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Elektromotoren
in Ausführung als Linearmotoren haben mittlerweile ein
breites technisches Anwendungsfeld gefunden. Auch im Bereich der
Webmaschinen sind sie bereits in bestimmten Fällen, wie z.
B. der Schussfadenzureichung, im Einsatz. Für andere Webmaschinen-Komponenten
sind sie zudem vorgeschlagen: Für den Einzelantrieb der
Webschäfte (z. B.
JP
10310949A ,
DE
19821094A1 ), des Webblattes (z. B.
DE 19821094A1 ,
DE 10154941C2 ) und
der Greiferstangen einer Greifer-Webmaschine (z. B.
DE 10154940A1 ,
DE 10154817C1 ).
Der Antrieb des Webblattes bzw. der Weblade mit Linearmotoren oder
rotativ verschwenkenden Motoren wie auch der Antrieb der Greiferstangen
mit Linearmotoren erfordert hohe von den Motoren zu erbringende Beschleunigungen,
welche für diese Motoren aufwändige Sonderlösungen
wie die Anwendung der Supraleitung, z. B. zur Erhöhung
der Feldstärke im Luftspaltfeld, ins Blickfeld rücken.
Hingegen erfordert der Einzelantrieb der Webschäfte deutlich
geringere Beschleunigungen im Vergleich zu Webblatt und Greiferstangen,
so dass eine Realisierung mit Linearmotoren auch unter Verzicht
auf die Supraleitung sehr aussichtsreich erscheint.
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Entsprechende
Testläufe zeigen jedoch zwei Schwachstellen auf, für
die im Stand der Technik keine befriedigenden Lösungen
offenbart sind:
- 1. Dauerfestigkeit der Motorenlager
- 2. Verschmutzung durch Faserflug, Schlichte etc.
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Als
Lager wurden anstelle von Stahlkugel- bzw. Stahlrollenlager schon
solche mit entsprechenden Keramikkörpern getestet; sie
sind teuer und erreichen auch noch nicht die geforderte Standfestigkeit.
Magnetlager böten technische Abhilfe; man könnte
sie konzeptionell zudem gut in supraleitende Motoren integrieren – jedoch
sind diese Lager in den Kosten ebenfalls sehr hoch; hinzu kommt
der zusätzliche Steuerungs-/Regelungsaufwand. Außerdem
ist es ja Ziel, die Supraleitung nicht anzuwenden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, die oben benannten Schwachstellen zu beseitigen.
Dies wird erfinderisch durch den Einsatz von pneumatischen Gleitlagern,
in bevorzugter Weise ausgeführt als Luftlager, gelöst.
Pneumatischer Gleitlager in der Ausführung als Luftlager
sind andernorts an Webmaschinen schon erfolgreich erprobt; so hat
DE 19711594A1 für
die Führung der Greiferstangen eine Umsetzung auf Serienmaschinen
erfahren.
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Die
vorliegende sich auf die Webschäfte beziehende Erfindung
muß aber der gegenüber den Greiferstangen wesentlich
größeren Verschmutzungsanfälligkeit der
sich vertikal bewegenden Linearmotoren zum Webschaftantrieb Rechnung
tragen. Dies wird erfinderisch durch die Unterbringung der mit pneumatischen
Gleitlagern ausgeführten Linearmotoren in geschlossenen
Gehäusen gelöst, in welchen Gehäusen
durch den Gasausstoß der pneumatischen Gleitlager selbst
und/oder ein weiteres gasförmiges Medium ein Überdruck
erzeugt wird. Die geschlossenen Gehäuse besitzen vorzugsweise
in ihrem oberen Bereich eine Durchtrittsöffnung für
die kraftübertragenden Mittel zum jeweiligen Schaft. Durch
den Überdruck wird verhindert, dass durch diese Öffnung
Verschmutzungspartikel in das Gehäuseinnere dringen. Um
in bevorzugter Weise den Druck im Gehäuse regulieren zu
können, besteht zudem eine Absaugmöglichkeit.
Gaszufuhr und -absaugung werden über geeignete steuer-
bzw. regelbare Mittel, z. B. einen Kompressor, bewerkstelligt. Ein
wie beschrieben ausgeführtes Gehäuse kann z. B.
je Linearmotor, für Gruppen dieser Motore oder alle Motore,
die an derselben Maschinenseite Kraft in den ihnen jeweilig zugeordneten
Schaft einleiten, vorgesehen sein. Auch der Kompressor bzw. die
Kompressoren können jeweils einem oder mehreren Gehäusen zugeordnet
sein.
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Ist
in Anwendungen mit besonders hohem Maß an Verschmutzung
durch Faserflug, Schlichte etc. zu rechnen, wird oberhalb des jeweiligen
bisher benannten Gehäuses eine erste Kammer angeordnet,
durch welche auch das kraftübertragenden Mittel zum jeweiligen
Schaft hindurchgeführt wird. In dieser Kammer wird ein
Unterdruck erzeugt. Hierfür besteht eine Absaugmöglichkeit,
deren Betrieb über geeignete steuer- bzw. regelbare Mittel,
z. B. vorgenannte Kompressoren, erfolgt. Oberhalb dieser ersten
Kammer wird eine zweite Kammer angeordnet, durch welche ebenfalls
das kraftübertragenden Mittel zum jeweiligen Schaft hindurchgeführt
wird. In dieser zweiten Kammer wird ein Überdruck erzeugt.
Hierfür besteht eine Gas-Zuführmöglichkeit,
deren Betrieb über geeignete steuer- bzw. regelbare Mittel,
z. B. vorgenannte Kompressoren, erfolgt. Die zweite Kammer verhindert
durch ihren Überdruck schon in hohem Maße, dass
Schmutzpartikel via Durchtrittsöffnung für das
kraftübertragende Mittel in ihr Inneres gelangen können.
Partikel, denen dies doch gelingt, werden vom Unterdruck der ersten
Kammer angesaugt und dort auch abgesaugt, denn der Überdruck
im darunter befindlichen Gehäuse verhindert ihr weiteres
Vordringen in dieses.
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Um
für die Lager, die die Schäfte gegen eine (Pendel-)Bewegung
in Schussrichtung stabilisieren sollen, mit wenig Bauraum und damit
kleinen Bedarfskräften auszukommen, wird in einem zusätzlichen
erfinderischen Schritt als vorteilhafte Ausführung vorgeschlagen,
einen im wesentlichen U-förmigen stabilen Rahmen vorzusehen,
der, ggf. über Dämpfer, auf dem Boden und innerhalb
des hierfür in der Webmaschine vorgesehenen Freiraumes
aufgestellt wird. Auf der Bodenkonsole des Rahmens werden die Linearmotoren
in ihren vorgenannten Gehäusen fixiert, welche wiederum
bei Bedarf o. g. Kammern tragen. Die Seitenschenkel des U-Rahmens dienen
der Schaftführung, ggf. ebenfalls der Fixierung der Gehäuse
und Kammern sowie vorteilhafterweise als mechanische „Masse"
von Bremsmitteln. Gegen den Webmaschinenrahmen ist dieser U-Rahmen
schwingungsbedämpft fixiert. So wird eine weitestgehende
mechanische Entkopplung von Webmaschine und Schaftsystem erreicht,
wodurch sehr gute Voraussetzungen für einen ruhigen Geradlauf
der Schäfte gegeben sind. Mittel zur Beweglichkeit des Schaftes
gegen das in ihn Kraft übertragende Mittel in Schussrichtung
sollten als Zusatz-Maßnahme für einen ruhigen
Lauf der Linearmotoren nicht notwendig sein.
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Ein
weiterer Vorteil der so durch einen U-Rahmen zusammengehaltenen
Schaftmaschine besteht darin, dass z. B. durch Wegbau der hinteren Querverbinder
des Webmaschinenrahmens diese Schaftmaschine per geeigneter Mittel
(z. B. Rollen oder Hubwagen) ein- und ausgefahren werden kann. Dies
erleichtert die Erstinbetriebnahme genauso wie Umbauten, Wartung
und Reparaturen.
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Bei
einer geringen Pendelung der Schäfte und damit der zu ihnen
die Kraft übertragenden Mittel in Schussrichtung besteht
die Möglichkeit einer sehr einfachen erfinderischen Lösung
für eine Haltebremse. Sie besitzt zwei vorzugsweise mit
verschleißarmen Hartgummi besetzte Balken, die sich in
Kettrichtung mindestens entsprechend der gemeinsamen Ausdehnung
aller o. g. kraftübertragenden Mittel einer Antriebsseite
erstreckt. Bei geschlossener Bremse wird durch den genannten elastischen
(Hartgummi-)Balkenbelag dafür gesorgt, dass auch bei geringem
Versatz der kraftübertragenden Mittel in Schußrichtung
jedes von ihnen sicher in Position gehalten wird.
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Eine
weitere vorteilhafte erfinderische Ausprägung für
Anwendungen mit stärkerer Pendelbewegung der Schäfte
in Schussrichtung besteht darin, die Körper der pneumatischen
Gleitlager ihrerseits in Schussrichtung elastisch gegen feste Konstruktionsmittel
zu fixieren, so dass sie dem Pendeln der Kraftübertragungsmittel
in einem höheren Maße (z. B. 1 mm) nachgeben können.
So wird eine Reibung und Abnutzung verursachende mechanische Kollision
mit diesen Kraftübertragungsmitteln vermieden. In besonders
zweckmäßiger Weise kann hierbei diese elastische
Verbindung in vertikaler Richtung unterschiedlich nachgiebig reagieren.
Dies ist z. B. durch zwei Federelemente erreichbar, wobei das erste
Element den oberen Bereich des Gleitlagerkörpers, das zweite
Element hingegen den unteren Bereich des Gleitlagerkörpers
gegen das feste Konstruktionsmittel verbindet.
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Die
erfinderische Ausprägung der elastischen Fixierung kann
selbstverständlich auch gemeinsam mit dem zuvor vorgeschlagenen
U-Rahmen eingesetzt werden. Es ergibt sich so ein besonders robustes
System.
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Die
bisher in dieser Schrift benannten Lösungen zum Freihalten
der Antriebstechnik von Verschmutzung, nämlich der Überdruck
sowie die Schaffung zweier zusätzlicher Kammern, wovon
die untere mit Unterdruck, die obere mit Überdruck beaufschlagt
ist, können in vorteilhafter Weise ergänzt werden.
Und zwar durch balgartige textile Verbindungen zwischen a) den die
Kraft auf die Schäfte übertragenden Mittel und
b) der Durchtrittsöffnung des Gehäuses bzw. der
oberen Kammer für diese Mittel. D. h. diese balgartigen
textilen Verbindungen sind verschließend über
den vorgenannten Durchtrittsöffnungen angeordnet und folgen
aufgrund ihrer Elastizität den Bewegungen vorgenannter
kraftübertragender Mittel. Dabei ist das verwendete Textil
durchlässig für das Gas (z. B. Luft), welches
sich mit Überdruck im Gehäuse bzw. der oberen
Kammer befindet. Während das Textil durch seine Feinporigkeit
das Eindringen von Verschmutzungspartikeln in das Gehäuse bzw.
die obere Kammer verhindert, sorgt der Überdruck dafür,
dass sich diese Partikel auch nicht außen auf dem Textil
absetzen.
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Die
Erfindung wird nachfolgend der in den 1 bis 8 dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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1 zeigt
einen aus dem oberen (1.1) und unteren Schaftbalken (1.2)
sowie den Seitenstützen (1.3, 1.4) bestehenden
Schaft. Er ist in geeigneter Weise starr mit den Mitteln 1.5, 1.6 verbunden,
welche z. B. als Stahl- oder Leichtmetall-Stangen ausgeführt
sein können. Das Mittel 1.5 wiederum ist starr mit
dem Läufer 1.7 eines Linearmotors verbunden, das
Mittel 1.6 starr mit dem Läufer 1.8 eines
weiteren Linearmotors. Bewegen sich die Läufer der Linearmotoren,
so wirken 1.5, 1.6 also als kraftübertragende
Mittel auf den Schaft, so dass auch dieser sich bewegt. 1.9 und 1.10 sind
die Ständer der jeweiligen Linearmotoren; zwischen einerseits 1.9 und 1.7 sowie andererseits
zwischen 1.10 und 1.8 wird zum Erzielen der motorischen
(und beim Abbremsen dementsprechend generatorischen Funktion) ein
entsprechendes Luftspaltfeld gebildet. In senkrechter Richtung zur
Zeichnungsebene kann jeweils hinter 1.7 bzw. 1.8 noch
ein weiterer Ständer 1.9' bzw. 1.10' angeordnet
sein, d. h. die Läufer 1.7 und 1.8 befinden sich
jeweils sandwichartig zwischen zwei Ständern. So würde
jeder Motor zwei Ständern umfassen, es sind je Motor damit
größere Kräfte und demzufolge wiederum
höhere Beschleunigungen möglich.
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Die
Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene der 1 sei im
Weiteren als Kettrichtung bezeichnet.
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1.11, 1.13 sind
als pneumatische Gleitlager dem einen Motor zugeordnet; 1.12 und 1.14 sind
als pneumatische Gleitlager in gleicher Weise dem anderen Motor
zugeordnet. Sie dienen der Führung des Läufers 1.7 bzw. 1.8 in
Kettrichtung. Damit diese Führung auch gelingt, werden
in Kettrichtung hinter dem jeweiligen Läufer weitere, nicht
dargestellte, pneumatische Gleitlager 1.11', 1.12, 1.13', 1.14' angeordnet,
die den dargestellten 1.11, 1.12, 1.13, 1.14 zweckmäßigerweise
jeweils spiegelbildlich gegenüberstehen.
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Die
pneumatischen Gleitlager 1.15 und 1.17 dienen
der Führung von 1.7 bzw. 1.5 quer zur
Kettrichtung, diese Richtung quer zur Kettrichtung wird im folgenden
Schussrichtung genannt. In gleicher Weise dienen die pneumatischen
Gleitlager 1.16 und 1.18 der Führung
von 1.8 bzw. 1.6 in Schussrichtung.
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2 zeigt
zwei Schäfte, wovon der erste aus den Schaftbalken (2.1, 2.2)
sowie den Seitenstützen (2.5, 2.6) und
der zweite, dahinter angeordnete, aus den Schaftbalken (2.3, 2.4)
sowie den Seitenstützen (2.7, 2.8) besteht.
Die Mittel 2.9 und 2.10 dienen der starren Verbindung
des ersten Schaftes mit den Läufern 2.13 bzw. 2.14 zweier
Linearmotoren. In gleicher Weise dienen die durch 2.9 bzw. 2.11 und 2.2 verdeckten
Mittel 2.10 und 2.12 der starren Verbindung des
zweiten Schaftes mit den Läufern 2.15 bzw. 2.16 zweier
weiterer Linearmotoren. Der Ständer 2.17 ist Bestandteil
des Linearmotors, der auch den Läufer 2.13 umfaßt.
Vorteilhafterweise ist in Kettrichtung hinter dem Läufer 2.13 ein
weiterer dem Linearmotor zugehöriger Ständer 2.17' angeordnet,
um ein größeres Luftspaltfeld zu erzielen, welcher
zweckmäßigerweise spiegelbildlich zu 2.17 ausgeführt
ist. Vgl. hierzu auch z. B. die Anordnung aus Läufer 1.7 sowie den
Ständern 1.9 und 1.9'.
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Der
andere, dem Antrieb des ersten Schaftes dienende Linearmotor umfasst
entsprechend den Läufer 2.14 sowie den Ständer 2.18 sowie
geeigneterweise den Ständer 2.18', der zu 2.18 spiegelbildlich
hinter 2.14 angeordnet ist. Dem zweiten Schaft sind zwei
Linearmotoren zugeordnet, wovon der eine den Läufer 2.15 sowie
als Ständer 2.19 bzw. 2.19', der andere
den Läufer 2.16 sowie als Ständer 2.20 bzw. 2.20' umfasst; 2.19' und 2.20' sind
dabei eine sinnvolle Ausführungsoption wie 2.17' bzw. 2.18'.
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2.21, 2.25; 2.22, 2.26; 2.23, 2.27; 2.24, 2.28 sind
als pneumatische Gleitlager dem jeweiligen Motor zugeordnet. Sie
dienen der Führung der Läufer 2.13; 2.14; 2.15; 2.16 in
Kettrichtung. Damit diese Führung auch gelingt, werden
in Kettrichtung hinter jeweiligen Läufer weitere, nicht
dargestellte, pneumatische Gleitlager 2.21', 2.25'; 2.22', 2.26'; 2.23', 2.27'; 2.24', 2.28' angeordnet,
die den dargestellten 2.21, 2.25; 2.22, 2.26; 2.23, 2.27; 2.24, 2.28 zweckmäßigerweise
jeweils spiegelbildlich gegenüberstehen.
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Die
pneumatischen Gleitlager 2.29, 2.33; 2.30, 2.34; 2.31, 2.31'; 2.32, 2.32' dienen
der Führung der Läufer 2.17; 2.18; 2.19; 2.20 in
Schussrichtung. Die nicht dargestellten, da von den Läufern 2.13 bzw. 2.14 verdeckten
Gleitlager 2.31' bzw. 2.32' stehen 2.31 bzw. 2.32 in
der gleichen Weise gegenüber wie 2.30 dem 2.34 bzw. 2.29 dem 2.33 gegenübersteht.
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2.35 ist
ein Gehäuse, das die mit den Läufern 2.13, 2.15 sowie
den jeweiligen Ständern gebildeten Linearmotoren sowie
die diesen Linearmotoren zugeordneten pneumatischen Gleitlager umfasst.
Für die teils (je nach Schaftaushub) mehr oder weniger im
Gehäuse befindlichen Verbindungsmittel 2.9, 2.11 ist
in 2.35 oben eine Durchtrittsöffnung vorgesehen. In 2.35 ist
zumindest während des Webvorganges ein Überdruck
gegenüber der Gehäuseumgebung vorhanden. Der Überdruck
kann dabei durch die Gasabgabe (vorzugsweise Luft) der pneumatischen Gleitlager
selbst erzielt werden und/oder durch zusätzliche Gaszufuhr,
vorzugsweise ausgeführt als Luftzufuhr.
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2.36 ist
ein Gehäuse, das die mit den Läufern 2.14, 2.16 sowie
den jeweiligen Ständern gebildeten Linearmotoren sowie
die diesen Linearmotoren zugeordneten pneumatischen Gleitlager umfasst.
Für die teils (je nach Schaftaushub) mehr oder weniger im
Gehäuse befindlichen Verbindungsmittel 2.10, 2.12 ist
in 2.36 oben eine Durchtrittsöffnung vorgesehen.
In 2.36 ist zumindest während des Webvorganges
ein Überdruck gegenüber der Gehäuseumgebung
vorhanden. Der Überdruck kann dabei durch die Gasabgabe
(vorzugsweise Luft) der pneumatischen Gleitlager selbst erzielt
werden und/oder durch zusätzliche Gaszufuhr, vorzugsweise
ausgeführt als Luftzufuhr.
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3 zeigt
eine Schnittansicht von 2 entsprechend der in 2 vermerkten
Schnittebene A-A. Die Pfeile bezeichnen die Wirkrichtung der von den
jeweiligen pneumatischen Gleitlagern ausgehenden Drücke.
Man sieht so nochmals die Führung der Läufer 2.13 und 2.15.
Der Aufbau trägt der notwendigen Kompaktheit in Kettrichtung
Rechnung.
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In 4 entspricht
das Gehäuse 4.1 dem Gehäuse 2.35 aus 2;
in gleicher Weise entspricht das Gehäuse 4.2 dem
Gehäuse 2.36.
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Oberhalb
von 4.1 sind die Kammern 4.3 und 4.5 angeordnet.
Sie besitzen analog 4.1 Durchtrittsöffnungen für
die Verbindungsmittel (vgl. 2.9; 2.11 in 2)
vom Läufer des jeweiligen Linearantriebsmotors zum jeweiligen
Schaft. Während, wie in 2 beschrieben,
in 4.1 ein Überdruck hergestellt wird, so wird
in der oberhalb von 4.1 befindlichen Kammer 4.3 ein
geringerer Druck als in 4.1 hergestellt. In der oberhalb
von 4.3 befindlichen Kammer wird wiederum ein höherer
Druck als in 4.3 sowie gegenüber der Umgebung
hergestellt. Auf diese Weise wird ein Eindringen von Schmutz- bzw.
allgemein Fremdpartikeln besonders effizient entgegengewirkt. Selbst
wenn es einem solchen Partikel trotz Überdruck in 4.5 gelingen
sollte, durch benannte Durchtrittsöffnung in 4.5 einzudringen,
so wird er durch den in 4.3 herrschenden Unterdruck in 4.3 eingesaugt,
wobei der Überdruck in 4.1 diesen Vorgang noch
unterstützt. So hat der Partikel praktisch keine Möglichkeit,
in 4.1 zu gelangen. Die Kammern 4.4 und 4.6 stehen
zum Gehäuse 4.2 in dem gleichen funktionalen Bezug,
wie für 4.3, 4.5 und 4.1 zuvor
beschrieben.
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4.7, 4.8, 4.9, 4.10 stellen
Mittel dar, die die angesprochenen Druckverhältnisse herstellen
können. So kann in einem einfachen Fall 4.7 ein
Kompressor sein. Über die Leitungen 4.8 und 4.10 drückt er
ein Gas (vorzugsweise Luft) in 4.1 bzw. 4.6 ein, über
die Leitung 4.9 saugt er dieses Gas aus 4.6 hingegen
ab.
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In 5 ist
eine zu 4 baugleiche Einheit dargestellt.
Für die Mittel 4.7, 4.8, 4.9, 4.10 ist
kein Äquivalent dargestellt, da für die Aussage
aus 5 unwesentlich. Das Gehäuse 5.1 findet
seine Endsprechung in 4.1, das Gehäuse 5.2 in 4.2 der 4.
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Es
ist der Rahmen 5.3 dargestellt, auf bzw. an dem die Gehäuse 5.1 und 5.2 befestigt
sind und der gleichzeitig der Schaftführung dient, wozu
vorzugsweise bereits aus dem Stand der Technik bekannte Schaftführungen
in bzw. an 5.3 fixiert sind. Solche aus dem Stand der Technik
bekannte Schaftführungen sind z. B. in Richtung der Schaftbewegung genutete
Platten, zumeist aus Kunststoff. Die Schäfte laufen mit
ihrerseitigen Nuten über die Stege dieser Platten.
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Der
Rahmen 5.3 ist vorzugsweise zur Bodenaufstellung geeignet.
So kann die Einheit weitgehend schwingungsisoliert von der Webmaschine
betrieben werden, was der Ruhe der Schaftbewegung sehr zugute kommt
und damit deutlich höhere Betriebsdrehzahlen erlaubt. Ferner
ist es vorteilhaft, den Rahmen 5.3 z. B. durch einfaches
Anbringen eines Radsatzes fahrbar zu machen. So kann die Einheit
samt Rahmen 5.3 leicht zu einer anderen Webmaschine verfahren
und dort zum Einsatz gebracht werden.
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In
weiterer bevorzugter Ausführung kann der Rahmen 5.3 an
Konstruktionselementen der Webmaschine, z. B. an den sogenannten
Stuhlwänden, fixiert werden.
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6 zeigt
die bauliche Ausführung, welche bereits in 3 dargestellt
wurde, mit ergänzenden Mitteln 6.1, welche die
Körper (z. B. 3.8) der pneumatischen Gleitlager
ihrerseits in Schussrichtung elastisch gegen feste Konstruktionsmittel 6.2 fixieren.
So können die Körper der pneumatischen Gleitlager dem
Pendeln der Kraftübertragungsmittel in einem höheren
Maße (z. B. 1 mm) nachgeben. Dadurch wird eine Reibung
und Abnutzung verursachende mechanische Kollision mit diesen Kraftübertragungsmitteln
vermieden, welche in Anwendungen mit stärkerer Pendelbewegung
der Schäfte in Schussrichtung ansonsten auftreten kann.
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7 zeigt
eine besonders zweckmäßige Ausführung
für die Lösung nach 6. Hierbei
sind Körpern (z. B. 3.8) von pneumatischen Gleitlagern zwei
elastische Elemente 6.1, 6.1' zugeordnet, welche
in Richtung der Schaft-Arbeitsbewegung, also in den meisten Fällen
vertikal, aufeinander folgend angeordnet sind und welche den Gleitlagerkörper
elastisch gegen feste Konstruktionsmittel 6.2 fixieren.
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So
wird eine sehr gute Nachgiebigkeit gegenüber Schäften
erzielt, die eine Kippbewegung erfahren, etwa wenn, z. B. durch
unterschiedliche Widerstandskräfte, die Hubbewegung der
zugeordneten Linearmotoren nicht genau synchron ist. Gleichermaßen
ist eine sehr gute Nachgiebigkeit gegenüber Schäften
erzielt, bei denen sich die vorgenannte Kippbewegung mit einem Pendeln
in Schussrichtung zu einer Kreiselbewegung überlagert.
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In 8 sind
balgartige textile Verbindungen 8.1, 8.2 dargestellt,
welche die Durchtrittsöffnungen der Gehäuse (2.35, 2.36;
wie in der Figur gezeigt) oder der Kammern (4.5, 4.6)
für die kraftübertragenden Mittel (2.9, 2.10)
verschließen. Dazu müssen die balgartigen textilen
Verbindungen den Bewegungen der kraftübertragenden Mittel
folgen können. Durch die Durchlässigkeit des Textils
gegenüber dem in Gehäuse bzw. Kammer mit Überdruck
befindlichen Gas stellt das Textil nicht nur einen zusätzliche
Schutz gegenüber dem Vordringen von Verschmutzungspartikeln
zu Motoren und Lagern dar, sondern es werden auch Verschmutzungsablagerungen
auf dem Textil wirksam unterbunden.
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Allgemeiner Hinweis:
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Der
in dieser Erfindung gebrauchte Begriff einer starren Verbindung
meint, dass zwei derart verbundene Komponenten im Zuge der idealen
Arbeitsbewegung keine Relativbewegung zueinander ausführen
oder voneinander getrennt werden. D. h. der Begriff umschließt
auch Verbindungen, die eine Nachgiebigkeit zur Vermeidung von Schäden
besitzen, die, ohne diese Nachgiebigkeit, aufgrund von Fertigungs-
und Montagetoleranzen auftreten können.
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Selbstverständlich
lassen sich pneumatische Gleitlager auch zweckmäßig
für Linearmotoren zum Antrieb von Webblatt bzw. Weblade
oder den Greiferstangen einsetzen.
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- 1.1,
1.2
- Schaftbalken
- 1.3,
1.4
- Schaft-Seitenstützen
- 1.5,
1.6
- Kraftübertragende
Mittel vom Linearmotoren-Läufer zum Schaft
- 1.7,
1.8
- Linearmotoren-Läufer
- 1.9,
1.10
- Linearmotoren-Ständerpaket
Hinweis:
Hinter dem Läufer ist vorzugsweise ein weiteres solches Ständerpaket
angeordnet; der Läufer wird also nach dem „Sandwich"-Prinzip
zwischen diesen beiden Ständerpaketen geführt
(= Verdopplung der krafterzeugenden Luftspaltfläche)
- 1.11
... 1.18
- Pneumatische
Gleitlager
- 2.1,
2.2
- Schaftbalken
vorderer Schaft
- 2.3,
2.4
- Schaftbalken
hinterer Schaft
- 2.5,
2.6
- Schaft-Seitenstützen
vorderer Schaft
- 2.7,
2.8
- Schaft-Seitenstützen
hinterer Schaft
- 2.9,
2.10
- Kraftübertragende
Mittel vom Linearmotoren-Läufer (vordere Linearmotoren)
zum vorderen Schaft
- 2.11,
2.12
- Verdeckt:
Kraftübertragende Mittel vom Linearmotoren-Läufer
(hintere Linearmotoren) zum hinteren Schaft
- 2.13,
2.14
- Linearmotoren-Läufer
(vordere Linearmotoren)
- 2.15,
2.16
- Linearmotoren-Läufer
(hintere Linearmotoren)
- 2.17,
2.18
- Linearmotoren-Ständerpaket
(vordere Linearmotoren; es gilt der Hinweis zu 1.9, 1.10)
- 2.19,
2.20
- Linearmotoren-Ständerpaket
(hintere Linearmotoren; es gilt der Hinweis zu 1.9, 1.10)
- 2.21
... 2.34
- Pneumatische
Gleitlager
- 2.35,
2.36
- Gehäuse
zur Unterbringung der Linearmotoren
- 3.1
- Wirkrichtungspfeile
(Richtung des Gasausstoßes der pneumatischen Gleitlager)
- 3.2,
3.3
- Weitere
pneumatische Gleitlager
- 3.4
- Weiteres
kraftübertragendes Mittel
- 3.5,
3.6
- Weitere
Linearmotoren-Läufer
- 3.7,
3.8
- Weitere
pneumatische Gleitlager
- 4.1,
4.2
- Gehäuse
(vgl. 2.35, 2.36)
- 4.3,
4.4
- Erste
Kammern (Unterdruck-Kammern)
- 4.5,
4.6
- Zweite
Kammern (Überdruck-Kammern)
- 4.7
- Mittel
zur Drucksteuerung (z. B. Kompressor)
- 4.8
- Absaugleitung
(der Überdruck im Gehäuse 4.2 wird durch
den Gasausstoß der pneumatischen Gleitlager erzielt)
- 4.9
- Absaugleitung
von der ersten Kammer 4.4
- 4.10
- Einblaßleitung
in die zweite Kammer 4.6
- 5.1,
5.2
- Gehäuse
(vgl. 2.35, 2.36)
- 5.3
- U-Rahmen
- 6.1
- Elastische
Verbindung
- 6.2
- Mechanische „Masse"
- 8.1,
8.2
- Textilbalge
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - JP 10310949
A [0001]
- - DE 19821094 A1 [0001, 0001]
- - DE 10154941 C2 [0001]
- - DE 10154940 A1 [0001]
- - DE 10154817 C1 [0001]
- - DE 19711594 A1 [0004]