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DE202007000665U1 - Magnetrührsystem - Google Patents

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DE202007000665U1
DE202007000665U1 DE202007000665U DE202007000665U DE202007000665U1 DE 202007000665 U1 DE202007000665 U1 DE 202007000665U1 DE 202007000665 U DE202007000665 U DE 202007000665U DE 202007000665 U DE202007000665 U DE 202007000665U DE 202007000665 U1 DE202007000665 U1 DE 202007000665U1
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DE
Germany
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magnetic stirring
magnetic
stirring system
coil
coils
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DE202007000665U
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Amtec - Anwendungszentrum fur Mikrotechnologien Chemnitz GmbH
AMTEC ANWENDUNGSZENTRUM fur M
Original Assignee
Amtec - Anwendungszentrum fur Mikrotechnologien Chemnitz GmbH
AMTEC ANWENDUNGSZENTRUM fur M
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Publication date
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Priority to US12/523,312 priority patent/US20100008182A1/en
Priority to EP08706729A priority patent/EP2121172A2/de
Priority to PCT/DE2008/000024 priority patent/WO2008086771A2/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
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Abstract

Magnetrührsystem mit einem Rührkörper, der sich in einem mit einem Medium gefüllten Gefäß befindet und durch ein mittels eines Spulensystems erzeugbares rotierendes Magnetfeld in eine Drehbewegung bringbar ist und mit einer elektronischen Ansteuerung und Regelung wobei
– das Stillstehen des Rührkörpers detektierbar ist
und/oder
– Rückschlüsse auf die Viskosität des Mediums ziehbar sind
und/oder
– das Magnetfeld höhenjustierbar ist und damit der Rührkörper in einen Schwebezustand versetzbar ist
und/oder
– die elektronische Ansteuerung und Regelung entfernt vom Spülensystem angeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Magnetrührsystem mit einem Rührkern, der sich in einem mit Flüssigkeit gefüllten Gefäß befindet und der durch ein rotierendes Magnetfeld in eine Drehbewegung gebracht werden kann. Beispielsweise in Anlagen, bei denen mehrere chemische Prozesse gleichzeitig und mit gleichbleibenden Reaktionsbedingungen durchführbar sind, wie zum Beispiel Mikroreaktoren, die zum Test und zur Entwicklung neuartiger Katalysatoren eingesetzt werden, ist ein Rühren der zu prüfenden Medien erforderlich. Aus Platzgründen ist dafür ein Magnetrührgerät vorteilhaft. Um den Rührvorgang reproduzierbar zu halten, muss eine Detektion das tatsächliche Rotieren des Rührkreuzes überwachen. Dies ist mit herkömmlichen Magnetrührgeräten nicht möglich.
  • Aus DE 42 01693 C1 ist ein Magnetrührer mit einem Rührkern, der sich in einem mit Flüssigkeit gefüllten Gefäß befindet und der durch ein Magnetfeld in eine Drehbewegung gebracht werden kann und mit einem Sensor, der die Synchronität zwischen dem Rührkern und dem antreibenden Magnetfeld überwacht, bekannt. Das Magnetfeld für die Drehbewegung wird durch mehrere ortsfeste Spulen erzeugt, die mit mehreren phasenverschobenen Wechselströmen hochohmig gespeist werden (Wechselstromansteuerung). Mindestens eine der Spulen dient gleichzeitig als Sensorspule für die Überwachung der Synchronität zwischen Rührkern und dem antreibenden Magnetfeld. Auf diese Weise soll eine Überwachung auf Synchronität ohne einen gesondert einzubauenden Sensor erfolgen.
  • Auch mit diesem System ist es nicht möglich, das Rotieren des Rührkerns zuverlässig zu überwachen aufgrund der ungenügenden Genauigkeit dieses Systems. Nachteilig ist weiterhin der hohe Temperatureintrag.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Magnetrührsystem zu entwickeln, welches eine zuverlässige Detektion der Rotation des Rührkerns und einen Rührvorgang auch bei Medien mit relativ großen Viskositäten gewährleistet, Rückschlüsse auf die Viskosität zulässt und die Temperatureinflüsse reduziert.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des ersten Schutzanspruchs gelöst.
  • Das Magnetrührsystem weist einen Rührkörper auf, der sich in einem mit einem Medium gefüllten Gefäß befindet und durch ein mittels eines Spulensystems erzeugbares rotierendes Magnetfeld in eine Drehbewegung bringbar ist und besitzt dazu eine elektronische Ansteuerung und Regelung, wobei
    das Stillstehen des Rührkörpers detektierbar ist
    und/oder
    Rückschlüsse auf die Viskosität des Mediums ziehbar sind
    und/oder
    das Magnetfeld höhenjustierbar ist und damit der der Rührkörper in einen Schwebezustand versetzbar ist
    und/oder
    die elektronische Ansteuerung und Regelung entfernt vom Spülensystem angeordnet ist.
  • Mit dem erfindungsgemäßen System sind entweder einzelne, mehrere oder alle der vorgenannten Merkmale realisierbar, wodurch eine neue Gattung von Magnetrührgeräten geschaffen wird.
  • Dabei sind erstmalig mittels Phasenverschiebungen des Magnetfeldes und/oder durch die Addition der Phasen mehrere Spulen des Spulensystems und/oder durch Auswertung der Änderung des Magnetfeldes einer Spule im Magnetkreis bei veränderlichem magnetischem Widerstand entweder das Stillstehen des Rührkörpers detektierbar und/oder Rückschlüsse auf die Viskosität des Mediums ziehbar. Die Rückschlüsse auf die Viskosität des Mediums sind dabei insbesondere aus dem Nachlauf bzw. dem Voreilen des Rührkörpers gegenüber dem Magnetfeld ziehbar.
  • Weiterhin ist es erstmalig möglich, in Abhängigkeit von der Viskosität des Mediums die Leistung des Magnetrührsystems einzustellen.
  • Weiterhin sind mittels einer Hubeinheit das Gefäß und das Spulensystem relativ zueinander höhenverstellbar. Dadurch ist es möglich, dass der Rührkern nicht auf dem Boden des Gefäßes rotiert, sondern über dem Boden schwebt.
  • Das Spulensystem weist einen Stator und wenigstens drei Spulen oder wenigstens drei Spulenpaare auf.
  • Bevorzugt wird ein Spulensystem mit sechs Spulenpaaren vorgesehen, wobei die Spulenpaare in einem Winkel von 60° zueinander versetzt angeordnet und kreisförmig um eine Längsachse des Gefäßes angebracht sind.
  • Die Spulen sind mittels pulsfrequenzmodulierter Spannungen ansteuerbar und alternierend über eine Veränderung der Pulsdauer/Pulsfolge magnetisierbar und entmagnetisierbar.
  • Dabei sind Impulse unterschiedlicher Dauer erzeugbar, wobei das Verhältnis zwischen Pausenzeit und Impulszeit und Periodendauer des Gesamtimpulses bei konstanter Amplitude veränderbar ist.
  • Bevorzugt ist die Pulsdauer kürzer als die Zeit der maximalen Magnetisierung der Spulen.
  • Die konstruktive Ausführung des Stators sollte im Gefäß unterbrechungsfreie oder nahezu unterbrechungsfreie Magnetfelder gewährleisten.
  • Dazu ist der Stator mit Polschuhen versehen, welche der Form der Behälterwand angepasst sind.
  • Die Begrenzungen/Kanten der Polschuhe sind dabei abgerundet oder mit einer Phase versehen.
  • Erfindungsgemäß kann bei zunehmender Viskosität des Mediums eine Verstärkung der magnetischen Durchflutung des Rührkörpers erfolgen. Dies wird dadurch realisiert, dass das magnetische Feld mit steigender Drehzahl stärker wird.
  • Dazu werden mehrere Einzelspulen zu einer Mehrfachspule (bevorzugt zwei Einzelspulen zu einer Doppelspule) kombiniert. Die Einzelspulen sind insbesondere aus Drähten unterschiedlichen Durchmessers gewickelt und über- oder hintereinander auf einem gemeinsamen Statorpol angeordnet. Wahlweise sind einzelne, mehrere oder alle Einzelspulen einer Mehrfachspule zuschaltbar und somit die Leistung des Magnetrührsystems variierbar.
  • Bei zunehmender Viskosität kann durch Zuschaltung von Einzelspulen die Leistung erhöht und bei sich verringernder Viskosität können Einzelspulen abgeschaltet werden, wodurch der Rührvorgang mit einer verringerten Leistung erfolgt.
  • Bevorzugt wird ein permanentmagnetischer Rührkörper eingesetzt.
  • Mit dem Magnetrührsystem kann ein Medium in Form einer Flüssigkeit, eines Flüssigkeits-Feststoffgemisches, eines Flüssigkeits-Gasgemisches, eines Gas-Feststoffgemisches oder eines Flüssigkeits-Gas-Feststoffgemisches mittels des Rührkörpers gerührt werden.
  • Durch die viskositätsabhängige Leistungsanpassung kann der Rührvorgang effektiv erfolgen und durch die Möglichkeit der Erfassung der Viskosität kann der Rührvorgang bei einer vorgegebenen Viskosität beendet werden.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1: Reaktormodul,
  • 2: verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für Rührkörper,
  • 3: prinzipieller Motoraufbau mit sechs Spulen,
  • 4: Diagramm der Zuschaltung der Spulen,
  • 5: Spulenpaare,
  • 6: Konfiguration der Spulen,
  • 7: Zusammenspiel von Drehfeld und Rührkreuz.
  • In 1 wird der Längsschnitt eines Reaktormoduls R gezeigt, der ein Gefäß 1 (bevorzugt aus Edelstahl) mit einem Boden 1.1 und einer Wandung 1.2 aufweist, in welchem sich ein Medium 2 befindet und in welchem ein Rührkörper 3 eingelegt ist. Das Gefäß ist mittels eines Deckels 1.3 verschließbar, wobei sich zur Abdichtung zwischen der Wandung 1.2 und dem Deckel 1.3 eine Dichtung 1.4 befindet. Um den Boden 1.1 und den sich über dem Boden 1.1 befindlichen Wandbereich ringt sich ein Spulensystem 4, welches aus einem Stator 5 und mehreren Spulen 6 besteht. Über dem Spulensystem 4 ist eine Isolierung 7 angeordnet. Eine bevorzugt aus Aluminium oder einem anderen guten Wärmeleiter bestehende Hülse 8 ummantelt die Wandung 1.2 und den Deckel 1.3. Weiterhin ist die Hülse 8 mit dem Stator 5 bestückt. Im Bereich der Wandung 1.2 ist um die Hülse 8 eine Heizung 9 zur Erzeugung einer gewünschten Temperatur im Gefäß 1 vorgesehen. Unter dem Boden 1.1 ist eine Detektorspule 10 angeordnet.
  • An dem unteren Bereich der Hülse 8 sind die Detektorspule 10 und die der elektronischen Ansteuerung und Regelung zugeordnete Leiterplatte 11 befestigt.
  • Das Spulensystem 4 ist auf einem Adapter 12 mittels höhenverstellbarer Abstandbolzen 13 angeordnet. Dadurch kann das Spulensystem 4 zum Boden 1.1 des Reaktors R in der Höhe verändert werden. Dies kann auch gem. eines nicht dargestellten Ausführungsbeispiels über eine elektrische, hydraulische oder pneumatische Hubeinheit erfolgen.
  • Mit dem konstruktiven Aufbau wird ein gleichzeitiges oder selektives Heizen und Rühren des Mediums 2 im Reaktor R ermöglicht. Die Höhenverstellung des Spulensystems zum Reaktorboden ermöglicht, dass der Rührkörper 3 beim Rührvorgang nicht auf dem Boden aufliegt, sondern beim Rührvorgang über dem Boden 1.1 in dem im Behälter 1 befindlichen Medium 2 schwebt.
  • Als Rührkörper 3 (Rotor) sind handelsübliche Magnetrührkreuze der chemischen bzw. pharmazeutischen Industrie einsetzbar. Ein Rührkörper 3 besteht im einfachsten Fall aus einem Stabmagneten, der in ein Kunststoffgehäuse eingegossen ist. Dieser Kunststoffkörper besteht aus PTFE (Handelsbezeichnung: Teflon), da es chemisch innert ist. Der Kunststoffkörper kann dabei verschiedene Geometrien und Größen aufweisen (2).
  • Der Rührmotor besteht gem. 1 aus drei Hauptkomponenten: der Ansteuerelektronik, dem Stator 5 mit den Spulen 6 und dem Rührkörper 3 als Rotor. Der Stator 5 ist so konzipiert, dass beim Zusammenbau die Vervollständigung mit den Spulen 6 kein Problem darstellt.
  • Gem. 3 ist der sechs Pole 5.1 aufweisende Stator 5 aus mehreren Lagen zusammengesetzt. Die Einzellagen bestehen aus Einzelblechen (nicht dargestellt) und werden zu einem Blechpaket zusammengesetzt. Das Paket besteht hier z. B. aus zwölf Einzellagen. Die Spulen 6 werden danach von innen auf die Pole 5.1 des Stators 5 aufgesteckt und z. B. mit temperaturfestem Silikon fixiert. Dann werden die Pole 5.1 mit Polschuhen 5.2 versehen, deren Form der Wand 1.2 des Behälters 1 angepasst ist. Der Anschluss der Spulen 6 erfolgt über eine Anschlussplatine 11.1 an der hier nicht dargestellten Leiterplatte 11, die am Stator 5 befestigt ist (1). Der gesamte Stator 5 wird auf das untere Ende der Hülse 8 gesteckt und ebenfalls mit den Abstandsbolzen 13 am Adapter 12 befestigt. Damit sind ein Verdrehen und ein ungewolltes Abrutschen des Spulensystems 4 nicht mehr möglich.
  • Bevorzugt werden drei Spulenpaare (Polpaare) aus jeweils 6 Einzelspulen eingesetzt. Insgesamt ist der Rührmotor somit aus sechs Spulen zusammengesetzt.
  • Die sich gegenüberliegenden Spulen sind dabei so zusammengeschaltet, dass sie die gleichen magnetischen Ausrichtungen beim Anlegen einer Spannung haben. Die Verwendung mehrerer Spulen mindert die Schrittweite und ermöglicht ein präziseres Ausrichten des Rührkörpers 3 (Rotors).
  • Dieser Rührmotor ist somit ein Synchronmotor, bei dem durch die Erhöhung der Polpaarzahl die Winkelauflösung gesteigert wurde.
  • Um ein Magnetfeld zu erzeugen, welches den Rührkern (Rotor) in eine Drehbewegung versetzt, werden die Einzelspulen der Spulenpaare gem. 4 so angesteuert, dass immer nur an jeweils einem Spulenpaar eine Spannung gleicher Polarität angelegt ist. Der bevorzugt als Permanentmagnet ausgebildete Rührkern richtet sich mit seinen Polen so aus, dass der größtmögliche magnetische Fluss zustande kommen kann. Dies ist der Fall, wenn sich die Pole der beschalteten Spulen und die komplementären Pole des Permanentmagneten/Rührkerns gegenüber stehen.
  • Nachdem die Ausrichtung erfolgt ist, werden die soeben verwendeten Spulen ausgeschaltet und das angrenzende Spulenpaar eingeschaltet. Es folgt wieder eine Ausrichtung des Rotors auf das Magnetfeld. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Drehbewegung in beide Richtungen.
  • 4 stellt dabei das entsprechende Zeitdiagramm (a) und die jeweiligen Rotorstellungen (b) dar.
  • Die Systemspannung der Hubeinheit beträgt bevorzugt 24 VDC. Für die Spannungsversorgung der Spulen steht ein Step-Down-Wandler zur Verfügung. Diesem wird über den Microcontroller der Sollwert vorgegeben. Dieser Wert wird manuell bei der Inbetriebnahme des Magnetrührsystems vorgegeben, kann aber jederzeit durch den Benutzer verändert werden. Die Ausgangsspannung des Schaltreglers dient zur Versorgung der Erregerspulen im Motor. Der Ausgangsspannungsbereich beträgt z. B. 10 VDC bis 15 VDC.
  • Das virtuelle Massepotential für die Detektionsschaltung wird durch einen aus Widerständen aufgebauten Spannungsteiler generiert. Als Referenzspannung des Widerstandsnetzwerkes dient die durch den DCIDC-Wandler bereitgestellte Spannung von hier 5 VDC.
  • Durch die Verwendung des Schrittmotors als Rührerantrieb und den einpoligen Läufer, bei dem die Trägheit des Kreuzes und der Flüssigkeit im Reaktor genutzt wird, müssen die Spulen nur pulsierend angesteuert werden. Die Generierung der Pulsfolge übernimmt ein Microcontroller.
  • Zur Ansteuerung des kompletten Spulensystems sind daher drei Schaltkreise nötig. Die vom Abwärtsregler bereitgestellte Spannung kann somit in gepulster Form an die Spulen übertragen werden. Durch die Verwendung dieser Schaltkreise ist der Wärmeverlust im Leistungsteil der Motorsteuerschaltung minimal.
  • Zur Ermittlung der Drehbewegung des Rührkreuzes wurde die Detektorspule 10 (1) unter dem Reaktor R angebracht. Durch den Magneten im Rührkörper wird in diese Detektorspule 10 ein sinusförmiges Signal induziert. Die Amplitude und Frequenz dieses Signals/Messsignals ist von der Drehzahl des Rührkörpers abhängig. Das extrahierte sinusförmige Signal wird bevorzugt nach dessen Filterung durch einen Präzisionsgleichrichter in eine Gleichspannung umgewandelt. Dieses Gleichspannungssignal wird anschließend insbesondere durch einen A/D-Wandler in ein Digitalsignal umgewandelt, dessen Auswertung möglich ist.
  • Eine weitere mögliche Antriebsart ist auch nach dem Prinzip der magnetischen Kopplung zwischen einem umlaufenden Magnetfeld und einem Rührkreuz möglich. Das Rührkreuz enthält mindestens einen Stabmagneten. Das Magnetfeld besteht dazu bevorzugt aus drei um 120° zueinander verschobenen sinusförmigen Einzelfeldern. Somit wird ein dreiphasiges Drehfeld erzeugt. Die Kombination von Drehfeld und Rotormagnet ermöglicht einen Antrieb in Form eines Synchronmotors. Der Stator des Synchronmotors besteht im einfachsten Fall aus drei um 120° zueinander versetzt angeordneten Spulen und dem dazugehörigen Rührkreuz/Rotor, der aus einem Permanentmagneten besteht. Wird an die Statorwicklungen ein Drehstrom angelegt, bildet sich im Inneren des Stators ein Drehfeld aus. Die Drehgeschwindigkeit des Feldes hängt von der Anzahl der Spulen und der Frequenz des Drehstromes ab.
  • Bei z. B. drei Statorspulen (p = 1) und einer Frequenz von 60 Hz hat das Drehfeld eine Umlaufgeschwindigkeit von 3600 U-min–1.
  • Da der Rotor aus mindestens einem Magneten besteht, hat dieser auch mindestens einen Nord- und einen Südpol. Wird der Rotormagnet von dem im Stator generierten Magnetfeld durchflutet, so ist dieser bestrebt, sich auf die maximale magnetische Durchflutung auszurichten. Das auf den Läufer wirkende Drehmoment ist am größten, wenn das Magnetfeld des Stators im rechten Winkel zu den Magnetpolen des Rotors steht. Der Rotor folgt dem umlaufenden Feld ohne Schlupf, d. h. er läuft synchron mit dem Erregerfeld. Die Drehzahl dieser Motoren kann nur durch konstruktive Änderungen oder durch Frequenzumrichter geändert werden. Synchronmotoren müssen von anderen Motoren bis auf ihre Solldrehzahl angedreht werden, da sie nicht selbstständig anlaufen.
  • Um die Wärmeverluste in den Spulen und den Treiberschaltkreisen zu minimieren, werden die Spulen beim überarbeiteten Antrieb mit pulsfrequenzmodulierten Spannungen angesteuert. Die entsprechende Spule wird dadurch immer kurzzeitig geladen und entladen. Da die Pulsdauer kürzer als 5T ist, wird die durch den ohmschen Widerstand generierte Wärme minimiert und die Spule erwärmt sich nur geringfügig. Ebenfalls ist bei der weiteren Betrachtung wichtig, dass der Strom durch die Spule die Stärke des magnetischen Feldes beschreibt.
  • Als pulsfrequenzmoduliertes Signal wird hier eine Pulsfolge bezeichnet, bei der Impulse unterschiedlicher Dauer generiert werden. Dabei wird nicht nur das Verhältnis zwischen Pausenzeit und Impulszeit verändert, sondern auch die Periodendauer des Gesamtimpulses. Die Amplitude bleibt dabei konstant. Dadurch ist es möglich, die Drehzahl des Motors während des Betriebes zu verändern, ohne dass das Rührkreuz stehen bleibt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Pulsdauer bei einer Drehzahl von 350 U/min kürzer als die Ladezeit der verwendeten Spulen ist. Damit ist gewährleistet, dass die Spulen nicht in den Bereich der Sättigung gelangen und so nur wenig Energie in Wärme umsetzen. Die Pulsfolge ist bevorzugt so aufzubauen, dass sich als resultierender Strom ein sinusförmiges Signal ergibt.
  • Ebenfalls ist bei der weiteren Betrachtung wichtig, dass der Strom durch die Spule die Stärke des magnetischen Feldes beschreibt. Wenn sich die Feldlinien in einem geschlossenen Weg um eine bestimmte Anzahl in der Impulszeit verändern, ändert sich auch die Periodendauer des Gesamtimpulses. Die Amplitude bleibt dabei konstant. Dadurch ist es möglich, die Drehzahl des Motors während des Betriebes zu verändern, ohne dass der Rührkörper stehen bleibt. Dazu sollte die Pulsdauer kürzer als die Ladezeit der verwendeten Spulen sein. Damit ist gewährleistet, dass die Spulen nicht in den Bereich der Sättigung gelangen und so nur wenig Energie in Wärme umsetzen. Die Pulsfolge wird bevorzugt so aufgebaut, dass sich als resultierender Strom einsinusförmiges Signal ergibt.
  • Das magnetische Feld muss mit steigender Drehzahl stärker werden. Was wiederum bedeutet, dass bei höheren Drehzahlen noch höhere Stromflüsse erforderlich sind. Dazu können gemäß einer weiteren Ausführungsform mehrere Einzelspulen zu einer Doppelspule kombiniert und aus verschieden dickem Draht gefertigt werden. Der Magnetrührer weist dazu gem. 5 bevorzugt sechs Doppelspulen 6D auf, die aus jeweils zwei Einzelspulen 6 gebildet werden. Jeweils zwei Einzelspulen 6 einer Doppelspule 6D sitzen auf einem gemeinsamen Pol 5.1 des Stators 5. Die Pole 5.1 weisen ebenfalls Polschuhe 5.2 auf, deren Krümmung der hier nicht dargestellten Behälterwand angepasst ist. Die zwei Einzelspulen 6 einer Doppelspule 6D weisen Wicklungen mit unterschiedlichen Drahtdurchmessern auf. Die Doppelspulen 4D sind in einem Winkel von 60° zueinander versetzt angeordnet. Dadurch ist die Winkelauflösung von 120° auf 60° gesteigert. Die Doppelspulen 6D werden gem. 1 kreisförmig um den Behälter 1 angebracht.
  • Der Stator 5 gewährleistet, dass die Magnetfelder im Reaktor R unterbrechungsfrei sind. Unterbrechungsfrei bedeutet in diesem Fall, dass sich die magnetischen Pole nur in bestimmten Grenzen nähern. Es dürfen im Inneren des Reaktors keine Bereiche mehr existieren, an denen das Rührkreuz stehen bleiben kann. Dafür wurde der Stator 5 mit den Polschuhen 5.2 versehen. Die Feldlinien verlaufen durch den Reaktorinnenraum und ermöglichen eine Kopplung zwischen Rührmagneten und umgebendem Magnetfeld. Die Streufeldausbildung kann dadurch vermindert werden. Da die austretenden Feldlinien immer senkrecht zur Austrittsfläche stehen, weisen die Polschuhe die Form der Hülsenaußenwand auf. Damit ist gewährleistet, dass ein Maximum an Durchströmung des Reaktors möglich ist. Die Begrenzungen der Polschuhe sind bevorzugt mit einem geringen Radius (z. B. 1 bis 3 mm) abgerundet. Durch diesen möglichst kleinen Radius ist die resultierende maximale Anzahl der möglichen angenommenen austretenden Feldlinienzahl geringer als bei einer geraden Fläche oder einer Rundung mit größerem Radius.
  • Das Spulensystem besteht somit gem. 5 aus zwölf Spulen, wobei sich jeweils zwei Spulen auf einem gemeinsamen Statorpol befinden. Es ergeben sich sechs Doppelspulen für den gesamten Motor.
  • Die Konfiguration der Spulen setzt sich bevorzugt wie folgt zusammen.
  • Für Drehraten beispielsweise unter 10000 U/min werden z. B. Spulen mit 250 Windungen und Kupferlackdraht mit 0,3 mm Durchmesser in Reihe geschaltet. Damit ist eine genügend große Induktivität für niedrige Drehzahlen und durch eine Umschaltung eine geringere Induktivität für höhere Drehzahlen verfügbar. Um einen dreiphasigen Drehstrom zu erzeugen, müssen drei separate Impulsfolgen 15 generiert werden. Diese Pulsfolgen sind wie bei einem durch Generatoren erzeugten Drehfeld um 120° phasenverschoben. Werden die Einzelspulen 6 der Doppelspulen 6D nach 6 so angeschlossen, dass A, C und E das erste Polpaar und B, D und F das zweite Polpaar bilden, so ist eine Funktion als Synchronmotor gewährleistet. Bei der Generation des Drehfeldes werden die Phasen zeitlich gestaffelt gestartet. Der hier nicht dargestellte Rührkörper richtet sich deshalb bei jedem Start auf die erste Phase aus. Das ist für das verwendete Detektionsprinzip von Bedeutung. Ist das Ausrichten erfolgt, werden die zweite und nachfolgend die dritte Phase zugeschaltet. Durch die Phasenverschiebung von 120° für die zweite Phase und 240° für die dritte Phase bilden sich an den zur ersten Phase angrenzenden Spulen komplementäre Pole aus. Da sich zwei gleichnamige Magnetpole abstoßen und sich unterschiedliche Pole anziehen, wird ein Feld gebildet, welches das Rührkreuz fest umschließt. Es beinhaltet zwei Stützfelder und ein Haltefeld pro Polpaar. Als Stützfelder werden die Felder bezeichnet, die sich seitlich des Rührmagneten befinden. Durch die gleiche Polarität dieser Felder mit den Magnetpolen stoßen sich die Felder und der Rührkörper voneinander ab. Da ein Stützfeld von rechts und ebenfalls ein Stützfeld von links auf den Magneten wirken, wird der Rührkörper von ihnen umschlossen und festgehalten. Die Feldstärke der Stützfelder ist halb so groß wie die Stärke des Haltefeldes. Als Haltefelder werden die Magnetfelder beschrieben, die dem Rührermagnetpol gegenüber stehen. Ihre Polarität ist gegensätzlich zu der des Rührermagneten, deshalb wird der Rührmagnet von ihnen angezogen. Die Spulen im Stator werden so angeschlossen, dass sich die jeweils gegenüberliegenden Spulen in einer magnetischen Reihenschaltung befinden. Somit wird es von beiden Seiten durch jeweils zwei Stützfelder und ein Haltefeld geführt.
  • In 7 ist eine weitere Ausführung mit den Doppelspulen 6D und das sich ausbildende Drehfeld dargestellt. Dabei ist ersichtlich wie der Rührkern 3 bei entsprechender Schaltung/Ansteuerung der Doppelspulen 6D rotiert.
  • Eine Rührkreuzrückmeldung kann hier entweder durch Phasenverschiebungen oder durch die Addition der drei Phasen deutlich werden. Das hier verwendete Detektionsprinzip basiert erfindungsgemäß auf der Änderung der Entladezeit einer Spule im Magnetkreis bei veränderlichem magnetischem Widerstand.
  • Durch das selektive Einschalten der drei Einzelphasen wird erreicht, dass das Rührkreuz im Normalbetrieb immer zeitgleich zur Amplitude der ersten Phase läuft. Das bedeutet, dass der Rührmagnet immer zum Zeitpunkt des Strommaximums der ersten Phase auf die Pole der Spulen der ersten Phase zeigt. Damit ist der Luftspalt zwischen dem Rührmagneten und dem Spulensystem, bezogen auf die Spulen der ersten Phase, am geringsten. Aus diesem Grund geschieht die Detektion zu diesem Zeitpunkt. Kurz vor dem Erreichen des Maximalstromes wird die Treiberstufe der ersten Phase hochohmig geschaltet. Die Zeitdauer der Abschaltung der Treiberstufe hängt vom verwendeten Spulensystem ab. Die Spulen entladen sich je nach Spulensystem, in einer bestimmten Zeit. Läuft das Rührkreuz nicht mehr synchron zur ersten Phase, so ist der Luftspalt im Moment des Messens nicht mehr minimal, und es ändert sich die Entladezeit der Spulen. Damit ist nicht nur eine Detektion möglich, bei der nur unterschieden werden kann, ob sich das Rührkreuz dreht oder nicht, sondern es kann detektiert werden, wie groß der Nachlauf bzw. das Voreilen des Rührkreuzes gegenüber dem Feld ist. Die für die Detektion wichtigen Impulse sind der Startimpuls, der beim Abschalten der Leistungsstufe entsteht und der Stopimpuls, der nach dem Entladevorgang auftritt. Mit dem somit gewonnenen Detektionssignal ist nicht nur eine Detektion der Rotation des Rührkreuzes möglich, sondern sogar eine Bestimmung des Nachlaufens.
  • Zur Generierung des Impulssignales für die Felderzeugung wird z. B. ein Microcontroller eingesetzt der folgende Funktionen übernimmt:
    • – Messen der Zeit zwischen „Messbeginn" und „Messstop"
    • – Auswertung des Detektionsmesswertes
    • – Anpassung des Verstärkerwertes für die Detektionssignalgewinnung an die aktuelle Drehzahl und die verwendeten Antriebsspulen
    • – Überwachung der Funktion des impulsgenerierenden Controllers
    • – Erzeugung des Taktsignales für den Modulationscontroller
    • – Kommunikation zwischen Systemrechner und der Rührerbaugruppe
    • – Ansteuerung des Spannungswandlers zur Versorgung des benötigten Spulensystems
  • Erfolgreich getestete Rührkerne/Rotorformen sind:
    • – Rührstab mit einem Permanentmagneten
    • – Rührstern mit drei Permanentmagneten, 120° zueinander
    • – Rührkreuz mit einem stabförmigen Permanentmagneten
    • – Rührkreuz mit zwei stabförmigen Permanentmagneten, 90° zueinander
  • Die besten Ergebnisse wurden mit den Rührkreuzen erzielt. Als Steuereinheit wurden zwei Microcontroller verwendet, wobei einer der beiden Microcontroller allein für die Erzeugung des Drehfeldes eingesetzt wird. Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erzielen, werden die Spulen mit pulsfrequenzmodulierten Signalen angesteuert. Das ermöglicht eine präzise Erzeugung des Drehfeldes mit einem breiten Frequenzbereich, um verschiedene Drehzahlen des Rührkreuzes zu ermöglichen. Ebenfalls hat es die Eigenschaft, dass der Reaktor nicht von den Spulen aufgeheizt wird und somit auch Reaktionen bei Raumtemperatur möglich sind, da sich die Spulen nicht stark erwärmen.
  • Um den hohen Wirkungsgrad über den gesamten Drehzahlbereich zu ermöglichen, wurde ein Spulensystem mit sechs Polen, die durch zwölf Spulen generiert werden entworfen.
  • Die Detektion der Drehbewegung des Rührkreuzes erfolgt mit der Detektorspule über die Änderung des magnetischen Widerstandes, der durch die Rotation des Rührkerns hervorgerufen wird. Mit dem somit gewonnenen Detektionssignal ist nicht nur eine Detektion der Rotation des Rührkerns möglich, sondern sogar eine Bestimmung des Nachlaufens.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 4201693 C1 [0002]

Claims (26)

  1. Magnetrührsystem mit einem Rührkörper, der sich in einem mit einem Medium gefüllten Gefäß befindet und durch ein mittels eines Spulensystems erzeugbares rotierendes Magnetfeld in eine Drehbewegung bringbar ist und mit einer elektronischen Ansteuerung und Regelung wobei – das Stillstehen des Rührkörpers detektierbar ist und/oder – Rückschlüsse auf die Viskosität des Mediums ziehbar sind und/oder – das Magnetfeld höhenjustierbar ist und damit der Rührkörper in einen Schwebezustand versetzbar ist und/oder – die elektronische Ansteuerung und Regelung entfernt vom Spülensystem angeordnet ist.
  2. Magnetrührsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Phasenverschiebungen des Magnetfeldes und/oder durch die Addition der Phasen mehrere Spulen des Spulensystems und/oder durch Auswertung der Änderung des Magnetfeldes einer Spule im Magnetkreis bei veränderlichem magnetischem Widerstand das Stillstehen des Rührkörpers detektierbar ist und/oder Rückschlüsse auf die Viskosität des Mediums ziehbar sind.
  3. Magnetrührsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Nachlauf bzw. dem Voreilen des Rührkörpers gegenüber dem Magnetfeld Rückschlüsse auf die Viskosität des Mediums ziehbar sind.
  4. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von der Viskosität des Mediums die Leistung einstellbar ist.
  5. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Hubeinheit das Gefäß und das Spulensystem relativ zueinander höhenverstellbar sind.
  6. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Spulensystem einen Stator und wenigstens drei Spulen aufweist.
  7. Magnetrührsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Spulensystem wenigstens drei Spulenpaare aufweist.
  8. Magnetrührsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Spulensystem sechs Spulenpaare aufweist.
  9. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenpaare in einem Winkel von 60° zueinander versetzt angeordnet und kreisförmig um eine Längsachse des Gefäßes angebracht sind.
  10. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulen mittels pulsfrequenzmodulierter Spannungen ansteuerbar sind.
  11. Magnetrührsystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulen alternierend über eine Veränderung der Pulsdauer/Pulsfolge magnetisierbar und entmagnetisierbar sind.
  12. Magnetrührsystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass Impulse unterschiedlicher Dauer erzeugbar sind, wobei das Verhältnis zwischen Pausenzeit und Impulszeit und Periodendauer des Gesamtimpulses bei konstanter Amplitude veränderbar ist.
  13. Magnetrührsystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulsdauer kürzer als die Zeit der maximalen Magnetisierung der Spulen ist.
  14. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die konstruktive Ausführung des Stators im Gefäß unterbrechungsfreie oder nahezu unterbrechungsfreie Magnetfelder gewährleistet.
  15. Magnetrührsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator mit Polschuhen versehen ist.
  16. Magnetrührsystem nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Polschuhe der Form der Behälterwand angepasst sind.
  17. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass Begrenzungen der Polschuhe abgerundet oder mit einer Phase versehen sind.
  18. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass bei zunehmender Viskosität des Mediums eine Verstärkung der magnetischen Durchflutung des Rührkörpers erfolgt.
  19. Magnetrührsystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetische Feld mit steigender Drehzahl stärker wird.
  20. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Einzelspulen zu einer Mehrfachspule kombiniert sind.
  21. Magnetrührsystem nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Einzelspulen zu einer Doppelspule kombiniert sind.
  22. Magnetrührsystem nach Anspruch 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelspulen aus Drähten unterschiedlichen Durchmessers gewickelt sind.
  23. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die einer Mehrfachspule zugeordneten Einzelspulen über- oder hintereinander auf einem gemeinsamen Statorpol angeordnet sind.
  24. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass wahlweise einzelne, mehrere oder alle Einzelspulen einer Mehrfachspule zuschaltbar sind.
  25. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Rührkörper permanentmagnetisch ist.
  26. Magnetrührsystem nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium eine Flüssigkeit oder ein Flüssigkeits-Feststoffgemisch oder ein Flüssigkeits-Gasgemisch oder ein Gas-Feststoffgemisch oder ein Flüssigkeits-Gas-Feststoffgemisch ist.
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