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DE202007003765U1 - Handgriff für ein Hausgerät - Google Patents

Handgriff für ein Hausgerät Download PDF

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DE202007003765U1
DE202007003765U1 DE200720003765 DE202007003765U DE202007003765U1 DE 202007003765 U1 DE202007003765 U1 DE 202007003765U1 DE 200720003765 DE200720003765 DE 200720003765 DE 202007003765 U DE202007003765 U DE 202007003765U DE 202007003765 U1 DE202007003765 U1 DE 202007003765U1
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Gronbach Forschungs und Entwicklungs GmbH and Co KG
BSH Hausgeraete GmbH
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BSH Bosch und Siemens Hausgeraete GmbH
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    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
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Abstract

Handgriff für ein Haushaltsgerät mit einem Griffteil (1), mindestens einem separaten Befestigungsteil (2) zum Befestigen des Griffteils (1) und mindestens einem Einlegeteil (9) zwischen dem Griffteil (1) und dem Befestigungsteil (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (9) mindestens einen Positioniervorsprung (92) und/oder mindestens eine Positioniervertiefung (94) an der dem Griffteil (1) und/oder der dem Befestigungsteil (2) zugewandten Seite aufweist.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Handgriff für ein Hausgerät mit einem vorzugsweise als lang gestreckte Stange ausgebildeten Griffteil und mit mindestens einem Befestigungsteil zum Befestigen des Griffteils an einem Element des Hausgeräts.
  • Bei einem bekannten Handgriff für die Tür eines Haushaltsgerätes ( DE 102 08 042 A1 ) ist eine Griffstange an zwei Griffstücken, d.h. Befestigungsteilen mit Abstand zur Türfläche des Haushaltsgerätes gehalten und mittels eines jedes Befestigungsteil durchziehenden Befestigungsmittels an der Türfläche fixiert. Dabei bilden die technisch relativ aufwendigen Befestigungsteile einen wesentlichen Teil der äußeren Begrenzung des Handgriffes, prägen damit wesentlich das Erscheinungsbild des Handgriffes. Es sind zwar auch Handgriffe bekannt, bei denen Griffteil und Befestigungsteil bzw. Befestigungsteile einstückig im Spritzgussverfahren aus Kunststoff hergestellt sind, wodurch zwar die Anzahl der Einzelteile und deren Kosten gegenüber mehrteiligen Ausführungen verringert wird, aber eine Produktdifferenzierung z.B. in Form von unterschiedlichen Designvarianten aufgrund der Einstückigkeit wirtschaftlich schwer realisierbar ist.
  • Bei Handgriffen, bei denen das Griffteil und das Befestigungsteil einzelne Bestandteile sind, die zu einem Handgriff zusammen gefügt werden sollen, der ein durchgehendes Erscheinungsbild hervorruft, ist es notwendig die einzelnen Bestandteile präzise, das heißt mit sehr geringen Toleranzen herzustellen, um eine Spaltbildung oder einen Versatz zwischen den Teilen zu vermeiden. Eine solche präzise Herstellung ist zeit-kostenintensiv.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Handgriff zu schaffen, der aus einzelnen Bestandteilen zusammengesetzt ist, einfach herzustellen ist und eine gute Handhabbarkeit liefert.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe gelöst werden kann, indem zwischen dem Griffteil und dem Befestigungsteil ein vorgeformtes Zwischenstück eingeschlossen ist.
  • Die Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen Handgriff dadurch gelöst, dass ein Einlegeteil vorgesehen ist und dieses Einlegeteil mindestens einen Positioniervorsprung und/oder mindestens eine Positioniervertiefung an der dem Griffteil und/oder der dem Befestigungsteil zugewandten Seite aufweist.
  • Durch das Vorsehen eines solchen Einlegeteils wird eine exakte Positionierung des Befestigungsteils bezüglich des Einlegeteils und eine exakte Positionierung des Griffteils bezüglich des Einlegeteils ermöglicht. Diese exakte Positionierung der einzelnen Bestandteile des Handgriffs zu dem Einlegeteil führt zu einer durch das Einlegeteil bewirkten exakten Positionierung der einzelnen Bestandteile des Handgriffes zueinander. Als Bestandteile des Handgriffs werden die Hauptbestandteile, nämlich der Griffteil und der beziehungsweise die Befestigungsteile bezeichnet. Durch geeignete Wahl des Materials des Einlegeteils kann zudem der Formschluss zwischen den Bestandteilen des Handgriffs optimiert werden. Insbesondere können fertigungstechnische Toleranzen ausgeglichen werden. Besonders fertigungstechnische Toleranzen an der Stirnseite des Befestigungsteils und an dem Befestigungsbereich des Griffteils, über den dieses mit dem Befestigungsteil verbunden wird, fallen nicht mehr ins Gewicht. Aber auch Toleranzen bezüglich der Position oder Ausrichtung von Befestigungselementen, wie Schraubgewinden an einem der Bestandteile oder von Führungseinrichtung für weitere Befestigungselemente, wie Schrauben, kann ausgeglichen werden. Das Einlegelement kann somit als Ausgleichselement dienen. Die relative Position der Teile des Handgriffs zueinander bestimmt sich durch die Geometrie des Einlegeelementes.
  • Die Positioniervorsprünge und/oder Positioniervertiefungen sind weiterhin für die Montage des Handgriffs hilfreich. Der erfindungsgemäße Handgriff wird vorzugsweise so montiert, dass zunächst ein Bolzen an dem Griffteil befestigt wird. Über diesen Bolzen werden anschließend das Einlegeteil und das Befestigungsteil aufgeschoben beziehungsweise aufgefädelt. Durch die Positioniervorsprünge und Positioniervertiefungen kann bei der Montage die korrekte Ausrichtung der einzelnen Bestandteile auf einfache Weise gewährleistet werden und ein gegenseitiges Verdrehen der Bestandteile zueinander verhindert werden. Ohne das Einlegeteil ist dies aufgrund der während der Montage zwischen den Bestandteilen mangelnden mechanischen Verbindung nicht möglich.
  • Gemäß einem bevorzugten Ausführungsform steht das Einlegeteil über zumindest einen Bereich einer Außenkante der Stirnseite des Befestigungsteils, die dem Einlegeteil zugewandt ist, und über zumindest eine Außenkante eines Befestigungsbereichs des Griffteils, der dem Einlegeteil zugewandt ist, über. Durch den Überstand des Einlegeteils über die Außenseiten der beiden Teile des Handgriffs hinaus, können die Toleranzen, die durch das Einlegeteil ausgeglichen werden können noch größer sein. Insbesondere kann auch ein Versatz der Bestandteile zueinander gut ausgeglichen werden. Ein weiterer Vorteil, der durch das Vorsehen eines Überstandes des Einlegeteils erzielt wird ist, dass die Kanten der Bestandteile des Handgriffes nicht speziell bearbeitet werden müssen. Befinden sich an den Kanten der Teile Grate von den vorhergehenden Fertigungsschritten, so würden diese auch bei einer exakten Ausrichtung der Bestandteile des Handgriffs zueinander für den Benutzer des Handgriffes bei Berührung des Übergangs von Befestigungsteil zu Griffteil spürbar sein. Durch den Überstand, der vorzugsweise eine solche Größe besitzt, dass herkömmliche Herstellungsrückstände abgedeckt sind, ist hingegen für den Benutzer ausschließlich der Randbereich des Einlegeteils, das heißt der Überstand des Einlegeteils spürbar. Auch bei einer Toleranzabweichung bezüglich der Abmessungen, beispielsweise der Breite oder Tiefe, der einzelnen Bestandteile, die zu einem Versatz der Teile zueinander führt und trotz der Positionierelemente des Einlegeteils nicht behoben werden kann, wird die dadurch frei für den Benutzer zugängliche Kante der einzelnen Teile an dem Versatz durch den Überstand des Einlegeteils abgedeckt. Der Überstand kann gewährleistet werden, indem die Abmessungen des Einlegeteils größer gewählt werden, als die maximale Toleranzabweichung, die für die Abmessungen der Bestandteile des Handgriff zugelassen sind.
  • Indem gemäß einer Ausführungsform an mindestens einem Positioniervorsprung mindestens ein Fixiervorsprung vorgesehen ist, kann die relative Position des Bestandteils des Handgriffes, der durch den Positioniervorsprung gegenüber dem Einlegeteil ausgerichtet werden soll, besonders zuverlässig eingestellt werden. Die Fixiervorsprünge sind vorzugsweise so vorgesehen, dass diese den Formschluss zwischen dem Positioniervorsprung und dem Bestandteil des Handgriffes durch einen Kraftschluss unterstützen.
  • Vorzugsweise besteht das Einlegeteil aus Kunststoff. Insbesondere können Thermoplaste oder Duroplaste verwendet werden. Kunststoff eignet sich besonders als Material für das erfindungsgemäße Einlegeteil, da dieses Material auf einfache Weise verarbeitet werden kann und somit die für die Funktionen des Einlegeteils notwendigen Geometrien leicht eingestellt werden können. Auch die Festigkeit von Kunststoff ist für die Verwendung als Material für das Einlegeteil von Vorteil. Zum einen kann das Einlegeteil, insbesondere der Positioniervorsprung, in das Befestigungsteil und/oder das Griffteil des Handgriffs eingebracht. Alternativ oder zusätzlich können Bereiche der Bestandteile des Handgriffs in die Positioniervertiefungen eingebracht werden. Zum anderen können Fertigungstoleranzen der Bestandteile des Handgriffs, die an dem Einlegeteil anliegen, durch die Flexibilität des Kunststoffs ausgeglichen werden. Hierdurch kann eine Spaltbildung zwischen den Bestandteilen des Handgriffs verhindert werden.
  • Gemäß einer Ausführungsform sind die Stirnseite des Befestigungsteils und der Befestigungsbereich des Griffteils unentgratet. Bei der Formgebung des Befestigungsteils und des Griffteils, wird insbesondere beim Zuschneiden der Bestandteile in der Regel ein Bearbeitungsverfahren, wie Fräsen oder Sägen verwendet, das an den Trennflächen oder Bearbeitungsoberflächen Grate hinterlässt. Um diese Grate zu entfernen müssen die Teile aufwändig entgratet werden. Auch bei Bearbeitungsverfahren, bei denen keine Grate entstehen, sind die Kanten nach dem Zuschneiden scharf und können nur durch aufwändige Bearbeitungsverfahren abgerundet werden. Mit der vorliegenden Erfindung ist es möglich auch unentgratete Teile zu verwenden, da diese Kanten der einzelnen Teile des Handgriffs entweder von dem Einlegeteil abgedeckt sind und somit nicht von dem Benutzer berührt werden können oder die Teile durch das Einlegeteil so zueinander ausgerichtet sind, dass die Kanten so miteinander fluchten, dass diese für den Benutzer nicht mehr spürbar sind.
  • Das Befestigungsteil und das Griffteil sind gemäß einer Ausführungsform Aluminium-Strangpressprofile. Diese einfach herzustellenden Profile können bei dem Handgriff vorteilhaft eingesetzt werden, da außer der Außengeometrie, die die Form des Handgriffs bestimmt auch geeignete Innengeometrien einfach hergestellt werden können. Insbesondere können Bereiche vorgesehen werden, in die Positioniervorsprünge in die Profile eingebracht werden können oder die selber in Positioniervertiefungen eingebracht werden können. Weiterhin können im Inneren des Befestigungsteils Führungsvorrichtungen erzeugt werden, über die das Befestigungsteil bei der Montage des Handgriffs über beispielsweise einen Befestigungsbolzen geführt werden können.
  • Mindestens ein Positioniervorsprung kann als Rippe ausgestaltet sein und an einer Seitenfläche der Rippe eine Fixiernase aufweisen. Durch eine seitlich von der Rippe hervorstehende Fixiernase wird der Halt zwischen den Bestandteilen des Handgriffs und dem Einlegeteil verbessert und damit die Positionierung der beiden Bestandteile des Handgriffs zueinander vereinfacht.
  • Gemäß einer Ausführungsform ist eine Positioniervertiefung eine wannenförmige Vertiefung und in dem Wannenboden liegt eine Durchlassöffnung vor. In die wannenförmige Vertiefung kann ein Steg von einem der Bestandteile des Handgriffs, insbesondere vom Griffteil eingreifen beziehungsweise darin aufgenommen werden. Durch die Durchlassöffnung kann ein zur Anbringung des Handgriffs an dem Haushaltsgerät notwendiges Befestigungselement, wie beispielsweise ein Schraubbolzen, geführt werden.
  • Die Stirnseite des mindestens einen Befestigungsteils, das Einlegeteil und der Befestigungsbereich sind gemäß einer Ausführungsform unter dem gleichen Krümmungsradius gewölbt. Bei dieser Ausgestaltung kann eine Außenkontur des Handgriffs auch entlang der Kontaktfläche zwischen den Teilen des Handgriffs und an dem dazwischen liegenden Einlegeteil realisiert werden, wodurch sich das optische Erscheinungsbild verbessert.
  • Das mindestens eine Befestigungsteil ist gemäß einer Ausführungsform ein Hohlprofil, in dem Befestigungsbereich des Griffteils liegt ein Steg vor und die Positionierrippen des Einlegeteils liegen an der Innenwand des Hohlprofils an und das Ende des Steges liegt in der wannenförmigen Vertiefung des Einlegeteils. Diese Ausführungsform des Handgriffs führt zu einer erhöhten Stabilität der Verbindung zwischen dem Einlegeteil und dem Befestigungsteil beziehungsweise dem Griffteil. Ein Verrutschen des Einlegeteils kann damit verhindert werden und der Schutz gegen das Berühren der Kanten kann aufrecht erhalten werden.
  • Der Überstand des Einlegeteils über die Außenkanten der Stirnseite des Befestigungsteils und des Befestigungsbereiches kann beispielsweise größer als 0,10 mm, vorzugsweise größer 0,20 mm sein. Durch diesen Überstand werden Fertigungstoleranzen zuverlässig ausgeglichen. Vorzugsweise beträgt der Überstand 0,15 mm. Hierdurch können weiterhin die Toleranzen zuverlässig ausgeglichen werden und gleichzeitig wird sicher gestellt, dass der Überstand für den Benutzer nicht unangenehm spürbar ist. Der Überstand kann insbesondere durch die Fertigung des Einlegeteils mit Abmessungen, die die maximale Fertigungstoleranz für die Bestandteile des Handgriffes überschreiten, erzeugt werden.
  • Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels nachstehend erläutert.
  • Es zeigt:
  • 1 die perspektivische Darstellung einer Ausführungsform des Handgriffes mit angedeutetem Element eines Hausgerätes,
  • 2 ein Endteil eines Griffteils der Ausführungsform des Handgriffes nach 1 als Einzelheit,
  • 3 ein Befestigungsteil der Ausführungsform des Handgriffes nach 1 als Einzelheit,
  • 4 eine perspektivische Explosionsansicht eines Endteils einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handgriffs,
  • 5 eine weitere perspektivische Explosionsansicht des Endteils des erfindungsgemäßen Handgriffs nach 4,
  • 6 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäß verwendeten Einlegeteils, und
  • 7 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handgriffes.
  • Der in den Figuren gezeigte Handgriff 10 für ein Hausgerät besteht, als wesentliche Bestandteile, aus einem als lang gestreckte Stange ausgebildeten Griffteil 1 und aus zwei Befestigungsteilen 2, von denen je ein Befestigungsteil 2 an den beiden Enden des Griffteils 1 befestigt ist. Die Befestigungsteile 2 dienen dazu, den Griffteil 1 des Handgriffes 10 mit freiem Abstand an einem Element 3 eines Hausgeräts zu befestigen. Das Element 3 ist in der 1 als transparente Scheibe dargestellt und befindet sich in der Ansicht vor dem Handgriff 10. Das Element 3 kann z.B. die Backofentür eines nicht weiter dargestellten Backofens, eines Kühlschrankes, einer Geschirrspülmaschine oder eines sonstigen Hausgeräts sein. Der Griffteil 1 hat im Wesentlichen einen halbkreisförmigen Querschnitt und ist an der Griffseite, das heißt der dem Befestigungsteil 2 abgewandten Seite, abgeflacht. Wie 2 schematisch angedeutet und in 4 und 5 im Detail gezeigt, sind an beiden Enden des Griffteils 1 Befestigungsbereiche 4 für die Befestigung der Befestigungsteile 2 vorhanden, an welche die Befestigungsteile 2 gemäß 3 zusammen mit jeweils einem Einlegeteil 9 (siehe 4 und 5) angebracht und durch beispielsweise durch Schraubverbindung befestigt werden können. Die Befestigungsteile 2 besitzen ein im Wesentlichen quadratisches Profil und sind als Hohlprofil ausgebildet, wobei im Innern des Hohlraumes Befestigungs- und/oder Führungselemente 5 einstückig angeformt sind. Beispielsweise ist ein Führungselement 5 innerhalb des Hohlprofils in Form eines Führungsrohres ausgebildet zur Führung eines Befestigungsbolzens 6, welcher Befestigungsbolzen 6 an einem Ende einen Gewindeansatz besitzt, der in eine Gewindebohrung 7 in dem Befestigungsbereich 4 des Griffteils 1 einschraubbar ist und am anderen Ende z.B. ein Innengewinde 8 aufweist mittels welchem über Schraubverbindung eine feste Verbindung des Handgriffs 10 mit dem Element 3 des Hausgerätes hergestellt werden kann.
  • Zur Montage des Handgriffs 10 wird zunächst der Befestigungsbolzen 6 mit dem Griffteil 1 verschraubt. Anschließend werden das Einlegeteil 9 und das Befestigungsteil 2 auf den Befestigungsbolzen 6 aufgeschoben. Zusätzlich kann, wie weiter unten beschrieben, eine Schutzplatte 11 über den Befestigungsbolzen 6 aufgeschoben werden, bevor das freie Ende des Befestigungsbolzen 6 mit dem Element 3 des Haushaltgerätes verschraubt wird und dadurch die mechanische Verbindung zwischen Griffteil 1 und Element 3 erzeugt wird.
  • Das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten des Handgriffs 10 wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die 4 und 5 erläutert. Die Unterseite des Befestigungsteils 2, das auch als Bock bezeichnet werden kann, ist eben. An diese Unterseite, das heißt die nach der Montage dem Element 3 des Haushaltsgerätes zugewandete Seite, wird ein Schutzelement 11 angebracht. Dieses Schutzelement 11 ist in der dargestellten Ausfüh rungsform eine Schutzplatte, die beispielsweise aus Kunststoff, beispielsweise Silikon, besteht und ein Verkratzen der Oberfläche des Elementes 3 verhindern soll. In dem Schutzelement 11 ist eine Durchlassöffnung 111 für den Befestigungsbolzen 6 vorgesehen. Zudem ist auf der Oberseite des Schutzelementes 11 im Randbereich eine Rippe 112 vorgesehen, die im Wesentlichen um den gesamten Rand des Schutzelementes 11 verläuft. Nur in dem Bereich, in dem die Durchlassöffnung 111 aufgrund der Anordnung in der Schutzplatte 11 in der Nähe des Randes liegt, ist die Rippe 112 ausgespart. Die Rippe 112 kann in den Innenraum des Befestigungsteils 2 eingreifen, da dieses als Hohlprofil ausgebildet ist. Insbesondere kann die Rippe 112 an der Innenseite der Wandung des Befestigungsteils 2 anliegen und so die relative Position des Befestigungsteils 2 zu dem Schutzelement 11 fixieren.
  • Das Befestigungselement 2 weist einen rechteckigen Querschnitt auf. In dem rechteckigen Hohlprofil ist in der 4 teilweise noch das in 3 und 5 genauer gezeigte Führungselement 5 zu sehen. Das Führungselement 5 stellt einen Zylinder dar, über den das Befestigungsteil 2 auf den Befestigungsbolzen 6 aufgeschoben werden kann. Die Oberseite des Befestigungsteils 2 weist eine unebene Stirnfläche 21 auf. Zwei der vier Seitenwände 22, 23, 24, 25 des Befestigungsteils 2 weisen eine gerade Stirnfläche auf. Diese beiden Seitenwände 22, 23 erstrecken sich nach der Montage parallel zu der Längsachse des Griffteils 1. Die Seitenwand des Befestigungsteils 2, die nach der Montage am Ende des Griffteils 1 verläuft, weist an der Stirnseite eine nach oben, das heißt in Richtung auf die den Griffteil 1, gerichtete Wölbung auf. Die gegenüberliegende Seitenwand 25, die nach der Montage mit der Unterseite des Griffteils 1 einen rechten Winkel einschließt, weist an der Stirnseite eine halbrunde Aussparung 26 auf. Der Radius dieser Aussparung 26 entspricht dem Radius des halbkreisförmigen Querschnitts des Griffteils 1.
  • Auf die Stirnseite 21, das heißt, die im montierten Zustand dem Element 3 abgewandte Seite des Befestigungsteils 2 ist ein Einlegeteil 9 aufgebracht. Dieses liegt mit dem Rand auf drei Seitenwänden 22, 23, 24 des Befestigungsteils 2 vollständig auf. Auf der Seitenwand 25 des Befestigungsteils 2, in dem die Aussparung 26 vorgesehen ist, liegt das Einlegeteil 9 nur teilweise, nämlich in den Bereichen benachbart zu der Aussparung 26 auf.
  • Das Einlegeteil 9, das in 5 in Unteransicht gezeigt ist, besitzt die Grundform einer gewölbten Grundplatte 91. Der Krümmungs- beziehungsweise Wölbungsradius der Grundplatte 91 entspricht dem Radius der Stirnseite 21 der Seitenwand 24 des Befestigungsteils 2, die nach der Montage am Ende des Griffteils 1 liegt.
  • An der Unterseite weist die Grundplatte 91 im Bereich der Kanten, die parallel zum Krümmungsradius verlaufen, Rippen 92 auf, die zu dem Rand der Grundplatte 91 beabstandet angeordnet sind beziehungsweise enden. An den Längsseiten der Rippen 92, die dem Rand der Grundplatte 91 zugewandt sind, sind Fixiernasen 93 vorgesehen. Diese sind von den Enden der Rippen 92 beabstandet angeordnet. In der 6 sind zwei Fixiernasen 93 gezeigt.
  • Zwischen den Rippen 92 ist an der Grundplatte 91 eine wannenförmige Vertiefung 94 vorgesehen. Die Vertiefung 94 ist in die Oberseite der Grundplatte 91 eingebracht, das heißt steht an der Unterseite der Grundplatte 91, das heißt an der Seite, an der die Rippen 92 vorgesehen sind, hervor. Die Seite 941 der Vertiefung 94, an der diese an der Kante der Grundplatte 91 endet ist offen. Im Boden der Vertiefung 94 ist eine Durchlassöffnung 95 zum Durchlass für den Befestigungsbolzen 6 vorgesehen.
  • Das Einlegeteil 9 greift mit den Rippen 92 in das Hohlprofil des Befestigungsteils 2 ein. Hierbei liegen die Seiten der Rippen 92 an denen die Fixiernasen 93 vorgesehen sind, an der Innenseite der Wandung des Befestigungsteils 2 an. Durch die Fixiernasen wird der Halt des Einlegeteils 9 an dem Befestigungsteil 2 und die relative Positionierung der Teile zueinander verbessert. Auf das Einlegeteil 9 wird der Befestigungsbereich 4 des Griffteils 1 aufgebracht.
  • Wie in 5 zu erkennen ist, besitzt das Griffteil 1 an der Innenseite des abgeflachten Teils einen Steg 12, der im Wesentlichen über die gesamte Länge des Griffteils 1 verläuft. An den beiden Enden des Griffteils 1 ist der Steg 12 entfernt. Das so erzeugte, vom Ende des Griffteils 1 beabstandte Ende des Steges 12 kann in die wannenförmige Vertiefung 94 des Einlegeteils 9 eingebracht werden. Die Abmessungen der Innenseite der wannenförmigen Vertiefung 94 entsprechen hierbei den Außenabmessungen des Ende des Steges 12. Hierdurch wird der Griffteil 1 relativ zu dem Einlegeteil 9 und damit relativ zu dem Befestigungsteil 2 positioniert. An der Oberseite des Einlegeteils 9 ist in der gezeigten Ausführungsform zudem eine Verdickung 96 vorgesehen, die entlang dreier der Kanten des Einlegeteils 9 verläuft und nur an der Seite ausgespart ist, an der die Vertiefung 94 in dem Einlegeteil 9 bis zur Kante verläuft. Diese Verdickung 96 kann mit einem Rahmen 13, der an dem Befestigungsbereich 4 des Griffteils 1 vorgesehen ist, zusammenwirken und insbesondere an diesem anliegen. Durch diese Verdickung 13 wird dem Einlegeteil 9 eine zusätzliche Stabilität verliehen.
  • Sind bei einem Handgriff 10 die Abmessungen der Befestigungsteile 2 an deren Stirnseite 21, insbesondere die Breite und die Tiefe, nicht exakt an die Abmessungen des Griffteils 1, insbesondere die Breite und die Tiefe des Befestigungsbereiches 4, angepasst, so kommt es zu der in 7 gezeigten Situation. In der dargestellten Ansicht ist die Breite des Befestigungsteils 2 größer als die Breite des Befestigungsbereiches 4. Das Einlegeteil 9 steht aufgrund der größeren Abmessungen geringfügig über die Kanten der beiden Bestandteile 1, 2 hinaus. Die Kanten des Befestigungsteils 2, die ohne das Einlegeteil 9 für den Benutzer spürbar wären, sind somit durch das Einlegeteil 9 abgedeckt. Die Kanten des Einlegeteils 9 können zusätzlich bombiert sein beziehungsweise einen kleine Radius aufweisen, so dass diese Kanten des Einlegeteils 9 die Haptik des Benutzers nicht negativ beeinflussen.
  • Durch das Vorsehen des Einlegeteils, insbesondere eines Einlegeteils aus Kunststoff, kann aufgrund der entsprechenden Geometrie eine Formschlüssigkeit und somit eine genaue Zuordnung zwischen den, in der Regel metallischen Bestandteilen, Befestigungsteil und Griffteil, erfolgen. Durch die Geometrie und den Überstand des Einlegeteils an den zugänglichen Seiten des Einlegeteils wird ein Berühren oder Fühlen der scharfen metallischen Kanten verhindert. Der Formschluss zu den metallischen Bestandteilen des Handgriffs wird durch die Geometrie des vorzugsweise Einlegeteils, das vorzugsweise ein extrudiertes Profil ist, beziehungsweise durch eine zusätzliche mechanische Bearbeitung dieses Profils ermöglicht. Mit der vorliegenden Erfindung kann insbesondere der Überstand der metallischen Kanten, der aufgrund fertigungsbedingter Toleranzen beim Strangpressen entsteht, vermieden werden.

Claims (10)

  1. Handgriff für ein Haushaltsgerät mit einem Griffteil (1), mindestens einem separaten Befestigungsteil (2) zum Befestigen des Griffteils (1) und mindestens einem Einlegeteil (9) zwischen dem Griffteil (1) und dem Befestigungsteil (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (9) mindestens einen Positioniervorsprung (92) und/oder mindestens eine Positioniervertiefung (94) an der dem Griffteil (1) und/oder der dem Befestigungsteil (2) zugewandten Seite aufweist.
  2. Handgriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (9) über zumindest einen Bereich einer Außenkante der Stirnseite des Befestigungsteils (2), die dem Einlegeteil (9) zugewandt ist, und über zumindest eine Außenkante eines Befestigungsbereichs (4) des Griffteils (1), der dem Einlegeteil (9) zugewandt ist, übersteht.
  3. Handgriff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem Positioniervorsprung (92) mindestens ein Fixiervorsprung (93) vorgesehen ist.
  4. Handgriff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (9) aus Kunststoff besteht.
  5. Handgriff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stirnseite (21) des Befestigungsteils (2) und ein Befestigungsbereich (4) des Griffteils (1) unentgratet sind.
  6. Handgriff nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil und der Griffteil (1) Aluminium-Strangpressprofile sind.
  7. Handgriff nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Positioniervertiefung eine wannenförmige Vertiefung (94) darstellt und in dem Wannenboden eine Durchlassöffnung (95) vorliegt.
  8. Handgriff nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stirnseite (21) des mindestens einen Befestigungsteils (2), das Einlegeteil (9) und der Befestigungsbereich (4) unter dem gleichen Krümmungsradius gewölbt sind.
  9. Handgriff nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Befestigungsteil (2) ein Hohlprofil ist, in einem Befestigungsbereich (4) des Griffteils (1) ein Steg (12) vorliegt und Positionierrippen (92) des Einlegeteils (9) an der Innenwand des Hohlprofils anliegen und das Ende des Steges (12) in einer wannenförmigen Vertiefung (94) des Einlegeteils (9) liegt.
  10. Handgriff nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstand des Einlegeteils (9) über die Außenkanten der Stirnseite des Befestigungsteils (2) und des Befestigungsbereiches (4) größer 0,10 mm, vorzugsweise größer 0,20 mm ist.
DE200720003765 2007-03-14 2007-03-14 Handgriff für ein Hausgerät Expired - Lifetime DE202007003765U1 (de)

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DE102011076701A1 (de) * 2011-05-30 2012-12-06 BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Griff für eine Tür eines Hausgeräts
CN115341806A (zh) * 2022-09-15 2022-11-15 深圳市金合联技术股份有限公司 一种弧型把手
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