DE202009009103U1 - Abstützvorrichtung für ein Schwerlastfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Abstützvorrichtung für ein Schwerlastfahrzeug, die ein kastenartiges Gehäuse (2) aufweist, welches an einem Rahmen (FR) des Schwerlastfahrzeugs anbringbar ist, und die einen Druckzylinder (5) besitzt, durch den eine Abstützplatte (9) der Abstützvorrichtung (1) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckzylinder (3) ein Zylindergehäuse (4) besitzt, welches teleskopartig verschiebbar im Gehäuse (2) der Abstützvorrichtung (1) angeordnet ist, und die Abstützplatte (9) trägt, dass eine Kolbenstange (6) des Druckzylinders (5) mit ihrem freien ersten Ende (6a) am Gehäuse (2) angereift und ein zweites Ende (6b) der Kolbenstange (6) eine Kolbenplatte (7) trägt, welche eine im Zylindergehäuse (4) befindliche Kolbenkammer (5) des Druckkolbens (3) in zwei Teilkammern (5a, 5b) teilt, denen jeweils ein Druckmedium zuführbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Abstützvorrichtung, insbesondere eine Heckabstützung, für ein Schwerlastfahrzeug, insbesondere für ein Schwerstlastfahrzeug, die ein kastenartiges Gehäuse aufweist, welches an einem Rahmen des Schwerlastfahrzeugs anbringbar ist, und die einen Druckzylinder besitzt, durch den eine Abstützplatte der Abstützvorrichtung verschiebbar ist.
- Eine derartige Abstützvorrichtung ist aus der
EP 0 988 196 bekannt. In dieser Druckschrift ist ein Schwerlastfahrzeug mit einer Selbstladeeinrichtung beschrieben, dessen Heckabstützung aus zwei teleskopartig ineinander verschiebbaren stabilen Gehäuse besteht, von denen das äußere Gehäuse direkt in den Fahrzeugrahmen integriert ist. Das innere Gehäuse gleitet in dem äußeren Gehäuse und umgibt einen Hydraulikzylinder, der die Beweglichkeit des inneren Gehäuses gegenüber dem äußeren Gehäuse in Längsrichtung der beiden Gehäuse ermöglicht. Eine Kolbenstange des Hydraulikzylinders besitzt ein integriertes Gelenklager, welches über einen Bolzen im beweglichen inneren Gehäuse gelagert ist. Der die Kolbenstange aufnehmende Hydraulikzylinder ist über Bolzen im äußeren Gehäuse gehalten. Das innere Gehäuse wird bodenseitig durch eine vorgeschweißte Bodenplatte verschlossen, wobei diese Bodenplatte horizontal zum Fahrzeugrahmen angeordnet ist. Dadurch soll erreicht werden, dass ein so gegen Umwelteinflüsse geschützter Hydraulikzylinder langfristig funktionsfähig bleibt und sein schwächstes Teil, die Kolbenstange, nicht durch äußere Gewalt verbogen werden kann. - Eine derartige Abstützvorrichtung für Schwerlastfahrzeuge besitzt den Nachteil, dass sie aufwendig in ihrer Herstellung ist, da zwei ineinander teleskopartig verschiebbare Gehäuse erforderlich sind und der Hydraulikzylinder im Inneren des inneren Gehäuses angeordnet und mit einem ersten Ende an diesem befestigt sein muss. Der Hydraulikzylinder selbst muss des weiteren mit seinem zweiten Ende im Inneren des äußeren Gehäuses befestigt werden. Diese geschlossene Konstruktion besitzt den Nachteil, dass eine Kontrolle und/oder Wartung des Hydraulikzylinders nicht durchführbar ist, ohne dass die gesamte Abstützvorrichtung demontiert werden muss. Dies ist aus Sicherheitsgründen nachteilig.
- Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Abstützvorrichtung für ein Schwerlastfahrzeug der eingangs genannten Art derart weiter zu bilden, dass eine vereinfachte Herstellung gegeben ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Druckzylinder ein Zylindergehäuse besitzt, welches teleskopartig verschiebbar im Gehäuse der Abstützvorrichtung angeordnet ist und die Abstützplatte trägt, dass eine Kolbenstan ge des Druckzylinders mit ihrem freien ersten Ende am Gehäuse angreift und ein zweites Ende der Kolbenstange eine Kolbenplatte trägt, welche eine im Zylindergehäuse befindliche Kolbenkammer des Druckkolbens in zwei Teilkammern teilt, denen jeweils ein Druckmedium zuführbar ist.
- Die erfindungsgemäße Abstützvorrichtung besitzt den Vorteil einer einfachen Herstellung und Montage, da nurmehr ein am Fahrzeugrahmen befestigbares oder in diesen integrierbares Gehäuse und ein in diesem verschiebbarer und die Abstützplatte tragender Druckzylinder erforderlich sind. Die Kolbenstange des Druckzylinders ist im Inneren des Gehäuses aufgenommen und daher gegen äußere Einflüsse und insbesondere gegen eine externe Krafteinwirkung geschützt. Der Druckzylinder kann durch ein einfaches Lösen der seine Kolbenstange mit dem Gehäuse verbindenden Befestigung aus der erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung entnommen werden. Die erfindungsgemäße Abstützvorrichtung baut daher einfach und ist äußerst leicht zu montieren und zu warten.
- Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass im Gehäuse mindestens eine Sichtöffnung angeordnet ist. Eine derartige Maßnahme besitzt den Vorteil, dass die Kolbenstange des Druckzylinders der erfindungsgemäßen Abstützvorrichtung leicht zu kontrollieren ist.
- Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind dem Ausführungsbeispiel zu entnehmen, das im folgenden anhand der beiden Figuren beschrieben wird. Es zeigen:
-
1 : ein Ausführungsbeispiel einer Abstützvorrichtung für ein Schwerlastfahrzeug in eingefahrenem Zustand, und -
2 : das Ausführungsbeispiel der1 in ausgefahrenem Zustand. - Das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel einer allgemein mit
1 bezeichneten Abstützvorrichtung dient im hier beschriebenen Fall zur Heckabstützung eines Schwerlastfahrzeugs, vor dem in den Figuren nur schematisch ein Fahrwerksrahmen FR und ein Fahrwerk FW dargestellt sind. Der prinzipielle Aufbau eines derartigen Schwerlastfahrzeugs ist bekannt, weshalb dieser nicht mehr näher erläutert werden muss. Z. B. ist in derDE 36 05 665 ein derartiges Schwerlastfahrzeug beschrieben, welches zum Anheben, Transportieren und Kippen eines mit seitlichen Drehzapfen versehenen Schlackebehälters oder dergleichen dient und ein Schwenkgestell am Heck aufweist, mit dem die Schlackebehälter über das Heck auf das Fahrzeug schwenkend angehoben oder abgesetzt werden können. Ein derartiges Schwenkgestell ist in den Figuren dargestellte Aufnahme FA angebracht. - Die Abstützvorrichtung
1 besitzt ein Gehäuse2 , welches fest mit dem Fahrzeugrahmen FW verbunden und vorzugsweise in diesen integriert ist. Im Gehäuse2 ist ein Druckzylinder3 teleskopartig verschiebbar angeordnet, der ein Zylindergehäuse4 aufweist, in dem eine Kolbenstange6 angeordnet ist. Ein freies, erstes Ende6a der Kolbenstange6 des Druckzylinders3 ist mit dem Gehäuse2 der Abstützvorrichtung1 – vorzugsweise über ein Zylinderlager2a – verbunden und ein in die Kolbenkammer5 ragendes zweites Ende6b der Kolbenstange6 trägt eine im Inneren der Kolbenkammer5 verschieblich geführte Kolbenplatte7 , welche diese in zwei Teilkammern5a und5b (siehe2 ) teilt. Im Inneren der Kolbenstange6 verlaufen Druckleitungen8a ,8b , wobei die erste Druckleitung8a in die erste Teilkammer5a und die zweite Druckleitung8b in die zweite Teilkammer5b mündet. Auf diese Art und Weise wird ein doppelt-wirkender Druckzylinder3 ausgebildet. An seinem dem Gehäuse2 abgewandten Ende trägt der Druckzylinder3 eine Abstützplatte9 , mit der die Abstützvorrichtung1 auf einer Unterlage U, z. B. einer betonierten Fläche oder einem sonstigen festen Untergrund, zur Abstützung des Fahrzeugs aufsetzt. - Um nun den Druckkzylinder
3 der Abstützvorrichtung1 von seiner in1 dargestellten, eingefahrenen Position in seinen in2 dargestellte, ausgefahrene Position zu bewegen und damit eine Abstützung des die Abstützvorrichtung1 aufweisenden Fahrzeugs zu bewirken, wird über die erste Druckleitung8a der ersten Teilkammer5a des Druckkolbens5 ein unter hinreichend großem Druck stehendes Druckmedium zugeführt. Der dadurch erhöhte Druck in der ersten Teilkammer5a des Druckzylinders3 bewirkt, dass sich das Zylindergehäuse4 , welches vorzugsweise auf Gleitlager11 gleitet, samt der an ihm montierten Abstützplatte9 in den Figuren nach unten bewegt, wodurch sich die Gesamtlänge der Abstützvorrichtung1 verlängert und die Abstützplatte9 auf die Unterlage U gedrückt und dadurch das Fahrzeug abgestützt wird. In der ersten Druckleitung8a ist vorzugsweise ein in den Figuren nicht gezeigtes, entsperrbares Rückschlagventil angeordnet, durch welches die erste Druckleitung8a absperrbar ist, so dass es beim Abstützvorgang des Fahrzeugs nicht erforderlich ist, dass die Druckleitung8a ständig druckbeaufschlagt ist: Durch ein Absperren des Rückschlagventils wird verhindert, dass aus der ersten Teilkammer5a das Druckmedium entweicht, so dass der darin befindliche Druck aufrechterhalten wird. - Zur Rückführung der Abstützvorrichtung
1 in ihre in1 gezeigte, eingefahrene Position ist nun vorgesehen, dass über die zweite Druckleitung8b der zweiten Teilkammer5b der Kolbenkammer5 ein Druckmedium zurückgeführt und aus der ersten Teilkammer5a – z. B. durch Öffnen des Rückschlagventils – das darin befindliche Druckmedium abgelassen wird. Dies bewirkt, dass sich das Zylindergehäuse4 des Druckkolbens3 in der Darstellung der Figuren nach oben bewegt, so dass also der Druckzylinder3 eingefahren und dadurch die Abstützwirkung der Abstützvorrichtung1 aufgehoben wird. Vorzugsweise ist in der zweiten Druckleitung8b ein in den Figuren nicht gezeigtes Druckbegrenzungsventil zur Erzeugung eines Vorspanndruckes vorgesehen. - Um nun eine einfache Kontrolle der im Gehäuse
2 geschützt aufgenommenen Kolbenstange6 zu ermöglichen, ist vorzugsweise vorgesehen, dass im Gehäuse2 mindestens eine Sichtöffnung vorgesehen ist, wodurch welche die Kolbenstange6 inspizierbar ist. - Der Druckzylinder
3 ist vorzugsweise als ein Hydraulikzylinder ausgebildet. Es ist aber auch möglich, den Druckzylinder3 als Pneumatikzylinder auszubilden. - Die beschriebene Anordnung des Druckzylinders
3 im Gehäuse2 der Abstützvorrichtung1 besitzt im Zusammenhang mit der beschriebenen Anordnung der Kolbenstange6 den Vorteil, dass ein einfacher Aufbau der Abstützvorrichtung1 erreicht wird. Die Kolbenstange6 wird durch das Gehäuse2 der Abstützvorrichtung1 geschützt. Die beschriebene Konstruktion erlaubt es, im Gehäuse2 mindestens eine Sichtöffnung auszubilden, durch welche die Kolbenstange6 kontrollierbar ist, ohne dass man gezwungen ist, die Abstützvorrichtung1 zu deren Überprüfung vollständig zu demontieren. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 0988196 [0002]
- - DE 3605665 [0011]
Claims (9)
- Abstützvorrichtung für ein Schwerlastfahrzeug, die ein kastenartiges Gehäuse (
2 ) aufweist, welches an einem Rahmen (FR) des Schwerlastfahrzeugs anbringbar ist, und die einen Druckzylinder (5 ) besitzt, durch den eine Abstützplatte (9 ) der Abstützvorrichtung (1 ) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckzylinder (3 ) ein Zylindergehäuse (4 ) besitzt, welches teleskopartig verschiebbar im Gehäuse (2 ) der Abstützvorrichtung (1 ) angeordnet ist, und die Abstützplatte (9 ) trägt, dass eine Kolbenstange (6 ) des Druckzylinders (5 ) mit ihrem freien ersten Ende (6a ) am Gehäuse (2 ) angereift und ein zweites Ende (6b ) der Kolbenstange (6 ) eine Kolbenplatte (7 ) trägt, welche eine im Zylindergehäuse (4 ) befindliche Kolbenkammer (5 ) des Druckkolbens (3 ) in zwei Teilkammern (5a ,5b ) teilt, denen jeweils ein Druckmedium zuführbar ist. - Abstützvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylindergehäuse (
4 ) des Druckzylinders (3 ) über Gleitlager (11 ) im Gehäuse (2 ) der Abstützvorrichtung (1 ) gelagert ist. - Abstützvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorrichtung (
1 ) eine erste Druckleitung (8a ), welche in die erste Teilkammer (5a ) der Kolbenkammer (5 ) mündet, und eine zweite Druckleitung (8b ), welche in die zweite Teilkammer (5b ) mündet, aufweist. - Abstützvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckleitungen (
8a ,8b ) in der Kolbenstange (6 ) geführt sind. - Abstützvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Druckleitung (
8a ) durch ein entsperrbares Rückschlagventil öffen- und schließbar ist. - Abstützvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Druckleitung (
8b ) ein Druckbegrenzungsventil angeordnet ist. - Abstützvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben (
3 ) ein Hydraulikkolben oder ein Pneumatikkolben ist. - Schwerlastfahrzeugzeug, das einen Fahrzeugrahmen (FW) aufweist, an dem eine Abstützvorrichtung angreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorrichtung (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist. - Schwerlastfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorrichtung (
1 ) eine Heckabstützung ist.
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| DE200920009103 DE202009009103U1 (de) | 2009-07-01 | 2009-07-01 | Abstützvorrichtung für ein Schwerlastfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE200920009103 DE202009009103U1 (de) | 2009-07-01 | 2009-07-01 | Abstützvorrichtung für ein Schwerlastfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202009009103U1 true DE202009009103U1 (de) | 2009-10-29 |
Family
ID=41254405
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200920009103 Expired - Lifetime DE202009009103U1 (de) | 2009-07-01 | 2009-07-01 | Abstützvorrichtung für ein Schwerlastfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202009009103U1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3605665A1 (de) | 1985-02-22 | 1986-08-28 | Kress Corp., Brimfield, Ill. | Transportfahrzeug zum transport eines kippbaren behaelters |
| EP0988196A1 (de) | 1997-06-15 | 2000-03-29 | Maschinenbau KIROW Leipzig Rail & Port AG | Heckabstützung für schwerlastfahrzeug mit selbstladeeinrichtung |
-
2009
- 2009-07-01 DE DE200920009103 patent/DE202009009103U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3605665A1 (de) | 1985-02-22 | 1986-08-28 | Kress Corp., Brimfield, Ill. | Transportfahrzeug zum transport eines kippbaren behaelters |
| EP0988196A1 (de) | 1997-06-15 | 2000-03-29 | Maschinenbau KIROW Leipzig Rail & Port AG | Heckabstützung für schwerlastfahrzeug mit selbstladeeinrichtung |
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