DE20200842U1 - Koaxialverbinder zum lötenden Verbinden mit einem Koaxialkabel - Google Patents
Koaxialverbinder zum lötenden Verbinden mit einem KoaxialkabelInfo
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D- 83413 Fridolfing
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Die Erfindung betrifft einen Koaxialverbinder mit einem Innenleiterteil und einem Außenleiterteil, wobei zum Verbinden des Koaxialverbinders mit einem Koaxialkabel das Innenleiterteil und das Außenleiterteil jeweils an einem koaxialkabelseitigen Ende eine Kabeleinführung aufweisen, welche zum Festlöten eines Innenleiters bzw. Außenleiters des Koaxialkabels ausgebildet ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind bereits dreiteilige Koaxialverbinder zum Verbinden mit einem Koaxialkabel bekannt, die ein Innenleiterteil, ein Außenleiterteil und ein Isolierstoffteil aus einem dielektrischen Werkstoff aufweisen. Sowohl das Innenleiterteil als auch das Außenleiterteil weisen an einem koaxialkabelseitigen Ende jeweils eine Kabeleinführung auf, welche zum Festlöten eines Innenleiters bzw. eines Außenleiters des Koaxialkabels ausgebildet sind. Herkömmlicherweise weisen die Kabeleinführungen jeweils eine Bohrung auf, durch die bei dem Lötvorgang manuell Lötmittel zugeführt wird, während die entsprechende Kabeleinführung mit dem darin befindlichen Ende des Koaxialkabels erhitzt wird. Zum Festlöten des Koaxialverbinders am Koaxialkabel ist es nun erforderlich, zunächst ein entsprechend abisoliertes Ende des Koaxialkabels durch das Außenleiterteil hindurch zu stecken und das
Ende des Koaxialkabels durch das Außenleiterteil hindurch zu stecken und das Isolierstoffteil über dieses Ende zu schieben. Dann wird das Innenleiterteil mit seiner Kabeleinführung auf den Innenleiter des Koaxialkabels aufgesteckt und die Kabeleinführung erwärmt. Sobald die Kabeleinführung und der Innenleiter in dieser eine entsprechende Temperatur erreicht haben, wird ein Lötmittel, wie beispielsweise Lötzinn, über die Bohrung in dieser Kabeleinführung manuell zugeführt. Sobald genügend Lötzinn innerhalb der Kabeleinführung vorhanden ist, stoppt die Erwärmung. Beim anschließenden Abkühlen ergibt sich durch das sich erhärtende Lötmittel eine entsprechende Lötverbindung zwischen dem Innenleiter
&iacgr;&ogr; des Koaxialkabels und der Kabeleinführung des Innenleiterteils. Danach wird das Koaxialkabel zurückgezogen, bis das Innenleiterteil und das Isolierstoffteil an entsprechender Stelle im Außenleiterteil liegen. Nun wird die Kabeleinführung des Außenleiterteils mit darin befindlichem Außenleiter des Koaxialkabels erwärmt und Lötmittel über eine Bohrung in der Kabeleinführung manuell zugeführt, sobald eine entsprechende Temperatur erreicht ist. Wenn sich genügend Lötmittel innerhalb der Kabeleinführung befindet stoppt wieder die Erwärmung. Bei der anschließenden Abkühlung ergibt sich durch das sich erhärtende Lötmittel eine Lötverbindung zwischen dem Außenleiter des Koaxialkabels und der Kabeleinführung des Außenleiterteils. Oi§?er Montageprozeß ist jedoch aufwendig und zeitintensiv. Ferner ergibt sich durch die zweimalige Erwärmung des Koaxialverbinders die Gefahr, daß bei der Herstellung der zweiten Lötverbindung zwischen dem Außenleiter des Koaxialkabels und der Kabeleinführung des Außenleiterteils durch übermäßige oder zu lange Erwärmung das Isolierstoffteil beschädigt und/oder die erste Lötverbindung zwischen dem Innenleiter des Koaxialkabels und der Kabeleinführung des Innenleiterteils verschlechtert oder beschädigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Koaxialverbinder der o.g. Art bzgl. Herstellung und Montage mit einem Koaxialkabel zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Koaxialverbinder der o.g. Art mit den in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß in der Kabeleinführung des Innenleiterteils und/oder Außenleiterteils ein Lötformteil aus einem Lötmittel angeordnet ist und daß das Innenleiterteil sowie das Außenleiterteil vor dem Verbinden des Koaxialverbinders mit dem Koaxialkabel zum Koaxialverbinder vormontiert sind.
Dies hat den Vorteil, daß zum lötenden Verbinden des Koaxialverbinders mit dem Koaxialkabel, letzteres lediglich entsprechend abgelängt und am zu befestigenden Ende abisoliert in den vormontierten Koaxialverbinder eingesteckt wird und die Lötverbindung durch einfaches, ggf. gleichzeitiges Erwärmen der Kabeleinführungen von Innenleiterteil und Außenleiterteil erfolgt. Eine manuelle Zuführung von Lötmittel entfällt, da das Lötformteil bei Erwärmung schmilzt und genügend Lötmittel zum Herstellen einer Lötverbindung zur Verfügung stellt. Es kann ggf. gleichzeitig mit dem Löten des Innenleiters auch der Außenleiter in der Kabeleinführung des Außenleiterteils ohne zusätzliche Zufuhr von Lötmittel festgelötet werden. Dies vereinfacht die Montage des Koaxialkabels an dem Koaxialverbinder, mit entsprechender Kosten- und Zeitersparnis.
Zur Aufnahme eines ringförmigen Lötformteils aus Lötmittel weist das Innenleiterteil und/oder Außenleiterteil in seiner Kabeleinführung zweckmäßigerweise einen sich bis zum koaxialkabelseitigen Ende erstreckenden Abschnitt mit vergrößertem Querschnitt auf.
Zweckmäßigerweise ist zum steckenden Haltern des Innenleiterteils in dem Außenleiterteil ein Isolierstoffteil aus einem dielektrischen Werkstoff vorgesehen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Koaxialkuppler als Flanschkuppler ausgebildet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in der einzigen Fig. eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Koaxialverbinders in Form eines Flanschkupplers in teilweise geschnittener Seitenansicht.
Die in der einzigen Fig. dargestellte, bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Koaxialkupplers ist als Flanschkuppler 10 ausgebildet, der aus drei Teilen zusammen gesteckt ist: Einem Innenleiterteil 12, einem Außenleiterteil 14 und einem Isolierstoffteil 16. Das Isolierstoffteil 16 ist aus einem dielektrischen Werkstoff gefertigt, wobei die Dielektrizitätskonstante des dielektrischen Werkstoffs derart gewählt ist, daß sich über den gesamten Flanschkuppler 10 eine einheitliche, vorbestimmte Impedanz einstellt.
Das Innenleiterteil 12 weist an einem koaxialkabelseitigen Ende 18 eine erste Kabeleinführung 20 auf, die zur Aufnahme und zum Festlöten eines abisolierten Endes eines Innenleiters eines nicht dargestellten Koaxialkabels ausgebildet ist. Das Außenleiterteil 14 weist an dem koaxialkabelseitigen Ende 18 eine zweite Kabeleinführung 22 auf, die zur Aufnahme und zum Festlöten eines abisolierten Endes eines Außenleiters eines nicht dargestellten Koaxialkabels ausgebildet ist.
In der ersten Kabeleinführung 20 ist ausgehend von dem koaxialkabelseitigen Ende ein Abschnitt mit vergrößertem Querschnitt über eine vorbestimmte axiale Länge ausgebildet. Dieser Abschnitt bildet eine Aufnahme 28 für ein erstes ringförmiges Lötformteil 24 aus Lötmittel. Auch die zweite Kabeleinführung 22 weist ausgehend von dem koaxialkabelseitigen Ende einen Abschnitt mit vergrößertem Querschnitt über eine vorbestimmte axiale Länge auf, als Aufnahme 30 für ein zweites ringförmiges Lötformteil 26 aus Lötmittel.
Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, daß bereits vor dem Verbinden des Koaxialverbinders mit dem Koaxialkabel das Außenleiterteil und das Innenleiterteil mit dem jeweiligen Lötformteil 24, 26 ausgestattet sind und zusammen mit dem Isolierstoffteil 16 zum vollständigen Koaxialverbinder vormontiert sind. Es ist dann möglich, daß erst in diesen vormontierten Koaxialverbinder ein entsprechend abisoliertes Ende eines Koaxialkabels in das koaxialkabelseitige Ende 18 eingeführt wird, so daß ein blanker Abschnitt des Innenleiters des Koaxialkabels in der ersten Kabeleinführung 20 des Innenleiterteils 12 und ein blanker Abschnitt des Außenleiters des Koaxialkabels in der zweiten Kabeleinführung 22 des Außenleiterteils 14 liegt, wobei die zuvor angeordneten Lötformteile 24, 26 die jeweiligen blanken Abschnitte von Außenleiter und Innenleiter des Koaxialkabels innerhalb der Ka-
beleinführungen 20, 22 umgeben. Führt man nun beispielsweise induktiv Wärmeenergie gleichzeitig im Bereich der ersten und zweiten Kabeleinführungen 20, 22 zu, so schmelzen die Lötformteile 24, 26 und setzen entsprechendes Lötmittel zum Herstellen der gewünschten Lötverbindungen nach dem Erkalten frei, ohne daß Lötmittel manuell zugeführt werden muß. Es kann somit der neuartig vormontierte Koaxialverbinder 10 in einem einzigen Schritt mit einem Koaxialkabel verlötet werden.
Erfindungsgemäß ist folgendes Verfahren zum Verbinden des Koaxialverbinders
&iacgr;&ogr; 10 mit einem Koaxialkabel vorgesehen, wobei der Koaxialverbinder 10 ein Innenieiterteil 12 und ein Außenleiterteil 14 aufweist, wobei zum Verbinden des Koaxialverbinders 10 mit dem Koaxialkabel das Innenleiterteii 12 und das Außenleiterteil 14 jeweils an einem koaxialkabelseitigen Ende 18 eine Kabeleinführung 20, 22 aufweisen, welche zum Festlöten eines Innenleiters bzw. Außenleiters des Koaxialkabels ausgebildet ist:
Einfügen eines aus einem Lötmittel gefertigten Lötformteils 24, 26 in die Kabeleinführung 20, 22 des Innenleiterteils 12 und/oder des Außenleiterteils 14; Vormontieren von Innenieiterteil 12 und Außenleiterteil 14 zum Koaxialverbinder 10, Einführen eines entsprechend abisolierten Endes des Koaxialkabels in die Kabeleinführungen 20, 22 von Innenleiterteii 12 und Außenleiterteil 14; gleichzeitiges Erwärmen der Kabeleinführung 20, 22 von Innenieiterteil 12 und Außenleiterteil 14 sowie der darin befindlichen Enden des Koaxialkabels derart, daß die Lötformteile 24, 26 schmelzen und sich unter Kappilarwirkung das Lötmittel innerhalb der Kabeleinführungen 20, 22 verteilt; Beenden der Erwärmung und Abkühlen der Kabeleinführungen 20, 22, so daß das sich erhärtende Lötmittel eine Lötverbindung zwischen den Enden des Koaxialkabels und den Kabeleinführungen 20, 22 ausbildet.
Die Erwärmung erfolgt dabei bevorzugt mittels entsprechender Induktionsschleifen, welche jeweils den Innenleiter 12/die Kabeleinführung 20 bzw. den Außenleiter 14/die Kabeleinführungen 22 umgeben.
Besonders effektiv läßt sich dieses Verfahren mit einem Halter für den Koaxialverbinder 10 ausführen, auf den der vormontierte Koaxialverbinder 10 gesteckt wird.
Dieser Halter stellt eine eindeutige und korrekte örtliche Lage des Koaxialverbinders bezüglich der Induktionsschleifen zur Erwärmung der Lötstellen her. Gleichzeitig fixiert der Halter die Position des Koaxialverbinders 10 beim Einführen des Endes des Koaxialkabels in die Kabeleinführungen 20, 22.
Alternativ kann das Lötformteil 26 für das Außenleiterteil 14 auch erst nach der Vormontage der Einzelteile 12, 14 in der Kabeleinführung 22 des Außenleiterteils 14 angebracht werden.
Claims (5)
1. Koaxialverbinder (10) mit einem Innenleiterteil (12) und einem Außenleiterteil (14), wobei zum Verbinden des Koaxialverbinders (10) mit einem Koaxialkabel das Innenleiterteil (12) und das Außenleiterteil (14) jeweils an einem koaxialkabelseitigen Ende (18) eine Kabeleinführung (20, 22) aufweisen, welche zum Festlöten eines Innenleiters bzw. Außenleiters des Koaxialkabels ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kabeleinführung (20, 22) des Innenleiterteils (12) und/oder Außenleiterteils (14) ein Lötformteil (24, 26) aus einem Lötmittel angeordnet ist und daß das Innenleiterteil (12) sowie das Außenleiterteil (14) vor dem Verbinden des Koaxialverbinders (10) mit dem Koaxialkabel zum Koaxialverbinder (10) vormontiert sind.
2. Koaxialverbinder (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenleiterteil (12) in seiner Kabeleinführung (20) einen sich bis zum koaxialkabelseitigen Ende (18) erstreckenden Abschnitt (28) mit vergrößertem Querschnitt zur Aufnahme eines ringförmigen Lötformteils (24) aus Lötmittel aufweist.
3. Koaxialverbinder (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenleiterteil (14) in seiner Kabeleinführung (22) einen sich bis zum koaxialkabelseitigen Ende (18) erstreckenden Abschnitt (30) mit vergrößertem Querschnitt zur Aufnahme eines ringförmigen Lötformteils (26) aus Lötmittel aufweist.
4. Koaxialverbinder (10) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum steckenden Haltern des Innenleiterteils (12) in dem Außenleiterteil (14) ein Isolierstoffteil (16) aus einem dielektrischen Werkstoff vorgesehen ist.
5. Koaxialverbinder (10) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieser als Flanschkuppler ausgebildet ist.
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