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DE202009001542U1 - Fahrbarer Milchbehälter für die Nutztieraufzucht - Google Patents

Fahrbarer Milchbehälter für die Nutztieraufzucht Download PDF

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DE202009001542U1 DE200920001542 DE202009001542U DE202009001542U1 DE 202009001542 U1 DE202009001542 U1 DE 202009001542U1 DE 200920001542 DE200920001542 DE 200920001542 DE 202009001542 U DE202009001542 U DE 202009001542U DE 202009001542 U1 DE202009001542 U1 DE 202009001542U1
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K9/00Sucking apparatus for young stock ; Devices for mixing solid food with liquids

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Abstract

Fahrbarer Milchbehälter für die Nutztieraufzucht, insbesondere von Kälbern, mit einem Fahrgestell (10), auf dem ein Milchbehälter (14) angeordnet ist, einer Abgabevorrichtung (24), die einen Handgriff mit einem länglichen Griffabschnitt (26) und ein Bedienelement (44) zum Auslösen der Milchabgabe aufweist, einer Pumpe, deren Saugseite mit dem Milchbehälter und deren Druckseite mit der Abgabevorrichtung (24) verbunden ist, und einer Dosiersteuerung, die die Pumpe zur Abgabe einer einstellbaren Abgabemenge steuert, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (44) bezüglich des länglichen Griffabschnitts (26) so angeordnet ist, dass es mit dem Daumen betätigt werden kann, während die übrigen Finger derselben Hand den länglichen Griffabschnitt (26) halten.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen fahrbaren Milchbehälter für die Nutztieraufzucht nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solcher auch als Milchwagen bezeichneter fahrbarer Milchbehälter ist aus der Druckschrift DE 20 2005 012 843 U1 bekannt. Der bekannte Milchwagen hat ein Fahrgestell, auf dem ein Milchbehälter angeordnet ist, eine Abgabevorrichtung und eine Pumpe, deren Saugseite mit einem Ablauf im Boden des Behälters und deren Druckseite mit der Abgabevorrichtung verbunden ist. Die Abgabevorrichtung ist eine Zapfpistole. Zur Abgabe vorwählbarer Milchmengen ist eine Dosiersteuerung für das Pumpenaggregat vorgesehen, die über ein Bedienelement am Behälter gesteuert wird. Außerdem ist vorgehen, die Abgabevorrichtung in einen Anschluss am oberen Ende des Behälters einzusetzen und die Milch bzw. eine Reinigungsflüssigkeit durch die Abgabevorrichtung in das Behälterinnere zurückzuführen. Durch dieses Umwälzen kann entweder das Anmischen einer Fertignahrung erleichtert werden, oder ein Reinigungsmittel kann das Behälterinnere sowie die Pumpe und die Abgabevorrichtung durchströmen, um eine einfache Reinigung zu ermöglichen.
  • Ein weiterer fahrbarer Milchbehälter ist aus der Druckschrift EP 1 897 438 A2 bekannt geworden. Dieser bekannte Milchbehälter weist zusätzlich eine steuerbare Heizeinrichtung zur Pasteurisierung der Milch und eine modifizierte Abgabevorrichtung auf. Die Abgabevorrichtung ist eine Zapfpistole, die über einen längeren Abgabeschlauch mit dem Milchbehälter verbunden ist. In einem Griff der Abgabepistole befindet sich ein Tastelement, über das die Abgabe einer zuvor an einem gesonderten Bedienelement am Behälter gewählten Abgabemenge ausgelöst werden kann. Dadurch ist eine dosierte Abgabe auch an schlecht zugänglichen Orten möglich.
  • Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, einen fahrbaren Milchbehälter zur Verfügung zu stellen, der die Fütterung von Kälbern noch weiter vereinfacht.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch den fahrbaren Milchbehälter mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
  • Der fahrbare Milchbehälter dient der Nutztieraufzucht, insbesondere von Kalbern, und hat ein Fahrgestell, auf dem ein Milchbehälter angeordnet ist, eine Abgabevorrichtung, die einen Handgriff mit einem länglichen Griffabschnitt und ein Bedienelement zum Auslösen der Milchabgabe aufweist, eine Pumpe, deren Saugseite mit dem Behälter und deren Druckseite mit der Abgabevorrichtung verbunden ist, und eine Dosiersteuerung, die die Pumpe zur Abgabe einer einstellbaren Abgabemenge steuert, wobei das Bedienelement bezüglich des länglichen Griffabschnitts so angeordnet ist, dass es mit dem Daumen betätigt werden kann, während die übrigen Finger derselben Hand den länglichen Griffabschnitt halten.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung des Bedienelements bietet die Möglichkeit einer bequemen und sicheren Einhandbedienung der Abgabevorrichtung. Der längliche Griffabschnitt kann fest mit vier Fingern einer Hand ergriffen und in einer gewünschten Position fixiert werden, beispielsweise so, dass eine Auslassöffnung der Abgabevorrichtung oberhalb eines Eimers derart angeordnet ist, dass die Milch sicher und ohne zu spritzen in den Behälter abgegeben werden kann. Anders als bei einer herkömmlichen Zapfpistole, bei der der Daumen und die Handinnenfläche und/oder die übrigen Finger für das Halten des Griffabschnitts benötigt werden, bleibt bei der Erfindung der Daumen für die bequeme und sichere Betätigung des Bedienelements frei.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die herkömmliche Anordnung eines Bedienelements insbesondere dann verbesserungsfähig ist, wenn die Position der Zapfpistole bei der Abgabe nicht durch ein Halterung fixiert ist. So ist beispielsweise eine Zapfpistole an einer Tankstelle beim Tanken in eine Tanköffnung eingeführt und dadurch in ihrer Position gehalten. Mit welchen Fingern die Auslösung der Flüssigkeitsabgabe erfolgt, ist dann von untergeordneter Bedeutung. Wenn die Position der Abgabevorrichtung aber von der Bedienhand vorgegeben werden muss, ist die Betätigung des Bedienelements mit dem Daumen gemäß der Erfindung bequemer und sicherer.
  • Das Bedienelement kann beispielsweise ein einfacher elektrischer Taster sein, der die Abgabe der Milch auslöst. Das Bedienelement kann in unterschiedlicher Position und mit einer unterschiedlichen Druckrichtung an dem länglichen Griffabschnitt angeordnet werden, so dass es für den Daumen der den länglichen Griffabschnitt haltenden Hand bequem zugänglich ist. Beispielsweise kann das Bedienelement bezüglich des länglichen Griffabschnitts seitlich nahe dem vorderen Ende des Griffabschnitts angeordnet und so orientiert sein, dass es durch einen Druck von oben mit dem Daumen auf das Bedienelement betätigt wird. Ebenfalls möglich ist, das Bedienelement bezüglich der Längsachse des länglichen Griffabschnitts etwa mittig und nahe dem vorderen Ende des Griffabschnitts anzuordnen. Das Bedienelement kann auch so an dem länglichen Griffabschnitt angeordnet werden, dass es durch einen Druck von der Seite betätigt wird.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung ist an der Abgabevorrichtung ein Einstellelement vorhanden, mit dem die Abgabemenge vorgewählt werden kann. Anders als bei bekannten Milchwagen ist es dadurch möglich, die abzugebende Milchmenge unmittelbar an der Abgabevorrichtung einzustellen. Es ist nicht erforderlich, eine Einstellung an einem gesonderten Einstellelement am Milchbehälter vorzunehmen. Dadurch können unnötige Wege beispielsweise zwischen einem in einem verwinkelten Stall befindlichen Tränkeeimer und einem möglicherweise viele Meter entfernten Milchwagen vermieden werden. Durch die unmittelbare Einstellung der Milchmenge an der Abgabevorrichtung beim Tränkeeimer verringert sich zudem die Gefahr, eine falsche zuvor am Behälter vorgewählte Abgabemenge in den Tränkeeimer abzugeben.
  • In einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Einstellelement so angeordnet, dass es mit dem Daumen der den länglichen Griffabschnitt haltenden Hand eingestellt werden kann. Demnach wird der Daumen für die Betätigung sowohl des Bedienelements zur Abgabe der Milch als auch zur Vorwahl der Einstellmenge verwendet. Gerade wenn über das Betätigen eines Tasters hinausgehende Bedienschritte erforderlich sind, ist die erfindungsgemäße Anordnung mit einer Betätigung der Bedien- und Einstellelemente mit dem Daumen vorteilhaft.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist an der Abgabevorrichtung ein Anzeigelement vorhanden, das die vorgegebene Abgabemenge anzeigt. Bevorzugt ist das Anzeigeelement so angeordnet, dass es während der Einstellung des Einstellelements mit dem Daumen bequem ablesbar ist. In dieser Ausgestaltung kann die vorgewählte Abgabemenge jederzeit unmittelbar an der Abgabevorrichtung kontrolliert werden. Dies ist besonders bequem und sogar dann möglich, wenn die Einstellung gerade mit dem Daumen verändert wird.
  • In einer weiteren Ausgestaltung ist nahe der Dosiersteuerung und/oder des Milchbehälters ein Einstell- und/oder Anzeigeelement zur Einstellung bzw. Anzeige der Abgabemenge vorhanden. Mit diesem Einstell- und/oder Anzeigeelement kann die Steuerung der Milchabgabe zusätzlich oder alternativ am Milchbehälter erfolgen. Dadurch ist der fahrbare Milchbehälter besonders flexibel einsetzbar.
  • In einer Ausgestaltung ist eine Funkeinrichtung vorhanden, die zwischen der Dosiersteuerung und dem Bedienelement und/oder dem Einstellelement und/oder dem Anzeigeelement Steuer- und/oder Statusdaten übertragen kann. Grundsätzlich ist die Übertragung der genannten Daten auch über ein Kabel möglich. Dieses kann bei Anordnung des Bedien-, Einstell- und/oder Anzeigeelements an der Abgabevorrichtung in oder an einem Schlauch, der die Abgabevorrichtung mit dem Milchbehälter verbindet, verlegt werden. Dort ist es jedoch vor Beschädigung nicht sicher und erschwert zusätzlich die Reinigung des fahrbaren Milchbehälters. Diese Nachteile entfallen bei Verwendung einer Funkeinrichtung. Zusätzlich kann bei Verwendung einer Funkeinrichtung der Schlauch einfach ausgetauscht werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist die Funkeinrichtung eine unidirektionale Funkeinrichtung, die ausschließlich Steuerdaten von der Abgabevorrichtung an die Dosiersteuerung übertragen kann. Eine solche Funkeinrichtung ist besonders einfach und kostengünstig zu realisieren.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Funkeinrichtung eine bidirektionale Funkeinrichtung, die Steuer- und/oder Statusdaten von der Abgabevorrichtung an die Dosiersteuerung und umgekehrt übertragen kann. Bei dieser Lösung ist es ohne weiteres möglich, nahe der Dosiersteuerung oder des Milchbehälters zusätzliche Bedien-, Einstell- und/oder Anzeigeelemente vorzusehen. Dann kann die Milchabgabe sowohl am Behälter als auch an der Abgabevorrichtung gesteuert und überwacht werden. Zudem ist eine Rückmeldung möglich, ob beispielsweise eine an der Abgabevorrichtung vorgewählte Abgabemenge tatsächlich von der Dosiersteuerung eingestellt wurde.
  • Gemäß einer Ausgestaltung sind das Bedienelement und/oder das Einstellelement und/oder das Anzeigeelement und/oder eine Funkeinheit und/oder eine Antenne der Abgabevorrichtung in oder an einem kompakten Gehäuse untergebracht, das einheitlich mit dem länglichen Griffabschnitt aus Kunststoff gefertigt ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht einen besonders kompakten Aufbau der Abgabevorrichtung. Durch die einheitliche Fertigung aus Kunststoff ist zudem eine besonders einfache Reinigung möglich.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist das kompakte Gehäuse seitlich an dem länglichen Griffabschnitt angeordnet. Dadurch sind die an oder in dem kompakten Gehäuse angeordneten Elemente gut zugänglich und insbesondere mit dem Daumen einfach zu bedienen.
  • In einer Ausgestaltung steht ein Zapfen nach unten von der Abgabevorrichtung vor, der in eine Halterung an dem fahrbaren Milchbehälter einhängbar ist. Dadurch kann die Abgabevorrichtung einfach und robust an dem fahrbaren Milchbehälter befestigt werden.
  • In einer Ausgestaltung ist der Zapfen konisch ausgebildet und/oder bildet eine Anlagefläche für den Zeigefinger der den länglichen Griffabschnitt haltenden Hand. Dadurch kann der Zapfen besonders einfach in die Halterung an dem fahrbaren Milchbehälter eingehängt werden und ist beim Halten des länglichen Griffabschnitts von Nutzen.
  • In einer Ausgestaltung ist nahe einer Auslassöffnung der Abgabevorrichtung ein federvorgespanntes Ventil angeordnet, das ab einem vorgegebenen Pumpendruck öffnet. Dieses Ventil verschließt automatisch die Auslassöffnung der Abgabevorrichtung, wenn die Pumpe ausgeschaltet ist. Dadurch wird ein Auslaufen der Abgabevorrichtung und/oder des angeschlossenen Schlauchs wirksam verhindert. Es ist dadurch ein besonders sparsames und sauberes Arbeiten möglich.
  • In einer Ausgestaltung ist das Abschlussstück nach vorn konisch zulaufend ausgebildet. Dadurch kann das Abschlussstück in einen komplementär ausgebildeten Anschluss nahe dem oberen Behälterrand eingesteckt werden, um eine Rückführung der durch die Abgabevorrichtung strömenden Flüssigkeit in das Behälterinnere zu ermöglichen.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist das federvorgespannte Ventil in einem an die Abgabevorrichtung ansetzbaren Abschlussstück angeordnet. Dadurch kann das Ventil besonders einfach in die Abgabevorrichtung integriert und gegebenenfalls ausgetauscht oder zu Reinigungszwecken entfernt werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung weist die Abgabevorrichtung ein Rohr auf, an dessen vorderem Ende die Auslassöffnung angeordnet ist und an dessen hinterem Ende ein Schlauch angeschlossen ist, der mit der Druckseite der Pumpe verbunden ist, wobei der längliche Griffabschnitt von einer Ummantelung eines Abschnitts des Rohrs gebildet wird. Demnach besteht die Abgabevorrichtung im Wesentlichen aus einem durchlaufenden Rohr, das besonders einfach zu fertigen und/oder zu reinigen ist. Zugleich verleiht das Rohr der Abgabevorrichtung die erforderliche Stabilität. Die den länglichen Griffabschnitte bildende Ummantelung kann im Interesse einer einfachen Fertigung einfach auf den betreffenden Abschnitt des Rohrs aufgeschoben und dort gegebenenfalls verklebt werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung weist die Ummantelung eine Einschnürung im Bereich eines oder mehrer Finger einen den länglichen Griffabschnitt haltenden Hand auf. Dadurch kann der Griffabschnitt besonders sicher und bequem ergriffen werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist die Auslassöffnung quer zur Längsrichtung des länglichen Griffabschnitts nach unten gerichtet und ein Abschnitt des Rohrs zwischen der Auslassöffnung und der Ummantelung beschreibt einen Bogen von mehr als 90°, wobei die Innenseite des Bogens oberhalb einer gedachten Längsachse des länglichen Griffabschnitts angeordnet ist. Durch die Gestaltung kann die Abgabevorrichtung beispielsweise beim Befüllen eines Eimers bequem mit der Innenseite des Bogens über einen Rand des Eimers gehängt werden. Durch die bezüglich der Innenseite des Bogens tiefere Anordnung des Griffabschnitts kann die Abgabevorrichtung mit sehr geringem Kraftaufwand in dieser Position gehalten werden. Dabei weist die Auslassöffnung bevorzugt nach unten, so dass die Milch weitgehend ohne zu spritzen nach unten in den Eimer gefüllt werden kann. Durch den Bogen in dem Rohrabschnitt wird ein gleichmäßiger Flüssigkeitsstrom begünstigt. Auch dies trägt zu einem sauberen und spritzfreien Arbeiten bei.
  • Die obige Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch einen fahrbaren Milchbehälter für die Nutztieraufzucht mit den Merkmalen des Anspruchs 20. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
  • Der fahrbare Milchbehälter für die Nutztieraufzucht, insbesondere von Kälbern, hat ein Fahrgestell 10, auf dem ein Milchbehälter 14 angeordnet ist, eine Abgabevorrichtung 24, die einen Handgriff mit einem länglichen Abschnitt 26 und ein Bedienelement 44 zum Auslösen der Milchabgabe aufweist, eine Pumpe, deren Saugseite mit dem Milchbehälter und deren Druckseite mit der Abgabevorrichtung 24 verbunden ist, und eine Dosiersteuerung, die die Pumpe zur Abgabe einer einstellbaren Abgabemenge steuert, wobei an der Abgabevorrichtung ein Einstellelement vorhanden ist, mit dem die Abgabemenge vorgewählt werden kann. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Milchwagens ist es möglich, die abzugebende Milchmenge unmittelbar an der Abgabevorrichtung einzustellen. Dadurch können unnötige Wege beispielsweise zwischen einem in einem verwinkelten Stall befindlichen Tränkeeimer und einem möglicherweise viele Meter entfernten Milchwagen vermieden werden.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in drei Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 einen erfindungsgemäßen fahrbaren Milchbehälter in einer Ansicht von vorn;
  • 2 den fahrbaren Milchbehälter aus 1 in einer Ansicht von der Seite; und
  • 3 die Abgabevorrichtung des Milchbehälters aus den 1 und 2.
  • Es werden für alle Figuren die gleichen Bezugszeichen verwendet.
  • Der fahrbare Milchbehälter aus 1 hat ein Fahrgestell 10 mit vier Rädern 12. Auf dem Fahrgestell 10 ist ein tonnenförmiger, aufrecht stehender Milchbehälter 14 angeordnet. Der Milchbehälter 14 weist einen Behälterboden 16 auf. Unterhalb des Bodens 16 ist ein Aufnahmeraum gebildet, in dem unter anderem eine elektrisch betriebene Pumpe und ein Akku zum Betrieb der Pumpe angeordnet ist. Ebenfalls unterhalb des Behälterbodens 16 ist eine elektronische Dosiersteuerung zur Steuerung der Pumpe angeordnet. Diese Elemente sind in den Figuren nicht dargestellt.
  • Am Fahrgestell 10 ist ein höhenverstellbarer Handgriff 18 angeordnet, der ein einfaches Schieben oder Ziehen des fahrbaren Milchbehälters ermöglicht. Der Milchbehälter 14 kann von einem Deckel 20 verschlossen werden. Aus dem unteren Bereich des Milchbehälters 14 unterhalb des Behälterbodens 16 ist ein Schlauch 22 herausgeführt, dessen eines Ende mit der Druckseite der nicht dargestellten Pumpe und dessen anderes Ende mit der Abgabevorrichtung 24 verbunden ist.
  • Die Abgabevorrichtung 24 weist einen länglichen Griffabschnitt 26 mit einem nach unten vorstehenden Zapfen 28 auf, der in der 2 in eine Halterung 30 am fahrbaren Milchbehälter eingesetzt ist. Durch den länglichen Griffabschnitt 26 der Abgabevorrichtung 24 hindurch verläuft ein Rohr 32, das vor dem länglichen Griffabschnitt 26 zunächst in einem Bogen nach oben gekrümmt ist und anschließend in einem beinahe 180° überstreichenden Bogen wieder nach unten geführt ist, so dass eine am vorderen Ende befindliche Auslassöffnung nach unten zeigt. Am vorderen Ende des Rohrs 32 ist ein Abschlussstück 34 angeordnet, das nach vorne leicht konisch zulaufend ausgebildet ist. In den 1 und 2 ist das Abschlussstück 34 in einen komplementär geformten Anschluss 36 eingesetzt, der durch eine seitliche Wandung des Milchbehälters 14 in das Innere des Milchbehälters 14 führt und dort in eine Reinigungsdüse 38 mündet.
  • Weitere Einzelheiten der Abgabevorrichtung 24 sind am besten in der 3 erkennbar. Der längliche Griffabschnitt weist etwa im Bereich des Zeigefingers einer den länglichen Griffabschnitt 26 ergreifenden Hand eine leichte Einschnürung 38 auf. Vom länglichen Griffabschnitt 26 nach unten erstreckt sich ein konisch nach unten verjüngender Zapfen 28. Seitlich neben dem länglichen Griffabschnitt 26 und vor der Einschnürung 38 angeordnet ist ein Kasten 42, der mit dem länglichen Griffabschnitt 26 und dem Zapfen 28 einheitlich aus Kunststoff gefertigt ist. An der Oberseite des Kastens 42 ist ein Bedienelement 44 in Form eines von oben zu betätigenden Tasters angeordnet. Durch Betätigung dieses Bedienelements 44 wird die Abgabe einer zuvor gewählten Flüssigkeitsmenge ausgelöst. Ebenfalls an der Oberseite des Kastens 42 angeordnet ist ein Einstellelement 46, über das die Abgabemenge eingestellt werden kann. Diese Einstellung wird durch ein Anzeigeelement 48, das ebenfalls an der Oberseite des Kastens 42 angeordnet ist, angezeigt. Im dargestellten Beispiel ist die Anzeige 48 eine einstellige LCD-Anzeige, die die vorgewählte Abgabemenge in zehn Stufen anzeigen kann. Das Bedienelement 44 und das Einstellelement 46 sind so angeordnet, dass sie bequem mit dem Daumen bedient werden können, wenn der längliche Griffabschnitt 26 mit den übrigen vier Fingern der betreffenden Hand ergriffen wird. Gleichzeitig ist das Anzeigeelement 48 bequem ablesbar.
  • Das von dem länglichen Griffabschnitt 26 ummantelte Rohr 32 weist an seinem hinteren Ende einen Stutzen 50 auf, auf den ein Schlauch aufgeschoben werden kann. Das vordere Ende des Rohrs 32 verläuft in der bereits beschriebenen schwanenhalsartigen Form und mündet in Abschlussstück 34, das sich nach vorne leicht konisch verjüngt und eine Auslassöffnung aufweist, die nach unten zeigt, wenn die Abgabevorrichtung 24 in der Hand gehalten wird. Das Abschlussstück 34 ist auf einen Schraubanschluss am vorderen Ende des Rohrs 50 aufgeschraubt und enthält ein federvorgespanntes Ventil, das sich automatisch schließt, wenn ein vorgegebener Druck innerhalb des Rohrs 32 unterschritten wird.
  • Innerhalb des Kastens 42 ist eine nicht dargestellte Funkeinrichtung vorhanden, die eine Verbindung zur unterhalb des Behälterbodens 16 angeordneten Dosiersteuerung zur Verfügung stellt.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 202005012843 U1 [0001]
    • - EP 1897438 A2 [0002]

Claims (22)

  1. Fahrbarer Milchbehälter für die Nutztieraufzucht, insbesondere von Kälbern, mit einem Fahrgestell (10), auf dem ein Milchbehälter (14) angeordnet ist, einer Abgabevorrichtung (24), die einen Handgriff mit einem länglichen Griffabschnitt (26) und ein Bedienelement (44) zum Auslösen der Milchabgabe aufweist, einer Pumpe, deren Saugseite mit dem Milchbehälter und deren Druckseite mit der Abgabevorrichtung (24) verbunden ist, und einer Dosiersteuerung, die die Pumpe zur Abgabe einer einstellbaren Abgabemenge steuert, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (44) bezüglich des länglichen Griffabschnitts (26) so angeordnet ist, dass es mit dem Daumen betätigt werden kann, während die übrigen Finger derselben Hand den länglichen Griffabschnitt (26) halten.
  2. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abgabevorrichtung (24) ein Einstellelement (46) vorhanden ist, mit dem die Abgabemenge vorgewählt werden kann.
  3. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (46) so angeordnet ist, dass es mit dem Daumen der den länglichen Griffabschnitt (26) haltenden Hand eingestellt werden kann.
  4. Fahrbarer Milchbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abgabevorrichtung (24) ein Anzeigeelement (48) vorhanden ist, dass die vorgewählte Abgabemenge anzeigt.
  5. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigeelement (48) so angeordnet ist, dass es während der Einstellung des Einstellelements (46) mit dem Daumen bequem ablesbar ist.
  6. Fahrbarer Milchbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nahe der Dosiersteuerung und/oder des Milchbehälters (14) ein Einstell- und/oder Anzeigeelement zur Einstellung bzw. Anzeige der Abgabemenge vorhanden ist.
  7. Fahrbarer Milchbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Funkeinrichtung vorhanden ist, die zwischen der Dosiersteuerung und dem Bedienelement (44) und/oder dem Einstellelement (46) und/oder dem Anzeigeelement (48) Steuer- und/oder Statusdaten übertragen kann.
  8. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkeinrichtung eine unidirektionale Funkeinrichtung ist, die ausschließlich Steuerdaten von der Abgabevorrichtung (24) an die Dosiersteuerung übertragen kann.
  9. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkeinrichtung eine bidirektionale Funkeinrichtung ist, die Steuer- und/oder Statusdaten von der Abgabevorrichtung (24) an die Dosiersteuerung und umgekehrt übertragen kann.
  10. Fahrbarer Milchbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (44) und/oder das Einstellelement (46) und/oder das Anzeigeelement (48) und/oder eine Funkeinheit und/oder eine Antenne der Abgabevorrichtung (24) in oder an einem kompakten Gehäuse (42) untergebracht sind, das einheitlich mit dem länglichen Griffabschnitt (26) aus Kunststoff gefertigt ist.
  11. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das kompakte Gehäuse (42) seitlich an dem länglichen Griffabschnitt (26) angeordnet ist.
  12. Fahrbarer Milchbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zapfen (28) nach unten von der Abgabevorrichtung (24) vorsteht, der in eine Halterung (30) an dem fahrbaren Milchbehälter einhängbar ist.
  13. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (28) konisch ausgebildet ist und/oder eine Anlagefläche für den Zeigefinger der den länglichen Griffabschnitt (26) haltenden Hand bildet.
  14. Fahrbarer Milchbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass nahe einer Auslassöffnung der Abgabevorrichtung (24) ein federvorgespanntes Ventil angeordnet ist, das ab einem vorgegebenen Pumpendruck öffnet.
  15. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das federvorgespannte Ventil in einem an die Abgabevorrichtung ansetzbaren Abschlussstück (34) angeordnet ist.
  16. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussstück (34) nach vorn konisch zulaufend ausgebildet ist.
  17. Fahrbarer Milchbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabevorrichtung (24) ein Rohr (32) aufweist, an dessen vorderem Ende die Auslassöffnung angeordnet ist und an dessen hinterem Ende ein Schlauch (22) angeschlossen ist, der mit der Druckseite der Pumpe verbunden ist, wobei der längliche Griffabschnitt (26) von einer Ummantelung eines Abschnitts des Rohrs (32) gebildet wird.
  18. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung eine Einschnürung (38) im Bereich eines oder mehrerer Finger einer den länglichen Griffabschnitt (26) haltenden Hand aufweist.
  19. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung quer zur Längsrichtung des länglichen Griffabschnitts (26) nach unten gerichtet ist und ein Abschnitt des Rohrs (32) zwischen der Auslassöffnung und der Ummantelung einen Bogen von mehr als 90° beschreibt, wobei die Innenseite des Bogens oberhalb einer gedachten Längsachse des länglichen Griffabschnitts (26) angeordnet ist.
  20. Fahrbarer Milchbehälter für die Nutztieraufzucht, insbesondere von Kälbern, mit einem Fahrgestell (10), auf dem ein Milchbehälter (14) angeordnet ist, einer Abgabevorrichtung (24), die einen Handgriff mit einem länglichen Griffabschnitt (26) und ein Bedienelement (44) zum Auslösen der Milchabgabe aufweist, einer Pumpe, deren Saugseite mit dem Milchbehälter und deren Druckseite mit der Abgabevorrichtung (24) verbunden ist, und einer Dosiersteuerung, die die Pumpe zur Abgabe einer einstellbaren Abgabemenge steuert, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abgabevorrichtung (24) ein Einstellelement (46) vorhanden ist, mit dem die Abgabemenge vorgewählt werden kann.
  21. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (44) bezüglich des länglichen Griffabschnitts (26) so angeordnet ist, dass es mit dem Daumen betätigt werden kann, während die übrigen Finger derselben Hand den länglichen Griffabschnitt (26) halten.
  22. Fahrbarer Milchbehälter nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass er gemäß einem der Ansprüche 3 bis 19 ausgestaltet ist.
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