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Die
Erfindung betrifft eine Seitenmarkise mit einem Markisenarm, der
eine um ihre Längsachse drehbare Markisenwelle und ein
auf der Markisenwelle aufwickelbares Markisentuch umfasst, einer Befestigungskonsole
zum Befestigen des Markisenarms an einer Wand, und einem Gelenk
zur schwenkbaren Halterung des Markisenarms an der Befestigungskonsole,
so dass der Markisenarm zwischen einer vertikalen Nichtgebrauchstellung
und einer nicht vertikalen Gebrauchstellung schwenkbar ist.
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Seitenmarkisen
dieser Art dienen als seitlicher Sonnen-, Wind- oder Sichtschutz
und werden insbesondere für Terassen und Balkone eingesetzt. Häufig
werden Seitenmarkisen zusätzlich zu üblichen Markisen
angeordnet, welche eine pultdachförmige Überdeckung
bilden und einen Sonnenschutz nach oben bewirken.
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Aus
der
EP 0877128 B1 ist
eine Markise mit einer Markisenkassette bekannt, die gelenkig mit
einer Wandhalterung verbunden ist, so dass eine Markisenkassette,
in der eine Markisenwelle zum Aufwickeln eines Markisentuchs gelagert
ist, von einer wandparallelen Nichtgebrauchsposition in eine Gebrauchsposition
ausschwenkbar ist, in der die Markisenkassette senkrecht zur Wand
angeordnet ist. Nachteilig ist dort jedoch, dass die Markisenkassette von
Hand in die horizontale Position hoch geschwenkt werden muss. In
Abhängigkeit der Montagehöhe der Markise setzt
dies eine Leiter oder ähnliche Hilfsmittel voraus. Zwischenstellungen
zwischen der wandparallelen, vertikalen Position und der ausgeschwenkten,
horizontalen Position sind dort nicht möglich. Wird diese
bekannte Seitenmarkise zusätzlich zu einer pultdachförmigen,
schräg abfallenden Markise verwendet, so ist hierdurch
eine vollkommene Seitenabdeckung nicht möglich. Weiterhin
muss das Markisentuch von Hand ausgezogen werden, was in Abhängigkeit
der Montagehöhe wiederum eine Leiter oder ähnliche
Hilfsmittel voraussetzt.
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Andere
markisenähnliche Sonnen-, Wind- und Sichtschutzsysteme
wie beispielsweise Wandklappschirme, haben ähnliche Nachteile
und sind insbesondere im eingeklappten Zustand wenig ansehnlich.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seitenmarkise der eingangs
genannten Art zu schaffen, die auf einfache Weise zu handhaben und zu
montieren ist, kostengünstig herzustellen ist, eine vollständige
Abdeckung der zu schützenden Fläche ermöglicht,
auch wenn schräge Begrenzungsflächen vorhanden
sind, und die auch im eingeklappten Zustand optisch ansprechend
ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Seitenmarki se
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen
beschrieben.
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Die
erfindungsgemäße Markise weist einen Schwenkbetätigungsmechanismus
zum Verschwenken des Markisenarms zwischen der vertikalen Nichtgebrauchstellung
und der nicht vertikalen Gebrauchstellung auf, der ein in der Befestigungskonsole
drehbar gelagertes Betätigungsteil und einen Hebelmechanismus
aufweist, der einerseits mit dem Betätigungsteil und andererseits
mit dem Markisenarm in Wirkverbindung ist, derart, dass eine Dreh-
oder Längsbewegung des Betätigungsteils mit der Schwenkbewegung
des Markisenarms zwischen der vertikalen Nichtgebrauchstellung und
der nicht vertikalen Gebrauchstellung gekoppelt ist.
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Die
erfindungsgemäße Seitenmarkise ist sehr einfach
zu handhaben. Durch Drehen des Betätigungsteils, das insbesondere
eine Gewindespindel sein kann, die mittels einer einhakbaren Handkurbel in
Umdrehung versetzt werden kann, kann der Markisenarm in jede gewünschte
Winkelstellung zur Wand gebracht werden. Eine derartige Handkurbel
kann bequem vom Boden aus betätigt werden. Hilfsmittel wie
Leitern sind nicht erforderlich, auch wenn die Seitenmarkise in
größerer Höhe angebracht ist. Besonders
vorteilhaft ist, dass der Schwenkbetätigungsmechanismus
ohne weiteres derart ausgebildet werden kann, dass der Markisenarm
innerhalb eines bestimmten Schwenkbereichs in jeder gewünschten Schwenkstellung
seine Schwenkposition beibehält, so dass der Markisenarm
auch schräg ausgerichtet werden kann. Zweckmäßigerweise
erfolgt die Arretierung des Markisenarms in der ausgeschwenkten Stellung
mittels eines Selbsthemmungsmechanismus, der durch einzelne Teile
des Schwenkbetätigungsmechanismus gebildet wird. Mit der
erfindungsgemäßen Seitenmarkise sind somit auch
Flächen vollständig abdeckbar, die schräge
Begrenzungen haben. Weiterhin ist die erfindungsgemäße
Seitenmarkise einfach herstellbar und montierbar. Weiterhin kann
die erfindungsgemäße Seitenmarkise auch optisch
sehr ansprechend gestaltet werden, wobei die Optik auch im eingeschwenkten
Nichtgebrauchszustand in keiner Weise beeinträchtigt wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsformen umfasst der Schwenkbetätigungsmechanismus eine
mittels einer Kurbel drehbare Gewindespindel und einem mit dem Markisenarm
fest verbundenen Schwenkhebel, der über das Gelenk schwenkbar
an der Befestigungskonsole gelagert und durch eine Längsbewegung
der Gewindespindel relativ zur Befestigungskonsole schwenkbar ist.
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Eine
derartige Längsbewegung der Gewindespindel kann auf sehr
einfache Weise dadurch bewirkt werden, dass eine in der Befestigungskonsole gelagerte
Spindelmutter vorgesehen ist, mit der die Gewindespindel selbsthemmend
zusammenwirkt, wobei die Gewindespindel drehbar, aber axial unverschiebbar
am Schwenkhebel gelagert ist.
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Alternativ
hierzu ist es jedoch auch denkbar, die Gewindespindel drehbar, aber
axial unverschiebbar an der Befestigungskonsole zu lagern und am Schwenkhebel
eine Spindelmutter vorzusehen, die sich dann längs der
Gewindespindel bewegt, wenn die Gewindespindel gedreht wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsformen umfasst die Markisenwelle
ein am Schwenkhebel befestigtes Winkelgetriebe zum Drehen einer
Antriebswelle für das Markisen rohr, wobei das Winkelgetriebe
ein Gehäuse aufweist, an dem ein Stützrohr zur
drehbaren Lagerung des Markisenrohrs befestigt ist. Mittels eines
derartigen Winkelgetriebes ist es auf besonders einfache Weise möglich,
das Markisenrohr, beispielsweise mittels einer Handkurbel, zu drehen,
um das Markisentuch ab- bzw. aufzuwickeln. Weitere Hilfsmittel,
wie beispielsweise Leitern, sind nicht erforderlich, auch wenn die
Seitenmarkise in relativ großer Höhe angebracht
ist.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher
erläutert. Es zeigen:
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1:
eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Seitenmarkise in der vertikalen Nichtgebrauchstellung des Markisenarms,
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2:
eine Seitenansicht der Seitenmarkise in einer nicht vertikalen Gebrauchstellung
des Markisenarms, wobei das Markisentuch aufgewickelt ist,
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3:
eine Darstellung entsprechend 2 mit abgewickeltem
Markisentuch,
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4:
eine teilweise geschnitten dargestellte Ansicht der Seitenmarkise
in einer Stellung, die derjenigen von 1 entspricht,
und
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5:
eine teilweise geschnitten dargestellte Darstellung der Seitenmarkise
in einer nicht vertikalen Gebrauchstellung des Markisenarms.
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Aus
den 1 bis 5 ist eine Seitenmarkise 1 ersichtlich,
die mittels einer Befestigungskonsole 2 an einer Wand 3 befestigt
werden kann. In den 1 bis 3 handelt
es ich bei der Wand 3 um eine vertikale Wand. Es ist jedoch
auch möglich, die Befestigungskonsole 2 derart
auszubilden, dass sie an einer schrägen Wand oder einer
Deckenwand befestigt werden kann.
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Die
Seitenmarkise 1 weist einen Markisenarm 4 auf,
der eine um ihre Längsachse drehbare Markisenwelle 5 und
ein auf der Markisenwelle aufwickelbares Markisentuch 6 umfasst.
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In
der in 1 gezeigten Nichtgebrauchstellung befindet sich
der Markisenarm 4 in einer vertikalen Position und damit
parallel zur Wand 3. Weiterhin ist der Markisenarm 4 mittels
eines Gelenks 5 (4, 5)
gelenkig an der Befestigungskonsole 2 gelagert, so dass
er in die in den 2, 3 gezeigte nicht
vertikale Gebrauchsposition hochgeschwenkt werden kann, in der dann
das Markisentuch 6 ausgefahren werden kann (3).
Der maximale Schwenkbereich β (5) beträgt
im gezeigten Ausführungsbeispeil 96°.
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Sowohl
das Schwenken des Markisenarms 4 als auch das Ab- und Aufwickeln
des Markisentuchs 6 erfolgt mittels einer Handkurbel 8.
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Das
Schwenken des Markisenarms 4 erfolgt mittels eines Schwenkbetätigungsmechanismus,
der im Folgenden anhand der 4 und 5 näher
erläutert wird. Dieser Schwenkbetätigungsmechanismus
weist einen Schwenkhebel 9 auf, der im Gelenk 7 schwenkbar
an der Befestigungskonsole 2 gelagert ist. Zweckmäßigerweise
besteht hierzu die Befestigungskonsole 2 aus zwei parallelen
Befestigungsplatten 10, zwischen denen der Schwenkhebel 9 angeordnet
ist. Die Befestigungsplatten 10 tragen einen querverlaufenden
Gelenkzapfen 11, an dem der Schwenkhebel 9 gelagert
ist. Am Schwenkhebel 9 ist der Markisenarm 4 befestigt.
Der Schwenkhebel 9 erstreckt sich seitlich über
den Markisenarm 4 hinaus und ist in einem außenliegenden
Bereich mit einem drehbaren Betätigungsteil in der Form
einer Gewindespindel 12 mittels eines Drehlagers 13 gekoppelt. Dieses
Drehlager 13 ist so beschaffen, dass die Gewindespindel 12 zwar
relativ zum Schwenkhebel 9 gedreht werden kann, dass jedoch
andererseits die Gewindespindel 12 axial unverschiebbar
relativ zum Drehlager 13 ist. Weiterhin ermöglicht
das Drehlager 13 ein Schwenken der Gewindespindel 12 um
die querverlaufende Mittelachse des Drehlagers 13.
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Die
Befestigungskonsole 2 trägt weiterhin in einem
unteren Bereich eine Spindelmutter 14, durch die die Gewindespindel 12 hindurch
geführt ist. Ein Drehen der Gewindespindel 12 um
ihre Längsachse (siehe Pfeil 15) bewirkt damit
eine Längsverschiebung der Gewindespindel 12 innerhalb
der Befestigungskonsole 2 relativ zur Spindelmutter 14.
Diese Längsverschiebung ist durch den Pfeil 16 gekennzeichnet.
Die Längsverschiebung bewirkt ein Schwenken des Schwenkhebels 9 um
die Achse des Gelenks 7 und damit ein entsprechendes Verschwenken
des Markisenarms 4, wie in 5 dargestellt.
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Um
ein einfaches Einhängen der Handkurbel 8 zu ermögli chen,
weist die Gewindespindel 12 an ihrem unteren Ende eine Öse 17 auf,
die nach unten über die Befestigungskonsole 2 vorsteht.
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Da
sich beim Drehen der Gewindespindel 12 ihre Ausrichtung ändert,
da das Drehlager 13 auf einer Kreisbahn um das Gelenk 7 herumgeführt
wird, ist auch die Spindelmutter 14 um eine querverlaufende
Gelenkachse 18 drehbar in der Befestigungskonsole 2 gelagert.
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Der
Schwenkhebel 9 ist derart ausgebildet und angeordnet, dass
die Verbindungsgerade 19 zwischen dem Gelenk 7 und
dem Drehlager 13 einen Winkel α von etwa 130° mit
der Längsachse 20 des Markisenarms 4 einnimmt.
Andere Winkel, beispielsweise zwischen 100° und 160°,
sind je nach Anwendungsfall ebenfalls möglich. Weiterhin
steht im gezeigten Ausführungsbeispiel der Schwenkhebel 9 seitlich
in Richtung der Wand 3 über den Markisenarm 4 vor,
so dass sich die Gewindespindel 12 zwischen der Wand 3 und
dem Markisenarm 4 befindet.
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Der
Markisenarm 4 umfasst im gezeigten Ausführungsbeispiel
weiterhin ein Stützrohr 21, das innerhalb der
rohrförmigen Markisenwelle 5 verläuft und
zur drehbaren Lagerung der Markisenwelle 5 dient. Das Stützrohr 21 ist
wesentlich kürzer als die Markisenwelle 5. Zwischen
dem Stützrohr 21 und der Markisenwelle 5 sind
Lager 22 vorgesehen, die zweckmäßigerweise
in den jeweiligen Endbereichen des Stützrohres 21 angeordnet
sind. Das Stützrohr 21 ist an einem Gehäuse 23 eines
Winkelgetriebes 24 befestigt, beispielsweise festgeschweißt.
Das Gehäuse 23 ist wiederum am Schwenkhebel 9 befestigt. Ein
Schwenken des Schwenkhebels 9 bewirkt damit ein entsprechendes
Schwenken des Stütz rohrs 21 und damit der Markisenwelle 5.
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Das
Winkelgetriebe 24 dient dazu, die Markisenwelle 5 in
Umdrehung zu versetzen, um das Markisentuch 6 auf- oder
abzuwickeln. Hierzu steht seitlich über das Gehäuse 23 eine
Betätigungswelle 25 vor, die an ihrem äußeren
Ende eine Öse 26 zum Einhängen der Handkurbel 8 aufweist.
Ein Drehen der Betätigungswelle 25 bewirkt, dass über
das Winkelgetriebe 24 eine Antriebswelle 27 in
Umdrehung versetzt wird, die sich durch das Stützrohr 21 hindurch erstreckt
und über das freie Ende des Stützrohres 21 hinaus
ragt. An ihrem freien Ende ist die Antriebswelle 27 mit
einer Drehscheibe 28 fest verbunden, die wiederum mit der
Markisenwelle 5 drehfest verbunden ist. Ein Drehen der
Antriebswelle 27 über das Winkelgetriebe 24 wirkt
somit ein entsprechendes Drehen der Markisenwelle 5.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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