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Die
Erfindung betrifft das Gebiet des Spleißens von Lichtwellenleitern,
um die Endstücke
zweier optischer Fasern miteinander zu verbinden und somit eine
zur optischen Übertragung
geeignete Verbindung herzustellen. Bei solch einem Eingriff sind vor
dem eigentlichen Spleißvorgang
zunächst
verschiedene Vorbereitungsschritte durchzuführen, um die Endstücke der
beiden optischen Fasern zu präparieren.
Dabei wird die Ummantelung ("coating") der jeweiligen
Faser am Endstück
des jeweiligen Lichtwellenleiters entfernt, d. h. zunächst durchtrennt
und dann abgezogen. Zusätzlich
zu diesem so genannten Absetzvorgang ist meist auch eine Reinigung
der dann endseitig freigelegten optischen Faser erforderlich.
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Beide
Schritte werden herkömmlich
mit unterschiedlichen Hilfswerkzeugen oder jedenfalls in unterschiedlichen
Einheiten eines entsprechenden Präparierungsgeräts durchgeführt. Des
Weiteren muss das äußerste Ende
des freiliegenden Endstücks
mit einem sauberen Schnitt gerade abgetrennt werden (beim so genannten "cleaving"), um beim anschließenden Spleißvorgang
eine vollflächige
Verschmelzung beider Endstücke über die
gesamte Querschnittsfläche
der optischen Fasern sicherzustellen. Schließlich erfolgt – üblicherweise
in einem separaten Gerät,
dem eigentlichen Spleißgerät – der Spleißvorgang
("fusion splicing"), bei dem beide
Endstücke
zu einer einzigen durchgehenden optischen Faser (Lichtwellenleiter)
verschmelzen. Danach ist die Spleißverbindung gegenüber äußerem Lichteinfall
und anderen Einflüssen
zu schützen und
hier zu mit einem geeigneten Schutzgehäuse zu versehen, das die hergestellte
Spleißverbindung
einschließt.
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Die
obigen Bearbeitungsschritte werden herkömmlich mit verschiedenen Instrumenten
durchgeführt,
wobei im fünften
und letzten Schritt ein Schutzgehäuse angebracht wird, das dauerhaft
an der hergestellten Spleißverbindung
verbleibt. Bei den vorigen vier Bearbeitungsschritten werden hochwertige Instrumente
eingesetzt, die mit ausreichender Präzision konstruiert sein müssen, um
die angesichts des geringen Durchmessers der optischen Fasern erforderliche
Präzision
auch noch nach jahrelangem Gebrauch, d. h. Verschleiß dieser
Geräte
zu garantieren.
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Nachteilig
ist nicht nur der damit verbundene Herstellungsaufwand für die Geräte selbst,
sondern auch die Vielzahl der für
die jeweiligen Bearbeitungsschritte erforderlichen Handgriffe. Insbesondere
werden die Endstücke
der beiden miteinander zu verspleißenden optischen Fasern bei
dem oben skizzierten Bearbeitungshergang mehrfach an verschiedenen
Geräten
oder Geräteeinheiten
montiert und dort jeweils lagegenau mit hoher Präzision positioniert.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Arbeitsaufwand und
die Kosten für
das Spleißen
von Lichtwellenleitern und für
die damit verbundenen weiteren Vor- und Nachbereitungsschritte deutlich
zu verringern. Es soll insbesondere eine Ausrüstung bereitgestellt werden,
die die Handhabung der Endstücke
der optischen Fasern wesentlich erleichtert und es ermöglicht,
den Zeitaufwand für das
Herstellen einer einzelnen Spleißverbindung zu verringern.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
mehrteiligen Endstück-Adapter
gelöst,
der an einem Endstück
einer ummantelten optischen Faser anbringbar ist,
- – wobei
der Endstück-Adapter
ein erstes Adapterteil und ein zweites Adapterteil umfasst,
- – wobei
das erste Adapterteil eine Führungshülse mit
einer Führungsöffnung aufweist,
durch die eine ummantelte optische Faser durchschiebbar ist,
- – wobei
das zweite Adapterteil eine Absetzvorrichtung aufweist, mit der
ein Fasermantel einer optischen Faser von einem Teil des Endstücks der optischen
Faser entfernbar ist, und
- – wobei
das zweite Adapterteil die Führungshülse des
ersten Adapterteils umgibt und von der Führungshülse abziehbar ist.
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Erfindungsgemäß wird ein
mehrteiliger Adapter vorgeschlagen, der es erstmals ermöglicht, sämtliche
zum Spleißen
erforderlichen Arbeitsschritte, vom Absetzen des Fasermantels bis
hin zum dauerhaften Einkapseln der Spleißverbindung, durchzuführen, ohne
dass ein zwischenzeitliches Austauschen, Abmontieren oder Wiederanbringen
weiterer Halterungen oder sonstiger Hilfsmittel unmittelbar an den
Faserenden erforderlich ist. Statt dessen ermöglicht der erfindungsgemäße Endstück-Adapter, nachdem
er einmal an dem Faserende angebracht wurde, die Durchführung sämtlicher
Verfahrensschritte mit Hilfe des Adapters, da dessen erstes Adapterteil auch
nach dem Spleißen
an der optischen Faser verbleibt und einen Bestandteil der dauerhaften
Schutzeinkapselung bildet. Der hier beschriebene Endstück-Adapter
ist insbesondere auch als Einwegprodukt herstellbar. Er verringert
nicht nur den Arbeitsaufwand zum Spleißen, sondern auch die Herstellungskosten
insgesamt, da hinsichtlich der Materialauswahl und der Fertigungstoleranzen kein
langjähriger
Verschleiß mehr
berücksichtigt
werden muss, wie er bei herkömmlichen
Produkten zur Mehrfachverwendung auftritt.
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Der
vorgeschlagene Endstück-Adapter
umfasst zwei separate Adapterteile, wobei das erste Adapterteil
eine Führungsöffnung für die ummantelte optische
Faser aufweist. Das erste Adapterteil verbleibt nach dem Anbringen
an der optischen Faser dauerhaft an ihr; dieses erste Adapterteil
dient somit als Halterung und Führung
der optischen Faser, etwa beim Kürzen
der optischen Faser ("Cleaving") und insbesondere
beim Spleißen.
Hierzu braucht das erste Adapterteil lediglich in eine entsprechende
Aufnahme eines Trenngeräts
bzw. eines Spleißgeräts (oder
eines kombinierten Geräts
für beide
Verfahrensschritte) eingelegt zu werden. Das Einlegen des Adapters
in die entsprechende Aufnahme ist wesentlich unkomplizierter als
eine Handhabung des flexiblen Faserendstücks allein, da das erste Adapterteil sowohl
die laterale Führung
als auch die korrekte axiale Positionierung des Faserendstücks sicherstellt.
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Das
zweite Adapterteil ist so ausgebildet, dass es die Führungshülse des
ersten Adapterteils umgibt und von dieser abziehbar ist. Das zweite
Adapterteil besitzt eine Absetzvorrichtung zum Entfernen des Fasermantels
von einem Teil des Endstücks der
optischen Faser. Nach dem Absetzen und gegebenenfalls Reinigen des
entmantelten Faserendes kann das zweite Adapterteil von der Führungshülse des
ersten Adapterteils abgezogen und verworfen werden. Ebenso ist denkbar,
dass gerade durch das Abziehen des zweiten Adapterteils von dem
ersten Adapterteil der Fasermantel abgesetzt wird und dabei auch
das entmantelte Faserende gereinigt wird.
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In
beiden Fällen
ermöglicht
der Endstück-Adapter
eine Zeit sparende Ausführung
des Absetzvorgangs ("Stripping"), vorzugsweise in
Kombination mit dem Reinigungsschritt.
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Hinsichtlich
des ersten Adapterteils ist vorzugsweise vorgesehen, dass dieses
einen Arretiermechanismus umfasst, um seine Position längs der eingeführten optischen
Faser zu arretieren. Hierzu kann ein Arretierelement vorgesehen
sein, das die Führungshülse zumindest
in einem Teil ihrer axialen Ausdehnung ringförmig umgibt und gegenüber ihr verdrehbar
ist. Der Arretiermechanismus kann beispielsweise ein Exzenter sein,
bei dem zwei Berührungsflächen mit
nicht-kreissymmetrischem
Umfang (beispielsweise Ellipsen) gegeneinander verdreht werden.
Dadurch ist je nach Drehstellung eine innere Auflagefläche des
ringförmigen
Arretierelements an eine Außenfläche des
ersten Adapterteils bzw. seiner Führungshülse klemmbar bzw. wieder lösbar. Anstelle
eines Exzenters kann auch ein Schraubgewinde als Arretiermechanismus
vorgesehen sein. In beiden Fällen
wird vorzugsweise der Querschnitt der Führungsöffnung lokal verengt und so
eine sichere Positionierung des Faserendstücks gegenüber eventuellen Zugbeanspruchungen
sichergestellt.
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Hinsichtlich
des zweiten Adapterteils ist vorzugsweise vorgesehen, dass dieses
eine Halterung sowie eine Greifklammer aufweist. Die Halterung ist auf
die Führungshülse des
ersten Adapterteils aufschiebbar, vorzugsweise auch im Auslieferungszustand
bereits auf diese aufgeschoben. Die Halterung ermöglicht das
Durchtrennen und Abziehen des Fasermantelendes mit Hilfe der Greifklammer,
die hierzu in axialer Richtung aus der Haltung herausziehbar ist.
Der axiale Verstellweg kann dabei begrenzt sein, so dass die Greifklammer
nur um eine vorgegebene Verschiebedistanz gegenüber der Halterung be weglich
ist. Alternativ kann die Greifklammer vollständig aus der Halterung ausziehbar
sein.
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Die
Greifklammer umfasst mehrere, vorzugsweise zwei auf entgegengesetzten
Seiten des Faserendstücks
angeordnete Klingen, die mit Hilfe der Greifklammer zusammendrückbar sind,
um den Fasermantel lokal zu durchtrennen. Hierzu eignen sich beispielsweise
Klingen mit halbkreisförmiger Aussparung,
deren Durchmesser demjenigen des Lichtwellenleiters ohne Mantel
entspricht. Des Weiteren kann das zweite Adapterteil einen Endanschlag aufweisen,
der die Länge
des durch die Führungsöffnung des
ersten Adapterteils hindurchschiebbaren Faserendes festlegt und
begrenzt. Dadurch befindet sich nach Montage des Endstück-Adapters
an dem Faserendstück
die zu verspleißende
Kontaktfläche
in einer vorgegebenen axialen Position gegenüber der Führungshülse.
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Gemäß einer
Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Endstück-Adapter ein ringförmiges Reinigungselement um
die Führungshülse herum
aufweist, das beim Auseinanderziehen beider Adapterteile über das
entmantelte Faserende gestreift wird und dadurch die optische Faser
reinigt. Somit können die
Verfahrensschritte des Absetzens und Reinigens mit demselben Gerät bzw. demselben
Einweg-Adapter, d. h. zeitsparender und kostengünstiger als herkömmlich durchgeführt werden.
Das ringförmige
Reinigungselement ist vorzugsweise vorgespannt, sodass es sich beim
Abstreifen von der Führungshülse auf
einen Durchmesser zusammenzieht, der dem Durchmesser der optischen
Faser ohne Mantel entspricht. Beim Absetzen des abgetrennten Mantelstücks wird
daher die Außenfläche der
Faser automatisch gereinigt. Das ringförmige Reinigungselement, das
beispielsweise ein Schwamm oder ein Gummiring ist, kann zur Unterstützung der
Reinigungswirkung noch mit einer Reinigungsflüssig keit getränkt oder
beschichtet sein. Im Übrigen
ermöglicht
das Reinigungselement eine einfache und kostengünstige Fixierung des zweiten
Adapterteils an dem ersten in axialer Richtung; im Auslieferungszustand
sorgt der Reinigungsschwamm oder -ring für einen gewissen Widerstand
gegenüber
einem Abziehen des zweiten Adapterteils von dem ersten, wodurch
der mehrteilige Endstück-Adapter
zusätzlich zusammengehalten
wird.
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Infolge
des hier vorgeschlagenen Mechanismus und Aufbaus des Endstück-Adapters
können das
erste und das zweite Adapterteil aus Kunststoff und somit wesentlich
preiswerter hergestellt werden, ohne dass Justierungenauigkeiten
und ein Verschleiß wie
bei herkömmlichen
Geräten
zur Mehrfachverwendung und für
den Dauereinsatz zu befürchten
wären.
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Jedes
mit dem erfindungsgemäßen Adapter versehene
und behandelte Faserende ist nachfolgend zur Durchführung des
Spleißvorgangs
und sogar zur endgültigen
Sicherung der Spleißverbindung präpariert.
Hierzu brauchen lediglich die beiderseits der Spleißverbindung
noch montierten ersten Adapterteile zweier Adapterendstücke fest
miteinander verbunden zu werden, um eine dauerhafte Einkapselung
zum Schutz der Spleißverbindung
zu erhalten.
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Die
der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird somit ebenfalls durch
ein Schutzgehäuse
gelöst,
das zwei erste Adapterteile (von ursprünglich zwei Endstück-Adaptern)
sowie ein weiteres Adapterteil aufweist. Dabei sind die beiden erste
Adapterteile an dem weiteren Adapterteil, und zwar an dessen beiden
entgegengesetzten axialen Enden, montiert, sodass das weitere Adapterteil
die Spleißverbindung
ringförmig
umgibt. Zur sicheren Befestigung aller drei Adapterteile aneinander können am
weiteren Adapterteil ringförmige
Aussparungen vorgesehen sein, in welche ringförmige Vorsprünge der
beiden ersten Adapterteile eingreifen. Selbstverständlich können umgekehrt
auch ringförmige
Vorsprünge
des weiteren Adapterteils in ringförmige Aussparungen der ersten
Adapterteile eingreifen. In jedem Fall bildet das weitere Adapterteil
eine sichere Ummantelung der Spleißverbindung.
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Das
weitere Adapterteil kann beispielsweise zwei halbzylindrische Gehäuseteile
umfassen, die aneinander montierbar oder von Beginn an aneinander
befestigt sind, beispielsweise durch eine schwenkbare Gelenkverbindung.
Im Inneren der Halbschalen des weiteren Adapterteils kann des Weiteren
eine Polsterung für
die Spleißverbindung
vorgesehen sein, beispielsweise aus einem Gel oder einem anderen
weichen Material. Vorzugsweise umschließt das weitere Adapterteil
nicht nur die Spleißverbindung,
sondern auch die Führungshülsen der beiden
ersten Adapterteile axial beiderseits der Spleißverbindung.
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Schließlich wird
auch ein mehrteiliger Satz von Adapterteilen bereitgestellt, der
zwei Endstück-Adapter
(mit jeweils einem ersten und einem zweiten Adapterteil) sowie das
weitere Adapterteil umfasst. Das weitere Adapterteil ermöglicht nach dem
Entfernen der zweiten Adapterteile das Fixieren beider ersten Adapterteile
aneinander in zueinander entgegengesetzten Orientierungen und das
sichere Umschließen
der Spleißverbindung.
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Einige
beispielhafte Ausführungsformen werden
nachstehend mit Bezug auf die Figuren näher erläutert. Es zeigen:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
eines Endstück-Adapters
mit einem ersten und einem zweiten Adapterteil, montiert am Endstück einer
optischen Faser,
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2 das
erste Adapterteil des Endstück-Adapters
aus 1,
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3 die
Reihenfolge der Bedienschritte zum Absetzen des Fasermantels durch
das zweite Adapterteil des Endstück-Adapters
aus 1,
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4 eine
Darstellung des Inneren des Endstück-Adapters ohne die zum zweiten
Adapterteil gehörige
Halterung,
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5 eine
von zwei ersten Adapterteilen umgebene Spleißverbindung,
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6 ein
Schutzgehäuse
für die
Spleißverbindung
aus 5,
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7 eine
schematische Längsschnittansicht
des Schutzgehäuses
aus 6,
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8 eine
schematische Querschnittansicht des weiteren Adapterteils für das Schutzgehäuse aus 6,
dargestellt in geöffnetem
Zustand,
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9 eine
ausschnittweise schematische Längsschnittansicht
einer Ausführungsform
des Endstück-Adapters
und
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10 eine
Querschnittansicht der Anordnung der Klingen des Endstück-Adapters
aus 9.
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1 zeigt
in perspektivischer Darstellung ein schematisches Ausführungsbeispiel
eines Endstück-Adapters 1,
der auf das Endstück
einer mit einem Fasermantel 3 versehenen optischen Faser 2 aufgeschoben
ist. Der Endstück-Adapter 1 umfasst ein
erstes Adapterteil 10 und ein zweites Adapterteil 20.
Das zweite Adapterteil 20 umfasst eine Absetzvorrichtung 25,
die noch anhand der nachfolgenden Figuren erläutert wird.
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Das
erste Adapterteil 10 dient nicht nur zur Führung der
optischen Faser 2, sondern auch zur Fixierung des Endstück-Adapters 1 an
der optischen Faser 2 in der axialen Richtung z.
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Hierzu
zeigt 2 das erste Adapterteil 10, durch das
das Endstück 4 der
optischen Faser 2 samt des Fasermantels 3 hindurchgeschoben
ist. Das erste Adapterteil 10 bildet im Wesentlichen eine Führungshülse 15,
deren Führungsöffnung durch
die ummantelte optische Faser 2 ausgefüllt wird. Im rechten Einführbereich
der Führungsöffnung 15 ist diese
mit Schlitzen oder anderweitigen Aussparungen versehen, um den Querschnitt
der Führungsöffnung verengen
und somit die optische Faser festklemmen zu können. Dazu ist ein Arretiermechanismus 11,
beispielsweise ein Exzenter 12 oder ein Schraubmechanismus,
vorgesehen.
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Hierzu
weist das erste Adapterteil 10 ein ringförmiges Arretierelement 13 auf,
das drehbar um die Führungshülse 15 angeordnet
ist und je nach Winkelstellung, wie durch den gekrümmten Pfeil
angedeutet, den Querschnitt der Führungsöffnung im äußeren Bereich der Führungshülse 15 verengt.
Mit Hilfe von Griffelementen (in 2 rechts
dargestellt) sind die Führungshülse und
das Arretierelement 13 gegeneinander verdrehbar. Im arretierten
Zustand lässt
sich die optische Faser 2 in axialer Richtung z nicht mehr
gegenüber
dem ersten Adapterteil 10 verschieben.
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3 zeigt
den Endstück-Adapter 1 aus 2 mit
schematischer Darstellung zweier Bedienschritte A und B zum Absetzen,
d. h. Abisolieren des Fasermantels am Endstück der optischen Faser. Die Absetzvorrichtung 25 des
zweiten Adapterteils 20 umfasst eine Greifklammer 22,
die in axialer Richtung z aus einer Halterung 21, die die
Führungshülse 15 des
ersten Adapterteils 10 umschließt, ausziehbar ist. Das axiale
Herausziehen der Greifklammer 22 weg von der Halterung
und/oder dem ersten Adapterteil 10 ist durch die Bewegung
B angedeutet. Zuvor jedoch werden gemäß 3, wie durch
die Pfeile A angedeutet, die beiden Griffelemente 26 der
Greifklammer 22 zusammengedrückt. Dies hat zur Folge, dass
die Ummantelung der optischen Faser lokal durchtrennt wird, wie
aus 4 näher
ersichtlich wird.
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4 zeigt
das Innere des Endstück-Adapters 1;
zur besseren Darstellung wurde die Halterung 21 nicht mit
dargestellt. Zu sehen ist jedoch die Greifklammer 22 in
derjenigen Position, die sie vor Durchführung der Bedienschritte A,
B (3) relativ zum Endstück 4 der optischen
Faser 2, 3 und relativ zum ersten Adapterteil 10 einnimmt.
In 4 sind zwei im Inneren des Endstück-Adapters
einander zugewandte Klingen 23 erkennbar, die beiderseits
des Endstücks 4 angeordnet
sind und dazu dienen, den Fasermantel 3 lokal zu durchtrennen,
um ihn anschließend
in axialer Richtung von der optischen Faser 2 abziehen
zu können.
Zum Durchtrennen werden die beiden Griffelemente 26 der
Greifklammer 22 gegeneinander gedrückt, wodurch der Fasermantel 3 mit Hilfe
der Klingen 23 durchtrennt wird (Bedienschritt A in 3).
Anschließend
wird die Greifklammer 22 an ihren beiden Griffelementen 26 aus
der Halterung 21 (3) herausgezogen
(Schritt B in 3). Bei dieser Bewegung bleiben
die beiden Griffelemente 26 und somit auch die beiden Klingen 23 noch
gegeneinander gedrückt,
damit die optische Faser 2, d. h. der Lichtwellenleiter
selbst an seinem Endstück 4 freigelegt
wird.
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4 zeigt
auch noch eine Weiterbildung des Endstück-Adapters 1, gemäß der ein
Reinigungselement 5 vorgesehen ist. Das Reinigungselement 5 ist
in einem Bereich hinter der Führungshülse 15 dargestellt;
es kann alternativ ebenso auch (zumindest im ursprünglichen
Auslieferungszustand) um die Führungshülse 15 herum
gespannt sein. In jedem Fall jedoch wird das ringförmige Reinigungselement 5 dann,
wenn das zweite Adapterteil 20 oder zumindest dessen Greifklammer 22 abgezogen
wird, über das
abisolierte Endstück 4 der
optischen Faser 2 gestreift, wodurch eventuelle Verunreinigungen,
beispielsweise Schneidereste des Fasermantels, mit entfernt werden.
Das Reinigungselement 5 ist vorzugsweise ein gespannter,
ringförmiger
Schwamm oder Gummiring, der vorzugsweise noch mit einer chemischen
Reinigungslösung
getränkt
oder beschichtet ist.
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Zur
Bedienung des Endstück-Adapters
sind lediglich die beiden Bedienschritte A und B gemäß 3 erforderlich,
bevor das zweite Adapterteil 20 insgesamt, ebenfalls in
derselben axialen Richtung z wie im Bedienschritt B, von dem ersten
Adapterteil 10 abgezogen wird. Das erste Adapterteil 10 hingegen verbleibt
weiterhin an der optischen Faser, die nun für das Spleißen präpariert ist, und kann darüber hinaus auch
dauerhaft an der gespleißten
Faser verbleiben. Zum Verbinden brauchen nur zwei mit Hilfe des
Endstück-Adapters 1 präparierte,
weiterhin mit einem jeweiligen ersten Adapterteil 10 bestück te Fasern
in entsprechende Aufnahmen eines Spleißgeräts eingelegt zu werden und
miteinander verspleißt
zu werden.
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Das
Ergebnis des Spleißvorgangs
ist in 5 dargestellt. Beidseitig der Spleißverbindung 9 sind
die jeweiligen Endstücke 4, 8 zweier
ummantelter optischen Fasern 2, 6 dargestellt.
Das erste Adapterteil 10 des weiteren Endstücks 8 (der
weiteren optischen Faser 6, mit der die optische Faser 2 der 1 bis 4 verspleißt wurde)
ist in entgegengesetzter Orientierung wie das erste Adapterteil 10 der optischen
Faser 2 angeordnet.
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Wie
in 6 dargestellt, brauchen die aneinander zugewandten
Hülsen 15 der
beiden Adapterteile 10 lediglich in fester Relativposition
zueinander fixiert zu werden, um ein Schutzgehäuse 50 zu erhalten,
das sich zur dauerhaften Belassung an der hergestellten Spleißverbindung
eignet. Gemäß 6 ist außer den
beiden ersten Adapterteilen 10 noch ein weiteres Adapterteil 40 vorgesehen,
das die beiden Führungshülsen 15 sowie
die dazwischen angeordnete Spleißverbindung umschließt. Das
weitere Adapterteil 40 umfasst vorzugsweise zwei im Wesentlichen
halbzylindrische Gehäuseteile 41, 42,
von denen in 6 nur eines dargestellt ist.
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7 zeigt
eine schematische Längsschnittansicht
des Schutzgehäuses 50 aus 6 im
fertigen, verschlossenen Zustand. In axialer Richtung ist die Spleißverbindung 9 nun
vollständig
durch die beiden halbzylindrischen Gehäuseteile 41, 42 des
weiteren Adapterteils 40 umgeben. An dem weiteren Adapterteil 40 sind
ferner die beiden ersten Adapterteile 10 montiert. Hierzu
dienen entsprechende ringförmige
Vorsprünge 17 der
Führungshülsen 15 bzw.
entsprechende ringförmige
Aussparungen 18 des weiteren Adapterteils 40 (oder
umgekehrt).
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8 zeigt
eine schematische Querschnittansicht des zunächst noch geöffneten
weiteren Adapterteils 40 gemäß einer Ausführungsform,
bei der die beiden halbzylindrischen Gehäuseteile 41, 42 mit Hilfe
einer schwenkbaren Gelenkverbindung 43 aneinander montiert
sind. Zusätzlich
ist im Inneren der Gehäuseteile 41, 42 eine
Polsterung 44 vorgesehen, die in verschlossenem Zustand
des weiteren Adapterteils 40 die Spleißverbindung umgibt. Das nach dem
Schließen
des weiteren Adapterteils 40 erhaltene Schutzgehäuse 50,
das ebenso die beiden ersten Adapterteile 10 umfasst, verbleibt
dauerhaft an der Spleißverbindung.
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Der
anhand der 1 bis 8 dargestellte Arbeitsablauf
kommt mit wesentlich weniger und einfacheren Handhabungsschritten
zum Einlegen und Positionieren der miteinander zu verspleißenden Faserenden
in die Bearbeitungsgeräte
(insbesondere zum Spleißen
und Einkapseln) aus als ein herkömmliches
Verfahren. Außerdem
erfolgt die Handhabung der Faserenden sowie das Absetzen ihrer Isolierung (sowie
vorzugsweise auch das gleichzeitige Reinigen) ausschließlich mit
Hilfe von Adapterteilen, die als Einwegprodukte konstruierbar, insbesondere
aus Kunststoff herstellbar sind. Da hierbei keinerlei Materialabnutzungen
wie beim ansonsten langjährigen Verschleiß mehrfach
zu verwendender Bediengeräte auftreten,
sind die Adapterteile wesentlich kostengünstiger herstellbar.
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9 zeigt
eine ausschnittweise, schematische Längsschnittansicht einer Ausführungsform
eines Endstück-Adapters 1,
bei der der innere Aufbau vergrößert, jedoch
nicht maßstabgerecht
dargestellt ist. Im Innern der Führungsöffnung 16 des
ersten Adapterteils 10 verläuft die mit dem Fasermantel 3 versehene
optische Faser 2. Auf der rechten Seite in 9, wo
die ummantelte Faser aus der Führungshülse 15 wieder
austritt, wird sie von dem zweiten Adapterteil 20 umgeben,
das in 9 nur teilweise dargestellt ist. Außerdem ist
die genaue Formgebung der Greifklammer und der Halterung hier nicht
im Einzelnen dargestellt. Allerdings sind die beiden Griffelemente 26 der
Greifklammer dargestellt, die in das Innere des zweiten Adapterteils 20 hineinragen
und jeweils mit einer Klinge 23 bestückt sind. Durch Zusammendrücken der
beiden Griffelemente 26 schneiden die Klingen 23 in
den Fasermantel 3 ein und durchtrennen ihn somit. Beim
Herausziehen der Greifklammer (mit weiterhin zusammengedrückten Griffelementen 26)
oder spätestens
beim Abziehen des zweiten Adapterteils 20 insgesamt von
dem ersten Adapterteil 10 wird der rechts von den Klingen 23 abgetrennte
Teil des Fasermantels 3 von der optischen Faser 2 abgesetzt
und somit entfernt. Gleichzeitig führt das zweite Adapterteil 20 vorzugsweise
auch ein das Reinigungselement 5 mit sich, das dadurch ebenso
wie das zweite Adapterteil 20 selbst in axialer Richtung
z verschoben wird. Die axiale Richtung z ist in 9 durch
zwei Pfeile gekennzeichnet. Beim Mitführen des Reinigungselements 5 zieht
sich dieses schließlich
auf den Durchmesser des von dem Fasermantel 3 befreiten
Endstücks
der optischen Faser 2 zusammen und reinigt dadurch die
optische Faser 2. Im Übrigen
ist das Reinigungselement 5 wie schon oben stehend beschrieben
ausgebildet.
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Gemäß 9 ist
das Reinigungselement 5 in einer Aussparung der Innenwandung
des zweiten Adapterteils 20 angeordnet und der Führungshülse 15 des
ersten Adapterteils 10 nachgelagert. Beim Einführen der
optischen Faser in den aus den Adapterteilen 10 und 20 bestehenden
Endstück-Adapter 1 wird
somit die optische Faser 2, 3 durch das Reinigungselement 5 hindurchgeführt. Mechanische
Sicherungselemente wie beispielsweise ein ringförmiger Vorsprung 17 beziehungsweise
eine ringförmige Aussparung 18 in
dem ersten beziehungsweise zweiten Adapter teil (oder umgekehrt)
halten die beiden Adapterteile 10, 20 zunächst zusammen,
bis – nach dem
gleichzeitigen Absetzen und Reinigen – das zweite Adapterteil vollständig von
dem ersten Adapterteil 10 abgezogen wird.
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Die
Position der ringförmigen
Vorsprünge 17 und
Aussparungen 18 kann insbesondere so gewählt sein,
dass derselbe ringförmige
Vorsprung 17 des ersten Adapterteils 10 später, beim
Zusammenbau des Schutzgehäuses 50 mit
Hilfe des weiteren Adapterteils 40, in eine entsprechende
ringförmige
Aussparung 18 des weiteren Adapterteils 40 eingreift (vergleiche 7).
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Hinsichtlich
der Position des Reinigungselements 5 in 9 kann
alternativ auch vorgesehen sein, dass das Reinigungselement 5 sowie
die dieses umgebende Aussparung des zweiten Adapterteils 20 die
Führungshülse 15 des
ersten Adapterteils 10 umgreifen, beispielsweise an dem
in 9 ganz rechts dargestellten, radial deutlich verringerten
Fortsatz der Führungshülse 15.
Dabei verhindert bereits das vorgespannte Reinigungselement 5 ein
Abrutschen des zweiten Adapterteils 20 von dem ersten Adapterteil 10,
so dass die mechanischen Sicherungselemente 17, 18 entfallen
können.
Selbstverständlich können diese
jedoch auch weiterhin zusätzlich
vorgesehen sein. Bei einer Anordnung des Reinigungselements 5 auf
einem Fortsatz der Führungshülse 15 ist
die ummantelte optische Faser 2, 3 leichter in
den Endstück-Adapter 1 einführbar, da
das Reinigungselement 5 von Beginn an durch die Führungshülse 15 beziehungsweise
ihren nach innen weisenden Fortsatz vorgespannt ist.
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10 zeigt
eine Querschnittansicht der beiden Klingen 23 aus 9,
dargestellt aus der axialen Blickrichtung. Die beiden Klingen 23 besitzen
jeweils halbkreisförmige
Aussparungen 24, deren Durchmesser dem Durchmesser der
optischen Faser 2 ohne Mantel entspricht. Beim Zusammendrücken der Klingen 23 mit
Hilfe der Griffelemente 26 aus 9 wird somit
nur der Fasermantel 3 durchtrennt.
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Im Übrigen wird
ein Verfahren bereitgestellt, welches Folgendes umfasst:
- – Anbringen
eines mehrteiligen Endstück-Adapters
an einem Endstück
einer ummantelten optischen Faser, wobei der Endstück-Adapter
ein erstes Adapterteil mit einer Führungshülse für die ummantelte optische Faser
und ein zweites Adapterteil mit einer Absetzvorrichtung zum Absetzen eines
Fasermantels der optischen Faser aufweist,
- – Absetzen
des Fasermantels mithilfe des zweiten Adapterteils und Abtrennen
des zweiten Adapterteils von dem ersten Adapterteil,
- – vorübergehendes
Anbringen des ersten Adapterteils zumindest an einer Spleißeinrichtung
und Herstellen einer Spleißverbindung
der optischen Faser mit einer weiteren optischen Faser,
- – Herausnehmen
des ersten Adapterteils samt der optischen Faser aus der Spleißeinrichtung und
- – Zusammenbau
eines Schutzgehäuses
für die Spleißverbindung
durch Montieren des ersten Adapters und eines korrespondierenden
ersten Adapters der weiteren optischen Faser an zumindest einem
weiteren Adapterteil.
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Bei
diesem Verfahren kann weiterhin vorgesehen sein, dass das zweite
Adapterteil, nachdem es von dem ersten Adapterteil entfernt wurde,
verworfen wird. Des Weiteren können
zwei um mantelte optische Fasern mit zwei in gleicher Weise ausgebildeten
mehrstückigen
Endstück-Adaptern
bestückt
und bearbeitet werden, bevor die ersten Adapterteile beider Endstück-Adapter
zum Spleißen
vorübergehend an
der Spleißeinrichtung
angebracht werden. Danach werden beide ersten Adapterteile gemeinsam mit
dem hergestellten Spleiß aus
der Spleißeinrichtung
entnommen und mithilfe mindestens eines weiteren Adapterteils zu
einem Gehäuse
verbunden, dass zum dauerhaften Verbleib an dem Spleiß bestimmt
ist.
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Weiterhin
wird ein Verfahren vorgeschlagen, das Folgendes umfasst:
- – Anbringen
zweier erster Adapterteile oder zweier mehrteiliger Endstück-Adapter,
die jeweils ein erstes Adapterteil aufweisen, an zwei ummantelten
optischen Fasern,
- – Herstellen
einer Speißverbindung
zwischen den beiden optischen Fasern, wobei die beiden ersten Adapterteile
an den optischen Fasern angebracht bleiben, und
- – Zusammenbau
eines Schutzgehäuse
für die Spleißverbindung
aus den zwei ersten Adapterteilen und mindestens einem weiteren
Adapterteil.
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Vorzugsweise
weisen die ersten Adapterteile jeweils eine Führungshülse für die ummantelte optische Faser
auf. Weiterhin werden vorzugsweise – nach dem Anbringen der ersten
Adapterteile oder der mehrteiligen Endstück-Adapter an den optischen
Fasern – die
Fasermäntel
der optischen Fasern abgesetzt. Dies kann insbesondere mit Hilfe
von zweiten Adapterteilen der Endstück-Adapter erfolgen. Diese können nach
Gebrauch von den ersten Adapterteilen abmontiert und verworfen werden.
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Die
in den obigen Verfahren genannten Bauteile, Elemente und Verfahrensschritte
können
insbesondere wie diejenigen gleich namig bezeichneten Bauteile, Elemente
und Verfahrensschritte ausgebildet sein, die in dieser Anmeldung
in den Ansprüchen, in
der Beschreibungseinleitung, in den Figuren und/oder der Figurenbeschreibung
beschrieben sind. Insbesondere können
die beschriebenen Adapterteile Einwegprodukte sein, wodurch der
Herstellungsaufwand und die Kosten für die Arbeitsschritte bis hin zum
Einkapseln der fertigen Spleißverbindung
verringert werden.
-
- 1
- Endstück-Adapter
- 2
- optische
Faser
- 3
- Fasermantel
- 4
- Endstück
- 5
- Reinigungselement
- 6
- weitere
optische Faser
- 7
- Hohlraum
- 8
- weiteres
Endstück
- 9
- Spleißverbindung
- 10
- erstes
Adapterteil
- 11
- Arretiermechanismus
- 12
- Exzenter
- 13
- Arretierelement
- 15
- Führungshülse
- 16
- Führungsöffnung
- 17
- ringförmiger Vorsprung
- 18
- ringförmige Aussparung
- 20
- zweites
Adapterteil
- 21
- Halterung
- 22
- Greifklammer
- 23
- Klinge
- 24
- Aussparung
- 25
- Absetzvorrichtung
- 26
- Griffelement
- 40
- weiteres
Adapterteil
- 41,
42
- halbzylindrisches
Gehäuseteil
- 43
- Gelenkverbindung
- 44
- Polsterung
- 50
- Schutzgehäuse
- A,
B
- Bedienschritt
- z
- axiale
Richtung