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DE202008006506U1 - Schnäpper für eine Drehkipptür - Google Patents

Schnäpper für eine Drehkipptür Download PDF

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DE202008006506U1
DE202008006506U1 DE200820006506 DE202008006506U DE202008006506U1 DE 202008006506 U1 DE202008006506 U1 DE 202008006506U1 DE 200820006506 DE200820006506 DE 200820006506 DE 202008006506 U DE202008006506 U DE 202008006506U DE 202008006506 U1 DE202008006506 U1 DE 202008006506U1
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DE200820006506
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Siegenia Aubi KG
Original Assignee
Siegenia Aubi KG
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    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05CBOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
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    • E05C9/06Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing with three or more sliding bars
    • E05C9/063Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing with three or more sliding bars extending along three or more sides of the wing or frame
    • E05C9/066Locks for windows or doors specially adapted for tilt and turn
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05CBOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
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    • E05C19/02Automatic catches, i.e. released by pull or pressure on the wing
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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    • E05C9/00Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing
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    • E05C9/18Details of fastening means or of fixed retaining means for the ends of bars
    • E05C9/1825Fastening means
    • E05C9/1833Fastening means performing sliding movements
    • E05C9/185Fastening means performing sliding movements parallel with actuating bar

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closing And Opening Devices For Wings, And Checks For Wings (AREA)

Abstract

Schnäpper (20) für eine Drehkipptür mit einem zwischen Flügel und Blendrahmen angeordneten, federbelasteten Riegel (24) bzw. einer derartigen Riegeltasche, der bzw. die in ein zugehöriges Halteteil (11, 15) eingreift, wobei der Flügel mit einem Schubstangenbeschlag ausgebildet ist, der Riegelelemente (9) und diesen zugeordnete Riegeleingriffe (11, 15) aufweist, und das Halteteil von einem Riegeleingriff (11, 15) gebildet oder getragen wird, wobei der Riegel (24) bzw. die Riegeltasche dem Schubstangenbeschlag über einen Mitnehmer (25) zugeordnet ist und bei Kippöffnungsstellung (7) des Beschlages mittels eines Beschlagelementes von der Federkraft entlastet bzw. außer Eingriff gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Riegel (24) bzw. der Riegeltasche und dem Mitnehmer (25) ein Schubrichtungsumkehrelement (26) wirksam ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Schnäpper für eine Drehkipptür nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Drehkipptüren werden vorzugsweise zum Ausgang auf einen Balkon oder eine Terrasse eingesetzt und sind als bodengleiche Drehkippfenster in Türgröße ausgebildet. In Kippstellung wird in einfacher Weise eine Lüftung des Raumes möglich. Da der Bedienungsgriff für die Bewegung des Drehkippbeschlages, der vorzugsweise als Schubstangenbeschlag ausgebildet ist, nur von innen bedienbar sein soll, ist von außen lediglich ein Zugknopf oder Zuggriff vorgesehen. Dieser dient dazu, die Tür auch von außen zuziehen und öffnen zu können, ohne dass die Tür verriegelt wird. Um zu verhindern, dass sich die Tür selbsttätig wieder öffnet, beispielsweise durch Luftbewegung, werden Schnäpper angebracht.
  • Diese Schnäpper werden als zusätzliche Teile vorzugsweise zwischen Flügel und Blendrahmen angeordnet. Sie weisen einen federbelasteten Riegel bzw. eine federbelastete Tasche auf, der bzw. die in ein zugehöriges Halteteil eingreift. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Ausführungsformen. Beim Schließen und beim öffnen der Tür in Drehstellung muss der federbelastete Riegel bzw. die federbelastete Riegeltasche gegen die Federkraft über eine entsprechende Zuhaltung am Halteteil gebracht werden. Dazu ist eine gewisse Kraft erforderlich, die vorzugsweise größer ist als die, eine Öffnung hervorrufende Windkraft. Nachteilig bei den bekannten in verschiedenster Weise auf dem Markt befindlichen Schnäppern für Drehkipptüren ist es, dass die Schnäpperkraft auch beim öffnen und Schließen der Drehkipptür in die oder aus der Kippstellung überwunden werden muss, obwohl dieses von der Funktion dieser Bewegung nicht erforderlich ist.
  • Daher ist bereits durch die DE 19506430 A1 eine Ausgestaltung bekannt geworden, bei der der Schnäpper mittels des Treibstangenbeschlages in der Kippstellung durch Mitnahme des Riegels mittels einer Treibstange des Treibstangenbeschlages aus seiner verriegelnden Position, in der dieser mit dem Halteteil zusammenwirkt, in eine unwirksame Position überführt wird. Dadurch ist beim öffnen und Schließen der Drehkipptür aus der bzw. in die Kippstellung kein Widerstand durch den Schnäpper zu überwinden, was den Bedienungskomfort einer derartigen Tür wesentlich erhöht.
  • Nachteilig dabei ist, dass es bei einer Zuordnung des Schnäppers zu einem Treibstangenbeschlagantrieb an der Verschlussseite des Flügels zu Problemen bei der Positionierung kommen kann. Der Schnäpper wirkt in der verriegelnden Stellung mit dem Ende eines rahmenseitigen Riegeleingriffs zusammen, dessen gegenüberliegendes Ende als Eingriff für einen Riegelelement dient. Dem entsprechend müssen die Riegelelemente und Schnäpper auf der jeweils entgegengesetzten Seite des Riegeleingriffs angeordnet werden. Da die Schaltrichtung der Schubstange auf der Verschlussseite bei üblichen Treibstangenantrieben über dessen gesamte Länge in eine Richtung geht, riegeln die Riegelelemente beispielsweise alle von unten nach oben ein. Die Öffnungsrichtung des dem Riegelelement zugeordneten Riegeleingriffs weist daher im Beispiel nach unten. Die bezüglich der Verschlussschaltstellung des Treibstangenantriebes gegenüberliegende Kippöffnungsstellung eines Riegelelementes liegt somit bezogen auf das vorgenannte Beispiel unterhalb der Verschluss- und Drehöffnungsstellung und die Treibstange bewegt sich bei einer üblichen Schaltfolge Verschlussstellung-Drehöffnungsstellung-Kippöffnungsstellung abwärts. Dadurch kann unterhalb des Getriebegehäuses des Treibstangenantriebs ein schaltbarer Schnäpper entsprechend der DE 19506430 A1 nur dann angewendet werden, wenn hierfür ein separater Riegeleingriff vorgesehen wird. Dies bedingt, dass unterhalb des Getriebegehäuses keine Verriegelung mehr vorgesehen werden kann oder zumindest eine mögliche Verriegelungsstelle entfällt.
  • Aus der DE 8025472 U1 ist ein Schnäpper bekannt, bei dem an dem Halteteil eine begrenzt verschiebliche und unter Federkraft stehende Riegeltasche zum Eingriff eines über den Treibstangenbeschlag verlagerbaren Riegelzapfen vorgesehen ist. Eine besondere nicht wirksame Stellung des Schnäppers für eine Öffnungsstellung ist hierbei nicht vorgesehen. Um in die Riegelstellung zu gelangen muss die Riegeltasche entgegen der Federkraft durch den Riegel verlagert werden.
  • Durch die DE 2458800 C2 , die AT 369843 und die EP 249683 B2 sind Schnäpper bekannt, bei denen ein ortsfest an dem Rahmen angebrachter und senkrecht zu einem Falz vortretender Riegel einer über die Treibstange verschiebbaren Riegeltasche zuordenbar ist. Da die Riegeltasche in Längsrichtung – entlang der Verschiebebewegung – nur so angeordnet und/oder bemessen ist, dass der Riegel in einer Schaltstellung in die Riegeltasche eingreifen kann, ist der Schnäpper je nach Relativlage von Riegel und Riegeltasche wirksam oder unwirksam. Durch die senkrechte Anordnung des Riegels kommt es insbesondere aufgrund der engen Platzverhältnisse zu Mehrarbeit durch Freistemmarbeiten. Zudem ist der durch den Riegel bei dessen Eingriff in die Riegeltasche entstehende Widerstand bei jeder Betätigung des Treibstangenbeschlages zu überwinden, was die Betätigung des Beschlages unnötig erschwert. Schließlich kommt noch hinzu, dass sich durch fertigungsbedingten Toleranzen unterschiedliche Falzabstände ergeben können, die bei einem zu geringen Abstand zu einem kaum überwindbaren und bei einem zu großen Abstand eine nur geringe Haltekraft mit sich bringt. Die beengten Platzverhältnisse senkrecht zu den Falzflächen lassen einen nur geringen Federweg zu.
  • Ausgehend von der DE 19506430 A1 stellt sich die Aufgabe, einen Schnäpper dahingehend zu verbessern, dass die Nachteile des Standes der Technik vermieden werden.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, dass zwischen dem Riegel bzw. der Riegeltasche und dem Mitnehmer ein Schubrichtungsumkehrelement wirksam ist, so dass die Schubrichtung der Treibstange des Treibstangenantriebs und die Bewegungsrichtung des Riegels bzw. der Riegeltasche unterschiedlich sind. Die so geschaffene Ausgestaltung eines Schnäppers kann nun auch unterhalb des Gehäuses des Treibstangenantriebs als schaltbarer Schnäpper vorgesehen werden.
  • Wenn zudem noch vorgesehen wird, dass das Schubrichtungsumkehrelement ein ortsfest gelagertes Ritzel ist, welches zwischen dem Riegel bzw. der Riegeltasche und dem Mitnehmer wirksam ist, wobei der Riegel bzw. die Riegeltasche eine komplementär zu der Zahnung des Ritzels ausgestalteten Zahnstangenabschnitt haben, so ergibt sich hieraus eine besonders einfache und zugleich wirkungsvolle Ausgestaltung.
  • Eine Weiterbildung sieht vor, dass der Riegel bzw. die Riegeltasche und der Mitnehmer in einem Gehäuse längsverschiebbar geführt sind, so dass der Schnäpper als einfach zu handhabendes Bauteil bei Bedarf an dem Treibstangenantrieb vorgesehen werden kann.
  • Um den engen Platzverhältnissen Rechnung zu tragen ist vorgesehen, dass die Drehachse des Ritzels senkrecht zur Verschieberichtung des Mitnehmers liegt.
  • Eine einfache Konstruktion sieht dabei vor, dass dem Ritzel in dem Gehäuse eine Lagerbohrung zugeordnet ist, in der das Ritzel ortsfest aufgenommen ist.
  • Schließlich kann noch vorgesehen werden, dass der Mitnehmer mittels einer Feder kraftbeaufschlagt ist, die sich im Gehäuse abstützt und die den Mitnehmer und den Riegel bzw. die Riegeltasche in verschiedene Richtungen drängt. Dadurch wird die Schnäpperfunktion des Riegels bzw. der Riegeltasche gewährleistet.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:
  • 1 eine Darstellung des Standes der Technik anhand einer Beschlaganordnung in einem Katalog „Titan iP" – Register 7 – Einzelbauteile,
  • 2 in einer vergrößerten Einzeldarstellung einen Schnäpper in einem ersten Ausführungsbeispiel
  • 3 eine Explosionsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels des Schnäppers in einer Rückansicht,
  • 4 eine Explosionsdarstellung nach 3 in einer Ansicht von vorne und
  • 5 einen Längsschnitt des Schnäppers nach 3 oder 4.
  • Der bekannte Stand der Technik wird in der 1 erläutert. An dem Treibstangenantrieb 1 eines im Wesentlichen bekannten Schubstangenbeschlages ist ein Schnäpper 2 oberhalb und ein Schnäpper 3 unterhalb eines Gehäuses 4 des Treibstangenantriebs angebracht. Der Treibstangenantrieb 1 weist ein in dem Gehäuse 4 gelagertes Zahnrad auf, welches in bekannter Weise von einem Mehrkantdorn eines Handhebels durchgriffen wird und von diesem verschwenkt werden kann. Der hier nicht dargestellte Handhebel lässt dabei ausgehend von einer angedeuteten Verschlussstellung 5 in eine Drehöffnungsstellung 6 und eine Kippöffnungsstellung 7 schwenken. Dabei wird die Treibstange 8 ausgehend von der Verschlussstellung 5 in der Zeichnung nach unten verlagert. Ein mit der Treibstange 8 verbundenes Riegelelement 9 wird dadurch aus seiner Verriegelungsposition 10, in der das Riegelelement 9 einem Riegeleingriff 11 zugeordnet ist, in der Darstellung nach unten verlagert. Das Riegelelement 9 nimmt dann die in der 2 sichtbare Drehöffnungsposition 12 ein. Bei einer weiteren Schwenkbewegung des Handhebels in die Kippöffnungsstellung 7 gelangt das Riegelelement 9 schließlich in die mit 13 bezeichnete Kippöffnungsposition.
  • Es ist ersichtlich, dass die Anordnung des Schnäppers 3 nur an einer der Eingriffrichtung des Riegelelements 9 gegenüberliegenden Seite erfolgen kann. Der Schnäpper 3 ist nämlich so ausgelegt, dass dieser mit dem Riegeleingriff bzw. mit dem Riegelsteg 14 zusammenwirkt.
  • In der linken Darstellung ist die Anordnung eines Schnäppers 2 oberhalb des Gehäuses 4 des Treibstangenantriebs 1 dargestellt. Hier ist ein Schnäpper entsprechend der DE 19506430 A1 vorgesehen, dem ein Riegeleingriff 15 zugeordnet ist. Der Schnäpper 2 greift mit einem Mitnehmerzapfen 16 in ein entsprechendes Langloch der Treibstange 8 ein und durchgreift dabei ein Langloch der Stulpschiene 17. Bei einer Verlagerung der Treibstange 8 nach unten wird der Schnäpper 2 durch das Rückziehen der Schnäpperkante 18 von dem Riegelsteg 19 gelöst. Zur genauen Funktion wird auf die DE 19506430 A1 verwiesen, auf die diesbezüglich vollinhaltlich Bezug genommen wird. Die Anordnung des Schnäppers 2 relativ zu dem Langloch in der Treibstange 8 ist so gewählt, dass die Mitnahme der Schnäpperkante 18 erst erfolgt, wenn die Treibstange 8 bzw. der Handhebel aus der Drehöffnungsstellung 6 in die Kippöffnungsstellung 7 bewegt wird.
  • Da sich die Treibstange 8 dabei – wie vorstehend bereits beschrieben – in der Zeichnung abwärts bewegen muss, und bei einer Schaltbewegung ausgehend von der Drehöffnungsstellung 6 in die Verschlussstellung 5 die Treibstange 8 nach oben bewegt wird, kann der Schnäpper nur unterhalb des Riegelelements angeordnet werden. Ein hier ebenfalls vorgesehenes Riegelelement (z. B. ein Riegelelement 9) würde dabei mit dem Schnäpper 3 kollidieren. Daher ist der Riegeleingriff 15 ausschließlich für den Eingriff des Schnäppers 2 vorgesehen.
  • In den 2 bis 5 ist ein Schnäpper 20 dargestellt, der anstelle des Schnäppers 2 oder 3 treten kann. Der Schnäpper 20 ist mit einem Gehäuse 21 versehen aus dem endseitig die Schnäpperkante 18 vorragt. In der 2 ist die Schnäpperkante 18 kreissegmentförmig ausgebildet, während diese in den 3, 4 eine Pultform aufweist und eine Rastkante 22 hat.
  • Der Schnäpper 20 hat einen indirekt durch eine Feder 23 kraftbeaufschlagten Riegel 24. Der Riegel 24 trägt im Ausführungsbeispiel die Schnäpperkante 18, die in das Riegelelement 11 oder 15 eingreift. Es kann abweichend von der Darstellung auch vorgesehen werden, dass eine Riegeltasche vorgesehen ist, welche ein zugehöriges Halteteil eingreift. Die Riegelelemente und die Riegeleingriffe sind dabei entsprechend auszuformen. Nachstehend wird daher nur entsprechend dem Ausführungsbeispiel von einem Riegel gesprochen.
  • Der Riegel 24 ist ebenfalls indirekt der Treibstange 8 entsprechend der 1 des Schubstangenbeschlags über den Mitnehmer 25 zugeordnet. Bei Kippöffnungsstellung 7 des Schubstangenbeschlages wird der Riegel 24 außer Eingriff gebracht wird, und zwar dadurch, dass zwischen dem Riegel 24 und dem Mitnehmer 25 ein Schubrichtungsumkehrelement 26 wirksam ist. Im Ausführungsbeispiel ist das Schubrichtungsumkehrelement 26 ein ortsfest in dem Gehäuse 21 gelagertes Ritzel 27 ist, welches zwischen dem Riegel 24 und dem Mitnehmer 25 wirksam ist. Der Riegel 24 und der Mitnehmer 25 besitzt an einem fingerartig vorragenden Ansatz 28 jeweils eine komplementär zu der Zahnung 29 des Ritzels 27 ausgestalteten Zahnstangenabschnitt 30, 31. Der Riegel 24 und der Mitnehmer 25 sind in einem Gehäuse 21 längsverschiebbar so geführt und angeordnet, dass sich die Zahnstangenabschnitte 30, 31 bezogen auf das Ritzel 27 diametral gegenüberliegen. Die Zahnstangenabschnitte 30, 31 sind identisch gestaltet und weisen einen längs verlaufenden Kragen 32 auf. Der Kragen 32 bewirkt eine höhere Belastungsfähigkeit der Zahnstangenabschnitte 30, 31.
  • Dem Ritzel 27 ist in dem Gehäuse 21 eine Lagerbohrung 33 zugeordnet, in die das Ritze) 27 mit einem Lagerzapfen 34 eingreift. Das Gehäuse 21 ist mit einem Deckel 35 verschließbar, der zur Lagerung des Ritzels 27 ebenfalls eine Lagerbohrung 36 aufweist, die im Ausführungsbeispiel als Sacklochbohrung ausgeführt ist und daher den Deckel 35 nicht durchdringt, so dass das Ritzel 27 in axialer Richtung zwischen Deckel 35 und Gehäuse 21 festgelegt ist.
  • Wie aus der 3 hervorgeht ist das Gehäuse 21 im Wesentlichen U-förmig und entlang zweier Seiten offen. Während die Längsbreitseite durch den Deckel 35 verschlossen wird, tritt an der Kopfseite der Riegel 24 aus. Das Gehäuse 21 lässt sich dementsprechend als Formteil aus Zinkdruckguss kostengünstig herstellen.
  • Die Drehachse 37 des Ritzels 27 liegt senkrecht zur Verschieberichtung des Mitnehmers 25 und des Riegels 24, so dass die Abmessung 38 (5) der gesamten Schubrichtungsumkehrvorrichtung gering gehalten werden kann. Dadurch kann der Schnäpper 20 im Falzraum auf der Stulpschiene 17 (1) liegend befestigt werden, wobei der Schnäpper 20 der Stulpschiene 17 mit dem Deckel 35 zugewandt ist. Der Mitnehmer 25 durchsetzt mit dem Kupplungszapfen 39 eine Langlochausnehmung 40 des Deckels 35 und wird – entsprechend der DE 19506430 A1 mit der Treibstange 8 gekoppelt. Zur Befestigung des Schnäppers 20 an der Stulpschiene 17 ist in dem Gehäuse 21 eine Bohrung 41 vorgesehen, welche koaxial zu einer Bohrung 42 im Deckel 35 verläuft. Eine Befestigungsschraube kann daher das Gehäuse und den Deckel 35 durchdringen und in der Stulpschiene 17 oder dem Flügel selbst ein Widerlager finden. Dabei durchdringt die Befestigungsschraube eine Langlochausnehmung 43 in dem Riegel 24. Der Riegel 24 ist zur besseren Führung in dem Gehäuse 21 mit einem Zapfen 44 versehen, der in einer Kulisse 45 des Gehäuses 21 einsitzt. Um die Relativausrichtung des Deckels 35 und des Gehäuses 21 zu vereinfachen kann an dem Gehäuse 21 ein Positionierungszapfen angebracht werden, der in eine entsprechende Bohrung des Deckels 35 eintaucht.
  • Wie aus der 5 ersichtlich ist der Mitnehmer 25 mittels der Feder 23 kraftbeaufschlagt. Die Feder 23 stützt sich einenends an dem Gehäuse 21 ab und ist dem Mitnehmer 25 an einem Zapfen 46 zugeordnet, der die als Spiralfeder ausbildete Feder 23 bereichsweise durchsetzt. Die Feder 23 liegt in einer Tasche 47 des Mitnehmers 25 und ist dadurch in Längsrichtung an einem Ausweichen gehindert. Zusätzlich ist in dem Gehäuse 21 eine Mulde vorgesehen, die koaxial zu dem Zapfen 46 verläuft. Durch die Feder 23 werden der Mitnehmer 25 und der Riegel 24 in verschiedene Richtungen gedrängt und zwar der Mitnehmer 25 in Richtung des Pfeils 48 und der Riegel in Richtung des Pfeils 49 (3). Gelangt die Schnäpperkante in der Drehöffnungsstellung mit dem Riegelsteg 14 in Kontakt, wird der Riegel 24 in das Gehäuse 21 zurückgedrängt. Bedingt durch das Schubrichtungsumkehrelement 26 in Form des Ritzels 27 wird der Mitnehmer 25 entgegen der Rückstellkraft der Feder 23 und entgegen der Richtung des Pfeils 48 verlagert.
  • Ausgehend von der 1 kann der Schnäpper daher anstelle des Schnäppers 3 vorgesehen werden. Der Kupplungszapfen 39 des Mitnehmers 25 durchsetzt dabei entsprechend dem Schnäpper 2 eine Langlochausnehmung in der Stulpschiene 18. Wird die Treibstange 8 in die Kippöffnungsstellung 13 verlagert, gelangt der Mitnehmer 25 durch den Kupplungszapfen 39 mit der Treibstange 8 in Verbindung. Der Mitnehmer 25 wird entgegen dem Pfeil 48 verlagert. Durch die Kopplung des Mitnehmers 25 und des Riegels 24 über das Schubrichtungsumkehrelement 26 wird der Riegel 24 entgegen der Richtung des Pfeils 49 verlagert und die Schnäpperkante 18 tritt nicht mit dem Riegelsteg 14 in Wirkverbindung. Gleichwohl bleibt für das Riegelelement 9 der Riegeleingriff 11 erhalten, so dass das Riegelelement in der Verschlussstellung 10 hier eingreifen kann. Schnäpper 20 und Riegelelement 9 greifen von entgegenliegenden Seiten an dem Riegeleingriff 11 an.
  • Analog dazu kann der Schnäpper 20 den Schnäpper 2 ersetzen, so dass der Riegeleingriff 15 für ein Zusammenwirken mit einem Riegelelement 9 und dem Schnäpper 20 genutzt werden kann. Es ist leicht ersichtlich, dass dadurch die Bevorratung und Herstellung unterschiedlicher Schnäpper 2 und 3 entfällt. Es ist auch ersichtlich, dass neben der genannten Ausgestaltung der Schubrichtungsumkehrvorrichtung weitere Ausgestaltungen denkbar sind, die eine gegenläufige Bewegung des Mitnehmers 25 und des Riegels 24 bewirken.
  • Durch eine Einstellschraube 50 kann die Ausgangslage des Mitnehmers 25 beeinflusst werden. Die Einstellschraube 50 ist in einem Gewinde des Gehäuses 21 gelagert und wirkt über das Schubrichtungsumkehrelement 26 indirekt auch auf den Riegel 24. Toleranzen bei der Montage können dadurch ausgeglichen werden.
  • 1
    Treibstangenantrieb
    2
    Schnäpper
    3
    Schnäpper
    4
    Gehäuse
    5
    Verschlussstellung
    6
    Drehöffnungsstellung
    7
    Kippöffnungsstellung
    8
    Treibstange
    9
    Riegelelement
    10
    Verriegelungsposition
    11
    Riegeleingriff
    12
    Drehöffnungsposition
    13
    Kippöffnungsposition
    14
    Riegelsteg
    15
    Riegeleingriff
    16
    Mitnehmerzapfen
    17
    Stulpschiene
    18
    Schnäpperkante
    19
    Riegelsteg
    20
    Schnäpper
    21
    Gehäuse
    22
    Rastkante
    23
    Feder
    24
    Riegel
    25
    Mitnehmer
    26
    Schubrichtungsumkehrelement
    27
    Ritzel
    28
    Ansatz
    29
    Zahnung
    30
    Zahnstangenabschnitt
    31
    Zahnstangenabschnitt
    32
    Kragen
    33
    Lagerbohrung
    34
    Lagerzapfen
    35
    Deckel
    36
    Lagerbohrung
    37
    Drehachse
    38
    Abmessung
    39
    Kupplungszapfen
    40
    Langlochausnehmung
    41
    Bohrung
    42
    Bohrung
    43
    Langlochausnehmung
    44
    Zapfen
    45
    Kulisse
    46
    Zapfen
    47
    Tasche
    48
    Pfeil
    49
    Pfeil
    50
    Justier-/Einstellschraube
  • Die Erfindung betrifft einen Schnäpper (20) für eine Drehkipptür mit einem zwischen Flügel und Blendrahmen angeordneten, federbelasteten Riegel (24) bzw. einer derartigen Riegeltasche, der bzw. die in ein zugehöriges Halteteil (11, 15) eingreift. Der Flügel ist mit einem Schubstangenbeschlag ausgebildet ist, der Riegelelemente (9) und diesen zugeordnete Riegeleingriffe (11, 15) aufweist und das Halteteil wird von einem Riegeleingriff (11, 15) gebildet oder getragen. Der Riegel (24) bzw. die Riegeltasche ist dem Schubstangebeschlag über einen Mitnehmer (25) zugeordnet und wird bei Kippffnungsstellung (7) des Beschlages mittels eines Beschlagelementes von der Federkraft entlastet bzw. außer Eingriff gebracht. Um eine universelle Verwendbarkeit des Schnäppers zu erreichen ist vorgesehen, dass zwischen dem Riegel (24) bzw. der Riegeltasche und dem Mitnehmer (25) ein Schubrichtungsumkehrelement (26) wirksam ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19506430 A1 [0004, 0005, 0008, 0023, 0023, 0030]
    • - DE 8025472 U1 [0006]
    • - DE 2458800 C2 [0007]
    • - AT 369843 [0007]
    • - EP 249683 B2 [0007]

Claims (6)

  1. Schnäpper (20) für eine Drehkipptür mit einem zwischen Flügel und Blendrahmen angeordneten, federbelasteten Riegel (24) bzw. einer derartigen Riegeltasche, der bzw. die in ein zugehöriges Halteteil (11, 15) eingreift, wobei der Flügel mit einem Schubstangenbeschlag ausgebildet ist, der Riegelelemente (9) und diesen zugeordnete Riegeleingriffe (11, 15) aufweist, und das Halteteil von einem Riegeleingriff (11, 15) gebildet oder getragen wird, wobei der Riegel (24) bzw. die Riegeltasche dem Schubstangenbeschlag über einen Mitnehmer (25) zugeordnet ist und bei Kippöffnungsstellung (7) des Beschlages mittels eines Beschlagelementes von der Federkraft entlastet bzw. außer Eingriff gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Riegel (24) bzw. der Riegeltasche und dem Mitnehmer (25) ein Schubrichtungsumkehrelement (26) wirksam ist.
  2. Schnäpper (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubrichtungsumkehrelement (26) ein ortsfest gelagertes Ritzel (27) ist, welches zwischen dem Riegel (24) bzw. der Riegeltasche und dem Mitnehmer (25) wirksam ist, wobei der Riegel (24) bzw. die Riegeltasche und der Mitnehmer (25) jeweils einen komplementär zu der Zahnung (29) des Ritzels (27) ausgestalteten Zahnstangenabschnitt (30, 31) haben.
  3. Schnäpper (20) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (24) bzw. die Riegeltasche und der Mitnehmer (25) in einem Gehäuse (21) längsverschiebbar geführt sind.
  4. Schnäpper (20) nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (37) des Ritzels (27) senkrecht zur Verschieberichtung (Pfeil 48) des Mitnehmers (25) liegt.
  5. Schnäpper (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ritzel (27) in dem Gehäuse (21) eine Lagerbohrung (33) zugeordnet ist.
  6. Schnäpper (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (25) mittels einer Feder (23) kraftbeaufschlagt ist, die sich im Gehäuse (21) abstützt und die den Mitnehmer (25) und den Riegel (24) bzw. die Riegeltasche in verschiedene Richtungen drängt.
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