DE202008002540U1 - Beschlag zum Festlegen einer Leichtbauplatte - Google Patents
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Abstract
Beschlag
(4) zum Festlegen einer aus zwei Deckplatten (5) und einer dazwischenliegenden
Wabenstruktur bestehenden Leichtbauplatte (1) an einer hierzu senkrecht
verlaufenden zweiten Leichtbauplatte, einer Wand, einer ortsfesten
Wandplatte (2) oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass der
Beschlag (4) ein zwischen die Deckplatten (5) der Leichtbauplatte
(1) bündig einschiebbares
Gehäuse
(7) mit Kanälen
(10a, 13a) zur Verteilung von Leim aufweist, wobei die Kanäle (10a,
13a) einerseits in mindestens eine von außen zugängliche Einfüllöffnung (10)
und andererseits in den an den Deckplatten (5) der Leichtbauplatte
(1) anliegenden Bereich einmünden.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beschlag zum Festlegen einer aus zwei Deckplatten und einer dazwischenliegenden Wabenstruktur bestehenden Leichtbauplatte an einer hierzu senkrecht verlaufenden zweiten Leichtbauplatte, einer Wand, einer ortsfesten Wandplatte oder dergleichen.
- Insbesondere im Möbelbau werden immer häufiger sogenannte Leichtbauplatten verwendet, die aus zwei vergleichsweise stabilen Deckplatten und einer dazwischenliegenden Wabenstruktur bestehen, wobei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen werden soll, dass unter dem Begriff „Leichtbauplatten" im Umfang der vorliegenden Anmeldung auch solche Platten verstanden werden sollen, bei denen statt einer Wabenstruktur zwischen den beiden Deckplatten auch andere Leichtbaumaterialien und/oder -strukturen angeordnet sind.
- Der Vorteil derartiger Leichtbauplatten liegt einerseits in dem vergleichsweise geringen Gewicht und darüber hinaus ganz wesentlich auch im vergleichsweise geringen Preis gegenüber herkömmlichen Faserplatten, Sperrholzplatten, Schichtholzplatten oder dergleichen.
- Nachteilig bei der Verarbeitung von Leichtbauplatten ist ganz allgemein, dass die Befestigung von Beschlagteilen beliebiger Art an derartigen Leichtbauplatten komplizierter und aufwendiger ist als deren Anbringung an beispielsweise Faserplatten. Dies liegt daran, dass Leichtbauplatten aufgrund ihres Aufbaus ohne zusätzliche Versteifungen in Befestigungs- oder Anschlussbereichen häufig nicht in der Lage sind, die hier auftretenden Kräfte sicher aufzunehmen.
- Dies gilt auch bei der Festlegung von Leichtbauplatten an einer hierzu senkrecht verlaufenden weiteren Leichtbauplatte, einer Wand, einer ortsfesten Wandplatte oder dergleichen.
- Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Beschlag zum Festlegen einer Leichtbauplatte an einem hierzu senkrecht verlaufenden weiteren Bauelement zu schaffen, der die Übertragung hoher Kräfte im Verbindungsbereich gestattet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Beschlag ein zwischen die Deckplatten der Leichtbauplatte bündig einschiebbares Gehäuse mit Kanälen zur Verteilung von Leim aufweist, wobei die Kanäle einerseits in mindestens eine von außen zugänglich Einfüllöffnung und andererseits in den an den Deckplatten der Leichtbauplatte anliegenden Bereich einmünden.
- Ein derartiger Beschlag, der mit an einem anderen Bauelement befestigten Dübeln oder dergleichen zum Zwecke der endgültigen Herstellung der Verbindung koppelbar ist, kann durch eine Verleimung an den Innenseiten der einander gegenüberliegenden Deckplatten fest und hoch belastbar in einer Leichtbauplatte festgelegt werden, wobei nach dem Einschieben des Gehäuses zwischen den beiden Deckplatten mit einem geeigneten Werkzeug einfach Leim in die Einfüllöffnung gepresst werden muss, welcher sich dann durch die Kanäle bis in den an den Deckplatten anliegenden Bereich des Gehäuses verteilt.
- Vorteilhafterweise ist das Gehäuse in den an den Deckplatten anliegenden Bereichen mit Vertiefungen zur Leimaufnahme versehen.
- Dabei können vorteilhafterweise innerhalb der Vertiefungen Leitstege zur Verteilung des Leimes vorgesehen sein.
- Durch diese Maßnahmen ist es möglich, eine bestimmte Menge an Leim sicher in den Verbindungsbereich zwischen dem Gehäuse und den einander gegenüberliegenden Deckplatten einzuführen, so dass eine enorm sichere Festlegung des Gehäuses innerhalb der Leichtbauplatte möglich ist. Entsprechend können in diesem Bereich auch hohe Verbindungskräfte übertragen werden, ohne dass hierdurch die Leichtbauplatte überlastet wird.
- Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 eine stark vereinfachte Perspektivdarstellung einer Leichtbauplatte, die an einem hierzu senkrecht verlaufenden Bauelement festlegbar ist -
2 eine perspektivische Sprengbilddarstellung einer Leichtbauplatte und eines in dieser Leichtbauplatte festlegbaren Beschlages -
3 eine Sprengbilddarstellung der mit einem Beschlag ausgestatteten Leichtbauplatte und einem hierzu senkrecht verlaufenden Wandelement -
4 eine der3 entsprechende Perspektivdarstellung nach der Festlegung der Leichtbauplatte an dem hierzu senkrecht verlaufenden Plattenelement -
5 eine perspektivische Sprengbilddarstellung des Beschlages gemäß den2 bis4 -
6 eine Draufsicht auf einen Beschlag nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung -
7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in6 -
8 eine Perspektivdarstellung des Beschlages gemäß den6 und7 -
9 eine Perspektivdarstellung eines Beschlages nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung -
10 eine gegenüber9 verkleinerte Darstellung des Beschlages mit geöffneter Aufnahmekammer für einen nicht dargestellten Spannexzenter -
11 eine Perspektivdarstellung eines in einer Leichtbauplatte eingesetzten Beschlages nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung -
12 und13 unterschiedliche Perspektivdarstellungen des Beschlages nach dem Ausführungsbeispiel gemäß11 . - In den Zeichnungen ist mit dem Bezugszeichen
1 durchgängig eine Leichtbauplatte bezeichnet, die beispielsweise an einer hierzu senkrecht verlaufenden weiteren Leichtbauplatte, einer Wand oder einer ortsfesten Wandplatte2 festgelegt werden soll. - Zu diesem Zweck sind, was
1 rein beispielhaft zeigt, an der Wandplatte2 dübelartige Verbindungsstifte3 befestigt, die in einen Beschlag4 einführbar und gegenüber diesem festlegbar sind, welcher in der Leichtbauplatte1 festgelegt ist. - Die Leichtbauplatte
1 besteht in an sich bekannter Weise aus zwei Deckplatten5 und einer dazwischen angeordneten Wabenstruktur6 oder einer anderen, als Leichtbaumaterial zu bezeichnenden Zwischenlage. Durch die Wabenstruktur6 oder eine vergleichbare leichte Zwischenlage wird der Abstand der beiden Deckplatten5 zueinander fixiert. - Der Beschlag
4 weist ein Gehäuse7 auf, welches in etwa bündig anliegend zwischen die Deckplatten5 der Leichtbauplatte1 einschiebbar ist. Außerdem ist das Gehäuse7 mit einem umlaufenden Flansch8 ausgestattet, der praktisch bündig mit einer Außenkante der Leichtbauplatte1 in eine dort vorgenommene Ausfräsung9 einschiebbar ist. Im eingeschobenen Zustand liegt also das Gehäuse7 einschließlich seines Flansches8 innerhalb der Leichtbauplatte1 und schließt mit einer Längskante der Leichtbauplatte1 ab. - Um nun das Gehäuse
7 zwischen den Deckplatten5 der Leichtbauplatte1 festzulegen, kann durch eine von der Außenseite des Beschlages4 her gesehen zugängliche Einfüllöffnung10 Leim eingebracht werden, welcher dann durch ein Kanalsystem, welches später noch, insbesondere unter Bezugnahme auf7 , beschrieben wird, in denjenigen Bereich des Gehäuses7 gelangt, der an den Deckplatten5 anliegt. In diesem Bereich ist das Gehäuse mit einer Vertiefung11 versehen, innerhalb derer Leitstege12 verlaufen. Wie2 deutlich macht, mündet das Kanalsystem über eine Austrittsöffnung13 in den vertieften Bereich11 des Gehäuses, wobei dies natürlich auf beide Seiten des Gehäuses zutrifft. Durch die dort angeordneten Leitstege wird nun der in den vertieften Bereich eingefüllte Leim über die gesamte Kontaktfläche des Beschlages4 zu den Deckplatten5 transportiert, so dass sich eine großflächige und insoweit dann auch extrem stabile Verleimung des Beschlages4 innerhalb einer Leichtbauplatte1 ergibt. - Beim Ausführungsbeispiel der Erfindung nach den
1 bis5 werden zur Verbindung zwischen der Leichtbauplatte1 und der Wandplatte2 die schon erwähnten dübelartigen Verbindungsstifte3 verwendet. Diese Verbindungsstifte3 haben an ihren dem jeweiligen Beschlag4 zugewandten Ende einen hinterschnittenen Kopf14 , der im montierten Zustand von Rasten15 hintergriffen wird, die Bestandteil einer Kappe16a sind, die den Einführschacht16 für einen der Verbindungsstifte3 kopfseitig abschließt. Es erfolgt hier also gewissermaßen eine steckbare Rastverbindung. - Die in den
6 bis13 gezeigten Beschläge4 unterscheiden sich von dem Beschlag4 gemäß den1 bis5 im Wesentlichen dadurch, dass diese Beschläge im Bereich ihrer Gehäuse7 mit einer Aufnahmekammer17 für einen an sich bekannten und insoweit nicht dargestellten Spannexzenter versehen sind. Mittels dieses Spannexzenters kann dann wiederum ein hinterschnittener Kopf14 eines Verbindungsdübels oder dergleichen hintergriffen werden und eine feste Verbindung zwischen zwei Leichtbauplatten oder dergleichen geschaffen werden. Diese Verbindungstechnik ist allerdings grundsätzlich bekannt und sei hier nur zum besseren Verständnis für den Aufbau der jeweiligen Gehäuse erwähnt. - Ansonsten ist bei den Ausführungsbeispielen gemäß den
6 bis13 wiederum ein Gehäuse7 vorgesehen, welches zwischen den Deckplatten5 einer Leichtbauplatte1 praktisch bündig anliegend einschiebbar ist und im Kontaktbereich zu den Deckplatten5 verleimt werden kann. Hierzu ist, was7 besonders deutlich zeigt, ein Kanalsystem vorgesehen, welches aus der Einfüllbohrung10a sowie aus Verteilungsbohrungen13a besteht, so dass über die Einfüllöffnung10 eingebrachter Leim über die Austrittsöffnungen13 des Kanalsystems in den Bereich gelangen kann, in dem das Gehäuse7 an den Deckplatten5 einer Leichtbauplatte1 anliegt. Somit kann hier wiederum eine vollständige oder nahezu vollständige und großflächige Verleimung erfolgen, wodurch der Beschlag4 im Verbindungsbereich große Kräfte aufnehmen kann, trotz der Verwendung einer an sich relativ instabilen Leichtbauplatte1 . - Beim Ausführungsbeispiel nach den
6 bis8 ist die Aufnahmekammer17 für einen Spannexzenter axial offen und somit zum Einführen des Spannexzenters zugänglich. - Die
9 und10 zeigen ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Aufnahmekammer axial geteilt ist und über eine scharnierartig aufklappbare Klappe18 zugänglich ist. - In den
11 bis13 ist deutlich erkennbar, dass der jeweilige Flansch8 des Gehäuses7 eines Beschlages4 – und dies gilt wiederum für alle Ausführungsbei spiele –, nach dem Einsetzen des Beschlages4 in eine Leichtbauplatte1 einen sauberen Kantenabschluss bildet. - Insgesamt wird durch den erfindungsgemäßen Beschlag die Möglichkeit geschaffen, eine hoch belastbare Verbindung zwischen einer Leichtbauplatte und einer hierzu senkrecht verlaufenden weiteren Leichtbauplatte, einer Wand, einer ortsfesten Wandplatte oder dergleichen herzustellen. Die hierfür erforderlichen Montagearbeiten sind schnell und einfach durchzuführen und beschränken sich darauf, den Beschlag passgenau in eine Leichtbauplatte
1 einzubringen und dann durch entsprechende Kanalsysteme Leim einzupressen, um den Beschlag an den einander zugewandten Innenflächen der Deckplatten festzuleimen. - Bei allen Ausführungsvarianten der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn das Gehäuse
7 und der Flansch8 des Beschlages4 einstückig aus Kunststoff gefertigt sind. Bei einer Variante, bei der ein Einführkanal16 mit einer die federnden Klammern15 aufweisenden abschließenden Kappe16a ausgestattet ist, ist auch diese Kappe16a vorteilhafterweise aus Kunststoff gefertigt.
Claims (11)
- Beschlag (
4 ) zum Festlegen einer aus zwei Deckplatten (5 ) und einer dazwischenliegenden Wabenstruktur bestehenden Leichtbauplatte (1 ) an einer hierzu senkrecht verlaufenden zweiten Leichtbauplatte, einer Wand, einer ortsfesten Wandplatte (2 ) oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlag (4 ) ein zwischen die Deckplatten (5 ) der Leichtbauplatte (1 ) bündig einschiebbares Gehäuse (7 ) mit Kanälen (10a ,13a ) zur Verteilung von Leim aufweist, wobei die Kanäle (10a ,13a ) einerseits in mindestens eine von außen zugängliche Einfüllöffnung (10 ) und andererseits in den an den Deckplatten (5 ) der Leichtbauplatte (1 ) anliegenden Bereich einmünden. - Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
7 ) in den an den Deckplatten (5 ) anliegenden Bereichen eine Vertiefung (11 ) zur Leimaufnahme aufweist. - Beschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Vertiefungen (
11 ) Leitstege (12 ) zur Verteilung des Leimes vorgesehen sind. - Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (
7 ) eine Aufnahmekammer (17 ) für einen Spannexzenter mit Spannkurven vorgesehen ist. - Beschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmekammer (
17 ) zur Einführung eines Spannexzenters axial offen ist. - Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmekammer (
17 ) axial geteilt und durch eine gelenkartig angeschlossene Klappe (18 ) verschließbar ist. - Beschlag nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
7 ) mit einem eine größere Grundfläche als das Gehäuse (7 ) aufweisenden Flansch (8 ) versehen ist, der bei in die Leichtbauplatte (1 ) eingesetztem Beschlag (4 ) bündig mit einer Stirnkante der Leichtbauplatte (1 ) abschließt. - Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
7 ) einen Einführkanal (16 ) für einen dübelartigen Befestigungsstift (3 ) mit einem hinterschnittenen Kopf (14 ) aufweist, und dass am Ende dieses Einführkanales (16 ) federnde Klammern (15 ) vorgesehen sind, welche den hinterschnittenen Kopf (14 ) im montierten Zustand hintergreifen. - Beschlag nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die federnden Klammern (
15 ) Bestandteil einer den Einführkanal (16 ) abschließenden Kappe (16a ) sind. - Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
7 ) und der Flansch (8 ) des Beschlages (4 ) einstückig aus Kunststoff gefertigt sind. - Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die federnden Klammern (
15 ) aufweisende Kappe (16a ) aus Kunststoff hergestellt ist.
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