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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Einlegesohle für ein
Schuhwerk.
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Einlegesohlen
für Schuhwerk sind in vielen verschiedenen Ausführungen
bekannt. Um eine Abführung von Körperfeuchtigkeit
zu erreichen, sind z. B. in der
DE 101 45 073 A1 Einlegesohlen beschrieben,
die eine durchgehende Holzschicht aufweisen. Das Holzmaterial ist
jedoch wenig elastisch, sodass während der Gehbewegungen
die Gelenke kaum abgefedert werden und somit hohen Belastungen ausgesetzt
sind.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine
Einlegesohle zu schaffen, die neben einer zuverlässigen
Abführung von Körperfeuchtigkeit und Geruch auch
gesundheitsförderliche Wirkungen aufweist und einen verbesserten Tragekomfort
bietet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Einlegesohle
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Erfindungsgemäß besteht
die Einlegesohle aus einer vollsohlig gebildeten, d. h. durchgehenden Basisschicht
aus Holzmaterial. Das Holzmaterial gewährleistet zuverlässig
die Abführung von Körperflüssigkeit und
Geruch.
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Die
erfindungsgemäße Einlegesohle weist weiterhin
eine mit der Basisschicht verbundene, die Basisschicht wenigstens
in Teilbereichen bedeckende elastische Schicht auf. Die elastische
Schicht sorgt während der Gehbewegung beim Auftreten für eine
Dämpfung des Fußsohlenbereichs und bewirkt damit
ein gelenkschonendes Gehen.
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Die
elastische Schicht ist bevorzugt vollsohlig ausgebildet. Um einen
möglichst angenehmen Tragekomfort zu ermöglichen
ist vorgesehen, dass die elastische Schicht eine ein Fußbett
bildende Formgebung aufweist.
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Um
den Gas- und Flüssigkeitsaustausch mit der Basisschicht
zu erleichtern, kann die elastische Schicht Öffnungen,
z. B. in Form von Löchern, Schlitzen oder Perforationen
aufweisen. Die Löcher, Schlitze oder Perforationen können
stattdessen oder zusätzlich auch in der Basisschicht gegebenenfalls fluchtend
oder seitlich versetzt zu den Aussparungen in der elastischen Schicht
vorgesehen sein.
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In
vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist die elastische Schicht
Vorsprünge auf, welche ähnlich einer Akkupressur
oder Fußreflexzonenmassage beim Gehen auf die Fußsohle
einwirken. Damit wird zusätzlich das allgemeine Wohlbefinden
des Trägers erhöht.
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Die
Vorsprünge können einseitig an die elastische
Schicht angeformt sein. Gemäß einer alternativen
Ausführungsform der Erfindung können die Vorsprünge
in Aussparungen einsetzbar sein, die in der elastischen Schicht
angeordnet sind. Dies ist besonders vorteilhaft, weil die Vorsprünge
in dieser Ausführungsform von der elastischen Schicht abweichende Materialien,
insbesondere ferromagnetische Materialien, aufweisen können,
welche weitere, gesundheitsförderliche Wirkungen ausüben
können.
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In
einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung
bilden die Vorsprünge die elastische Schicht, wobei die
Vorsprünge in Aussparungen einsetzbar sind, die in der
Basisschicht vorgesehen sind. Die letztgenannten alternativen Ausführungsformen
bieten den weiteren Vorteil, dass die Vorsprünge nach Verschleiß auswechselbar
sind.
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Die
Vorsprünge weisen bevorzugt die Form von Noppen auf. Es
sind aber auch andere Formen, wie z. B. länglich geformte
Stege und dergleichen erfindungsgemäß geeignet.
Vorteilhafterweise sind die Vorsprünge aus demselben elastischen
Material wie die elastische Schicht gebildet.
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Es
ist auch möglich und insbesondere im Hinblick auf zusätzlich
angestrebte gesundheitsfördernde Wirkungen zweckmäßig,
dass die Basisschicht und die elastische Schicht eine größere
Anzahl fluchtend angeordneter Löcher aufweisen, in denen
akkupressorisch wirkende oder magnetische vorspringende Ausformungen
befestigbar sind. Zu diesem Zweck können beispielsweise
durchgehende Stifte mit beiderseitigen pilzartigen Ausformungen wahlweise
und wechselnd in diesen Löchern angeordnet werden, um je
nach Anordnung relativ zu der Fußsohle eine diesem Fußsohlenbereich
zugeordnete akkupressorische oder anderweitig gesundheitsfördernde
Wirkung zu entfalten.
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Die
erfindungsgemäße Einlegesohle kann mindestens
eine Deckschicht aus Textilmaterial aufweisen, welche die elastische
Schicht und/oder die Basisschicht bedeckt. Damit wird ein angenehmer Tragekomfort
auch dann erreicht, wenn die Einlegesohle direkt mit der Fußsohle
in Berührung kommt.
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Eine
Herstellung der erfindungsgemäßen Einlegesohle
und insbesondere eine feste und dauerhafte Verbindung der elastischen
Schicht und der Basisschicht aus Holz kann dadurch erleichtert werden,
dass die elastische Schicht und gegebenenfalls auch die Basisschicht
jeweils auf einer einander zugewandten Oberfläche zunächst
mit einer textilen oder rauen Beschichtung versehen werden, welche die
Hafteigenschaften für einen zum Zusammenfügen
verwendeten Leim oder Kleber verbessern.
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Die
erfindungsgemäße Einlegesohle ist universell für
jede Art von Schuhwerk, beispielsweise für Pantoletten,
Pantoffeln, Sandalen, Sandaletten, Flip-Flops, Pumps, Slipper, Halbschuhe,
Stiefel, Sportschuhe, Arbeits- sowie Kinderschuhe geeignet.
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Ein
besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Einlegesohle
besteht zudem darin, dass die Einlegesohle als Wendesohle beidseitig
verwendet werden kann. So kann entsprechend den individuellen Bedürfnissen
des Trägers entweder die Schweiß abführende
Basisschicht aus Holzmaterial oder die dämpfend und gegebenenfalls
massierend wirkende elastische Schicht fußseitig in das
Schuhwerk eingelegt werden.
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Weitere
Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der
folgenden Beschreibung und der Zeichnung.
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Darin
zeigen
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1 eine
erfindungsgemäße Einlegesohle mit Vorsprüngen
in Draufsicht,
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2 einen
Schnitt A-A von 1,
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3 eine
alternative Ausführungsform in Schnittansicht,
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4 eine
weitere alternative Ausführungsform in Schnittansicht,
und
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5 noch
eine weitere alternative Ausführungsform in Schnittansicht.
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1 zeigt
eine erfindungsgemäße Einlegesohle 10 in
Draufsicht. Die Einlegesohle 10 erstreckt sich über
den gesamten Fußsohlenbereich und weist im Bereich des
Fußballens und der Ferse als Noppen 12 ausgebildete
Vorsprünge auf. Wie besser in der Schnittansicht in 2 zu
sehen ist, sind die Noppen 12 einseitig an eine vollsohlig
ausgebildete elastische Schicht 14 angebildet. An dieser
Seite der elastischen Schicht 14 sind die frei liegenden
Oberflächen der elastischen Schicht 14 und der
Noppen 12 vollflächig mit einer Deckschicht 18 aus
Textilmaterial haftfest bedeckt. Die gegenüberliegende
Seite der elastischen Schicht 14 ist mit einer vollsohlig
ausgebildeten Basisschicht 16 aus Holzmaterial verbunden,
auf deren freien Seite eine weitere, vollflächig ausgebildete
Deckschicht 19 aus Textilmaterial vorgesehen ist. Die Basisschicht 16 aus
Holzmaterial dient dazu, Schweiß aufzunehmen und einer
unerwünschten Geruchsbildung entgegen zu wirken.
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Als
erfindungsgemäße Holzmaterialien für die
Basisschicht 16 sind alle Holzarten geeignet, wobei Holzarten
mit hohem Anteil etherischer öle, beispielsweise Zedernholz
oder Buchenholz, oder andere dauerhaft wohlriechende Holzarten besonders
bevorzugt sind. Diese Holzmaterialien sorgen für eine gute
Abführung von Fußschweiß und weisen gleichzeitig
gute Isolationseigenschaften auf.
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Die
elastische Schicht 14 hat druckelastische Eigenschaften,
sodass sie eine weiche, federnde Lauffläche für
den Fuß bildet. Dadurch werden beim Gehen die Gelenke entlastet
und der Gehkomfort wird verbessert. Die elastische Schicht kann
zudem Öffnungen (in 1 und 2 nicht
dargestellt), z. B. in Form von Löchern, Schlitzen oder
Perforationen aufweisen, welche den Austausch von Feuchtigkeit gewährleisten.
Durch die an die elastische Schicht 14 im Bereich des Fußballens
und der Ferse angebildeten elastischen Noppen 12 wird die Fußsohle
im Bereich des Fußballens und der Ferse beim Gehen noch
stärker gefedert und zusätzlich sanft massiert.
Dadurch wird eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden
erzielt.
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Geeignete
Materialien für die elastische Schicht 14 und/oder
die Noppen 12 sind insbesondere druckelastische Kunststoffmaterialien,
z. B. synthetischer Kautschuk.
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Die
auf den freien Seiten der elastischen Schicht 14 und der
Basisschicht 16 aufgebrachten Deckschichten 18, 19 aus Textilmaterial
sorgen bei direktem Kontakt mit der Fußsohle für
ein angenehmes Tragegefühl. Dieser Vorteil zeigt sich insbesondere
bei starker Fußschweißentwicklung, da in diesem
Fall ein unangenehmer Haftkontakt zwischen der Fußsohle
und dem elastischen Material bzw. Holzmaterial entstehen kann. Das
Textilmaterial der Deckschichten 18, 19 ist derart
ausgebildet, dass von dem Fuß stammende Feuchtigkeit eindiffundieren und
abgegeben werden kann. Dadurch ist die erfindungsgemäße
Einlegesohle atmungsaktiv. Erfindungsgemäß geeignete
Textilmaterialien sind insbesondere Baumwollgewebe und Baumwollmischgewebe,
Leinen und Leinenmischgewebe, Vliesstoffe sowie weitere Gewebe aus
natürlichen und künstlichen Fasern.
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Um
Verschiebungen der Schichten gegeneinander zu vermeiden, sind, wie
in 2 dargestellt, die elastische Schicht 14,
die Basisschicht 16 und die Deckschicht 18 mittels
vollflächiger Klebeverbindungen miteinander verbunden.
Alternativ kann die elastische Schicht 14 mit der Basisschicht 16 und
gegebenenfalls der Deckschicht 18 zumindest im Randbereich
mittels einer umlaufenden Naht, z. B. einer die Schichten durchdringenden
Steppnaht oder einer Klebenaht verbunden sein. In anderen alternativen Ausführungsformen
besteht die Verbindung zwischen den Schichten in beabstandeten und/oder
sich kreuzenden, oder in anderen geometrischen Formen über
die gesamte Lauffläche der Einlegesohle verlaufenden Nähten
oder in punktuell über die Lauffläche verteilten
Verbundstellen. Weiterhin kann alternativ oder zusätzlich
ein umlaufend geklebtes oder umnähtes Einfassband die Schichten
im Randbereich miteinander verbinden.
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3 zeigt
eine alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Einlegesohle 20 in Schnittansicht. Die Einlegesohle 20 besteht
aus einer Basisschicht 26 aus Holzmaterial und einer mit
einer Seite der Basisschicht 26 mittels Klebeverbindung verbundenen,
vollsohlig ausgebildeten elastischen Schicht 22, 24.
Die elastische Schicht 24 weist eine Vielzahl kreisförmiger
Aussparungen 21 auf, welche die elastische Schicht 24 vollständig
durchdringen und von der freien Seite der elastischen Schicht 24 zu
der mit der Basisschicht 26 verbundenen Seite hin hinterschnitten
sind. Die Aussparungen 21 ermöglichen einerseits,
dass vom Fuß stammende Feuchtigkeit zur Basisschicht 26 hindurchtreten
kann, und dienen andererseits zur Aufnahme jeweils eines im Wesentlichen
formschlüssig gebildeten Sockels 27 einer im Wesentlichen
kugelförmigen Noppe 22 aus elastischem Material,
welche im eingesetzten Zustand einen Vorsprung an der freien Seite
der elastischen Schicht 24 bildet. Dadurch wird der Vorteil
erreicht, dass einzelne Noppen 22 nach Beschädigung
oder Abnutzung ausgewechselt werden können. Die Noppen 22 können über
die gesamte Lauffläche der Einlegesohle 20 verteilt,
oder, wie beispielsweise in 1 dargestellt
ist, nur auf Teilbereichen der Sohle vorliegen. Bei dieser Ausführungsform
ist es auch möglich, eine Einlegesohle mit einer Vielzahl
von über die gesamte Lauffläche verteilten Aussparungen 21 bereitzustellen,
wobei einzelne Noppen 22 nur in den Bereichen der Lauffläche
eingefügt werden, die entsprechend dem individuellem Beschwerde-
oder Krankheitsbild bekannte Akkupressurpunkte an der Fußsohle
stimulieren können.
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Die
gegenüberliegende zweite Seite der Basisschicht 26 ist
haftfest mit einer vollflächig ausgebildeten Deckschicht 29 aus
Textilmaterial bedeckt.
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4 zeigt
eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Einlegesohle 30. Die Einlegesohle 30 besteht aus
einer Basisschicht 36 aus Holzmaterial, die eine Vielzahl
kreisförmiger Aussparungen 33 aufweist, welche
die Basisschicht 36 vollständig durchdringen.
Die Aussparungen 33 dienen zur Aufnahme jeweils eines im
Wesentlichen formschlüssig gebildeten Sockels 37 einer im
Wesentlichen halbkugelförmigen Noppe 32 aus elastischem
Material. An dem der Noppe 32 gegenüberliegenden
Ende des Sockels 37 ist eine Auskragung 35 angebildet,
die im in die Aussparung 33 eingesetzten Zustand ein Verrutschen
der Noppe 32 verhindert. Die eingesetzten Noppen 32 bilden
Vorsprünge aus elastischem Material an einer ersten Seite
der Basisschicht 36, welche in ihrer Gesamtheit eine elastische
Schicht bilden. Die Noppen 32 können vollständig
oder in Teilbereichen über die Lauffläche der
Einlegesohle verteilt sein und können nach Beschädigung
oder Abnutzung einzeln ausgewechselt werden. Die gegenüberliegende
zweite Seite der Basisschicht 36 mit den aufgelagerten
Auskragungen 35 ist mit einer vollflächig ausgebildeten
Deckschicht 39 aus Textilmaterial bedeckt.
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Die
Materialien der Basisschicht, elastischen Schicht, Noppen und Deckschicht
der in 3 und 4 beschriebenen Ausführungsformen
sind die gleichen, die unter Bezugnahme auf 1 und 2 beschrieben
sind.
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5 zeigt
noch eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Einlegesohle 40. Die Einlegesohle 40 besteht aus
einer Basisschicht 46 aus Holzmaterial und einer mit einer Seite
der Basisschicht 46 mittels Klebeverbindung über
eine dünne Zwischenschicht 49 aus Textilmaterial
verbundenen, vollsohlig ausgebildeten elastischen Schicht 44.
Die Basisschicht 46, die Zwischenschicht 49 und
die elastische Schicht 44 weisen eine Vielzahl kreisförmiger,
diese Schichten vollständig durchdringender Aussparungen 43 auf.
Die Aussparungen 43 dienen zur Aufnahme jeweils eines im
Wesentlichen formschlüssig gebildeten Sockels 47 mit einer
im Wesentlichen halbkugelförmigen Noppe 42 aus
ferromagnetischem Material. Die Noppe 42 ist mittels einer
lösbaren Schraubverbindung 41 oder dergleichen
an dem der Fußsohle zugewandten Ende des Sockels 47 befestigt.
An dem der Noppe 42 gegenüberliegenden Ende des
Sockels 47 ist ein Sicherungsplättchen 45 befestigt,
dessen Abmessungen größer als der Durchmesser
der Aussparung 43 sind, um ein Herausrutschen des Sockels 47 mit
der daran befestigen Noppe 42 zu verhindern. Das Sicherungsplättchen 45 kann über
eine Schraub-, Rast-, Steckverbindung oder dergleichen mit dem Sockel 47 verbunden
sein.
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Die
in 5 dargestellte Ausführungsform erlaubt
eine gezielte Auswahl von Materialien und Größen
der Noppen 42, die auf die individuellen Bedürfnisse
des Trägers abstimmt werden kann. Zur Herstellung einer
individuellen Einlegesohle wird eine gewählte Noppe 42 an
einem Sockel 47 befestigt, in eine Aussparung 43 an
der gewünschten Stelle der Einlegesohle eingesetzt und
mittels eines Sicherungsplättchens 45 befestigt.
In alternativen Ausführungsformen können Sockel 47 und
Noppe 42 oder Sockel 47 und Sicherungsplättchen 45 einteilig ausgeführt
sein.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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