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HINTERGRUND
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Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Sohlenstruktur für Schuhe und einen Schuh mit einer solchen Sohlenstruktur.
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Eine Sohlenstruktur für Schuhe ist beispielsweise in der japanischen Offenlegungsschrift
JP 2014- 144 170 A offenbart. Die Sohlenstruktur umfasst eine Vielzahl von ersten Erhebungen, die von einer Unterseite eines Sohlenkörpers in Bodenrichtung nach unten vorstehen und voneinander beabstandet sind, und eine Vielzahl von zweiten Erhebungen, die von einer Oberseite des Sohlenkörpers nach oben in Richtung der Fußsohle eines Trägers der Schuhe (im Nachfolgenden lediglich als „Träger“ bezeichnet) vorstehen und voneinander beabstandet sind. Jede der ersten Erhebungen ist einer ihr zugeordneten zweiten Erhebung senkrecht gegenüberliegend angeordnet, wobei der Sohlenkörper zwischen ihnen angeordnet ist. Jede der ersten Erhebungen weist ein unteres Ende in Halbkugelform auf, sodass das untere Ende den Boden mit einer relativ kleinen Fläche berührt. Bei dieser Sohlenstruktur ist die Kontaktfläche zwischen der ersten Erhebung und dem Boden im Wesentlichen genauso groß wie die Kontaktfläche zwischen der zweiten Erhebung und der Fußsohle des Trägers.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Gemäß der Sohlenstruktur der
japanischen Offenlegungsschrift JP 2014- 144 170 A wird bei Bodenkontakt eines Fußes des Trägers (der Sohlenstruktur) eine von dem Boden auf die Sohlenstruktur ausgeübte Reaktionskraft von den ersten Erhebungen über den Sohlenkörper auf die zweiten Erhebungen übertragen. Dadurch wird die Reaktionskraft auf die Fußsohle des Trägers übertragen.
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Bei der Sohlenstruktur der
japanischen Offenlegungsschrift JP 2014- 144 170 A tritt das untere Ende jeder ersten Erhebung mit einer relativ kleinen Fläche mit dem Boden in Kontakt, und die Kontaktfläche zwischen der ersten Erhebung und dem Boden ist im Wesentlichen genauso groß wie die Kontaktfläche zwischen der zweiten Erhebung und der Fußsohle des Trägers. Bei dieser Ausgestaltung neigt die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft dazu, während der Übertragung von den ersten Erhebungen auf die zweiten Erhebungen verteilt zu werden. Daher kann die Reaktionskraft nicht exakt von den zweiten Erhebungen auf Abschnitte der Fußsohle des Trägers übertragen werden. Dadurch kann der Träger die bei Bodenkontakt auf die Abschnitte seiner Fußsohle übertragenen Druckunterschiede nicht erkennen und daher seine Körperbewegung nicht mühelos durch rechtzeitiges Erkennen der bei Bodenkontakt auf jeden Abschnitt der Fußsohle ausgeübten Belastung steuern.
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Die
US 8 220 182 B2 beschreibt eine Schuhsohle mit Massagewirkung, bestehend aus einer Außensohle, einer Einlegesohle, die zwischen der Außensohle und dem Fuß eines Benutzers angeordnet ist, und einer dem Fuß des Benutzers zugewandte Reinigungseinlegesohle.
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Aus der
CN 2 705 035 Y ist eine Sohlenstruktur mit einem Massageeffekt bekannt.
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Die
US 2016 / 0 206 043 A1 lehrt einen Schuh, der ein oberer Teil, eine Sohle mit einer Außensohle und mit einer Innensohle und mindestens einen oberflächenerfassenden Vorsprung umfasst.
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Die
WO 2004/ 014 171 A1 beschreibt eine Schuhsohle mit einer Innenfläche und einer Außenfläche. Die Innenfläche weist eine Reihe von Durchgängen auf, die sich in den Sohlenkörper hinein erstrecken.
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Aus der
CH 702 899 A1 ist eine Schuhsohle, aufweisend eine flexible Außensohle und eine innenseitig der Außensohle angeordnete Zwischensohle bekannt.
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Die
EP 0 578 618 A1 beschreibt eine selbstmassierende Innensohle für Pantoffeln oder Holzschuhe, die durch Pressen von Kunststoff- oder Gummimaterial hergestellten ist.
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Vor diesem Hintergrund liegt eine Aufgabe der vorliegenden Offenbarung daher darin, dem Träger das rechtzeitige Erkennen der bei Bodenkontakt auf jeden Abschnitt der Fußsohle ausgeübten Belastung zu ermöglichen, sodass er seine Körperbewegung mühelos steuern kann.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Sohlenstruktur mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und den Schuh mit den Merkmalen des Patentanspruchs 5 gelöst.
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Zur Lösung der Aufgabe ist ein erster Aspekt der vorliegenden Offenbarung auf eine Sohlenstruktur für Schuhe gerichtet. Die Sohlenstruktur umfasst einen Sohlenkörper, der eine gesamte Fußsohle eines Trägers stützt; eine Vielzahl von unteren Erhebungen, die von einem unteren Abschnitt des Sohlenkörpers in Bodenrichtung nach unten vorstehen und voneinander beabstandet sind; und eine Vielzahl von oberen Erhebungen, die von einem oberen Abschnitt des Sohlenkörpers in Richtung der Fußsohle des Trägers nach oben vorstehen, wobei jede der oberen Erhebungen auf einer Oberseite des Sohlenkörpers angeordnet ist und sich mit einer ihr zugeordneten unteren Erhebung überlappt, wobei jede der unteren Erhebungen an ihrem unteren Abschnitt einen in Kontakt mit dem Boden tretenden ersten Bereich aufweist und jede der oberen Erhebungen an ihrem oberen Abschnitt einen in Kontakt mit der Fußsohle des Trägers tretenden zweiten Bereich aufweist, der kleiner als der erste Bereich ist.
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Bei dem ersten Aspekt wird eine Reaktionskraft von dem Boden auf die unteren Erhebungen ausgeübt, wenn der Fuß des Trägers den Boden während seiner Bewegung, beispielsweise beim Gehen, Laufen oder Springen, berührt, und diese Reaktionskraft wird von den unteren Erhebungen über die oberen Erhebungen auf der Oberseite des Sohlenkörpers 3, welche sich jeweils mit den unteren Erhebungen überlappen, auf die Fußsohle F des Trägers übertragen. Da die zweiten Bereiche der oberen Erhebungen kleiner als die ersten Bereiche der unteren Erhebungen sind, wird die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft von den ersten Bereichen auf die zweiten Bereiche konzentriert. Dadurch wird die Reaktionskraft als ein verstärkter Druck von den zweiten Bereichen der oberen Erhebungen auf die Bereiche der Fußsohle des Trägers übertragen. Somit kann der Träger die Druckunterschiede erkennen, welche bei Bodenkontakt auf die Abschnitte seiner Fußsohle übertragen werden. Daher kann der Träger bei dem ersten Aspekt seine Körperbewegung leicht steuern, indem er die bei Bodenkontakt auf jeden Abschnitt der Fußsohle ausgeübte Belastung rechtzeitig erkennt.
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Ein zweiter Aspekt ist eine Ausführungsform des ersten Aspekts. Bei dem zweiten Aspekt ist jede der unteren Erhebungen im Wesentlichen säulenförmig ausgebildet und eine jeweilige Bodenfläche der oberen Erhebungen dient als erster Bereich.
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Bei dem zweiten Aspekt sind die ersten Bereiche als relative breite, flache Oberflächen ausgebildet, wodurch die Reaktionskraft von dem Boden mühelos auf die ersten Bereiche übertragen werden kann. Dadurch kann die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft angemessen von den ersten Bereichen auf die zweiten Bereiche übertragen werden.
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Ein dritter Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist eine Ausführungsform des ersten Aspekts. Bei dem dritten Aspekt sind die zweiten Bereiche der oberen Erhebungen in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Position in Bezug auf Abschnitte der Fußsohle des Trägers unterschiedlich groß ausgebildet.
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Bei dem dritten Aspekt kann die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft angemessen auf Abschnitte der Fußsohle übertragen werden. Insbesondere kann ein übermäßiger Druck, der womöglich auf einen schmerzempfindlichen Abschnitt der Fußsohle F ausgeübt wird, reguliert werden.
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Ein vierter Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist eine Ausführungsform des ersten Aspekts. Bei dem vierten Aspekt sind die oberen Erhebungen in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Position in Bezug auf Abschnitte der Fußsohle des Trägers unterschiedlich hoch ausgebildet.
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Bei dem vierten Aspekt kann die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft angemessen auf die Abschnitte der Fußsohle übertragen werden. Insbesondere kann ein übermäßiger Druck, der womöglich auf einen schmerzempfindlichen Abschnitt der Fußsohle F ausgeübt wird, reguliert werden.
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Ein fünfter Aspekt ist auf einen Schuh mit einer Sohlenstruktur nach einem der Aspekte eins bis vier gerichtet.
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Bei dem fünften Aspekt können Schuhe mit denselben Vorteilen wie denen der Aspekte eins bis vier ausgestattet sein.
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Ein sechster Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist eine Ausführungsform des fünften Aspekts. Bei dem sechsten Aspekt umfasst der Schuh des Weiteren einen an einer Oberseite der Sohlenstruktur befestigten Schaft, wobei der Schaft einen Schaftkörper und eine in den Schaftkörper integrierte Einlage umfasst.
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Bei dem sechsten Aspekt weist der Schuh den Schaft mit dem Schaftkörper und der Einlage auf, weshalb der Schuh einfacher hergestellt werden kann als ein Schuh ohne Einlage.
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Ein siebter Aspekt ist eine Ausführungsform des fünften oder sechsten Aspekts. Bei dem siebten Aspekt umfasst der Schuh des Weiteren eine auf den oberen Erhebungen angeordnete Innensohle.
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Bei dem siebten Aspekt ist die Innensohle auf den oberen Erhebungen angeordnet. Dadurch befindet sich die Innensohle zwischen der Sohlenstruktur und der Fußsohle des Trägers. Insbesondere treten die oberen Erhebungen über die Innensohle mit der Fußsohle in Kontakt. Deshalb kann die Innensohle beispielsweise selbst bei übermäßiger Druckbeaufschlagung der Fußsohle durch die oberen Erhebungen den Druck auf die Fußsohle regulieren.
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Gemäß der vorliegenden Offenbarung kann der Träger seine Körperbewegung mühelos steuern, indem er die bei Bodenkontakt auf jeden Abschnitt der Fußsohle ausgeübte Belastung rechtzeitig erkennt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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- 1 zeigt eine perspektivische Draufsicht einer Sohlenstruktur einer Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung.
- 2 zeigt eine perspektivische Unteransicht der Sohlenstruktur der Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung.
- 3 zeigt eine vertikale Schnittansicht eines vergrößerten Abschnitts der Sohlenstruktur.
- 4 zeigt eine schematische Draufsicht der Überlappung der ersten und zweiten Bereiche.
- 5 zeigt eine schematische Draufsicht der Positionsbeziehung zwischen der Sohlenstruktur und einem Skelettaufbau eines Fußes.
- 6 zeigt eine vertikale Schnittansicht eines Schuhs gemäß einer ersten Variante der Ausführungsform.
- 7 zeigt eine vertikale Schnittansicht eines Schuhs gemäß einer zweiten Variante der Ausführungsform.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung wird mit Bezug auf die Zeichnungen im Detail beschrieben. Es gilt zu beachten, dass die folgende Beschreibung der Ausführungsform lediglich beispielhafter Natur ist und den Bereich, die Anwendung oder den Nutzen der vorliegenden Offenbarung nicht einschränken soll.
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1 und 2 zeigen jeweils eine Gesamtansicht eines Schuhs S gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung. Der Schuh S lässt sich beispielsweise auf bei diversen Sportarten wie Laufen oder Ballsportarten verwendete Sportschuhe, auf Schuhe für den täglichen Gebrauch und auf Therapieschuhe anwenden.
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Die Zeichnungen stellen lediglich einen rechten Schuh S als Beispiel dar. Da der linke Schuh symmetrisch zu dem rechten Schuh ist, wird in der folgenden Beschreibung lediglich der rechte Schuh beschrieben und auf die Beschreibung des linken Schuhs wird verzichtet.
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In der folgenden Beschreibung beziehen sich die Begriffe „über“, „nach oben“, „an/auf“, „obere(r,s)“, „unterhalb“, „unter“, „untere(r,s)“ und „nach unten“ auf die Positionsbeziehungen in der Senkrechten zwischen jeweiligen Bestandteilen des Schuhs S und „Vorder-“, „vordere(r,s)“, „Hinter-“, und „hintere(r,s)“ auf die Positionsbeziehungen zwischen jeweiligen Bestandteilen des Schuhs S in Längsrichtung.
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Wie 1 und 2 zeigen, weist der Schuh S eine Sohle 1 auf. Die Sohle 1 erstreckt sich von einem Vorderfuß zu einem Rückfuß eines Fußes einer Person, die den Schuh S trägt (im Folgenden als „Träger“ bezeichnet). Die Sohle 1 besteht beispielsweise aus einem elastischen Material. Nicht einschränkende geeignete Beispiele für das Material für die Sohle 1 beinhalten thermoplastische Kunstharze wie Ethylen-Vinylacetat-Co-Polymer (EVA) und daraus hergestellte Schaumstoffe, duroplastische Harze wie Polyurethan (PU) und daraus hergestellte Schaumstoffe und Gummimaterialien wie Butadien-Kautschuk und Chloropren-Kautschuk und daraus hergestellte Schaumstoffe. Ein Schaft 2, welcher den Fuß des Trägers bedeckt, ist an einem Randabschnitt der Sohle 1 befestigt (siehe gestrichelte Linien in 1 und 2).
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Bei dieser Ausführungsform umfasst der Schaft 2 einen Schaftkörper 2a. Der Schaftkörper 2a bedeckt hauptsächlich einen Spann des Fußes des Trägers. Der Schaftkörper 2a hat ein unteres Ende, welches offen ist und der Position eines später beschriebenen oberen Randabschnitts 5 der Sohle 1 entspricht. Der Schaftkörper 2a ist mit der Sohle 1 verbunden, wobei dessen unteres Ende an dem oberen Randabschnitt 5 befestigt ist. Insbesondere ist das untere Ende des Schaftkörpers 2a beispielsweise mit einem Klebstoff oder durch Nähen an einer Oberseite 5a des oberen Randabschnitts 5 befestigt.
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Wie 3 zeigt, weist die Sohle 1 einen Sohlenkörper 3 auf. Der Sohlenkörper 3 stützt die gesamte Fußsohle F des Trägers. Insbesondere ist der Sohlenkörper 3 im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet und erstreckt sich in Längsrichtung und in Querrichtung des Schuhs S entsprechend der gesamten Fußsohle F des Trägers.
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Wie 2 und 3 zeigen, ist ein in den Sohlenkörper 3 integrierter unterer Randabschnitt 4 an einer Unterseite der Sohle 1 vorgesehen. Der untere Randabschnitt 4 weist eine unter dem unteren Ende des Sohlenkörpers 3 gelegene Unterseite 4a auf, welche den äußeren Umfang des Sohlenkörpers 3 umschließt.
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Wie 1 und 3 zeigen, ist der in den Sohlenkörper 3 integrierte obere Randabschnitt 5 an einer Oberseite der Sohle 1 vorgesehen. Der obere Randabschnitt 5 weist eine über dem oberen Ende des Sohlenkörpers 3 gelegene Oberseite 5a auf, welche den äußeren Umfang des Sohlenkörpers 3 umschließt. Der obere Randabschnitt 5 weist eine gekrümmte Vorderwand 6 an seinem vorderen Ende und eine gekrümmte Rückwand 7 an seinem hinteren Ende auf.
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Wie 2 und 3 zeigen, weist die Sohle 1 eine Vielzahl von unteren Erhebungen 11 auf. Jede der unteren Erhebungen 11 weist die Form eines viereckigen Prismas auf, welches im Querschnitt beispielsweise eine quadratische Form besitzt und von der Unterseite des Sohlenkörpers 3 nach unten in Richtung des Bodens G vorsteht. Insbesondere weist jede untere Erhebung 11 einen unteren Abschnitt auf, der unter der Unterseite 4a des unteren Randabschnitts 4 angeordnet ist. Die unteren Erhebungen 11 sind voneinander beabstandet.
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Zwei einander benachbarte untere Erhebungen 11 bilden eine Rille 12 zwischen sich aus. Die Rille 12 ist eine von den Bodenflächen der unteren Erhebungen 11 nach oben verlaufende Aussparung. Die Rille 12 weist eine geringere Breite und Tiefe als die unteren Erhebungen 11 auf.
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Wie 1 und 3 zeigen, weist die Sohle 1 eine Vielzahl von oberen Erhebungen 13 auf. Jede der oberen Erhebungen 13 steht von dem oberen Abschnitt des Sohlenkörpers 3 in Richtung der Fußsohle F des Trägers ab. Jede obere Erhebung 13 hat insbesondere einen Sockel 13a und ein mit dem Sockel einstückig ausgebildetes Spitzenende 13b. Der Sockel 13a weist die Form eines viereckigen Prismas auf, welches beispielsweise im Querschnitt quadratisch ist, und besitzt eine Höhe h0 von dem oberen Abschnitt des Sohlenkörpers 3, so dass er im Wesentlichen bündig mit dem oberen Randabschnitt 5 abschließt. Das Spitzenende 13b weist eine Höhe h1, h2 oder h3 von dem oberen Ende des Sockels 13a auf und läuft nach oben hin kegelförmig zu. Jede obere Erhebung 13 weist insbesondere einen über der Oberseite 5a des oberen Randabschnitts 5 angeordneten oberen Abschnitt auf. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das Spitzenende 13b im Querschnitt einen halbkugelförmigen Scheitelpunkt auf.
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Die oberen Erhebungen 13 sind voneinander beabstandet, und jede der oberen Erhebungen 13 ist im Querschnitt mit einer zugeordneten unteren Erhebung 11 paarig angeordnet. Insbesondere überlappt jede der oberen Erhebungen 13 auf der Oberseite des Sohlenkörpers 3 mit einer zugeordneten unteren Erhebung 11.
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Wie 3 und 4 zeigen, weist jede der unteren Erhebungen in ihrem unteren Abschnitt einen ersten Bereich R1 auf, welcher in Kontakt mit dem Boden G (einer Erdfläche oder einem Fußboden) tritt. Jeder der ersten Bereiche R1 ist insbesondere eine Bodenfläche der viereckigen, prismenförmigen unteren Erhebung 11 und weist Seiten auf, die in Draufsicht jeweils eine Abmessung a1 haben. Jede der oberen Erhebungen 13 weist in ihrem oberen Abschnitt einen zweiten Bereich R2 auf, welcher mit der Fußsohle F des Trägers in Kontakt tritt. Jeder der zweiten Bereiche R2 besitzt in Draufsicht im Wesentlichen die Form eines Quadrats, dessen Seiten die Abmessungen b1, b2 oder b3 haben, welche kleiner als die Abmessung a1 sind. Die zweiten Bereiche R2 der oberen Erhebungen 13 sind insbesondere kleiner als die ersten Bereiche R1 der unteren Erhebungen 11.
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In 5 ist ein Bereich, der einen Fußballen und eine Ferse der Fußsohle F des Trägers umfasst, gepunktet schraffiert als Bereich X dargestellt, und ein Bereich außerhalb des Bereiches X (z.B. ein Bereich, der einen dem Fußgewölbe der Fußsohle F entsprechenden Abschnitt F umfasst) ist mit diagonalen Linien als ein Bereich Y schraffiert.
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Wie 3 zeigt, sind die Bereiche R2 der oberen Erhebungen 13 in Abhängigkeit von den Abschnitten der Fußsohle F des Trägers unterschiedlich groß. Wie auch in 4 gezeigt, weist insbesondere jeder der zweiten Bereiche R2 der oberen Erhebungen 13 in dem Bereich X Seiten mit der Abmessung b1 auf. Andererseits weist jeder der zweiten Bereiche R2 der oberen Erhebungen 13 in dem Bereich Y Seiten mit der Abmessungen b2 oder b3 auf. Die Abmessung b1 ist größer als die Abmessungen b2 und b3. Die Abmessung b2 ist größer als die Abmessung b3. Da die Abmessungen sich derart unterscheiden, weisen die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich X größere zweite Bereiche R2 auf als die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich Y. Insbesondere weisen die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich X eine größere Kontaktfläche mit der Fußsohle F des Trägers auf als die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich Y.
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Wie 3 zeigt, weisen die oberen Erhebungen 13 in Abhängigkeit von den Abschnitten der Fußsohle F des Trägers unterschiedliche Größen auf. Insbesondere weisen die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich X eine Höhe h0 + h1 auf. Hingegen weisen die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich Y eine Höhe h0 + h2 oder h0 + h3 auf. Die Höhe h1 ist kleiner als die Höhen h2 und h3. Die Höhe h2 ist kleiner als die Höhe h3. Da die Höhen sich auf diese Art unterscheiden, sind die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich X kleiner als die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich Y.
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[Vorteile der Ausführungsform]
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Wenn bei der wie oben beschrieben ausgebildeten Sohle 1 der Fuß des Trägers während seiner Bewegung, wie beispielsweise beim Gehen, Laufen oder Springen, in Kontakt mit dem Boden G tritt, wirkt eine Reaktionskraft von dem Boden G auf die unteren Erhebungen 11 und wird von den unteren Erhebungen 11 über die oberen Erhebungen 13 auf der Oberseite des Sohlenkörpers 3, welche sich mit den betreffenden unteren Erhebungen 11 überlappen, auf die Fußsohle F des Trägers übertragen. Da die zweiten Bereiche R2 der oberen Erhebungen 13 kleiner als die ersten Bereiche R1 der unteren Erhebungen 11 sind, wird die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft von den ersten Bereichen R1 auf die zweiten Bereiche R2 konzentriert. Somit wird die Reaktionskraft als ein verstärkter Druck von den zweiten Bereichen R2 der oberen Erhebungen 13 auf die Abschnitte der Fußsohle F des Trägers übertragen. Dadurch kann der Träger die Druckunterschiede erkennen, welche bei Bodenkontakt auf die Abschnitte seiner Fußsohle F übertragen werden. Somit erlaubt die Sohle 1 des Schuhs S dieser Ausführungsform dem Träger, seine Körperbewegung mühelos zu steuern, indem er die bei Bodenkontakt auf jeden Abschnitt der Fußsohle F ausgeübte Belastung erkennt.
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Des Weiteren ist jede der unteren Erhebungen 11 säulenförmig ausgebildet, z.B. wie oben beschrieben im Wesentlichen in Form eines viereckigen Prismas, und Bodenflächen derselben dienen als erste Bereiche R1. In dieser Ausgestaltung sind die ersten Bereiche R1 als relativ breite, flache Oberflächen ausgebildet, was die einfache Übertragung der Reaktionskraft von dem Boden G auf die ersten Bereiche R1 ermöglicht. Dadurch kann die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft angemessen von den ersten Bereichen R1 auf die zweiten Bereiche R2 übertragen werden.
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Ferner umfassen die oberen Erhebungen 13 die zweiten Bereiche R2, welche in Abhängigkeit von ihrer Position in Bezug auf die Abschnitte der Fußsohle F des Trägers unterschiedlich groß sind. Dadurch kann die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft angemessen auf die Abschnitte der Fußsohle F übertragen werden. Insbesondere kann ein übermäßiger Druck, der womöglich auf einen schmerzempfindlichen Abschnitt der Fußsohle F ausgeübt wird, reguliert werden.
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Zusätzlich sind die oberen Erhebungen 13 in Abhängigkeit von ihren Positionen in Bezug auf die Abschnitte der Fußsohle F des Trägers unterschiedlich hoch. Daher kann die bei Bodenkontakt erzeugte Reaktionskraft angemessen auf die Abschnitte der Fußsohle F übertragen werden. Insbesondere kann ein übermäßiger Druck, der womöglich auf einen schmerzempfindlichen Abschnitt der Fußsohle F ausgeübt wird, reguliert werden.
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Weiterhin kann ein Verbiegen der oberen Erhebungen 13 in dem Bereich X ungeachtet der Größe der von den unteren Erhebungen 11 übertragenen Reaktionskraft vermieden werden, da die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich X kürzer ausgebildet sind als die oberen Erhebungen 13 in dem Bereich Y.
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(Erste Variante der Ausführungsform)
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Der Schaft 2 des Schuhs S nach der vorstehend beschriebenen Ausführungsform umfasst nur den Schaftkörper 2a. Dies ist jedoch lediglich ein nicht einschränkendes Beispiel. Beispielsweise kann der Schaft 2 wie bei einem Schuh S nach einer in 6 gezeigten ersten Variante zusätzlich zu dem Schaftkörper 2a eine Einlage 2b aufweisen.
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Die Einlage 2b ist beispielsweise aus einem flexiblen Netzgewebe hergestellt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Einlage 2b eine geeignete Dicke auf und ist aus einem geeigneten Material hergestellt, um die Reaktionskraft von den oberen Erhebungen 13 auf die Fußsohle des Trägers zu übertragen. Wie 6 zeigt, bedeckt die Einlage 2b das untere, offene Ende des Schaftkörpers 2a und ist in vertikaler Richtung zwischen der Fußsohle F des den Schuh S tragenden Trägers und der Sohle 1 angeordnet.
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Die Einlage 2b ist in den Schaftkörper 2a integriert. Insbesondere sind zumindest Enden der Einlage 2b in der Querrichtung des Schuhs S zum Beispiel mit einem Klebstoff oder mittels Nähen an einem unteren Ende des Schaftkörpers 2a befestigt. Des Weiteren sind die Enden der Einlage 2b und das untere Ende des Schaftkörpers 2a beispielsweise mit einem Klebstoff oder mittels Nähen an der Oberseite 5a des oberen Randabschnitts 5 befestigt.
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Die Einlage 2b ist auf den oberen Erhebungen 13 angeordnet. Insbesondere ist die Einlage 2b mit ihrem in der Querrichtung des Schuhs S mittleren Abschnitt den oberen Erhebungen 13 in vertikaler Richtung gegenüberliegend angeordnet.
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Wie aus dem Vorstehenden ersichtlich ist, weist der Schuh S nach der ersten Variante den Schaft 2 auf, der den Schaftkörper 2a und die Einlage 2b umfasst, weshalb er einfacher herstellbar ist als ein Schuh, dessen Schaft 2 keine Einlage 2b aufweist.
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Des Weiteren treten bei dem Schuh S der ersten Variante die oberen Erhebungen 13 über die Einlage 2b in Kontakt mit der Fußsohle F. Daher kann die Einlage 2b beispielsweise den auf die Fußsohle F ausgeübten Druck regulieren, selbst wenn von den oberen Erhebungen 13 ein übermäßiger Druck auf die Fußsohle F ausgeübt wird.
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(Zweite Variante der Ausführungsform)
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Bei der oben beschriebenen Ausführungsform treten die oberen Erhebungen 13 direkt mit der Fußsohle F des Trägers in Kontakt. Dies ist jedoch lediglich ein nicht einschränkendes Beispiel. Beispielsweise können die oberen Erhebungen 13 wie bei einem Schuh einer in 7 gezeigten zweiten Variante auch indirekt über eine Innensohle 14 mit der Fußsohle F des Trägers in Kontakt treten.
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Die Innensohle 14 ist aus einem Stoff, beispielsweise aus einem Gewirke, einem Gewebe oder einem Vlies hergestellt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann die Innensohle 14 eine geeignete Dicke aufweisen und aus einem geeigneten Material bestehen, um die Reaktionskraft von den oberen Erhebungen 13 auf die Fußsohle des Trägers zu übertragen. Wie in 7 gezeigt, ist die Innensohle 14 auf den oberen Erhebungen 13 angeordnet. Insbesondere ist die Innensohle 14 mit ihrem in der Querrichtung des Schuhs S mittleren Abschnitt den oberen Erhebungen 13 in vertikaler Richtung gegenüberliegend angeordnet. Dadurch ist die Innensohle 14 zwischen der Fußsohle F des den Schuh S tragenden Trägers und der Sohle 1 angeordnet. Die Innensohle 14 kann einen Randabschnitt aufweisen, der beispielsweise mithilfe eines Klebstoffs oder mittels Nähen an der Oberseite 5a des oberen Randabschnitts 5 befestigt ist.
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Wie vorangehend ausgeführt, treten bei dem Schuh S der zweiten Variante die oberen Erhebungen 13 über die Innensohle 14 in Kontakt mit der Fußsohle F. Daher kann die Innensohle 14 den auf die Fußsohle F ausgeübten Druck regulieren, selbst wenn von den oberen Erhebungen 13 beispielsweise ein übermäßiger Druck auf die Fußsohle F ausgeübt wird.
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[Weitere Ausführungsformen]
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Bei der oben beschriebenen Ausführungsform umfasst die Sohle 1 den aus einem einzigen Material hergestellten Sohlenkörper 3. Dies ist jedoch lediglich ein nicht einschränkendes Beispiel. Die Sohle 1 kann beispielsweise eine aus einem hartelastischen Material mit einem hohen Härtegrad hergestellte (nicht gezeigte) Laufsohle und eine (nicht gezeigte) Zwischensohle aus einem weichelastischen Material umfassen. Bei dieser Ausgestaltung können die unteren Erhebungen 11 an einer dem unteren Abschnitt des Sohlenkörpers 3 entsprechenden Unterseite der Laufsohle vorgesehen sein, und die oberen Erhebungen 13 können an einer dem oberen Abschnitt des Sohlenkörpers 3 entsprechenden Oberseite der Zwischensohle vorgesehen sein.
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Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen weist jede der unteren Erhebungen 11 die Form eines viereckigen Prismas auf. Dies ist jedoch lediglich ein nicht einschränkendes Beispiel. Jeder der unteren Erhebungen 11 kann beispielsweise die Form eines dreieckigen Prismas oder einer runden Säule aufweisen. Die unteren Erhebungen 11 können jegliche Form aufweisen, solange sie im Wesentlichen säulenförmig sind.
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In der ersten Variante der Ausführungsform wurde beschrieben, dass die Einlage 2b aus einem flexiblen Netzgewebe hergestellt ist. Dies ist jedoch lediglich ein nicht einschränkendes Beispiel. Die Einlage 2b kann beispielsweise auch aus einem Gewirke, einem Gewebe, einem Vlies, einem Stoff oder einem Schaum aus Harz und/oder Kautschuk hergestellt sein.
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Die Einlage 2b kann aus zwei oder mehreren Schichten bestehen. Die Schichten können aus dem gleichen Material oder aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
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Bei der zweiten Variante der Ausführungsform wurde beschrieben, dass die Innensohle 14 beispielsweise mithilfe eines Klebstoffs oder mittels Nähen an der Oberseite 5a des oberen Randabschnitts 5 der Sohle 1 befestigt ist. Dies ist jedoch lediglich ein nicht einschränkendes Beispiel. Die Innensohle 14 kann beispielsweise ablösbar angeordnet sein, wobei ihr Randabschnitt auf der Oberseite 5a des oberen Randabschnitts 5 der Sohle 1 angeordnet ist.
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Bei dem oberen Ausführungsbeispiel wurde beschrieben, dass das untere Ende des Schaftkörpers 2a mit einem Klebstoff direkt an der Oberseite 5a des oberen Randabschnitts 5 befestigt ist. Dies ist jedoch lediglich ein nicht einschränkendes Beispiel. Bei der Herstellung des Schuhs S kann beispielsweise ein zusätzlicher Schritt durchgeführt werden. Bei diesem Schritt wird ein (nicht gezeigter) Zwischenkörper gebildet, indem eine (nicht gezeigte) Einlage aus einem wasserlöslichen Material (wie beispielsweise Papierholz) vorübergehend an dem unteren Ende des Schaftkörpers 2a und der Oberseite 5a des oberen Randabschnitts 5 befestigt wird. Anschließend wird der Zwischenkörper in eine wässrige Lösung getaucht, um nur die Einlage aufzulösen. Durch diesen Schritt kann der Schuh S wie bei der oben beschriebenen ersten Variante einfach hergestellt werden.
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Bei der ersten Variante der Ausführungsform kann die Innensohle 14 der zweiten Variation auf der Einlage 2b angeordnet sein.
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Es ist zu beachten, dass die vorliegende Offenbarung nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist und Veränderungen und Modifikationen möglich sind, ohne von dem Geltungsbereich der vorliegenden Offenbarung abzuweichen.
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INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
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Die vorliegende Offenbarung ist beispielsweise für bei zahlreichen Sportarten wie Laufen und Ballsportarten verwendete Sportschuhe, Trainingsschuhe für solche Sportarten, für Sneakers zur alltäglichen Verwendung oder für Therapieschuhe industriell anwendbar.