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DE202009005446U1 - Mobilkran mit Einkabinenlösung - Google Patents

Mobilkran mit Einkabinenlösung Download PDF

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DE202009005446U1
DE202009005446U1 DE200920005446 DE202009005446U DE202009005446U1 DE 202009005446 U1 DE202009005446 U1 DE 202009005446U1 DE 200920005446 DE200920005446 DE 200920005446 DE 202009005446 U DE202009005446 U DE 202009005446U DE 202009005446 U1 DE202009005446 U1 DE 202009005446U1
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crane
cab
mobile crane
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Liebherr Werk Ehingen GmbH
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    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C13/00Other constructional features or details
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B66C23/00Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes
    • B66C23/18Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes specially adapted for use in particular purposes
    • B66C23/36Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes specially adapted for use in particular purposes mounted on road or rail vehicles; Manually-movable jib-cranes for use in workshops; Floating cranes

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Abstract

Mobilkran (1) mit einem Unterwagen (2) mit Fahrgestell, einem auf dem Unterwagen (2) um eine vertikale Drehachse (11) drehbaren Oberwagen (3), einem am Oberwagen (3) um eine horizontale Wippachse (7) aufwippbaren Ausleger (4), insbesondere Teleskopausleger, und einer gemeinsamen Fahrerkabine (10) für den Fahrbetrieb und den Kranbetrieb, wobei die Fahrerkabine (10) fest über einen schwenkbaren Kabinenarm (20) am Oberwagen (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine (10) in eine entgegengesetzte Richtung zum Auslegerkopf (13) schwenkbar ist und die Fahrerkabine (10) für die Straßenfahrt mit dem Unterwagen (2) in einer Verfahrposition mit entgegengesetztem Blickwinkel zum Auslegerkopf (13) lösbar verbindbar ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mobilkran mit einem Unterwagen mit Fahrgestell, einem auf dem Unterwagen um eine vertikale Drehachse drehbaren Oberwagen, einem am Oberwagen um eine horizontale Wippachse aufwippbaren Ausleger, insbesondere Teleskopausleger, und einer gemeinsamen Fahrerkabine für den Fahrbetrieb und den Kranbetrieb, wobei die Fahrerkabine fest über einen schwenkbaren Kabinenarm am Oberwagen angeordnet ist.
  • Es ist bereits bei kleineren Arbeitsmaschinen wie z. B. bei Mobilkranen, Baggern bekannt, dass die Kabine über einen Teleskoparm oder einen klappbaren Hebelmechanismus zum Fahren oder zum Arbeiten in die gewünschte Position verstellt wird. Je nach Lage des Auslegers bezüglich der Kabine ist jedoch die Sicht für den Fahrer durch den Vorbau des Auslegers sehr stark beeinträchtigt, ein Effekt der insbesondere bei Konstruktionen mit nur einer Kabine besonders stark ausgeprägt ist.
  • Der Unterwagen eines Krans ist in der Regel so ausgeführt, dass der Auslegerkopf in Fahrtrichtung zeigt. Das Fahrerhaus ist dann vor oder unter dem Auslegerkopf positioniert. Je nach dem wie groß der Kran ist, muß das Fahrerhaus zum Teil sehr tief angebracht werden, um die Sicht auf die Straße zu gewährleisten bzw. die begrenzende Höhe aus der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) (von 4 m) nicht zu überschreiten.
  • Insbesondere bei Großkranen, bei denen die Größe des Auslegers, Auslegerkopfes, Oberwagens, etc. die von kleineren Arbeitsmaschinen wie Mobilkranen, Baggern bei weitem übersteigt, läßt sich mit bekannten Mitteln aus dem Stand der Technik keine Einkabinenlösung verwirklichen.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einkabinenlösung für einen Mobilkran, insbesondere für einen Großkran, zur Verfügung zu stellen, bei welcher sich für den Kranbetrieb sowie für die Straßenfahrt eine verbesserte Sicht des Fahrers ergibt.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe von einem Mobilkran mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Mobilkrans sind dabei Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt dabei einen Mobilkran mit einem Unterwagen mit Fahrgestell, einem auf dem Unterwagen um eine vertikale Drehachse drehbaren Oberwagen, einem am Oberwagen um eine horizontale Wippachse aufwippbaren Ausleger, insbesondere einem Teleskopausleger und einer gemeinsamen Fahrerkabine für den Fahrbetrieb und den Kranbetrieb, wobei die Fahrerkabine fest über einen schwenkbaren Kabinenarm am Oberwagen angeordnet ist und wobei die Fahrerkabine in eine entgegengesetzte Richtung zum Auslegerkopf schwenkbar ist und die Fahrerkabine für die Straßenfahrt mit dem Unterwagen in einer Verfahrposition mit entgegengesetztem Blickwinkel zum Auslegerkopf, insbesondere durch eine Bolzenverbindung, lösbar verbindbar ist. Damit ist die Fahrerkabine am Oberwagen in verschiedene Richtungen beweglich angebracht und kann mittels des Ka binenarms in eine Position mit entgegengesetzter Blickrichtung zum Auslegerkopf geschwenkt werden. Bei einem solchen Mobilkran läßt sich über den erfindungsgemäßen Kabinenarm, welcher die Fahrerkabine trägt, die Fahrerkabine problemlos von einer Arbeitsposition in eine Verfahrposition mit entgegengesetztem Blickwinkel zum Auslegerkopf, das heißt die Rückwand der Fahrerkabine ist in Richtung des Auslegerkopfs gerichtet, verbringen und dort mit dem Unterwagen so verbinden, dass die Anforderungen für den Straßenverkehr erfüllt werden. Zur Fixierung der Fahrerkabine am Unterwagen wird vorteilhafterweise eine Bolzenverbindung verwendet. Hierdurch ergibt sich sowohl während der Straßenfahrt als auch während des Kranbetriebs eine gute Sicht des Kranfahrers, wobei über den Kabinenarm eine besonders einfache Lösung vorliegt.
  • Vorteilhafterweise ist die Fahrerkabine über den schwenkbaren Kabinenarm um eine vertikale Schwenkachse um den Oberwagen um 180° verschwenkbar. Dadurch kann erreicht werden, dass die Fahrerkabine von einer Verfahrposition, in der die Rückseite der Fahrerkabine in Richtung des Auslegers zeigt und die Vorderseite der Fahrerkabine in Richtung des Straßenverlaufs weist, in eine geeignete Arbeitsposition verschwenkbar ist, in der die Vorderseite der Fahrerkabine in Richtung des Auslegers gerichtet ist. Bevorzugt ist die Fahrerkabine für den Kranbetrieb über den schwenkbaren Kabinenarm um eine vertikale Schwenkachse um den Oberwagen verschwenkbar, so dass der Blickwinkel aus der Fahrerkabine auf den Auslegerkopf gerichtet ist. Dadurch ergibt sich für den Kranführer ein ungestörtes Sichtfeld auf den Ausleger bzw. eine am Auslegerkopf befestigte Hakenflasche.
  • In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mobilkrans ist die Fahrerkabine des Mobilkrans zweisitzig ausgeführt und der rechte Sitzplatz in Blickrichtung aus der Fahrerkabine umfasst den Kranführersitzplatz des Kranführers im Kranbetrieb. Der Kranführersitzplatz des Kranfahrers ist mit den üblichen Meisterschaltern, wie sie für die Kranbewegung erforderlich sind, ausgestattet. Weiterhin sind entsprechende Monitore für die Überwachung der Kranfunktion vorhanden. Des weiteren ist der Arbeitsplatz mit den notwendigen Pedalen für die Motordrehzahlverstellung und eventuell einer Bremse etc. ausgestattet.
  • Bevorzugt wird die Fahrerkabine im Kranbetrieb derart in die Kranbetriebsposition verschwenkt, dass der Arbeitssitzplatz des Kranführers in der Fahrerkabine an der äußersten Position rechts am Mobilkran liegt und der Kranführer somit ein ungestörtes Sichtfeld gemäß der jeweils gültigen StVZO auf den Ausleger bzw. Auslegerkopf erhält. Der Kranfahrer erhält dadurch ebenfalls einen guten Zu- und Abgang zur Fahrerkabine.
  • In vorteilhafter Weise ist die Fahrerkabine zweisitzig ausgeführt und der linke Sitzplatz in Blickrichtung aus der Fahrerkabine umfaßt den Fahrersitz des Fahrzeugführers in der Verfahrposition. Dabei ist der Fahrerplatz mit allen erforderlichen Pedalen, Lenkrad, etc. für einen sicheren Fahrbetrieb auf öffentlichen Straßen ausgestattet.
  • Weiterhin bevorzugt ist der zweite Sitz bzw. der Kranfahrersitz auf der rechten Sitzplatzseite in Blickrichtung aus der Fahrerkabine in der Verfahrposition als Beifahrersitz nutzbar. In diesem Fall sind die Kranfunktionen vorteilhafterweise gesperrt um eine unbeabsichtigte Krantätigkeit während des Verfahrbetriebs auszuschließen.
  • In weiterhin vorteilhafter Weise ist die Fahrerkabine schmäler als die Fahrzeugbreite bzw. die Breite des Unterwagens des Mobilkrans. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, dass im Kranbetrieb sowie im Verfahrbetrieb ein Aufstieg bzw. Podest zum sicheren Ein- und Ausstieg an der Fahrerkabine einsetzbar ist. Bevorzugt ist der Aufstieg bzw. das Podest mit einem Geländer versehen, das im Kranbetrieb ein sicheres Erreichen der Kran- bzw. Fahrerkabine ermöglicht.
  • Vorteilhafterweise ist bei solch einem erfindungsgemäßen Mobilkran in der Verfahrposition der Fahrerkabine eine sichere, insbesondere mechanische Lenkverbindung zwischen einer Lenkhandhabe, insbesondere einem Lenkrad, und der Lenkung des Unterwagens herstellbar. Hierdurch kann der Mobilkran während der Straßenfahrt auch bei hohen Geschwindigkeiten betrieben werden. Soweit zulässig, ist jedoch auch eine elektronische Lenkverbindung z. B. mit einer Lenkung über einen Joystick möglich.
  • Bevorzugt umfaßt der Mobilkran eine Steuerung, mittels der die sichere Lenkverbindung überprüfbar ist und eine Freigabe der maximalen Fahrgeschwindigkeit des Mobilkrans erteilbar ist, falls eine sichere Lenkverbindung hergestellt ist. Die sichere Lenkverbindung wird bevorzugt mit dem Positionieren der Kabine auf die dafür vorgesehene Stelle am Unterwagen des Mobilkrans hergestellt, kann aber auch über separate Zuschaltung ebenso erfolgen. Erst nachdem die Kabine in der richtigen Position sitzt und entsprechend verbolzt ist, kann die sichere Verbindung erfolgen bzw. erfolgt mit diesem Aufsetzvorgang. Sobald die Rückmeldung durch die Steuerung vorliegt, ist die maximale Fahrgeschwindigkeit des Mobilkrans für den Straßenverkehr freigebbar.
  • Weiterhin bevorzugt ist die Steuerung derart ausgelegt, dass der Fahrbetrieb bei nicht hergestellter sicherer Lenkverbindung in der Kranbetriebposition auf 20 km/h begrenzbar ist. Dadurch wird ein Navigieren des Mobilkrans während der Kranbetriebsposition ebenfalls ermöglicht, ohne dass der Mobilkran in seine Verfahrposition gebracht wird, die ein Ablegen des Auslegers auf dem Unterwagen sowie das Verbinden der Fahrerkabine mit dem Unterwagen beinhaltet. Um jedoch die notwendigen Sicherheitsaspekte im Straßenverkehr nicht zu vernachlässigen, ist die Geschwindigkeit des Mobilkrans im Kranbetrieb beispielsweise auf eine maximale Höchstgeschwindigkeit von ca. 20 km/h begrenzt. Es sei zusätzlich darauf hingewiesen, dass bevorzugt in einer Kranbetriebsposition der Fahrerkabine eine elektronische Lenkverbindung der Fahrerkabine mit dem Unterwagen herstellbar ist. So ist ebenfalls denkbar, dass der Mobilkran durch den Fahrzeugführer über eine elektronische Joystickverbindung zwischen Fahrerkabine und Unterwagen lenkbar ist.
  • Auch wird durch das Verfahren des Mobilkrans in einer Kranbetriebsposition der Fahrerkabine ein Umfahren bestimmter Hindernisse auf der Straße erleichtert, da sich die Sicht bzw. der Blickwinkel des Fahrzeugführers gegebenenfalls individuell auf die vorliegende Straßenverkehrslage einstellen läßt.
  • Eine weiterhin vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass am Unterwagen des Mobilkrans ein Podest zur Aufnahme der Fahrerkabine am Unterwagen im Verfahrbetrieb fest angeordnet ist. Dadurch wird die Positionierung der Fahrerkabine auf dem Podest bzw. dem Unterwagen stark vereinfacht und eine Herstellung einer sicheren Lenkverbindung erleichtert. Das Podest umfaßt dabei in einer bevorzugten Ausgestaltung einen Beleuchtungsanbau nach den Erfordernissen der entsprechenden Straßenverkehrszulassungsordnung.
  • Vorteilhafterweise kann dieser Vorbau bzw. dieses Podest in beengten Verhältnissen, wie z. B. beim Navigieren auf einer Baustelle oder einer schmalen Straße, abgebaut werden, um ein kürzeres und einfacher zu navigierendes Fahrzeug zu erhalten. Dabei ist es denkbar, dass der Kran dabei aus der Kranbetriebsposition der Fahrerkabine im Kranbetrieb verfahrbar ist. Beispielsweise wird die lösbare Verbindung zwischen Podest und Unterwagen dadurch realisiert, dass das Podest anbolzbar bzw. an- und abschraubbar an dem Unterwagen angeordnet ist.
  • Vorteilhafterweise ist der Kabinenarm des erfindungsgemäßen Mobilkrans wippbar am Oberwagen angelenkt. Insbesondere ist der Kabinenarm dabei um eine horizontale Achse auf- und abwippbar angelenkt, so dass sich die Bewegbarkeit der Fahrerkabine erhöht. Die Fahrerkabine kann hierdurch einerseits in der Arbeitsposition optimal an den jeweiligen Hub angepaßt werden, in dem die Höhe der Fahrerkabine in der Arbeitsposition verändert wird. Weiterhin kann die Wippbarkeit des Kabinenarms dazu verwendet werden, mehrere Verfahrpositionen mit unterschiedlicher Höhe mit der Fahrerkabine anzufahren.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Mobilkran sind vorteilhafterweise der Auslegerkopf und die Fahrerkabine in der Verfahrposition an den entgegengesetzten Enden des Unterwagens ablegbar bzw. absetzbar. Dabei erstreckt sich der Blickwinkel des Fahrers aus der Fahrerkabine auf den Straßenverlauf und es ergibt sich somit für den Fahrzeugführer ein ungestörtes Sichtfeld über 180° in Fahrtrichtung. Weiterhin grenzt der um eine vertikale Drehachse drehbare Oberwagen direkt an der Rück wand der Fahrerkabine und der gesamte Ausleger des Mobilkrans erstreckt sich im einteleskopierten Zustand über den verfügbaren Platz auf dem Unterwagen in Richtung des hinteren Endes des Mobilkrans. Demnach wird der Auslegerkopf mit einer eventuell am Auslegerkopf befestigten Hakenflasche am Fahrzeugende auf dem Unterwagen abgelegt, wodurch im Fahrbetrieb keinerlei Beeinträchtigungen des Sichtfelds des Fahrzeugführers durch die Hakenflasche auftreten. Weiterhin kann die Hakenflasche im Verfahrbetrieb des Mobilkrans eventuell bei der Straßenfahrt eingeschert bleiben, da die Fahrerkabine keinen Platz auf dem Unterwagen im Bereich der abgelegten Hakenflasche beansprucht.
  • Des weiteren wird ein Mobilkran nach einer der oben genannten Ausgestaltungsmöglichkeiten beansprucht, der durch eine Achszahl gleich oder größer vier Achsen gekennzeichnet ist. Der erfindungsgemäße Mobilkran mit einer gemeinsamen Fahrerkabine für den Fahrbetrieb und den Kranbetrieb, wobei die Fahrerkabine in eine entgegengesetzte Richtung zum Auslegerkopf schwenkbar ist und die Fahrerkabine für die Straßenfahrt mit dem Unterwagen in einer Verfahrposition mit entgegengesetztem Blickwinkel zum Auslegerkopf lösbar verbindbar ist, eignet sich insbesondere bei der Realisierung einer Einkabinenlösung für einen Großkran bzw. Großautokran. Es ist zu erwähnen, dass diese Lösung auch für kleinere Geräte denkbar und realisierbar ist.
  • Erfindungsgemäß wird durch die vorliegende Erfindung ein Mobilkran zur Verfügung gestellt, welcher gerade bei der Straßenfahrt eine optimale Sicht für den Fahrer gewährleistet, wobei weiterhin eine Schnellfahrt des Mobilkrans ermöglicht wird, ohne dass eine separate Fahrerkabine für die Straßenfahrt vorgesehen ist. Dabei eignet sich die vorliegende Erfindung eines Mobilkrans bevorzugt für die Realisierung eines Großkrans bzw. Großautokrans mit einer Achsenzahl gleich oder größer gleich vier Achsen.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels sowie Zeichnungen näher beschreiben. Dabei zeigen:
  • 1: ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans, wobei der Ausleger auf dem Unterwagen abgelegt ist und die Fahrerkabine in einer Verfahrposition positioniert ist,
  • 2: das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans, wobei der Ausleger teilweise aufgeschwenkt und austeleskopiert ist und die Fahrerkabine in einer Position zum Kranbetrieb positioniert ist und.
  • 3: das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans, wobei der Mobilkran eine Kranbetriebsposition einnimmt und dabei der Ausleger sowie die Fahrerkabine um 90° verschwenkt sind.
  • Die 1 bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans 1 mit einem Unterwagen 2, an welchem das Fahrgestell angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel weist das Fahrgestell des erfindungsgemäßen Mobilkrans 1 zwei vordere Lenkachsen 6 sowie sieben hintere Achsen 15 auf. Alternativ können auch andere Verteilungen, insbesondere hinsichtlich der Lenkung, vorgesehen sein. Auf dem Unterwagen 2 ist um eine vertikale Drehachse 11 der Oberwagen 3 des Mobilkrans 1 drehbar angeordnet. Am Oberwagen 3 ist der Ausleger 4 um die horizontale Wippachse 7 aufwippbar angelenkt, wobei es sich bei dem Ausleger 4 um einen Teleskopausleger handelt. Dieser Teleskopausleger weist einen Anlenkschuß auf, über welchen der Ausleger 4 am Oberwagen 3 angelenkt ist, sowie mehrere aus dem Anlenkschuß austeleskopierbare Teleskopschüsse 16. Der Ausleger 4 ist dabei über den Wippzylinder 12, welcher zwischen dem Anlenkschuß und dem Oberwagen 3 angeordnet ist, um die Wippachse 7 aufwippbar. Ebenso ist ein Drehantrieb vorgesehen, mit welchem der Oberwagen 3 zusammen mit dem Teleskopausleger 4 um die vertikale Drehachse 11 gegenüber dem Unterwagen 2 gedreht werden kann. Am Unterwagen 2 sind dabei weiterhin Abstützelemente 8 und 9 installierbar, über welche der Unterwagen im Kranbetrieb abgestützt werden kann.
  • Weiterhin weist der erfindungsgemäße Mobilkran 1 eine gemeinsame Fahrerkabine 10 für die Straßenfahrt und den Kranbetrieb auf. Erfindungsgemäß ist dabei nur eine Fahrerkabine 10 nötig um den Mobilkran 1 auf der Straße zu fahren sowie während des Kranbetriebs zu bedienen. Durch die Einsparung einer zusätzlichen Kabine können erhebliche Kostenvorteile erzielt werden, da die Baugruppe Fahrerhaus und die Baugruppe Krankabine mit allen Funktionen zu einer zusammengeführt wird. Durch die Einsparung einer weiteren Kabine werden dabei auch wesentliche Gewichtsvorteile erzielt, welche in die Leistungsfähigkeit bzw. Traglast des Krans investiert werden können.
  • Die Fahrerkabine 10 ist dabei über einen Kabinenarm 20 am Oberwagen 3 angeordnet. Der Kabinenarm 20 ist dabei am Oberwagen 3 schwenkbar angelenkt. Die Verschwenkachse 21 verläuft dabei senkrecht, so dass der Kabinenarm 20 mit der Fahrerkabine 10 um 180° um die vertikale Schwenkachse 21 um den Oberwagen 3 verschwenkt werden kann.
  • In 1 ist dabei ein erstes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt, bei welchem die Fahrerkabine 10 für die Straßenfahrt mit dem Unterwagen 2 in einer Verfahrposition verbindbar ist. Dabei ist in der Verfahrposition eine sichere, insbesondere mechanische Lenkverbindung zwischen dem Lenkrad und der Lenkung des Unterwagens 2 herstellbar. Bei der in 1 gezeigten Verfahrposition der Fahrerkabine 10 ist der Kabinenarm 20 mit de Fahrerkabine 10 um eine Schwenkachse 21 um den Oberwagen 3 nach vorne zur Fahrzeugvorderseite hin verschwenkt, so dass sich die Fahrerkabine 10 auf der Vorderseite des Unterwagens 2 befindet. Dabei grenzt die Rückwand der Fahrerkabine 10 an den Oberwagen 3 des Mobilkrans 1 und der Blick des Fahrers 14 ist aus der Fahrerkabine 10 auf den Straßenverlauf nach vorne hin ausgerichtet. In dieser Verfahrposition kann die Fahrerkabine 10 gemäß den Anforderungen, die im Straßenverkehr gültig sind, am Unterwagen 2 arretiert werden. Vorteilhafterweise ist ein festes oder auch anbolzbares oder auch anschraubbares Podest 30 zur Aufnahme der Fahrerkabine 10 am Unterwagen 2 des erfindungsgemäßen Mobilkrans 1 angebracht. Das Podest 30 weist dabei einen Beleuchtungsanbau auf, der die jeweiligen Erfordernisse der entsprechenden Straßenverkehrsordnung erfüllt. Um in beengten Verhältnissen ein kurzes Fahrzeug zu erhalten, kann dieses Podest 30 abgebaut werden und der Kran aus einer Arbeitsstellung der Fahrerkabine im Kranbetrieb verfahren werden.
  • Die sichere Lenkverbindung wird bevorzugt mit dem Positionieren der Kabine 10 auf das Podest 30 gleichzeitig hergestellt, diese kann aber auch über separate Zuschaltung ebenso erfolgen. Erst nachdem diese sichere Lenkverbindung hergestellt ist, wird von der Steuerung des Mobilkrans 1 eine Rückmeldung gegeben, wodurch die höhere Fahrgeschwindigkeit freigegeben wird. Ein Baustellenverkehr mit hydraulischer und/oder elektrischer bzw. elektronischer Lenkung und entsprechend geringer Geschwindigkeit (< 20 km/h) ist natürlich auch mit der Fahrerkabine 10 in einer anderen Position, z. b. in der in 2 und 3 gezeigten Arbeitsstellung, möglich.
  • Im Ausführungsbeispiel der 1 bis 3 ist die Fahrerkabine 10 doppelsitzig ausgeführt, wobei der Fahrersitz 40 sich auf der linken Seite in Fahrtrichtung blickend befindet und der Kranführersitz auf der entsprechenden rechten Seite angeordnet ist. Der Fahrerplatz in Fahrtrichtung links, ist mit allen erforderlichen Pedalen, Lenkrad, etc. für einen sicheren Fahrbetrieb auf öffentlichen Straßen ausgestattet.
  • Der rechts angeordnete Kranführersitzplatz 50 des Kranfahrers ist mit den üblichen Meisterschaltungen wie sie für die Kranbewegung erforderlich sind, ausgestattet, sowie mit entsprechenden Monitoren für die Überwachung der Kranfunktion, des weiteren mit notwendigen Pedalen für Motordrehzahlverstellung und Bremsen ausgestattet. Dieser Kranführersitzplatz 50 ist in der Straßenfahrfunktion der Fahrerkabine 10 als Beifahrerplatz nutzbar. In diesem Fall sind jedoch die Kranfunktionen gesperrt.
  • Die beiden 2 und 3 zeigen das Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in einer Arbeitsposition, wobei in 2 die Fahrerkabine 10 um 180° um die vertikal stehende Schwenkachse 21 um den Oberwagen 3 nach vorne verschwenkt ist. Dadurch erhält der Kranführer ein ungestörtes Sichtfeld in Richtung des Auslegerkopfs 13. Ebenfalls ist in 2 der Ausleger 4 des erfindungsgemäßen Mobilkrans 1 um seine horizontale Wippachse 7 durch den Wippzylinder 12 nach oben aufgewippt.
  • In 3 ist ein vollständig aufgestellter, nicht austeleskopierter Ausleger 4 dargestellt, wobei die Fahrerkabine 10, sowie der Ausleger 4 durch eine Drehbewegung um eine senkrecht verlaufende Drehachse 11 des drehbaren Oberwagens 3 um 90° im Uhrzeigersinn verdreht sind. Zur Stabilisierung des Unterwagens 2 des erfindungsgemäßen Mobilkrans 1 im Arbeitsbetrieb auf dem Untergrund, wird der Unterwagen 2 zusätzlich über Abstützelemente 8 und 9 abgestützt.
  • Eben durch die Drehbewegung um 180° der Fahrerkabine 10 können die Vorteile für die Verteilung der Sitze 40 und 50 erreicht werden. So ist im Fahrbetrieb der Fahrersitz 40 auf der linken Seite der Fahrerkabine 10 und im Kranbetrieb schwenkt dieser an den Ausleger 4 hin, so dass dann der Kranführersitz 50 sich an der bevorzugten äußeren Seite des erfindungsgemäßen Mobilkrans 1 befindet. Es ist auch denkbar, dass aus Kosten- und Gewichtsgründen nur eine Sitzposition für Kran- und Fahrbetrieb realisiert wird, um die Größe der Kabine klein zu halten und somit Gewicht und Kosten zu sparen. Ein Vorteil der äußeren Position des Kranführers ist, dass dieser während des Kranbetriebs einen guten Zu- und Abgang zur Fahrerkabine 10 hat.
  • Weiterhin ist aus den 1 bis 3 ersichtlich, dass die Fahrerkabine 10 schmäler als die Fahrzeugbreite bzw. die Breite des Unterwagens 2 ausgeführt ist. Dadurch wird es ermöglicht, dass auf der rechten Seite in Fahrtrichtung schauend neben der Fahrerkabine 10 ein Podest bzw. Aufstieg 31 angebracht ist, der im Kranbetrieb ein sicheres Erreichen der Fahrerkabine 10 ermöglicht. Vorteilhafterweise ist der Aufstieg 31 zusätzlich mit einem Geländer versehen.
  • In dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel ist dabei eine über den Kabinenarm 20 von einer Arbeitsposition in eine Verfahrposition schwenkbare Fahrerkabine 10, welche dort mit dem Unterwagen 2 verbindbar ist, verwirklicht, wobei eine verbesserte Sicht dadurch erreicht wird, dass sich die Fahrerkabine 10 und der Auslegerkopf 13 während des Verfahrbetriebs auf entgegengesetzten Enden des Unterwagens 2 befinden. Vorteilhafterweise ist dabei in der Verfahrposition eine sichere, insbesondere mechanische Lenkverbindung zwischen der Fahrerkabine 10 und dem Unterwagen 2 herstellbar. Es sei darauf hingewiesen, dass das erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel eine einfache und leicht zu realisierende Variante einer Einkabinenlösung für einen Großkran bzw. Großautokran aufzeigt.

Claims (15)

  1. Mobilkran (1) mit einem Unterwagen (2) mit Fahrgestell, einem auf dem Unterwagen (2) um eine vertikale Drehachse (11) drehbaren Oberwagen (3), einem am Oberwagen (3) um eine horizontale Wippachse (7) aufwippbaren Ausleger (4), insbesondere Teleskopausleger, und einer gemeinsamen Fahrerkabine (10) für den Fahrbetrieb und den Kranbetrieb, wobei die Fahrerkabine (10) fest über einen schwenkbaren Kabinenarm (20) am Oberwagen (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine (10) in eine entgegengesetzte Richtung zum Auslegerkopf (13) schwenkbar ist und die Fahrerkabine (10) für die Straßenfahrt mit dem Unterwagen (2) in einer Verfahrposition mit entgegengesetztem Blickwinkel zum Auslegerkopf (13) lösbar verbindbar ist.
  2. Mobilkran (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine (10) über den schwenkbaren Kabinenarm (20) um eine vertikale Schwenkachse (21) um den Oberwagen (3) um 180° verschwenkbar ist.
  3. Mobilkran (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine (10) für den Kranbetrieb über den schwenkbaren Kabinenarm (20) um eine vertikale Schwenkachse (21) um den Oberwagen (3) verschwenkbar ist, so dass der Blickwinkel aus der Fahrerkabine (10) auf den Auslegerkopf (13) gerichtet ist.
  4. Mobilkran (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine (10) des Mobilkrans zweisitzig ausgeführt ist und der rechte Sitzplatz in Blickrichtung in der Fahrerkabine (10) den Kranführersitzplatz (50) des Kranführers im Kranbetrieb umfaßt.
  5. Mobilkran (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine (10) im Kranbetrieb derart in die Kranbetriebsposition verschwenkbar ist, dass der Kranführersitzplatz (50) des Kranführers in der Fahrerkabine (10) an der äußersten Position rechts am Mobilkran liegt.
  6. Mobilkran (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine (10) zweisitzig ausgeführt ist und der linke Sitzplatz in Blickrichtung in der Fahrerkabine (10) den Fahrersitz (40) des Fahrzeugführers umfaßt.
  7. Mobilkran (1) nach Anspruche 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Sitz bzw. der Kranführersitzplatz (50) in der Verfahrposition als Beifahrersitz nutzbar ist und die Kranfunktionen des Kranführersitzplatzes (50) sperrbar sind.
  8. Mobilkran (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine (10) schmäler als die Fahrzeugbreite bzw. die Breite des Unterwagen (2) ist, wodurch ein Aufstieg/Podium (31), insbesondere mit einem Geländer, zum sicheren Ein/Ausstieg an der Fahrzeugkabine (10) anbringbar ist.
  9. Mobilkran (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verfahrposition eine sichere, insbesondere mechanische Lenkverbindung zwischen einer Lenkhandhabe, insbesondere einem Lenkrad, und der Lenkung des Unterwagens (2) herstellbar ist.
  10. Mobilkran (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Mobilkran (1) eine Steuerung umfasst, mittels dieser die sichere Lenkverbindung überprüfbar ist und eine Freigabe der maximalen Fahrgeschwindigkeit des Mobilkrans (1) erteilbar ist.
  11. Mobilkran (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung derart ausgelegt ist, dass der Fahrbetrieb bei nicht hergestellter sicherer Lenkverbindung in der Kranbetriebposition auf eine Höchstgeschwindigkeit begrenzbar ist, wobei die Lenkung des Mobilkrans (1) dabei insbesondere eine elektronische Lenkverbindung vorsieht.
  12. Mobilkran (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein festes oder anbolzbares und/oder an-/abschraubbares Podest (30) zur Aufnahme der Fahrerkabine (10) am Unterwagen (2) im Verfahrbetrieb angeordnet ist, das einen Beleuchtungsanbau umfaßt.
  13. Mobilkran (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerkabine schwenkbar am Kabinenarm angelenkt ist.
  14. Mobilkran (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslegerkopf (13) und die Fahrerkabine (10) in der Ver fahrposition an den entgegengesetzten Enden des Unterwagens (2) ablegbar/absetzbar sind, wobei die Fahrerkabine (10) mit entgegengerichteten Blickwinkel zum Auslegerkopf (13) mit dem Unterwagen (2) verbindbar ist und der Blickwinkel des Kranfahrers auf den Straßenverlauf fällt und der Auslegerkopf (13) am Fahrzeugende abgelegt ist.
  15. Mobilkran (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mobilkran (1) bzw. Autokran eine Achszahl gleich oder größer vier Achsen aufweist.
DE200920005446 2009-04-09 2009-04-09 Mobilkran mit Einkabinenlösung Expired - Lifetime DE202009005446U1 (de)

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DE200920005446 DE202009005446U1 (de) 2009-04-09 2009-04-09 Mobilkran mit Einkabinenlösung

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DE200920005446 DE202009005446U1 (de) 2009-04-09 2009-04-09 Mobilkran mit Einkabinenlösung

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