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DE202007004757U1 - Entkoppelelement mit Isolation - Google Patents

Entkoppelelement mit Isolation Download PDF

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DE202007004757U1
DE202007004757U1 DE200720004757 DE202007004757U DE202007004757U1 DE 202007004757 U1 DE202007004757 U1 DE 202007004757U1 DE 200720004757 DE200720004757 DE 200720004757 DE 202007004757 U DE202007004757 U DE 202007004757U DE 202007004757 U1 DE202007004757 U1 DE 202007004757U1
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decoupling
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Witzenmann GmbH
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Abstract

Entkoppelelement (E) zum Einsatz mit Abgasanlagen und von im Wesentlichen hohlzylindrischer Form mit insbesondere kreisförmigem oder annährend ovalem Querschnitt und mit zumindest einem Ende (10), welches zum Anschluss eines Leitungselementes (5) an das Entkoppelelement (E) geeignet ist, und mit zumindest zwei im Wesentlichen koaxial angeordneten Lagen (1, 1', 2, 3, 4), dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des zumindest einen Endes (10) des Entkoppelelementes (E) eine Isolierschicht (7) zur Wärmedämmung vorgesehen ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Entkoppelelement zum Einsatz mit Abgasanlagen und von im Wesentlichen hohlzylindrischer Form mit insbesondere kreisförmigem oder annährend ovalem Querschnitt und mit zumindest einem Ende, welches zum Anschluss eines Leitungselementes an das Entkoppelelement geeignet ist, und mit zumindest zwei im Wesentlichen koaxial angeordneten Lagen.
  • Derartige Entkoppelelemente werden in der Regel als Zwischenstück in Abgasleitungen bzw. -anlagen von Kraftfahrzeugen zwischengeschaltet, um Bewegungen und Schwingungen aufzunehmen und von der Weiterleitung an angrenzende Bauteile abzukoppeln. Üblicherweise entstehen derartige Bewegungen und Schwingungen durch eine elastisch gelagerte Antriebsmaschine in Folge von Lastwechselreaktion im normalen Fahrbetrieb. Ein derartiges Entkoppelelement muss dabei ebenso auch thermische Längenänderungen der Abgasleitung kompensieren, die durch die Aufheizung der Abgasleitung durch heiße Abgase der Antriebsmaschine entstehen.
  • Gewöhnlich bestehen diese Entkoppelelemente aus zumindest zwei koaxial angeordneten Lagen, wobei als innerste Lagen eine gasführende Komponente und ein schraubengangförmiger oder ringgewellter Metallbalg vorgesehen sind. Die verschiedenen Lagen erhöhen bzw. verbessern die Beweglichkeit des Entkoppelelements, gleichzeitig schützen sie das Entkoppelelement gegen Beschädigungen von außen und gewährleisten dessen Gasdichtheit. Zur Reduzierung von Schadstoffen im Abgas der Antriebsmaschine sind oft stromabwärts des Entkoppelelementes in der Abgasleitung in der Regel Katalysatoren oder Diesel-Partikel-Filter angeordnet. Damit diese schneller Betriebstemperatur und damit reduzierte Abgasemissionen erreichen können, ist es erforderlich, dass die Temperatur des Abgases beim Durchgang durch das Entkoppelelement nicht unnötig durch zusätzliche Wärmeabstrahlung vermindert wird. Beim Eintritt des Abgases in den Katalysator soll dieses den Katalysator möglichst schnell auf die zur optimalen Wirkung zur Reduzierung der Abgasemissionen erforderliche Betriebstemperatur erwärmen. Im Falle von Dieselmotoren sind möglichst hohe Temperaturen des Abgases auch notwendig, um die temperaturabhängige Regeneration von Dieselpartikelfiltern zu ermöglichen. Derzeit übliche Dieselmotoren erzeugen relativ niedrige Abgastemperaturen. Dies wirkt sich insbesondere dann negativ auf die vorgenannte Regeneration der Diesel-Partikelfilter aus, wenn es zu einer zusätzlichen Abkühlung der Abgase beim Durchgang durch das Entkoppelelement kommt. Letztendlich bedeutet dies eine schlechtere Regeneration von Diesel-Partikelfiltern.
  • Dieses Problem versucht man im Stand der Technik dadurch zu umgehen, dass relativ teure Oberflächenbeschichtungen für Diesel-Partikelfilter eingesetzt werden oder Additiv-Systeme. Diese reduzieren die zur Regeneration der Partikelfilter erforderliche Abgas-Minimaltemperatur.
  • Weiterhin ist aus der DE 103 93 976 T5 auch ein flexibles Rohr bekannt, welches zwischen der radial innersten Lage, die als gasführende Komponente ausgebildet ist, und der radial dazu nächstkommenden äußeren Lage eines gewellten Metallbalges zumindest teilweise einen Luftspalt aufweist. Der Luftspalt verhindert eine übermäßige Wärmeabstrahlung des flexiblen Rohres. Damit ist eine Verminderung der Reduktion der Abgastemperatur nach dem Durchgang des Gases durch das flexible Rohr möglich.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Wärmeabstrahlung eines Entkoppelelementes einfach und kostengünstig weiter zu minimieren, ohne dass die Dämpfungseigenschaften des Entkoppelelementes dadurch verschlechtert werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass im Bereich des zumindest einen Endes des Entkoppelelementes eine Isolierschicht zur Wärmedämmung vorgesehen ist.
  • Durch die Verwendung einer Isolierschicht zur Wärmedämmung wird eine reduzierte Wärmeabstrahlung erstmals auch im Bereich des zumindest einen Endes des Entkoppelelementes erreicht. Gegenüber dem flexiblen Rohr aus der DE 103 39 976 T5 , bei dem an den beiden Enden der Luftspalt zur Isolierung aufgrund der direkt aufeinander bzw. aneinander liegenden verschiedenen Lagen nicht mehr vorhanden ist und somit eine erhöhte Wärmeabstrahlung im Bereich der Enden des flexiblen Rohres die Folge ist, wird insgesamt durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Isolierschicht die Temperatur des Abgases beim Strömungsdurchgang durch das Entkoppelelement weniger stark herabgesetzt. Stromabwärts des Entkoppelelementes angeordnete Katalysatoren oder Diesel-Partikelfilter erreichen schneller die für eine Reduktion von Schadstoffen bzw. die für die Regeneration des Partikelfilters notwendige Betriebstemperatur. Falls die Isolierschicht – wie es besonders zweckmäßig ist – auf einer radialen Innenseite zumindest einer Lage angeordnet ist, wird die Isolierschicht gegenüber Beschädigungen von außen abgeschirmt, so dass auf eine teure Schutzummantelung der Isolierschicht verzichtet werden kann.
  • Zweckmäßigerweise ist ein an das Entkoppelelement angeschlossenes Leitungselement über eine stoffschlüssige Verbindung, insbesondere über eine Schweißverbindung, an zumindest einer Lage des Entkoppelelementes festgelegt. Damit wird eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Festlegung des Leitungselementes am Entkoppelelement aufgezeigt.
  • Damit die Isolierschicht im Bereich des zumindest einen Endes des Entkoppelelementes nicht aufgrund von Bewegungen und Schwingungen der Antriebsmaschine in ihrer Position am zumindest einen Ende des Entkoppelelementes aus ihrer ursprünglichen Lage verrutscht und sich damit die Wärmeabstrahlung am dann nur noch teilweise isolierten einen Ende erhöht, ist es zweckmäßig, wenn ein Anschlag für die Beweglichkeit der Isolierschicht in zumindest einer Axialrichtung angeordnet ist.
  • Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Anschlag durch die gemeinsame stoffschlüssige Verbindung gebildet wird. Damit entfallen aufwendige und teure separate Montagearbeiten für einen zusätzlichen Anschlag, um die Beweglichkeit der Isolierschicht zu beschränken.
  • Zweckmäßigerweise ist die Isolierschicht zur Wärmedämmung im Bereich des zumindest einen Endes des Entkoppelelementes zwischen den Lagen einer gasführenden Komponente und einer Lage eines in das Entkoppelelement teilweise eingesteckten Leitungselementes angeordnet. Damit ist es möglich, die Isolierschicht auch erst direkt bei der Montage des Leitungselementes am Entkoppelelement anzuordnen, indem die Isolierschicht zusammen mit dem Leitungselement in das Entkoppelelement eingesteckt wird. Anschließend kann dann das Leitungselement am Entkoppelelement festgelegt werden.
  • Vorteilhafterweise ist eine Lage des Entkoppelelementes als gasführende Komponente, insbesondere als Liner (der üblicherweise aus einem gewickelten Metallschlauch, insbesondere einem Agraffschlauch besteht) oder Flammrohr ausgebildet. Der Einsatz eines Liners erhöht zusätzlich die Dämpfungseigenschaften des Entkoppelelementes, wohingegen der Einsatz eines Flammrohres ein dämpfungsarmes und weitgehend lineares Verhalten des Entkoppelelementes bewirkt. Zur Erhöhung der Dämpfungswirkung kann der Liner auch mit einem Aussengestricke versehen sein.
  • In der Regel ist es zweckmäßig, zumindest eine Lage des Entkoppelelementes in Form eines Metallbalges, insbesondere mit im Wesentlichen wellenförmigem Profil, vorzusehen, um eine Gasdichtheit des Entkoppelelementes zu gewährleisten. Der Metallbalg kann dabei auch mehrlagig ausgeführt sein, wobei die Isolierschicht dann auch zwischen den Lagen des Metallbalges angeordnet sein kann.
  • Zur weiteren Verbesserung des Entkoppelelementes ebenso wie zum Schutz des Entkoppelelementes vor Beschädigungen von außen, ist es vorteilhaft, dass zumindest eine weitere Lage in Form eines Aussengeflechtes oder -gestrickes und/oder in Form einer Endhülse oder eines Endringes angeordnet ist. Dabei liegt es ebenfalls im Rahmen der Erfindung, dass zumindest eine der weiteren Lagen zumindest zweilagig ausgeführt ist. Die Isolierschicht kann dann auch zwischen den zumindest zwei Lagen der weiteren Lage angeordnet sein.
  • Damit die Lage der gasführenden Komponente durch das Anschließen des Leitungselementes nicht beschädigt wird und gleichzeitig ein strömungsgünstiger Übergang eines Gases vom Leitungselement in die gasführende Komponente erfolgen kann, ist es vorteilhaft, wenn eine Lage im Bereich des zumindest einen Endes durch eine Anschlusshülse gebildet wird, die an der gasführenden Komponente angeordnet ist, wobei insbesondere Anschlusshülse und gasführende Komponente über eine stoff-, kraft- oder formschlüssige Verbindung aneinander festgelegt sind.
  • Um die Isolierschicht am zumindest einen Ende des Entkoppelelementes zu fixieren, ist es zweckmäßig, dass die Isolierschicht stoff-, kraft- oder formschlüssig mit zumindest einer weiteren Lage im Bereich des zumindest einen Endes des Entkoppelelementes festgelegt ist.
  • Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Isolierschicht sich vom Bereich des zumindest einen Endes im Wesentlichen in axialer Richtung in das Entkoppelelement hinein erstreckt. Damit wird erreicht, dass die Isolationswirkung der Isolierschicht auch im Übergangsbereich zwischen dem zumindest einen Ende und dem Inneren des Entkoppelelementes eintritt bzw. verbessert wird. Dabei liegt es ebenfalls im Rahmen der Erfindung, dass sich die Isolierschicht in axialer Richtung durch das gesamte Entkoppelelement erstreckt.
  • Besonders wesentlich ist dabei, dass die Isolierschicht zumindest zwei Abschnitte aufweist, die die Isolierschicht in Axialrichtung unterteilen, wobei insbesondere die zumindest zwei Abschnitte der Isolierschicht jeweils unterschiedliche stoffliche Zusammensetzung und/oder unterschiedlichen radialen Querschnitt besitzen. Die Unterteilung der Isolierschicht in zumindest zwei Abschnitte ermöglicht es, die Isolierschicht in verschiedenen Bereichen jeweils den entsprechenden baulichen Gegebenheiten des Entkoppelelementes anzupassen. Dabei kann je nach gewünschter Isolierwirkung die stoffliche Zusammensetzung variiert werden, um den Wärmeverlust weiter zu reduzieren. Eben so kann die Dicke der Isolierschicht entsprechend angepasst werden, um bestimmte Bereiche besser zu isolieren bzw. eventuelle Hohlräume auszufüllen.
  • Zweckmäßigerweise besteht die Isolierschicht aus thermisch beständigem Isolationsmaterial, thermisch beständigen Verbundwerkstoffen oder ähnlichem. Dies garantiert eine optimale Dämmwirkung der Isolierschicht, wobei gleichzeitig die Stabilität des Entkoppelelementes verbessert wird. Als thermisch beständiges Isolationsmaterial eignen sich insbesondere Mineralfasern, Glaswolle, Steinwolle, Keramik oder ähnliches, als thermisch beständige Verbundwerkstoffe sind besonders Mehrschicht-Aluminium-Dämmmatten, etc. geeignet.
  • Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Isolierschicht im Wesentlichen aus Luft besteht und durch Beabstandung zweier radial benachbarter Lagen gebildet wird. Zur Beabstandung können Abstandshalter vorgesehen sein, die insbesondere an zumindest einer Lage angeordnet sind. Durch die Verwendung von Luft als Isolierschicht werden hohe Kosten für Dämmmaterialien vermieden. Zudem kann ebenfalls auf die stoffschlüssige Festlegung bzw. die Anordnung von Anschlägen zur Begrenzung der axialen Beweglichkeit der Isolierschicht verzichtet werden. Eine aufwendige Montage der Isolierschicht an einer Lage entfällt ebenfalls.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen. Dabei zeigt:
  • 1 ein erfindungsgemäßes Entkoppelelement mit einer Isolierschicht und verschiedenen Ausführungsformen;
  • 2 ein Entkoppelelement gemäß dem Stand der Technik;
  • 3 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Entkoppelelement mit einer Isolierschicht.
  • In 1a–h ist ein erfindungsgemäßes Entkoppelelement E im Bereich seines zumindest einen Endes 10 im Axialschnitt gezeigt. Dieser Endbereich 10 des Entkoppelelementes E in der 1a weist dabei koaxial angeordnete Lagen 1, 2, 3, 4 bezüglich der Achse des Entkoppelelementes E auf. Dabei wird die radial innerste Lage durch eine gasführende Komponente 1, beispielsweise durch einen Liner oder ein Flammrohr gebildet. Auf der radialen Außenseite der gasführenden Komponente 1 ist ein Balg 2 angeordnet, der üblicherweise aus Metall besteht und schraubengangförmig oder ringgewellt ist und im Endbereich 10 des Entkoppelelementes 1 einen Bereich ohne Wellen aufweist. Zum Schutz des Balges 2 ist auf dessen radialer Außenseite eine Außenkomponente in Form eines Aussengestrickes oder -geflechtes 3 angeordnet.
  • Zur Festlegung der radial inneren Lagen 1, 2, 3 ist im Endbereich 10 noch eine weitere Lage in Form einer Endhülse 4 und/oder eines Endringes vorgesehen.
  • Wird ein Leitungselement in Form eines Anschlussrohres 5 in Axialrichtung R in das Entkoppelelement E teilweise eingesteckt, so ist das Anschlussrohr auf der radialen Innenseite 1i der gasführenden Komponente 1 im Endbereich 10 des Entkoppelelementes E angeordnet. Zur Festlegung des Anschlussrohres 5 am Entkoppelelement E dient dabei eine stoffschlüssige Verbindung 6, die üblicherweise in Form einer Schweißverbindung ausgeführt ist und an der radialen Außenseite 5A des Anschlussrohres 5 angeordnet ist. Sie verbindet die dem Anschlussrohr 5 zugewandten Stirnseiten 1S, 2S, 3S, 4S der Lagen 1, 2, 3, 4 des Entkoppelelementes E mit der radialen Außenseite 5A des Anschlussrohres 5.
  • In 1a ist nun eine erfindungsgemäße Isolierschicht 7 auf der radialen Innenseite 1i der gasführenden Komponente 1 im Endbereich 10 des Entkoppelelementes E angeordnet. Die Isolierschicht 7 im Endbereich 10 erstreckt sich dabei in Axialrichtung im Wesentlichen von der stoffschlüssigen Verbindung 6 bis zu einer Stufe S der gasführenden Komponente 1 bzw. einer dem Inneren I zugewandten Stirnseite 5S des eingesteckten Anschlussrohres 5. Dabei kann die Stirnseite 7S der Isolierschicht 7 ebenfalls über die stoffschlüssige Verbindung 6 mit den anderen Lagen 1, 2, 3, 4 des Entkoppelelementes E bzw. mit dem Anschlussrohr 5 verbunden sein.
  • Die Stufe S der gasführenden Komponente 1 unterteilt stetig bzw. kontinuierlich die gasführende Komponente 1 in zumindest zwei Bereiche mit unterschiedlichem Innen- und/oder Außendurchmesser. Im gewellten Bereich des Balgs 2 weist die gasführende Komponente 1 einen kleineren Innen- und/oder Aussendurchmesser auf als im Endbereich 10 des Entkoppelelementes E. Der Übergang zwischen den unterschiedlichen Innen- bzw. Außendurchmessern erfolgt dabei im Wesentlichen linear. Dabei liegt es ebenfalls im Rahmen der Erfindung, dass die Stufe S die gasführende Komponente 1 jeweils nur in zwei Bereiche mit unterschiedlichem Innendurchmesser oder Außendurchmesser unterteilt.
  • In 1b ist ein analoger Aufbau gemäß 1a zu sehen. Die Isolierschicht 7 ist dabei nun jedoch auf einer radialen Innenseite 2i des Balges 2 im Endbereich 10 des Entkoppelelementes E angeordnet. Damit ist die Isolierschicht 7 zwischen der gasführenden Komponente 1 und dem Balg 2, das heißt zwischen der Innenseite 2i des Balgs 2 und der Außenseite 1A der gasführenden Komponente 1, angeordnet.
  • In 1c ist eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Entkoppelelementes E gezeigt, wobei nun im Endbereich 10 zusätzlich eine Anschlusshülse 1' angeordnet ist, die die gasführende Komponente 1 an den Endbereich 10 des Entkoppelelementes E anbindet. Die Anschlusshülse 1' weist dabei analog der Stufe S der gasführenden Komponente 1 eine Stufe S' auf. Die Festlegung der gasführenden Komponente 1 an der Anschlusshülse 1' erfolgt dabei über eine stoff-, kraft- oder formschlüssige Verbindung 8, üblicherweise durch Verpressen oder Verschweißen. Die erfindungsgemäße Isolierschicht 7 ist dabei zwischen der Außenseite 1'A der Anschlusshülse 1' und der Innenseite 2i des Balges 2 angeordnet. Die Länge der axialen Erstreckung der Isolierschicht 7 entspricht dabei im Wesentlichen der der Anschlusshülse 1'.
  • Ähnlich zu 1c ist die Anordnung der Isolierschicht 7 in 1d. Die Isolierschicht 7 ist dabei wieder auf der radialen Innenseite 2i des Balges 2 angeordnet. Das Entkoppelelement E weist im Endbereich 10 nun keine Anschlusshülse 1' mehr auf. Demzufolge liegt die Isolierschicht 7 zumindest teilweise an der Außenseite 5A des teilweise in das Entkoppelelement E eingesteckten Anschlussrohres 5 und zumindest teilweise an der Außenseite 1A der gasführenden Komponente 1 an. Die Isolierschicht 7 ist dabei mit Hilfe einer stoff-, kraft- oder formschlüssigen Verbindung 8 an der gasführenden Komponente 1 festgelegt und ist wie in den anderen 1a–c, e–h bezüglich ihrer Beweglichkeit in zumindest einer Axialrichtung durch die stoffschlüssige Verbindung 6 begrenzt.
  • In 1e ist die Isolierschicht 7 auf der radialen Innenseite 2i eines Balges 2 angeordnet und befindet sich dabei im Wesentlichen zwischen der Lage der gasführenden Komponente 1 und des Balges 2. Die Isolierschicht 7 weist jedoch im Unterschied zu 1a in axialer Richtung zumindest zwei Teilbereiche 7a, 7b auf, welche unterschiedlichen radialen Querschnitt besitzen. Der Bereich 7a der Isolierschicht 7 weist dabei eine größere Wandstärke auf, als die Wandstärke im Bereich 7b der Isolierschicht 7. Gleichzeitig erstreckt sich im Unterschied zu 1a die Isolierschicht 7 in Axialrichtung R vom Endbereich 10 des Entkoppelelementes E teilweise in das Innere I des Entkoppelelementes E.
  • In 1f ist im Unterschied zu 1a der Balg 2 zumindest zweilagig mit einer radial inneren Lage 2a und einer radial äußeren Lage 2b ausgestaltet. Die Isolierlage 7 ist zwischen den beiden Lagen 2a, 2b des Balges 2 angeordnet und wird in radialer Richtung von diesen beiden Lagen 2a, 2b begrenzt. Eine Begrenzung der Beweglichkeit der Isolierlage 7 in zumindest einer Axialrichtung erfolgt dabei wieder durch die stoffschlüssige Verbindung 6.
  • In den 1g bzw. 1h ist ein analoger Aufbau eines erfindungsgemäßen Entkoppelelementes E gemäß 1b gezeigt. Die Isolierschicht 7 ist in 1g nun auf der radialen Innenseite 3i des Aussengstrickes 3 und damit radial zwischen der Lage des Aussengestrickes 3 und der Lage des Balges 2 angeordnet, in 1h ist die Isolierschicht 7 auf der radialen Innenseite 4i der Endhülse 4 und damit zwischen der Lage der Endhülse 4 und der Lage des Aussengestrickes 3 angeordnet. In beiden Fällen erstreckt sich der Isolierschicht 7 in axialer Richtung im Wesentlichen bis zum gewellten Bereich des Balges 2 und wird bezüglich ihrer Beweglichkeit in zumindest einer Axialrichtung durch die stoffschlüssige Verbindung 6 begrenzt.
  • In 2 ist ein Entkoppelelement E gemäß dem Stand der Technik gezeigt. Das Entkoppelelement E weist dabei im Endbereich 10 von innen nach außen koaxiale Lagen einer gasführenden Komponente 1 mit einer Stufe S, eines gewellten Balges 2, eines Aussengestrickes 3 sowie einer Endhülse 4 auf, wobei die einzelnen Lagen 1, 2, 3, 4 über eine gemeinsame stoffschlüssige Verbindung 6 an ihren Stirnseiten 1S, 2S, 3S, 4S im Endbereich 10 des Entkoppelelementes E mit einer Außenseite 5A eines in Axialrichtung R in das Entkoppelelement E teilweise eingesteckten Anschlussrohres 5 festgelegt sind. Eine Isolierschicht 7 ist dabei im Endbereich 10 nicht vorhanden.
  • In den 3a, 3b sind radiale Querschnitte eines erfindungsgemäßen Entkoppelelementes E gezeigt.
  • 3a zeigt dabei einen radialen Querschnitt gemäß 1b im Endbereich 10 des Entkoppelelementes E. Die radial innerste Lage bildet dabei die Lage der gasführenden Komponente 1. Koaxial dazu ist auf der radialen Außenseite 1A der gasführenden Komponente 1 zumindest teilweise über den Umfang des Entkoppelelementes E eine Isolierschicht 7 angeordnet, die von der Lage eines Balges 2 radial nach außen begrenzt wird. Koaxial zu der Lage des Balges 2 sind wiederum auf dessen radialen Außenseite Lagen eines Aussengestrickes 3 bzw. einer Endhülse 4 angeordnet.
  • In 3b sind zwei Ausschnitte eines radialen Querschnitts eines erfindungsgemäßen Entkoppelelementes E gezeigt. Die Isolierschicht 7 ist dabei zwischen der radialen Außenseite 1A der gasführenden Komponente 1 und der radialen Innenseite 2i des Balges 2 angeordnet. Der Balg 2 weist dabei Bereiche B1, B2 auf, in denen der Balg 2 einen unterschiedlichen radialen Abstand von der Achse M des Entkoppelelementes E besitzt und somit auch unterschiedliche Abstände im Bezug auf die radial weiter innen liegende Lage der gasführenden Komponente 1 aufweist. Aus diesem Grund bilden sich Zwischenräume Z, Z1, Z2, zwischen der radialen Außenseite 1A der gasführenden Komponente 1 und der radialen Innenseite 2i des Balges 2, in denen die Isolierschicht 7 angeordnet ist. Dabei kann die Dicke bzw. Wandstärke der Isolierschicht 7 in den unterschiedlichen Bereichen B1 bzw. B2 so ausgestaltet sein, dass diese den Zwischenraum Z, der radial zwischen der Lage der gasführen den Komponente 1 und der Lage des Balges 2 angeordnet ist, formschlüssig ausfüllt. Die Isolierschicht 7 kann dabei vollumfänglich und kontinuierlich über den gesamten Umfang des Entkoppelelementes E angeordnet sein, gemäß der Darstellung der 3b, linke Seite.
  • Auf der rechten Seite der 3b ist ein Entkoppelelement E im radialen Querschnitt entsprechend 3b, linke Seite gezeigt. Dabei ist jedoch nun die Lage des Balges 2 in Bereichen B1, B2 so ausgebildet, dass in den Bereichen B1 der Balg 2 zumindest mit seiner radialen Innenseite 2i direkt an der radialen Außenseite 1A der Lage der gasführenden Komponente 1 anliegt. Der in 3b, linke Seite sich über den ganzen Umfang erstreckende Zwischenraum Z ist nun dadurch in verschiedene Teilzwischenräume Z1, Z2 entlang des Umfangs des Entkoppelelementes E unterteilt. Die Isolierschicht 7 ist dabei so angeordnet, dass diese in den Bereichen B2 angeordnet ist, in denen die Teilzwischenräume Z1, Z2 durch die radiale Beabstandung von gasführender Komponente 1 und Balg 2 bewirkt werden. Die Lage der Isolierschicht 7 ist dann nicht stetig bzw. kontinuierlich über den gesamten Umfang des Entkoppelelementes angeordnet, sondern ist lediglich in bestimmten Bereichen B2 angeordnet.
  • Grundsätzlich liegt es im Rahmen der Erfindung nicht nur eine Isolierschicht, sondern mehrere Isolierschichten im Bereich des zumindest einen Endes des Entkoppelelementes zur Wärmedämmung vorzusehen, beispielsweise durch Kombination verschiedener gezeigter Ausführungsformen für die Anordnung der Isolierschicht gemäß den 1 und 3.
  • Zusammenfassend bietet die vorliegende Erfindung den Vorteil, dass mit Hilfe der Isolierschicht im Bereich des zumindest einen Endes des Entkoppelelementes eine deutliche Reduktion der Wärmeabstrahlung in diesem Bereich bei Durchleitung von heißen Abgasen von Benzin- oder Dieselmotoren erreicht wird. Stromabwärts des Entkoppelelementes angeordnete Katalysatoren bzw. Diesel-Partikelfilter erreichen damit schneller Betriebstemperatur. Reduzierte Abgasemissionen bzw. eine verbesserte Regeneration von Diesel-Partikelfiltern ist die Folge.
  • E
    Entkoppelelement
    1
    gasführende Komponente
    1i
    radiale Innenseite gasführende Komponente
    1A
    radiale Außenseite gasführende Komponente
    1S
    Stirnseite gasführende Komponente
    1'
    Anschlusshülse
    1'i
    Innenseite Anschlusshülse
    1'A
    Außenseite Anschlusshülse
    1'S
    Stirnseite Anschlusshülse
    2
    Balg
    2i
    radiale Innenseite Balg
    2a, 2b
    Lagen Metallbalg
    2S
    Stirnseite Lage Balg
    3
    Aussengestricke
    3i
    radiale Innenseite Aussengestricke
    3S
    Stirnseite Lage Aussengestricke
    4
    Endhülse
    4i
    radiale Innenseite Endhülse
    4S
    Stirnseite Lage Endhülse
    5
    Anschlussrohr
    5A
    radiale Außenseite Anschlussrohr
    5S
    Stirnseite Anschlussrohr
    6
    stoffschlüssige Verbindung
    7
    Isolierschicht
    7a, 7b
    Teilbereiche Isolierschicht
    7S
    Stirnseite Isolierschicht
    8
    stoff- oder formschlüssige Verbindung
    10
    Ende Entkoppelelement
    I
    Inneres Entkoppelelement
    R
    Einsteckrichtung Anschlussrohr
    Z, Z1, Z2
    Zwischenräume
    B1, B2
    Bereiche
    M
    Achse Entkoppelelement
    S, S'
    Stufe gasführende Komponente bzw. Anschlusshülse
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10393976 T5 [0005]
    • - DE 10339976 T5 [0008]

Claims (15)

  1. Entkoppelelement (E) zum Einsatz mit Abgasanlagen und von im Wesentlichen hohlzylindrischer Form mit insbesondere kreisförmigem oder annährend ovalem Querschnitt und mit zumindest einem Ende (10), welches zum Anschluss eines Leitungselementes (5) an das Entkoppelelement (E) geeignet ist, und mit zumindest zwei im Wesentlichen koaxial angeordneten Lagen (1, 1', 2, 3, 4), dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des zumindest einen Endes (10) des Entkoppelelementes (E) eine Isolierschicht (7) zur Wärmedämmung vorgesehen ist.
  2. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht (7) zur Wärmedämmung auf einer radialen Innenseite (1i, 1'i, 2i, 3i, 4i) zumindest einer Lage (1, 1', 2, 3, 4) angeordnet ist.
  3. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein an das Entkoppelelement (E) angeschlossenes Leitungselement (5) über eine stoffschlüssige Verbindung (6), insbesondere über eine Schweißverbindung, an zumindest einer Lage (1, 1', 2, 3, 4) festgelegt ist.
  4. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag für die Beweglichkeit der Isolierschicht (7) in zumindest einer Axialrichtung angeordnet ist.
  5. Entkoppelelement nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag durch die stoffschlüssige Verbindung (6) gebildet wird.
  6. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht (7) zur Wärmedämmung im Bereich des zumindest einen Endes (10) des Entkoppelelementes (E) zwischen den Lagen einer gasführenden Komponente (1) und einer Lage eines in das Entkoppelelement teilweise eingesteckten Leitungselementes (5) angeordnet ist.
  7. Entkoppelelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Lage des Entkoppelelementes (E) als gasführende Komponente (1), insbesondere als Liner oder Flammrohr, ausgebildet ist.
  8. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Lage des Entkoppelelementes (E) als Metallbalg (2), insbesondere mit im Wesentlichen wellenförmigem Profil, ausgebildet ist.
  9. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine weitere Lage in Form eines Aussengeflechtes (3) oder -gestrickes und/oder in Form einer Endhülse (4) oder eines -ringes angeordnet ist.
  10. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage im Bereich des zumindest einen Endes (10) durch eine Anschlusshülse (1') gebildet wird, die an der gasführenden Komponente (1) angeordnet ist, wobei insbesondere Anschlusshülse (1') und gasführende Komponente (1) über eine stoff-, kraft- oder formschlüssige Verbindung (8) aneinander festgelegt sind.
  11. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht (7) stoff-, kraft- oder formschlüssig mit zumindest einer weiteren Lage im Bereich des zumindest einen Endes (10) des Entkoppelelementes (E) festgelegt ist.
  12. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht (7) sich vom Bereich des zumindest einen Endes (10) im Wesentlichen in axialer Richtung in das Entkoppelelement (E) hinein erstreckt.
  13. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht (7) zumindest zwei Abschnitte (7a, 7b) aufweist, die die Isolierschicht (7) in Axialrichtung unterteilen, wobei insbesondere die zumindest zwei Abschnitte (7a, 7b) der Isolierschicht (7) jeweils unterschiedliche stoffliche Zusammensetzung und/oder unterschiedlichen radialen Querschnitt besitzen.
  14. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht (7) aus thermisch beständigem Isolationsmaterial, thermisch beständigen Verbundwerkstoffen oder ähnlichem besteht.
  15. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht (7) im Wesentlichen aus Luft besteht und durch Beabstandung zweier radial benachbarter Lagen (1, 1', 2, 3, 4) gebildet wird.
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