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Die
Erfindung betrifft textile Transportbehälter (Big Bags) für den Transport
von rieselfähigen, pulverförmigen,
pastösen
oder schmelzenden (und danach aushärtenden) Massengütern. Diese
Behälter
sind in der Regel mit mehreren Schlaufen für die Aufnahme von Haken oder
Trägern
für Tragmittel, wie
z. B. Gabelstapler, versehen.
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Es
ist bekannt aus
EP30442 ,
dass solche Verpackungen hergestellt werden z. B. aus Polyethylen-
oder Polypropylengeweben. Die Seitenwände des Behälters können aus langgestreckten Streifen gebildet
werden, wie dies z. B. bekannt ist aus
EP 96946 oder
aus einem rundgewebten Schlauch wie in
EP171944 .
Dabei können
die oberen Enden der für die
Herstellung der Behälter
abgelängten
Wandelemente aus vernähten
Flachgeweben oder endlos gewebten Schlauchelementen umgeschlagen
und mehrfach vernäht
werden, wie dies z. B. in
EP 505 447 und
EP 968 936 dargestellt ist.
Auf diese Weise wird eine Verstärkung
des oberen Randes der Behälter
erreicht, die dazu dient, im Bereich der Oberkante des Behälters die
Tragfähigkeit
der Behälterkonstruktion
zu vergrößern und
so die Krafteinleitung aus den Trageschlaufen in das Gewebe zu verbessern.
Die bekannten Ausführungen
der beschriebenen Behälter
tragen dabei die an den Trageschlaufen auftretenden Kräfte über die
mit dem Behälter
vernähten
Füße oder/und
Verlängerungen
der Füße der Trageschlaufen
in das den Behälter
bildende Gewebe ab.
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Aus
der
GB 2130172 ist bekannt,
dass zur Verbesserung der Kraftaufnahmeeigenschaften ein zusätzliches
Band auf die über
den oberen Behälterrand überstehenden
Schlaufenteile und im Zwischenbereich zwischen den Schlaufen an
den oberen Rand des den Behälter
bildenden Gewebes aufgenäht
ist.
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Aus
der
EP 119 473 ist ein
Behälter
bekannt, bei dem der obere Rand zu einem Bandkanal umgenäht ist,
in dem ein Endlosband durchgezogen ist, das als einzelne Schlaufe
zum Anheben des Behälters
dient.
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Aus
DE 26 59 487 ist bekannt,
eine Hebeschlinge durch einen Kanal am oberen Rand eines hängematteartigen
Tragebandes oder eines Beutels zu führen, wobei der Kanal durch
Umfalten des Hängematten-
bzw. Beutelmaterials und anschließendes Vernähen gebildet wird. Schon in
der Anmeldung wird darauf hingewiesen, dass diese Konstruktion problematisch
ist wegen der Gefahr des Aufreißens des
Kanalmundes. Um Abhilfe zu schaffen wird eine konkave Ausbildung
der Beuteloberkante vorgeschlagen. Diese Ausführung ist für die heutigen Anwendungen
nicht sinnvoll, da die Behälter
in der Regel mit einem Deckel verschlossen werden, dessen auf die
konkave Bauteiloberkante abgestimmte Formgestaltung zusätzliche
Nachteile in der Anwendung mit sich bringt.
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Weiter
wird in der
DE 26 59 487 vorgeschlagen,
ein einziges, durchgehendes Zugseil durch die Tragkanäle der vier
Seitenwände
des sackartigen Behälters
zu führen
und daraus an den Eckpunkten eines quadratischen Querschnittes Hebeschlaufen zu
bilden. Diese Lösung
hat den Nachteil, dass keine Fixierung der Hebeschlaufen gegeben
ist. Vielmehr kann es bei unsymetrischem Anheben der Last zu seitlichem
Verrutschen der Last dadurch kommen, dass sich durch eine fehlende
Fixierung der Schlaufen unterschiedlich lange Hebeschlaufen bilden.
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Der
beschriebene Stand der Technik hat weiter Nachteile bezüglich des
Aufwandes für
das Umnähen
des Behälteroberrandes
und das Aufnähen der
Füße der Schlaufen,
weil letzteres auf den zugeschnittenen Schlauchelementen bzw. den
bereits zusammengenähten
Einzelwandelementen erfolgen muss.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, hier eine Lösung bereitzustellen, die eine
einfache, kostengünstige
und tragfähige
Verarbeitung dadurch ermöglicht, dass
ein funktionsintegriertes Trageband für eine werkstoffgerechte weitgehend
formschlüssige
Krafteinleitung sorgt und ein vorgefertigtes Trageschlaufen-Tragegurt-System
eine rationelle Fertigung ermöglicht.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe dadurch gelöst,
dass die Trageschlaufen mit einem sie tragenden Tragegurt als gesondertes
Teil vorgefertigt werden und durch vorgefertigte Öffnungen
im Gewebe in der Nähe
des oberen Randes des Behälters
geführt
werden. Über
diese Öffnungen
wird die aufzunehmende Hebekraft in das den Behälter bildende Gewebe eingeleitet.
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Trageschlaufen
und Tragegurt, die das gesamte Tragbandsystem darstellen, können aus
handelsüblichem
hoch-tragfähigem
Gewebe, wie es z. B. für
Tragbänder
oder Sicherheitsgurte angewandt wird, bestehen. Sie können aber
auch gebildet werden aus einem mehrschichtigen Band, das aus dem Schlauchgewebe
durch einfaches oder mehrfaches Falten und anschließendes Verbinden
dieser Schichten mit Fäden
hoher Tragfähigkeit
oder Verschweißen
oder Vernieten hergestellt wird. Darüber hinaus sind auch kombinierte
Werkstoffsysteme, z. B. kunststoffumspritzte Faser- bzw. flexible Metallgewebe oder
entsprechende Bänder
anwendbar.
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In
einer weiteren Ausgestaltung wird das Trageband gebildet aus einem
endlos hergestellten Seilring, der im Bereich der Trageschlaufen
zur Bildung dieser Trageschlaufen über Kreuz verdreht ist, wobei
im Kreuzungspunkt die beiden übereinander liegenden
Teile des Seiles miteinander verbunden werden durch die in den Ansprüchen genannten
Verbindungsmittel.
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In
einer weiteren Ausgestaltung wird dieses Trageband gebildet aus
einem endlos hergestellten Seilring, bei dem im Bereich der vorgesehenen
Trageschlaufen diese Trageschlaufen durch Verknoten eines Seilabschnittes
gebildet werden.
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In
einer weiteren Ausgestaltung können
die Tragegurte mit der Behälterwand
verbunden werden und die Trageschlaufen als vorgefertigte, weitgehend formstabile
Einhängehaken,
z. B. aus Kunststoff oder Metall, angenäht oder eingeklipst werden.
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In
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zur Erhöhung der
Tragfähigkeit
vorgesehen, dass Tragegurt und/oder Trageschlaufen durch ein zusätzliches
Verstärkungsband
ergänzt
werden, das mit mindestens einer Naht mit Tragegurt und Trageschlaufen
kraftschlüssig
verbunden wird.
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Das
Trageband mit den ausgebildeten Schlaufen wird in einem weiteren
Verarbeitungsschritt mit der Seitenwand bzw. den Seitenwänden des
Behälters
verbunden.
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Auf
Bearbeitungsschritte im Zusammenhang mit dem Behälterboden wird im Folgenden
nicht eingegangen, da diese im Zusammenhang der Erfindung ohne Belang
sind.
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Im
oberen Randbereich der Behälterwandung
werden in der Schlauchfolie Öffnungen
hergestellt, durch welche die Trageschlaufen durchgezogen werden.
Die Herstellung der Öffnungen
für die Durchführung der
Trageschlaufen erfolgt durch Schneiden oder mechanisches Stanzen
in den Rohling des Sackgewebes. Alternativ kann die Herstellung
der Öffnungen
durch thermisches Stanzen ohne oder mit Hitzeschild erfolgen, so
dass die Polymerfäden,
die das Schlauchgewebe bilden, im Bereich der Öffnung miteinander verschweißt werden.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können die Öffnungen im Schlauchgewebe
für die
Durchführung der
Trageschlaufen bereits bei der Herstellung des Gewebes im Webmuster
eingearbeitet werden, so dass die Struktur der Polymerfäden unverändert bleibt
und keine Störungen
in der Tragstruktur des Gewebes auftreten.
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Je
nach Bedarf des herzustellenden Transportbehälters werden die Ränder dieser Öffnungen verstärkt. Dabei
sind sämtliche
Lösungen
möglich, die
zum Stand der Technik für
die Verstärkung
von Lochrändern
gehören.
Dazu zählen
Verstärkungsringe
aus Kunststoff oder Metall, die geklipst, verschweißt oder
angespritzt werden.
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Danach
kann der überstehende
Teil der Schlauchfolie umgeschlagen werden und mit einer oder mehreren
Nähten
oder anderen Verbindungsarten verbunden werden. Durch das Umschlagen
und Verbinden der Gewebelagen wird eine hoch tragfähige Gesamtkonstruktion
erzeugt, durch welche die beim Anheben des gefüllten Transportbehälters auf das
den Behälter
bildende Gewebe wirkenden Kräfte sicher
aufgenommen und verteilt werden können.
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Werden
umgeschlagenes und in der ursprünglichen
Lage verbliebenes Gewebe unterhalb die Tragegurtes verbunden, so
entsteht ein Kanal, in dem der Tragegurt beweglich ist. Beim Anheben
des Behälters
legt sich der Tragegurt so an das Gewebe in der Umschlaglinie an,
dass der Tragegurt vollflächig
Kontakt mit dem Behältergewebe
in der Umschlaglinie hat und die Tragkräfte in das Behältergewebe
abgeleitet werden.
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Werden
umgeschlagenes und in der ursprünglichen
Lage verbliebenes Gewebe in Höhe des
Tragegurtes verbunden, so entsteht ein Verbindungsbereich "äußeres Behälterwandgewebe/Tragegurt/inneres
Behälterwandgewebe", über den
die Tragkräfte
in das Behältergewebe
abgeleitet werden.
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Aber
selbst ohne Umschlagen des Randbereiches ist die entwickelte Konstruktion
tragfähig.
Bei Belastung der Trageschlaufen durch Anheben des Transportbehälters werden
die entstehenden Tragkräfte
durch die Trageschlaufen und den Tragegurt in das Gewebe der Transportbehälterwand
eingeleitet. Spannungsspitzen, die zu einem Aufreissen des Gewebes
führen
könnten,
werden durch die Randverstärkungen
der Öffnungen
in die umliegenden Gewebeteile abgeleitet.
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Wird
der Tragegurt aus verstärktem
Gewebe oder anderen hochfesten Werkstoffen, z. B. gespritzten verstärkten Kunststoffen
oder Metallbändern bzw.
Kombinationen daraus hergestellt, kann das Trageschlaufen-Tragegurt-System
so formstabil werden, dass es einerseits im Fertigungsprozess rationell
eingefügt
werden kann, andererseits durch seine Eigensteifigkeit Anwendungsvorteile
bietet. So kann es beim Entfalten ein weitgehend selbsttätiges Aufspannen
des Deckels erreicht und die betriebliche Handhabung vereinfacht
werden. Weiterhin wird durch die Eigensteifigkeit die Krafteinleitung
von den Trageschlaufen in die Seitenwände gefördert.
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Weiter
können
im Bereich der Trageschlaufen und Durchführungsöffnungen des Schlauchgewebes
Verstärkungselemente
vorgesehen werden, die mit mindestens einer, bevorzugt aber zwei
oder drei Nahtreihen mit dem den Behälter bildenden Schlauchgewebe
auf der einen Seite und dem Umschlagbereich des oberen Behälterrandes
auf der anderen Seite vernäht
werden.
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Mit
der Erfindung wird der bisher bestehende Befestigungs- und Krafteinleitungskonflikt,
den das Annähen
der Tragebänder
bedingt, gelöst.
Die bestehenden System sind hinsichtlich der Tragfähigkeit
auf die Güte
und dauerhafte Festigkeit der Nähte
angewiesen, die deshalb auch bei hoch belastbaren Systemen aus hochfestem
Polyestergarn bestehen, während
die Behältergewebe üblicherweise
aus Polypropylen hergestellt werden. Wenn die Nähte reißen, versagt das gesamte System.
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Überraschend
wird bei der vorstehenden Erfindung das Tragebandsystems durch Öffnungen
in der Behälterwandung
gesteckt und es wird damit durch einen Formschluss gesichert, dass
das System auch dann seine Tragfähigkeit
behält,
wenn die Nähte
versagen. Durch das Umlegen der überstehenden
Bereiche der Behälterwandung
wird der Formschluss noch weiter gesichert und die auf die Öffnung wirkenden
Kräfte über die
umgeschlagene Kante in den Behälterbereich
zwischen den Tragschlaufen verteilt. Die nach dem Umschlagen noch auf
die Nähte
wirkenden Kräfte
reduzieren sich enorm, so dass auch für hoch belastbare Systeme zukünftig Polypropylengarne
verwendet werden können.
Diese bieten den Vorteil, dass ein aus 100% Polypropylen bestehendes
System nach der Nutzung hervorragend werkstofflich aufgearbeitet
und wiederverwertet werden kann. Polyester besitzt einen Schmelzpunkt
von 250 bis 270°C,
während
Polypropylen mit einem Schmelzpunkt von 150 bis 180°C bei diesen
Temperaturen schon thermisch geschädigt wird.
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Wenn
das in der beschriebenen Art eingebettete Tragegurtsystems durch
Vernähen
fixiert wird, wird das System hinsichtlich der Aufnahme der Traglasten
nahezu unüberwindbar,
die Grenze stellt dann die Belastbarkeit des Behältergewebes dar.
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Mit
der Erfindung ist es deshalb erstmalig gelungen, eine konsequente
formschlüssige
Krafteinleitung bei den üblichen
Big Bag Konstruktionen zu verwirklichen. Die Möglichkeiten rationeller Vorfertigung der
erfindungsgemäßen Konstruktion
bietet auch Hochlohnländern
wettbewerbsfähige
Fertigungschancen. Durch geschickte Konstruktion und Werkstoffwahl
für das
Tragebandsystem ergeben sich verbesserte Anwendungschancen und durch
die Möglichkeit,
Polypropylengarne einzusetzen, hervorragende Chancen für werkstoffliches
Recycling.
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Beschreibung der Figuren
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Es
zeigen
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1 ein
Beispiel zum bestehenden Stand der Technik,
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2 einen
schlauchförmigen
Rohling mit den Öffnungen
für die
Durchführung
der Trageschlaufen
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3 den
Behälter
in der erfinderischen Form mit nach innen umgeschlagenem Randbereich,
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4 einen
Schnitt durch das obere Ende der Behälterwand der 3,
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4a einen
Schnitt durch das obere Ende der Behälterwand in einer Ausführung mit
einer kraftschlüssigen
Verbindung zwischen Behälterwand
und umgeschlagenem Behältergewebe,
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4b einen
Schnitt durch das obere Ende der Behälterwand in einer Ausführung mit
einer kraftschlüssigen
Verbindung zwischen Behälterwand
und umgeschlagenem Behältergewebe
im Bereich des umschlossenen Tragegurtes,
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4c einen
Schnitt durch das obere Ende der Behälterwand in einer Ausführung mit
mehrfach umgeschlagenem oberen Randbereich,
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5 eine
Abwicklung des Tragebandes in einer Ausführung, die vor dem Einführen der
Trageschlaufen in die Ösen
zum kreisförmigen
Trageband verbunden wird,
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6 das
Trageband entsprechend 5 in der als gekreuztes Band
erzeugten Schlaufe,
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7 den
Kreuzungsbereich der 6 mit drei Verbindungsnähten,
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8 das
Trageband der 6 mit einem Verstärkungsband
entlang der durchgeführten Grundstruktur
entsprechend 5,
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9 einen
Schnitt durch das Trageband der 8,
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10 das
Trageband gebildet aus einem Seil mit Erzeugung der Trageschlaufen
durch Verknoten des Seiles,
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11, 12 und 13 verschiedene Ausführungen
der Durchführung
einer aus dem gekreuzten Tragegurt erzeugten Schlaufe durch eine Öse.
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14 zeigt
die Verstärkung
der Durchführungsöffnungen
für die
Trageschlaufen durch ein umgebendes Gewebeteil.
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In 15 ist
die Verstärkung
der Durchführungsöffnungsendbereiche
durch Gewebestreifen dargestellt.
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16 zeigt
eine integrierte Lösung,
bei der ein Gewebestreifen (27, 27') um die Hebeschlaufen (41', 42', 43', 44') herum aus
Verstärkungskonstruktion
ausgebildet sind.
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Detaillierte Beschreibung
der Abbildungen
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1 zeigt
ein Beispiel aus dem Stand der Technik mit Füßen (6a, 6b)
der Trageschlaufen (7, 8, 9, 10),
die auf der Seitenwand des Behälters
herunter geführt
und dort in der Regel durch Vernähen
befestigt sind, so dass die in den Trageschlaufen wirkenden Kräfte über die
gesamte Höhe
der Seitenwand vertikal in die Seitenwände des Behälters eingeleitet werden können.
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2 zeigt
einen Behälter
der erfinderischen Ausgestaltung, hier mit kreisförmigem Querschnitt.
Der Behälter
wird gebildet aus einem Abschnitt des endlos gewebten Schlauchgewebes
oder in Längsnähten verbundenen
Einzelbahnen. Die Einarbeitung des Behälterbodens wird hier nicht
dargestellt, da sie nicht Gegenstand der Erfindung ist. In die obere
Randzone (21, 21')
werden Öffnungen
(31, 32, 33, 34) eingearbeitet.
Hier werden Behältergrundkörper mit
vier Öffnungen
für die
Einführung von
Trageschlaufen dargestellt. Werden mehr als vier Trageschlaufen
benötigt
werden entsprechend mehr Öffnungen
hergestellt.
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3 zeigt
den Behälter
der 2. Die Trageschlaufen (41, 42, 43 44)
werden auf dem Tragegurt (45) in einem gesonderten Arbeitsgang
zur Herstellung des Tragebandes (40) befestigt. Nachfolgend
werden die Trageschlaufen durch die Öffnungen (31, 32, 33, 34)
hindurch gezogen. Der Tragegurt liegt am Behältergewebes (11) im
Bereich der Zone (30) an, je nach gewählter Lösung innen oder außen. In
den 3 und 4 ist die Lösung mit innen anliegendem
Tragegurt dargestellt. Nach Positionierung des Tragebandes wird
die obere Randzone (21') des
Behältergewebes
entlang der Umschlagslinie (22) nach innen geschlagen.
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4 zeigt
einen Schnitt durch die Behälterwand
der 3. Die umgeschlagene Randzone (21') liegt gegenüber dem
Randzonenbereich (21). Zwischen beiden liegt der Tragegurt
(45) mit der daran befestigten Trageschlaufe (41).
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4a zeigt
einen Schnitt durch den oberen Bereich der Behälterwand im Bereich der Tragebanddurchführungsöffnung (31)
und der Trageschlaufe (41). Der Abschnitt (21)
der Behälteraußenwand
und der umgeschlagene Abschnitt (21') sind im Endbereich des umgeschlagenen
Teils durch ein oder mehrere Verbindungsnähte (25, 25', ...) sowie
optional mit einer weiteren Verbindungsnaht (26) im Bereich
des Tragegurtes (45) kraftschlüssig miteinander verbunden,
so dass sie einen Kanal bilden. In diesem Kanal liegt das Trageband
(40) mit dem Tragegurt (45) und den Trageschlaufen
(41, 42, 43, 44). Der Tragegurt (45)
kann sich, wenn nur die unteren Verbindungsnähte (25, 25') erstellt wurden,
in diesem Kanal frei bewegen oder er ist durch die oberen Verbindungsnaht
(26) mit den Behältergewebeabschnitten
(21, 21')
kraftschlüssig
verbunden.
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4b zeigt
ebenfalls einen Schnitt durch den oberen Bereich der Behälterwand
im Bereich der Tragebanddurchführungsöffnung (31)
und der Trageschlaufe (41). Der umgeschlagene Behältergewebeabschnitt
(21') ist
mit dem Tragegurt (45) und dem Behältergewebeabschnitt (21)
kraftschlüssig
verbunden.
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4c zeigt
ein Beispiel für
das mehrfache Umschlagen des Behälteroberrandgewebes.
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Die 5 bis 10 zeigen
verschiedene Ausgestaltungen des Tragebandes (40). In 5 sind
die Trageschlaufen (41, 42, 43, 44),
die aus einem hoch tragfähigen,
handelsüblichen
Gurtmaterial hergestellt sind, auf dem Tragegurt (45),
der in der Regel aus dem gleichen Material wie die Trageschlaufen
besteht, befestigt.
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Wird
das Trageband ohne kraftschlüssige Verbindung
mit dem Behältergewebe 21, 21') in einen Kanal
eingelegt, so muss das der Tragegurt (45) Endbereiche (48, 48') haben, die
vor dem Einbau des Tragebandes in das Behältergewebe kraftschlüssig miteinander
verbunden werden, damit das Trageband (40) einen tragfähigen Ring
bildet. Wird der Tragegurt kraftschlüssig mit den Gewebeabschnitten (21, 21') verbunden,
so kann je nach den aufzunehmenden Belastungen bei ausreichender
Tragfähigkeit
in den Abschnitten (47, 47') auf den Überlappungsbereich verzichtet
werden.
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Je
nach Beanspruchung des Behälters
können
aber auch verschiedene Materialien für Trageschlaufen und Tragegurt
verwendet werden. Aus Gründen
der Sortenreinheit beim Recycling können Tragegurt und Trageschlaufen
auch aus dem gleichen Material wie das Gewebe des Transportbehälters bestehen.
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Die
Trageschlaufen werden bei der Herstellung des Tragebandes (40)
nacheinander auf dem Gurtband (45) befestigt. In der Regel
erfolgt dies durch Nähen
mit mehreren gleichzeitig erstellten Nähten unter Verwendung eines
hoch tragfähigen Garnes.
Aber auch die Erstellung der Nähte
in mehreren Arbeitsgängen
oder die Anwendung anderer Verbindungstechniken nach dem Stand der
Technik für
die Verbindung mehrerer Gewebelagen ist möglich.
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6 zeigt
die Bildung des Tragebandes (40) durch einen im Bereich
der Trageschlaufen (41', 42', 43', 44)
in Schleifen gelegten Tragegurt 45; 7 zeigt
ein Detail der Verbindung der gekreuzten Lagen des Gurtbandes (45)
durch mehrfache Nähte.
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8 und 9 zeigen
ein Trageband (40), das entsprechend 6 durch
ein in Schleifen gelegtes Gurtband (45) erzeugt ist und
mit einem zusätzlichen
Gurtband (46) verstärkt
ist. Diese Verstärkungsband
(46) kann im Bezug auf das Gurtband (45) schmaler,
gleich breit oder breiter sein.
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10 zeigt
ein Trageband (40), das aus einem handelsüblichen
Tragseil in Ringform gebildet ist. Die Trageschlaufen (41', 42', 43', 44') sind gebildet
dadurch, dass das Seil geknotet wird. Für die Darstellung ist das Ringseil
im Bereich 49 aufgeschnitten.
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11 die
Durchführung
einer aus dem gekreuzten Tragegurt erzeugten Trageschlaufe durch die Öse. Der
obere Rand des den Behälter
bildenden Gewebes ist nicht umgeschlagen. Der Rand der Öse (31)
ist verstärkt,
um die Übertragung
der aus der Trageschlaufe (41') auf das Gewebe (19)
des Behälters
(18) wirkenden Kräfte
besser übertragen
zu können
und ein Aufreissen des Gewebes im Randbereich der Öse zu verhindern.
Da der Übertragungsbereich
aber relativ klein ist, ist eine solche Lösung nur für Behälter mit geringen Belastungen
anwendbar.
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12 zeigt
die Durchführung
der Trageschlaufe durch die der 11 entsprechende Öse mit einem
umgeschlagenen und mit der Seitenwand (19, 21)
durch eine Naht (25) kraftschlüssig verbundenen Randbereich
(21').
Aus den Gewebeabschnitten (21) und (21') mit der Naht
(25) wird ein Kanal gebildet, in dem das Gurtband (45)
eingelegt ist. Bei dieser Lösung
erfolgt die Krafteinleitung aus dem Gurtband (45) in die
Behälterseitenwand
(19) über den
Scheitelbereich der Umschlagzone (22).
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13 zeigt
in Abwandlung zu 12. eine zusätzliche kraftschlüssige Verbindung
(26) zwischen den inneren und äußeren Gewebeabschnitten (21 und 21') und dem Gurtband
(45). Bei dieser Erfindungsausführung erfolgt die hauptsächliche
Krafteinleitung aus dem Gurtband (45) in die Behälterwand (19) über die
Naht (26).
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14 zeigt
die Anordnung der Bereiche des Behältergewebes im Bereich der
Durchführungsöffnungen
(31, 32, 33 34), die bei hoher
Lasteintragung aus der Trageschlaufen (41, 42, 43, 44 bzw. 41', 42', 43', 44') in das Behältergewebe
(19) gefährdet sind
aufzureißen,
durch eine Verstärkungslage
(25). Für
diese Verstärkungslage
wird in der Regel Material des gleichen Werkstoffes wie das Behältergewebe verwendet,
um für
die Wiederaufarbeitung Sortenreinheit des Materials zu erreichen.
Aber auch die Verwendung anderer Werkstoffe ist möglich.
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15 und 16 zeigen
weitere Varianten, die das Behältergewebe
im Bereich der Enden der Durchführungsöffnungen
(31, 32, 33 34) gegen Aufreißen zu sichern.
Zusätzliche
Gewebestreifen (26) werden auf dem Behältergewebe befestigt und erhöhen damit
die Tragfähigkeit
der Gesamtkonstruktion.
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In
vielen Fällen
wird bei der Erstellung der Naht zwischen den Gewebeabschnitten
(21) und (21')
auch der Deckel des Transportbehälters
mit eingenäht.
Die dabei erforderlichen Schritte sind in der Beschreibung und den
Abbildungen nicht dargestellt, da sie die erfinderische Lösung nicht
betreffen.
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Die
Verbindung der einzelnen beschriebenen Materiallagen wurde in den
vorstehenden Beispielen durch Vernähen dargestellt. Genauso ist
es aber auch möglich,
die Verbindung durch Verschweißen
der einzelnen Materiallagen herzustellen. Auch eine Befestigung
durch Vernieten ist in vielen Fällen möglich, ohne
dass durch die dabei auftretenden Störungen der einheitlichen Gewebestruktur
die notwendige Tragfähigkeit
der Gesamtkonstruktion beeinträchtigt
wird.
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Wenn
in der Beschreibung von einer Naht gesprochen wird, kann dies entsprechend
dem Stand der Technik auch eine Doppelnaht oder eine andere Mehrfachnaht
sein.