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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufnehmen einer Sensorvorrichtung,
während
eine auf diese Sensorvorrichtung aufgebrachte Haftschicht aushärtet.
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Es
sind Sensorvorrichtungen bekannt, die über eine Haftschicht an einer
Frontscheibe eines Kraftfahrzeugs befestigt sind, beispielsweise
Licht- oder Regentropfensensoren. Bei einer derartigen, optischen
Sensorvorrichtung dient die Haftschicht zugleich zur optischen Ankoppelung
des Sensors an die Scheibe. Wird die Scheibe, beispielsweise aufgrund
eines Defekts, gegen eine neue Scheibe ausgetauscht, so muß an der
neuen Scheibe eine neue Sensorvorrichtung mitsamt Haftschicht angebracht werden.
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Es
wurde vorgeschlagen, zur Wiederverwendung der Sensorvorrichtung
auf der neuen Scheibe die alte Haftschicht zu entfernen, da diese
beim Abnehmen der Sensorvorrichtung von der Scheibe leicht beschädigt wird,
und eine neue Haftschicht auf die Sensorvorrichtung aufzubringen.
Dazu kann beispielsweise ein gelartiges Material auf die Sensorvorrichtung
aufgebracht werden, welches dann aushärtet.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die ein zuverlässiges,
genaues und zeitsparendes Aufbringen der Haftschicht ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, welche aufweist: eine Ablage
für die
Sensorvorrichtung, eine Einrichtung zum horizontalen Ausrichten der
Sensorvorrichtung, wenn diese auf der Ablage angeordnet ist, und
eine Heizeinrichtung zum Beheizen eines Bereichs der Sensorvorrichtung,
wenn diese auf der Ablage angeordnet ist. Die Heizeinrichtung ist
vorzugsweise eine elektrische Heizeinrichtung.
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Durch
die erfindungsgemäße Vorrichtung kann
durch die horizontale Ausrichtung der Sensorvorrichtung verhindert
werden, daß das
aufgebrachte gelartige Material bei fehlender horizontaler Ausrichtung
durch die Schwerkraft entlang der Oberfläche der Sensorvorrichtung in
unerwünschter
Weise fließt. Zugleich
wird durch die Heizeinrichtung ein schnelleres Aushärten der
Haftschicht ermöglicht,
so daß die vor
dem Aushärten
zurückgelegten
Fließ wege
verringert werden. Außerdem
hat die Heizeinrichtung den Vorteil, daß auch bei niedrigen Umgebungstemperaturen,
bei denen ein verwendetes gelartiges Material nur schlecht oder
gar nicht aushärtet,
ein Aushärten mit
einer kurzen Aushärtzeit
ermöglicht
wird.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Vorzugsweise
umfaßt
die Einrichtung zum horizontalen Ausrichten der Sensorvorrichtung
eine Einstelleinrichtung zum Einstellen einer Neigung der Vorrichtung
bezüglich
der Horizontalen. Wenn die Sensorvorrichtung auf der Ablage aufliegt,
kann damit die Sensorvorrichtung auf eine Neigung von 0° zur Horizontalen
um eine oder vorzugsweise zwei verschiedene Achsen, d. h. in allen
Richtungen, eingestellt werden.
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Vorzugsweise
umfaßt
die Einrichtung zum horizontalen Ausrichten der Sensorvorrichtung
wenigstens einen, vorzugsweise wenigstens zwei höhenverstellbare Füße der Vorrichtung.
Das heißt,
die Vorrichtung als Ganzes wird mittels der höhenverstellbaren Füße in Bezug
auf eine Unterlage ausgerichtet. Wenn sämtliche vorgesehenen drei oder
vier Füße höhenverstellbar
sind, ist die Ausrichtung besonders einfach und unkompliziert durchführbar.
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Vorzugsweise
umfaßt
die Einrichtung zum horizontalen Ausrichten der Sensorvorrichtung
eine Wasserwaage, besonders bevorzugt eine zweidimensionale Wasserwaage.
Unter einer Wasserwaage ist dabei insbesondere eine verkapselte
Flüssigkeit
mit einer eingeschlossenen Luftblase zu verstehen, wobei sich die
Luftblase in einer sich in einer Längsrichtung erstreckenden Kapsel
oder entlang einer Grundfläche
einer beispielsweise scheibenförmigen
Kapsel bewegen kann.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
weist die Vorrichtung weiter einen verschließbaren Deckel auf. Dadurch
kann während
des Vorgangs des Aushärtens
eine Verschmutzung der Haftschicht verhindert werden. Vorzugsweise
ist der Deckel über
wenigstens ein Gelenk oder Scharnier schwenkbar befestigt.
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Vorzugsweise
ist die Heizeinrichtung dazu eingerichtet, eine auf der Ablage aufliegende
Sensorvorrichtung durch die Ablage zu beheizen. Dies umfaßt sowohl
konvektives Beheizen, also etwa mittels eines Luftstroms durch die
Ablage gegen die Sensorvorrichtung, als auch konduktives Beheizen,
also mittels Wärmeleitung über das
Material der Ablage. Auch eine Kombination dieser beiden Arten des
Beheizens ist umfaßt.
Vorzugsweise ist die Heizeinrichtung unter der Ablage angeordnet.
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Vorzugsweise
ist die Heizeinrichtung eine elektrische Heizeinrichtung und ist
dazu ausgelegt, mit einer Spannung von 12 Volt betrieben zu werden. Die
Vorrichtung ist beispielsweise an eine Fahrzeugbatterie eines Kraftfahrzeugs
anschließbar.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Vorrichtung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben.
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Es
zeigen:
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1 eine
schematische Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und einer auf
einer Ablage der Vorrichtung aufliegenden Sensorvorrichtung, wobei
die Sensorvorrichtung und ein diese umgebender Rand der Ablage schematisch
im Querschnitt dargestellt sind; und
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2 eine
schematische Draufsicht auf die Vorrichtung mit aufgeklapptem Deckel,
ohne die Sensorvorrichtung.
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Die
in den 1 und 2 gezeigte Vorrichtung bildet
einen Koffer mit einem Unterteil 10 und einem Deckel 12.
Der Deckel 12 ist über
Scharniere 14 an der Rückseite
des Unterteils 10 befestigt. Ein zweiteiliger Griff 16 ist
an der Vorderseite des Unterteils 10 und des Deckels 12 gebildet.
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Die
Vorrichtung kann mittels dreier Füße 18 aufgestellt
werden. Die Füße 18 sind
im Dreieck angeordnet und jeweils höhenverstellbar, so daß sie eine
Einstelleinrichtung zum Einstellen einer Neigung der Vorrichtung
bezüglich
der Horizontalen bilden.
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An
der Oberseite des Unterteils 10 ist eine Ablage 20 für eine Sensorvorrichtung 24,
wie beispielsweise einen Licht- oder Regentropfensensor zur Anbringung
an einer Frontscheibe eines Kraftfahrzeugs, angeordnet. Die Ablage 20 weist
beispielsweise einen nach oben vorspringenden Rand 22 auf,
um ein Abrutschen einer auf die Ablage 20 aufgelegten Sensorvorrichtung 24 zu
verhindern. Die Ablage 20 ist ferner mit Schlitzen 26 versehen,
durch die von einer unter der Ablage 20 angeordneten Heizeinrichtung 28 erzeugte
warme Luft zu der Sensorvorrichtung 24 geführt wird.
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Die
Heizeinrichtung 28 ist eine elektrische Heizeinrichtung,
umfaßt
optional ein Gebläse
und ist mit einem Anschluß 30 an
der Außenseite
des Unterteils 10 verbunden. Dem Fachmann sind geeignete Heizeinrichtungen
bekannt, beispielsweise eine Widerstandsdraht-Heizung. Über den
Anschluß 30 kann
die Heizeinrichtung 28 beispielsweise an eine Fahrzeugbatterie
angeschlossen werden.
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Neben
der Ablage 20 ist an der Oberseite des Unterteils 10 eine
zweidimensionale Wasserwaage 32 angeordnet, die fest mit
dem Unterteil 10 verbunden ist. Die Wasserwaage 32 ist
zu einer Auflagefläche
der Ablage 20 ausgerichtet, so daß an der Wasserwaage 32 ablesbar
ist, ob die aufgelegte Sensorvorrichtung 24 horizontal
ausgerichtet ist. Zusammen mit den höhenverstellbaren Füßen 18 bildet
so die Wasserwaage 32 eine Einrichtung zum horizontalen
Ausrichten der Sensorvorrichtung 24.
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Die
Verwendung der Vorrichtung in einem Verfahren zum Aufbringen einer
Haftschicht auf eine Sensorvorrichtung erfolgt gemäß den folgenden Schritten:
Die Sensorvorrichtung 24 wird auf die Ablage 20 aufgelegt
und mittels der höhenverstellbaren Füße 18 und
der Wasserwaage 32 horizontal ausgerichtet. Auf eine Oberfläche an der
Oberseite der Sensorvorrichtung 24 wird eine gelartige,
fließfähige Masse 34 aufgebracht.
Die Ausbreitung der Masse 34 wird gegebenenfalls durch
eine an der Sensorvorrichtung 24 ausgebildete Umrahmung 36 begrenzt.
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Nach
dem horizontalen Ausrichten der Sensorvorrichtung 24 und
dem Aufbringen der Masse 34 wird der Deckel 12 verschlossen,
und die Sensorvorrichtung 24 wird mittels der Heizeinrichtung 28 beheizt.
Dadurch wird zumindest indirekt die Masse 34 beheizt, so
daß deren
Aushärtung
beschleunigt wird. Durch den verschlossenen Deckel ist die Masse
dabei vor Verschmutzung geschützt.
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Nach
dem Aushärten
der Masse 34 kann der Deckel 12 wieder geöffnet werden,
um die Sensorvorrichtung mit der darauf aufgebrachten, von der ausgehärteten Masse 34 gebildeten
Haftschicht zu entnehmen.