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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Beleuchtung eines
Anhängers,
abgeschleppten Fahrzeugs oder Anbaus an einem eine Anhängersteckdose
aufweisendes Zugfahrzeug, mit einem Stecker zum Anschließen der
Vorrichtung an das Zugfahrzeug über
die Steckdose sowie mit einer rechten und einer linken Mehrfachleuchte
zum Anbringen an der Rückseite
des Anhängers
oder Anbaus und zum Geben von Lichtsignalen in Abhängigkeit
von an dem Stecker empfangenen Spannungssignalen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft insbesondere solche Vorrichtungen
der eingangs beschriebenen Art, die nicht zum permanenten Verbleib
an der Rückseite
des Anhängers,
abgeschleppten Fahrzeugs oder Anbaus vorgesehen sind, sondern dort nur
vorübergehend
angebracht werden, um einen Anhänger,
ein abgeschlepptes Fahrzeug oder einen Anbau ohne eigene oder funktionierende
Beleuchtungsvorrichtung ordnungsgemäß zu beleuchten. Diese Notwendigkeit
tritt beispielsweise dann auf, wenn es sich bei dem abgeschleppten
Fahrzeug um einen Kraftwagen handelt, dessen Elektrik nicht funktionsfähig ist.
Die Erfindung ist aber nicht auf bestimmte Verwendungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
beschränkt.
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STAND DER TECHNIK
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Bekannte
Vorrichtungen zur Beleuchtung eines Anhängers, abgeschleppten Fahrzeugs
oder Anbaus an einem eine Anhängersteckdose
aufweisendes Zugfahrzeug weisen einen Trägerbalken für die Mehrfachleuchten auf,
wobei die Mehrfachleuchten fest an den Enden des Trägerbalkens
angeordnet sind. Der Trägerbalken
wird an der Rückseite
des Anhängers
oder Anbaus befestigt, wobei die Gefahr besteht, dass der Trägerbalken
seitlich über
den Anhänger
bzw. Anbau übersteht,
weil er breiter als dieser ist, oder aber die Mehrfachleuchten nicht
am seitlichen Rand der Rückseite
des Anhängers
oder Anbaus platziert werden, weil der Balken zu kurz ist, und so
nicht die Breite des Anhängers
oder Anbaus markieren. Von dem Trägerbalken geht ein Anschlusskabel
ab, das an seinem freien Ende den Stecker zum Anschluss an die Anhängersteckdose
trägt,
und dass durch oder längs
des Anhängers
bzw. Anbaus zu der Anhängersteckdose
des Zugfahrzeugs zu führen
ist. Dabei ist die Länge
dieses Kabels auf den maximalen Abstand zwischen dem Trägerbalken
und der Anhängersteckdose
abzustimmen und damit in vielen Fällen viel zu lang. Die überschüssige Länge des
Anschlusskabels muss sorgfältig
gesichert werden, damit sie keine Gefahrenquelle beim Ziehen des
Anhängers
oder Anbaus mit dem Zugfahrzeug darstellt. Auch der Trägerbalken
muss sehr sorgfältig
an der Rückseite
des Anhängers
oder Aufbaus gesichert werden, damit dieser nicht herunterfällt und
als Gefahrenquelle wirkt. Dies ist ohne Beschädigungen des Anhängers z.
B. bei abgeschlepptem PKW schwer zu realisieren.
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AUFGABE DER ERFINDUNG
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Beleuchtung
eines Anhängers, abgeschleppten
Fahrzeugs oder Anbaus an einem eine Anhängersteckdose aufweisendes
Zugfahrzeug der eingangs beschriebenen Art aufzuzeigen, die die geschilderten
Merkmale des Stands der Technik beseitigt, indem sie die technische
Voraussetzung für eine
zugleich einfache und sichere Handhabung bereitstellt.
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LÖSUNG
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Die
Aufgabe der Erfindung wird durch eine Vorrichtung zur Beleuchtung
mit den Merkmalen des unabhängigen
Schutzanspruchs 1 gelöst.
Bevorzugte Ausführungen
der neuen Vorrichtung sind in den abhängigen Schutzansprüchen 2 bis
13 definiert.
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BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Bei
der neuen Vorrichtung zur Beleuchtung eines Anhängers, abgeschleppten Fahrzeugs
oder Anbaus an einem eine Anhängersteckdose
aufweisendes Zugfahrzeug ist der Stecker mechanisch mit den Mehrfachleuchten
nicht verbunden. Stattdessen ist den Steckern ein Sender zugeordnet,
der die an dem Stecker empfangenen Spannungssignale in nicht drahtgebundene
Signale umwandelt und diese nicht drahtgebundenen Signale aussendet,
und indem den Mehrfachleuchten mindestens eine Batterie und ein
von der Batterie versorgter Empfänger
zugeordnet sind, der die nicht drahtgebundenen Signale empfängt und
in Spannungssignale umwandelt, welche er den Mehrfachleuchten zuführt. Bei
der neuen Vorrichtung entfällt
das Anschlusskabel zwischen den Mehrfachleuchten und dem Stecker.
Entsprechend ist kein Aufwand für
die Verlegung dieses Anschlusskabels und keine Obacht für die Sicherung desselben
aufzuwenden. Der dafür
in technischer Hinsicht für
den Sender des Steckers und den Empfänger und die Batterie der Mehrfachleuchten
zu betreibende Aufwand ist begrenzt und wird nicht nur durch den
Komfortgewinn beim sicheren Anbringen der neuen Vorrichtung sondern
auch durch Kosteneinsparung für
das Anschlusskabel aufgewogen.
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Zusätzlich kann
bei der neuen Vorrichtung jede Mehrfachleuchte ein Gehäuse aufweisen,
das gegenüber
dem Gehäuse
der anderen Mehrfachleuchte in allen Richtungen beweglich ist. Hierdurch können die
Mehrfachleuchten unabhängig
von einander in die idealen Positionen auf ihrer jeweiligen Seite des
Anhängers
oder Anbaus an der Rückseite
des Anhängers
oder Anbaus angebracht werden.
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Trotz
der Beweglichkeit der Gehäuse
der beiden Mehrfachleuchten gegeneinander können diese mechanisch miteinander
verbunden sein. Vorzugsweise ist dies aber nicht der Fall. Sie sind
allenfalls über
ein Spiralkabel miteinander verbunden, das zur Übertragung elektrischer Energie
und von Spannungssignalen benutzt werden kann oder auch nur zur
wechselseitigen Sicherung der beiden Gehäuse.
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Jede
Batterie und jeder Empfänger
der Mehrfachleuchten kann in das Gehäuse einer Mehrfachleuchte oder
die Gehäuse
der Mehrfachleuchte integriert sein. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, für die Batterie
und den Empfänger
ein separates Gehäuse
vorzusehen.
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Der
Sender des Steckers ist aber in jedem Fall vorzugsweise in ein Gehäuse des
Steckers integriert, damit an dem Zugfahrzeug nichts außer dem Stecker
angebracht werden muss.
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Zusätzlich zu
dem Sender und möglicherweise
in diesen integriert kann der Stecker eine Einrichtung zum Simulieren
des Energieverbrauchs von elektrischen Leuchtmitteln aufweisen.
Er kann so der Bordelektronik des Zugfahrzeugs das ordnungsgemäße Funktionieren
der Vorrichtung zur Beleuchtung signalisieren, ohne dass über den
Stecker tatsächlich elektrisch
Energie zu elektrischen Leuchtmitteln fließt.
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Dabei
ist es bevorzugt, wenn den Mehrfachleuchten ihrerseits ein Sender
zugeordnet ist, der ein Bestätigungssignal
an einen dem Stecker zugeordneten Empfänger übermittelt, wenn ein über das
nicht drahtgebundene Signal angefordertes Leuchtmittel der Mehrfachleuchten
aktiviert wurde. Dann können die
Einrichtungen zum Simulieren so betrieben werden, dass sie tatsächlich nur
dann die ordnungsgemäße Funktion
der Beleuchtung signalisieren, wenn diese auch vorliegt, bzw. anderenfalls
einen Fehler signalisieren.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn jede Batterie der Mehrfachleuchten mit einer
Spannungsversorgung des Zugfahrzeugs wieder aufladbar ist. Zu diesem
Zweck kann an jedem Gehäuse
der Mehrfachleuchten, oder auch einem zusätzlichen Gehäuse, in
dem eine Batterie angeordnet ist, eine Ladebuchse vorgesehen sein.
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Der
Stecker der neuen Vorrichtung ist vorzugsweise an einem Ende als
7-poliger und am anderen Ende als 13-poliger Stecker ausgebildet,
so dass er universell, d. h. unabhängig von der Polzahl der Anhängersteckdose
am Zugfahrzeug einsetzbar ist. Je nach geltendem Standard können auch
andere Polzahlen an den verschiedenen Enden des Steckers vorliegen.
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Um
das Gehäuse
der Mehrfachleuchten möglichst
einfach an der Rückseite
des jeweiligen Anhängers
oder Anbaus zu sichern, kann an jedem Gehäuse der Mehrfachleuchten ein
Haltemagnet und/oder eine Saughalterung vorgesehen sein. Alternativ
können
hier Befestigungsgurte und/oder Befestigungsösen für eine Befestigung mit Spannbändern vorgesehen
sein. Auch bei den Befestigungsgurten handelt es sich vorzugsweise
um Spanngurte.
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Die
Mehrfachleuchten weisen vorzugsweise LED-Leuchtmittel auf. Diese
zeichnen sich nicht nur durch einen niedrigen Energieverbrauch aus,
so dass deren anhaltende Energieversorgung aus der Batterie der
Mehrfachleuchten möglich
ist, sondern auch durch eine hohe Robustheit, die weit über diejenige
von Glühbirnen
als Leuchtmittel hinausgeht. Dies ist für nicht permanent montierte
Mehrfachleuchten von großem
Vorteil.
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Die
Mehrfachleuchten umfassen regelmäßig drei
Kammern für
die Farben weiß (Rückwärtsfahrt), gelb
(Fahrtrichtungsanzeiger, Warnblinker) und rot (Rücklicht und Bremslicht). Zumindest
sind die Farben gelb und rot vertreten.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Schutzansprüchen, der
Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung
genannten Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer
Merkmale sind lediglich beispielhaft und können alternativ oder kumulativ
zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen
erzielt werden müssen.
Weitere Merkmale sind den Zeichnungen – insbesondere den dargestellten
Geometrien und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander
sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung – zu entnehmen.
Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen
der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Schutzansprüche ist ebenfalls
abweichend von den gewählten
Rückbeziehungen
der Schutzansprüche
möglich
und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in
separaten Zeichnungen dargestellt sind oder bei deren Beschreibung
genannt werden. Diese Merkmale können
auch mit Merkmalen unterschiedlicher Schutzansprüche kombiniert werden. Ebenso
können
in den Schutzansprüchen
aufgeführte
Merkmale für
weitere Ausführungsformen
der Erfindung entfallen.
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KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von zwei Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen näher
erläutert
und beschrieben.
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1 zeigt
schematisch die Bestandteile der neuen Vorrichtung zur Beleuchtung
in einer ersten Ausführungsform;
und
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2 zeigt
schematisch die Bestandteile einer zweiten Ausführungsform der neuen Vorrichtung zur
Beleuchtung.
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FIGURENBESCHREIBUNG
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Die
in 1 gezeigte Vorrichtung 1 dient zur Beleuchtung
eines Anhängers,
abgeschleppten Fahrzeugs oder Anbaus an einem Zugfahrzeug, das eine
für einen
Stecker 2 der Vorrichtung 1 passende Anhängersteckdose
aufweist. Der Stecker 2 weist an einem Ende einen 13-poligen
Steckeinsatz 3 und am anderen Ende einen 7-poligen Steckeinsatz 4 auf. Dabei
weist der Stecker 2 ein starr zusammenhängendes Gehäuse 5 auf. In dem
Gehäuse 5 befindet sich
ein Sender 6, der an dem Stecker 2, nachdem er in
die Anhängersteckdose
eingesteckt wurde, anliegende Spannungssignale in nicht drahtgebundene Signale 7 umwandelt
und diese nicht drahtgebundenen Signale 7 aussendet. Insbesondere
handelt es sich bei den nicht drahtgebundenen Signalen 7 um elektromagnetische
Signale. Es kann sich z. B. aber auch um Signale mit Schall als
Trägerwelle
handeln. Die nicht drahtgebundenen Signale 7 werden von Empfängern 8 empfangen,
die in Gehäusen 9 von Mehrfachleuchten 10 und 11 angeordnet
sind. Die Mehrfachleuchten 10 und 11 sind zur
Befestigung an der Rückseite
des jeweiligen Anhängers
oder Anbaus vorgesehen, und zwar nahe dessen seitlicher Begrenzungen,
wobei die Mehrfachleuchte 10 mit einem ”L” gekennzeichnet ist, weil
sie in Fahrtrichtung gesehen links anzuordnen ist, während die
Mehrfachleuchte 11 mit einem ”R” gekennzeichnet ist, weil sie
in Fahrtrichtung gesehen rechts anzuordnen ist. Zur Befestigung
weisen beide Mehrfachleuchten jeweils einen rückwärtig angeordneten Haltemagnet 12 auf.
Jede Mehrfachleuchte 10 bzw. 11 verfügt über eine
eigene Versorgung mit elektrischer Energie in Form einer wiederaufladbaren
Batterie 13. Zum Wiederaufladen der Batterie 13 ist
jeweils eine Ladebuchse 14 für den Anschluss eines Ladekabels
vorgesehen. Insbesondere ist die Ladebuchse 14 auf ein solches
Ladekabel abgestimmt, das über
das Bordnetz des jeweiligen Zugfahrzeugs zum Aufladen der Batterie 13 mit
Spannung versorgt werden kann. Die Batterie 13 in jeder
Mehrfachleuchte 10 bzw. 11 versorgt den dortigen
Sender 8, so dass dieser die von ihm empfangenen nicht
drahtgebundenen Signale 7 in Spannungssignale zum Ansteuern
von Leuchtmitteln in einzelnen Kammern 15 bis 17 der
Mehrfachleuchten 10 und 11 umwandeln kann. So
blinken beispielsweise die Leuchtmittel in der Kammer 16,
wenn beim Zugfahrzeug der linke Fahrtrichtungsanzeiger betätigt wird.
Die Leuchtmittel in den Kammern 15 bis 17 sind
vorzugsweise LED, um den Energieverbrauch aus der jeweiligen Batterie 13 bei
hoher Leuchtleistung möglichst
klein zu halten.
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Während die
Gehäuse 9 der
Mehrfachleuchten 10 und 11 bei der Ausführungsform
der Vorrichtung 1 gemäß 1 gar
nicht miteinander Verbunden sind, stehen sie bei der Ausführungsform
der Vorrichtung 1 gemäß 2 über Spiralkabel 18 miteinander
in Verbindung, die jeweils zu einem zusätzlichen Gehäuse 19 führen, in
dem ein zentraler Empfänger 8 und
eine zentrale Batterie 13 untergebracht sind. Von dem zentralen
Empfänger 8 werden
die Spannungssignale über
die Spiralkabel 18 als elektrische Leitungen zu den Mehrfachleuchten 10 und 11 übertragen.
Zudem ist der Sender 8 hier so ausgebildet, dass er in
Gegenrichtung zu dem nicht drahtgebundenen Signalen 7 Bestätigungssignale
zu dem Sender 6 in dem Stecker 2 sendet, die das
richtige Ansteuern der Leuchtmittel in den Kammern 15 bis 17 der
Mehrfachleuchten 10 und 11 bestätigen. Daraufhin
signalisiert der Sender 6 in dem Stecker 2 über den
jeweils aktiven Steckeinsatz 3 oder 4 eine ordnungsgemäße Funktion
der Vorrichtung 1, beispielsweise indem er einen Verbrauch
in der richtigen Größenordnung
zwischen den richtigen Polen des Steckers 2 simuliert.
Statt der Haltemagneten 12 sind zur Befestigung der Gehäuse 9 und 19 bei
der Ausführungsform
der Vorrichtung 1 gemäß 2 Befestigungsösen 20 vorgesehen,
an denen Spannbänder über Spanngurte
zum Festlegen der Gehäuse 9 und 19 angebracht
werden können.
Die Befestigungsösen
können
aber beispielsweise auch dazu benutzt werden, die Gehäuse 9 und 19 an
separaten Haltemagneten oder Saughalterungen festzulegen.
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- 1
- Vorrichtung
- 2
- Stecker
- 3
- Steckeinsatz
- 4
- Steckeinsatz
- 5
- Gehäuse
- 6
- Sender
- 7
- nicht
drahtgebundenes Signal
- 8
- Empfänger
- 9
- Gehäuse
- 10
- Mehrfachleuchte
- 11
- Mehrfachleuchte
- 12
- Haltemagnet
- 13
- Batterie
- 14
- Ladebuchse
- 15
- Kammer
- 16
- Kammer
- 17
- Kammer
- 18
- Spiralkabel
- 19
- Gehäuse
- 20
- Befestigungsöse