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Die
Erfindung betrifft eine Ausbaustütze
für den
untertägigen
Berg- und Tunnelbau gemäß den Merkmalen
im Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Eine
derartige Ausbaustütze
ist durch den Prospekt "PINK-AS" der Kolk Maschinenbau
GmbH bekannt. Sie weist ein Außenrohr
und ein darin mittels eines hydraulisch beaufschlagbaren, im Außenrohr
geführten
Hubkolbens teleskopierbares Innenrohr auf. Dem Innenrohr ist am
unteren Ende ein vom Hubkolben belastbarer Ringkolben zugeordnet.
Dieser Ringkolben in Form eines umfangsseitig geschlossenen Innenkeilrings
wirkt mit mehreren auf dem Umfang verteilten Außenkeilringsegmenten zusammen,
die zwischen dem Innenkeilring, dem Hubkolben und dem Außenrohr
angeordnet sind.
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In
der Ausgangsposition (Anlieferzustand der Ausbaustütze) befindet
sich der Hubkolben im unteren Ende des Außenrohrs. Die Außenkeilringsegmente
liegen auf dem Hubkolben und erstrecken sich in das untere Ende
eines ringförmigen
Keilspalts zwischen dem Innenkeilring und dem Außenrohr. Das Innenrohr stützt sich
auf dem Innenkeilring ab.
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Bei
Beaufschlagung des unterhalb des Hubkolbens liegenden Druckraums
mit z.B. Druckwasser fährt
das Innenrohr aus, bis es zur Anlage am Gebirge gelangt und dort
mit einem bestimmten Wasserdruck und aktiver Setzkraft anliegt.
Bei dieser Bewegung gleiten die Außenkeilringsegmente entlang
des Innenkeilrings nach oben, werden aufgrund der Schrägflächen an
den beiden Bauteilen radial verlagert und verformen somit das Außenrohr.
Diese Verformung ist außen
an der Ausbaustütze
sichtbar. Die Ausbaustütze
ist gesetzt. Bei steigendem Gebirgsdruck fährt das Innenrohr ein, bis
die Außenkeilringsegmente
am oberen Ende des Innenkeilrings anliegen. Die sichtbare Verformung
des Außenrohrs
wird deutlich größer.
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Der
Erfindung liegt – ausgehend
vom Stand der Technik – die
Aufgabe zugrunde, eine Ausbaustütze
für den
untertägigen
Berg- und Tunnelbau zu schaffen, welche als Einmalstempel unter
Reduzierung des wirtschaftlichen Aufwands in der Anwendung und im
Einsatz verbessert werden soll.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe besteht in den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Der
zylindrisch gestaltete Ringkolben ist ein einfaches Drehteil, das
am oberen Ende im Außendurchmesser
verringert ist, um mit diesem Bereich in das Innenrohr zu fassen.
Das Innenrohr wird an seinem unteren Ende mit dem Ringkolben verschweißt. Dies
kann mittels einer Kehlnaht durchgeführt werden. Im Ringkolben ist
ein Spannring vertikal gleitfähig
angeordnet. Der Spannring liegt in der Ausgangsposition (Anlieferungszustand
der Ausbaustütze)
mit seiner oberen Stirnseite an mehreren im Ringkolben gelagerten,
umfangsseitig verteilten und nach innen vorstehenden Sollbruchstiften.
Die untere Stirnseite des Spannrings befindet sich mit Abstand zu
einer oberen Kreisringfläche
am Hubkolben, die von einem zylindrischen hohlen Stutzen gebildet
wird, der vom Hubkolben aus in den Spannring fasst. Stutzen und Spannring
sind mittels auf dem Umfang verteilter Sollbruchstifte miteinander
verbunden. Die Sollbruchstifte sind schwächer als die Sollbruchstifte
zwischen dem Spannring und dem Ringkolben ausgebildet.
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Im
oberen Höhenbereich
weist der Spannring umfangseitig eine sich in Richtung zum Hubkolben
in der Tiefe verringernde Keilnute auf. Zwischen dem tiefsten Abschnitt
der Keilnute und der inneren Oberfläche des Außenrohrs sind Druckbolzen angeordnet,
die in Ausnehmungen des Ringkolbens gleitfähig geführt sind.
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Wird
der Raum unterhalb des Hubkolbens mit einem hydraulischen Medium,
wie beispielsweise Druckwasser, beaufschlagt, wird das Innenrohr
aufgrund der Verbindungen über
die Sollbruchstifte angehoben, bis es unter Setzlast gerät. Bei weiter
anhaltendem Setzdruck werden zunächst
die Sollbruchstifte zwischen dem Stutzen und dem Spannring abgeschert.
Der Stutzen gleitet weiter in den Spannring hinein, bis unter Ausfüllung des
Spalts die Kreisringfläche
am Hubkolben an der unteren Stirnseite des Spannrings anliegt. Der
Spannring gleitet dann weiter in den Ringkolben hinein und schert
anschließend
die Sollbruchstifte zwischen dem Spannring und dem Ringkolben ab.
Hierbei drückt
die Schrägfläche der
Keilnute die Druckbolzen radial nach außen, welche dann die Wand des
Außenrohrs verformen.
Das Innenrohr ist nunmehr mit dem Außenrohr mechanisch verspannt.
Bei Druckeinwirkung aus dem Gebirge übernehmen die Druckbolzen die Last,
da sie nicht mehr radial nach innen ausweichen können. Der Spannring verhindert
eine radiale Verlagerung der Druckbolzen nach innen.
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Die
Befüllung
des Raums unterhalb des Hubkolbens erfolgt insbesondere über einen
Ventilstutzen am unteren Ende des Außenrohrs, der im Ausgangszustand
des Innenrohrs unterhalb des Hubkolbens liegt.
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Die
sichere Lage der Druckbolzen im zwischen dem Liegenden und dem Gebirge
verspannten Zustand der Ausbaustütze
wird nach Anspruch 2 dadurch verbessert, dass benachbart des unteren
Endes der Keilnute eine Ringnute in der äußeren Oberfläche des
Spannrings vorgesehen ist. In dieser Ringnute finden die inneren
Stirnseiten der Druckbolzen einwandfreie Abstützungen.
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Entsprechend
den Merkmalen des Anspruchs 3 sind die Stirnseiten der Druckbolzen,
der tiefste Abschnitt der Keilnute und die Ringnute in gegenseitiger
Anpassung gerundet. Dies hat Vorteile, was den Ausdrückvorgang
der Druckbolzen und die Gleitbewegungen auf der Schrägfläche der
Keilnute anlangt, aber auch, was die Verformung des Außenrohrs
betrifft, um dort das Material kontrolliert zu deformieren.
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Nach
Anspruch 4 sind die die Druckbolzen führenden Ausnehmungen im Ringkolben
von innen nach außen
geneigt. Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass eine Keilwirkung
nach unten entsteht, wenn von oben die Setzlast auf die Ausbaustütze einwirkt.
Außerdem
hat die Neigung der Ausnehmungen den weiteren Vorteil, dass bei
der radialen Verlagerung der Druckbolzen nach außen eine nach oben gerichtete
Kraft erzeugt wird, die den Setzvorgang unterstützt.
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Gemäß Anspruch
5 ist es ferner von Vorteil, dass das Material der Druckbolzen härter als
das Material des Außenrohrs
ist. Bevorzugt kommt ein gehärteter
Stahlwerkstoff zur Anwendung.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausführungsform der
Erfindung ist in den Merkmalen des Anspruchs 6 gekennzeichnet. Bevor
der Raum unterhalb des Hubkolbens mit einem hydraulischen Medium
beaufschlagt wird, ist er mit Luft befüllt. Bei Druckbeaufschlagung
mit dem hydraulischen Medium wird die Luft komprimiert und nach
oben gepresst. Hierbei erwärmt
sich die Luft sehr stark mit der Folge, dass die Dichtungen am Außenumfang
des Hubkolbens beschädigt
werden können.
Die Höhe
der Lufttemperatur ist auch abhängig
von der Schnelligkeit des Kompressionsvorgangs. Aufgrund der kalottenförmigen Ausnehmung
an der Unterseite des Hubkolbens kann sich nunmehr hierin die Luft
sammeln und die Wärme über die
vergrößerte Oberfläche des
Hubkolbens abgeleitet werden, ohne dass die Dichtungen in Mitleidenschaft
gezogen werden.
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Nach
Anspruch 7 sind das Innenrohr und das Außenrohr an ihren äußeren Oberflächen mit
quer abstehenden Handgriffen versehen. Diese Handgriffe dienen einerseits
dem Transport der Ausbaustütze.
Der Handgriff am Innenrohr hat darüber hinaus die Aufgabe, die
Lage des Innenrohrs und damit die des Hubkolbens in der Ausgangsposition
so zu gewährleisten,
dass der Hubkolben nicht auf der Fußplatte des Außenrohrs,
sondern oberhalb des Ventilstutzens für das Befüllen mit dem hydraulischen
Medium liegt. Hierfür
ist der Handgriff auf der oberen Stirnseite des Außenrohrs
abgestützt.
Dies ist wichtig für
den Füllvorgang,
damit das hydraulische Medium einwandfrei in den Raum unterhalb
des Hubkolbens einströmen
kann.
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Ferner
ist es gemäß Anspruch
8 von Vorteil, dass in der Ausgangsposition des Innenrohrs das Außenrohr
und das Innenrohr miteinander transportgesichert verbunden sind.
Hierfür
können
die Handgriffe am Innenrohr und Außenrohr mit einem einfachen Bindedraht
gekoppelt sein, der dann vor dem Setzen der Ausbaustütze problemlos
entfernt werden kann.
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Nach
Anspruch 9 ist an der äußeren Oberfläche des
Innenrohrs eine Ausschubmarkierung vorgesehen. Dies kann eine Farbmarkierung
sein, um einem Bergmann den maximal zulässigen Ausfahrweg des Innenrohrs
zu signalisieren. Ist die Ausschubmarkierung sichtbar, sieht der
Bergmann, dass der maximale Ausfahrweg erreicht ist. Liegt das Innenrohr
dann noch nicht am Gebirge, muss zwischen dem oberen Ende des Innenrohrs
und dem Gebirge ein Distanzstück
eingebracht werden. Die Ausschubmarkierung stellt ferner sicher,
dass die Überdeckung zwischen
dem Außenrohr
und dem Innenrohr ausreichend groß ist, um die Tragfähigkeit
der Ausbaustütze
zu gewährleisten.
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Aufgrund
seiner Einfachheit eignet sich die erfindungsgemäße Ausbaustütze vorteilhaft dafür, dass
nach Anspruch 10 der Raum oberhalb des Hubkolbens mit einem tragfähigen Baustoff,
wie z.B. Beton, befüllbar
ist. Dieser Baustoff wird nach Erreichen der Setzlast eingebracht
und verhindert, dass bei Druck aus dem Gebirge die Ausbaustütze ihre
Tragfähigkeit
verliert.
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Der
Baustoff kann insbesondere über
ein am oberen Ende des Innenrohrs vorgesehenes Füllventil eingebracht werden.
Von dem Baustoff wird der Hubkolben abwärts bewegt, bis er die Fußplatte
des Außenrohrs
kontaktiert. Da der Hubkolben vorzugsweise aus Stahl besteht, ist
er hochbelastbar und kann Kraft über
die Fußplatte
ins Liegende ableiten. Der Hubkolben trägt also wesentlich mit zur
Lastübertragung
bei. Außerdem
ist der Hubkolben so konfiguriert, dass er bei Kontakt mit der Fußplatte
einen Öffnungsbereich
des Ventilstutzens für
das hydraulische Medium so weit freigibt, dass aus dem Baustoff
Wasser über
den Ventilstutzen entweichen kann, um das Aushärten des Baustoffs zu beschleunigen.
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Gemäß den Merkmalen
von Anspruch 11 weist der Hubkolben eine Öffnung in Form einer Entlüftungsbohrung
auf, wobei der Entlüftungsbohrung ein
Ventil, insbesondere ein Schwimmerventil, zugeordnet ist. Vorzugsweise
ist die Entlüftungsbohrung am
höchsten
Punkt der kalottenartigen Ausnehmung im Hubkolben angeordnet. Über das
Schwimmerventil und die Entlüftungsbohrung
entweicht beim Befüllen
der Ausbaustütze
zunächst
die Luft, bis das nachsteigende hydraulische Medium das Schwimmerventil
schließt.
Dadurch, dass keine Luft unterhalb des Hubkolbens vorhanden ist,
ist sichergestellt, dass die Ausbaustütze bei einem eventuellen Abspringen
am Hangenden oder Liegenden nicht schlagartig verlängert wird.
Dies ist ein wesentlicher Sicherheitsaspekt zum Schutze eines Bergmanns.
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Die
Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen veranschaulichten
Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 eine
Ausbaustütze
in der Ausgangsposition, teilweise im vertikalen Längsschnitt;
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2 in
vergrößertem Maßstab den
Höhenbereich
II der 2 im vertikalen Längsschnitt;
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3 die
Ausbaustütze
der 1 nach dem Setzen und Verspannen, teilweise im
vertikalen Längsschnitt;
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4 in
vergrößertem Maßstab den
Höhenbereich
IV der 3 im vertikalen Längsschnitt;
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5 die
Ausbaustütze
der 1 nach dem Befüllen
mit Baustoff und
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6 in
vergrößertem Maßstab den
Höhenbereich
VI der 5 im vertikalen Längsschnitt.
-
In
den 1, 3 und 5 ist mit 1 eine Ausbaustütze für den untertägigen Berg-
und Tunnelbau bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Ausbaustütze 1,
die für
den Einmaleinsatz vorgesehen ist. Die Ausbaustütze 1 umfasst ein
stählernes
Außenrohr 2 mit
einer Fußplatte 3 und
ein ebenfalls stählernes
Innenrohr 4 mit einer Kopfplatte 5. Das Innenrohr 4 ist
zum Außenrohr 2 relativ
verlagerbar. Wie die 2 erkennen lässt, übergreift das untere Ende 6 des
Innenrohrs 4 das im Außendurchmesser reduzierte
obere Ende 7 eines im Außenrohr 2 geführten Ringkolbens 8 und
ist mit diesem über
eine umfangsseitige Kehlschweißnaht 9 verbunden.
Mit geringem Abstand unterhalb der Kehlschweißnaht 9 sind in Querbohrungen 10 des
Ringkolbens 8 mehrere auf dem Umfang zueinander versetzte
Sollbruchstifte 11 eingesetzt. Die Sσltbruchstifte 11 kragen
mit einem bestimmten Längenabschnitt 12 gegenüber der
inneren zylindrischen Oberfläche 13 des
Ringkolbens 8 vor.
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Mit
Abstand unterhalb der Sollbruchstifte 11 sind in den Ringkolben 8 über den
Umfang verteilte geneigte Ausnehmungen 14 eingebracht.
Die Ausnehmungen 14 neigen sich in Richtung zum Außenrohr 2.
In die Ausnehmungen 14 sind an den Stirnseiten 15 gerundete
Druckbolzen 16 eingesetzt. In der in der 2 veranschaulichten
Ausgangsposition (Anlieferungszustand der Ausbaustütze 1)
liegen die Druckbolzen 16 mit ihren inneren Stirnseiten 15 im gerundeten
Tiefsten 17 einer umfangsseitig eines Spannrings 18 angeordneten
Keilnute 19, die sich in Richtung zur unteren Stirnseite 20 des
Spannrings 18 in der Tiefe verringert. Mit ihren äußeren Stirnseiten 15 liegen
die Druckbolzen 16 an der inneren Oberfläche 21 des
Außenrohrs 2.
Die obere Stirnseite 22 des Spannrings 18 liegt
an den nach innen vorstehenden Längenabschnitten 12 der
Sollbruchstifte 11. Die untere Stirnseite 20 des
Spannrings 18 liegt mit Abstand zu einer Kreisringfläche 23 an
einem im Außenrohr 2 geführten Hubkolben 24.
Die Kreisringfläche 23 wird
von einem hohlen zylindrischen Stutzen 25 am Hubkolben 24 gebildet.
Umfangsseitig besitzt der Hubkolben 24 eine Dichtung 26.
Von der Kreisringfläche 23 und
der unteren Stirnseite 20 des Spannrings 18 wird
ein Spalt 27 gebildet. Unterseitig ist der Hubkolben 24 mit
einer kalottenförmigen
Ausnehmung 28 versehen. Der Hubkolben 24 ist über den
Raum 29 unterhalb des Hubkolbens 24 mit einem
hydraulischen Medium HM, wie beispielsweise Druckwasser, beaufschlagbar.
Dazu ist ein Ventilstutzen 30 vorgesehen (siehe auch 1).
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Der
Stutzen 25 am Hubkolben 24 ist über Sollbruchstifte 31 mit
dem unteren Ende 32 des Spannrings 18 verbunden.
Die Sollbruchstifte 31 sind schwächer als die Sollbruchstifte 11 ausgebildet,
die sich im Ringkolben 8 befinden und an denen sich der Spannring 18 abstützt.
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Ferner
ist aus 2 noch zu erkennen, dass benachbart
des unteren Endes der in die äußere Oberfläche 33 des
Spannrings 18 auslaufenden Schrägfläche 34 der Keilnute 19 eine
Ringnute 35 in der äußeren Oberfläche 33 vorgesehen
ist. Diese Ringnute 35 ist gemuldet und an die gerundeten Stirnseiten 15 der
Druckbolzen 16 angepasst.
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Der
Spannring 18 weist innenseitig über den wesentlichen Teil seiner
Höhe eine
zylindrische Gestaltung auf. Der zylindrische Längenabschnitt 36 geht
am oberen Ende des Spannrings 18 in einen kegelförmigen Längenabschnitt 37 über.
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Im
unteren Höhenbereich
der Ausbaustütze 1 (siehe 1)
ist an der äußeren Oberfläche 38 des Außenrohrs 2 ein
sich vertikal erstreckender U-förmiger
Handgriff 39 befestigt. Ein weiterer U-förmiger Handgriff 40 befindet
sich mit ebenfalls vertikaler Erstreckung im oberen Höhenbereich
des Innenrohrs 4. Er ist an der äußeren Oberfläche 41 des
Innenrohrs 4 befestigt. Hierbei stützt sich der Handgriff 40 in
der dargestellten Ausgangsposition an der oberen Stirnseite 42 des
Außenrohrs 2 ab.
Die Höhenlage
des Handgriffs 40 ist so gewählt, dass der Hubkolben 24 oberhalb
des Ventilstutzens 30 gehalten wird. Ferner ist zur Sicherstellung
der Ausbaustütze 1 beim
Transport ein Bindedraht 43 zwischen den Handgriffen 39, 40 verspannt.
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Bei
einer Beaufschlagung des Druckraums 29 unterhalb des Hubkolbens 24 mit
dem hydraulischen Medium HM (1) schiebt
der Hubkolben 24 den Spannring 18 nach oben und
aufgrund der Anlage der oberen Stirnseite 22 des Spannrings 18 an den
Sollbruchstiften 11 wird auch das Innenrohr 4 nach
oben verlagert, bis die Kopfplatte 5 am Gebirge 44 zur
Anlage gelangt (3). Bei weiter steigendem Druck
im Raum 29 unterhalb des Hubkolbens 24 werden
die Sollbruchstifte 31 abgeschert und es gelangt die Kreisringfläche 23 am
Hubkolben 24 unter Ausfüllung
des Spalts 27 mit der unteren Stirnseite 20 des Spannrings 18 in
Kontakt. Bei weiter anhaltendem Fülldruck im Raum 29 werden
auch die Sollbruchstifte 11 abgeschert und es wird der
Spannring 18 von dem Hubkolben 24 relativ zum
Ringkolben 8 nach oben verschoben. Bei dieser Bewegung
werden die Druckbolzen 16 von der Schrägfläche 34 der Keilnute 19 in
Richtung auf das Außenrohr 2 verlagert,
wobei das Außenrohr 2,
wie die 3 und 4 zu erkennen
geben, im Höhenbereich 45 radial
nach außen verformt
wird. Die Druckbolzen 16 schaffen sich folglich Abstützungen
am Außenrohr 2.
In der Endstellung gemäß 4 liegen
die inneren Stirnseiten 15 der Druckbolzen 16 in
der Ringnute 35, während
die äußeren Stirnseiten 15 in
dem verformten Höhenbereich 45 des
Außenrohrs 2 liegen.
Die unteren Stirnseiten 46 des Ringkolbens 28 des
Spannrings 18 verlaufen bündig mit der Kreisringfläche 23 des
Hubkolbens 24.
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Da
beim Befüllen
des Raums 29 die hierin befindliche Luft L komprimiert
wird, erwärmt
sie sich vergleichsweise stark. Die kalottenförmige Ausnehmung 28 im
Hubkolben 24 sammelt dann die komprimierte Luft L und leitet
sie nach oben über
den Hubkolben 24 ab. Hierfür ist im Hubkolben 24 eine
Entlüftungsbohrung 50 vorgesehen.
Der Entlüftungsbohrung 50 ist
ein Ventil 51 in Form eines Schwimmerventils zugeordnet. Über das
Schwimmerventil 51 und die Entlüftungsbohrung 50 kann
die Luft entweichen, bis das hydraulische Medium das Schwimmerventil 51 schließt. Auf
diese Weise wird vermieden, dass komprimierte Luft unterhalb des
Hubkolbens 24 ansteht. Hierdurch ist sichergestellt, dass
die Ausbaustütze 1 bei
einem eventuellen Abspringen am Hangenden oder Liegenden nicht schlagartig
verlängert
wird. Dies ist ein wesentlicher Sicherheitsaspekt zum Schutze eines
Bergmanns.
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Zur
Sicherstellung der Tragkraft der Ausbaustütze 1 wird nach ihrem
Verspannen zwischen den Liegenden 47 und dem Gebirge 44 der
Raum 48 oberhalb des Hubkolbens 6 über ein
Füllventil 49 mit einem
tragfähigen
Baustoff BST, wie beispielsweise aushärtender Beton, befüllt (5).
Durch den Baustoff BST wird dann der Hubkolben 24 nach
unten verlagert, bis er die Fußplatte 3 kontaktiert.
Auf Grund der Kreisringfläche 23 am
Hubkolben 24 wird der Öffnungsquerschnitt
des Ventilstutzens so weit freigehalten, dass gemäß dem Pfeil
PF Wasser aus dem Baustoff BST über
den Ventilstutzen 30 entweichen kann, um das Aushärten des
Baustoffs BST zu beschleunigen.
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An
der äußeren Oberfläche 41 des
Innenrohrs 4 ist in einem vorbestimmten Höhenbereich eine
Ausschubmarkierung 52 angebracht, um einem Bergmann den
maximalen Ausfahrweg des Innenrohrs 4 zu signalisieren.
Wird die Ausschubmarkierung gemäß 3 oberhalb
der oberen Stirnseite 42 des Außenrohrs 2 sichtbar,
erkennt der Bergmann, dass der maximale Ausfahrweg erreicht ist.
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- 1
- Ausbaustütze
- 2
- Außenrohr
v. 1
- 3
- Fußplatte
v. 2
- 4
- Innenrohr
v. 1
- 5
- Kopfplatte
v. 4
- 6
- unteres
Ende v. 4
- 7
- oberes
Ende v. 8
- 8
- Ringkolben
- 9
- Kehlschweißnaht
- 10
- Querbohrungen
in 8
- 11
- Sollbruchstifte
- 12
- Längenabschnitt
v. 11
- 13
- zylindrische
Innenfläche
v. 8
- 14
- Ausnehmungen
in 8
- 15
- Stirnseiten
v. 16
- 16
- Druckbolzen
- 17
- Tiefstes
v. 19
- 18
- Spannring
- 19
- Keilnute
- 20
- untere
Stirnseite v. 18
- 21
- innere
Oberfläche
v. 2
- 22
- obere
Stirnseite v. 18
- 23
- Kreisringfläche an 24
- 24
- Hubkolben
- 25
- Stutzen
an 24
- 26
- Dichtung
an 24
- 27
- Spalt
zwischen 20 und 23
- 28
- Kalotte
in 24
- 29
- Raum
unter 24
- 30
- Ventilstutzen
- 31
- Sollbruchstifte
- 32
- unteres
Ende v. 18
- 33
- äußere Oberfläche v. 18
- 34
- Schrägfläche v. 19
- 35
- Ringnute
in 33
- 36
- zylindrischer
Längenabschnitt
v. 18
- 37
- kegelförmiger Längenabschnitt
v. 18
- 38
- äußere Oberfläche v. 2
- 39
- Handgriff
an 2
- 40
- Handgriff
an 4
- 41
- äußere Oberfläche v. 4
- 42
- obere
Stirnseite v. 2
- 43
- Bindedraht
- 44
- Gebirge
- 45
- ausgewölbter Bereich
v. 2
- 46
- untere
Stirnseite v. 8
- 47
- Liegendes
- 48
- Raum
oberhalb v. 24
- 49
- Füllventil
- 50
- Entlüftungsbohrung
in 24
- 51
- Ventil
- 52
- Ausschubmarkierung
an 41
- BST
- Baustoff
- HM
- hydraulisches
Medium
- L
- Luft
in 28
- PF
- Pfeil