung in einen Anschluss am oberen Ende
des Behälters einzusetzen und die Milch bzw. eine Reinigungsflüssigkeit
durch die Abgabevorrichtung in das Behälterinnere zurückzuführen.
Durch dieses Umwälzen kann entweder das Anmischen einer
Fertignahrung erleichtert werden, oder ein Reinigungsmittel kann
das Behälterinnere sowie die Pumpe und die Abgabevorrichtung durchströmen,
um eine einfache Reinigung zu ermöglichen.
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Ein
weiterer fahrbarer Milchbehälter ist aus der Druckschrift
EP 1 897 438 A2 bekannt
geworden. Dieser bekannte Milchbehälter weist zusätzlich
eine steuerbare Heizeinrichtung zur Pasteurisierung der Milch und
eine modifizierte Abgabevorrichtung auf. Die Abgabevorrichtung ist
eine Zapfpistole, die über einen längeren Abgabeschlauch
mit dem Milchbehälter verbunden ist. In einem Griff der
Abgabepistole befindet sich ein Tastelement, über das die
Abgabe einer zuvor an einem gesonderten Bedienelement am Behälter
gewählten Abgabemenge ausgelöst werden kann. Dadurch
ist eine dosierte Abgabe auch an schlecht zugänglichen
Orten möglich.
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Davon
ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, einen fahrbaren Milchbehälter
zur Verfügung zu stellen, der die Fütterung von
Kälbern noch weiter vereinfacht.
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Diese
Aufgabe wird gelöst durch den fahrbaren Milchbehälter
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den sich anschließenden Unteransprüchen
angegeben.
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Der
fahrbare Milchbehälter dient der Nutztieraufzucht, insbesondere
von Kalbern, und hat ein Fahrgestell, auf dem ein Milchbehälter
angeordnet ist, eine Abgabevorrichtung, die einen Handgriff mit einem
länglichen Griffabschnitt und ein Bedienelement zum Auslösen
der Milchabgabe aufweist, eine Pumpe, deren Saugseite mit dem Behälter
und deren Druckseite mit der Abgabevorrichtung verbunden ist, und
eine Dosiersteuerung, die die Pumpe zur Abgabe einer einstellbaren
Abgabemenge steuert, wobei das Bedienelement bezüglich
des länglichen Griffabschnitts so angeordnet ist, dass
es mit dem Daumen betätigt werden kann, während
die übrigen Finger derselben Hand den länglichen
Griffabschnitt halten.
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Die
erfindungsgemäße Anordnung des Bedienelements
bietet die Möglichkeit einer bequemen und sicheren Einhandbedienung
der Abgabevorrichtung. Der längliche Griffabschnitt kann
fest mit vier Fingern einer Hand ergriffen und in einer gewünschten
Position fixiert werden, beispielsweise so, dass eine Auslassöffnung
der Abgabevorrichtung oberhalb eines Eimers derart angeordnet ist,
dass die Milch sicher und ohne zu spritzen in den Behälter
abgegeben werden kann. Anders als bei einer herkömmlichen
Zapfpistole, bei der der Daumen und die Handinnenfläche
und/oder die übrigen Finger für das Halten des
Griffabschnitts benötigt werden, bleibt bei der Erfindung
der Daumen für die bequeme und sichere Betätigung
des Bedienelements frei.
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Die
Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die herkömmliche
Anordnung eines Bedienelements insbesondere dann verbesserungsfähig
ist, wenn die Position der Zapfpistole bei der Abgabe nicht durch
ein Halterung fixiert ist. So ist beispielsweise eine Zapfpistole
an einer Tankstelle beim Tanken in eine Tanköffnung eingeführt
und dadurch in ihrer Position gehalten. Mit welchen Fingern die
Auslösung der Flüssigkeitsabgabe erfolgt, ist
dann von untergeordneter Bedeutung. Wenn die Position der Abgabevorrichtung
aber von der Bedienhand vorgegeben werden muss, ist die Betätigung
des Bedienelements mit dem Daumen gemäß der Erfindung
bequemer und sicherer.
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Das
Bedienelement kann beispielsweise ein einfacher elektrischer Taster
sein, der die Abgabe der Milch auslöst. Das Bedienelement
kann in unterschiedlicher Position und mit einer unterschiedlichen Druckrichtung
an dem länglichen Griffabschnitt angeordnet werden, so
dass es für den Daumen der den länglichen Griffabschnitt
haltenden Hand bequem zugänglich ist. Beispielsweise kann
das Bedienelement bezüglich des länglichen Griffabschnitts
seitlich nahe dem vorderen Ende des Griffabschnitts angeordnet und
so orientiert sein, dass es durch einen Druck von oben mit dem Daumen
auf das Bedienelement betätigt wird. Ebenfalls möglich
ist, das Bedienelement bezüglich der Längsachse
des länglichen Griffabschnitts etwa mittig und nahe dem
vorderen Ende des Griffabschnitts anzuordnen. Das Bedienelement kann
auch so an dem länglichen Griffabschnitt angeordnet werden,
dass es durch einen Druck von der Seite betätigt wird.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist an der Abgabevorrichtung ein
Einstellelement vorhanden, mit dem die Abgabemenge vorgewählt
werden kann. Anders als bei bekannten Milchwagen ist es dadurch
möglich, die abzugebende Milchmenge unmittelbar an der
Abgabevorrichtung einzustellen. Es ist nicht erforderlich, eine
Einstellung an einem gesonderten Einstellelement am Milchbehälter
vorzunehmen. Dadurch können unnötige Wege beispielsweise
zwischen einem in einem verwinkelten Stall befindlichen Tränkeeimer
und einem möglicherweise viele Meter entfernten Milchwagen
vermieden werden. Durch die unmittelbare Einstellung der Milchmenge
an der Abgabevorrichtung beim Tränkeeimer verringert sich
zudem die Gefahr, eine falsche zuvor am Behälter vorgewählte
Abgabemenge in den Tränkeeimer abzugeben.
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In
einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Einstellelement so angeordnet,
dass es mit dem Daumen der den länglichen Griffabschnitt
haltenden Hand eingestellt werden kann. Demnach wird der Daumen
für die Betätigung sowohl des Bedienelements zur
Abgabe der Milch als auch zur Vorwahl der Einstellmenge verwendet.
Gerade wenn über das Betätigen eines Tasters hinausgehende
Bedienschritte erforderlich sind, ist die erfindungsgemäße Anordnung
mit einer Betätigung der Bedien- und Einstellelemente mit
dem Daumen vorteilhaft.
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Gemäß einer
Ausgestaltung ist an der Abgabevorrichtung ein Anzeigelement vorhanden,
das die vorgegebene Abgabemenge anzeigt. Bevorzugt ist das Anzeigeelement
so angeordnet, dass es während der Einstellung des Einstellelements
mit dem Daumen bequem ablesbar ist. In dieser Ausgestaltung kann
die vorgewählte Abgabemenge jederzeit unmittelbar an der
Abgabevorrichtung kontrolliert werden. Dies ist besonders bequem
und sogar dann möglich, wenn die Einstellung gerade mit
dem Daumen verändert wird.
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In
einer weiteren Ausgestaltung ist nahe der Dosiersteuerung und/oder
des Milchbehälters ein Einstell- und/oder Anzeigeelement
zur Einstellung bzw. Anzeige der Abgabemenge vorhanden. Mit diesem
Einstell- und/oder Anzeigeelement kann die Steuerung der Milchabgabe
zusätzlich oder alternativ am Milchbehälter erfolgen.
Dadurch ist der fahrbare Milchbehälter besonders flexibel
einsetzbar.
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In
einer Ausgestaltung ist eine Funkeinrichtung vorhanden, die zwischen
der Dosiersteuerung und dem Bedienelement und/oder dem Einstellelement
und/oder dem Anzeigeelement Steuer- und/oder Statusdaten übertragen
kann. Grundsätzlich ist die Übertragung der genannten
Daten auch über ein Kabel möglich. Dieses kann
bei Anordnung des Bedien-, Einstell- und/oder Anzeigeelements an der
Abgabevorrichtung in oder an einem Schlauch, der die Abgabevorrichtung
mit dem Milchbehälter verbindet, verlegt werden. Dort ist
es jedoch vor Beschädigung nicht sicher und erschwert zusätzlich
die Reinigung des fahrbaren Milchbehälters. Diese Nachteile
entfallen bei Verwendung einer Funkeinrichtung. Zusätzlich
kann bei Verwendung einer Funkeinrichtung der Schlauch einfach ausgetauscht
werden.
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Gemäß einer
Ausgestaltung ist die Funkeinrichtung eine unidirektionale Funkeinrichtung,
die ausschließlich Steuerdaten von der Abgabevorrichtung
an die Dosiersteuerung übertragen kann. Eine solche Funkeinrichtung
ist besonders einfach und kostengünstig zu realisieren.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung ist die Funkeinrichtung eine bidirektionale
Funkeinrichtung, die Steuer- und/oder Statusdaten von der Abgabevorrichtung
an die Dosiersteuerung und umgekehrt übertragen kann. Bei
dieser Lösung ist es ohne weiteres möglich, nahe
der Dosiersteuerung oder des Milchbehälters zusätzliche
Bedien-, Einstell- und/oder Anzeigeelemente vorzusehen. Dann kann die
Milchabgabe sowohl am Behälter als auch an der Abgabevorrichtung
gesteuert und überwacht werden. Zudem ist eine Rückmeldung
möglich, ob beispielsweise eine an der Abgabevorrichtung
vorgewählte Abgabemenge tatsächlich von der Dosiersteuerung eingestellt
wurde.
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Gemäß einer
Ausgestaltung sind das Bedienelement und/oder das Einstellelement
und/oder das Anzeigeelement und/oder eine Funkeinheit und/oder eine
Antenne der Abgabevorrichtung in oder an einem kompakten Gehäuse
untergebracht, das einheitlich mit dem länglichen Griffabschnitt
aus Kunststoff gefertigt ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht
einen besonders kompakten Aufbau der Abgabevorrichtung. Durch die
einheitliche Fertigung aus Kunststoff ist zudem eine besonders einfache
Reinigung möglich.
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Gemäß einer
Ausgestaltung ist das kompakte Gehäuse seitlich an dem
länglichen Griffabschnitt angeordnet. Dadurch sind die
an oder in dem kompakten Gehäuse angeordneten Elemente
gut zugänglich und insbesondere mit dem Daumen einfach zu
bedienen.
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In
einer Ausgestaltung steht ein Zapfen nach unten von der Abgabevorrichtung
vor, der in eine Halterung an dem fahrbaren Milchbehälter
einhängbar ist. Dadurch kann die Abgabevorrichtung einfach
und robust an dem fahrbaren Milchbehälter befestigt werden.
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In
einer Ausgestaltung ist der Zapfen konisch ausgebildet und/oder
bildet eine Anlagefläche für den Zeigefinger der
den länglichen Griffabschnitt haltenden Hand. Dadurch kann
der Zapfen besonders einfach in die Halterung an dem fahrbaren Milchbehälter eingehängt
werden und ist beim Halten des länglichen Griffabschnitts
von Nutzen.
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In
einer Ausgestaltung ist nahe einer Auslassöffnung der Abgabevorrichtung
ein federvorgespanntes Ventil angeordnet, das ab einem vorgegebenen
Pumpendruck öffnet. Dieses Ventil verschließt automatisch
die Auslassöffnung der Abgabevorrichtung, wenn die Pumpe
ausgeschaltet ist. Dadurch wird ein Auslaufen der Abgabevorrichtung
und/oder des angeschlossenen Schlauchs wirksam verhindert. Es ist
dadurch ein besonders sparsames und sauberes Arbeiten möglich.
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In
einer Ausgestaltung ist das Abschlussstück nach vorn konisch
zulaufend ausgebildet. Dadurch kann das Abschlussstück
in einen komplementär ausgebildeten Anschluss nahe dem
oberen Behälterrand eingesteckt werden, um eine Rückführung der
durch die Abgabevorrichtung strömenden Flüssigkeit
in das Behälterinnere zu ermöglichen.
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Gemäß einer
Ausgestaltung ist das federvorgespannte Ventil in einem an die Abgabevorrichtung ansetzbaren
Abschlussstück angeordnet. Dadurch kann das Ventil besonders
einfach in die Abgabevorrichtung integriert und gegebenenfalls ausgetauscht oder
zu Reinigungszwecken entfernt werden.
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Gemäß einer
Ausgestaltung weist die Abgabevorrichtung ein Rohr auf, an dessen
vorderem Ende die Auslassöffnung angeordnet ist und an
dessen hinterem Ende ein Schlauch angeschlossen ist, der mit der
Druckseite der Pumpe verbunden ist, wobei der längliche
Griffabschnitt von einer Ummantelung eines Abschnitts des Rohrs
gebildet wird. Demnach besteht die Abgabevorrichtung im Wesentlichen aus
einem durchlaufenden Rohr, das besonders einfach zu fertigen und/oder
zu reinigen ist. Zugleich verleiht das Rohr der Abgabevorrichtung
die erforderliche Stabilität. Die den länglichen
Griffabschnitte bildende Ummantelung kann im Interesse einer einfachen
Fertigung einfach auf den betreffenden Abschnitt des Rohrs aufgeschoben
und dort gegebenenfalls verklebt werden.
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Gemäß einer
Ausgestaltung weist die Ummantelung eine Einschnürung im
Bereich eines oder mehrer Finger einen den länglichen Griffabschnitt haltenden
Hand auf. Dadurch kann der Griffabschnitt besonders sicher und bequem
ergriffen werden.
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Gemäß einer
Ausgestaltung ist die Auslassöffnung quer zur Längsrichtung
des länglichen Griffabschnitts nach unten gerichtet und
ein Abschnitt des Rohrs zwischen der Auslassöffnung und
der Ummantelung beschreibt einen Bogen von mehr als 90°, wobei
die Innenseite des Bogens oberhalb einer gedachten Längsachse
des länglichen Griffabschnitts angeordnet ist. Durch die
Gestaltung kann die Abgabevorrichtung beispielsweise beim Befüllen
eines Eimers bequem mit der Innenseite des Bogens über
einen Rand des Eimers gehängt werden. Durch die bezüglich
der Innenseite des Bogens tiefere Anordnung des Griffabschnitts
kann die Abgabevorrichtung mit sehr geringem Kraftaufwand in dieser
Position gehalten werden. Dabei weist die Auslassöffnung
bevorzugt nach unten, so dass die Milch weitgehend ohne zu spritzen
nach unten in den Eimer gefüllt werden kann. Durch den
Bogen in dem Rohrabschnitt wird ein gleichmäßiger
Flüssigkeitsstrom begünstigt. Auch dies trägt
zu einem sauberen und spritzfreien Arbeiten bei.
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Die
obige Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch einen fahrbaren
Milchbehälter für die Nutztieraufzucht mit den
Merkmalen des Anspruchs 20. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in
den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
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Der
fahrbare Milchbehälter für die Nutztieraufzucht,
insbesondere von Kälbern, hat ein Fahrgestell 10,
auf dem ein Milchbehälter 14 angeordnet ist, eine
Abgabevorrichtung 24, die einen Handgriff mit einem länglichen
Abschnitt 26 und ein Bedienelement 44 zum Auslösen
der Milchabgabe aufweist, eine Pumpe, deren Saugseite mit dem Milchbehälter und
deren Druckseite mit der Abgabevorrichtung 24 verbunden
ist, und eine Dosiersteuerung, die die Pumpe zur Abgabe einer einstellbaren
Abgabemenge steuert, wobei an der Abgabevorrichtung ein Einstellelement
vorhanden ist, mit dem die Abgabemenge vorgewählt werden
kann. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
des Milchwagens ist es möglich, die abzugebende Milchmenge
unmittelbar an der Abgabevorrichtung einzustellen. Dadurch können
unnötige Wege beispielsweise zwischen einem in einem verwinkelten
Stall befindlichen Tränkeeimer und einem möglicherweise
viele Meter entfernten Milchwagen vermieden werden.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand eines in drei Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
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1 einen
erfindungsgemäßen fahrbaren Milchbehälter
in einer Ansicht von vorn;
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2 den
fahrbaren Milchbehälter aus 1 in einer
Ansicht von der Seite; und
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3 die
Abgabevorrichtung des Milchbehälters aus den 1 und 2.
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Es
werden für alle Figuren die gleichen Bezugszeichen verwendet.
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Der
fahrbare Milchbehälter aus 1 hat ein Fahrgestell 10 mit
vier Rädern 12. Auf dem Fahrgestell 10 ist
ein tonnenförmiger, aufrecht stehender Milchbehälter 14 angeordnet.
Der Milchbehälter 14 weist einen Behälterboden 16 auf.
Unterhalb des Bodens 16 ist ein Aufnahmeraum gebildet,
in dem unter anderem eine elektrisch betriebene Pumpe und ein Akku
zum Betrieb der Pumpe angeordnet ist. Ebenfalls unterhalb des Behälterbodens 16 ist
eine elektronische Dosiersteuerung zur Steuerung der Pumpe angeordnet.
Diese Elemente sind in den Figuren nicht dargestellt.
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Am
Fahrgestell 10 ist ein höhenverstellbarer Handgriff 18 angeordnet,
der ein einfaches Schieben oder Ziehen des fahrbaren Milchbehälters
ermöglicht. Der Milchbehälter 14 kann
von einem Deckel 20 verschlossen werden. Aus dem unteren
Bereich des Milchbehälters 14 unterhalb des Behälterbodens 16 ist
ein Schlauch 22 herausgeführt, dessen eines Ende
mit der Druckseite der nicht dargestellten Pumpe und dessen anderes
Ende mit der Abgabevorrichtung 24 verbunden ist.
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Die
Abgabevorrichtung 24 weist einen länglichen Griffabschnitt 26 mit
einem nach unten vorstehenden Zapfen 28 auf, der in der 2 in
eine Halterung 30 am fahrbaren Milchbehälter eingesetzt
ist. Durch den länglichen Griffabschnitt 26 der
Abgabevorrichtung 24 hindurch verläuft ein Rohr 32,
das vor dem länglichen Griffabschnitt 26 zunächst
in einem Bogen nach oben gekrümmt ist und anschließend
in einem beinahe 180° überstreichenden Bogen wieder nach
unten geführt ist, so dass eine am vorderen Ende befindliche
Auslassöffnung nach unten zeigt. Am vorderen Ende des Rohrs 32 ist
ein Abschlussstück 34 angeordnet, das nach vorne
leicht konisch zulaufend ausgebildet ist. In den 1 und 2 ist das
Abschlussstück 34 in einen komplementär
geformten Anschluss 36 eingesetzt, der durch eine seitliche
Wandung des Milchbehälters 14 in das Innere des
Milchbehälters 14 führt und dort in eine
Reinigungsdüse 38 mündet.
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Weitere
Einzelheiten der Abgabevorrichtung 24 sind am besten in
der 3 erkennbar. Der längliche Griffabschnitt
weist etwa im Bereich des Zeigefingers einer den länglichen
Griffabschnitt 26 ergreifenden Hand eine leichte Einschnürung 38 auf.
Vom länglichen Griffabschnitt 26 nach unten erstreckt
sich ein konisch nach unten verjüngender Zapfen 28.
Seitlich neben dem länglichen Griffabschnitt 26 und
vor der Einschnürung 38 angeordnet ist ein Kasten 42, der
mit dem länglichen Griffabschnitt 26 und dem Zapfen 28 einheitlich
aus Kunststoff gefertigt ist. An der Oberseite des Kastens 42 ist
ein Bedienelement 44 in Form eines von oben zu betätigenden
Tasters angeordnet. Durch Betätigung dieses Bedienelements 44 wird
die Abgabe einer zuvor gewählten Flüssigkeitsmenge
ausgelöst. Ebenfalls an der Oberseite des Kastens 42 angeordnet
ist ein Einstellelement 46, über das die Abgabemenge
eingestellt werden kann. Diese Einstellung wird durch ein Anzeigeelement 48,
das ebenfalls an der Oberseite des Kastens 42 angeordnet
ist, angezeigt. Im dargestellten Beispiel ist die Anzeige 48 eine
einstellige LCD-Anzeige, die die vorgewählte Abgabemenge
in zehn Stufen anzeigen kann. Das Bedienelement 44 und das
Einstellelement 46 sind so angeordnet, dass sie bequem
mit dem Daumen bedient werden können, wenn der längliche
Griffabschnitt 26 mit den übrigen vier Fingern
der betreffenden Hand ergriffen wird. Gleichzeitig ist das Anzeigeelement 48 bequem
ablesbar.
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Das
von dem länglichen Griffabschnitt 26 ummantelte
Rohr 32 weist an seinem hinteren Ende einen Stutzen 50 auf,
auf den ein Schlauch aufgeschoben werden kann. Das vordere Ende
des Rohrs 32 verläuft in der bereits beschriebenen
schwanenhalsartigen Form und mündet in Abschlussstück 34, das
sich nach vorne leicht konisch verjüngt und eine Auslassöffnung
aufweist, die nach unten zeigt, wenn die Abgabevorrichtung 24 in
der Hand gehalten wird. Das Abschlussstück 34 ist
auf einen Schraubanschluss am vorderen Ende des Rohrs 50 aufgeschraubt
und enthält ein federvorgespanntes Ventil, das sich automatisch
schließt, wenn ein vorgegebener Druck innerhalb des Rohrs 32 unterschritten
wird.
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Innerhalb
des Kastens 42 ist eine nicht dargestellte Funkeinrichtung
vorhanden, die eine Verbindung zur unterhalb des Behälterbodens 16 angeordneten
Dosiersteuerung zur Verfügung stellt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 202005012843
U1 [0001]
- - EP 1897438 A2 [0002]