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DE202009007818U1 - Entkopplungselement und dessen Verwendungen - Google Patents

Entkopplungselement und dessen Verwendungen Download PDF

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DE202009007818U1
DE202009007818U1 DE202009007818U DE202009007818U DE202009007818U1 DE 202009007818 U1 DE202009007818 U1 DE 202009007818U1 DE 202009007818 U DE202009007818 U DE 202009007818U DE 202009007818 U DE202009007818 U DE 202009007818U DE 202009007818 U1 DE202009007818 U1 DE 202009007818U1
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Abstract

Entkopplungselement zur Schwingungsentkopplung und/oder Wärmeentkopplung zweier mittels eines Verbindungsmittels miteinander verbundener Bauteile, gekennzeichnet durch mindestens zwei, in mindestens zwei Lagen übereinander angeordnete Blechabschnitte, die zueinander korrespondierend jeweils eine Durchgangsöffnung für das Verbindungsmittel aufweisen, wobei die mindestens zwei Lagen zumindest abschnittsweise jeweils weitgehend linear sich erstreckende, im Querschnitt wellen-, sägezahn- und/oder trapezförmige Profilierungen mit mindestens zwei Perioden derart aufweisen, dass die Längsrichtungen der Profilierungen in unmittelbar zueinander benachbart übereinander angeordneten Blechabschnitten sich unter einem Winkel kreuzen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Entkopplungselement und dessen Verwendungen in einer Verbindungsvorrichtung, einer Bauteilanordnung, insbesondere zum Befestigen eines Hitzeabschirmteiles an einem weiteren Bauteil, zur Befestigung einer Zylinderkopfhaube an einem Zylinderkopf oder auch zum Verspannen von Brennstoffzellen zu einem Brennstoffzellenstack.
  • Aus dem Stand der Technik sind bereits Entkopplungselemente bekannt, mit denen ein Hitzeschild an einem heißen Bauteil befestigbar ist. So zeigt die DE 10 2005 024 864 A1 ein Entkopplungselement, das zwischen einem Hitzeschild und einem Abgaskrümmer angeordnet ist. Dieses Hitzeschild weist einen Stapel von Wellfedern auf, die von einer Hülse umfasst werden. Die Wellfedern verringern den Wärmeübergang von dem Abgaskrümmer zum Hitzeschild.
  • Nachteilig an diesem Entkopplungselement ist unter anderem, dass es aus einer Vielzahl von Einzelelementen besteht und daher in der Herstellung sehr aufwendig und kostenintensiv ist. Dies gilt auch für andere Entkopplungselemente aus dem Stand der Technik, die meist eine Kombination von Drahtgestrickkissen und Verschraubungshülsen aufweisen. Diese Elemente sind hauptsächlich zur Schwingungsdämpfung konstruiert und lassen einen relativ hohen Wärmedurchgang zu. Auch diese Elemente bestehen aus mehreren Einzelelementen, was ihre Herstellung aufwendig macht.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Entkopplungselement zur Verfügung zu stellen, das einen geringen Wärmedurchgang und eine gute Schwingungsentkopplung aufweist. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verbindungsvorrichtung und eine Bauteilanordnung unter Verwendung des Entkopplungselementes zur Verfügung zu stellen und besondere Verwendungen des Entkopplungselements anzugeben. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen eines derartigen Entkopplungselementes anzugeben, das fertigungstechnisch einfach und kostengünstig durchgeführt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch das Entkopplungselement nach Anspruch 1, die Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 17, die Bauteilanordnung nach Anspruch 19, die Verwendung nach Anspruch 20 sowie das Verfahren nach Anspruch 21 oder 23 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Gegenstände, Verwendungen und Verfahren werden in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen gegeben.
  • Das erfindungsgemäße Entkopplungselement weist nun mindestens zwei Lagen übereinander angeordneter Blechabschnitte auf. Diese Blechabschnitte sind zumindest abschnittsweise mit einer im Querschnitt wellenförmigen Profilierung versehen. Die wellenförmige Profilierung erstreckt sich dabei weitgehend linear, sie kann sich auch vollständig linear erstrecken. Geringe Abweichungen von der Linearität sind jedoch ohne wesentlichen Verlust der Funktion möglich. Die Profilierung weist mindestens zwei Perioden auf, d. h. sie weist mindestens zwei Erhöhungen und zwei Vertiefungen im Querschnitt auf. Die Blechabschnitte sind nun so angeordnet, dass sich die Profilierungen einander überkreuzen, insbesondere vorteilhafterweise unter einem Winkel ≥ 15°, vorteilhafterweise ≥ 30°, vorteilhafterweise ≥ 45°, vorteilhafterweise ≥ 60° überkreuzen. Eine optimale Anordnung ergibt sich, wenn die Profilierungen senkrecht oder zumindest mit einem Winkel zwischen 87° und 93° zueinander verlaufen.
  • Unter wellenförmiger Profilierung werden hier nicht nur Profilierungen mit sinusförmiger Grundgeometrie sondern auch solche mit sich wellenförmig aneinander reihenden sägezahnförmigen oder trapezförmigen Erhebungen und Vertiefungen verstanden. Hier wird im folgenden verkürzt von sägezahnförmiger oder trapezförmiger Profilierung gesprochen, auch wenn diese Geometriebeschreibung im engeren Sinne nur ein Grundelement der Profilierung betrifft.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Entkopplungselement ergeben sich nun zwischen den übereinander liegenden Blechabschnitten lediglich dort Berührungspunkte, an denen sich die Erhöhungen, bei einer wellenförmigen Profilierung die Wellenberge, des einen Blechabschnitts mit den Vertiefungen, bei einer wellenförmigen Profi lierung den Wellentälern, überkreuzen und berühren. Damit sind die Berührungsflächen zwischen übereinanderliegenden Blechabschnitten minimiert. Es ergibt sich hierdurch eine hervorragende Schwingungsentkopplung zwischen den Blechabschnitten und eine sehr geringe Wärmeübertragung (hohe thermische Entkopplung). Die beiden aneinander zu befestigenden Bauteile sind also bezüglich der Schwingungsübertragung oder der Wärmeübertragung hervorragend voneinander entkoppelt.
  • Als ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Entkopplungselements entstehen zwischen den einzelnen Blechabschnitten große Freiräume, die luftdurchströmt sind oder sogar gekühlt werden können. Hierdurch kann eine weitere Verringerung der Wärmeübertragung bewirkt werden. Auch die Dauerhaltbarkeit des erfindungsgemäßen Entkopplungselements wird daher positiv beeinflusst.
  • Das erfindungsgemäße Entkopplungselement kann sehr kostengünstig und fertigungstechnisch einfach hergestellt werden. So kann beispielsweise ein Endlosband verwendet werden, in das nacheinander die Profilierungen der einzelnen Blechabschnitte eingebracht, beispielsweise geprägt, rolliert oder tiefgezogen, werden können. Durch Falten des Endlosbandes können dann die einzelnen profilierten Abschnitte übereinander gebracht werden. Ist die gewünschte Anzahl Blechlagen im Entkopplungselement erreicht, so kann das Endlosband durchtrennt werden. Durch dieses günstige Fertigungsverfahren ist es möglich, die einzelnen Blechabschnitte und damit auch ganze Entkopplungselemente sehr variabel zu gestalten. Auch die Herstellung der Werkzeuge kann kostengünstig erfolgen.
  • Die einzelnen Blechabschnitte des Entkopplungsele ments können selbstverständlich auch einzeln gefertigt und anschließend übereinander angeordnet werden. In diesem Falle bietet es sich an, die einzelnen Blechabschnitte über eine Hülse oder Klammer, die den obersten und untersten Blechabschnitt des Entkopplungselements umgreift, miteinander zu einem Entkopplungselement zu verbinden. Das erfindungsgemäße Entkopplungselement weist weiterhin eine Durchgangsöffnung in sämtlichen Blechabschnitten bzw. Blechlagen auf, die im fertigen Entkopplungselement korrespondierend übereinander zu liegen kommen, so dass die Gesamtdurchgangsöffnung durch das Entkopplungselement ein Verbindungsmittel aufnehmen kann. Dies ist vorteilhafterweise eine Schraube, mittels der das Entkopplungselement und ein erstes Bauteil an einem zweiten Bauteil befestigt, insbesondere verschraubt, werden kann.
  • Die Blechabschnitte können die Profilierung auf ihrer gesamten Fläche aufweisen oder auch nur abschnittsweise. Bei einer nur abschnittsweisen Profilierung ist es meist bevorzugt, wenn die Profilierung die Durchgangsöffnung ringförmig umschließt. Darüber hinaus wird auch der Bereich, in dem Hülsen oder Klammern den untersten und obersten Blechabschnitt des Entkopplungselements umgreifen, bevorzugt in allen Lagen von Profilierungen freigehalten. Die abschnittsweise Profilierung erfolgt so, dass in allen profilierten Blechlagen im Wesentlichen der gleich angeordnete Bereich profiliert wird, d. h. im fertigen Entkopplungselement einerseits unstrukturierte Bereiche übereinander zu liegen kommen und andererseits auch die profilierten Bereiche der profilierten Lagen übereinander zu liegen kommen.
  • Das erfindungsgemäße Entkopplungselement eignet sich insbesondere zur Befestigung von Hitzeabschirmteilen (Hitzeschildern) an im Betrieb heißen zweiten Bauteilen. Es eignet sich vorteilhaft für die Befestigung von Bauteilen mit geringer Temperaturbeständigkeit, beispielsweise mit Leichtmetallkomponenten (Aluminium und dergleichen), oder bestehend aus derartigen Materialien. Dabei soll insbesondere auf Aluminium-Abschirmteile verwiesen werden, die gegenüber Stahl-Abschirmteilen eine reduzierte thermische und mechanische Festigkeit aufweisen.
  • Die Blechabschnitte können in einer beliebigen Anzahl von Lagen aufeinander aufgebracht werden, wobei sich mit zunehmender Anzahl von benachbarten Lagen die Entkopplung verbessert.
  • Der oberste und/oder unterste Blechabschnitt, die beispielsweise den Abschluss zum Schraubenkopf oder zum ersten Bauteil oder den Abschluss zum zweiten heißen Bauteil hin bilden, können vorteilhafterweise ohne Profilierung ausgebildet sein. Hierdurch ist eine flächige Auflage des erfindungsgemäßen Entkopplungselements am jeweiligen Bauteil bzw. Verbindungselement möglich. Die einzelnen Lagen können weiterhin über Blechstege miteinander verbunden sein. Dies ergibt sich beispielsweise automatisch bei der Herstellung aus einem Endlosband. In diesem Falle sind die einzelnen Blechabschnitte quasi ziehharmonikaförmig gefaltet, wobei die Verbindungsstege zwischen den einzelnen Blechabschnitten ein zusätzliches Federungs- bzw. Entkopplungselement bilden. Sie ergeben weiterhin einen massiven Verpressungsschutz des erfindungsgemäßen Entkopplungselements.
  • Diese Verbindungsstege können ihrerseits zur Verringerung der thermischen und/oder Schwingungsentkopp lung zwischen den einzelnen Blechabschnitten gegenüber den Blechabschnitten seitlich verjüngt oder mit einer Ausnehmung, beispielsweise einem länglichen Schlitz versehen sein. Die Verjüngung oder Schlitzung erleichtert auch das Umformen in diesem Bereich.
  • Als Material für die Blechabschnitte des Entkopplungselements sind insbesondere metallische Materialien, vorteilhafterweise Federstahl oder ein thermisch widerstandsfähiges Metall, beispielsweise ein temperaturbeständiger Stahl oder auch eine Nickelbasislegierung möglich.
  • Die einzelnen Blechabschnitte bzw. Blechstege können zumindest bereichsweise beschichtet sein. Hierfür bieten sich insbesondere temperaturbeständige Beschichtungen an, wobei insbesondere solche bevorzugt sind, die die Gleiteigenschaften verbessern.
  • Die Gestaltung der Profilierung richtet sich auch nach der Dicke des verwendeten Blechs, das durch die Prägung nicht übermäßig geschwächt werden darf. Die Wellenhöhe, d. h. die gesamte Auslenkung vom tiefsten Punkt eines Wellentals zum höchsten Punkt z. B. des benachbarten Wellenberges, sollte im Bereich des 0,2- bis 1,8-fachen, bevorzugt zwischen dem 0,4- und 1 1/3-fachen der Blechstärke liegen. Auch die Periodenlänge der Profilierung sollte auf die Blechstärke abgestimmt sein. Sie wird üblicherweise das 1,2- bis 5-fache, bevorzugt das 1,5- bis 2,5-fache der Blechstärke betragen.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn der Abstand der Profilierungserhebungen und/oder Profilierungstäler, die Höhen der Profilierungserhebungen und/oder Profilierungstäler und/oder ihre Anzahl sich längs der Erstreckungsrichtung der Profilierung und/oder quer zu der Erstreckungsrichtung der Profilierung ändert. Hierdurch ist eine Anpassung der Steifigkeit, der thermischen Entkopplung als auch der Schwingungsentkopplung der durch die Profilierung in einzelnen Abschnitten in Längsrichtung der Profilierung oder auch quer zu der Längsrichtung der Profilierung variabel und kann auf die jeweiligen Anforderungen eingestellt werden. Eine Versteifung der Profilierung und damit höheren Druckbelastbarkeit des Entkopplungselements ergibt sich, wenn die Profilierung im Querschnitt wellenförmig oder trapezförmig ist und die Flanken der Wellen, d. h. der im Übergang zwischen einem Wellenberg und einem ihm benachbarten Wellental, eine Verjüngung der Blechdicke gegenüber dem jeweiligen benachbarten Wellenberg und/oder Wellental aufweist. Eine Flankenverjüngung um > 10%, vorzugsweise > 15%, vorzugsweise ≥ 20% ist dabei besonders vorteilhaft.
  • Im Folgenden werden nun einige Beispiele erfindungsgemäßer Entkopplungselemente und ihrer Anwendungen gegeben. Dabei werden für gleiche und ähnliche Elemente gleiche und ähnliche Bezugszeichen verwendet und ihre Beschreibung in späteren Figuren unter Umständen nicht wiederholt. Bei den folgenden Beispielen werden verschiedene erfindungswesentliche oder vorteilhafte Merkmale nicht nur einzeln, sondern auch in Kombination miteinander dargestellt, wobei sich die Erfindung jedoch immer auch einzelne dieser Merkmale unabhängig von den zugleich dargestellten und/oder zugleich verwirklichten Merkmalen bezieht. Hier wie im gesamten Text wird unter der Aufzählung zweier oder mehrerer Elemente, z. B. A und B, in der Form „A und/oder B” verstanden, dass nur eines der Elemente oder auch eine beliebige Kombination dieser Elemente in beliebiger Anzahl beschrieben und beansprucht wird.
  • Es zeigen
  • 1 die Anordnung eines Entkopplungselementes zwischen einem Hitzeschild und einem Ansaugkrümmer;
  • 2 die Anordnung von Entkopplungselementen an einer einschaligen Zylinderkopfhaube mittels einer Schraube;
  • 3 die Anordnung eines zweiteiligen Entkopplungselementes ober- und unterhalb eines zweilagigen Hitzeschildes mittels einer Schraube;
  • 4 und 5 zwei erfindungsgemäße Entkopplungselemente;
  • 6 in zwei Teilbildern 6-a und 6-b je ein Halbzeug eines erfindungsgemäßen Entkopplungselementes und
  • 7 und 8 zwei weitere erfindungsgemäße Entkopplungselemente.
  • 1 zeigt ein Hitzeschild 2 als erstes Bauteil, das an einem Abgaskrümmer 3 als zweitem Bauteil mittels einer Schraube 4 als Verbindungsmittel angeordnet ist. Die Schraube 4 umgebend zwischen dem Hitzeschild 2 und dem Abgaskrümmer 3 ist ein erfindungsgemäßes Entkopplungselement 1 angeordnet. Dieses weist drei Blechlagen 10a, 10b und 10c auf, die hier im Querschnitt dargestellt sind. Sämtliche Lagen 10a, 10b und 10c sind Blechabschnitte, die eine hier nicht dargestellte Durchgangsöffnung aufweisen, durch die die Schraube 4 hindurchgeht. Im dargestellten Beispiel ist zwischen dem breiten Schraubenkopf 4a und dem Hitzeschild 2 kein weiteres Bauteil angeordnet.
  • Die Lage 10a ist nun mit einer trapezförmigen Profilierung 11a versehen, deren Berge und Täler sich senkrecht zur Zeichnungsebene der 1 erstrecken. Die Lage 10c weist eine gleiche Profilierung auf, die ebenfalls in gleicher Orientierung wie die Profilierung 11a in der Lage 10a angeordnet ist. Zwischen diesen beiden Lagen 10a und 10c befindet sich als weitere Lage ein Blechabschnitt 10b, der eine im Querschnitt gleich ausgestaltete Profilierung 11b aufweist wie die Lagen 10a und 10c. Diese Profilierung ist nun jedoch senkrecht zu den Profilierungen 11a und 11c in den Lagen 10a und 10c angeordnet. Die Wellenberge und Wellentäler erstrecken sich in dieser Lage 10b nicht senkrecht zur Zeichnungsebene, sondern in der Zeichnungsebene. In 1 ist daher für die Blechlage 10b sowohl ein Wellenberg als auch ein Wellental übereinander eingezeichnet. 1 ist daher kein Querschnitt, sondern ein Schnitt durch die Gesamtanordnung in Aufsicht.
  • Die 2 zeigt in vergleichbarer Weise wie 1 eine Ventilhaube 2', die einschalig ist. In diesem Falle ist nicht nur unterhalb der Ventilhaube 2' ein Entkopplungselement 1a angeordnet, sondern auch oberhalb der Ventilhaube 2' ein Entkopplungselement 1b angeordnet. Die Entkopplungselemente 1a und 1b sind wie das Entkopplungselement 1 in 1 ausgebildet. Durch die in 2 dargestellte Anordnung wird nun nicht nur die Ventilhaube 2' als erstes Bauteil gegenüber den unterhalb des Entkopplungselements 1 angeordneten und hier nicht dargestellten Bauteilen schwingungstechnisch und bezüglich des Wärmeübergangs entkoppelt, sondern auch der Schraubenkopf 4a der Schraube 4 gegenüber der Ventilhaube 2', der Schraubenkopf 4a ist hier nun mit einem wesentlich geringeren Durchmesser ausgebildet als im Beispiel der 1. Eine vergleichbare Anordnung wäre auch für einen Hitzeschild möglich.
  • 3 zeigt eine weitere Ausbildung ähnlich wie in 2, allerdings ist hier nun ein zweilagiges Hitzeschild 2 abgebildet. Die weitere Anordnung ist dieselbe wie in 2.
  • In 2 und 3 kann das Entkopplungselement 1a und das Entkopplungselement 1b auch gemeinsam als ein einziges Entkopplungselement betrachtet werden.
  • Die 4 zeigt ein weiteres Entkopplungselement 1, bei dem nunmehr auch die Durchgangsöffnung 15 für das Verbindungsmittel zeichnerisch dargestellt ist. Auf eine Darstellung der Profilierung an der Innenkante der Durchgangsöffnung 15 wurde hier wie im Folgenden verzichtet.
  • Auch dieses Entkopplungselement 1 weist drei Lagen mit Blechabschnitten 10a, 10b und 10c auf. Die Anordnung der Profilierung ist so wie in 1, da die Profilierung 11a und die Profilierung 11c sich senkrecht zu der in der Zeichnung nicht ersichtlichen Profilierung der Lage 10b erstrecken.
  • In 4 sind die einzelnen Blechlagen bzw. Blechabschnitte 10a, 10b und 10c mittels zweier Verbin dungsabschnitte 12a und 12b miteinander verbunden. Bei der Fertigung lässt sich ein derartiges Entkopplungselement aus einem entsprechend geprägten metallischen Endlosband durch Umfalzen herstellen.
  • 5 zeigt ein weiteres Entkopplungselement 1, das in gleicher Weise wie das Entkopplungselement in 4 aufgebaut ist. In diesem Falle sind jedoch die einzelnen Blechabschnitte 10a, 10b und 10c nicht Teil einer durchgängigen metallischen Lage, sondern einzelne Blechabschnitte. Diese sind miteinander über Klammern bzw. Hülsen 14a, 14b miteinander verbunden, die jeweils die oberste Blechlage 10c und die unterste Blechlage 10a umgreifen.
  • 6 zeigt in zwei Teilbildern 6-a und 6-b Halbzeuge zur Fertigung erfindungsgemäßer Entkopplungselemente. 6 zeigt jeweils ein Endlosband bzw. einen Blechstreifen 5, der in einzelnen Abschnitten mit unterschiedlich orientierten Profilierungen 11a bis 11e versehen ist. Die Profilierungen 11a bis 11e entsprechen dabei in ihrer Struktur den Profilierungen, die für die einzelnen Blechabschnitte in 1 dargestellt sind. Die Profilierungen verlaufen in den einzelnen Abschnitten 10a bis 11e des Blechstreifens 5, die die späteren Blechabschnitte 10a bis 10e im fertigen Entkopplungselement bilden sollen, senkrecht zueinander. Dabei weist die Ausführungsform der 6-a in jedem der Abschnitte 10a bis 10e jeweils vollflächig eine Profilierung 11a bis 11e auf. In 6-b dagegen ist nur ein ringförmiger Bereich, der sich unmittelbar an die Durchgangsöffnungen 15a–f anschließt, profiliert, während der Randbereich 16a–f jeweils unstrukturiert bleibt. Der unstrukturierte Bereich ist mit schräger Schraffur gekennzeichnet. In die einzelnen Abschnitte 10a bis 10e sind Durchgangs öffnungen 15a bis 15e eingebracht, die im fertigen Entkopplungselement durch ziehharmonikaförmiges Falten der einzelnen Blechabschnitte übereinander zu liegen kommen.
  • In dem Blechstreifen 5 sind Übergangsbereiche 12a bis 12f ausgebildet, die jeweils einen Verbindungssteg zwischen benachbarten Abschnitten 10a bis 10e bilden. In diese sind zusätzlich Ausnehmungen 13a bis 13f eingebracht, so dass die einzelnen Blechabschnitte 10a bis 10e lediglich über dünne seitliche Stege miteinander verbunden sind. Während in der Ausführungsform der 6-a jeweils ein einzelner ausgenommener Bereich 13a–f vorhanden ist, weist die der 6-b jeweils zwei Ausnehmungen pro Verbindungsabschnitt 12 auf, z. B. 13d u. 13d'.
  • Der Blechstreifen 5 ist nunmehr nach Prägung und Stanzung Ausgangsmaterial für die Herstellung der erfindungsgemäßen Entkopplungselemente. Hierzu wird aus dem endlosen Blechstreifen 5 ein Abschnitt abgetrennt, der so viele profilierte Abschnitte 10a bis 10e aufweist, wie das Entkopplungselement im fertigen Zustand Lagen aufweisen soll. Daraufhin werden die einzelnen Blechabschnitte, beispielsweise für ein fünflagiges Entkopplungselement, 10a bis 10e ziehharmonikaförmig übereinander gefaltet. Sie sind dann jeweils über dünne Stege an den Umlenkstellen miteinander verbunden. Diese Verbindungsstege geben den einzelnen Abschnitten im fertigen Entkopplungselement Halt, ohne jedoch einen zu großen Wärmeübergang oder Schwingungsübertragung zu ermöglichen.
  • 7 zeigt nun den Aufbau eines derartigen fünflagigen Entkopplungselements mit Blechabschnitten 10a bis 10e. Da hier der Schnitt von beiden Seiten zu er kennen ist, ist nunmehr die Profilierung 11a, 11c und 11e in den Abschnitten 10a, 10c und 10e zu erkennen, die in gleiche Richtung verlaufen. Es sind nunmehr auch die Profilierungen 11b und 11d zu erkennen, die in den Blechabschnitten 10b und 10d parallel zueinander in der Zeichnungsebene verlaufen.
  • 8 zeigt ein weiteres dreilagiges Entkopplungselement, wie es auch bereits in 1 dargestellt ist. Dieses ist nunmehr von zwei Seiten in Schnittansicht dargestellt, wobei nunmehr auch die Schraubendurchgangsöffnung 15 zu erkennen ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102005024864 A1 [0002]

Claims (20)

  1. Entkopplungselement zur Schwingungsentkopplung und/oder Wärmeentkopplung zweier mittels eines Verbindungsmittels miteinander verbundener Bauteile, gekennzeichnet durch mindestens zwei, in mindestens zwei Lagen übereinander angeordnete Blechabschnitte, die zueinander korrespondierend jeweils eine Durchgangsöffnung für das Verbindungsmittel aufweisen, wobei die mindestens zwei Lagen zumindest abschnittsweise jeweils weitgehend linear sich erstreckende, im Querschnitt wellen-, sägezahn- und/oder trapezförmige Profilierungen mit mindestens zwei Perioden derart aufweisen, dass die Längsrichtungen der Profilierungen in unmittelbar zueinander benachbart übereinander angeordneten Blechabschnitten sich unter einem Winkel kreuzen.
  2. Entkopplungselement nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel ≥ 15°, vorteilhafterweise ≥ 30°, vorteilhafterweise ≥ 45°, vorteilhafterweise ≥ 60°, vorteilhafterweise etwa oder genau 90° beträgt.
  3. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des obersten Blechabschnittes mit Profilierung und/oder unterhalb des untersten Blechabschnittes mit Profilierung ein weiterer Blechabschnitt ohne Profilierung angeordnet ist.
  4. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für mindestens zwei oder für alle Blechabschnitte jeweils unmittelbar benachbart angeordnete Blechabschnitte mittels eines umgefalzten Blechsteges miteinander verbunden sind.
  5. Entkopplungselement nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die umgefalzten Blechstege zumindest abschnittsweise schmaler sind als die benachbarten Blechabschnitte und/oder eine Ausnehmung bzw. einen Schlitz aufweisen.
  6. Entkopplungselement nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Blechabschnitte unter Ausbildung eines umgefalzten Blechsteges zusammenhängend und integral gefertigt sind.
  7. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Blechabschnitte und/oder gegebenenfalls mindestens einer der Blechstege zumindest bereichsweise zumindest einseitig beschichtet ist.
  8. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechabschnitte und/oder gegebenenfalls die Blechstege Stahl, Federstahl, temperaturbeständigen Stahl, eine Nickelbasislegierung, weiteres metallisches Material oder eine Kombination aus diesen Materialien aufweisen oder daraus bestehen.
  9. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Profilierungserhebungen und/oder Profilierungstäler, die Höhe der Profilierungserhebungen und/oder Profilierungstäler, die Anzahl der Profilierungserhebungen und/oder Profilierungstäler sich längs der Erstreckungsrichtung der Profilierung und/oder quer zu der Erstreckungsrichtung der Profilierung ändert.
  10. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung im Querschnitt wellenförmig ist, wobei der Abstand der Wellenberge und/oder Wellentäler, die Höhe der Wellenberge und/oder Wellentäler, die Anzahl der Wellenberge und/oder Wellentäler sich längs der Wellen der Profilierung und/oder quer zu den Wellen der Profilierung ändert.
  11. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung im Querschnitt wellenförmig ist und die Flanken der Wellen im Übergang zwischen einem Wellenberg und einem ihm benachbarten Wellental eine geringere Blechdicke aufweisen als der der Flanke benachbarte Wellenberg und/oder das der Flanke benachbarte Wellental.
  12. Entkopplungselement nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechdicke in den Flanken um ≥ 10%, vorteilhafterweise ≥ 15%, vorteilhafterweise ≥ 20% verringert ist verglichen mit der Bleckdicke im der Flanke benachbarten Wellenberg und/oder Wellental.
  13. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine metal lische Klammer oder Hülse, die den Blechabschnitt der obersten Lage und den Blechabschnitt der untersten Lage umgreift.
  14. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung für das Verbindungsmittel eine Schraubendurchgangsöffnung ist.
  15. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Periodenlänge der wellenförmigen Profilierung das 1,2- bis 5-fache, insbesondere das 1,5- bis 2,5-fache der Blechstärke beträgt.
  16. Entkopplungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenhöhe das 0,2- bis 1,8-fache, insbesondere das 0,4- bis 1 1/3-fache der Blechstärke beträgt.
  17. Verbindungsvorrichtung zur Verbindung von zwei Bauteilen mit einem Verbindungsmittel zur lösbaren Verbindung der beiden Bauteile, gekennzeichnet durch ein Entkopplungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das Verbindungsmittel in der Durchgangsöffnung des Entkopplungselementes für das Verbindungsmittel angeordnet ist.
  18. Verbindungsvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel eine Schraube und gegebenenfalls eine Mutter ist.
  19. Bauteilanordnung mit einem ersten und einem zweiten Bauteil, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Bauteil mittels einer Verbindungsvorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche miteinander verbunden sind.
  20. Verwendung eines Entkopplungselementes nach einem der Ansprüche 1 bis 16 oder einer Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 17 oder 18 zum Befestigen eines Hitzeabschirmteiles, insbesondere eines Hitzeabschirmteiles aus niedrigschmelzendem Material, insbesondere aus Leichtmetall, wie Aluminium, als erstem Bauteil an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem heißen zweiten Bauteil, insbesondere an einem Abgaskrümmer oder Turbolader eines Verbrennungsmotors, oder zum Befestigen einer Zylinderkopfhaube an einem Zylinderkopf, zum Einstellen der Materialdicke eines ersten und/oder zweiten Bauteils in einem Verbindungsbereich, oder zum Verspannen von Brennstoffzellen zu einem Brennstoffzellenstapel.
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