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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung bezieht sich auf eine verlorene Schalung für
eine Aufkantung.
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Stand der Technik
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Aus
der
EP 0 568 799 B1 ist
ein verlorenes Abschalelement für eine Aufkantung an einer
Verbindung zwischen einer Boden- oder Deckenplatte und einer Wand
mit einem im wesentlichen trapezförmigen Querschnitt bekannt.
Bei dieser Schalung bildet die kürzere der beiden verschieden
langen Seiten des trapezförmigen Querschnitts eine Betoneinfüllöffnung
während die gegenüberliegende, längere Seite
auf die Unterlage aufgestellt wird. Die geneigten Seiten werden
durch Wandungsteile aus einem durchbrochenen Material gebildet,
die durch die Betoneinfüllöffnung überbrückende
Abstandshalter miteinander verbunden sind. Mit den Wandungsteilen
ist eine korbartige Bügelkonstruktion verbunden, die der Aufnahme
eines Fugenbandes dient, welches aus der Schalungswandung hinausragt.
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Die
genannte verlorene Schalung hat sich für Aufkantungen zur
Erstellung ebener Wände als gut geeignet herausgestellt.
Häufig ist es aber erforderlich gekrümmte Wände
zu erstellen. Solche gekrümmten Wände werden in
der modernen Architektur immer häufiger eingeplant und
sind vor allem bei landwirtschaftlichen oder technischen Bauwerken unabdingbar.
Die aus dem Stand der Technik bekannten verlorenen Schalungen haben
sich als ungeeignet für die Erstellung gekrümmter
Wände erwiesen.
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Darstellung der Erfindung
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Hier
setzt die Erfindung an. Es soll eine Schalung zur Verfügung
gestellt werden, die das Erstellen gekrümmter Wände
ermöglicht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch
die Schalung gemäß unabhängigem Schutzanspruch
1 gelöst. Weitere vorteilhafte Aspekte, Details und Ausgestaltungen der
Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen,
der Beschreibung sowie den Zeichnungen.
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Die
erfindungsgemäße verlorene Schalung für
eine Aufkantung an einer insbesondere wasserundurchlässigen
Verbindung zwischen einer Unterlage und einer Wand umfasst zumindest
ein erstes Schalungselement, wobei das erste Schalungselement eine
erste Schalungswandung, eine zweite Schalungswandung, zumindest
einen als flächige Wassersperre ausgebildeten Blechmaterialstreifen und
zumindest vier bügelartige Verbindungselemente zur Verbindung
des Blechmaterialstreifens mit den Schalungswandungen aufweist.
Die erste Schalungswandung und die zweite Schalungswandung verlaufen
im wesentlichen parallel zueinander, wobei der Blechmaterialstreifen
zwischen den beiden im wesentlichen parallel zueinander verlaufenden
Schalungswandungen angeordnet ist.
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Jede
Schalungswandung umfasst zumindest einen ersten und zumindest einen
zweiten aus einem durchbrochenen Material bestehenden Schalungsstreifen,
wobei die Schalungsstreifen jeweils einer Schalungswandung im wesentlichen
fluchtend in einer Ebene liegend zueinander ausgerichtet sind. Jeweils
ein bügelartiges Verbindungselement ist derart mit dem
Blechmaterialstreifen und mit jeweils einem Schalungsstreifen verbunden,
dass der Blechmaterialstreifen im wesentlichen parallel zu den beiden Schalungswandungen
verläuft. Jeder Schalungsstreifen weist jeweils einen Endbereich
und eine in der Ebene des jeweiligen Schalungsstreifens liegende,
parallel zur Unterlage verlaufende Hauptachse auf.
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Erfindungsgemäß sind
der erste und der zweite Schalungsstreifen der ersten Schalungswandung
derart zueinander angeordnet, dass der erste und der zweite Schalungsstreifen
in ihren Endbereichen überlappend miteinander in Kontakt
stehen und so einen ersten Schalungsstreifenüberlappungsbereich
bilden. Der erste und der zweite Schalungsstreifen der zweiten Schalungswandung
sind derart zueinander angeordnet, dass der erste und der zweite Schalungsstreifen
in ihren Endbereichen überlappend miteinander in Kontakt
stehen und so einen zweiten Schalungsstreifenüberlappungsbereich
bilden.
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Die
erfindungsgemäße verlorene Schalung für
eine Aufkantung besteht also aus zwei Schalungswandungen mit einer
zwischen den Schalungswandungen angeordneten Wassersperre. Die Schalungswandungen
wiederum sind aus jeweils zumindest zwei Schalungsstreifen aufgebaut,
welche im wesentlichen in einer Ebene liegend fluchtend zueinander
ausgerichtet sind. Der Ausdruck „im wesentlichen in einer
Eben liegend” bringt die Tatsache zum Ausdruck, dass die
beiden, eine Schalungswandung bildenden Schalungsstreifen mit ihren
einander benachbarten Endbereichen überlappen. In diesem
auf diese Weise gebildeten sogenannten Schalungsstreifenüberlappungsbereich
liegt somit eine doppelwandige Schalung vor.
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Als
weitere Besonderheit der vorliegenden Erfindung sind die Schalungsstreifen
mit Hilfe von bügelartigen Verbindungselementen mit dem
Blechmaterialstreifen verbunden und zwar derart, dass Blechmaterialstreifen
und beide Schalungswandungen im wesentlichen parallel zueinander
verlaufen. Dabei ist jeder Schalungsstreifen durch ein bügelartiges
Verbindungselement mit dem Blechmaterialstreifen verbunden. Somit
ergibt sich eine Schalung mit Wassersperre, deren Schalungswandungen
aus einer Mehrzahl von einzelnen Schalungsstreifen aufgebaut sind,
wobei jeweils benachbarte Schalungsstreifen überlappen
und auf diese Weise geschlossene Schalungswandungen ergeben.
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Durch
diesen Aufbau erhält die gesamte verlorene Schalung eine
gewisse Flexibilität, da die beiden Schalungsstreifen in
ihrem überlappenden Bereich gegeneinander verschoben und
aus der gemeinsamen Ebene gebogen werden können. Da zudem
der Blechmaterialstreifen mit einem relativ geringen Kraftaufwand
verbogen werden kann, ermöglicht es die erfindungsgemäße
Schalung eine Aufkantung für gekrümmte Wände
bereitzustellen.
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Die
erfindungsgemäße Schalung wird vor dem Betonieren
lediglich auf die Armierung einer Boden- oder Deckenplatte gesetzt.
Dann werden Boden- oder Deckenplatte und Wand zusammen betoniert.
Gleichzeitig wird durch die Schalung auch eine Wassersperre an ihrem
vorbestimmten Platz angeordnet.
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Bevorzugt
ist der Blechmaterialstreifen an die bügelartigen Verbindungselemente
angeschweißt. Ebenfalls bevorzugt sind die Schalungsstreifen
an die bügelartigen Verbindungselemente angeschweißt.
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Die
in der erfindungsgemäßen Schalung eingesetzten
Schalungsstreifen umfassen bevorzugt eine Quer- und Längsstäbe
umfassende Gittermatte und ein zwischen den Quer- und Längsstäben
der Gittermatte eingeschweißtes, durchbrochenes Metallblech.
Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem durchbrochenen Metallblech
um ein Streckmetall- oder Lochblech.
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Ganz
besonders bevorzugt bestehen die Schalungsstreifen aus einem aus
der
EP 507 054 B1 bekannten
Material in Form einer zwischen Querstäbe und Längsstäbe
einer Gittermatte aus Metall, bevorzugt Baustahl, eingeschweißten
Streckmetalltafel. Durch die Durchbrechungen in der Streckmetalltafel kann
Betonschlempe leicht auf die gegenüberliegende Seite quellen,
wenn der erste Betonierabschnitt vergossen wird. Dadurch kann später
der zweite Betonierabschnitt an den durch die Streckmetalltafel
getretenen, erhärteten Beton fest anbinden.
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Bevorzugt
weist das Schalungselement eine Länge von 200 bis 300 cm
auf. Aus Schalungselementen der genannten Länge lassen
sich Schalungen für im wesentlichen alle bei Betonwänden
auftretenden Krümmungsradien anfertigen. Besonders bevorzugt
setzt sich jeweils eine Schalungswandung aus Schalungsstreifen einer
Länge von 50 bis 60 cm zusammen. Eine Schalungswandung
einer Länge von 200 bis 300 cm weist also unter Berücksichtigung der
Schalungsstreifenüberlappungsbereiche fünf bis sechs
Schalungsstreifen auf.
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Bevorzugt
werden die Begrenzungskanten der Schalungsstreifen durch das durchbrochene
Metallblech gebildet. In dieser bevorzugten Ausführungsform
sind in dem Bereich, in dem die Schalungsstreifen aufeinander zu
liegen kommen, keine Quer- oder Längsstäbe vorgesehen.
Die Schalungsstreifen können daher im gesamten Überlappungsbereich
vollflächig miteinander in Kontakt stehen und ergeben so
einen besonders sicheren Schutz vor durchtretenden Betongrobteilen.
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Bevorzugt
weist der Schalungsstreifenüberlappungsbereich eine Ausdehnung
B in Richtung zumindest einer Hauptachse der Schalungsstreifen von zumindest
1 cm auf, besonders bevorzugt eine Ausdehnung B von 2 cm bis zu
10 cm. Die genannten Überlappungsbereiche stellen einen
ausreichenden Schutz vor durchtretenden Betongrobteilen zur Verfügung.
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Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform schließt
die Hauptachse jeweils eines ersten Schalungsstreifens mit der Hauptachse
jeweils eines zweiten Schalungsstreifens einen Winkel α kleiner
180° ein, insbesondere einen Winkel α von 160° bis
175°. Bei Schalungswandungen, die aus sechs Schalungsstreifen
aufgebaut sind, welche jeweils einen Winkel von beispielsweise 170° zueinander
einschließen, ergibt sich über ein Schalungselement
ein Winkel von 130° zwischen den beiden endständigen
Schalungsstreifen.
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Bevorzugt
umfasst jede Schalungswandung nicht nur zwei Schalungsstreifen sondern
drei oder vier oder fünf oder sechs Schalungsstreifen und
eine entsprechende Anzahl an bügelartigen Verbindungselementen.
Besonders bevorzugt umfassen die beiden Schalungswandungen eines
Schalungselements die gleiche Anzahl an Schalungsstreifen, da in
diesem Fall in besonders einfacher Weise eine Krümmung
der Schalung erzeugt werden kann.
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Als
bügelartige Verbindungselemente kann jede Art von gebogenem
Drahtbügel, insbesondere Betonstahl- oder Glattstahlbügel
verwendet werden.
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Gemäß einer
weiteren, ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung umfasst die verlorene Schalung für
eine Aufkantung zumindest ein erstes der oben beschriebenen Schalungselemente
und zumindest ein zweites der oben beschriebenen Schalungselemente.
Gemäß dieser Ausführungsform umfasst
die erste Schalungswandung des ersten Schalungselements einen ersten
endständigen Schalungsstreifen und einen zweiten endständigen
Schalungsstreifen, während die zweite Schalungswandung
des ersten Schalungselements einen ersten endständigen
Schalungsstreifen und einen zweiten endständigen Schalungsstreifen
umfasst. Die erste Schalungswandung des zweiten Schalungselements
umfasst einen ersten endständigen Schalungsstreifen und
einen zweiten endständigen Schalungsstreifen, während
die zweite Schalungswandung des zweiten Schalungselements einen
ersten endständigen Schalungsstreifen und einen zweiten
endständigen Schalungsstreifen umfasst.
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Gemäß dieser
bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
sind das erste und das zweite Schalungselement derart zueinander
angeordnet, dass jeweils ein erster endständiger Schalungsstreifen
des ersten Schalungselements mit jeweils einem zweiten endständigen
Schalungsstreifen des zweiten Schalungselements überlappend
in Kontakt steht und die ersten endständigen Schalungsstreifen
des ersten Schalungselements im wesentlichen parallel zu den zweiten
endständigen Schalungsstreifen des zweiten Schalungselements
orientiert sind. Der Blechmaterialstreifen des ersten Schalungselements
steht mit dem Blechmaterialstreifen des zweiten Schalungselements überlappend
in Kontakt steht. Jeweils ein erster endständiger Schalungsstreifen
des ersten Schalungselements bildet mit jeweils einem zweiten endständigen
Schalungsstreifen des zweiten Schalungselements einen Schalungsstreifenüberlappungsbereich,
während der Blechmaterialstreifen des ersten Schalungselements
mit dem Blechmaterialstreifen des zweiten Schalungselements einen
Blechmaterialstreifenüberlappungsbereich bildet.
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In
diesem Fall besteht die verlorene Schalung für eine Aufkantung
also aus zwei Schalungsteilen, welche so miteinander verbunden werden,
dass sowohl die endständigen Schalungsstreifen als auch die
Wassersperre überlappend aufeinander zu liegen kommen.
Diese Schalung ermöglicht es, eine Aufkantung für
gekrümmte Wände mit großer Ausdehnung
bereitzustellen.
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In
den überlappenden Bereichen werden die beiden Schalungselemente
zusätzlich aneinander befestigt, was am einfachsten mit
Hilfe von Rödeldraht erfolgt, welcher die übereinander
angeordneten, endständigen Schalungsstreifen miteinander verbindet.
Die übereinander angeordneten Blechmaterialstreifen sind
vorteilhafterweise miteinander zu verschweißen.
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Bevorzugt
weist dieser weitere Schalungsstreifenüberlappungsbereich
eine Ausdehnung in Richtung zumindest einer Hauptachse der Schalungsstreifen
von zumindest 1 cm auf, besonders bevorzugt eine Ausdehnung von
2 cm bis 10 cm.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform schließt
die Hauptachse jeweils eines ersten Schalungsstreifens des ersten
Schalungselements mit der Hauptachse jeweils eines zweiten Schalungsstreifens
des zweiten Schalungselements einen Winkel α kleiner 180° ein,
besonders bevorzugt besitzt der Winkel α einen Wert von
160° bis 175°.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert
werden. Es zeigen
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1 ein
erfindungsgemäßes Schalungselement,
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2 zwei
erfindungsgemäße Schalungselemente, die zu einer
Schalung mit größerer Ausdehnung zusammengefügt
sind,
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3 ein
erfindungsgemäßes Schalungselement mit zwölf
Schalungsstreifen in gekrümmter Form.
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Wege zur Ausführung
der Erfindung
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1 zeigt
ein erfindungsgemäßes Schalungselement 11 als
verlorene Schalung für eine Aufkantung. Das Schalungselement 11 besteht
aus einer ersten Schalungswandung 1, einer zweiten Schalungswandung 2,
einem als flächige Wassersperre ausgebildeten Blechmaterialstreifen 6 und vier
bügelartigen Verbindungselementen 8a, 8b, 8c, 8d zur
Verbindung des Blechmaterialstreifens 6 mit den Schalungswandungen 1, 2.
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Die
erste Schalungswandung 1 und die zweite Schalungswandung 2 verlaufen
im wesentlichen parallel zueinander. Der Blechmaterialstreifen 6 ist zwischen
den beiden Schalungswandungen 1, 2 angeordnet.
Die Schalungswandung 1 besteht aus einem ersten 12 und
einem zweiten 13 Schalungsstreifen. Ebenso besteht die
Schalungswandung 2 aus einem ersten 14 und einem
zweiten 15 Schalungsstreifen. Die Schalungsstreifen jeweils
einer Schalungswandung sind im wesentlichen fluchtend in einer Ebene
liegend zueinander ausgerichtet.
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Die
Schalungsstreifen
12,
13,
14,
15 bestehen
aus jeweils einem ebenen Streifen aus einem durchbrochenen Metallblech,
dessen Durchbrechungen so ausgebildet sind, dass zwar Betonschlempe durch
die Durchbrechungen hindurchquellen kann, das Material sich jedoch
trotzdem noch als Schalung eignet. Durch die durchquellende Betonschlempe wird
eine gute Anbindung zwischen einem ersten und einem zweiten Betonierabschnitt
erreicht. Die Schalungsstreifen
12,
13,
14,
15 bestehen
bevorzugt aus einem aus der
EP
507 054 B1 bekannten Material in Form einer zwischen Querstäbe
und Längsstäbe einer Gittermatte aus Metall, bevorzugt
Baustahl, eingeschweißten Streckmetalltafel.
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Jeweils
ein bügelartiges Verbindungselement 8a, 8b, 8c, 8d ist
derart mit dem Blechmaterialstreifen 6 und mit jeweils
einem Schalungsstreifen 12, 13, 14, 15 verbunden,
dass der Blechmaterialstreifen 6 im wesentlichen parallel
zu den beiden Schalungswandungen 1, 2 verläuft.
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Jeder
Schalungsstreifen 12, 13, 14, 15 weist jeweils
einen Endbereich 71, 72, 73, 74 und
eine in der Ebene des jeweiligen Schalungsstreifens liegende, parallel
zur Unterlage verlaufende Hauptachse auf.
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Der
erste 12 und der zweite 13 Schalungsstreifen der
ersten Schalungswandung 1 sind derart zueinander angeordnet,
dass der erste 12 und der zweite 13Schalungsstreifen
in ihren Endbereichen 71, 72 überlappend
miteinander in Kontakt stehen und so einen ersten Schalungsstreifenüberlappungsbereich 16 bilden.
Ebenso sind der erste 14 und der zweite 15 Schalungsstreifen
der zweiten Schalungswandung 2 derart zueinander angeordnet,
dass der erste 14 und der zweite 15 Schalungsstreifen
in ihren Endbereichen 73, 74 überlappend
miteinander in Kontakt stehen und so einen zweiten Schalungsstreifenüberlappungsbereich 17 bilden.
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Die
in 1 dargestellte Schalung umfasst pro Schalungswandung
zwei Schalungsstreifen. Üblicherweise werden Schalungsstreifen
mit einer Ausdehnung von 50 bis 60 cm in Richtung ihrer Hauptachse
verwendet. Ein Schalungselement weist üblicherweise eine
Länge A von 240 cm auf. Ein solches Schalungselement umfasst
dann pro Schalungswandung rund fünf Schalungsstreifen,
die sich unter Berücksichtigung der Schalungsstreifenüberlappungsbereiche
zu einem Schalungselement von 240 cm Länge ergänzen.
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2 zeigt
zwei der in 1 dargestellten Schalungselemente,
die zu einer Schalung zusammengefügt sind. Die Schalungselemente
umfassen ebenfalls pro Schalungswandung zwei Schalungsstreifen.
Da die Schalungselemente aber mit mehreren Schalungsstreifen ausgestattet
sein können, werden die in der 2 gezeigten
Schalungsstreifen 12, 13, 14, 15, 42, 43, 44, 45 als
endständige Schalungsstreifen bezeichnet. Diese endständigen
Schalungsstreifen sind also unabhängig von der konkreten
Anzahl an Schalungsstreifen jeweils am Ende eines Schalungselements
angeordnet.
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In
diesem Fall besteht die verlorene Schalung für eine Aufkantung
also aus zwei Schalungselementen, welche so miteinander verbunden
werden, dass sowohl die endständigen Schalungsstreifen
als auch die Wassersperre überlappend aufeinander zu liegen
kommen. Diese Schalung ermöglicht es, eine Aufkantung für
gekrümmte Wände mit großer Ausdehnung
bereitzustellen.
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In
den überlappenden Bereichen werden die beiden Schalungselemente
zusätzlich aneinander befestigt, was am einfachsten mit
Hilfe von Rödeldraht erfolgt, welcher die übereinander
angeordneten endständigen Schalungsstreifen miteinander verbindet.
Die übereinander angeordneten Blechmaterialstreifen stellen
zwar auch ohne zusätzliche Verbindung eine ausreichende
Wassersperre dar, können aber vorteilhafterweise zusätzlich
miteinander verschweißt werden.
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Die
beiden Schalungselemente 11, 21 sind dann so zueinander
angeordnet, dass jeweils ein erster endständiger Schalungsstreifen 12, 14 des
ersten Schalungselements 11 mit jeweils einem zweiten endständigen
Schalungsstreifen 43, 45 des zweiten Schalungselements 21 überlappend
in Kontakt steht und die ersten endständigen Schalungsstreifen 12, 14 des
ersten Schalungselements 11 im wesentlichen parallel zu
den zweiten endständigen Schalungsstreifen 43, 45 des
zweiten Schalungselements 21 orientiert sind.
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Jeweils
ein erster endständiger Schalungsstreifen 12, 14 des
ersten Schalungselements 11 bildet mit jeweils einem zweiten
endständigen Schalungsstreifen 43, 45 des
zweiten Schalungselements 21 einen Schalungsstreifenüberlappungsbereich 46, 47.
Gleichzeitig steht der Blechmaterialstreifen 6 des ersten
Schalungselements 11 mit dem Blechmaterialstreifen 26 des
zweiten Schalungselements 12 überlappend in Kontakt
und bildet einen Blechmaterialstreifenüberlappungsbereich 48.
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In
der 3 ist ein Schalungselement 11 gezeigt,
dessen Schalungswandungen aus jeweils sechs Schalungsstreifen gebildet
sind. Es ergeben sich pro Schalungswandung fünf Schalungsstreifenüberlappungsbereiche 16, 17.
Das Schalungselement weist in nicht gekrümmten Zustand
eine Länge von rund 250 cm auf. Jeder einzelne Schalungsstreifen
weist eine Länge A von 50 cm auf. Die Schalungsstreifen überlappen
jeweils in einem Bereich der Länge 10 cm.
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Die
Schalungsstreifen können in ihren überlappenden
Bereichen gegeneinander verschoben werden. Der Blechmaterialstreifen
wird mit einem relativ geringen Kraftaufwand verbogen, wodurch sich die
in 3 dargestellte gekrümmte Schalung für eine
Aufkantung ergibt.
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Der
Blechmaterialstreifen 6 ist lediglich in den Schalungsstreifenüberlappungsbereichen 16, 17 verbogen.
Der sich anschließende, zwischen zwei Schalungsstreifenüberlappungsbereichen 16, 17 angeordnete,
größere Teil des Blechmaterialstreifens 6 liegt
weiterhin in einer Ebene. Zur Festlegung der relativen Lage der
einzelnen Schalungsstreifen zueinander kann daher der Winkel angegeben
werden, den die Hauptachsen H benachbarter Schalungsstreifen zueinander
einschließen. In dem in 3 gezeigten
Ausführungsbeispiel beträgt dieser Winkel α 170°.
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Bezugszeichenliste
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- A
- Länge
des Schalungselements
- B
- Länge
des Schalungsstreifenüberlappungsbereichs
- H
- Hauptachse
- 1,
2, 3, 4
- Schalungswandung
- 6,
26
- Blechmaterialstreifen
- 11
- erstes
Schalungselement
- 21
- zweites
Schalungselement
- 12,
13, 14, 15
- Schalungsstreifen
- 16,
17
- Schalungsstreifenüberlappungsbereich
- 42,
43, 44, 45
- Schalungsstreifen
- 46,
47
- Schalungsstreifenüberlappungsbereich
- 48
- Blechmaterialstreifenüberlappungsbereich
- 71,
72, 73, 74
- Endbereiche
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - EP 0568799
B1 [0002]
- - EP 507054 B1 [0014, 0033]