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DE202009008741U1 - Rillwerk zum Rillen von flachen Druckbogen oder Bahnen - Google Patents

Rillwerk zum Rillen von flachen Druckbogen oder Bahnen Download PDF

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DE202009008741U1
DE202009008741U1 DE200920008741 DE202009008741U DE202009008741U1 DE 202009008741 U1 DE202009008741 U1 DE 202009008741U1 DE 200920008741 DE200920008741 DE 200920008741 DE 202009008741 U DE202009008741 U DE 202009008741U DE 202009008741 U1 DE202009008741 U1 DE 202009008741U1
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Mueller Martini Buchtechnologie GmbH
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H45/00Folding thin material
    • B65H45/12Folding articles or webs with application of pressure to define or form crease lines
    • B65H45/30Folding in combination with creasing, smoothing or application of adhesive
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26FPERFORATING; PUNCHING; CUTTING-OUT; STAMPING-OUT; SEVERING BY MEANS OTHER THAN CUTTING
    • B26F1/00Perforating; Punching; Cutting-out; Stamping-out; Apparatus therefor
    • B26F1/18Perforating by slitting, i.e. forming cuts closed at their ends without removal of material
    • B26F1/20Perforating by slitting, i.e. forming cuts closed at their ends without removal of material with tools carried by a rotating drum or similar support

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  • Making Paper Articles (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Abstract

Rillwerk (1) zum Rillen von flachen Druckbogen (2) oder Bahnen, mit wenigstens einer aus jeweils paarweise zusammenwirkenden, um quer zu einer Durchlaufrichtung (F) der Druckbogen (2) sich parallel erstreckenden Achsen (6, 7) gegenläufig rotierend angetriebenen Rillwerkzeugen (3, 4) gebildeten Rillvorrichtung (5), die über die Breite einer Durchlaufstrecke (8) und hinsichtlich Eingriffstiefe der Rillwerkzeuge (3, 4) verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils eine Rillvorrichtung (5) bildenden Rillwerkzeuge (3, 4) in voneinander trennbaren Teilen (20, 21) eines Gestells (22) gelagert sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Rillwerk zum Rillen von flachen Druckbogen oder Bahnen, mit wenigstens einer aus jeweils paarweise zusammenwirkenden, um quer zu einer Durchlaufrichtung der Druckbogen sich parallel erstreckenden Achsen gegenläufig rotierend angetriebenen Rillwerkzeugen gebildeten Rillvorrichtung, die über die Breite einer Durchlaufstrecke und hinsichtlich Eingriffstiefe der Rillwerkzeuge verstellbar ist.
  • Einrichtungen der genannten Art werden in der Druckweiterverarbeitung für das Rillen von Umschlägen für Bücher, Taschenbücher, Zeitschriften oder ähnliche Druckprodukte eingesetzt. Mit der Rillung wird bezweckt, das Umschlagmaterial entlang einer zukünftigen Biegekante des Umschlags biegeweich zu gestalten oder vor zu formen. Im Wesentlichen betrifft dies die Kanten zwischen dem Buchrücken und den flächigen Seiten des Druckproduktes, die Biegekante einer an den Buchrücken anschliessenden Seitenbeleimung zum Öffnen des Umschlages und Biegekanten von Umschlägen mit eingeschlagenen Klangen Die Rillen Rind auf einer Seite des Umschlags konkav und auf der gegenüberliegenden Seite konvex ausgebildet. Auf welcher Seite des Umschlags welche Form zu fertigen ist, ergibt sich aus der Funktion der betreffenden Rille am Umschlag und ist deshalb frei wählbar. Bei einer weiteren Variante ist anstelle eines den konkaven Teils einer Rille prägenden Werkzeuges ein partiell schneidendes Werkzeug einsetzbar, wodurch die Umschläge perforiert wer den. Dadurch wird ein stark erleichtertes Biegen des Umschlags erreicht, oder eine Zone geringer Festigkeit geschaffen zum späteren Abtrennen eines Teils des Umschlags, beispielsweise einer Antwortkarte. Es ist bekannt, die Umschläge in einem vorgängigen Arbeitsgang zu rillen oder sogar für jede Rille einen separaten Arbeitsgang durchzuführen. Bei neueren Klebebindern und Sammelheftern erfolgt die Rillung als eine integrierte Operation im Bindeprozess. Rillwerke nach dem Stand der Technik weisen Rillvorrichtungen auf, die durch auf zwei parallelen Wellen angeordnete, gegeneinander gerichtete Rillwerkzeuge gebildet sind, zwischen denen Umschläge oder Druckbogen durchgefördert und gleichzeitig gerillt werden. Eines der Rillwerkzeuge weist am Umfang eine konkave und das andere eine zur konkaven Form passende konvexe Form auf, die geometrisch derart gestaltet sind, dass beim Rillen die gewünschte Rillenform am Druckbogen gebildet wird. Wenigstens eines der miteinander in Wirkverbindung stehenden Rillwerkzeuge ist angetrieben. Die die Rillwerkzeuge tragenden Wellen sind in ihren Endbereichen in miteinander verbundenen Lagern gelagert. Für die Förderung der Umschläge durch das Rillwerk können auf den Wellen, seitlich versetzt zu den Rillwerkzeugen zusätzliche Transportrollenpaare angeordnet sein, wovon mindestens eine der Transportrollen aus einem elastischen Material besteht. Da ein Umschlag mehrere Rillen aufweisen kann, weist ein Rillwerk eine Mehrzahl von in Förderrichtung hintereinander angeordneten Rillvorrichtungen auf, die einzeln oder in Gruppen quer zur Förderrichtung auf die Dicke der Umschläge einstellbar sind. Wie bereits erwähnt, werden Rillwerkzeuge entsprechend den Eigenschaften der zu verarbeitenden Umschläge eingesetzt. Nachteilig an Vorrichtungen nach dem Stand der Technik ist eine beschränkte Zugänglichkeit zum Rillwerk beim Auswechseln von Rillwerkzeugen und zum Entfernen von im Rillwerk aufgestauten Umschlägen als Folge einer Betriebsstörung. Die dadurch entstehenden Maschinenstillstandszeiten führen zu einer Verringerung der Wirtschaftlichkeit.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rillwerk zu schaffen, das einen einfachen Zugang zu den Rillwerkzeugen und zu gestauten Umschlägen ermöglicht.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, den Aufwand für das Austauschen von Rillwerkzeugen und das Entfernen von aufgestauten Umschlägen wesentlich zu reduzieren und damit Maschinenstillstandszeiten zu verkürzen.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die jeweils eine Rillvorrichtung bildenden Rillwerkzeuge in voneinander trennbaren Teilen eines Gestells gelagert sind.
  • Die Erfindung wird anschliessend unter Bezugnahme auf die Zeichnung und den zitierten Stand der Technik, auf die bezüglich aller in der Beschreibung nicht erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert.
  • 1 Ein Rillwerk zum Rillen von flachen Druckbogen in Betriebsstellung,
  • 2 das Rillwerk gemäss 1 mit abgehobenem Oberteil,
  • 3 ein Rillwerk mit durch einzelne Motoren angetriebenen Rillwerkzeugen und Förderrollen,
  • 4 einen Längsschnitt durch das Rillwerk nach 1 und
  • 5 einen Querschnitt durch eine Rillvorrichtung.
  • Die 1 zeigt ein Rillwerk 1, zum Rillen von flachen Druckbogen 2, dem diese flach liegend in einer Durchlaufrichtung F in einem Förderstrom zugeführt werden, wobei die Druckbogen 2 quer zur Durchlaufrichtung F exakt ausgerichtet sind. Es ist ebenfalls denkbar anstelle von Druckbogen 2 eine nicht unterbrochene Materialbahn dem Rillwerk 1 zuzuführen und dort zu bearbeiten. Im Rillwerk 1 sind mehrere durch jeweils paarweise zusammenwirkende untere Rillwerkzeuge 3 und obere Rillwerkzeuge 4 gebildete Rillvorrichtungen 5 angeordnet. Die Rillwerkzeuge 3, 4 sind um quer zur Durchlaufrichtung F der Druckbogen 2 sich parallel erstreckende untere Achsen 6 und obere Achsen 7 gegenläufig rotierend angetrieben und über die Breite einer Durchlaufstrecke 8 und hinsichtlich der Eingriffstiefe verstellbar. Zusätzlich sind durch gegenläufig rotierende untere Förderrollen 9 und obere Gegenrollen 10 gebildete Fördervorrichtungen 11 in Durchlaufrichtung F vor, zwischen und nach den Rillvorrichtungen 5 angeordnet, wobei wenigstens die Förderrollen 9 oder die Gegenrollen 10 angetrieben sind. Die Förderrollen 9 sind um feste Achsen 12 und die Gegenrollen 10 um Achsen 13 frei drehbar gelagert, wobei die Gegenrollen 10 gegen die Förderrollen 9 verschiebbar gefedert sind. Druckbogen 2 werden vorzugsweise in einer Förderebene zugeführt, bearbeitet und weggeführt, wobei die Förderebene in und quer zur Durchlaufrichtung F im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist. Bei einer Verarbeitung von Materialbahnen kann das Rillwerk 1 beliebig im Raum angeordnet sein. In Durchlaufrichtung F sich folgende Rillvorrichtungen 5 oder Fördervorrichtungen 11 sind jeweils leicht schneller angetrieben als ihre Vorgänger, sodass in den Druckbogen 2 während der Bearbeitung im Rillwerk 1 eine Zugspannung erzeugt wird. Dadurch wird sicher gestellt, dass die Ausrichtung der Druckbogen 2 während des Rillvorgangs präzise erhalten bleibt und schiefe oder krumme Rillen, sowie Faltenbildungen an den Druckbogen 2 vermieden werden. Gemäss den 1 und 2 werden die Rillwerkzeuge 3, 4 und die Förderrollen 9 mechanisch durch einen Antrieb 14, über Zugmittel 15, wie Zahnriemen oder Ketten und Zahnräder 16 zentral angetrieben. Bei einer weiteren Ausführungsform, gemäss 3, ist jedem Rillwerkzeug 3, 4 und jeder Förderrolle 9 ein eigener Antriebsmotor 17 zugeordnet, der über eine Steuerleitung 18 mit einer Steuerung 19 verbunden ist. Ebenfalls denkbar ist, jeder Rillvorrichtung 5 oder Gruppen von Rillvorrichtungen 5 und/oder Fördervorrichtungen 11 einen eigenen Antriebsmotor 17 zuzuordnen. Die oberen Rillwerkzeuge 4 und die Gegenrollen 10 sind in einem Oberteil 20 und die unteren Rillwerkzeuge 3 in einem Unterteil 21 eines Gestelles 22 angeordnet, wobei das Oberteil 20 von dem Unterteil 21 abhebbar ausgebildet ist. Vorzugsweise ist das Oberteil 20 des Gestells 22 um eine quer zur Durchlaufrichtung F der Druckbogen 2, resp. um eine zu den Achsen 6, 7, 12, 13 parallel angeordnete Schwenkachse 23 von dem Unterteil 21 des Gestells 22 abhebbar ausgebildet. Es ist ebenfalls denkbar die Schwenkachse 23 parallel zur Durchlaufrichtung F oder in einem beliebigen Winkel zur Durchlaufrichtung F anzuordnen. Weiter ist denkbar, das Oberteil 20 mit dem Unterteil 21 mittels einer Linearführung verschiebbar zu verbinden. In den 2 und 3 ist erkennbar, dass zwischen dem Oberteil 20 und dem Unterteil 21, resp. dem Unterteil 21 und der Befestigung der Schwenkachse 23 eine Verstelleinrichtung zum gemeinsamen Einstellen der Eingriffstiefe der Rillwerkzeuge 3, 4 der Rillvorrichtungen 5 angeordnet ist. Die Verstelleinrichtung besteht im Wesentlichen aus mit Wellen 24 verbundenen Excentern 25, wobei die Wellen 24 antriebsmässig, beispielsweise über Hebel 26 mit einem Gestänge 27, miteinander verbunden sind, Schiebern 28, 29, die in vertikalen Führungen 30 geführt sind und einer von Hand antreibbaren Verstellspindel 31 mit einer Skala 32 zum Ablesen der eingestellten Druckbogendicke. Nach den Schiebern 28 ist die Schwenkachse 23 ausgerichtet und nach den Schiebern 29 mit dem Oberteil 20 fest verbundene Anschläge 33, womit sich bei einer Verstellung der Verstellspindel 31 alle Schieber 28, 29 synchron verstellen und das Oberteil 20 senkrecht zur Förderebene verstellt wird. Somit lassen sich mit nur einer Verstellung alle Rillvorrichtungen 5 und alle Fördervorrichtungen 11 gemeinsam und präzise auf die Dicke der zu verarbeitenden Druckbogen 2 einstellen. Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Dicke der Druckbogen 2 durch ein Stück eines Druckbogens 2 einstellbar, das als Referenzteil 34 dient und zwischen einem an einem Schieber 28 oder einem Schieber 29 angeordneten, vorstehenden Messorgan 35 und dem Unterteil 21 des Gestells 22 oder einem fest mit dem Unterteil 21 des Gestells 22 fest verbundenen Teil, beispielsweise einer Führung 30, eingeklemmt wird. Mit den Rillwerkzeugen 3, 4 verbundene Rillwellen 36 sind in Lagerhaltern 37 mittels Lagern 38 um die Achsen 6, 7 drehbar gelagert. Die Lagerhalter 37 sind an oberen Führungsstangen 39 und unteren Führungsstangen 40 fest angeordnet und mittels Stellmotoren 41 quer zur Durchlaufrichtung F verschiebbar, womit die seitliche Position der Rillwerkzeuge 3, 4 entsprechend der geforderten Lage der Rillen an den Druckbogen 2 einstellbar ist. Gemäss 3 kann auch die Verstelleinrichtung für die Eingriffstiefe mittels eines Stellmotors 41 angetrieben sein. Alle Stellmo toren 41 sind mit einem Positionsmesssystem ausgestattet und über Steuerleitungen 18 mit der Steuerung 19 verbunden.

Claims (6)

  1. Rillwerk (1) zum Rillen von flachen Druckbogen (2) oder Bahnen, mit wenigstens einer aus jeweils paarweise zusammenwirkenden, um quer zu einer Durchlaufrichtung (F) der Druckbogen (2) sich parallel erstreckenden Achsen (6, 7) gegenläufig rotierend angetriebenen Rillwerkzeugen (3, 4) gebildeten Rillvorrichtung (5), die über die Breite einer Durchlaufstrecke (8) und hinsichtlich Eingriffstiefe der Rillwerkzeuge (3, 4) verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils eine Rillvorrichtung (5) bildenden Rillwerkzeuge (3, 4) in voneinander trennbaren Teilen (20, 21) eines Gestells (22) gelagert sind.
  2. Rillwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlaufrichtung (F) der Druckbogen (2) horizontal oder davon abweichend ausgerichtet ist.
  3. Rillwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (20, 21) des Gestells (22) von dem anderen Teil (20, 21) des Gestells (22) abhebbar ausgebildet ist.
  4. Rillwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (20, 21) des Gestells (22) um eine quer zur Durchlaufrichtung (F) der Druckbogen (2) angeordnete Schwenkachse (23) von dem anderen Teil (20, 21) des Gestells (22) abhebbar ausgebildet ist.
  5. Rillwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (20, 21) des Gestells (22) um eine parallel zur Durchlaufrichtung (F) der Druckbogen (2) angeordnete Schwenkachse (23) von dem anderen Teil (20, 21) des Gestells (22) abhebbar ist.
  6. Rillwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Änderung der Eingriffstiefe der Rillwerkzeuge (3, 4) eines oder mehrerer Rillvorrichtungen (5) der eine gegenüber dem anderen Teil (20, 21) des Gestells (22) verstellbar ausgebildet ist.
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