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DE202009007407U1 - Vorrichtung mit einem Rahmen insbesondere einer Messvorrichtung zum Bestimmen bzw. Einstellen einer ergonomisch optimierten Sitzposition - Google Patents

Vorrichtung mit einem Rahmen insbesondere einer Messvorrichtung zum Bestimmen bzw. Einstellen einer ergonomisch optimierten Sitzposition Download PDF

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DE202009007407U1
DE202009007407U1 DE200920007407 DE202009007407U DE202009007407U1 DE 202009007407 U1 DE202009007407 U1 DE 202009007407U1 DE 200920007407 DE200920007407 DE 200920007407 DE 202009007407 U DE202009007407 U DE 202009007407U DE 202009007407 U1 DE202009007407 U1 DE 202009007407U1
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Abstract

Vorrichtung mit einem Rahmen (1) insbesondere einer Messvorrichtung zum Bestimmen bzw. Einstellen einer ergonomisch optimierten Sitzposition eines Menschen für ein Fahrrad oder eines Trainingsfahrrads, wobei wenigstens eine einen Sattel (4) umfassende Sattelanordnung und eine Griffanordnung (5) zum Ergreifen durch wenigstens eine Hand sowie eine zumindest ein um eine Drehachse (8) drehbares Tretelement (14), insbesondere Pedal (14), aufweisende und mit zumindest mit einem Bein betätigbare Tretanordnung (3) vorgesehen ist, wobei ein Abstand zwischen der Drehachse (8) und dem Sattel (4) veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Verstelleinheit (3) zum Verstellen der Drehachse (8) der Tretanordnung (3) in Bezug zum Rahmen (1) vorgesehen ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Rahmen, insbesondere einer Messvorrichtung zum Bestimmen bzw. Einstellen einer ergonomisch optimierten Sitzposition eines Menschen für ein Fahrrad oder eines Trainingsfahrrads, nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1 oder 13.
  • Stand der Technik
  • Fahrräder oder stationäre Trainingsräder bzw. sogenannte Hometrainer weisen zur Anpassung an die Größe bzw. die Bedürfnisse des Benutzers gewöhnlich separate Verstellmöglichkeiten für den Sattel als auch für den Lenker auf. Durch die Verstellbarkeit des Sattels und des Lenkers soll eine möglichst ergonomisch optimierte Haltung des Benutzers während dem Treten der Pedale realisiert werden.
  • Bei Fahrrädern wird eine erste, grobe Einstellung durch die Rahmengröße realisiert. Zur Ermittlung der Rahmengröße ist es bislang üblich, insbesondere die Körpergröße als auch die Schrittlänge des Benutzers zu messen und z. B. mittels unterschiedlichster Berechnungsformeln eine entsprechende Rahmengröße zu berechnen. Die Feineinstellung erfolgt dann durch Verschieben des Sattels bzw. des Lenkers längs entsprechender Rahmenrohre. Der Lenker wird gewöhnlich vom Fahrradhändler eingestellt und vom Fahrer im Alltag nicht mehr verändert.
  • Nachteilig hierbei ist unter anderem, dass die Rahmenhöhe je nach Hersteller anders gemessen wird und es keine standardisierte Rahmenhöhe gibt.
  • Beispielsweise sind aus den Druckschriften DE 10 2006 043 964 A1 , DE 44 00 229 A1 , EP 1 444019 B1 oder WO 02/056972 A1 Mess- bzw. Vermessvorrichtungen für Fahrräder als auch verstellbare Trainingsräder bekannt, womit die korrekte Sitzposition bestimmt bzw. eingestellt werden soll.
  • Nachteilig bei derartigen Vorrichtungen bzw. Verfahren ist jedoch, dass beispielsweise beim Fahrradkauf der Käufer bei der entsprechenden Probefahrt des neuen Fahrrades sehr stark von den Rahmenbedingungen wie neue Schaltung, neuer Sattel, Verkehr, Wetter, Dialog mit dem Fahrradhändler etc. abgelenkt wird und hierbei sehr wenig auf seine Sitzposition achten kann. Hierbei muss sich der Käufer auch auf den Verkäufer verlassen, der lediglich durch Augenschein die Sitzposition des Käufers während der Probefahrt versucht zu beurteilen. Die persönliche Überprüfung als auch ein ”ruhiges in sich Hineinhören” des Käufers ist in dieser Situation nicht möglich.
  • Die Ermittlung der optimalen Sitzposition auf einem Fahrrad oder einem Trainingsfahrrad hängt zudem auch noch von individuellen Gegebenheiten ab. Diese individuellen, subjektiven Bedürfnisse bzw. Gegebenheiten können durch keine mathematische Formel berücksichtigt werden.
  • Die individuelle, optimale Sitz- bzw. Tretposition auf einem Fahrrad oder einem Trainingsfahrrad ist jedoch von entscheidender Bedeutung bezüglich dem Wohlbefinden, der Leistungsfähigkeit bzw. dem Fahrspaß. So ermöglicht lediglich eine ergonomisch optimierte Sitzposition, die auf die individuellen Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten ist, ein effizientes und somit kräfte- sowie gelenkschonendes Treten.
  • Entsprechend kann auch bei einem Trainingsfahrrad der Benutzer die korrekte Sitzposition nicht selbst überprüfen.
  • Aufgabe und Vorteile der Erfindung
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung mit einem Rahmen der eingangs genannten Art vorzuschlagen, mit der eine verbesserte Einstellung bzw. Ermittlung der ergonomisch optimalen sowie individuellen Sitzposition erreicht wird.
  • Diese Aufgabe wird, ausgehend von Vorrichtungen der einleitend genannten Art, durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und/oder 13 gelöst. Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
  • Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch aus, dass wenigstens eine Verstelleinheit zum Verstellen der Drehachse der Tretanordnung in Bezug zum Rahmen vorgesehen ist. Hierdurch kann der Sattel in unveränderter bzw. nicht verstellter Position gehalten werden und lediglich die Tretanordnung bzw. deren Drehachse verstellt werden, so dass der Benutzer nicht durch eine Verstellung der Sattelhöhe abgelenkt wird.
  • Beispielsweise kann die Position des Sattels und der Griffanordnung konstant bzw. unverändert belassen werden und lediglich die Tretanordnung bzw. deren Drehachse im Bezug zum Sattel und/oder zur Griffanordnung verstellt werden. Hierdurch kann der Benutzer sich ausschließlich auf die optimale Position der Tretanordnung in Bezug zur Sattel- bzw. Griffanordnung konzentrieren. Dies ist von besonderem Vorteil, da das Gewicht des Benutzers im Wesentlichen durch den Sattel aufgenommen wird. Die Gewichts entlasteten Komponenten, d. h. Tret- und Griffanordnung, können beispielsweise während der Benutzung bzw. Ermittlungsphase ohne großen Aufwand und ohne nennenswerte Störung für den Benutzer verändert bzw. optimiert werden.
  • Beispielsweise kann die Verstelleinheit gemäß der Erfindung zum horizontalen und/oder vertikalen Verstellen der Drehachse der Tretanordnung ausgebildet werden. Vorzugsweise ist die Verstellrichtung der Verstelleinheit im Wesentlichen in Längsrichtung eines Sattelrohres des Sattels ausgerichtet. Aus Erfahrung ist bekannt, dass diese Verstellrichtung zum Verstellen des Abstandes zwischen Sattel und Drehachse der Tretanordnung ergonomisch optimal ist und entsprechend beispielsweise bei Fahrrädern durch die Sattelverstellung bereits seit langem gebräuchlich ist. Dieser Ausrichtung bzw. Orientierung der Verstellung „Sattel-Tretanordnung” wird mit der vorgenannten erfindungsgemäßen Maßnahme entsprochen.
  • In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens eine Verstellvorrichtung zum Verstellen der Lage der Griffanordnung vorgesehen. Hierdurch kann auch die Griffanordnung in vorteilhafter Weise verstellt werden, so dass sowohl deren Abstand zum Sattel und/oder zur Tretanordnung veränderbar und somit optimierbar bzw. individuell einstellbar ist. Auch hierbei ist es von besonderem Vorteil, den Sattel bzw. die Sattelanordnung unverändert bzw. nicht zu verstellen. Hierdurch kann der Benutzer auf dem Sattel verbleiben, ohne dass dieser zur Einstellung der korrekten Geometrie von Sattel, Griffanordnung und Tretanordnung absteigen muss und somit der Messvorgang gestört werden würde.
  • Vorteilhafterweise ist die Verstellvorrichtung zum im Wesentlichen vertikalen und horizontalen Verstellen der Griffanordnung ausgebildet. Hierdurch kann sowohl die Höhenverstellung als auch die Verstellung entsprechend einem sogenannten Lenkervorbau bzw. Veränderung eines sogenannten Oberrohres bei einem Fahrradrahmen nachvollzogen werden.
  • Vorzugsweise ist wenigstens eine Bildaufnahmeeinheit zum Aufnehmen des Rahmens und/oder der Sitzposition des Menschen vorgesehen. Beispielsweise ist die Bildaufnahmeeinheit als Foto, vorzugsweise als Video-Kamera ausgebildet. Vor allem in Kombination einer Bildaufnahmeeinheit mit einer Anzeigeeinheit zum Anzeigen der Aufnahme der Bildaufnahmeeinheit wird es ganz besonders einfach auch für den Menschen bzw. Benutzer möglich, selbst seine Sitzposition unmittelbar bzw. „live” zu sehen und gegebenenfalls zu kontrollieren. Dies ist eine entscheidende Erweiterung der Selbstkontrolle gegenüber dem ”in sich Hineinhören”.
  • In einer bevorzugten Variante der Erfindung ist die Bildaufnahmeeinheit und/oder deren Aufnahme- bzw. Blickrichtung im Wesentlichen in Höhe des Sattels angeordnet. Mit einer derart vorteilhaften Anordnung der Bildaufnahmeeinheit wird eine Aufnahme der Bildaufnahme der Bildaufnahmeeinheit möglich, die der bevorzugten unveränderten Position des Sattels gemäß der Erfindung entspricht. Dementsprechend werden Aufnahmen erzeugt, die auch bei einer Veränderung der Position der Drehachse der Tretanordnung und/oder der Griffanordnung miteinander vergleichbar sind.
  • Vorzugsweise ist in Bezug zur Aufnahmerichtung der Bildaufnahmeeinheit hinter dem Rahmen eine Formlehre zum Vergleichen der Winkelneigung des Rücken des Menschen bzw. Benutzers angeordnet. Mit Hilfe dieser Maßnahme wird erreicht, dass in vorteilhafter Weise die Winkelneigung des Rückens des Menschen in Bezug zur Horizontalen dargestellt werden kann, wobei der Sattel bzw. das Steißbein der Angelpunkt bzw. Fixpunkt der beiden Geraden ist. Die Sattelanordnung bzw. das Steißbein des Menschen ist somit der zentrale Bezugspunkt bzw. Fixpunkt der Ermittlung oder Einstellung der ergonomisch optimierten Sitzposition.
  • Vorteilhafterweise ist die Formlehre als dreistufige Formlehre mit drei unterschiedlichen Winkelbereichen ausgebildet. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass beim Fahrradfahren bzw. beim Trainieren auf einem Trainingsrad im Wesentlichen drei unterschiedliche Bereiche klassifiziert werden können. Beispielsweise wird eine athletische bzw. sportliche Sitzposition im Bereich bis ca. 30° des Rückens bezogen auf die Horizontale realisiert. Dagegen wird eine entspannte bzw. Relax-Sitzposition eingeteilt in einem Bereich etwa zwischen 60° und 90° des Rückens bezogen auf die Horizontale. Im Zwischenbereich zwischen ca. 30° und ca. 60° Rückenneigung wird von einer normalen bzw. moderaten Sitzposition gesprochen. Gewöhnlich lassen sich die Bedürfnisse von Radfahrern bzw. von trainierenden Menschen auf einem Trainingsfahrrad grob in diese drei Bereiche klassifizieren. Diese Klassifizierung wird durch die erfindungsgemäße Formlehre einfach ermittelt und durch die vorteilhafte Bildaufnahmeeinheit und/oder durch deren Anordnung gemäß der Erfindung in vorteilhafter Weise darstellbar.
  • In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens eine ein horizontal verstellbares Senklot umfassende Loteinheit zum Ausloten des Knies des Menschen vorgesehen. Mit Hilfe einer derartigen Loteinheit kann die korrekte Ausrichtung der Beine kontrolliert bzw. ermittelt werden. Bei einer ergonomisch korrekten Sitzposition sollte das Knie bei horizontaler Stellung der Pedalanordnung bzw. des Pedals unmittelbar über der Mitte/Drehachse des Pedals angeordnet sein. Dies kann mit Hilfe der vorteilhaften Loteinheit auch unabhängig vom eigenen Empfinden des Menschen bzw. des Benutzers exakt kontrolliert bzw. eingestellt werden.
  • Die erfindungsgemäße Aufgabe kann auch durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 13 in vorteilhafter Weise gelöst werden. Hierbei macht sich diese Vorrichtung zu eigen, dass mit Hilfe der vorteilhaft angeordneten Bildaufnahmeeinheit gemäß der Erfindung ebenso der Bezug Bildaufnahmeeinheit und Sattel sowie in vorteilhafter Weise auch die Anordnung der Formlehre einen zentralen Bezug bzw. Fixpunkt realisiert. Durch das nicht Verändern dieser beiden bzw. drei Komponenten wird eine visuelle Darstellbarkeit bzw. Bezugnahme auf den Sattel bzw. das Steißbein des Menschen realisierbar, was die Vergleichbarkeit auch bei Veränderungen der Höhe des Sattels bzw. des Abstands zwischen Sattel und Tretanordnung und/oder Sattel und Griffanordnung gewährleistet.
  • Grundsätzlich können die Vorrichtungen gemäß der Erfindung als Messvorrichtungen zum Bestimmen bzw. Einstellen einer ergonomisch optimierten Sitzposition eines Menschen für ein Fahrrad ausgebildet werden, was vor allem beim Fahrradeinkauf zur Ermittlung des passenden Fahrrades von Vorteil ist. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist von besonderem Vorteil, dass die ergonomisch optimierte Sitzposition in Ruhe und/oder in vorteilhafter Weise visuell selbst kontrollierbar vorgenommen werden kann. Hierbei können auch unterschiedlichste Sättel bzw. Sattelanordnungen und/oder unterschiedlichste Griffanordnungen bzw. Lenker wie Rennradlenker, MTB-Lenker etc. eingesetzt bzw. ausgetauscht werden.
  • Nach eingestellter optimierter Sitzposition und/oder nach Auswahl eines entsprechenden Sattels und/oder Lenkers etc. kann dann das zu kaufende Fahrrad entsprechend angepasst bzw. ausgewählt werden. Beim Probefahren mit einem entsprechend ausgewählten Fahrrad kann sich der Käufer nunmehr voll auf sein neues Fahrrad und nicht auf die Sitzposition konzentrieren. Dies führt zu einer entscheidenden Verbesserung beim Fahrradkauf.
  • Darüber hinaus können die Vorrichtungen gemäß der Erfindung auch als Trainingsfahrrad oder zur Ermittlung des passenden Trainingsfahrrads ausgebildet bzw. eingesetzt werden. Hiermit wird eine Verbesserung bei der Benutzung entsprechender Trainingsfahrräder bzw. Hometrainer realisiert.
  • Ausführungsbeispiel
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der einzigen Figur nachfolgend näher erläutert:
  • 1 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bestimmung bzw. Einstellung einer ergonomisch optimierten Sitzposition eines Menschen.
  • In 1 ist ein Rahmen 1 gemäß der Erfindung als Teil einer Messanordnung 2 zum Bestimmen bzw. Einstellen einer ergonomisch optimierten Sitzposition eines nicht näher dargestellten Menschen für ein Fahrrad und/oder eines Trainingsfahrrads abgebildet. Bei entsprechender Ausgestaltung einer Tretanordnung 3 vor allem mit einem in vorteilhafter Weise einstellbarem Tretwiderstand ist es denkbar, den Rahmen 1 auch als Trainingsrad bzw. „Home-Trainer” auszubilden, um im privaten Bereich oder in Fitnesscentern etc. verwendet zu werden.
  • Am Rahmen 1 ist eine Bodenplatte 10 oder dergleichen sowie ein Sattel 4 fixiert, der während der Messung bzw. Benutzung vorzugsweise nicht verstellt wird. Dagegen ist ein Lenker 5 sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung bzw. in Richtung eines Lenkerrohres 6 längs schematisch dargestellter Pfeile 7 verstellbar.
  • Zudem ist die Tretanordnung 3 bzw. ein Tretlager 8, d. h deren/dessen Drehachse, gemäß der Erfindung längs schematisch dargestellter Pfeile 9 verstellbar, beispielsweise manuell oder mit Unterstützung eines nicht näher dargestellten Motorantriebs und/oder einer Spindel bzw. Hubzylinders oder dergleichen.
  • Mit der Verstellbarkeit des Lenkers 5 und des Tretlagers 8 kann das Dreieck Sattel-Tretlager-Lenker nahezu beliebig verändert bzw. einem Benutzer bzw. Menschen angepasst werden.
  • Weiterhin ist eine Formlehre 11 vorhanden, die in der dargestellten Ausführungsform zur Klassifizierung der Haltung z. B. drei Winkelbereiche aufweist.
  • Die Formlehre 11 ist in Blickrichtung des Betrachters hinter dem Rahmen 1 bzw. Sattel 4 angeordnet, so dass z. B. eine nicht näher dargestellte Video-Kamera, deren Aufnahmerichtung der Blickrichtung des Betrachters in vorteilhafter Weise entsprechen sollte, die Haltung eines Menschen auf dem Rahmen 1 aufnimmt und einem Bildschirm 12 übermittelt. Der Bildschirm 12 ist in vorteilhafter Weise derart vor dem Lenker 5 angeordnet, dass sich der Mensch auf dem Rahmen 1 selbst betrachten kann, wie dessen Haltung ist. Hierdurch erhält der Mensch ein visuelles Feedback, was von besonderem Vorteil für die Ermittlung der optimalen ergonomischen Haltung auf einem zu kaufenden Fahrrad und/oder Home-Trainer ist.
  • Mit einem Lot 13 kann in der dargestellten horizontalen Haltung der Pedale 14 die korrekte Kniestellung ermittelt bzw. eingestellt werden, wobei das Knie am Lot 13 angeordnet sein sollte.
  • Mit einem Rahmen 1 gemäß der Erfindung können verschiedene Rahmenmodelle, Lenker 5, Vorbauten, Sättel 4 etc. ohne großen Aufwand ausprobiert werden. Diese können einfach ausgewechselt bzw. bei Bedarf in ihrer Position verändert werden. Durch die Visualisierung erhält der „gefühlte Eindruck” des Menschen auf dem Rahmen 1 eine optische Rückkopplung, was sich ausgesprochen positiv auf die individuelle, ergonomisch optimale Sitzposition auswirkt.
  • Durch die stationäre Ermittlung der individuellen Sitzposition vorzugsweise in einem Innenraum, z. B. im Fahrradgeschäft, entfallen äußere Störeinflüsse wie Fahrradtechnik, Wetter, Verkehr, Reifengeräusche etc. Der Mensch kann sich voll und ganz auf die Sitzposition konzentrieren. Persönliche Wünsche oder Ansprüche können unmittelbar getestet bzw. eingestellt werden und gegebenenfalls wieder verändert werden.
  • Am Bildschirm 12 kann der Verkäufer mit dem Kunden gemeinsam die korrekte Haltung betrachten und besprechen inwiefern etwas geändert werden sollte/müsste. Hierbei kann u. a. auf die Sattel- und/oder Lenkerüberhöhung, den Rückenwinkel etc. eingegangen werden.
  • Die Erfindung ermöglicht z. B. dem Verkäufer darüber hinaus in kurzer Zeit die individuell optimale Sitzposition des Kunden zu ermitteln, was die Beratungszeit beim Radkauf verkürzt und zudem aufgrund der Ermittlung der optimalen Sitzhaltung die Zufriedenheit des Kunden verbessert. Gemäß der Erfindung wird das Fahrrad dem Benutzer angepasst und nicht wie heutzutage leider noch vielfach anzutreffen der Kunde dem Rad. Weiterhin ist von Vorteil, dass die ermittelten Werte bzw. Maße gegebenenfalls mittels vorhandener, vorteilhafter Skalen direkt abgelesen und auf das vom Kunden gewünschte Fahrrad übertragen werden kann.
  • 1
    Rahmen
    2
    Messanordnung
    3
    Tretanordnung
    4
    Sattel
    5
    Lenker
    6
    Lenkerrohr
    7
    Pfeil
    8
    Tretlager
    9
    Pfeil
    10
    Bodenplatte
    11
    Formlehre
    12
    Bildschirm
    13
    Lot
    14
    Pedal
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102006043964 A1 [0005]
    • - DE 4400229 A1 [0005]
    • - EP 1444019 B1 [0005]
    • - WO 02/056972 A1 [0005]

Claims (15)

  1. Vorrichtung mit einem Rahmen (1) insbesondere einer Messvorrichtung zum Bestimmen bzw. Einstellen einer ergonomisch optimierten Sitzposition eines Menschen für ein Fahrrad oder eines Trainingsfahrrads, wobei wenigstens eine einen Sattel (4) umfassende Sattelanordnung und eine Griffanordnung (5) zum Ergreifen durch wenigstens eine Hand sowie eine zumindest ein um eine Drehachse (8) drehbares Tretelement (14), insbesondere Pedal (14), aufweisende und mit zumindest mit einem Bein betätigbare Tretanordnung (3) vorgesehen ist, wobei ein Abstand zwischen der Drehachse (8) und dem Sattel (4) veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Verstelleinheit (3) zum Verstellen der Drehachse (8) der Tretanordnung (3) in Bezug zum Rahmen (1) vorgesehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellrichtung der Verstelleinheit (3) im Wesentlichen in Längsrichtung eines Sattelrohres des Sattels (4) ausgerichtet ist.
  3. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Verstellvorrichtung (6) zum Verstellen der Lage der Griffanordnung (5) vorgesehen ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung (6) zum im Wesentlichen vertikalen und horizontalen Verstellen der Griffanordnung (5) ausgebildet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Bildaufnahmeeinheit zum Aufnehmen des Rahmens (1) und/oder der Sitzposition des Menschen vorgesehen ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinheit als Kamera ausgebildet ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Anzeigeeinheit (12) zum Anzeigen der Aufnahme der Bildaufnahmeeinheit vorgesehen ist.
  8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinheit (12) als Bildschirm (12) ausgebildet ist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinheit im Wesentlichen in der Höhe des Sattels (4) angeordnet ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Bezug zur Aufnahmerichtung der Bildaufnahmeeinheit hinter dem Rahmen (1) eine Formlehre (11) zum Vergleichen der Winkelneigung des Rückens des Menschen angeordnet ist.
  11. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formlehre (11) als drei-stufige Formlehre (11) mit drei unterschiedlichen Winkelbereichen ausgebildet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine ein horizontal verstellbares Senklot (13) umfassende Loteinheit zum Ausloten des Knies des Menschen vorgesehen ist.
  13. Vorrichtung mit einem Rahmen (1) insbesondere einer Messvorrichtung zum Bestimmen bzw. Einstellen einer ergonomisch optimierten Sitzposition eines Menschen für ein Fahrrad oder eines Trainingsfahrrads, wobei wenigstens eine einen Sattel (4) umfassende Sattelanordnung und eine Griffanordnung (5) zum Ergreifen durch wenigstens eine Hand sowie eine zumindest ein um eine Drehachse (8) drehbares Tretelement (14), insbesondere Pedal (14), aufweisende und mit zumindest mit einem Bein betätigbare Tretanordnung (3) vorgesehen ist, wobei ein Abstand zwischen der Drehachse (8) und dem Sattel (4) veränderbar ist, wobei wenigstens eine Sattelverstelleinheit zum Verstellen der Höhe des Sattels (4) in Bezug zum Rahmen (1) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Bildaufnahmeeinheit zum Aufnehmen des Rahmens (1) und/oder der Sitzposition des Menschen vorgesehen ist und dass die Bildaufnahmeeinheit im Wesentlichen in der Höhe des Sattes (4) angeordnet ist, wobei wenigstens eine Bildaufnahmeverstelleinheit zum Verändern der Höhe der Bildaufnahmeeinheit vorgesehen ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in Bezug zur Aufnahmerichtung der Bildaufnahmeeinheit hinter dem Rahmen (1) eine Formlehre (11) zum Vergleichen der Winkelneigung des Rückens des Menschen angeordnet ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Formlehre (11) als drei-stufige Formlehre (11) mit drei unterschiedlichen Winkelbereichen ausgebildet ist.
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