DE202008003216U1 - Kleintierfalle - Google Patents
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Abstract
Kleintierfalle mit einem Auslösemechanismus (26) und einem durch diesen Auslösemechanismus betätigten Sender (58) zur Übermittlung des Zustands der Falle an eine Zentrale, dadurch gekennzeichnet, daß die Falle einen durch den Auslösemechanismus (26) angetriebenen mechanoelektrischen Wandler (44) aufweist, dessen elektrische Energie den Sender (58) speist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Kleintierfalle mit einem Auslösemechanismus und einem durch diesen Auslösemechanismus betätigten Sender zur Übermittlung des Zustands der Falle an eine Zentrale.
- Ein Beispiel einer Falle dieser Art ist aus
DE 20 2004 013 928 bekannt. Wenn ein Tier den Auslösemechanismus betätigt, so wird es in der Falle gefangen. Bei einer Lebendfalle muß dafür gesorgt werden, daß das Tier rechtzeitig wieder aus der Falle befreit wird, damit es nicht qualvoll in der Falle verendet. Bei der bekannten Falle dient der Sender dazu, im Auslösefall das Personal in der Zentrale zu alarmieren, so daß das Tier wieder aus der Falle befreit werden kann. - Aufgabe der Erfindung ist es, eine Falle dieser Art zu schaffen, die sich unabhängig von einem elektrischen Stromnetz an beliebigen Orten aufstellen läßt und dabei funktionssicher und wartungsarm ist.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Falle einen durch den Auslösemechanismus angetriebenen mechanoelektrischen Wandler aufweist, dessen elektrische Energie den Sender speist.
- Mechanoelektrische Wandler sind als solche bekannt, beispielsweise in der Form von Dynamos, piezoelektrischen Wandlern und dergleichen, und werden bisher u. a. in Diebstahlsicherungsanlagen eingesetzt. Bei der erfindungsgemäßen Falle liefert ein solcher Wandler die elektrische Energie, die zum Betrieb des Senders benötigt wird. Die mechanische Energie für den Antrieb des Wandlers wird dabei durch den Auslösemechanismus selbst bereitgestellt. Somit ist sichergestellt, daß der Sender immer dann mit Energie versorgt wird und betriebsbereit ist, wenn ein Tier in der Falle gefangen wurde und somit ein Signal an die Zentrale gesendet werden muß. Diese autonome Energieversorgung des Senders hat den Vorteil, daß am Aufstellungsort der Falle kein elektrischer Stromanschluß verfügbar zu sein braucht und auch keine Kosten für die Beschaffung von Batterien, die Überwachung des Ladezustands und später die Entsorgung von Altbatterien anfallen.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Der Auslösemechanismus kann so gestaltet sein, daß das Gewicht oder Bewegungen des zu fangenden Tieres zur Bereitstellung der mechanischen Energie genutzt werden, mit welcher der Wandler angetrieben wird. Bei einer Lebendfalle ist es jedoch bevorzugt, daß der Auslösemechanismus mit Hilfe eines Kraftspeichers, beispielsweise einer Feder, mechanisch vorgespannt werden kann. In dem Fall kann die Energie des Kraftspeichers für den Antrieb des Wandlers und damit für den Betrieb des Senders genutzt werden. Da die Falle ohnehin vom Wartungspersonal aufgesucht werden muß, um das gefangene Tier zu befreien, erfordert es praktisch keinen zusätzlichen Aufwand, wenn das Wartungspersonal dann den Auslösemechanismus wieder vorspannt, so daß die nötige Energie für den nächsten Auslösefall gespeichert wird.
- Statt den Sender direkt aus dem mechanoelektrischen Wandler zu speisen, ist es auch möglich, die Energie des Wandlers in einer wiederaufladbaren Batterie zu Puffern. Das erlaubt es z. B., die Falle mit einem (GPS-)Empfänger auszustatten, um eine Fernortung der Falle zu ermöglichen und/oder irgendwelche Aktionsbefehle an die Falle zu übermitteln. Die Betriebsenergie für den Empfänger wird dann ebenfalls von dem Wandler erzeugt. Ggf. können zusätzlich auch Solarzellen zum Nachladen der Batterie vorgesehen sein. Der Wandler stellt dann sicher, daß jedenfalls dann wenn der Einfang eines Tieres gemeldet werden muß, unabhängig vom Bestrahlungszustand der Solarzellen ausreichend Energie zu Verfügung steht.
- Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 einen schematischen Schnitt durch eine Kleintierfalle gemäß der Erfindung; -
2 einen Schnitt durch die Kleintierfalle nach1 im Auslösefall; -
3 einen schematischen Schnitt durch eine mechanoelektronische Einheit der Falle; und -
4 eine Frontansicht der Falle nach1 und2 . - In
1 ist als Beispiel für eine erfindungsgemäße Kleintierfalle eine Lebendfalle für Mäuse oder andere Tiere ähnlicher Größe gezeigt. Die Falle weist ein kastenförmiges Gehäuse10 auf, das von einem in der Zeichnung senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Tunnel12 durchbrochen ist, durch den zu fangende Kleintier hindurchkriechen kann. Die Falle wird zweckmäßig so aufgestellt, daß das Tier auf seinem Weg zur Futterquelle oder zum Nest gezwungen ist, durch den Tunnel12 zu kriechen. - Der Tunnel
12 führt durch eine Zellenradschleuse14 mit einem im gezeigten Beispiel dreiflügeligen Zellenrad16 , das drehbar auf einer Achse18 gelagert ist. Die Achse18 ist von einer schraubenförmigen Torsionsfeder20 umgeben, die durch einen nicht gezeigten Rastmechanismus in einer gespannten Position gehalten wird, in der sie das Zellenrad16 im Uhrzeigersinn in1 vorspannt. Solange die Falle nicht ausgelöst wird, liegt jedoch ein Flügel22 des Zellenrades an einem Anschlag24 an, der durch einen Schlitz in der Umfangswand der Zellenradschleuse14 ragt und Teil eines Auslösemechanismus26 ist. - Zu dem Auslösemechanismus
26 gehört weiterhin eine Auslöseplatte28 , die schwenkbar an einer Welle30 angebracht ist und ebenfalls durch einen Schlitz in der Umfangswand der Zellenradschleuse14 in das Innere des Tunnels12 ragt, und zwar so, daß sie einen Teil des Bodens dieses Tunnels bildet. Die Welle30 ist die Eingangswelle eines Schrittschaltwerkes32 , das beispielsweise durch ein bekanntes Klinkengesperre gebildet wird und dessen Ausgangswelle34 ein Kreuz aus Armen36 trägt. Einer der vier Arme dieses Kreuzes bildet den Anschlag24 für den Flügel22 des Zellenrades. - Wenn ein Tier, beispielsweise eine Maus, den Tunnel
12 betritt und die Auslöseplatte28 überquert, so wird durch das Gewicht der Maus diese Platte nach unten geschwenkt und die Welle30 entsprechend gedreht. Dies löst einen Schaltschritt des Schrittschaltwerkes32 aus. Dabei wird das Kreuz36 vorübergehend freigegeben, so daß der Anschlag24 nachgibt und das Zellenrad16 unter der Kraft der Feder20 eine Drehung im Uhrzeigersinn ausführen kann. Dabei wird die in dem Tunnel12 befindliche Maus von dem Flügel22 erfaßt und, ohne daß sie verletzt wird, in einen Raum38 geworfen, aus dem sie später nach Öffnen einer Schiebetür40 befreit werden kann. Die Ausgangswelle34 mit den Armen36 führt eine Drehung um 90° aus und wird dann durch das Klinkengesperre wieder in einer Position arretiert, in der der nächste Arm des Kreuzes den Anschlag24 bildet, und wenn dann das Zellenrad16 eine Drehung um 120° ausgeführt hat, so wird der nächste Flügel dieses Zellenrades an dem Anschlag24 gefangen. Die Feder20 ist nun allerdings weitgehend entspannt und muß vom Wartungspersonal erneut aufgezogen werden, damit die Falle wieder betriebsbereit gemacht wird. - Das bisher beschriebene mechanische Prinzip der Falle ist als solches bekannt. Eine Besonderheit der hier beschriebenen Falle besteht darin, daß an das Gehäuse zusätzlich eine mechanoelektronische Einheit
42 angebaut ist, die dazu ausgebildet ist, immer dann ein Funksignal zu senden, wenn die Falle ausgelöst wird. Zu diesem Zweck weist die Einheit42 einen mechanoelektrischen Wandler44 auf, der die elektrische Energie für die Erzeugung des Funksignals liefert. Eine Welle46 des Wandlers44 verläuft parallel zu der Ausgangswelle34 des Schrittschaltwerkes durch das Gehäuse10 und trägt einen Hebel48 , der in dem in1 gezeigten Zustand an einem der Arme36 des Kreuzes anliegt. - Wenn nun, wie in
2 gezeigt ist, die Falle ausgelöst und damit das Kreuz vorübergehend freigegeben wird, so drückt der Flügel22 des Zellenrades den Arm36 des Kreuzes, der bisher den Anschlag24 gebildet hat, nach unten, und das Kreuz dreht sich im Gegenuhrzeigersinn. Der gegenüberliegende Arm dieses Kreuzes schwenkt dadurch den Hebel48 nach oben und bewirkt so eine Drehbewegung der Welle46 , die den mechanoelektrischen Wandler44 antreibt. - In
3 ist die mechanoelektronische Einheit42 in einem schematischen Schnitt dargestellt. Der Wandler44 umfaßt ein Getriebe50 , dessen Eingangszahnrad auf der Welle46 sitzt und dessen Ausgangszahnrad einen Dynamo52 antreibt. Die elektrischen Ausgangsklemmen des Dynamos52 sind elektrisch mit einem Gleichspannungswandler54 verbunden, der auf einer Platine56 montiert ist. Die Platine56 trägt außerdem einen durch eine elektronische Schaltung gebildeten Sender58 , der mit der vom Gleichspannungswandler54 gelieferten Gleichspannung betrieben wird, sowie eine zugehörige Antenne60 . - Sobald durch die Wirkung des Auslösemechanismus
26 (1 und2 ) die Welle46 gedreht wird, liefert der Dynamo52 eine Wechselspannung, die durch den Wandler54 gleichgerichtet und begrenzt wird. Sobald die durch die Bewegung der Welle46 erzeugte Gleichspannung einen bestimmten Schwellenwert erreicht, der mindestens der Betriebsspannung des Senders58 entspricht, aktiviert sich dieser Sender und sendet über die Antenne60 ein Funksignal, das anzeigt, daß etwas in der Falle gefangen wurde. - Dadurch wird das Bedienungspersonal zu der Falle gerufen, um die Maus aus dem Raum
38 der Falle zu befreien. Gleichzeitig wird das Betriebspersonal die Falle wieder in den betriebsbereiten Zustand versetzen, indem es die Torsionsfeder20 (1 ) erneut spannt. -
4 zeigt eine Außenansicht des Gehäuses10 . Auf der Achse18 der Zellenradschleuse sitzt außerhalb des Gehäuses10 ein Drehknopf62 , der über nicht gezeigte Rasten mit einem Ende der Torsionsfeder20 verbunden ist. Mit Hilfe des Druckknopfes62 läßt sich somit die Torsionsfeder20 spannen, bis sie eine bestimmte Vorspannung erreicht hat, wonach die erwähnte Rast durchrutscht und die Feder durch eine weitere nicht gezeigte Rast in der dann erreichten, gespannten Position arretiert wird. Jedes Mal, wenn der Auslösemechanismus26 betätigt wurde, läßt sich so die Feder mit Hilfe des Drehknopfes62 erneut spannen. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 202004013928 [0002]
Claims (7)
- Kleintierfalle mit einem Auslösemechanismus (
26 ) und einem durch diesen Auslösemechanismus betätigten Sender (58 ) zur Übermittlung des Zustands der Falle an eine Zentrale, dadurch gekennzeichnet, daß die Falle einen durch den Auslösemechanismus (26 ) angetriebenen mechanoelektrischen Wandler (44 ) aufweist, dessen elektrische Energie den Sender (58 ) speist. - Kleintierfalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um eine Lebendfalle handelt.
- Kleintierfalle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösemechanismus (
26 ) durch einen von Hand zu ladenden Kraftspeicher (20 ) antreibbar ist. - Kleintierfalle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen von dem Kleintier zu durchquerenden Tunnel (
12 ) aufweist, der durch eine Zellenradschleuse (14 ) führt, die durch den Kraftspeicher (20 ) vorgespannt ist und im Auslösefall durch den Auslösemechanismus (26 ) zur Drehung freigebbar ist, so daß sie das Kleintier aus dem Tunnel in einen geschlossenen Raum (38 ) der Falle befördert und zugleich Auslösemechanismus antreibt. - Kleintierfalle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösemechanismus (
26 ) ein Schrittschaltwerk (32 ) aufweist, dessen schrittweise drehbare Welle (34 ) mindestens einen radial vorspringenden Arm (36 ) aufweist, daß der elektromechanische Wandler (44 ) eine Welle (46 ) aufweist, die parallel zur Welle (34 ) des Schrittschaltwerks verläuft und einen Hebel (48 ) trägt, der so angeordnet ist, daß er durch den Arm (36 ) des Schrittschaltwerkes verschwenkbar ist. - Kleintierfalle nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schrittschaltwerk (
32 ) mehrere Arme (36 ) aufweist, die in gleichmäßigen Winkelabständen angeordnet sind und zugleich einen Anschlag (24 ) für Flügel (22 ) eines Zellenrades (16 ) der Zellenradschleuse (14 ) bilden. - Kleintierfalle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der elektromechanische Wandler (
44 ) einen Dynamo (52 ) aufweist.
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