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Die
Erfindung betrifft ein Werkzeug zur Erzeugung eines Gewindes.
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Zur
Gewindeerzeugung oder Gewindenachbearbeitung sind ausschließlich spanabhebend,
ausschließlich
spanlos und sowohl spanabhebend als auch spanlos arbeitende Verfahren
und Gewindewerkzeuge bekannt. Spanabhebende Gewindeerzeugung beruht
auf Abtrag des Materials des Werkstücks im Bereich des Gewindeganges
(oder: Gewindeprofils). Spanlose Gewindeerzeugung beruht auf einer
Erzeugung des Gewindeganges in dem Werkstück durch Druck und die dadurch
bewirkte Umformung oder plastische Verformung des Werkstücks. Unter
die spanabhebenden oder spanenden Gewindeerzeugung fallen die Gewindebohrer
(
vgl. Handbuch der Gewindetechnik und Frästechnik, Herausgeber: EMUGE-FRANKEN,
Verlag: Publicis Corporate Publishing, Erscheinungsjahr: 2004 (ISBN 3-89578-232-7),
im Folgenden nur als "EMUGE-Handbuch" bezeichnet, Kapitel
8, Seiten 181 bis 298) und die Gewindefräser (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel
10, Seiten 325 bis 372).
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Ein
Gewindebohrer umfasst Schneiden, die entlang eines Außengewindes
mit der Gewindesteigung des zu erzeugenden Gewindes angeordnet sind.
Beim Erzeugen des Gewindes wird der Gewindebohrer mit axialem Vorschub
und unter Drehung um seine Werkzeugachse mit von der Vorschubgeschwindigkeit
abhängiger
Drehgeschwindigkeit in eine Bohrung des Werkstücks bewegt, wobei seine Schneiden
permanent mit dem Werkstück
in Eingriff sind (kontinuierlicher Schnitt).
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Beim
Gewindefräser
sind mehrere Fräszähne mit
Frässchneiden
entlang des Werkzeugumfangs und/oder axial zur Werkzeugachse versetzt
angeordnet. Zum Erzeugen des Gewindes wird der Gewindefräser um seine
eigene Werkzeugachse rotiert und mit seiner Werkzeugachse in einer
linearen Vorschubbewegung einerseits und zusätzlich einer Zirkularbewegung
um eine Mittelachse des zu erzeugenden Gewindes oder der Vorbohrung
im Werkstück
andererseits bewegt, wodurch sich eine schraubenförmige Bewegung
des Werkzeugs ergibt, deren Steigung der Gewindesteigung des zu
erzeugenden Gewindes entspricht. Die Frässchneiden des Gewindefräsers greifen
intermittierend nacheinander in das Werkstück ein (unterbrochener Schnitt).
Beim Zirkulargewindebohrfräser
arbeitet zusätzlich
ein vor dem Gewindefräsbereich
angeordneter Bohrbereich in der Zirkularbewegung zum Erzeugen der
Bohrung (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 10, Seiten 325 bis 372)..
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Unter
die spanlosen Gewindeerzeugungswerkzeuge fallen die sogenannten
Gewindefurcher (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 9, Seiten 299
bis 324) sowie die sogenannten Zirkulargewindeformer.
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Gewindefurcher
weisen an einem Werkzeugschaft ein Außenprofil auf, das die Werkzeugachse
spiral- oder schraubenförmig
mit der Steigung des zu erzeugenden Gewindes umläuft und einen annähernd polygonalen
Querschnitt aufweist. Die abgerundeten Polygon-Eckbereiche bilden Drückstollen
oder Furchzähne
oder Formkeile, die das Gewinde durch plastische Verformung und
Fließen
des Werkstückmaterials
und Verdichtung des Werkstückmaterials
in das Werkstück
eindrücken. Zur
Erzeugung eines Innengewindes in einer bereits vorhandenen Bohrung
wird der Gewindefurcher mit einer linearen Vorschubbewegung axial
zur Werkzeugachse und unter Drehung des Werkzeugs um diese Werkzeugachse
in die Bohrung eingeführt.
Bekannte Ausführungsbeispiele
solcher (axialen) Gewindefurcher finden sich auch in
DE 101 36 293 A1 ,
DE 199 58 827 A1 ,
oder auch in
DE 39
34 621 C2 .
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Aus
WO 02/094491 A1 sind
ein Zirkulargewindeformer und ein Zirkularformverfahren zur spanlosen
Gewindeerzeugung bekannt. Dieser bekannte Zirkulargewindeformer
ist langgestreckt und umfasst einen Arbeitsbereich mit einem oder
mehreren durch Ringnuten voneinander getrennten ringförmigen Umfangsprofilen(en)
mit jeweils wenigstens drei Drückstollen
nach Art eines Polygons. Dieses Werkzeug formt in einer schraubenförmigen Bewegung
spanlos das Gewinde in der Bohrung. Ein weiterer Zirkularformer
und ein weiteres Zirkularformverfahren sind aus
DE 103 18 203 A1 bekannt.
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Schließlich sind
auch kombinierte Verfahren mit wenigstens zwei Arbeitsschritten
zum Erzeugen von Innengewinden bekannt, bei denen in einem Arbeitsschritt
ein Vorgewinde erzeugt wird und in einem weiteren Arbeitsschritt
aus dem Vorgewinde das Innengewinde durch Formen fertiggestellt
wird. Solche kombinierte Verfahren sind aus
DE 10 2004 033 772 A1 ,
DE 70 17 590 U und
DE 196 49 190 C2 bekannt.
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Mitunter
kommt es vor der Erzeugung des Gewindes an der Oberfläche des
Werkstücks
zu Rückständen und
Verschmutzungen, beispielsweise durch anklebende oder hochviskose ölige oder
fettige Rückstände und
auch Materialrückstände durch vorherige
spanende Prozesse, wie anklebende oder anhaftende Späne, die
auch nicht durch eine Reinigung mit Spülflüssigkeiten oder Druckluft vollständig entfernt
werden können.
Außerdem
stellt auch die Spanbildung bei einem spanabhebenden Prozess vor
oder während
der Gewindeerzeugung ein gewisses Problem dar, das zwar durch Vorsehen
von Nuten zur Spanabführung
und das Einleiten von Kühl- und
Schmiermittel, das zugleich die Späne wegspült, oder auch durch Druckluft
zum Wegblasen der Späne
meist bewältigt
wird, jedoch im Einzelfall auch noch einer verbesserten Lösung bedarf.
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Es
ist nun Aufgabe der Erfindung, ein Werkzeug zur Erzeugung eines
Gewindes, insbesondere eines Innengewindes, anzugeben, mit dem die
genannten Probleme beim Stand der Technik bei deren Auftreten wenigstens
teilweise beseitigt oder zumindest gelindert werden können.
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Diese
Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Werkzeugs gemäß der Erfindung
ergeben sich aus den von Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen.
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Die
Erfindung beruht auf der Überlegung,
an oder in einem Werkzeug zur Gewindeerzeugung wenigstens einen
Bürstenbereich
(oder: eine Bürste)
zu integrieren.
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Die
Borsten des Bürstenbereichs
können insbesondere
eine oder mehrere der folgenden Funktionen oder Arbeitsschritte
erfüllen:
- • Reinigung
der Werkstückoberfläche vor
oder bei oder nach der Gewindeerzeugung von Rückständen oder Verschmutzungen,
insbesondere also der Werkstückoberfläche noch
ohne Gewinde und/oder der Gewindeoberflächen und des Gewindeganges
des erzeugten Gewindes
- • Unterstützen des
Abtrags und der Abfuhr von Spänen,
die in einem spanenden Prozess vor oder bei der Gewindeerzeugung
erzeugt wurden oder werden,
- • Abtragen
oder Verrunden von Kanten oder Graten oder Materialüberständen an
der Werkstückoberfläche, insbesondere
während
der Gewindeerzeugung oder am erzeugten Gewinde,
- • Glätten oder
Polieren der Werkstückoberfläche, insbesondere
vor oder während
der Gewindeerzeugung im oder am erzeugten Gewinde.
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Es
ist also mit diesem Werkzeug ein Verfahren durchführbar, bei
dem diese Funktionen oder Arbeitsschritte einzeln oder in beliebiger
Kombination mit der für
die Gewindeerzeugung vorgesehenen oder durchgeführten Arbeitsbewegung des Werkzeugs
synchron oder gleichzeitig durchgeführt werden, also kein gesonderter
Arbeitsvorgang erforderlich ist.
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Bevorzugt
sind die Borsten wenigstens eines Bürstenbereichs wenigstens teilweise
aus einem metallischen Werkstoff (Metall oder Metalllegierung) gebildet,
wobei ein Material mit vergleichsweise hoher Zähigkeit und Elastizität bevorzugt
ist, insbesondere ein Stahl oder Messing.
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Die
Borsten wenigstens eines Bürstenbereichs
können
aber auch wenigstens teilweise aus einem entsprechend belastungsfähigen und
beständigen
Polymerwerkstoff gebildet sein, insbesondere einem Kunststoff wie
beispielsweise PA, insbesondere PA 6 oder PA 6.6, oder PP oder POM
oder PE oder PT oder eine Mischung oder ein Copolymer aus Polymeren,
insbesondere den genannten Polymeren.
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Ferner
könne die
Borsten auch an ihren Oberflächen
beschichtet sein, beispielsweise mit Diamantstaub oder verschleißfesten
oder abrasiven Beschichtungen.
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Vorteilhafterweise
ragen die Borsten wenigstens eines oder jedes Bürstenbereichs von der Werkzeugachse
oder Drehachse des Werkzeugs aus gesehen nach außen, insbesondere in im Wesentlichen radialer
Richtung oder auch in von einer radialen Richtung abweichenden aber
nach außen
gerichteten Richtung(en), beispielsweise einer axial gesehen nach
vorne oder nach hinten geneigten Richtung, also nicht mehr senkrecht
zur Werkzeugachse oder Drehachse stehenden, sondern einen spitzen
oder stumpfen Winkel mit dieser einschließenden Richtung(en).
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Es
versteht sich dabei, dass sich mit zunehmendem Gebrauch und Verschleiß die Borsten
abhängig
von dem Material, aus dem sie bestehen, auch in unterschiedlichem
Maße verformen
können und
dann Abweichungen von ihrer ursprünglichen Form und Richtung
auftreten können,
wie dies bei vielen Bürsten
der Fall ist.
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Als
Gewindezeugungsbereich(e) kann oder können insbesondere wenigstens
ein Gewindefräsbereich,
Gewindebohrbereich, Gewindefurchbereich und/oder Zirkulargewindeformbereich
vorgesehen sein.
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In
einer Ausführungsform
sind wenigstens ein Bürstenbereich
und wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich axial zur Werkzeugachse
hintereinander angeordnet. Hier kann bei einer axialen Vorschubbewegung
der Bürstenbereich
zunächst
die Werkstückoberfläche bearbeiten,
bevor der Gewindeerzeugungsbereich das Gewinde erzeugt.
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Vor
allem bei axial arbeitenden Werkzeugen wie zum Beispiel Gewindebohrern
oder Gewindefurchern kann der Bürstenbereich
auch während
der Rückholbewegung
aus dem Werkstück
heraus das gerade erzeugte Gewinde zusätzlich säubern, insbesondere auf dessen
Kerndurchmesser.
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In
einer weiteren Ausführungsform
sind wenigstens ein Bürstenbereich
und wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich in Umfangsrichtung um
die Werkzeugachse nebeneinander angeordnet.
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Ferner
kann wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich wenigstens zwei Gewindeerzeugungs-Teilbereiche
aufweisen, zwischen denen vorzugsweise wenigstens ein Bürstenbereich
angeordnet ist.
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Es
kann auch ein Werkzeug mit einem ersten Gewindeerzeugungsbereich
zum, vorzugsweise spanenden, Erzeugen eines Vorgewindes (oder: Rohgewindes)
in der bzw. einer Werkstückoberfläche und einem,
vorzugsweise spanlos arbeitenden, zweiten Gewindeerzeugungsbereich
zum Nachbearbeiten, insbesondere Glätten oder weiteren Ausformen,
des Vorgewindes durch Eindrücken
oder Einformen in die Werkstückoberfläche vorgesehen
sein.
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Das
Werkzeug zur Erzeugung eines Gewindes kann neben Gewindeerzeugungsbereich(en) auch
wenigstens einen zusätzlichen
spanabhebenden (oder: spanend arbeitenden) Bereich mit wenigstens
einer Schneide aufweisen. In einer ersten Variante ist wenigstens
ein spanabhebender Bereich zum Erzeugen oder Vorbereiten einer Werkstückoberfläche für das Gewinde
durch den oder die Gewindeerzeugungsbereich(e) geeignet und bestimmt.
Insbesondere ist mit diesem Werkzeug ein Erzeugen eines Gewindes
auch in das Vollmaterial eines Werkstücks möglich, da der zusätzliche
spanabhebende Bereich die Werkstückoberfläche für den Gewindeerzeugungsbereich
durch Materialab trag aus dem Werkstück selbst herstellt. Es ist
also eine Vorbearbeitung des Werkstücks, insbesondere das Vorerzeugen
einer Bohrung (Kernlochbohrung) bei einem Innengewinde, nicht notwendig,
wenn auch natürlich zusätzlich möglich. Der
spanabhebende Bereich zum spanabhebenden Erzeugen der Werkstückoberfläche ist
vorzugsweise als Bohrer ausgebildet, insbesondere mit kontinuierlichem
Schnitt, insbesondere als Spiralbohrer oder als Zirkularbohrer,
kann aber auch als Fräser
ausgebildet sein, also insbesondere mit diskontinuierlichem oder
unterbrochenem Schnitt.
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Zwischen
wenigstens einem Gewindeerzeugungsbereich und wenigstens einem zusätzlichen spanabhebenden
Bereich ist nun vorzugsweise (ebenfalls) wenigstens ein Bürstenbereich
vorgesehen.
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Das
Werkzeug umfasst ferner vorzugsweise Nuten und/oder Kanäle zur Führung eines
fluiden Mediums, insbesondere eines Spül- und/oder Kühl- und/oder Schmiermittels,
und/oder zur Führung
von abgehobenen Spänen,
im Fall spanabhebend arbeitender Gewindeerzeugungsbereiche oder
zusätzlicher
Bereiche.
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Die
Nuten trennen dann insbesondere Gewindeerzeugungs-Teilbereiche des
oder der Gewindeerzeugungsbereiche(s) und ggf. auch Teilbereiche des
oder der zusätzlichen
spanabhebenden Bereiche(s) voneinander.
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Die
Nuten oder Kanäle
können
gerade und/oder parallel oder axial zur Werkzeugachse und/oder oder
schräg
zur Werkzeugachse und/oder in Längsrichtung
des Werkzeugs verlaufen oder auch um die Werkzeugachse gedrallt
oder schraubenförmig
(Drallnuten) verlaufend ausgebildet sein.
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Bei
der Gewindeerzeugung mit einem Werkzeug gemäß der Erfindung kommen in der
Regel unterschiedliche Arbeitsverfahren zum Einsatz abhängig von
der Gestaltung der Gewindeerzeugungsbereiche und ggf. der zusätzlichen
spanabhebenden Bereiche. Das Werkzeug wird bei allen Verfahren um seine
Werkzeugachse gedreht und axial zur Werkzeugachse zum Werkstück zugestellt
in einer Vorschubbewegung entlang einer Vorschubrichtung axial oder
parallel zur Werkzeugachse relativ zu dem Werkstück.
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Bei
Gewindebohrbereichen oder Gewindefurchbereichen wird nun lediglich
die Vorschubgeschwindigkeit an die Drehgeschwindigkeit um die Werkzeugachse
angepasst entsprechend der Steigung des Gewindes. In dieser Ausführungsform
mit ausschließlich
axialem Vorschub weist der Gewindeerzeugungsbereich eine Gestalt
auf, die bei der aus Drehbewegung und Vorschubbewegung zusammengesetzten
Bewegung des Gewindeerzeugungsbereichs sich auf das Gewinde im Werkstück abbildet, insbesondere
also eine um die Werkzeugachse spiralförmig oder schraubenförmig (oder:
helixförmig) laufende
Grundgestalt mit gleicher Steigung wie das erzeugte oder zu erzeugende
Gewinde.
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Bei
Gewindefräsern
oder Zirkulargewindebohrfräsern
oder Zirkulargewindeformern wird zusätzlich eine Kreisbewegung um
eine zentrale Gewindeachse durchgeführt, so dass das Werkzeug eine
schraubenförmige
oder helixartige Bewegung vollführt.
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In
dieser Ausführungsform
weist jeder Gewindeerzeugungsbereich wegen der bereits helixförmigen Bewegung
des Werkzeugs im Allgemeinen eine steigungslose Grundgestalt, also
einen Verlauf im Wesentlichen senkrecht zur Werkzeugachse und ohne
Steigung.
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Wenn
ein zusätzlicher
spanabhebender Bereich vorhanden ist, kann mit diesem die Werkstückoberfläche in einem
gesonderten Arbeitschritt oder auch simultan mit derselben Arbeitsbewegung
wie der Gewindeerzeugungsbereich erzeugen. Beispielsweise kann der
spanabhebende Bereich als axialer Bohrbereich eine Bohrung oder
Werkstückoberfläche durch
eine ausschließlich
axiale Vorschubbewegung erzeugen oder als zirkular arbeitender Bohrbereich
durch eine zirkulare Vorschubbewegung jeweils unter Drehung des
Werkzeugs in dem Schneidsinn des Bohrbereichs.
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Die
Werkzeugachse oder Drehachse des Werkzeugs ist in der Regel eine
Längsachse und/oder
Hauptträgheitsachse
des Werkzeugs und/oder eine zentral durch das Werkzeug verlaufende
Achse. Das Werkzeug umfasst ferner im Allgemeinen auch einen Werkzeugschaft
zum Koppeln oder Einspannen in einen Werkzeughalter oder ein Werkzeugfutter
einer Werkzeugmaschine oder Spindel oder allgemein eines Antriebs.
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Die
Arbeitsbereiche, also Gewindeerzeugungsbereich(e) und ggf. spanabhebende(r)
Bereich(e), und/oder der oder die Bürstenbereich oder Borstenträger können einstückig mit
dem Werkzeugträgerkörper ausgebildet
sein oder auch als vorgefertigte(s) Teil(e) mit diesem verbunden
sein, beispielsweise aufgeschrumpft oder aufgelötet oder aufgeschweißt oder
aufgeklebt oder aufgeschraubt werden.
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Die
Bürstenbereiche
können
insbesondere jeweils einen oder einen gemeinsamen Borstenträger aufweisen,
an dem die Borsten gehalten sind und der an dem Werkzeugträgerkörper befestigt
ist, beispielsweise durch Verschrauben, Verkleben, Verpressen, Stecken,
Klemmen, Löten,
Schweißen
um nur einige Befestigungsmöglichkeiten
zu nennen.
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Die
Befestigung ist vorzugsweise lösbar,
um die Bürstenbereiche
gegebenenfalls austauschen zu können.
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Beispielsweise
kann ein am vorderen Ende des Werkzeugs angeordneter Bürstenbereichen
an der Stirnseite des Werkzeugs befestigt werden durch eine zentrale
Schraubverbindung, vorzugsweise mit einem Innengewinde im Werkzeugträgerkörper und einem
Außengewinde
am Borstenträger.
Am Umfang des Werkzeuges angeordnete Bürstenbereiche können auch
lösbar
durch Schraubverbindungen und/oder Klemmverbindungen befestigt werden.
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Insbesondere
kann eine Befestigung analog wie bei austauschbaren Schneidelementen,
insbesondere Wendeschneidplatten, bei Fräsern oder Gewindefräsern, auch
für die
Bürstenbereiche
oder deren Borstenträger
gewählt
wer den. Insbesondere kann dann ein Standardwerkzeug mit einem Bürstenbereich
gemäß der Erfindung
nachgerüstet
werden, indem der Borstenträger
an den für
die Schneidelemente vorgesehenen Befestigungspositionen befestigt
werden und dafür
mit entsprechend angepassten Befestigungsbereichen versehen werden.
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Ferner
kann, ähnlich
wie ein Wendeschneidelement, auch ein Wendebürstenbereich realisiert werden,
in dem mehrere Borstenbereiche um jeweils einen Drehwinkel zueinander
versetzt angeordnet sind und der lösbar am Werkzeugträgerkörper befestigt
ist. Durch Abnehmen, Drehen (Wenden) und erneutes Befestigen des
Wendebürstenbereichs
kann ein nächster
Borstenbereich zum Einsatz kommen, beispielsweise von gleicher Ausbildung
als Ersatz für einen
abgenutzten Borstenbereich oder als alternativer Borstenbereich
mit anderer Ausgestaltung oder anderen Eigenschaften, z.B. anderem
Borstenmaterial oder anderer Anordnung oder Zahl der Borsten.
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Ferner
können
zusätzliche
Verschleißschutzschichten
auf das Werkzeug oder dessen Arbeitsbereiche und/oder die Borsten
der Bürstenbereiche
aufgebracht werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Werkzeug-Trägerkörper aus
einem Werkzeugstahl, insbesondere einem Schnellarbeitsstahl wie
HSS-Stahl oder HSS-E-Stahl sein. Die Arbeitsbereiche sind vorzugsweise
aus Hartmetall oder aus einer Hartmetalllegierung, insbesondere
P-Stahl oder K-Stahl oder Cermet, oder aus Sinterhartmetall, insbesondere
aus Wolframkarbid oder Titannitrid oder Titankarbid oder Titankarbonitrid
oder Aluminiumoxid, oder aus einer Schneidkeramik, insbesondere
polykristallines Bornitrid (PKB), oder aus polykristallinem Diamant
(PKD) gefertigt.
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Wenigstens
ein Gewindeerzeugungsbereich weist in einer besonderen Ausführungsform
vorzugsweise zumindest in einem Teilbereich einen entgegen der Vorschubrichtung,
vorzugsweise konisch oder linear, zunehmenden Außendurchmesser auf.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigen
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1 ein
Werkzeug mit einem Gewindebohrbereich und einem vorgelagerten Bürstenbereich
in perspektivischer Seitenansicht,
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2 den
Bürstenbereich
des Werkzeugs gemäß 1 in
einer perspektivischen Stirnansicht,
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3 ein
Werkzeug mit Bürstenbereichen
in axialen Nuten in einer Längsansicht
und
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4 ein
Werkzeug mit Bohrbereich und Gewindeformbereich und dazwischen angeordnetem Bürstenbereich.
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Einander
entsprechende Teile und Größen sind
in 1 bis 4 mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
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1 zeigt
ein Werkzeug 2 zum Erzeugen eines Gewindes, das einen Gewindebohrbereich 4 an
einem vorderen Bereich eines Trägerkörpers 9 des
Werkzeugs 2 aufweist und einen axial vor dem Gewindebohrbereich 4 angeordneten
Bürstenbereich 3.
Das Werkzeug ist um eine Werkzeugachse oder Drehachse A drehbar,
wobei der Drehsinn D im gezeigten Ausführungsbeispiel bei der Erzeugung des
Gewindes rechtsdrehend oder in Uhrzeigerrichtung gerichtet ist.
Dazu ist das Werkzeug 2 mit einem Werkzeugschaft 5 an
dem Trägerkörper 9 mit
einer Werkzeugaufnahme eines nicht dargestellten Drehantriebs, insbesondere
einer Maschinenspindel, verbindbar.
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Der
Gewindebohrbereich 4 weist mehrere Teilbereiche auf, beispielsweise
drei Teilbereiche 41, 42 und 43 in 1 und
im Allgemeinen 2 bis 20 Teilbereiche. Die Teilbereiche 41 bis 43 des
Gewindebohrbereiches 4 sind durch dazwischenliegende Nuten 51 bis 53 voneinander
getrennt, wobei in 1 nur die Nuten 51 und 53 sichtbar
sind. Die Nuten 51 bis 53 dienen zur Spanabfuhr
und zur Unterbrechung der Späne.
An einer Seite der Teilbereiche 41 bis 43 sind
die eigentlichen Gewindebohrschneiden ausgebildet, die gemäß der Gewindeprofilform
ausgebildet sind und somit Gewindebohrzähne 48 bilden sowie insgesamt
auf einem helikalen Gewinde-Außenprofil liegen,
das den zu erzeugenden Gewindeprofilen in der Steigung und in der Überlagerung
der einzelnen Gewindebohrzähne 48 entspricht.
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An
der Stirnseite des Gewindebohrbereichs 4 ist am Trägerkörper 9 des
Werkzeugs 2 nun zentral der Bürstenbereich 3 drehfest
befestigt, im dargestellten Beispiel lösbar über eine Schraubverbindung.
Der Bürstenbereich 3 dreht
sich somit im gleichen Drehsinn D und mit derselben Drehgeschwindigkeit
mit dem Werkzeug 2 und insbesondere dem Gewindebohrbereich 4 des
Werkzeugs 2 um die Drehachse A mit.
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Der
Bürstenbereich 3 weist
nach außen
von der Drehachse A wegragende Borsten 30 auf, die an einem
Bürstenträger 38 gehalten
sind. Gemäß 1 sind
die Borsten 30 in fünf
Bürstenteilbereiche 31 bis 35,
die entlang des Umfangs um die Drehachse D verteilt angeordnet sind,
aufgeteilt oder gruppiert.
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Die
Bürstenteilbereiche 31 bis 35 dienen
dabei bei der Vorwärtsbewegung
zum Vorreinigen und ggf. Polieren der – nicht dargestellten – Werkstückoberfläche, in
der die Teilbereiche 41 bis 43 des Gewindebohrbereiches 4 die
zugehörigen
Teilabschnitte des Gewindeganges erzeugen und auch ggf. der weiterführenden
Bohrung, die tiefer als das zu erzeugende Gewinde liegt. Der von
der Werkstückoberfläche durch
die Borsten 30 entfernte Abtrag, beispielsweise Schmutzpartikel,
Grat, Schmiermittelrückstände und
andere Rückstände, wird über die
Nuten 51 bis 53 während der Drehbewegung des
Werkzeugs 2 abgeführt,
wobei vorzugsweise zur Unterstützung
ein Spülmedium,
das zugleich zum Kühlen
dienen kann, zugeführt
werden kann.
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Bei
der Rückwärtsbewegung
oder dem Herausdrehen des Werkzeugs 2 aus dem Werkstück bewirkt
der Bürstenbereich 3 mit
seinen Borsten 30 ein Herausbürsten oder Entfernen von Spänen, Rückständen und
Schmutz aus dem Gewindegang des bei der Vorwärtsbewegung erzeugten Gewindes
und der Gewindekernoberfläche
des Werkstücks
sowie eventuell auch eine Verrundung von Kanten, Graten oder anderen Überständen, insbesondere
am oder im Gewindeprofil oder an Absätzen, Freistichen oder ähnlichen Übergängen in
der Bohrung.
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Es
kann auch eine kleinere oder größere Zahl
von Bürstenteilbereichen
am Umfang verteilt angeordnet sein, insbesondere eine der Zahl der
Teilbereiche des Gewindeerzeugungsbereichs, insbesondere Gewindebohrbereichs 4 in 1,
entsprechende Zahl von Bürstenteilbereichen,
die dann auch unmittelbar einem zugehörigen Gewindeerzeugungs-Teilbereich
oder dessen zugehöriger
Nut (Spannut) zugeordnet oder vor diesem angeordnet sind, oder eine
kleinere Zahl von Bürsten(teil)bereichen
als Gewindeerzeugungs-Teilbereichen,
z.B. ein Bürstenteilbereich
nur an jeder zweiten Nut oder auch ein einziger, insbesondere umlaufender,
Bürstenbereich.
Es kann also auch ein dichterer Bürstenbereich 3 mit
mehr Borsten 30 entlang des Umfangs vorgesehen sein, also
insbesondere mit weniger und sich über einen weiteren Bereich
des Umfangs erstreckenden Teilbereichen oder auch ein geschlossener
Bürstenbereich,
der sich über
den gesamten Umfang erstreckt.
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Die
Dichte, Länge,
Dicke und das Material der Borsten wird abhängig von der gewünschten
Anwendung, insbesondere dem zu bearbeitenden Werkstückmaterial
und ggf. vorhandenen Prozessbedingungen wie beispielsweise der Beschaffenheit der
Rückstände an der
Werkstückoberfläche, gewählt. Bevorzugt
ist als Material ein Stahldraht, wobei aber auch Kunststoff oder
Polymermaterialfasern für die
Borsten verwendet werden können.
Die Dicke der Borsten liegt typischerweise in einem Bereich zwischen
0,01 mm und 0,8 mm und/oder ist vorzugsweise kleiner als die Breite
des Gewindeganges, so dass die Borsten in den Gewindegang eintauchen
können. Die
Zahl der Borsten pro Quadratzentimeter liegt typischerweise zwischen
20 bis 300.
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Die
Länge der
Borsten 30, in radialer Richtung gesehen oder von der Drehachse
D gemessen, ist einerseits bestimmt durch den Durchmesser des Borstenträgers 38,
an dem die Borsten 30 befestigt sind und andererseits durch die
Außenabmessungen des
Gewindebohrbereichs 4 oder allgemeiner des Gewindeerzeugungsbereichs.
Wie im Beispiel der 1 und 2 können die
Borsten 30 in ihrer radialen Außenabmessung bis zur Außenabmessung des
Gewindebohrbereichs 4 oder sogar darüber hinausragen. Insbesondere
für eine
Vorreinigung der Bohrung kann der Bürstenbereich auch einen kleineren
Durchmesser aufweisen als der Kerndurchmesser des erzeugten Gewindes.
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Bei
Erzeugen eines Innengewindes hat dann die entsprechende Vorbohrung,
in der der Gewindebohrbereich 4 das Innengewinde erzeugt,
einen Innendurchmesser oder Kerndurchmesser, der kleiner ist als
der Außendurchmesser
des Bürstenbereichs 3.
Dadurch verbiegen sich die Borsten 30 bei der Drehung an
der Werkstückoberfläche und
der mechanische Bürsteffekt
wird durch diese elastische Spannung in den Borsten 30 weiter
erhöht.
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Der
Gewindebohrbereich 4 und allgemein der Gewindeerzeugungsbereich
kann in jeder an sich bekannten Ausführung ausgebildet sein. Insbesondere
können
in den Nuten auch – nicht
dargestellt – Kanäle im Werkzeug 2 zur
Zufuhr von Kühl-
und/oder Schmier- und/oder Spülmedium
angeordnet sein.
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Anstelle
der in 1 spiralig verlaufenden Nuten 51 bis 53 können auch
gerade oder axial zur Werkzeugachse A verlaufende Nuten vorgesehen sein.
Ein Ausführungsbeispiel
mit geraden Nuten zeigt 3.
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In 3 weist
das Werkzeug 2 vier Teilbereiche 41 bis 44 des
Gewindebohrbereichs 4 auf, die durch jeweils eine Nut 51 bis 54,
die axial oder parallel zur Drehachse A verläuft, voneinander getrennt sind.
Es ist nun ein Bürstenbereich 3 in
dem Gewindebohrbereich 4 angeordnet oder integriert derart, dass
jeweils ein Bürstenteilbereich 31 bis 34 des Bürstenbereichs 3 in
jeweils einer der Nuten 51 bis 54 angeordnet ist,
beispielsweise indem jeweils ein vorgefertigter – nicht weiter dargestellter – Bürstenträger mit
Borsten 30 mit dem Trägerkörper 9 des Werkzeugs 2 verbunden,
insbesondere verlötet,
wird. Die Bürstenteilbereiche 31 bis 34 verlaufen
also im Ausführungsbeispiel
der 3 axial zwischen den Teilbereichen 41 bis 44 des
Gewindebohrbereichs 4 und können somit die Abfuhr der beim
Gewindeschneiden oder Gewindebohren entstehenden Späne unterstützen oder
diese herausbürsten.
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Die
Borsten 30 der Bürstenbereiche 31 bis 34 ragen
dabei in einer Ausführungsform
höchstens so
weit nach außen
wie die Gewindeschneidzähne 48 des
Gewindebohrbereichs 4 oder auch etwas weniger weit nach
außen,
um nicht den Gewindeschneidvorgang zu stören, wobei auch Werte für den Außenradius
der Borsten von weniger als dem halben Kerndurchmesser des erzeugten
Gewindes möglich
sind. In anderen Anwendungsfällen
kann abhängig
von der Bürstenhärte der
Außenradius
der Borsten auch weiter außen
liegen, insbesondere zwischen dem halben Kerndurchmesser des erzeugten Gewindes
und dem halben Gewindenenndurchmesser zuzüglich einem bestimmten Zusatzwert,
der beispielsweise bis zu 20 % betragen kann.
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Die
in den Nuten angeordneten Bürstenbereiche 31 bis 34 haben
den Vorteil, dass auch bei Grundlöchern oder Sacklöchern bis
zum Bohrungsgrund gebürstet
und zugleich ein Gewinde erzeugt werden kann, während in der Ausführungsform
mit einem axial vorgelagerten Bürstenbereich
das Gewinde in einem Kernloch nur bis zu einer Tiefe erzeugt werden
kann, die abzüglich
des Bürstenbereichs
bemessen ist.
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Mit
den Bürstenbereichen 3 und 31 bis 35 gemäß 3 kann
mit der Drehung des Werkzeugs 2 während der Gewindeerzeugung
durch die Gewindeerzeugungs-Teilbereiche 41 bis 44 zugleich
die Werkstückoberfläche im Gewinde
und zwar sowohl am Gewindekern als auch im Gewindegang gebürstet und
damit von Rückständen und
beim Gewindeschneiden entstehenden Spänen gereinigt werden und auch
zusätzlich
geglättet,
an Kanten verrundet und/oder poliert werden.
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Solche
in den Nuten angeordneten Bürstenbereiche
gemäß 3 können natürlich auch
bei Spiralnuten gemäß 1 vorgesehen
sein, wobei dann spiralig verlaufende Borstenträger vorgesehen werden.
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Ferner
können
auch Bürstenbereiche,
die axial vor dem Gewindeerzeugungsbereich liegen wie in 1,
mit Bürstenbereichen,
die in Umfangsrichtung versetzt zu Gewindeerzeugungsbereichen liegen
wie in 3, in einem Werkzeug 2 kombiniert werden.
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4 zeigt
ein Kombinationswerkzeug mit einem nach Art eines Spiralbohrers
ausgebildeten Bohrbereich 6 an dem vorderen Ende des Trägerkörpers 9 und
einem axial zur Drehachse A nachfolgenden Gewindeformbereich 7 zum
spanlosen Formen oder Eindrücken
eines Gewindes in die von dem Bohrbereich 6 erzeugte Bohrung.
Der Gewindeformbereich 7 wird dabei im Zirkulargewindeformverfahren
in einer Zirkularbewegung in der vom Bohrbereich 6 erzeugten
Bohrung bewegt und umfasst steigungslos angeordnete Drückstollen
oder Formkeile 70 zum Eindrücken des Gewindes in die Werkstückoberfläche, wobei
die Drückstollen 70 in
mehreren, im Beispiel der 4 zwei,
Gewindeform-Teilbereichen 71 und 72 und entlang
einer Spirallinie angeordnet sind. Die Zirkularbewegung des Werkzeugs 2 führt dann
zu einer Erzeugung eines Gewindes mit der Steigung, die dem axialen
Abstand der einzelnen Drückstollen 70 entspricht.
Die beiden Gewindeform-Teilbereiche 71 und 72 sind
durch zwei spiralförmige
Nuten 51 und 52 voneinander getrennt, die für Kühl- und/oder
Schmiermittel vorgesehen sein können
und bis nach vorne verlaufen und dadurch den Bohrbereich 6 auch
in zwei Bohr-Teilbereiche 61 und 62 trennen.
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Axial
zur Werkzeugachse A zwischen dem Bohrbereich 6 und dem
Gewindeformbereich 7 ist nun ein Bürstenbereich 3 angeordnet,
der in zwei Bürsten-Teilbereiche 31 und 32 unterteilt
ist. Ein Bürsten-Teilbereich 31 ist
zwischen dem Bohr-Teilbereich 61 und dem Gewindeform-Teilbereich 71 angeordnet
ist und der andere Bürsten-Teilbereich 32 ist zwischen
dem Bohr-Teilbereich 62 und dem Gewindeform-Teilbereich 72 angeordnet.
Dadurch werden Bohrspäne
und Mikrospäne
und Rückstände auf
der Oberfläche
des Werkstücks über die
Bürsten-Teilbereiche 31 und 32 entfernt
und über
die Nuten 51 und 52 abgeführt, ohne störend zwischen
die Werkstückoberfläche und
die Drückstollen 70 des
Gewindeformbereichs 7 zu gelangen und dort dann in das
Gewinde mit eingedrückt
zu werden.
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Abweichend
von den dargestellten Ausführungsformen
können
auch anders gestaltete oder arbeitende Gewindeerzeugungsbereiche
am Werkzeug vorgesehen sein, beispielsweise Gewindefräsbereiche
oder Gewindefurchbereiche. Ebenso kann das Werkzeug auch andere
spanabhebende Bereiche vor oder zusätzlich zu den Gewindeerzeugungsbereichen
umfassen, beispielsweise Stirnfräsbereich(e),
Anfasbereich(e) zum Anfasen des Gewindeeingangsbereichs oder Kernschneidbereiche
zum Erzeugen einer glatten Gewindekernoberfläche, um nur einige Möglichkeiten
zu nennen.
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- 2
- Werkzeug
- 3
- Bürstenbereich
- 4
- Gewindebohrbereich
- 5
- Werkzeugschaft
- 6
- Bohrbereich
- 7
- Gewindeformbereich
- 8
- Stirnschneide
- 9
- Trägerkörper
- 30
- Borsten
- 31
bis 35
- Bürsten-Teilbereich
- 41
bis 44
- Gewindebohr-Teilbereich
- 51
bis 54
- Nut
- 61,
62
- Bohr-Teilbereich
- 71,
72
- Gewindeform-Teilbereich
- A
- Werkzeugachse
- D
- Drehsinn