DE202008009571U1 - Adapter zur Fixierung eines Medizingerätes - Google Patents
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Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Adapter zur Fixierung eines Medizingerätes an einer oder zwei Supportstrukturen.
- In medizinischen Anwendungen werden häufig Geräte verwendet, die schwer sind oder äußerst präzise geführt werden müssen. Es ist deshalb notwendig, Halterungen für derartige Geräte bereitzustellen. So offenbaren die Patente
US 5,657,429 undUS 5,553,198 jeweils ein Robotersystem, bei dem ein Roboterarm mittels eines Adapters auf einem Wagen oder an einem Operationstisch befestigbar ist. Der Roboterarm ist fest mit dem Adapter verbunden und über einen Mechanismus entweder mit dem Operationstisch oder dem Wagen verbunden. - Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen einfacher aufgebauten und flexibler einsetzbaren Adapter zur Fixierung eines Medizingerätes an einer Supportstruktur bereitzustellen.
- Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Adapter nach Anspruch 1. Der Anspruch 12 betrifft ein medizinisches System mit einem solchen Adapter. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind den abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.
- Ein Adapter zur Fixierung eines Medizingerätes an einer oder zwei Supportstrukturen ist erfindungsgemäß dreiteilig aus einem Trageteil und zwei Supportteilen aufgebaut, wobei das Trageteil mit dem Medizingerät verbindbar ist, das erste Supportteil mit einer ersten Supportstruktur verbindbar ist und das zweite Supportteil mit einer zweiten Supportstruktur verbindbar ist. Die erste Supportstruktur ist beispielsweise ein Operationstisch bzw. eine an einem Operationstisch befestigte Schiene. Das zweite Supportteil ist beispielsweise ein horizontal verfahrbares, vertikal höhenverstellbares Stativ, dessen Räder optional einfahrbar sind, so dass der Fuß des Stativs fest auf dem Boden steht. Bei dem Medizingerät handelt es sich beispielsweise um einen Roboterarm.
- Der Adapter kann erfindungsgemäß zumindest drei Verbindungszustände einnehmen, wobei im ersten Zustand das Trageteil spielfrei nur mit dem ersten Supportteil verbunden ist, im zweiten Zustand das Trageteil spielfrei nur mit dem zweiten Supportteil verbunden ist und im dritten Zustand das Trageteil spielfrei mit dem ersten Supportteil und dem zweiten Supportteil verbunden ist. Der dritte Zustand bietet den Vorteil, dass die erste Supportstruktur, beispielsweise ein Operationstisch, über den Adapter von der zweiten Supportstruktur zusätzlich getragen werden kann und dadurch zusätzlich stabilisiert wird, insbesondere wenn das Medizingerät ein hohes Gewicht aufweist und dadurch ein Moment auf die erste Supportstruktur ausübt. Bei einer speziellen Ausgestaltung einer spielfreien Verbindung sind die miteinander verbundenen Teile gegeneinander fixiert, sodass keine rotatorische oder translatorische Relativbewegung zwischen den Teilen möglich ist.
- In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind das Trageteil und das erste Supportteil in genau einer Position spielfrei miteinander verbindbar. Diese relative Position wird auch als Endposition zwischen den beiden Teilen bezeichnet. Das bedeutet, dass die relative Position zwischen dem Trageteil und dem ersten Supportteil bei einer Verbindung der beiden Teile exakt bekannt ist. Damit ist auch die relative Position des Medizingerätes zur ersten Supportstruktur bekannt.
- In vorteilhafter Weise sind das Trageteil und das erste Supportteil zur gegenseitigen Verbindung miteinander insbesondere vertikal verschiebbar ausgebildet. Dazu weist das Trageteil z. B. ein Verschiebeteil, insbesondere eine Platte, auf, das dazu ausgebildet ist an einem Element des ersten Supportteils verschiebbar angebracht zu werden, also z. B. in taschenartige Schienen am ersten Supportteil eingeführt oder an einer Stange des Supportteils verschiebbar angebracht zu werden. Das Verschiebeteil des Trageteils wird in die Schienen am ersten Supportteil eingeschoben, um eine Verbindung zwischen den beiden Teilen herzustellen. Bevorzugt weisen die Schienen einen Endanschlag für das Verschiebeteil auf, falls sich das Verschiebeteil und somit das Trageteil in seiner Endposition befindet, in der das Trageteil und das erste Supportteil fest und spielfrei miteinander verbunden werden. Dabei ist das erste Supportteil bevorzugt derart an der ersten Supportstruktur angeordnet, dass die taschenartigen Schienen in vertikaler Richtung verlaufen. Die auf das Trageteil wirkende Schwerkraft drückt dann das Verschiebeteil in Richtung des Bodens der von den Schienen gebildeten Tasche.
- Weiterhin bevorzugt weisen die taschenartigen Schienen am ersten Supportteil an ihrem Ende mindestens eine schräge Anlagefläche auf. Da zwischen den taschenartigen Schienen und dem Verschiebeteil ein geringes Spiel vorgesehen sein sollte, um das Verschiebeteil möglichst reibungsfrei in die Schienen einzuführen, sorgt die schräge Anlagefläche in der Endposition für eine definierte Anlage des Verschiebeteils in den taschenartigen Schienen und damit am ersten Supportteil. Die Fläche ist beispielsweise keilförmig angeschrägt. Bei der bevorzugten vertikalen Ausrichtung der Schienen erzeugt die Schwerkraft eine Klemmkraft zwischen den Schienen und dem Verschiebeteil, die zu einer spielfreien Verbindung führt.
- In einer Ausgestaltungsform der Erfindung ist am ersten Supportteil eine Fixierungseinrichtung zur Fixierung des Trageteils gegenüber dem ersten Supportteil angeordnet. Durch die Fixierungseinrichtung wird beispielsweise das Verschiebeteil in den taschenartigen Schienen festgeklemmt. Die Fixierung durch die Fixierungseinrichtung erfolgt zusätzlich oder alternativ zu der Fixierung durch die Schwerkraft.
- Der Adapter weist bevorzugt eine Zentrierhilfe zur Vereinfachung der Verbindung zwischen dem Trageteil und dem ersten Supportteil auf. Die Zentrierhilfe besteht beispielsweise aus einer oder mehreren schrägen Flächen, die das Trageteil bei der Annäherung an das erste Supportteil und/oder beim Einschieben der Platte am Trageteil in die taschenartigen Schienen am ersten Supportteil zentrieren.
- Bevorzugt weist der Adapter einen Verschluss zur Sicherung des Trageteils gegenüber dem ersten Supportteil auf. Bei dem Verschluss handelt es sich beispielsweise um einen Schubspanner, einen Exzenterhebel, einen Exzenterhebel mit Feder oder einen abgeschrägten Bolzen. Der Verschluss verhindert im geschlossenen Zustand ein Trennen von Trageteil und erstem Supportteil.
- In einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung sind das Trageteil und das zweite Supportteil in mehreren Relativpositionen spielfrei miteinander verbindbar. Das bedeutet, dass über den Adapter eine spielfreie Fixierung der beiden Supportstrukturen in verschiedenen Relativpositionen der Supportstrukturen möglich ist. So kann beispielsweise ein auf einem Stativ angebrachtes zweites Supportteil in mehreren Höhen des Stativs, beispielsweise wenn das Stativ in der Höhe verstellt oder auf den Boden abgesenkt wurde, spielfrei mit dem Trageteil verbunden werden. Dies ist beispielsweise dadurch möglich, dass das zweite Supportteil ein zylindrisches Grundteil aufweist, das in einen hülsenartigen Bereich des Trageteils einführbar ist. Das zweite Supportteil und das Trageteil sind dann in mehreren, axial verschobenen Positionen des zylindrischen Grundteils gegenüber dem Trageteil spielfrei miteinander verbindbar. Der hülsenartige Bereich und das zylindrische Grundteil bilden so eine klemmbare Verschiebehülse. Der Begriff „axial" bezieht sich dabei auf die Mittelachse des zylindrischen Grundteils, die mit der Mittelachse des hülsenartigen Bereichs des Trageteils identisch ist. Bevorzugt weist diese Achse in Richtung der Schwerkraft, liegt also in der Vertikalen.
- Der hülsenartige Bereich des Trageteils besteht beispielsweise aus zwei Halbschalen, die mittels eines Scharniers miteinander verbunden sind und durch einen Verschlussmechanismus verschließbar sind. Der Verschlussmechanismus basiert beispielsweise auf einem Klemmhebel oder einem Exzenterhebel. Durch das Verschließen des hülsenartigen Bereichs ergibt sich ein zylindrischer Pressverband zwischen dem Trageteil und dem zylindrischen Grundteil des zweiten Supportteils. Die relative Position des Supportteils und des Trageteils wird somit spielfrei aufgrund von Reibung gehalten.
- Eine andere Möglichkeit zur spielfreien Verbindung von Trageteil und zweitem Supportteil ist ein Klemmmechanismus, bei dem ein Bereich eines der beiden Teile gespreizt werden kann und auf einen inneren oder äußeren Bereich des jeweiligen anderen Teils drückt.
- Bevorzugt weist der Adapter eine Zentrierhilfe zur Vereinfachung der Verbindung zwischen dem Trageteil und dem zweiten Supportteil auf. Dabei handelt es sich beispielsweise um eine Fase an der Außenseite des in den hülsenartigen Bereich des Trägerteils einführbaren zylindrischen Grundteils des zweiten Supportteils. Alternativ oder zusätzlich weist der hülsenartige Bereich des Trägerteils an der Seite, aus der das zylindrische Grundteil des zweiten Supportteils in den hülsenartigen Bereich des Trageteils einführbar ist, eine trichterförmige Anfasung auf.
- Bevorzugt ist der Adapter so ausgestaltet, dass die Verbindung zwischen dem Trageteil und dem zweiten Supportteil nur trennbar ist, wenn eine Verbindung zwischen dem Trageteil und dem ersten Supportteil besteht. Dies geschieht beispielsweise mittels eines Stifts, der eine Relativbewegung zwischen dem Trageteil und dem zweiten Supportteil verhindert. Die Blockierung durch den Stift wird beispielsweise dadurch gelöst, dass der Stift über einen Hebelmechanismus aus dem Eingriff gebracht wird, sobald das Trageteil seine Endposition gegenüber dem ersten Supportteil erreicht hat. Der Hebelmechanismus ist beispielsweise am Trageteil angeordnet und wird vom ersten Supportteil betätigt. Der Hebelmechanismus ist bevorzugt über eine Feder vorgespannt, so dass der Stift automatisch in Eingriff gebracht wird, wenn der Hebelmechanismus nicht betätigt wird.
- Bevorzugt ist mindestens eines der drei Teile des Adapters, insbesondere das erste Supportteil, sterilisierbar. Dies betrifft bevorzugt alle Komponenten, aus denen das sterilisierbare Teil besteht. Die drei Teile bzw. ihre Komponenten sind beispielsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung wie AlMg 4,5 Mn gefertigt.
- Die Erfindung betrifft weiterhin ein medizinisches System mit einem Medizingerät, einer ersten Supportstruktur, einer zweiten Supportstruktur und einem Adapter, wie er vorstehend beschrieben wurde. Das erste Supportteil des Adapters ist mit der ersten Supportstruktur verbunden, das zweite Supportteil des Adapters ist mit der zweiten Supportstruktur verbunden und das Trageteil des Adapters ist mit dem Medizingerät verbunden. Das Medizingerät kann beispielsweise ein Roboterarm, ein Mikroskop, ein Ultraschallgerät, ein Röntgengerät, eine Operationslampe oder auch eine 3D-Kamera für die bildgestützte Navigation sein. Die relative Lage der beiden Supportstrukturen und des Medizingeräts zueinander wird durch die relative Lage der Teile des Adapters zueinander bestimmt. Die erste Supportstruktur ist beispielsweise ein Operationstisch, die zweite Supportstruktur ist beispielsweise ein Stativ. Der Operationstisch weist beispielsweise eine Schiene auf, an der das erste Supportteil befestigt wird. Dies kann durch eine Verschraubung erfolgen, die entweder starr ausgebildet ist oder einen Klappmechanismus aufweist. Alternativ kann ein Exzenterklemmhebel verwendet werden.
- Das medizinische System weist bevorzugt mindestens einen Sensor zur Erfassung des Zustands des Adapters auf. Der Zustand des Adapters setzt sich aus verschiedenen Unterzuständen zusammen. Mögliche Unterzustände sind beispielsweise eine Berührung des Trageteils und des ersten Supportteils, eine Endposition des Trageteils in Bezug auf das erste Supportteil, eine Vorschubbewegung des Trageteils gegenüber dem ersten Supportteil, eine fixierte Verbindung zwischen dem Trageteil und dem ersten Supportteil, eine fixierte Verbindung zwischen dem Trageteil und dem zweiten Supportteil, eine Berührung des Trageteils und des zweiten Supportteils oder ein Vorschub des zweiten Supportteils gegenüber dem Trageteil.
- Bevorzugt werden ein oder mehrere der vorgenannten Unterzustände detektiert, wobei beispielsweise für jeden zu detektierenden Unterzustand ein Sensor vorgesehen ist. Aufgrund der Ausgangsdaten des Sensors oder der Sensoren ist beispielsweise das Medizingerät nur einsetzbar, wenn das Trageteil fest mit mindestens einem der Supportteile verbunden ist. Ansonsten wird eine Benutzung des Medizingerätes unterbunden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die zweite Supportstruktur nur dann bewegbar ist, beispielsweise ein Stativ nur dann absenkbar (also in der Vertikalen verstellbar) ist, wenn eine feste Verbindung zwischen dem Trageteil und dem ersten Supportteil besteht. Ein Sensor ist beispielsweise ein optischer, mechanischer oder elektromechanischer Schalter. Ein Sensor zur Detektion einer Berührung zweier Teile erfasst zum Beispiel einen elektrischen Kontakt zwischen den beiden Teilen, beispielsweise durch Messung des Potentials an dem einen Teil, während an das andere Teil ein Prüfpotential angelegt wird.
- In einer Ausgestaltungsform der Erfindung ist an zumindest einem der Teile des Adapters eine Markervorrichtung angeordnet. Eine Markervorrichtung ist eine Vorrichtung, deren Position und/oder Ausrichtung im Raum automatisch bestimmt werden kann, beispielsweise mittels einer Detektionsvorrichtung wie einer 3D-Kamera. Die Detektionsvorrichtung ist beispielsweise Bestandteil eines Navigationssystems, das zum Beispiel bei der bildgestützten Navigation (IGS, „Image Guided Surgery") Anwendung findet. Eine Markervorrichtung besteht beispielsweise aus drei Kugeln in bekannter räumlicher Anordnung. Aus der Lage einer Markervorrichtung kann auf die Lage des zugehörigen Teils des Adapters und damit auf die Lage des Medizingerätes oder einer Supportstruktur geschlossen werden, beispielsweise absolut oder bezogen auf eine (andere) Supportstruktur oder einer anatomischen Struktur, die mithilfe des Medizingeräts behandelt werden kann. Diese Information kann beispielsweise für die Navigation des mit dem Adapter verbundenen Medizingerätes oder eines anderen Medizingerätes verwendet werden.
- Die vorliegende Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
- Dabei zeigt:
-
1a –1c ein medizinisches System in drei Zuständen, -
2 einen dreiteiligen Adapter, -
3 das Trageteil des Adapters aus2 , -
4 eine Explosionsdarstellung des hülsenförmigen Teils des Trageteils, -
5a –5c drei Ansichten des ersten Supportteils des Adapters aus2 , und -
6 das zweite Supportteil des Adapters aus2 . - Dargestellt in den
1a bis1c ist ein medizinisches System1 mit einem Medizingerät in Form eines Roboterarms3 , einem Operationstisch4 , einem Stativ5 und einem Adapter2 . Der Operationstisch4 und das horizontal verfahrbare, vertikal höhenverstellbare, auf seine Füße absenkbare Stativ5 stellen Supportstrukturen für den Roboterarm3 dar. Mittels des Adapters2 ist der Roboterarm3 nur am Operationstisch4 (siehe1a ), sowohl am Operationstisch4 als auch am Stativ5 (siehe1b ) oder nur am Stativ (siehe1c ) befestigbar. - Der Adapter
2 ist detaillierter in2 dargestellt. Er besteht aus einem Trageteil6 (siehe auch3 ), das fest mit dem Roboterarm3 verbunden ist. Ein erstes Supportteil7 des Adapters2 (siehe5a bis5c ) ist am Operationstisch4 befestigt, ein zweites Supportteil8 (siehe6 ) ist fest am Stativ5 befestigt. - Die
1a zeigt einen ersten Zustand des medizinischen Systems1 und damit des Adapters2 , in dem der Roboterarm3 ausschließlich am Operationstisch4 befestigt ist. Dadurch sind der Operationstisch4 und ein darauf befindlicher Patient für einen Operateur optimal zugänglich. In diesem Zustand ist das Trageteil6 des Adapters2 spielfrei nur mit dem ersten Supportteil7 verbunden. - In dem in
1b dargestellten Zustand wurde das Stativ5 unter das Trageteil6 gefahren, ausgefahren und eine Verbindung zwischen dem Trageteil6 und dem zweiten Supportteil8 hergestellt. Demnach ist das Trageteil6 des Adapters2 sowohl mit dem ersten Supportteil7 als auch mit dem zweiten Supportteil8 jeweils spielfrei verbunden. Das Gewicht des Roboterarms3 wird somit sowohl vom Operationstisch4 als auch vom Stativ5 getragen, so dass die statischen und dynamischen Kräfte, die durch das Eigengewicht und eine Bewegung des Roboterarms3 entstehen, von zwei Supportstrukturen getragen werden und so eine Bewegung des Operationstischs4 verringert oder vermieden wird. Das Stativ5 ist beispielsweise absenkbar, so dass es anstatt auf Rädern auf einem Basisteil oder Fuß ruht und somit eine noch höhere Standfestigkeit aufweist. - Soll der Roboterarm
3 vom Operationstisch4 entfernt werden, so wird die Verbindung zwischen dem Trageteil6 des Adapters2 und dem ersten Supportteil7 gelöst. Wird danach das Stativ ausgefahren oder die Absenkung auf das Basisteil aufgehoben, so wird der Roboterarm3 , wie in1c gezeigt, ausschließlich vom Stativ5 getragen. - Die
3 zeigt eine dreidimensionale Ansicht des Trageteils6 . Das Trageteil6 besteht im Wesentlichen aus einem hülsenartigen Bereich9 und einer Platte10 . Der hülsenartige Bereich9 dient der spielfreien Fixierung mit dem zweiten Supportteil8 , die Platte10 der spielfreien Verbindung mit dem ersten Supportteil7 . - Der hülsenartige Bereich
9 besteht, wie in4 dargestellt, im Wesentlichen aus zwei Halbschalen12 und13 , die an einer ihrer Verbindungslinien mittels eines Stifts14 scharnierartig verbunden sind. Die beiden Halbschalen12 und13 können somit einen zylinderartigen Innenraum bilden. An der anderen Verbindungslinie zwischen den beiden Halbschalen12 und13 ist der in3 dargestellte Exzenterhebel11 vorgesehen, um die beiden Halbschalen12 und13 zu schließen, also aufeinander zuzubewegen. Werden die beiden Halbschalen12 und13 geschlossen, so wird eine Klemmkraft auf ein zylindrisches Grundteil15 des zweiten Supportteils8 (siehe6 ) zwischen den Halbschalen12 und13 ausgeübt, so dass eine spielfreie Fixierung zwischen dem Trageteil6 und dem zweiten Supportteil8 besteht. Das zweite Supportteil8 weist darüber hinaus einen Flansch16 auf, mittels dessen es auf dem Stativ5 verschraubt ist. - Die äußere Kante des in den hülsenartigen Bereich
9 des Trageteils6 einführbaren Grundteils15 ist angeschrägt und bildet so eine Zentrierhilfe, die das Einführen des zweiten Supportteils8 in den hülsenartigen Bereich des Trageteils6 vereinfacht. - Aufgrund des zylindrischen Presssitzes des zweiten Supportteils
8 im Trageteil6 ist eine spielfreie Fixierung der beiden Teile zueinander in verschiedenen Relativpositionen möglich. Dadurch kann beispielsweise ein Höhenausgleich geschaffen werden. - Die
5a bis5c zeigen drei verschiedene dreidimensionale Ansichten des ersten Supportteils7 . In der Rückansicht in5a sind zwei C-förmige Klemmen17 erkennbar, mittels derer das zweite Supportteil7 an einer am Operationstisch4 angeordneten Schiene befestigt wird. Über Rändelschrauben18 wird eine Klemmkraft aufgebracht, die das erste Supportteil7 sicher an der Schiene und damit am Operationstisch4 fixiert. - Die
5b und5c zeigen die Vorderseite des ersten Supportteils7 aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Auf der Vorderseite einer Grundplatte des ersten Supportteils7 sind zwei taschenartige Schienen20 ausgebildet, in die die Platte10 des Trageteils6 einführbar ist. Um das Einführen der Platte10 in die Schienen20 zu vereinfachen, ist eine Zentrierhilfe mit zwei schrägen Leitflächen21 und zwei weiteren schrägen Leitflächen22 vorgesehen. Beim Annähern des Trageteils6 an das erste Supportteil7 erfolgt eine Führung der Platte10 durch die sich trichterförmig erweiternden Führungsflächen21 , wodurch eine horizontale Zentrierung senkrecht zur Annäherungsrichtung erzielt wird. Beim Absenken der Platte10 in die aus den Schienen20 gebildete Tasche besorgen die beiden schrägen Führungsflächen22 eine horizontale Zentrierung in der vorhergehend genannten Annäherungsrichtung. - Um einen spielfreien Sitz der Platte
10 in der Tasche zu gewährleisten, sind am Boden der Tasche zwischen der Grundplatte, dem Taschenboden und den Seiten der Schienen20 zwei schräge Führungsflächen23 vorgesehen. An diesen gleitet die Platte10 ab, bis sie aufgrund der Schwerkraft spielfrei in den Schienen20 sitzt. Durch die schrägen Führungsflächen23 lassen sich Fertigungstoleranzen in der Platte10 oder den Schienen20 ausgleichen. - Die spielfreie Verbindung zwischen dem ersten Supportteil
7 und dem Trageteil6 wird durch das Eigengewicht des Trageteils6 und insbesondere des damit verbundenen Roboterarms3 gewährleistet. Durch die Gewichtskraft wird die Platte10 auf den Boden der durch die Schienen20 gebildeten Tasche gedrückt, bis die Platte10 über die Führungsflächen23 in ihre Endposition rutscht. Somit ist die Platte10 in horizontaler Richtung sowie in Richtung der Schwerkraft gegenüber dem ersten Supportteil7 fixiert. Aufgrund des Eigengewichts des Trageteils6 und des Roboterarms3 ist ein Herausheben der Platte10 aus dem taschenartigen Schienen20 ohne willentliche äußere Krafteinwirkung nicht möglich. - Befindet sich die Platte
10 in ihrer Endposition am Boden der von den Schienen20 gebildeten Tasche, so wird die Platte10 und somit das Trageteil6 durch Umlegen des Hebels19 zusätzlich gesichert. Durch eine Bewegung des Hebels19 wird ein Bolzen24 in eine Arretierposition gebracht, in der er das Entfernen der Platte10 aus den Schienen20 verhindert. Optional erfüllt der Bolzen24 nicht nur eine Sicherungsfunktion, sondern trägt auch zur spielfreien Fixierung von Trageteil6 und erstem Supportteil7 bei, indem er die Bewegungsfreiheit der Platte10 nach oben verhindert. Alternativ erfolgt die spielfreie Fixierung ausschließlich durch den Bolzen24 . - Die Schienen
20 bilden eine Führungsvorrichtung zwischen dem ersten Supportteil7 und dem Trageteil6 , der hülsenartige Bereich9 bildet eine Führungsvorrichtung zwischen dem zweiten Supportteil8 und dem Trageteil6 . Die Führungsvorrichtungen, die Platte10 am Trageteil6 und das zylinderartige Grundteil15 am zweiten Supportteil8 sind so ausgestaltet und angeordnet, dass die Vorschubrichtung der Platte10 in den Schienen20 und die Vorschubrichtung des Grundteils15 im hülsenartigen Bereich9 zueinander parallel sind. Bevorzugt sind diese Vorschubrichtungen vertikal, also in Richtung der Schwerkraft, orientiert. - Das medizinische System
1 weist vier optionale Sensoren auf. Der erste Sensor überwacht, ob ein Kontakt zwischen dem Trageteil6 und dem ersten Supportteil7 besteht. Der zweite Sensor überwacht, ob sich der Hebel19 in einer Position befindet, in der der Bolzen24 ein Herausrutschen der Platte10 aus den taschenartigen Schienen20 verhindert. Der dritte Sensor überwacht, ob ein Kontakt zwischen dem Trageteil6 und dem zweiten Supportteil8 besteht. Der vierte Sensor überwacht, ob sich der Hebel11 in einer Position befindet, in der der hülsenartige Bereich9 eine Klemmkraft auf das Grundteil15 des zweiten Supportteils8 ausübt. - Eine nicht dargestellte Steuerelektronik verhindert eine Betätigung des Roboterarms
3 , wenn dieser nicht an mindestens einer Supportstruktur, also dem Operationstisch4 oder dem Stativ5 , befestigt ist. Der Roboterarm3 ist am Operationstisch4 befestigt, wenn der erste Sensor einen Kontakt zwischen Trageteil6 und erstem Supportteil7 detektiert und der zweite Sensor einen geschlossenen Bolzen24 detektiert. Eine feste Verbindung zwischen dem Roboterarm3 und dem Stativ5 besteht, wenn der dritte Sensor einen Kontakt zwischen dem Trageteil6 und dem zweiten Supportteil8 detektiert und der vierte Sensor den geschlossenen Zustand des Hebels11 detektiert. Die Ausgangsdaten der vier Sensoren können weiterhin dazu verwendet werden, eine Höhenverstellung des Stativs5 nur dann zuzulassen, wenn das Trageteil6 gegenüber dem ersten Supportteil7 fixiert ist. - In den Figuren nicht erkennbar ist eine Sicherungsvorrichtung, die eine Relativbewegung des zylindrischen Grundteils
15 des zweiten Supportteils8 im hülsenartigen Bereich9 des Trageteils6 verhindert, solange sich die Platte10 des Trageteils6 nicht in ihrer Endposition in der aus den Schienen20 gebildeten Tasche am ersten Supportteil7 befindet. Dazu wird beispielsweise ein Bolzen verwendet, der in einer Position die vorgenannte Relativbewegung blockiert. Dieser Bolzen wird über einen Hebelmechanismus radial von der Mittelachse des hülsenartigen Bereichs9 wegbewegt, wenn der Hebel über die schräge Fläche25 in der Grundplatte des ersten Supportteils7 gleitet. Dies ist der Fall, wenn die Platte10 des Trageteils6 in die aus den Schienen20 gebildete Tasche am ersten Supportteil7 geschoben wird. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - US 5657429 [0002]
- - US 5553198 [0002]
Claims (14)
- Adapter (
2 ) zur Fixierung eines Medizingerätes (3 ) an einer oder zwei Supportstrukturen (4 ,5 ), dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (2 ) dreiteilig aus einem Trageteil (6 ) und zwei Supportteilen (7 ,8 ) aufgebaut ist, wobei das Trageteil (6 ) mit dem Medizingerät (3 ) verbindbar ist, das erste Supportteil (7 ) mit einer ersten Supportstruktur (4 ) verbindbar ist und das zweite Supportteil (8 ) mit einer zweiten Supportstruktur (5 ) verbindbar ist, und der Adapter (2 ) zumindest drei Zustände einnehmen kann, wobei im ersten Zustand das Trageteil (6 ) spielfrei nur mit dem ersten Supportteil (7 ) verbunden ist, im zweiten Zustand das Trageteil (6 ) spielfrei nur mit dem zweiten Supportteil (8 ) verbunden ist und im dritten Zustand das Trageteil (6 ) spielfrei mit dem ersten Supportteil (7 ) und dem zweiten Supportteil (8 ) verbunden ist. - Adapter (
2 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trageteil (6 ) und das erste Supportteil (7 ) in genau einer Position spielfrei miteinander verbindbar sind. - Adapter (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Vorschubteil (10 ) am Trageteil (6 ), das dazu ausgebildet ist, in taschenartige Schienen (20 ) am ersten Supportteil (7 ) eingeführt zu werden. - Adapter (
2 ) nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch mindestens eine schräge Anlagefläche (23 ) am Ende der taschenartigen Schienen (20 ) am ersten Supportteil (7 ). - Adapter (
2 ) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, gekennzeichnet durch eine Zentrierhilfe (21 ,22 ) zur Vereinfachung der Verbindung zwischen dem Trageteil (6 ) und dem ersten Supportteil (7 ). - Adapter (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Verschluss (19 ,24 ) zur Sicherung des Trageteils (6 ) gegenüber dem ersten Supportteil (7 ). - Adapter (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Trageteil (6 ) und das zweite Supportteil (8 ) in mehreren Relativpositionen spielfrei miteinander verbindbar sind. - Adapter (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Supportteil (8 ) ein zylindrisches Grundteil (15 ) aufweist, das in einen hülsenartigen Bereich (9 ) des Trageteils (6 ) einführbar ist. - Adapter (
2 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der hülsenartige Bereich (9 ) des Trageteils (6 ) aus zwei Halbschalen (12 ,13 ) besteht, die mittels eines Scharniers miteinander verbunden sind und durch einen Verschlussmechanismus (11 ) verschließbar sind. - Adapter (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine Zentrierhilfe zur Vereinfachung der Verbindung zwischen dem Trageteil (6 ) und dem zweiten Supportteil (8 ). - Adapter (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Trageteil (6 ) und dem zweiten Supportteil (8 ) erst trennbar ist, wenn eine Verbindung zwischen dem Trageteil (6 ) und dem ersten Supportteil (7 ) besteht. - Medizinisches System (
1 ), aufweisend ein Medizingerät (3 ), eine erste Supportstruktur (4 ), eine zweite Supportstruktur (5 ) und einen Adapter (2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 11. - Medizinisches System (
1 ) nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch mindestens einen Sensor zur Erfassung eines Zustands des Adapters (2 ). - Medizinisches System (
1 ) nach einem der Ansprüche 12 oder 13, gekennzeichnet durch eine Markervorrichtung an zumindest einem der Teile (6 ,7 ,8 ) des Adapters (2 ).
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE202008009571U DE202008009571U1 (de) | 2008-07-16 | 2008-07-16 | Adapter zur Fixierung eines Medizingerätes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
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| DE202008009571U Expired - Lifetime DE202008009571U1 (de) | 2008-07-16 | 2008-07-16 | Adapter zur Fixierung eines Medizingerätes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202008009571U1 (de) |
Cited By (14)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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