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Die
Erfindung betrifft zunächst
ein Befestigungssystem zur beabstandeten Anordnung von Regalböden im wesentlichen
bestehend aus mindestens zwei Säulen,
in denen eine Vielzahl von jeweils paarweise auf gleicher Höhe angeordneten,
mit hakenförmigen
Befestigungselementen versehene Konsolen angeordnet sind, auf denen
jeweils ein Regalboden lagert, der betrachterseitig mit einem Befestigungsbereich
für eine
Preisschiene versehen ist.
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Ein
derartiges Regalsystem ist beispielsweise aus der
DE 10306834.1 der Anmelderin allgemein bekannt.
Hierbei handelt es sich um ein Befestigungssystem, welches häufig im
Laden- oder Messebau genutzt wird, um Präsentationsflächen für Waren zu
schaffen. Dieses grundsätzlich
vorteilhafte Befestigungssystem weist jedoch Nachteile hinsichtlich
der Variabilität
der betrachterseitig anzuordnenden Preisschienen sowie der betrachterseitigen
Optik der Preisschienen auf.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein neues Befestigungssystem
zur Beabstandung und Anordnung von Regalböden zu schaffen, bei der auf
optisch ansprechende Weise eine variablere Preisschiene einsetzbar
ist.
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Die
Lösung
der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruches 1, insbesondere
den Merkmalen des Kennzeichenteils, wonach im Einbauzustand die
zum Betrachter weisende Stirnfläche der
Konsole benachbart des Befestigungsbereiches angeordnet ist, und
dass der Befestigungsbereich so weit über die Stirnfläche hinausragt,
dass eine durchgehende Preisschiene an den Befestigungsbereichen
benachbarter Regalböden
angeordnet werden kann.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
weist zum einen den wesentlichen Vorteil auf, dass nunmehr regalbodenübergreifend
eine durchgehende Preisschiene betrachterseitig an einer aus mehreren Regalböden bestehenden
Regalbodenebene angeordnet werden kann. Dadurch können nicht
nur Preisschilder und Auszeichnungen an jeder gewünschten Stelle
der Regalbodenebene angeordnet werden, sondern es entsteht darüber hinaus
betrachterseitig eine einheitliche, nicht durch die Stirnflächen von Konsolen
unterbrochene Optik. Auch können
bei der Montage eines derartigen Befestigungssystems die Preisschienen
auf einfache Weise komplett seitlich in den Befestigungsbereich
der Regalböden
eingeschoben werden.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist darüber
hinaus die Stirnfläche
der Konsole im Wesentlichen vertikal verlaufend. Dadurch wird auf
vorteilhafte Weise eine großflächige Anlagefläche für die Preisschiene
zur Verfügung
gestellt.
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Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
können
die Preisschienen eine unterschiedlich, zum Betrachter hin, orientierte Sichtfläche aufweisen.
Dies bedeutet, dass die Sichtflächen
der Preisschienen beispielsweise in Kopfhöhe vertikal im Bodenbereich
nach oben weisend und oberhalb der Kopfhöhe schräg nach unten weisend angeordnet sein
können.
Diese Variabilität
wird erfindungsgemäß dadurch
möglich,
dass – anders
als beim Stand der Technik – der
Befestigungsbereich für
die Preisschiene keinen festen Anlageschenkel für die Sichtfläche aufweist,
so dass unterschiedliche, hinsichtlich der Orientierung der Sichtfläche ausgebildete
Preisschienen erfindungsgemäß einsetzbar
sind.
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Des
Weiteren betrifft die Erfindung auch eine Konsole für ein Befestigungssystem
mit einem hakenförmigen
Befestigungselement, mit zum Regalboden weisenden Aussparungen und
mit einer zum Betrachter weisenden Stirnfläche am freien Endbereich der
Konsole.
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Ausgehend
von dem oben genannten Stand der Technik sowie der oben genannten
Aufgabe ergibt sich die Lösung
der Aufgabe aus den Merkmalen des Anspruches 7 und insbesondere
den Merkmalen des Kennzeichenteils, wonach die Stirnfläche geringfügig beabstandet
von der den Regalboden betrachterseitig aufnehmenden Aussparungen
im Wesentlichen vertikal verläuft.
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Bezüglich der
Vorteile der Erfindung wird ebenfalls auf obige Ausführungen
zum erfindungsgemäßen Befestigungssystem
gemäß Anspruch
1 verwiesen.
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Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
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1 eine
Darstellung einer Regalbodenebene nach dem Stand der Technik,
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2 eine
Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Konsole,
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3 eine
Seitenansicht eines Befestigungssystems zur beabstandeten Anordnung
von Regalböden
mittels Konsolen gemäß 2,
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4a Teilvergrößerung des
Befestigungsbereiches für
eine Preisschiene bei einer Konsole gemäß 2,
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4b eine
Teildraufsicht auf den Befestigungsbereich gemäß 4a,
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5a eine
Darstellung gemäß 4a mit zusätzlich angeordneter
Preisschiene,
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5b eine
Darstellung des Befestigungsbereiches gemäß 5a in
Draufsicht,
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6 eine
perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Befestigungssystems im Montagezustand
und
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7 eine
Darstellung gemäß 6 in
leicht perspektivischer Frontalansicht.
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In
den Zeichnungen ist ein Befestigungssystem zur beabstandeten Anordnung
von Regalböden 11 insgesamt
mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.
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Wie
insbesondere in der 3 zu erkennen, besteht ein derartiges
Befestigungssystem 10 aus auf nicht dargestellte Weise
an einer Wand befestigte Säulen 12 mit
ebenfalls nicht dargestellten regelmäßig angeordneten Befestigungsöffnungen.
In diesen sind Konsolen 13 angeordnet, auf denen Regalböden 11 lagern,
die zur Präsentation
von Waren für den
Betrachter x dienen. Durch die paarweise, beabstandete Anordnung
von Konsolen 13 in den in gleicher Weise beabstandeten
Säulen 12,
entstehen in unterschiedlichen Höhen
Regalebenen E, die einen auf die Größe der zu präsentierenden
Waren abgestimmten Abstand voneinander aufweisen.
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In
der 1 ist eine derartige, aus vier Konsolen 13 und
zwei Regalböden 11 gebildete
Regalebene E nach dem Stand der Technik dargestellt. Man erkennt
insbesondere in der Ausschnittsvergrößerung, dass im Übergangsbereich
der Regalböden 11, der
im Wesentlichen durch zwei gegenüberliegende Konsolen 13 gebildet
wird, deren Stirnflächen 14 aus den
gegenüberliegenden
Sichtflächen 15 der
Preisschienen 16 herausragen. Im Bereich des Überganges
von Regalboden 11 zu Regalboden 11 sind die Preisschienen 16 unterbrochen
und somit eine Anordnung von Preisschildern nicht möglich.
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In
der 2 ist darüber
hinaus in der Seitenansicht eine Konsole 13 dargestellt.
Wandseitig ist die Konsole 13 mit einem hakenförmigen Befestigungselement 17 zur
Befestigung in einer nicht dargestellten Säule 12 und mit einem
Abstützelement 18 versehen.
Am Abstützelement 18 sind
Kerben 19 angeordnet. Diese Kerben 19 haben die
Funktion, dass man mit ihnen die Konsole 13 in unterschiedlichen Winkelstellungen
in die vertikal verlaufende Säule 12 einhängen kann.
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An
einer Obenkante 20 der Konsole 13 sind Aussparungen 21 vorhanden,
die der Aufnahme von randlichen Falzen 22 (s. 4a)
der Regalböden 11 dienen.
Die Konsole 13 weist – wie
oben schon dargelegt – eine
Stirnfläche 14 auf,
die zum Betrachter x gerichtet ist sowie eine Unterfläche 23,
welche nahe der Stirnfläche 14 mit
einer Aussparung 24, beispielsweise zur Aufnahme eines
Kabels für
eine Beleuchtungseinrichtung, vorgesehen ist.
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In
den 4a bis 5b ist
in vergrößerter Form
der Befestigungsbereich 25 für Preisschienen 16 dargestellt.
In der 4a erkennt man zunächst den
Regalboden 11, der zum Betrachter x gerichtet mit der Falz 22 und
einem daran angeordneten U-förmigen
Bereich 26 versehen ist, wobei die Falz 22 aus dem
U-förmigen
Bereich 26 herausragt, so dass die Konsole 13 die
Falz 22 untergreifen kann und der Regalboden 11 in
die Aussparung 21 der Konsole 13 eintaucht. Darüber hinaus
ist zu erkennen, dass der Regalboden 11 eine seitliche
Falz 28 aufweist, die großflächig an der Konsole 13 anliegt.
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Letztlich
bildet sich zwischen der Stirnfläche 14 und
einem freien Schenkel 29 des U-förmigen Abschnittes 26 ein
Aufnahme- oder Klemmspalt 30 aus, dessen Funktion insbesondere
in der 5a zu erkennen ist. Dort ist
auf dem freien Schenkel 29 des U-förmigen Bereiches 26 ein
Klemmbereich 31 einer Preisschiene 16 befestigt,
wobei letztere mit einer schräg
nach oben gerichteten Sichtfläche 15 versehen
ist.
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In
der 3, wie auch in der 6, ist ergänzend zu
erkennen, dass bei dieser Art der Befestigung der Preisschiene 16 es
auch möglich
wird, eine Preisschiene 16 einzusetzen, die unterschiedlich
orientierte Sichtflächen 15 aufweist.
So ist die unterste Regalebene E mit einer schräg nach oben gerichteten Sichtfläche 15,
die mittlere mit einer vertikal angeordneten Sichtfläche 15 und
die obere mit einer schräg
nach unten gerichteten Sichtfläche 15 versehen,
so dass die Preisschilder an allen Regalebenen E gut sichtbar sind.
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Letztlich
ist insbesondere aus den 6 und 7 auch zu
erkennen, dass sich das erfindungsgemäße Befestigungssystem 10 betrachterseitig
dadurch auszeichnet, dass im Bereich der Preisschiene 16 eine
einheitliche, durchgehende Optik gewährleistet ist, wobei zugleich
durch diese Einheitlichkeit auch an jeder Stelle der Preisschiene 16 Preisschilder
oder Informationen angeordnet werden können.