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Die
Erfindung betrifft eine Schulterbandage zur Ruhigstellung der Schulter
nach Schulter- und Oberarmverletzungen, die im medizinischen und
orthopädischen Bereich zur posttraumatischen oder postoperativen
Ruhigstellung, wie u. a. von Schulterverletzungen, Schulterblattfrakturen,
Frakturen im Schulter- und Oberarmbereich angewandt wird.
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Auf
Grund des Indikationsfeldes von Schulterbandagen, eine fixierende,
führende und/oder unterstützende Funktion der
Extremitäten des menschlichen Körpers sicher zu
stellen, müssen diese Bandagen den anatomischen Gegebenheiten
entsprechend ausgelegt und angepasst sein, um zum einen eine möglichst
hohe Therapiesicherheit zu erreichen und zum anderen aber auch ein
schmerzfreies Anlegen und Tragen sowie einen möglichst
behinderungsfreien und angenehmen Tragekomfort zu gewährleisten.
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Aus
der
EP 0 0988 006
B1 ist beispielsweise eine den Oberarm fixierende Bandage
bekannt, die aus einem halbschalenförmig ausgeformten Oberteil mit
einer kappenförmigen Ausprägung zur Einbettung
des Schultergelenks und einem halbschalenförmig ausgeformten
Unterteil mit einer Einfassung des Ellenbogen gelenks besteht, wobei
das Oberteil, das auf der erkrankten Schulter aufliegt, und das
Unterteil miteinander über einen Gurt verbunden sind, über
die die verletzte Schulter zur unverletzten Schulter und dann über
die Brust bis in den Handgelenkbereich als Tragegurt geführt
ist. Eine derartig ausgebildete Bandage ist jedoch nachteilig, da
einerseits ein Druck von oben auf die verletzte Schulter ausgeübt
wird, der sich negativ auf den Heilungsprozess auswirkt und auch
Schmerzen beim Patienten hervorrufen kann und andererseits entstehen
bei einer angelegten Bandage infolge des schalenförmig
ausgebildeten Ober- und Unterteils kaum belüftete Kontaktflächen,
die zu einer verstärkten Schweißbildung führen können,
die den Tragekomfort erheblich beeinträchtigen.
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Aus
der
EP 0 911 005 A2 ist
eine Bandage bekannt, die aus einem u-förmigen Oberarmteil
besteht, der auf der verletzten Schulter aufliegt und einem damit
verbundenen Unterarmteil, das bei einem angewinkelten Unterarm von
ungefähr 90° im ulnaren Unterarmbereich liegt,
wobei sich ebenfalls am Oberarmteil der Tragegurt anschließt,
der ausgehend von der verletzten Schulter zur unverletzten Schulter geführt
ist. Auch hier ist nachteilig, dass das Oberarmteil auf der verletzten
Schulter aufliegt und der Tragegurt über einen Abschnitt
der verletzten Schulter verläuft und folglich auch einen
Druck von oben auf die verletzte Schulter ausübt. Darüber
hinaus kann auch durch die Lage des Unterarmteils im ulnaren Unterarmbereich
eine verstärkte Schweißbildung nicht ausgeschlossen
werden.
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Aus
der
DE 10 2006
028 385 B3 ist eine Schulterbandage bekannt, die im wesentlichen
aus zwei in einem Winkel von 90° kreuzenden Bänder
besteht, deren Enden in Form einer Acht verbunden sind, wobei die
eine Schlaufe eine Auflage auf die verletzte Schulter bildet, an
der sich der Tragegurt anschließt, der rückseitig über
die unverletzte Schulter und über die Brust geführt
ist und den angewinkelten Unterarm in einer Schlaufe umläuft
und die andere Schlaufe eine Ellenbogeneinlage bildet, an die sich ein
Band zur Verbindung einer Handfixierung anschließt, die
mit dem Halteband verbunden ist. Auch mit dieser Bandage wird durch
die Auflage der Schlaufe auf die verletzte Schulter ein Druck von oben
auf die verletzte Schulter ausgeübt, der sich nachteilig
auf die Heilung auswirkt und auch Schmerzen beim Patienten verursachen
kann.
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Aus
der
AT 396 649 B ist
ein Bandagensystem zur Fixierung von gelenknahen Oberarmfrakturen
sowie Verletzungen der Schulter bekannt, das aus einem breiten Brustgurt
besteht, an dem ein Oberarm- und Unterarmgurt sowie eine Handfixierung
und zusätzlich ein Schultergurt festgelegt sind. Dieses
Bandagensystem beeinträchtigt wesentlich den Tragekomfort,
da der Brustgurt mit einer ausreichenden Spannung am Körper
anzulegen ist, um den Oberarm und den Unterarm stabil zu führen
und zu fixieren. Diese Spannung führt einerseits zu Einschneidungen
und andererseits zu einem auf den Oberkörper einwirkenden
Druck, was für den Patienten mit der Tragedauer als äußerst
unangenehm empfunden wird. Vielmehr, durch die Fixierung des Unterarms
ausschließlich über die Handfixierung wird der
Brustgurt sehr stark einseitig belastet, was mit der Tragedauer
die Lagestabilität des Brustgurts aber auch den Tragekomfort
zusätzlich negativ beeinflusst. Darüber hinaus
ist eine verstärkte Schweißbildung unter dem breiten
Brustgurt nicht zu verhindern, die auch nach längerem Tragen
zu Hautentzündungen führen kann.
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Aus
der
DE 40 29 662 C1 ist
eine Fixierbandage und ihre Verwendung bekannt, die aus einem einteiligen
Band mit einer Länge besteht, die es erlaubt, das eine
Ende in einer Schlaufe um den angewinkelten Unterarm zu legen und
das andere über die unverletzte Schulter schräg über
den Rücken und einmal in Taillenhöhe um den Oberkörper
herum bis zum Oberarm der verletzten Schulter und um diesen herum
zu führen und rückläufig auf einen den
Oberkörper umschlingenden Abschnitt festzulegen. Der Nachteil
ist, dass der Unterarm nicht eindeutig fixiert ist, wodurch die
posttraumatische oder postoperative Ruhigstellung von Schulterverletzungen
oder Erkrankungen und damit die Therapiesicherheit nicht ausreichend
gewährleistet ist.
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Aus
der
DE 35 14 305 A1 ist
ein Fixierverband für Oberarmfrakturen und Schulterluxationen bekannt,
die aus einem Unter- und Oberarm aufnehmenden Schlauchteil besteht,
an dem sich am schulterseitigen Ende ein Tragegurt anschließt,
das über die unverletzte Schulter und über die
Brust bis um den angewinkelten Unterarm zu einer Schlaufe verbunden
ist und an dem sich am handseitigen Ende ein zweites Halteband anschließt,
das um den Oberkörper rückseitig und den Oberarm
der verletzten Schulter herumgeführt ist und rückläufig
auf einem Abschnitt des rückseitig am Oberkörper
verlaufenden Haltebands festgelegt ist.
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Hierbei
verläuft ebenfalls mindestens das Trageband über
die verletzte Schulter, so dass ein Druck von oben auf die verletzte
Schulter nicht vermeidbar ist. Darüber hinaus kann das Überziehen des
Schlauchteils sehr schmerzhaft sein und das Schlauchteil führt
zu einer Schweißbildung, die zu Hautreizungen und damit
für den Patienten zu einem unangenehmen Juckgefühl
führen kann.
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Aus
der
US 2 460 589 ist
eine Armbandage aus einem Bandmaterial bekannt, wobei ein Band mit dem
einen Ende das Handgelenk des angewinkelten Unterarms der verletzten
Schulter in einer Schlaufe umschließt, und das andere Ende
diagonal über den Rücken zur und über
die verletzte Schulter verläuft und weiter zum angewinkelten
Unterarm geführt ist, wo es im Ellenbogenbereich den Unterarm
der verletzten Schulter in einer Schlinge umläuft und rückläufig
an den diagonal über dem Rücken verlaufenden Bandabschnitt
festgelegt ist, der unterhalb der verletzten Schulter liegt, wobei
der Oberarm durch eine zusätzliche Schlaufe stabilisiert
wird, mit den Enden der Bandabschnitte festgelegt ist, die sich
beiderseits von der Schulter zum angewinkelten Unterarm erstrecken.
Auch bei dieser Bandage wird von oben ein Druck auf die verletzte
Schulter ausgeübt und der Unterarm ist durch die voneinander
unabhängigen Fixierungen des Unterarms im Ellenbogenbereich
und im Handgelenkbereich nicht ausreichend fixiert, was zusätzlich
den Heilungsprozess beeinträchtigen kann.
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Eine
mit gleichen Nachteilen behaftete Armschlinge ist aus der
US 1 490 381 bekannt, die
im wesentlichen auch aus einem Band besteht, das den Nacken schlaufenförmig
umläuft und die beiden Abschnitte brustseitig zum angewinkelten
Unterarm verlaufen, wo sie schlaufenförmig den Unterarm
im Handgelenkbereich bzw. Ellenbogenbereich umlaufen.
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Aus
der
DE 10 2004
028 604 A1 ist eine Schulter- und Oberarmbandage bekannt,
die eine längenverstellbare Unterarmaufnahme zum lösbaren Anbringen
am Unterarm aufweist, an der sich im Bereich des Ellenbogens der
Tragegurt anschließt, der von dorsal über die
nicht verletzte Schulter nach ventral geführt ist und an
dem der angewinkelte Unterarm der zu behandelnden Schulter fixierbar
ist und an der sich im Handbereich das Halteband anschließt, das,
wie allgemein bekannt, über den Rücken verläuft,
den Oberarm der verletzten Schulter umschlingt und rückläufig
auf einem Abschnitt des Haltebands festgelegt ist. Nachteilig ist,
dass der Unterarm zur Gewährleistung der Längenverstellung
der Unterarmaufnahme annähernd vollständig und
der untere Abschnitt des Oberarms mindestens teilweise durch die
lösbare und längenverstellbare Unterarmaufnahme
umschlossen werden muss, wodurch eine verstärkte Schweißbildung
und eine damit einhergehende Hautreizung unvermeidbar ist. Darüber
hinaus ist diese Bandage nicht kostengünstig aus Bandmaterial
herzustellen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung es daher eine Bandage der eingangs genannten
Art zur Verfügung zustellen, die alle genannten Nachteile überwindet
und zum Erreichen einer hohen Therapiesicherheit eine sichere posttraumatische
und postoperative Ruhigstellung von Schulterverletzungen und -erkrankungen
gewährleistet und die wirtschaftlich und für den
Patienten kostengünstig herstellbar ist.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Schulterbandage
gelöst, die aus einer Bandbandage besteht mit
- – einem Bandagenabschnitt, der den Oberarm oberhalb
des Ellenbogens in einer Halbschlaufe umläuft und bei dem
sich der eine Schenkel der Halbschlaufe diagonal vor und der andere
Schenkel der Halbschlaufe diagonal hinter dem angewinkelten Unterarm
bis in einen Bereich der unteren Kante der Hand erstreckt, in dem
die beiden Schenkel in einem Halteband zusammenlaufen, das über
den Rücken und zwischen dem Körper und dem zu
stabilisierenden Oberarm durchgeführt ist, den Oberarm
umschlingt und nach dem Umschlingen auf sich selbst festgelegt ist,
– einer
Schlaufe, die den Unterarm im angrenzenden Bereich des Ellenbogens
umläuft und mit ihren Enden an den Schenkeln des Bandagenabschnitts
verbunden ist,
– einem Schulterband, das ausgehend
vom Scheitelpunkt der am Oberarm anliegenden Halbschlaufe hinter
dem Oberarm über den Rücken zur unverletzten Schulter
verläuft und über die unverletzte Schulter und über
die Brust geführt ist und den angewinkelten Unterarm schlaufenförmig umläuft
und dann auf sich selbst festgelegt ist,
– einer Handfixierung,
die im Bereich der zusammenlaufenden Schenkel befestigt ist.
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Mit
der erfindungsgemäß ausgebildeten Schulterbandage
werden alle Nachteile überwunden, die Nachteile in den
eingangs genannten Bandagen einzeln oder auch mehrfach aufweisen.
So gewährleistet die nur aus Bandmaterial hergestellte
Bandage in der Gesamtheit in allen Bereichen, die mit dem Körper
des Patienten in Kontakt stehen, eine gute Belüftung, so
dass eine Schweißbildung in diesen Bereichen und eine damit
einhergehende Entzündung der Haut und auftretende Juckreize
auch bei einer langen Tragedauer und bei hohen Temperaturen ausgeschlossen
werden kann.
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Durch
den Bandagenabschnitt, der oberhalb des Ellenbogens den Oberarm
der verletzten Schulter in einer Halbschlaufe umläuft,
wobei sich die beiden Schenkel diagonal vor und hinter dem Unterarm zur
unteren Kante der Hand erstrecken und an der Handfixierung zusammenlaufen,
liegt einerseits die Elle des Unterarms frei und andererseits ist
der angewinkelte Unterarm in der Länge eindeutig mit dem Bandagenabschnitt
fixiert.
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Mit
der Anbindung des Schultergurts am Scheitelpunkt der Halbschlaufe
des Oberarms und dem Verlauf des Schulterbandes über den
Rücken zur unverletzten Schulter und über die
unverletzte Schulter brustseitig zum angewinkelten Unterarm, wo
es den Unterarm schlaufenförmig umläuft und dann
auf sich selbst festgelegt ist, wird auch gewährleistet,
dass auf die verletzte Schulter von oben kein Druck ausgeübt
wird. Vielmehr, durch die am Bandagenabschnitt vorgesehene Schlaufe,
die den Unterarm umläuft, kann der Oberarm über
das Schulterband eindeutig in der Höhe zur verletzten Schulter positioniert
und abgestützt werden. Folglich wird durch die eindeutige
Positionierung des Oberarms zur verletzten Schulter und mit der
Vermeidung eines Drucks von oben auf die verletzte Schulter die
Therapiesicherheit wesentlich verbessert und ein mögliches
Schmerzempfinden des Patienten kann beim Tragen der Schulterbandage
weitgehend ausgeschlossen werden.
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Darüber
hinaus ist die erfindungsgemäß ausgebildete Schulterbandage
schmerzfrei anlegbar und gewährleistet durch die absolut
offene Konstruktion und infolge der Bänderführung
der von der Bandage ausgehenden vorteilhaften Druck- und Kraftverteilung
auf den Körper des Patienten einen sehr hohen Tragekomfort.
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Vielmehr,
durch die reine Bandausführung, wobei bevorzugt alle Bandabschnitte
eine gleiche Breite aufweisen, ist die erfindungsgemäße
Schulterbandage ohne oder nur mit einem sehr ge ringen Materialverschnitt
sehr wirtschaftlich herstellbar und kann kostengünstig
angeboten werden.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht
der Bandagenabschnitt des Unterarms aus zwei Bandabschnitten, die
an den jeweils zu verbindenden Stirnseiten einen Winkel aufweisen,
der beim Verbinden der Bandabschnitte eine anatomische Anpassung
des Bandagenabschnitts im Bereich des umschlungenen Oberarms und
im Bereich der Hand gewährleistet. Durch diese Ausführungsform
passt sich der Bandagenabschnitt drucklos und selbständig
beim Anlegen der Schulterbandage eindeutig an die anatomischen Gegebenheiten an,
wodurch der Sitz und der Tragekomfort der Schulterbandage weiter
verbessert wird.
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Vorteilhaft
kann es sein, wenn der Oberarm zusätzlich von einem Stabilisierungsband
mit zwei an den Enden vorgesehenen lösbaren Verbindungsmitteln
stabilisiert ist, wobei das eine Ende im Bereich des Oberarms auf
oder am Schulterband und das andere Ende über die Brust
verläuft und am oder auf dem über die Brust verlaufenden
Abschnitt des Schulterbandes lösbar festgelegt ist.
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Auf
diese Weise kann die Schulterbandage am Körper des Patienten
zusätzlich stabilisiert werden, was insbesondere bei aktiven
Patienten, wie beispielsweise Kindern, vorteilhaft ist.
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Bevorzugt
besteht auch diese Schulterbandage aus hautfreundlichem und klettbarem
textilen Material und die Verbindungen der freien Enden des Schulterbandes,
des Haltebandes, der Handfixierung und des Stabilisierungsbandes
sind Klettverbindungen. Diese Materialien und die Verbindungen begünstigen zusätzlich
den Tragekomfort und das Anlegen der Schulterbandage.
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Weitere
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den beigefügten Zeichnungen.
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Die
Zeichnungen zeigen:
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1:
eine angelegte erfindungsgemäße Schulterbandage,
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2:
einen angelegten Bandagenabschnitt von der Seite des Oberarms der
verletzten Schulter mit einem Teilverlauf des Schulterbandes,
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3:
einen angelegten Bandagenabschnitt von der Seite des Oberarms der
verletzten Schulter mit einem Teilverlauf des Schulterbandes und
des Haltebandes,
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4:
eine angelegte Schulterbandage mit Stabilisierungsband.
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1 zeigt
eine angelegte erfindungsgemäße Schulterbandage,
die im wesentlichen aus einem Bandagenabschnitt 1, einem
Schulterband 6, einem Halteband 7, einer Handfixierung 8 sowie
einer Schlaufe 10 besteht.
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Der
Bandagenabschnitt 1 ist ein als Halbschlaufe den Oberarm 4 oberhalb
des Ellenbogens 5 umlaufendes Band, wobei der Schenkel 2 diagonal vor
dem angewinkelten Unterarm 9 und der Schenkel 3 diagonal
bis in einen Bereich der unteren Kante der Hand 16 geführt
und die Enden der Schenkel 2, 3 in diesem Bereich zusammengeführt
und verbunden sind. Bevorzugt und nicht weiter gezeigt besteht dabei
der Bandagenabschnitt 1 aus zwei Bändern, die gleich
die Schenkel 2, 3 bilden und nachfolgend weiter
als Schenkel 2, 3 bezeichnet werden. Die Enden der
Schenkel 2, 3 sind bevorzugt mit einem Winkel versehen, über
welche die zusammenlaufenden Enden miteinander verbunden sind. Dabei
sind die Enden der Schenkel 2, 3, die oberhalb
des Ellenbogens 5 den Oberarm 4 in einer Halbschlaufe
umlaufen, bevorzugt mit einem von Winkel von 45° ausgebildet,
so dass nach der Verbindung der Enden sich eine Halbschlaufe am
Bandagenabschnitt 1 ausbildet, die sich mit ihrem teilweise
umlaufenden Teil den anatomischen Gegebenheiten des Oberarms 4 anpasst
und die Enden, die im Bereich der unteren Kante der Hand 16 zusammenlaufen,
sind bevorzugt mit einem zum Ende der Schenkel 2, 3 öffnenden
Winkel versehen, mit dem die beiden Enden auf dem angrenzende Halteband 7 aufgenäht
sind bzw. das angrenzende Halteband 7 in den offenen Winkel
eingenäht ist.
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Am
Bandagenabschnitt 1 ist eine Schlaufe 10 vorgesehen,
die aus einem Band besteht, dass mit dem einen Ende am Schenkel 2 und
dem anderen Ende am Schenkel 3 des Bandagenabschnitts 1 im
angrenzenden Bereich des Ellenbogens 5 festgelegt ist und
die ausgehend vom Bandagenabschnitt 1 zur Abstützung
des Unterarms 9 den Unterarm 9 teilweise umläuft.
Bevorzugt sind die beiden Enden der Schlaufe 10 in einem
Winkel ausgebildet, der dem diagonalen Verlauf der Schenkel 2, 3 angepasst
ist, so dass in Verbindung mit der am Oberarm 4 umlaufenden
Halbschlaufe des Bandagenabschnitts 1 eine ausreichende
freie Ellenbogendurchführung sich ausbildet und der Unterarm 9 vom
umlaufenden Abschnitt der Schlaufe 10 lagestabil im Bandagenabschnitt 1 unterstützt
ist.
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Am
Scheitelpunkt der Halbschlaufe des Bandagenabschnitts 1 schließt
sich das Schulterband 6 an, das mit dem freien Ende, ausgehend
vom Verbindungspunkt mit der Halbschlaufe am Oberarm 4 über den
Rücken 11 zur unverletzten Schulter 13 verläuft, über
die unverletzte Schulter 13 und die Brust 12 zum angewinkelten
Unterarm 9 zwischen Unterarm 9 und Körper
hindurch und über den Handgelenkbereich in einer Schlaufe
geführt wird und dann rückläufig auf dem
Schulterband 6 festgelegt wird.
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An
die zusammengeführten Enden der Schenkel 2, 3 des
Bandagenabschnitts 1 schließt sich das Halteband 7 an,
auf dem bevorzugt die in einem öffnenden Winkel zusammenlaufenden
Enden der Schenkel 2, 3 festgelegt sind oder das
Halteband 7 ist in den öffnenden Winkel der zusammengeführten
Enden der Schenkel 2, 3 eingesetzt und mit den winklig
verlaufenden Enden verbunden.
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Das
Halteband 7 wird mit dem freien Ende ausgehend vom Verbindungsbereich
mit den Schenkeln 2, 3 des Bandagenabschnitts 1 über
den Rücken 11 und zwischen dem Oberarm 4 und
dem Körper hindurch und über den Oberarm 4 geführt
und rückläufig auf dem Halteband festgelegt.
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Im
Bereich, wo die beiden winklig ausgebildeten Enden der Schenkel 2, 3 an
der unteren Kante der Hand 16 zusammentreffen, ist die
Handfixierung 8 festgelegt, wobei das eine Ende zwischen
Daumen 14 und Zeigefinger 14a und das andere Ende über die
Hand 16 verläuft, so dass der Unterarm 9 über den
Bandagenabschnitt 1 eindeutig in der annähernd horizontalen
Lage stabilisiert ist.
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Um
die Lagestabilität der Schulterbandage zusätzlich
zu erhöhen, was insbesondere vorteilhaft sein kann, wenn
der Patient sehr unkontrolliert bewegungsaktiv ist, wie z. B. Kinder,
ist ein getrenntes Stabilisierungsband 15 vorgesehen, das
aus einem Band besteht, das an den Enden mit lösbaren Verbindungen
versehen ist. Dieses Stabilisierungsband 15 wird dann mit
dem einen Ende im Bereich des Oberarms 4 auf dem oder am
Schulterband 6 festgelegt und über die Brust 12 geführt
und auf oder am über die Brust 12 verlaufenden
Abschnitt des Schulterbandes 6 festgelegt.
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Die
Schulterbandage besteht ausschließlich aus einen Bandmaterial,
das ein hautfreundliches und waschbares sowie klettbares textiles
Material ist und kann je nach gewählter Materialart ein
doppelläufiges Band mit oder ohne Polstereinlage aber auch
ein einfaches Band sein.
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Die
Verbindungen zwischen den Enden der Schenkeln 2, 3,
dem Bandagenabschnitt 1 und der Schlaufe 10, dem
Bandagenabschnitt 1 und dem Schulterband 6 sowie
dem Halteband 7 und dem Bandagenabschnitt 1 und
der Handfixierung 8 sind bevorzugt Nähverbindungen,
wobei die lösbaren Verbindungen der Enden des Schulterbandes 6 und
des Haltebands 7 sowie der Handfixierung 8 und
dem Stabilisierungsband 15 bevorzugt Klettverbindungen sind.
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- 1
- Bandagenabschnitt
- 2
- Schenkel
- 3
- Schenkel
- 4
- Oberarm
- 5
- Ellenbogen
- 6
- Schulterband
- 7
- Halteband
- 8
- Handfixierung
- 9
- Unterarm
- 10
- Schlaufe
- 11
- Rücken
- 12
- Brust
- 13
- unverletzte
Schulter
- 14
- Daumen
- 14a
- Zeigefinger
- 15
- Stabilisierungsband
- 16
- Hand
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - EP 00988006
B1 [0003]
- - EP 0911005 A2 [0004]
- - DE 102006028385 B3 [0005]
- - AT 396649 B [0006]
- - DE 4029662 C1 [0007]
- - DE 3514305 A1 [0008]
- - US 2460589 [0010]
- - US 1490381 [0011]
- - DE 102004028604 A1 [0012]