DE202008008438U1 - Möbel - Google Patents
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Abstract
Möbel,
mit plattenförmigen Elementen, die liegend – wie als Ablagefläche – oder aufrecht – wie als Stütze oder Türblatt – angeordnet sind,
wobei ein Element mehrschichtig aufgebaut ist, mit einem Kern und einer den Kern abdeckenden Dekorschicht,
wobei der Kern im Wesentlichen die Schichtdicke des Elementes bestimmt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kern (6) durch eine Glasplatte gebildet ist, und dass die Dekorschicht eine Holzoptik aufweist.
mit plattenförmigen Elementen, die liegend – wie als Ablagefläche – oder aufrecht – wie als Stütze oder Türblatt – angeordnet sind,
wobei ein Element mehrschichtig aufgebaut ist, mit einem Kern und einer den Kern abdeckenden Dekorschicht,
wobei der Kern im Wesentlichen die Schichtdicke des Elementes bestimmt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kern (6) durch eine Glasplatte gebildet ist, und dass die Dekorschicht eine Holzoptik aufweist.
Description
- Die Neuerung betrifft ein Möbel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Derartige Möbel sind aus der Praxis bekannt. Bei Kastenmöbeln können beispielsweise Ablageböden oder seitliche Wangen, Deckelrückseite oder vordere Türblätter als jeweils plattenförmiges Element ausgestaltet sein, welches einen Kern aus einem Holzwerkstoff aufweist, beispielsweise eine MDF-Platte, und welches ringsum mit einer Dekorschicht versehen ist, beispielsweise mit einer Lack- oder Dekorfolie oder mit einem Echtholzfurnier. Üblicherweise wird der Kern ringsum mit der Dekorschicht versehen, also auf den beiden Plattenflächen sowie auf der ringsum verlaufenden Schmalkante des plattenförmigen Elementes.
- Die verwendeten Holzwerkstoffe weisen bei ausreichend bemessener Schichtdicke eine hervorragende Stabilität auf, um auch schwere Lasten aufnehmen zu können. Dies gilt sowohl für die vorgenannten Kastenmöbel als beispielsweise auch für Tische, wo die Tischplatte das plattenförmige Element im Sinne des vorliegenden Vorschlages darstellt.
- Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Möbel dahingehend zu verbessern, dass dieses bei einer möglichst geringen Schichtstärke des plattenförmigen Elementes eine hohe Belastbarkeit quer zur Plattenfläche des Elementes sicherstellt.
- Diese Aufgabe wird durch ein Möbel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Die Neuerung schlägt mit anderen Worten vor, das plattenförmige Element mit einem Kern in Form einer Glasplatte zu versehen. Glasplatten an sich sind im Möbelbereich seit langem bekannt. Sie dienen als Türen, als Tischplatten, als Korpus wie z. B. von als Vitrinen bezeichneten Kastenmöbeln, sowie als Ablageböden in Regalen oder Vitrinen. Es ist bekannt, dass die Glasplatten eine hohe Traglast aufnehmen können, die quer zur Plattenfläche einwirkt, beispielsweise auf eine Ablageplatte einwirkt, selbst wenn diese gläserne Ablageplatte eine Schichtdicke aufweist, die erheblich unter der Schichtdicke einer Holzplatte bzw. einer aus Holzwerkstoffen gefertigten Platte liegt, welche zur Aufnahme der gleichen Belastungen ausgelegt ist. Die aus der Praxis bekannten Glasplatten können durchsichtig, also transparent ausgeführt sein, z. B. als Klarglas oder als getöntes Glas, oder sie können undurchsichtig und lichtdurchlässig, also transluzent ausgeführt sein, z. B. indem sie satiniert bzw. mattiert sind oder als Milchglas eingefärbt sind, oder indem sie Blasen enthalten, wie dies z. B. von Tischplatten bekannt ist.
- Stets ist die Lichtdurchlässigkeit oder sogar Durchsichtigkeit der Platten wesentlich bei der Auswahl der Glasplatten als plattenförmiges Element eines Möbels. Neuerungsgemäß wird in Abkehr davon überraschend vorgeschlagen, die ansonsten typische Eigenschaft der Glasplatte, nämlich ihre Transparenz oder Transluzenz, aufzugeben und die Glasplatte vielmehr nur als strukturellen, festigkeitsgebenden Kern der Platte anzusehen, und diesen Kern mit einer Dekorschicht zu versehen, welche eine Holzoptik aufweist. Das ansonsten bei der Verwendung von Glasplatten typische Erscheinungsbild wird vorschlagsgemäß bewusst verlassen und es wird vielmehr ein plattenförmiges Element geschaffen, welches mit extrem geringer, und zwar auffällig geringer Schichtdicke auskommt, verglichen mit der ansonsten optisch vergleichbaren Ausgestaltung einer Platte, die einen Holzwerkstoff als Kern aufweist.
- Als Dekorschicht kann beispielsweise eine Dekorfolie in Holzoptik verwendet werden. Besonders vorteilhaft wird allerdings die Dekorschicht durch ein Echtholzfurnier gebildet. Auf diese Weise erhält das vorschlagsgemäße plattenförmige Element die optische Anmutung einer Holzplatte oder zumindest einer holzfurnierten Platte, allerdings mit überraschend geringer Schichtstärke, was einerseits für die optische Ausgestaltung des Möbels neue und vorteilhafte ästhetische Akzente setzen kann und welches eine Verbesserung des Verhältnisses von dem Raum, den das Möbel beansprucht, zu dem nutzbaren Stauraum innerhalb des Möbels ermöglicht. Beispielsweise können bei gleichen Außenabmessungen im Vergleich zu herkömmlichen Möbeln innen größere Stauräume dadurch verwirklicht werden, dass die plattenförmigen Elemente vorschlagsgemäß ausgestaltet sind und dementsprechend eine deutlich geringere Wandstärke aufweisen. Umgekehrt kann, wenn ein bestimmtes Nutzraumvolumen vorgeschrieben wird, ein Möbel mit besonders geringen Außenabmessungen verwirklicht werden, wenn die plattenförmigen Elemente des Möbels vorschlagsgemäß ausgestaltet sind, beispielsweise als Ablageplatten eines Kastenmöbels, also als Fachböden eines Schrankes oder als Regalböden eines Regals oder dergleichen.
- Vorteilhaft kann als Kern gehärtetes Glas verwendet werden. Dieses ist besonders hoch belastbar und ermöglicht bei geringer Schichtdicke eine überraschend hohe Belastbarkeit. Beispielsweise lässt sich mit einer Glasplatte als Kern, wobei diese Glasplatte eine Schichtdicke von 3 mm aufweist, ein vorschlagsgemäßes plattenförmiges Element herstellen, welches ansonsten mit einer etwa 20 mm starken Holzplatte vergleichbar wäre, also beispielsweise einem plattenförmigen Element, welches eine MDF-Platte als Kern aufweist.
- Die vorschlagsgemäß ausgestalteten plattenförmigen Elemente stellen durch die mit dem gläsernen Kern verbundenen Dekor schichten eine regelrechte Verbundplatte dar, ähnlich wie dies im Bereich von Glasscheiben als so genanntes Verbundglas oder Sicherheitsglas bekannt ist. Sollte ein plattenförmiges Element überlastet werden und brechen, so halten die mit dem Kern verbundenen Dekorschichten die Bruchteile der Glasplatte zusammen und verhindern die Verteilung einer Vielzahl von Splittern.
- Dennoch kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass im Glas eine Verstärkung vorgesehen ist, beispielsweise können Fasern oder eine Gittermatte als Verstärkung verwendet werden aus Materialien, deren Schmelzpunkt so hoch liegt, dass sie bei der Herstellung der Glasplatte problemlos verarbeitet werden können. Beispielsweise kann in an sich bekannter Weise ein Drahtgitter in der Glasplatte vorgesehen sein, welches die Stoß- und Schwingungsbelastbarkeit der Glasplatte verbessert.
- Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird nachfolgend anhand der rein schematischen Darstellungen näher erläutert. Dabei zeigt
-
1 eine perspektivische Ansicht auf ein Möbel mit plattenförmigen Elementen, und -
2 einen Schnitt durch ein plattenförmiges Element. - In
1 ist mit1 insgesamt ein Möbel bezeichnet, welches als Kastenmöbel ausgestaltet ist. Es weist aufrecht stehende Wangen2 auf, einen Deckel3 sowie liegend angeordnete Ablageböden4 und eine Tür mit einem Türblatt5 . Die Ablageböden4 sind als plattenförmige Elemente im Rahmen des vorliegenden Vorschlages ausgestaltet und ihr Aufbau ist näher in2 dargestellt:
Jeder Ablageboden4 weist einen Kern6 auf, der aus einer Glasplatte besteht. Der Kern6 ist ringsum mit einem Holzfurnier7 versehen. Dabei sind die beiden Flächen des Kerns6 , also der Glasplatte, mit einem flächigen Echtholzfurnier versehen, und entlang der umlaufenden Schmalkante des Kerns6 verläuft ein Kantenfurnier8 . - Aufgrund der Verwendung von Echtholzfurnier als Dekorschicht ergibt sich die Möglichkeit, das vorschlagsgemäße plattenförmige Element wie ein vergleichbares Element aus reinen Holzwerkstoffen mit anderen Holzwerkstoffen zu verkleben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Verbindung des Furniers mit der Glasplatte dazu führt, dass ein Verklebungswerkstoff lediglich über ein Viertel oder ein Drittel der Furnierschichtdicke in das Furnier eindringt. An seiner von der Glasplatte, also vom Kern
6 , abgewandten sichtbaren Oberfläche ist das Holzfurnier7 bzw. das Kantenfurnier8 in der Lage, Leim aufzunehmen, so dass der gleiche Verleimungs- bzw. Verzahnungseffekt ermöglicht wird wie er bei der Verleimung zweier furnierter Holzplatten bewirkt wird. Auf diese Weise ist eine gleichermaßen gute Bauteilverbindung durch Verleimung möglich, wie sie ansonsten bei aus Holzwerkstoffen bestehenden Bauelementen ermöglicht wird. - Zudem können andere Bauteilverbindungen ermöglicht werden, indem beispielsweise Bohrungen in den plattenförmigen Elementen vorgesehen sind, so dass sich Verschraubungen, Dübel, Beschlagelemente o. dgl. durch diese Bohrungen erstrecken können und mithilfe dieser an sich bekannten Beschlagtechnik die vorschlagsgemäß ausgestalteten plattenförmigen Elemente mit anderen Bauelementen eines Möbels verbunden werden können.
- Beispielsweise können die vorschlagsgemäßen plattenförmigen Elemente als horizontale Ablageböden vorgesehen sein, die in Nuten eingeschoben werden, wobei diese Nuten an aufrecht stehenden Stützwangen eines Möbels vorgesehen sind. Gegebenenfalls kann zusätzlich eine Verklebung oder Verleimung in nerhalb der Nut erfolgen, so dass sowohl eine formflüssige Verbindung durch die Nut vorgesehen ist, die allein schon ausreichen würde, um das plattenförmige Element sicher innerhalb des gesamten Möbels zu halten, sowie zusätzlich ggf. ein Kraftschluss durch die Verleimung.
- Wenn zwei vorschlagsgemäß ausgestaltete plattenförmige Elemente aneinander stoßen sollen, also Platten mit einem Glaskern, oder wenn ein vorschlagsgemäßes plattenförmiges Element an eine Glasplatte anschließt, die ggf. nicht mit einer Dekorschicht versehen ist, so kann die Verbindung zweier derartiger Platten jeweils über das Glas selbst erfolgen, beispielsweise unter Verwendung von UV-härtenden Klebern. Mithilfe derartiger Klebstoffe lassen sich hochfeste Verbindungen erzielen.
Claims (8)
- Möbel, mit plattenförmigen Elementen, die liegend – wie als Ablagefläche – oder aufrecht – wie als Stütze oder Türblatt – angeordnet sind, wobei ein Element mehrschichtig aufgebaut ist, mit einem Kern und einer den Kern abdeckenden Dekorschicht, wobei der Kern im Wesentlichen die Schichtdicke des Elementes bestimmt, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (
6 ) durch eine Glasplatte gebildet ist, und dass die Dekorschicht eine Holzoptik aufweist. - Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorschicht durch ein Echtholzfurnier (
7 ) gebildet ist. - Möbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasplatte aus gehärtetem Glas besteht.
- Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Glasplatte eine Verstärkung vorgesehen ist.
- Möbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung als Drahtgitter ausgestaltet ist.
- Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbel (
1 ) als Kastenmöbel ausgestaltet ist und das plattenförmige Element einen Ablageboden (4 ) bildet. - Plattenförmiges Element eines Möbels, wie eine Ablageplatte, eine Stützwange oder ein Türblatt, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (
6 ) des Elements durch eine Glasplatte gebildet ist, und dass die Dekorschicht eine Holzoptik aufweist. - Plattenförmiges Element nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, das Element nach einem der Ansprüche 2 bis 5 ausgestaltet ist.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (2)
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- 2009-06-24 DE DE102009026024A patent/DE102009026024A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20081113 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20111117 |
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| R082 | Change of representative |
Representative=s name: PATENTANWAELTE OLBRICHT, BUCHHOLD, KEULERTZ PA, DE |