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DE202008009909U1 - Fahrrad mit Hinterradantrieb und verstellbarem Rahmen - Google Patents

Fahrrad mit Hinterradantrieb und verstellbarem Rahmen Download PDF

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DE202008009909U1
DE202008009909U1 DE200820009909 DE202008009909U DE202008009909U1 DE 202008009909 U1 DE202008009909 U1 DE 202008009909U1 DE 200820009909 DE200820009909 DE 200820009909 DE 202008009909 U DE202008009909 U DE 202008009909U DE 202008009909 U1 DE202008009909 U1 DE 202008009909U1
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DE
Germany
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frame
steering
seat
frame member
axis
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE200820009909
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KNUEPFER DANIEL
WALLMANN STEFAN
Original Assignee
KNUEPFER DANIEL
WALLMANN STEFAN
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62KCYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
    • B62K15/00Collapsible or foldable cycles
    • B62K15/006Collapsible or foldable cycles the frame being foldable
    • B62K15/008Collapsible or foldable cycles the frame being foldable foldable about 2 or more axes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
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    • B62K13/00Cycles convertible to, or transformable into, other types of cycles or land vehicle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)

Abstract

Fahrrad, bestehend aus einem Rahmen, der mit einer schwenkbar gelagerten Vorderradgabel verbunden ist, in der ein Vorderrad drehbar gelagert ist, einem in dem Rahmen drehbar gelagerten Hinterrad, das über ein Antriebselement mit einer am Rahmen angeordneten, durch Muskelkraft betätigbaren Tretkurbel in Verbindung steht, einem an dem Rahmen angeordneten Sitz sowie einer mit der Vorderradgabel in Verbindung stehenden Lenkeinheit, wobei der Rahmen, zur Veränderung der Sitzposition, von einer aufrechten in eine liegende Position, aus mehreren drehgelenkig miteinander verbundenen Rahmenteilen besteht, die mit einer Druckfeder in Wirkungsverbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen aus einem ersten, horizontal angeordneten Rahmenbauteil (1), an dessen in Fahrtrichtung zeigendem Ende eine Führung (36) zur Aufnahme der Vorderradgabel (6) befestigt ist, wobei das erste Rahmenbauteil (1) während der Änderung der Sitzposition nur in Längsrichtung bewegbar ist, einem zweiten, länglichen Rahmenbauteil (2), an dessen oberem Ende der Sitz (24) und unterem Ende die Tretkurbeln (31) angeordnet sind, wobei...

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrrad mit Hinterradantrieb und verstellbarem Rahmen, der eine Veränderung der Sitzposition von einer aufrechten in eine liegende Position ermöglicht.
  • Neben den seit langem bekannten Fahrrädern mit einer unveränderbaren aufrechten Sitzposition sind auch Fahrräder als sogenannte Liegeräder bekannt, bei denen der Fahrer während der Fortbewegung eine liegende Position einnimmt.
  • Liegeräder sind herkömmlichen Fahrrädern hinsichtlich Aerodynamik und Ergonomie während der Fahrt überlegen. Durch die liegende Sitzposition bietet der Körper dem Wind eine geringere Angriffsfläche und die Auflagefläche des Körpers ist gegenüber einem Fahrradsattel größer, so dass sich das Gewicht des Fahrers nicht auf einzelne Punkte konzentriert, wodurch Belastungsspitzen in einzelnen Körperteilen vermieden werden.
  • Andererseits haben Liegeräder den Nachteil, dass der Fahrer, bedingt durch die liegende Position, nur einen unzureichenden Überblick über das Verkehrsgeschehen hat.
  • Liegeräder besitzen aufgrund ihrer längeren Baulänge nur eine eingeschränkte Manövrierfähigkeit, die vor allem beim Fahren im öffentlichen Straßenverkehr von Nachteil ist.
  • Außerdem erfordert bei Liegerädern das Auf- und Absteigen, im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrrad, oft einiges mehr an Geschick.
  • Bekannt sind auch Fahrräder, die sowohl als herkömmliches Fahrrad und als Liegerad benutzt werden können.
  • Aus der DE 197 39 945 A1 ist ein Fahrrad bekannt, das sich während der Fortbewegung von einer aufrechten Fahrposition in eine liegende Fahrposition verändern lässt und umgekehrt.
  • Dieses Fahrrad erfordert jedoch einen Vorderradantrieb. Die Hinterradführung ist mit einer schwenkbar gelagerten Hinterradschwinge ausgerüstet. Zur Veränderung der Sitzposition des Fahrrads ist ein zur Federung der Hinterradschwinge vorgesehenes Verbindungs- oder Federelement längenverstellbar ausgebildet. Dieses besitzt zwei wählbare Federlängen, zwischen denen es verstellbar ist. Die eine Federlänge ist so bemessen, dass der Fahrer in Liegeposition, und die andere so, dass der Fahrer in aufrechter Sitzposition, fährt.
  • Zur Überführung von Sitz- in Liegeposition wird das Federelement kurzzeitig auf sein geringeres Kraftniveau geschaltet (die Gasfeder ist freigegeben), wodurch der volle Bewegungsweg der Gasfeder zugelassen wird. Die Gasfeder verkürzt sich und der Fahrer sinkt ab.
  • Nach Sperren der Gasfeder bleibt die neue Stellung als Nullpunkt erhalten und sie arbeitet nun mit ihrer vollen Kraft und kurzem Hub. Dies kann während der Fahrt erfolgen. Will der Fahrer nun, wenn es eine Verkehrssituation erfordert, das Fahrrad plötzlich wieder aus der Liegeposition in die Sitzposition bringen, entriegelt er das Federelement und bremst zugleich mit dem Vorderrad, so dass er praktisch sofort angehoben und in Sitzposition geführt wird.
  • Der Nachteil dieses Fahrrads besteht vor allem darin, dass dieses einen Vorderradantrieb erfordert, der, insbesondere während des Fahrens in aufrechter Position, an den Fahrer ein erhebliches Maß an Geschicklichkeit erfordert und nicht für jedermann geeignet ist.
  • Außerdem ist Verstellung von der liegenden in die aufrechte Position, die durch einen Bremsvorgang ausgelöst werden muss, aus sicherheitstechnischen Gründen äußerst bedenklich.
  • Aus der WO 2005/047093 A1 ist ein Fahrrad mit Hinterradantrieb und einem rohrförmigen, verstellbaren Rahmen bekannt, der eine Veränderung der Sitzposition von einer aufrechten in eine liegende Position ermöglicht.
  • Dies erfolgt durch Veränderung der Rahmengeometrie über mehrere drehbar gelagerte Rahmenteile. Die hierzu erforderliche Bewegungskraft wird durch eine entsprechende Gewichtsverlagerung des Fahrers ausgelöst. Zusätzlich ist eine die Bewegung unterstützende Gasdruckfeder mit Dämpfung angeordnet, über die auch ein Mechanismus zur Blockierung ausgelöst wird, der über einen manuell betätigbaren Bowdenzug wieder entriegelt werden kann. Mittels der Gasdruckfeder mit Dämpfung wird bei der Bewegung der Rahmenteile von der aufrechten in die liegende Position ein allmählicher Bewegungsablauf ermöglicht. Der Bewegungsvorgang in umgekehrter Richtung wird über die Gasdruckfeder ausgelöst.
  • Die vorgeschlagene Verstellung des Rahmens lässt sich nicht während der Fahrt realisieren und erfordert ein Anhalten des Fahrers, da die Länge des Lenkers an die veränderte Sitzposition angepasst werden muss.
  • Ein weiterer Nachteil ist, dass die vorgeschlagene Veränderung der Rahmengeometrie nur zwei Positionen, eine Sitz- und eine Liegeposition, ermöglicht, wobei sich in beiden Positionen unterschiedliche Schrittlängen ergeben, d. h. der Abstand von der Tretkurbel zum Sattel bleibt nicht konstant. Diese Nachteile beeinträchtigen den Fahrkomfort erheblich. Außerdem verändert sich beim Ausfahren in die Liegeposition der Neigungs-winkel der Vorderradgabel zum Boden erheblich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrrad mit Hinterradantrieb und verstellbarem Rahmen zu schaffen, der während der Fortbewegung eine Veränderung der Sitzposition von einer aufrechten in eine liegende Position und umgekehrt sowie die individuelle Einstellung frei wählbarer Zwischenpositionen ermöglicht, ohne Veränderung der Schrittlänge.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 12.
  • Der Rahmen des Fahrrades besteht aus einem ersten, horizontal angeordneten Rahmenbauteil, an dessen in Fahrtrichtung zeigendem Ende eine Führung zur Aufnahme der Vorderradgabel befestigt ist. Während der Änderung der Sitzposition, von der aufrechten in eine liegende Position, wird dieses zentrale Rahmenbauteil nur in Längsrichtung bewegt.
  • Ferner gehört zu dem Rahmen ein zweites, längliches Rahmenbauteil, an dessen oberem Ende der Sitz mit Rückenlehne und unterem Ende das Tretlager mit den Tretkurbeln ange ordnet sind. Dieses Rahmenbauteil ist während der Veränderung der Sitzposition von einer vertikalen Ausgangslage bis in eine die Liegeposition bildende Stellung verschwenkbar.
  • Weiterer Bestandteil des Rahmens ist eine Hinterradschwinge zur Aufnahme des Hinterrades, deren nach oben abstehendes Ende über eine erste horizontale Achse mit dem zweiten Rahmenbauteil drehbar verbunden ist, wobei das zweite Rahmenbauteil um diese Achse schwenkbar ist. Die Hinterradschwinge besitzt eine zweite, tiefer gelegene horizontale Achse, in der ein erstes Verbindungselement drehbar gelagert ist, dessen abstehendes Ende mit dem unteren Abschnitt des ersten Rahmenbauteils über eine dritte horizontale Achse verbunden ist. Der obere Abschnitt des ersten Rahmenbauteils ist über eine vierte horizontale Achse mit dem zweiten Rahmenbauteil verbunden. Die erste, zweite, dritte und vierte Drehachse, über die das erste und zweite Rahmenbauteil sowie die Hinterradschwinge und das erste Verbindungselement miteinander verbunden sind, sind so angeordnet, dass ein viergliedriges Koppelgetriebe gebildet wird. Über dieses Viergelenk erfolgt die erforderliche Veränderung des Rahmens des Fahrrades von aufrechten Sitzposition in die Liegeposition und umgekehrt, wobei sich die Winkel der entsprechenden Bauteile zueinander verändern. Am oberen Abschnitt des ersten Rahmenbauteils ist in einem definierten Abstand zu der Aufnahme für die Vorderradgabel die Lenkeinheit um mindestens eine horizontale Achse schwenkbar gelagert. Die Lenkeinheit steht über ein zweites Verbindungselement mit dem zweiten Rahmenbauteil in Verbindung.
  • Die Hinterradschwinge und das erste Verbindungselement stehen mit einer blockierbaren Öldruckfeder in Verbindung, über die die Bewegung des Viergelenks ausgelöst wird, mittels einem an der Lenkeinheit angeordneten Hebel oder Schalter, über dessen Betätigung eine Entriegelung der Öldruckfeder bewirkt wird. Die Bewegung in die Liegeposition wird zusätzlich noch durch das Gewicht des Fahrers unterstützt.
  • Die vorgeschlagene Rahmenkonstruktion ermöglicht dem Fahrer während der Fahrt eine individuelle Einstellung unterschiedlicher Positionen, von der aufrechten Sitzposition bis in die Liegeposition und umgekehrt, auch in Zwischenstellungen, ohne ein Absteigen vom Fahrrad. Von Vorteil ist dabei, dass die für den Fahrer über die Sattelhöhe eingestellte Schrittlänge unverändert bleibt. Auch eine gesonderte Höhenverstellung des Lenkers ist nicht erforderlich. Über die viergliedrige Anordnung der Rahmenbauteile lassen sich die Positionen von Sitz, Tretlager und Lenker verändern. Da die Vorderradgabel in der an dem ersten Rahmenbauteil angeordneten Aufnahme geführt ist und dieses nur in Längsrichtung verschoben wird, verändert sich der Winkel der Vorderradgabel zum Boden bzw. Straßenbelag nur minimal.
  • Die Lenkeinheit besteht vorzugsweise aus jeweils zwei parallel nebeneinander angeordneten, nach oben gerichteten Lenkstreben, die an der Vorder- und Rückseite des oberen Abschnittes des ersten Rahmenbauteils in getrennten horizontalen Achsen, einer fünften Achse und einer sechsten Achse, synchron schwenkbar gelagert sind. Die Schwenkbewegung erfolgt ausgehend von der Ausgangsstellung in einem definierten Drehwinkel bis in die Endstellung, bei Erreichen der Liegeposition, in Richtung Fahrer. Bei Veränderung der Lie geposition in die aufrechte Sitzposition erfolgt die Bewegung in entgegengesetzter Richtung. Die Lenkstreben sind an ihrem oberen Ende jeweils in einem Lenkgehäuse in einer siebenten und achten horizontalen Achsen drehbar gelagert. Am vorderen Ende des Lenkgehäuses ist ein Vorbau mit einem um eine vertikale Achse drehbaren Lenker angeordnet.
  • An der in Richtung zum Sitz zeigenden Lenkstrebe greift das zweite Verbindungselement an, das mit dem zweiten Rahmenbauteil in Verbindung steht und die synchrone Bewegung im Zusammenhang zwischen der Rahmenkonstruktion und der Lenkeinheit gewährleistet.
  • Zur Übertragung der Lenkbewegung des Lenkers auf die Vorderradgabel greift an dem Lenker ein oberer Übertragungshebel an, der mit einer oberen Schubstange in Verbindung steht. Diese greift an einem kurzen oberen Hebelarm an, der mit der in dem Lenkgehäuse angeordneten vorderen, achten Drehachse fest verbunden ist. Auf dieser Drehachse ist eine obere Übertragungsscheibe starr befestigt, die über ein endlos umlaufendes Übertragungsmittel, vorzugsweise ein straff gespanntes Seil, mit einer unteren Übertragungsscheibe in Verbindung steht. Die untere Übertragungsscheibe ist auf der sechsten Drehachse des oberen Abschnittes des ersten Rahmenbauteils starr befestigt. An dieser Drehachse greift ein kurzer unterer Hebelarm an, der mit einer unteren Schubstange in Verbindung steht, die mit einem am oberen Ende der Vorderradgabel befestigten Hebelarm verbunden ist. Über diesen Steuermechanismus wird die vom Fahrer ausgelöste Lenkbewegung auf die Vorderradgabel übertragen. Die Verbindungen zwischen den Schubstangen und den Hebelarmen zur Übertragung der Lenkbewegungen sind z. B. als Kugelgelenkverbindungen ausgeführt.
  • Die Übertragung der Lenkbewegung kann auch auf andere Art und Weise erfolgen.
  • Vorzugsweise besteht das erste Rahmenbauteil aus zwei identischen, parallel beabstandeten Bauteilen, als Doppel, die über die zugehörigen Drehachsen oder Drehgelenke miteinander verbunden sind. Die in diesen Drehachsen gelagerten Teile, wie z. B. die Lenkstreben und die untere Übertragungsscheibe, lassen sich somit zwischen den beiden Bauteilen bzw. Hälften des ersten Rahmenbauteils anordnen. Die beiden Übertragungsscheiben, mit Seil, befinden sich zwischen den Lenkstreben.
  • Zur Übertragung der über die Tretkurbeln ausgelösten Antriebskraft auf das Hinterrad ist an der ersten horizontalen Achse, über die die Hinterradschwinge mit dem ersten Rahmenbauteil verbunden ist, ein Umlenkgetriebe mit zwei Ritzeln angeordnet. Die Übertragung vom Tretlager zum Umlenkgetriebe und von diesem auf die Nabe des Hinterrades erfolgt mittels Ketten oder Zahnriemen.
  • Der Sitz für den Fahrer besteht aus einem Sattel und einer Rückenlehne, die an einer in dem zweiten Rahmenbauteil angeordneten Sattelstange in ihrem Neigungswinkel verstellbar befestigt sind. Bei einer aufrechten Sitzposition nimmt die Rückenlehne in ihrer Ausgangsstellung eine annähernd horizontale Lage ein. Während der Veränderung der Rahmenbauteile von der aufrechten in die liegende Position wird der Sattel automatisch in seinem Neigungswinkel derart verändert, dass dieser seine waagerechte Stellung beibehält. Gleichzeitig wird die Rückenlehne in eine zur Sitzfläche annähernd senkrechte Lage bewegt, wobei die Bewegungen von Sattel und Rückenlehne synchron erfolgen.
  • Zur Bewegung der Rückenlehne ist an dieser mindestens ein Hebelarm drehgelenkig befestigt, der mit der Hinterradschwinge drehgelenkig verbunden ist.
  • Zur Verstellung des Neigungswinkels des Sattels ist an diesem mindestens ein Hebelarm drehgelenkig befestigt, der ebenfalls mit der Hinterradschwinge drehgelenkig verbunden ist. Gemäß einer anderen Ausführung zur Verstellung des Neigungswinkels des Sattels ist vorgesehen, dass auf der Sattelstange eine axial verschiebbare Hülse befestigt wird, an der eine horizontal angeordnete Wippe drehbar gelagert ist. Das eine Ende der Wippe ist über einen oberen Hebelarm mit dem Sattel verbunden und das andere, gegenüberliegende Ende über einen unteren Hebelarm drehgelenkig mit der Hinterradschwinge. Diese Ausführung ermöglicht, dass auch nach einer Höhenverstellung des Sattels, unabhängig ob die Verstellung nach oben oder unten erfolgte, dieser während der Veränderung der Sitzposition, von einer aufrechten in eine liegende Position, in seinem Neigungswinkel so eingestellt wird, dass die Sitzfläche ihre nahezu waagerechte Ausgangslage beibehält.
  • Die Bewegungen von Sattel und Rückenlehne werden somit über die Bewegungen der als Koppelgetriebe (Viergelenk) ausgeführten Rahmenbauteile ausgelöst.
  • Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
  • 1 das erfindungsgemäße Fahrrad, bei aufrechter Sitzposition, in vereinfachter Darstellung, als Seitenansicht,
  • 2 das Fahrrad gemäß 1 als Liegerad,
  • 3 die Antriebseinheit des Fahrrades gemäß 1, in vereinfachter Darstellung, als Seitenansicht,
  • 4 eine Ausführungsvariante zur Anpassung des Neigungswinkels des Sattels, als vereinfachte Seitenansicht im Ausgangszustand (Sitzposition),
  • 5 die Ausführungsvariante gemäß 4, als vereinfachte Seitenansicht, nach Erreichen der Liegeposition.
  • Das in 1 gezeigte Fahrrad ist zum Fahren des Fahrers in einer aufrechten Sitzposition bestimmt. Der Fahrer kann während des Fahrens durch eine von ihm ausgelöste Veränderung bzw. Verschiebung des Rahmens seine Sitzposition in eine Liegeposition (2), oder in eine zwischen diesen beiden Positionen frei wählbare Stellung, ändern.
  • Die hierzu erforderliche Bewegung der Rahmenbauteile ist wie folgt ausgeführt.
  • Die Baugruppe Rahmen besteht aus einem ersten, horizontal angeordneten Rahmenbauteil 1, an dessen in Fahrtrichtung zeigendem Ende eine Führung 36 zur Aufnahme der Vorderradgabel 6 befestigt ist. Dieses Rahmenbauteil 1 besitzt in der gezeigten Ausführung die Form eines zweischenkligen Winkels. An den oberen horizontalen Schenkel schließt sich ein nach unten gerichteter Schenkel an, wobei der Winkel zwischen den beiden Schenkeln geringfügig größer als 90° ist. Der obere Schenkel besitzt in einem definierten Abstand zu der Führung 36 zwei unmittelbar benachbarte Drehachsen V und VI zur Aufnahme der Lenkeinheit L. Im Scheitelpunkt zwischen den beiden Schenkeln befindet sich eine weitere hori zontale Drehachse IV. Am unteren Ende des nach unten gerichteten Schenkels liegt die horizontale Drehachse III. Dieses Rahmenbauteil 1 kann in seiner geometrischen Form auch anders ausgeführt sein. Hierbei ist lediglich zu beachten, dass die an diesem Bauteil angeordneten Drehpunkte ihre Position beibehalten und das Rahmenbauteil in seiner Geometrie so gestaltet ist, dass die Bewegungsfreiheit aller an diesem befestigten Bauteile nicht eingeschränkt wird. Zur Rahmenbaugruppe gehören weiterhin noch ein zweites, längliches Rahmenbauteil 2, an dessen oberem Ende der Sattel 24 und unterem Ende die Tretkurbeln 31 angeordnet sind, sowie eine Hinterradschwinge 3, an deren einem Ende sich die Aufnahme für das Hinterrad 35 befindet. Das längliche Rahmenbauteil 2 ist mit dem ersten Rahmenbauteil 1 über die vierte horizontale Drehachse IV verbunden und in dieser schwenkbar gelagert. Der vertikale Abstand dieser Lagerstelle wird durch den einzuhaltenden Abstand zwischen Sattel und dem horizontalen Schenkel des ersten Rahmenbauteils 1 bestimmt.
  • Das zweite Rahmenbauteil 2 besitzt oberhalb der Drehachse IV eine nach hinten und schräg nach oben und von da aus wieder nach oben verlaufende zweifache Abwinkelung. Im Scheitelpunkt der zweiten, oberen Abwinkelung befindet sich eine erste horizontale Drehachse I, in der das abstehende Ende der Hinterradschwinge 3 gelagert ist. Unterhalb dieser Drehachse I ist eine zweite horizontale Drehachse II angeordnet, in der ein erstes Verbindungselement, ein Hebelarm 4, gelagert ist, dessen abstehendes Ende mit der dritten Drehachse III des nach unten gerichteten Schenkels des ersten Rahmenbauteils 1 verbunden ist. Durch die Anordnung der Rahmenbauteile 1 und 2, der Hinterradschwinge 3 und des ersten Verbindungselementes 4 wird in Verbindung mit den zugehörigen Drehpunkten bzw. Drehachsen I bis IV ein viergliedriges Koppelgetriebe gebildet. Durch die Veränderung der Winkel dieser Bauteile wird die erforderliche Verschwenkung des zweiten Rahmenbauteils 2 von der Sitzposition in die Liegeposition und umgekehrt erreicht, wobei gleichzeitig das erste Rahmenbauteil 1 in Längsrichtung, unter Veränderung des Radabstandes zwischen Vorder- 38 und Hinterrad 35, verschoben wird.
  • An dem Hebelarm 4 und der Hinterradschwinge 3 greift eine blockierbare Öldruckfeder 32 an, über die die Bewegung des Koppelgetriebes gesteuert wird.
  • Die Hinterradschwinge 3 und das erste Rahmenbauteil 1 sind als Doppelrahmenbauteile ausgeführt. Die identischen Schenkel des ersten Rahmenbauteils 1 sind über die Drehachsen III bis VI miteinander verbunden. Zwischen den beiden horizontalen Schenkeln sind in den Drehachsen V und VI jeweils gegenüberliegend, vorn und hinten, Lenkstreben 8 und 7 gelagert, in der Drehachse V die beiden identischen Lenkstreben 7 und in der Drehachse VI die beiden identischen Lenkstreben 8. Diese parallel nebeneinander angeordneten und nach oben gerichteten Lenkstreben 7, 8 sind an ihrem oberen Ende in einem Lenkgehäuse 9 in getrennten horizontalen Achsen VII und VIII drehbar gelagert und um die unteren Drehachsen V, VI synchron schwenkbar.
  • Der Abstand zwischen der fünften und sechsten horizontalen Achse V und VI im oberen Bereich des ersten Rahmenbauteiles 1, an denen die Lenkstreben 7, 8 drehbar gelagert sind, sollte genau gleich dem zwischen der siebenten und achten horizontalen Achse VII und VIII, an denen die Lenkstreben 7, 8 im Lenkgehäuse 9 drehbar gelagert sind, sein. Dadurch bleibt die Lage der vertikalen Drehachse des Lenkers 20 im Vorbau, beim Verschwenken der gesamten Lenkeinheit L, nach hinten oder nach vorn, relativ zur Drehachse der Vorderradgabel 6, immer unverändert. Da sich der Winkel der Vorderradgabel 6 zum Boden nur minimal ändert, bleiben die Eigenschaften der Lenkung in allen Positionen voll erhalten.
  • Wird eine Veränderung der Lenkeigenschaften während der Veränderung des Rahmens, insbesondere ein Kippen des Lenkgehäuses 9, mit daraus folgender Änderung der Lage der vertikalen Drehachse des Lenkers 20 beim Verschwenken der Lenkeinheit L in die „Liegeposition", dennoch gewünscht, so muss der Abstand zwischen den beiden unteren Achsen V und VI kleiner sein, als der Abstand zwischen den beiden oberen Achsen VII und VIII.
  • Am vorderen Ende des Lenkgehäuses 9 befindet sich ein Vorbau mit einem Lenkkopf 10, in dem der Lenker 20 um eine vertikale Achse drehbar gelagert ist. Die in Richtung zum Sattel 24 zeigende Lenkstrebe 7 ist über ein zweites Verbindungselement, einen Hebelarm 5, mit dem zweiten Rahmenbauteil 2 verbunden. Über diesen Hebelarm 5 ist die Lenkeinheit L an die Bewegung des Koppelgetriebes angeschlossen. Am Lenker 20 ist noch ein Schalthebel 34 angeordnet, der über einen Bowdenzug 33 mit der Öldruckfeder 32 in Verbindung steht. Durch manuelle Betätigung dieses Schalthebels 34 kann die Blockierung der Öldruckfeder 32 gelöst werden.
  • Die erforderliche Lenkbewegung für das Vorderrad 38, wird unabhängig vom Koppelgetriebe, über einen speziellen Lenkmechanismus ausgelöst.
  • Zur Übertragung der Drehbewegung des Lenkers 20 greift an diesem ein waagerecht angeordneter, oberer Übertragungshebel 16 an, der mit einer Schubstange 18 in Verbindung steht, über die die Bewegung auf einen senkrecht angeordneten, oberen Übertragungshebel 14 übertragen wird, der fest mit der im Lenkgehäuse 9 drehbar gelagerten Achse VIII verbunden ist. Die Schubstange ist über Kugelgelenke mit den jeweiligen Hebeln verbunden. Auf der Achse VIII ist eine obere Übertragungsscheibe 11 befestigt, die über ein mittels einer Spannvorrichtung straff gespanntes Seil 13 die Bewegung auf eine untere Übertragungsscheibe 12 überträgt, die auf der Achse VI befestigt ist, die drehbeweglich in dem Rahmenbauteil 1 gelagert ist. Über einen mit dieser Achse VI fest verbundenen unteren, senkrecht angeordneten Übertragungshebel 15 wird die Bewegung auf eine untere Schubstange 19 und über diese auf einen unteren, waagerecht angeordneten Übertragungshebel 17 übertragen. Dieser ist fest mit der Vorderradgabel 6 verbunden. Die untere Schubstange ist analog wie die obere über Kugelgelenke mit den jeweiligen Hebeln verbunden.
  • Dieser Lenkmechanismus ermöglicht, die Position des Lenkers 20 an die jeweilige Position des Fahrers (aufrecht bis liegend) anzupassen und während der Veränderung der Position des Fahrers die Lenkfunktion in vollem Umfang zu gewährleisten. Durch das Seil 13 als Übertragungsmittel ist die Lenkung vollkommen unabhängig vom Winkel zwischen den Lenkstreben 7, 8 und dem Rahmenbauteil 1. Als Übertragungsmittel kann auch ein Keil- oder Zahnriemen, eine Kette oder dgl. eingesetzt werden. Die beiden Übertragungselemente sind dann an das jeweilige Übertragungsmittel anzupassen.
  • In der 3 ist der vorgesehene Antrieb für das Fahrrad, als zweiteilige Kettenführung unter Zwischenschaltung eines Umlenkgetriebes, nochmals vergrößert dargestellt. Die durch Betätigung der Tretkurbeln 31 des Tretlagers 30 ausgelöste Antriebskraft wird über Zahnrad und Kette 39 auf das erste Ritzel des Umlenkgetriebes 22 übertragen, das auf der ersten Achse I angeordnet ist. Ein zweites Ritzel des Umlenkgetriebes 22 ist über eine zweite Kette 40 mit dem auf der Nabe 21 des Hinterrades 35 befestigten Zahnkranz verbunden. Die Kettenführung kann ggf. durch Umlenkrollen an die jeweilige Ausgestaltung des Rahmens angepasst werden.
  • Die Übertragung kann auch auf andere Art und Weise erfolgen, z. B. mittels Zahnriemen, Kardanwelle oder dgl..
  • Wie in den 1 und 2 gezeigt, besteht der Sitz aus einem Sattel 24 und einer Rückenlehne 28, die an der Befestigung für den Sattel 24 angebracht ist. Der Sattel 24 ist an einer axial verstellbaren Sattelstange 37 drehgelenkig befestigt, die am oberen Ende des zweiten Rahmenbauteils 2 angeordnet ist und in den 1 und 2 nicht zu sehen ist.
  • Um während der Veränderung der Position des Fahrers von der aufrechten Sitzposition in die Liegeposition die annähernd waagerechte Lage der Sitzfläche des Sattels 24 beizubehalten, ist an dem hinteren Teil des Sattels 24 eine Stange 26 drehgelenkig befestigt, die mit der Hinterradschwinge 3 drehgelenkig verbunden ist.
  • In analoger Weise ist an der Rückenlehne 28, die in ihrer Ausgangsposition gemäß 1 eine waagerechte Lage einnimmt, ein Stange 29 drehgelenkig befestigt, die ebenfalls mit der Hinterradschwinge 3 drehgelenkig verbunden ist. Die Rückenlehne 28 wird über die Bewegung des Koppelgetriebes von der waagerechten in eine zum Sattel 24 senkrechte Lage bewegt. Die Bewegungen von Sattel 24 und Rückenlehne 28 erfolgen stets synchron.
  • Die beiden Stangen 26, 29 können auch längenverstellbar ausgeführt sein, um eine Höheverstellung des Sattels 24 zu ermöglichen.
  • In den 4 und 5 ist eine weitere Ausführung für eine Verstellung des Sattels 24 gezeigt. An der Sattelstange 37 ist eine axial verschiebbare Hülse bzw. Manschette 23 angeordnet, die an der Sattelstange bzw. dem Sattelrohr 37 axial verschiebbar ist. An der Hülse bzw. Manschette 23 ist eine horizontale Wippe 27 schwenkbar gelagert. Das eine Ende der Wippe 27 ist über eine obere Stange 25 mit dem vorderen Abschnitt des drehgelenkig gelagerten Sattels 24 verbunden. Das andere Ende der Wippe 27 ist über eine Stange 26' mit der Hinterradschwinge 3 verbunden. 5 zeigt diese Ausführung bei aufrechter Sitzposition und 6 nach erfolgter Verstellung bei Einnahme der Liegeposition. Diese Variante ermöglicht eine Höhenverstellung des Sattels 24 ohne eine ansonsten erforderliche Veränderung der Länge der Stange zwischen Sattel 24 und Hinterradschwinge 3.
  • Das Fahrrad kann ansonsten mit allen für herkömmliche Fahrräder üblichen Zusätzen ausgerüstet werden, wie z. B. Gang- oder Nabenschaltung, Beleuchtung, Bremsen. Möglich ist auch die Ausstattung mit einem Hilfsmotor.
  • Die Funktionsweise des Fahrrades ist folgende:
    Der in aufrechter Position auf dem Fahrrad sitzende Fahrer kann während der Fahrt, ohne vom Fahrrad absteigen zu müssen, seine Position beliebig, bis in eine Liegeposition und von dieser wieder zurück, bis in eine aufrechte Sitzposition, verändern.
  • Hierzu betätigt er den am Lenker 20 angeordneten Entriegelungshebel 34, um die Blockierung der Öldruckfeder 32 zu lösen. Gleichzeitig verlagert er seinen Körperschwerpunkt nach hinten bzw. lehnt sich nach hinten und übt gleichzeitig einen leichten Zug am Lenker 20 aus. Durch den Zug am Lenker 20, der über das zweite Verbindungselement 5 mit dem viergliedrigen Koppelgetriebe in Verbindung steht, die Gewichtsverlagerung, die als senkrechte Kraft auf den Sattel 24 und somit auf das zweite Rahmenbauteil 2 wirkt, verändern sich die Winkelverhältnisse des viergliedrigen Koppelgetriebe derart, dass das zweite längliche Rahmenbauteil 2 von einer annähernd senkrechten bis maximal in eine annähernd waagerechte Position verschwenkt wird. Dabei wird die Lenkeinheit L synchron von ihrer leicht nach vorn geneigten Ausgangsposition bis in eine stark nach hinten geneigte Position verschwenkt, wobei die Schwenkbewegung um die im oberen Teil des ersten Rahmenbauteiles 1 liegenden Achsen V und VI erfolgt. Das Lenkgehäuse 9 erfährt hierbei eine Verschiebung auf einer Kreisbahn nach hinten und unten, ohne seine horizontale Lage zu verändern. Dadurch bleibt die Lage der vertikalen Drehachse des Lenkers 20 relativ zum ersten Rahmenbauteil 1 und zu der in der Aufnahme 36 drehbar gelagerten Gabel 6 konstant.
  • Die Schwenkbewegung des zweiten länglichen Rahmenbauteils 2 mit Sattel 24 und Tretlager 30 erfolgt um die vierte Achse IV, entgegen der Uhrzeigerrichtung.
  • Durch diese Bewegung des zweiten Rahmenbauteils 2 wird sich die an diesem drehbar befestigte Hinterradschwinge 3 nach unten gezogen und damit gleichzeitig das Rahmenbauteil 1 in Längsrichtung verschoben, wodurch sich der Radstand zwischen Vorder- 38 und Hinterrad 35 vergrößert. Diese Bewegung wird durch das Verbindungselement 4 unterstützt und geführt, dass dadurch ebenfalls seine Lage verändert. Über die an der Hinterradschwinge 3 angelenkten Stangen 26 und 29 werden gleichzeitig Sattel 24 und Rücklehne 28 synchron mitbewegt, wie bereits vorstehend erläutert.
  • Durch Loslassen des Entriegelungshebels 34 kann die Bewegung des Koppelgetriebes in jeder vom Fahrer gewünschten Position gestoppt werden, wobei über das Koppelgetriebe eine stabile Lage gewährleistet ist.
  • Die Bewegung des Koppelgetriebes in umgekehrter Richtung wird durch eine Verlagerung des Körperschwerpunktes des Fahrers nach vorn ausgelöst, unter gleichzeitiger Betätigung des Entriegelungshebels 34, wodurch die in der Öldruckfeder 32 gespeicherte Energie zur Bewegung des Koppelgetriebes in entgegengesetzter Richtung genutzt wird.
  • Die Bewegung von der aufrechten Sitzposition in die Liegeposition oder umgekehrt erfolgt innerhalb weniger Sekunden. Geübte Fahrer müssen während dieser Bewegungsvorgänge den Tretvorgang nicht unterbrechen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19739945 A1 [0008]
    • - WO 2005/047093 A1 [0014]

Claims (12)

  1. Fahrrad, bestehend aus einem Rahmen, der mit einer schwenkbar gelagerten Vorderradgabel verbunden ist, in der ein Vorderrad drehbar gelagert ist, einem in dem Rahmen drehbar gelagerten Hinterrad, das über ein Antriebselement mit einer am Rahmen angeordneten, durch Muskelkraft betätigbaren Tretkurbel in Verbindung steht, einem an dem Rahmen angeordneten Sitz sowie einer mit der Vorderradgabel in Verbindung stehenden Lenkeinheit, wobei der Rahmen, zur Veränderung der Sitzposition, von einer aufrechten in eine liegende Position, aus mehreren drehgelenkig miteinander verbundenen Rahmenteilen besteht, die mit einer Druckfeder in Wirkungsverbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen aus einem ersten, horizontal angeordneten Rahmenbauteil (1), an dessen in Fahrtrichtung zeigendem Ende eine Führung (36) zur Aufnahme der Vorderradgabel (6) befestigt ist, wobei das erste Rahmenbauteil (1) während der Änderung der Sitzposition nur in Längsrichtung bewegbar ist, einem zweiten, länglichen Rahmenbauteil (2), an dessen oberem Ende der Sitz (24) und unterem Ende die Tretkurbeln (31) angeordnet sind, wobei dieses Rahmenbauteil (2) während der Veränderung der Sitzposition von einer vertikalen Ausgangslage bis in eine die Liegeposition bildende Stellung verschwenkbar ist, und einer Hinterradschwinge (3), die mit ihrem abstehenden Ende über eine erste horizontale Achse (I) mit dem zweiten Rahmenbauteil (2) drehbar verbunden ist, bestehen, wobei die Hinterradschwinge (3) eine zweite, tiefer gelegene horizontale Achse (II) aufweist, in der ein erstes Verbindungselement (4) drehbar gelagert ist, dessen abstehendes Ende mit dem unteren Abschnitt des ersten Rahmenbauteils (1) über eine dritte horizontale Achse (III) verbunden ist, und der obere Abschnitt des ersten Rahmenbauteils (1) über eine vierte horizontale Achse (IV) mit dem zweiten Rahmenbauteil (2) verbunden ist, wobei über die Drehpunkte der Achsen (I bis IV) der Rahmenbauteile (1, 2), der Hinterradschwinge (3) und des ersten Verbindungselementes (4) ein viergliedriges Koppelgetriebe gebildet ist, und am oberen Abschnitt des ersten Rahmenbauteils (1) die Lenkeinheit (L) schwenkbar gelagert ist, die über ein zweites Verbindungselement (5) mit dem zweiten Rahmenbauteil (2) verbunden ist.
  2. Fahrrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckfeder eine blockierbare Öldruckfeder (32) vorgesehen ist, die an der Hinterradschwinge (3) und dem ersten Verbindungselement (4) befestigt ist und über einen an der Lenkeinheit (L) angeordneten Schalter (34) manuell entriegelbar ist.
  3. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkeinheit (L) aus jeweils zwei parallel nebeneinander angeordneten, nach oben gerichteten Lenkstreben (7, 8) besteht, die an der Vorder- und Rückseite des oberen Abschnittes des ersten Rahmenbauteils (1) in getrennten horizontalen Achsen, einer fünften Achse (V) und einer sechsten Achse (VI), synchron schwenkbar gelagert sind, und an ihrem oberen Ende jeweils in einem Lenkgehäuse (9) in einer siebenten und achten horizontalen Achsen (VII, VIII) drehbar gelagert sind, und am vorderen Ende des Lenkgehäuses (9) ein Vorbau mit einem um eine vertikale Achse drehbaren Lenker (20) angeordnet ist, und an der in Richtung zum Sitz (24) zeigenden Lenkstrebe (7) das zweite Verbindungselement (5) angreift.
  4. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung der Lenkbewegung des Lenkers (20) auf die Vorderradgabel (6) an diesem ein oberer Übertragungshebel (16) angreift, der mit einer oberen Schubstange (18) in Verbindung steht, die an einem kurzen oberen Hebelarm (14) angreift, der mit der in dem Lenkgehäuse (9) angeordneten vorderen, achten Drehachse (VIII) fest verbunden ist, auf der eine obere Übertragungsscheibe (11) befestigt ist, die über ein endlos umlaufendes Übertragungsmittel (13) mit einer unteren Übertragungsscheibe (12) verbunden ist, die auf der sechsten Drehachse (VI) des oberen Abschnittes des ersten Rahmenbauteils (1) befestigt ist, an der ein kurzer unterer Hebelarm (15) angreift, der mit einer unteren Schubstange (19) in Verbindung steht, die mit einem am oberen Ende der Vorderradgabel (6) befestigten Hebelarm (17) verbunden ist,
  5. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen zwischen den Schubstangen (18, 19) und den an diesen angelenkten Hebelarmen (14, 15, 16, 17) als Kugelgelenkverbindungen ausgeführt sind.
  6. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rahmenbauteil (1) aus zwei identischen, parallel beabstandeten Bauteilen besteht, die über die dritte bis sechste Drehachse (III, IV, V, VI) miteinander verbunden sind und die in diesen Drehachsen gelagerten oder befestigten Teile (2, 4, 7, 8, 12) sich zwischen den beiden Bauteilen befinden.
  7. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Übertragungsscheiben (11, 12) zwischen den beiden Lenkstreben (8) befinden.
  8. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung der über die Tretkurbeln (31) ausgelösten Antriebskraft auf das Hinterrad (35) an der ersten horizontalen Achse (I), über die die Hinterradschwinge (3) mit dem ersten Rahmenbauteil (1) verbunden ist, ein Umlenkgetriebe (22) mit zwei Ritzeln angeordnet ist, wobei die Übertragung vom Tretlager (30) zum Umlenkgetriebe (22) und von diesem auf die Nabe (21) des Hinterrades (35) mittels Ketten (39, 40) oder Zahnriemen erfolgt.
  9. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz aus einem Sattel (24) und einer Rückenlehne (28) besteht, die an einer in dem zweiten Rahmenbauteil (2) angeordneten Sattelstange (37) in ihrem Neigungswinkel verstellbar befestigt sind, wobei die Rückenlehne (28) bei aufrechter Sitzposition eine annähernd horizontale Lage einnimmt und während der Veränderung der Rahmenbauteile von der aufrechten in die liegende Position der Sattel (24) in seinem Neigungswinkel derart veränderbar ist, dass dieser seine waagerechte Stellung beibehält und die Rückenlehne (28) in eine zur Sitzfläche annähernd senkrechte Lage bewegbar ist, wobei die Bewegungen von Sattel (24) und Rückenlehne (28) synchron erfolgen.
  10. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bewegung der Rückenlehne (28) in eine zur Sitzfläche annähernd senkrechte Lage an dieser mindestens ein Hebelarm (29) drehgelenkig befestigt ist, der mit der Hinterradschwinge (3) drehgelenkig verbunden ist.
  11. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstellung des Neigungswinkels des Sattels (24) an diesem mindestens ein Hebelarm (26) drehgelenkig befestigt ist, der mit der Hinterradschwinge (3) drehgelenkig verbunden ist.
  12. Fahrrad nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstellung des Neigungswinkels des Sattels (24) auf der Sattelstange (37) eine axial verschiebbare Hülse (23) sitzt, an der eine horizontal angeordnete Wippe (27) drehbar gelagert ist, die an einem Ende über einen oberen Hebelarm (25) mit dem Sattel (24) verbunden ist und mit dem gegenüberliegenden Ende über einen unteren Hebelarm (26') mit der Hinterradschwinge (3) drehgelenkig verbunden ist.
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