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Die
Erfindung betrifft ein Doppelkupplungsgetriebe mit mehreren Gängen,
das eine erste und eine zweite Eingangswelle sowie eine erste, zweite und
dritte Triebwelle umfasst.
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Aus
der
WO 2006/128626 ist
ein derartiges Doppelkupplungsgetriebe bekannt. Die drei Triebwellen
sind drehfest mit einem Abtrieb in Form eines Differentialgetriebes
verbunden. Jedem Gang ist eine Zahnradverbindung mit einem Losrad
und einem Festrad zugeordnet, wobei sich das Losrad der betreffenden
Zahnradverbindung über eine Gangschaltkupplung drehfest
mit der Welle verbinden lässt, auf der das Losrad gelagert
ist. Ist über die Gangschaltkupplung eine drehfeste Verbindung
zwischen Losrad und Welle hergestellt, ist der entsprechende Gang
eingelegt, so dass ein Drehmomentfluss zwischen einer der Eingangswellen
und dem Abtrieb hergestellt ist.
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In
der
WO 2006/128626 ist
ein Doppelkupplungsgetriebe mit einem Stufenzahnrad offenbart, das
ein erstes Zahnrad und ein zweites Zahnrad aufweist. Das Stufenzahnrad
lässt sich dabei über eine Gangschaltkupplung
mit der das Stufenzahnrad tragenden Triebwelle drehfest verbinden.
Das erste Zahnrad kämmt mit einem Losrad eines Rückwärtsgangs,
das auf einer anderen Triebwelle sitzt. Das zweite Zahnrad des Stufenzahnrads
kämmt mit einem auf einer der Eingangswellen sitzenden
Festrad. Bei geschaltetem Stufenzahnrad, d. h. bei drehfester Verbindung
zwischen Stufenzahnrad und Triebwelle, ist ein zweiter Vorwärtsgang
des Doppelkupplungsgetriebes eingelegt. Um den Rückwärtsgang
einzulegen, ist es notwendig, eine drehfeste Verbindung zwischen
dem Losrad des Rückwärtsganges und der entsprechenden
Triebwelle herzustellen. Bei eingelegtem Rückwärtsgang
ist jedoch Sorge zu tragen, dass das Stufenzahnrad nicht mehr drehfest
mit der das Stufenzahnrad tragenden Triebwelle verbunden ist. In
diesem Fall fungiert das Stufenzahnrad als Zwischenrad zwecks Drehrichtungsumkehr
für den Rückwärtsgang, ohne Drehmoment
auf die Triebwelle des Stufenzahnrads zu übertragen.
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Gleichwohl
sich mit dem Doppelkupplungsgetriebe der
WO 2006/128626 kleine axiale Bauhöhen
realisieren lassen, besteht ein Bedarf an weiteren Doppelkupplungsgetrieben,
die axial kurz bauen. Deren Aufbau sollte möglichst einfach
sein, aber gleichzeitig möglichst viele Freiheitsgrade
bei der Festlegung der Übersetzungsverhältnisse
der einzelnen Gänge aufweisen.
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Die
der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mit dem Doppelkupplungsgetriebe
gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung können den Unteransprüchen entnommen
werden.
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Das
erfindungsgemäße Doppelkupplungsgetriebe zeichnet
sich dadurch aus, dass das Stufenzahnrad mit einer auf der zweiten
Triebwelle angeordneten Gangschaltkupplung schaltbar ist, die als Einfach-Gangschaltkupplung
eingesetzt ist, mit der sich lediglich das Stufenrad drehfest mit
der zweiten Triebwelle verbinden lässt.
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Bei
der Entwicklung des Doppelkupplungsgetriebes hat sich überraschend
gezeigt, dass durch die Maßnahme, das Stufenrad mit einer
einfach wirkenden Einfach-Gangschaltkupplung zu schalten, ein Aufbau
für ein Doppelkupplungsgetriebe geschaffen werden kann,
durch den sich eine axial kurzbauende und kompakte Bauweise mit
vielen Freiheitsgraden hinsichtlich Anzahl, Anordnung und Übersetzung
der Gänge realisieren lässt.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Losrad des
Rückwärtsgangs durch eine weitere Einfach-Gangschaltkupplung
schaltbar. Vorzugsweise weist dabei eine Einfach-Gangschaltkupplung
jeweils eine Schiebemuffe auf, die sich axial zu der Welle verschieben
lässt, auf der die Einfach-Gangschaltkupplung sitzt. In
einer Endposition bewirkt dabei die Schaltmuffe ein Formschluss
zwischen dem Losrad und der das Losrad tragenden Welle. In einer
Neutralstellung N hingegen ist der Formschluss zwischen drehfest
mit der Welle verbundenen Schiebemuffe und dem Losrad aufgehoben,
so dass sich das Losrad – abgesehen von der Reibung – frei
auf der Welle drehen lässt. Gegenüber einer Gangschaltkupplung,
mit der sich zwei axial auf einer Welle nebeneinander angeordnete
Losräder selektiv verbinden lassen (Doppel-Gangschaltkupplung),
ermöglicht die Einfach-Gangschaltkupplung lediglich nur
die drehfeste Verbindung eines Losrads mit der Welle, nämlich
hier das Stufenrad mit der zweiten Triebwelle bzw. das Losrad des
Rückwärtsgangs mit der dritten Triebwelle. Bei
einer Doppel-Gangschaltkupplung lässt sich die Schiebemuffe neben
der ersten Endposition, in der ein erstes Losrad mit der Welle verbunden
ist, in eine zweite Endposition rücken, wodurch dann eine
drehfeste Verbindung zwischen einem anderen Losrad und der Welle hergestellt
ist.
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Die
Einfach-Gangschaltkupplung zum Schalten des Zwischenrads und die
weitere Einfach-Gangschaltkupplung zum Schalten des Losrads des
Rückwärtsgangs können über eine
gemeinsame Schaltgabel gekoppelt sein. Durch die Schaltgabel wird
in die Schiebemuffen eine Kraft eingeleitet, mit der sich die Schiebemuffe
bzw. die Schiebemuffen der Einfach-Gangschaltkupplungen verschieben
lassen. Die gemeinsame Schaltgabel hat den Vorteil, dass die beiden
Einfach-Gangschaltkupplungen durch eine einzige Schaltaktuatorik
angesteuert werden können.
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Vorzugsweise
sind die beiden Einfach-Gangschaltkupplungen, die auf verschiedenen
Triebwellen sitzen, und/oder die gemeinsame Schaltgabel so angeordnet/ausgelegt,
dass sich in genau einer Position der Schaltgabel beide Schiebemuffen
in ihrer jeweiligen Neutralstellung befinden. Wird nun aus dieser
Position die Schaltgabel axial in eine Richtung bewegt, so soll
das zum Schalten des Rückwärtsganges führen,
d. h. die Schiebemuffe der weiteren Einfach-Gangschaltkupplung zum
Schalten des Losrads stellt eine drehfeste Verbindung zwischen Losrad
des Rückwärtsganges und der dritten Triebwelle.
Gleichzeitig wird dabei die Schiebemuffe der Einfach-Gangschaltkupplung
des Stufenzahnrads axial bewegt, was jedoch nicht zu einer drehfesten
Verbindung zwischen Stufenrad und zweiter Triebwelle führen
soll. Wird nun aber die gemeinsame Schaltgabel aus der Position,
bei der die Schiebemuffen der beiden Einfach-Gangschaltkupplungen
sich in Neutralstellung befinden, axial in die entgegen gesetzte
Richtung verschoben, wird das Stufenrad fest mit der zweiten Triebwelle
verbunden, so dass dadurch der zweite Vorwärtsgang des
Doppelkupplungsgetriebes eingelegt wird. Bei eingelegtem zweiten
Gang lässt sich das Losrad des Rückwärtsganges
bezogen auf die dritte Triebwelle weiterhin frei drehen.
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Durch
die mechanische Koppelung der beiden Einfach-Gangschaltkupplungen
kann ausgeschlossen werden, dass der Rückwärtsgang
und der zweite Vorwärtsgang gleichzeitig eingelegt sind.
Es ist daher nicht notwendig, weitere Maßnahmen zu treffen,
um das Doppelkupplungsgetriebe vor gleichzeitig eingelegten Rückwärtsgang
und zweiten Vorwärtsgang zu schützen.
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Vorzugsweise
ist das Festrad des zweiten Vorwärtsganges auf der zweiten
Eingangswelle angeordnet, die als Hohlwelle ausgebildet ist. Die
erste Eingangswelle ist dabei eine Kernwelle, die koaxial zur Hohlwelle
angeordnet ist.
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Auf
der zweiten Eingangswelle kann zwischen dem Festrad des zweiten
Vorwärtsganges und einer Antriebsseite des Doppelkupplungsgetriebes ein
Festrad eines vierten oder sechsten Vorwärtsganges angeordnet
sein. Die Antriebsseite ist dabei die Seite des Doppelkupplungsgetriebes,
an der die Eingangswellen mit einer Doppelkupplung verbunden werden
können bzw. sind.
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Vorzugsweise
sind die Losräder des vierten und sechsten Vorwärtsgangs
durch eine auf der ersten Triebwelle sitzende Gangschaltkupplung
schaltbar. Die Gangschaltkupplung ist dabei als Doppel-Gangschaltkupplung
ausgeführt, bei der vorzugsweise eine Schiebemuffe Verwendung
findet, die zwei Endpositionen und eine Neutralstellung zwischen
den Endpositionen einnehmen kann. In jeweils einer Endposition sorgt
die Schiebemuffe für eine drehfeste Verbindung zwischen
der ersten Triebwelle und dem der jeweiligen Endposition zugeordneten Losrad.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel liegen das Festrad
des vierten oder sechsten Vorwärtsgangs und das Losrad
des Rückwärtsgangs in einer zur Hauptachse des
Doppelkupplungsgetriebes senkrechten Ebene. Die Hauptachse des Doppelkupplungs getriebes
entspricht dabei der Achse der vorzugsweise koaxial angeordneten
Eingangswellen. Zu diesen Eingangswelle sind bevorzugt alle drei Triebwellen,
jeweils voneinander beabstandet, parallel angeordnet.
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Das
erste Zahnrad des Stufenrads kann einen kleineren Durchmesser als
das zweite Zahnrad des Stufenrads aufweisen. Dadurch kann erreicht werden,
dass das Übersetzungsverhältnis des Rückwärtsganges
größer ist als das Übersetzungsverhältnis
des zweiten Vorwärtsgangs, ohne dabei den Achsabstand zwischen
zweiter und dritter Triebwelle zu groß werden zu lassen.
Das erste Zahnrad ist vorzugsweise zwischen dem zweiten Zahnrad
des Stufenrads und der Antriebsseite angeordnet.
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Ein
Losrad eines dritten Vorwärtsgangs und ein Losrad eines
fünften Vorwärtsgangs können in einer
Ebene senkrecht zur Hauptachse liegen und mit einem gemeinsamen
Festrad kämmen. Durch diese Maßnahme lässt
sich axialer Bauraume einsparen. Jedoch besteht dadurch eine Abhängigkeit
der Übersetzungsverhältnisse des dritten und fünften
Vorwärtsgangs. Diese Ebene, in denen die beiden Losräder
und das gemeinsame Festrad liegen, kann in unmittelbarer Nähe
zu einem axialen Ende der zweiten Eingangswelle, die bevorzugt eine
Hohlwelle ist, vorgesehen sein. Dies bedeutet, dass zwischen dem axialen
Ende der zweiten Eingangswelle und dem gemeinsamen Festrad, abgesehen
von Lagerungen zwischen den Eingangswellen, keine anderen Bauteile
wie Festräder oder Gangschaltkupplungen liegen.
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Alternativ
kann ein Festrad eines ersten Vorwärtsganges unmittelbar
an dem axialen Ende der zweiten Eingangswelle angeordnet sein. Um
die Kräfte, die am Festrad des ersten Ganges wirken, gut abstützen
zu können, kann eine Lageranordnung zwischen zweiter und
erster Eingangswelle vorgesehen sein, die sich ihrerseits an einer
ortsfesten Halterung abstützt. Diese ortsfeste Halterung
kann Teil eines Gehäuses des Doppelkupplungsgetriebes sein oder
mit diesem entsprechend verbunden sein.
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Vorzugsweise
weist das Doppelkupplungsgetriebe sechs oder mehr Vorwärtsgänge
auf. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind sieben Vorwärtsgänge
vorgesehen, wobei ein Losrad dem siebten Gang zugeordnet ist, das
auf der ersten Triebwelle sitzt. Dieses Losrad kämmt mit
einem Festrad auf der vorzugsweise als Kernwelle ausgebildeten ersten
Eingangswelle.
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Es
hat sich als vorteilhaft erwiesen, alle Gangschaltkupplungen des
Doppelkupplungsgetriebes auf der ersten, zweiten oder dritten Triebwelle anzuordnen.
Dies bedeutet, dass auf den Eingangswellen nur Festräder
und keine Losräder sitzen.
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Vorzugsweise
weist das Doppelkupplungsgetriebe ein Zahnrad auf, das als Parksperre
fungiert. Das Zahnrad ist dabei vorzugsweise auf der dritten Triebwelle
angeordnet, auf der auch das Losrad des Rückwärtsganges
sitzt. Vorzugsweise ist dabei zwischen Parksperre und dem Losrad
des Rückwärtsganges ein Ritzel der dritten Triebwelle
angeordnet, das mit einem Abtriebszahnrads des Abtriebs kämmt.
Mit dem Abtriebszahnrad im kämmenden Eingriff stehen weiter
ein Ritzel oder Festrad der ersten Triebwelle und ein Ritzel oder
Festrad der zweiten Triebwelle. Die Ritzel der drei Triebwellen
sind dabei am Umfang des Abtriebszahnrads angeordnet, so dass deren
Wellenachsen von der Abtriebsseite aus gesehen ein Dreieck bilden.
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Anhand
der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
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1 Schematisch
im Längsschnitt ein erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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2 Im
Längsschnitt ein zweites Ausführungsbeispiel;
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3 Im
Längsschnitt ein drittes Ausführungsbeispiel;
und
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4 Im
Längsschnitt ein viertes Ausführungsbeispiel.
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1 zeigt
in schematischer Weise den Aufbau des ersten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Doppelkupplungsgetriebes.
Das Doppelkupplungsgetriebe wird in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnet.
Das Doppelkupplungsgetriebe 1 weist eine erste Eingangswelle 10 und
eine zweite Eingangswelle 30 auf, die zueinander koaxial
angeordnet sind. Die zweite Eingangswelle 30 ist dabei
als Hohlwelle ausgebildet, während die erste Eingangswelle 10 eine
Kernwelle ist. An einer Antriebsseite 2 des Doppelkupplungsgetriebes 1 sind
eine erste Kupplung 3 und eine zweite Kupplung 4 angeord net. Mit
der ersten Kupplung 3 lässt sich die erste Eingangswelle 10 mit
einer Kurbelwelle 5 eines hier nicht weiter dargestellten
Motors verbinden. Mit der zweiten Kupplung 4 lässt
sich die zweite Eingangswelle 30 mit der Kurbelwelle 5 verbinden.
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Parallel
zu den koaxial angeordneten Eingangswellen 10, 30 sind
eine erste Triebwelle 50 eine zweite Triebwelle 70 sowie
eine dritte Triebwelle 90 vorgesehen. In der Darstellung
der 1 liegen die Eingangswellen 10, 30 sowie
die Triebwellen 50, 70, 90 in einer Ebene.
In der Wirklichkeit sind jedoch die Triebwellen 50, 70, 90 mit
ihren jeweiligen Ritzeln oder Festrädern 51, 71, 91 im
Umfang eines hier nur teilweise dargestellten Triebszahnrad oder
Ringrad 111 angeordnet. Die Ritzel 51, 71, 91 stehen
dabei im kämmenden Eingriff mit dem Ringrad 111.
Die Ritzel 51, 71, 91 haben unterschiedlich
große Durchmesser, welche aber auch gleich groß sein
können.
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Mit
der ersten Eingangswelle sind vier Festräder 11, 12, 13, 14 drehfest
verbunden. Das Festrad 11 kämmt dabei mit einem
Losrad 64, das auf der ersten Triebwelle 50 sitzt.
Die Zahnräder 11, 64 bilden eine Zahnradverbindung,
die einem siebten Vorwärtsgang VII des Doppelkupplungsgetriebes 1 zugeordnet
ist. Der siebte Vorwärtsgang VII ist eingelegt, wenn eine
Gangschaltkupplung 52 eine drehfeste Verbindung zwischen
dem Losrad 64 und der ersten Triebwelle 50 hergestellt
hat. Die Gangschaltkupplung 52 ist als Doppel-Gangschaltkupplung
ausgebildet, da sie nicht nur das Losrad 51, sondern auch
ein weiteres auf der ersten Triebwelle 50 sitzendes Losrad 53 mit
der Triebwelle 50 drehfest verbinden kann. Ist das Losrad
drehfest mit der ersten Triebwelle 50 verbunden, so ist
ein fünfter Vorwärtsgang V eingelegt. Bei eingelegtem
fünften Vorwärtsgang V und geschlossener erster
Kupplung 3 erfolgt ein Drehmomentfluss von der Kurbelwelle 5 über
die erste Eingangswelle 30 auf das Festrad 13,
durch den kämmenden Eingriff von Festrad 13 auf
das nun drehfest mit der ersten Triebwelle 50 verbundene Losrad 53 und
von dort aus über das Ritzel 51 auf das Ringrad 111.
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Zwischen
den Festrädern 11, 13 ist das Festrad 12 angeordnet,
das mit einem Losrad 72 kämmt, das auf der zweiten
Triebwelle 70 sitzt. Das Festrad 14, das in unmittelbarer
Nähe zu einem axialen Ende 31 der zweiten Eingangswelle 30 angeordnet
ist, kämmt mit einem Losrad 82 auf der zweiten Triebwelle 70.
Zwischen den axial nebeneinander angeordneten Losrädern 72, 82 ist
auf der zweiten Triebwelle 70 eine Gangschaltkupplung 73 angeordnet,
durch die sich ein erster Vorwärtsgang I und ein dritter
Vorwärts gang III einlegen lassen. Die Gangschaltkupplung 73 ist
demnach auch als Doppel-Gangschaltkupplung ausgelegt.
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An
dem axialen Ende 31 der zweiten Eingangswelle 30 ist
eine Lageranordnung 32 angeordnet, die zur Lagerung der
zweiten Eingangswelle 30 auf der ersten Eingangswelle 10 dient.
Die Lageranordnung 32 stützt sich an einer ortsfesten
Halterung 6 ab. Somit können Kräfte an
dem Festrad 14 direkt von der ortsfesten Halterung aufgenommen
werden.
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Die
ungeraden Vorwärtsgänge I, III, V können
einem ersten Teilgetriebe zugeordnet werden. Das erste Teilgetriebe
lässt sich durch die erste Kupplung 3 mit der
Kurbelwelle 5 koppeln oder davon lösen.
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Das
Doppelkupplungsgetriebe 1 gemäß 1 weist
vier weitere Gänge auf, nämlich drei Vorwärtsgänge
II, IV und VI sowie ein Rückwärtsgang R. Die drei
geraden Vorwärtsgänge II, IV, VI und der Rückwärtsgang
R lassen sich einem zweiten Teilgetriebe des Doppelkupplungsgetriebes 1 zuordnen.
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Auf
der zweiten Eingangswelle 30 sitzen drei Festräder 33, 34, 35.
Das Festrad 33, welches das axiale Ende 31 der
zweite Eingangswelle 30 bildet, kämmt dabei mit
einem auf der ersten Triebwelle 50 sitzenden Losrad 54.
Axial neben dem Losrad 54 ist auf der ersten Triebwelle 50 eine
Gangschaltkupplung 55 und dann ein Losrad 56 angeordnet.
Letztgenanntes kämmt dem Festrad 35 auf der zweiten
Eingangswelle 30.
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Durch
die Gangschaltkupplung 55 lässt sich entweder
der sechste Vorwärtsgang VI oder der vierte Vorwärtsgang
IV einlegen. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Zahnräder 35, 56,
die dem vierten Vorwärtsgang IV zugeordnet werden können,
näher an der Antriebsseite 2 angeordnet als die
Zahnräder 33, 54, die den sechsten Vorwärtsgang
VI bilden.
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Zwischen
den Festrädern 33, 35 ist auf der zweiten
Eingangswelle 30 das Festrad 34 angeordnet, das
mit einem Stufenrad 74 auf der zweiten Triebwelle 70 in
Eingriff steht Das Stufenrad 74 umfasst ein erstes Zahnrad 74a und
ein zweites Zahnrad 74b. Das zweite Zahnrad 74b des
Stufenrads 74 kämmt dabei mit dem Festrad 34.
Das erste Zahnrad 74a, dessen Durchmesser kleiner ist als
der Durchmesser des zweiten Zahnrads 74, kämmt
mit einem Losrad 92 auf der dritten Triebwelle 90. Über
eine Gangschaltkupplung 75 lässt sich das Stufenrad 74 drehfest
mit der zweiten Triebwelle 70 verbinden. Ist eine derartige
drehfeste Verbindung hergestellt, lässt sich über
das Festrad 34 und das zweite Zahnrad 74b des
Stufenrads 74 ein Drehmoment von der zweiten Eingangswelle 30 auf
die Triebwelle 70 und somit auf das Abtriebszahnrad 111 übertragen.
Das Drehmoment wird dabei im Übersetzungsverhältnis des
zweiten Vorwärtsgangs II übertragen.
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Ist
der zweite Vorwärtsgang II eingelegt, so muss Sorge getragen
werden, dass nicht gleichzeitig das Losrad 92 drehfest
mit der dritten Triebwelle 90 verbunden ist. Für
eine drehfeste Verbindung zwischen Losrad 92 und Triebwelle 90 sorgt
eine Gangschaltkupplung 93. Wie die Gangschaltkupplung 75 ist
die Gangschaltkupplung 93 als Einfach-Gangschaltkupplung
ausgebildet. Dies bedeutet, dass mit der jeweiligen Gangschaltkupplung
jeweils nur ein Gang eingelegt werden kann. Im Gegensatz dazu lässt
sich beispielsweise durch die Gangschaltkupplung 55, die
als Doppel-Gangschaltkupplung ausgelegt ist, sowohl der vierte als
auch der sechste Vorwärtsgang einlegen.
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Eine
gestrichelte Linie 7 zwischen den Gangschaltkupplungen 95, 93 deutet
eine mechanische Kopplung zwischen diesen Bauteilen an. Die Kopplung
erfolgt dabei über eine gemeinsame Schaltgabel, durch die
sich Schaltmuffen der Gangschaltkupplungen 75, 93 gemeinsam
in axialer Richtung bewegen lassen. Wird beispielsweise die Schaltgabel
in der Darstellung der 1 nach rechts bewegt, wird eine
drehfeste Verbindung zwischen zweiter Triebwelle 70 und
Stufenrad 74 hergestellt, wodurch der zweite Vorwärtsgang
II eingelegt wird. Durch die Verschiebung der gemeinsamen Schaltgabel
wird nicht nur die Schiebemuffe der Gangschaltkupplung 75,
sondern auch die der Gangschaltkupplung 93 nach rechts
bewegt. Diese Bewegung der Schaltmuffe der Gangschaltkupplung 93 führt
jedoch nicht zu einer drehfesten Verbindung zwischen Losrad 92 und dritter
Triebwelle 90. Wird hingegen die Schaltgabel aus einer
Neutralstellung N in der Darstellung der 1 nach links
bewegt, erfolgt ein Formschluss zwischen Losrad 92 und
dritter Triebwelle 90, wodurch der Rückwärtsgang
R eingelegt ist. Auch hier wieder führt in analoger Weise
die Bewegung der Schaltgabel und somit der beiden Schiebemuffen
der Gangschaltkupplungen 75, 93 nicht zu einer
drehfesten Verbindung eines Losrads auf der zweiten Triebwelle 70.
Es ist damit ausgeschlossen, dass Rückwärtsgang
R und zweiter Vorwärtsgang II gleichzeitig eingelegt sind,
gleichwohl die entsprechenden Gangschaltkupplungen auf unterschiedlichen
Wellen sitzen.
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Ein
Zahnrad 94 ist drehfest mit der dritten Triebwelle verbunden
und fungiert als Parksperre P. Zwischen Parksperre P und Losrad 92 ist
das Ritzel 91 angeordnet. Dies bedeutet, dass die Parksperre
P einerseits und das Losrad 92 und die Zahnradverbindungen
aller anderen Gänge des Doppelkupplungsgetriebes andererseits
auf verschiedenen Seiten einer Ebene liegen, die durch die Ritzel 51, 71 und 91 und
dem Ringrad 111 gebildet wird.
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Die 2 bis 4 zeigen
weitere Ausführungsbeispiele für das erfindungsgemäße
Doppelkupplungsgetriebe 1. Bauteile oder Merkmale der 2 bis 4,
die zu den Bauteilen oder Merkmalen der 1 ähnlich
oder identisch sind, werden dabei mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
In der folgenden Figurenbeschreibung der 2 bis 4 wird
im Wesentlichen nur auf die Unterschiede zu den bereits beschriebenen
Ausführungsbeispielen eingegangen.
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Auch
bei dem Ausführungsbeispiel der 2 (hier
nicht mehr in schematischer Weise) handelt es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe 1 mit sieben
Vorwärtsgängen. Gegenüber dem Ausführungsbeispiel
der 1 unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel
der 2 dadurch, dass die Vorwärtsgänge
IV, VI auf der Triebwelle 50 vertauscht angeordnet sind.
Der vierte Vorwärtsgang IV wird hier gebildet durch ein
Losrad 57, das mit einem Festrad 36 auf der zweiten
Eingangswelle 30 kämmt. Der sechste Vorwärtsgang
VI mit den Zahnrädern 48, 37 liegt nun
näher zur Antriebsseite 2 als der vierte Vorwärtsgang
IV.
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Ein
weiterer Unterschied besteht darin, dass der erste Vorwärtsgang
I in der Nähe eines axialen Endes 76 der zweiten
Triebwelle 70 angeordnet ist. Ein Losrad 77 auf
der Triebwelle 70 und ein Festrad 15 auf der ersten
Eingangswelle 10 bilden dabei die Zahnradverbindung für
den ersten Vorwärtsgang I. Eine Lageranordnung 38 zwischen
erster und zweiter Eingangswelle 10, 30 stützt
sich hier nicht an einer ortsfesten Halterung ab.
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Weiter
ist darauf hinzuweisen, dass die Übersetzungsverhältnisse
des dritten und fünften Vorwärtsganges III, V
hier nun voneinander abhängen. Ein Losrad 78 auf
der zweiten Triebwelle und ein Losrad 59 auf der ersten
Triebwelle 50 kämmen mit einem Festrad 16 auf
der ersten Eingangswelle 10. Die Zahnräder 78, 59 und 16 liegen
dabei in einer Ebene senkrecht zu den Wellenachsen des Getriebes.
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3 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel für das erfindungsgemäße
Doppelkupplungsgetriebe 1. Eine Abhängigkeit zwischen
dem dritten und fünften Vorwärtsgang III, V ist
es hier im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der 2 nicht
vorgesehen. Ein Losrad 60 des fünften Vorwärtsganges
V kämmt mit einem Festrad 17, während
ein Losrad 79 des dritten Vorwärtsganges III mit
einem axial neben dem Festrad 17 angeordneten Festrad 18 kämmt.
Es sei darauf hingewiesen, dass es auch möglich ist, dass der
fünfte Vorwärtsgang V durch eine Zahnradverbindung
gebildet wird, dessen Losrad auf der zweiten Triebwelle 70 angeordnet
ist, wobei entsprechend ein Losrad für den dritten Vorwärtsgang
III auf der ersten Triebwelle vorgesehen ist. Dies bedeutet, dass
man die Gänge III, V in ihrer Anordnung entsprechend vertauschen
kann. Auch ist es möglich, ausgehend von dem Ausführungsbeispiel
der 3 die Vorwärtsgänge III, V lediglich
in axialer Richtung zu vertauschen. In diesem Fall würde
das Losrad für den fünften Vorwärtsgang
V auf der ersten Triebwelle 50 verbleiben, jedoch in der
Darstellung der 3 nach rechts verrückt
werden, wobei gleichzeitig das Losrad für den dritten Vorwärtsgang
III auf der zweiten Triebwelle 70 verbleibt und nach links
gerückt wird.
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4 zeigt
schließlich ein Ausführungsbeispiel mit sechs
Vorwärtsgängen. Losräder 61 und 62 für
die Vorwärtsgänge III, V sitzen dabei beide nebeneinander
angeordnet und lassen sich durch eine gemeinsame dazwischen angeordnete
Gangschaltkupplung 63 schalten. Der erste Vorwärtsgang
I, der durch ein Losrad 80 und das Festrad 15 gebildet wird,
lässt sich durch eine Gangschaltkupplung 81 schalten.
Die Gangschaltkupplung 81 ist dabei als Einfach-Gangschaltkupplung
ausgebildet und sitzt axial beabstandet neben der Einfach-Gangschaltkupplung 75.
Die Einfach-Gangschaltkupplung 75 ist weiterhin mit der
Einfach-Gangschaltkupplung 93 auf der dritten Triebwelle 90 mechanisch
verbunden ist. Auf eine Zusammenlegung der neben einander auf gleicher
Triebwelle sitzenden Einfach-Gangschaltkupplungen 81, 75 wird
bewusst verzichtet.
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In 2 ist
das Ringrad 111 vollständig dargestellt. Es ist
Teil eines Differentials 110, dass das durch das Ringrad 111 eingeleitete
Drehmoment auf zwei Achsen 112, 113 verteilt.
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- 1
- Doppelkupplungsgetriebe
- 2
- Antriebsseite
- 3
- erste
Kupplung
- 4
- zweite
Kupplung
- 5
- Kurbelwelle
- 6
- Halterung
- 7
- gestrichelte
Linie
- 10
- erste
Eingangswelle
- 11
- Festrad
- 12
- Festrad
- 13
- Festrad
- 14
- Festrad
- 15
- Festrad
- 16
- Festrad
- 17
- Festrad
- 18
- Festrad
- 30
- zweite
Eingangswelle
- 31
- Festrad
- 32
- Lageranordnung
- 33
- Festrad
- 34
- Festrad
- 35
- Festrad
- 36
- Festrad
- 37
- Festrad
- 38
- Lageranordnung
- 32
- Festrad
- 50
- erste
Triebwelle
- 51
- Ritzel
- 52
- Gangschaltkupplung
- 53
- Losrad
- 54
- Losrad
- 55
- Gangschaltkupplung
- 56
- Losrad
- 57
- Losrad
- 58
- Losrad
- 59
- Losrad
- 60
- Losrad
- 61
- Losrad
- 62
- Losrad
- 63
- Gangschaltkupplung
- 64
- Losrad
- 70
- zweite
Triebwelle
- 71
- Ritzel
- 72
- Losrad
- 73
- Gangschaltkupplung
- 74
- Stufenrad
(mit Zahnrädern 74a, 74b)
- 75
- Gangschaltkupplung
- 76
- Axiales
Ende
- 77
- Losrad
- 78
- Losrad
- 79
- Losrad
- 80
- Losrad
- 81
- Gangschaltkupplung
- 82
- Losrad
- 90
- Dritte
Triebwelle
- 91
- Ritzel
- 92
- Losrad
- 93
- Gangschaltkupplung
- 94
- Zahnrad
(Parksperre)
- 110
- Differential
- 111
- Endabtriebszahnrad
- 112
- Achse
- 113
- Achse
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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