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Die
Erfindung betrifft eine Druckluft-Wartungsvorrichtung, mit einer
einen Druckluft-Einlass und einen Druckluft-Auslass aufweisenden
Modulanordnung, die mehrere aneinandergesetzte und durch Befestigungsmittel
miteinander verbundene Wartungsmodule enthält, insbesondere mindestens
ein Filtermodul, Ölermodul
und/oder Einschaltmodul.
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Druckluft-Wartungsvorrichtungen
werden im allgemeinen eingesetzt, um die in pneumatischen Anlagen
verwendete Druckluft nach bestimmten Kriterien aufzubereiten bzw.
zu behandeln. Sie können verschiedene
Arten von Wartungsmodulen, häufig auch
als Wartungsgeräte
bezeichnet, enthalten, beispielsweise Filtermodule, Druckregelmodule, Ölermodule,
Einschaltmodule, Entlüftungsmodule,
usw..
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Gemäß
DE 202 10 016 U1 ,
die eine Druckluft-Wartungsvorrichtung der eingangs genannten Art zeigt,
sind die verschiedenen Wartungsmodule in einer Aufreihungsrichtung
aneinander gesetzt und durch Befestigungsmittel insbesondere lösbar mit einander
verbunden. Die zu behandelnde Druckluft wird über einen Druckluft-Einlass,
von einer Druckluftquelle kommend, in die Modulanordnung eingespeist und
tritt nach der gewünschten
Behandlung an einem Druckluft-Auslass der Modulanordnung wieder
aus, von wo aus sie zu einem oder mehreren mit der Druckluft zu
versorgenden Verbrauchern gelangt.
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Beim
Einsatz pneumatischer Komponenten können Anwendungsfälle auftreten,
die kurzzeitig oder längerfristig
eines höheren
pneumatischen Druckes bedürfen,
als er durch eine vorhandene Druckluftquelle zur Verfügung gestellt
wird. In solchen Fällen
ist vor Ort der Einsatz sogenannter Druckverstärker möglich, wie sie exemplarisch
in der
EP 1 042 615
B1 oder in dem Patent Abstracts of Japan zur
JP 101 69 567 A beschrieben
werden. Es handelt sich dabei um sogenannte Stand-alone-Geräte, die über Druckluftleitungen
einerseits unmittelbar an die Druckluftquelle oder an das von einer
Druckluft-Wartungsvorrichtung gespeiste Druckluftnetz und andererseits
an den zu versorgenden Verbraucher angeschlossen werden.
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Die
vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, den Einsatz
von Druckverstärkern
zu optimieren.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist vorgesehen, dass die Modulanordnung der Druckluft-Wartungsvorrichtung
eine Druckverstär kereinrichtung
beinhaltet, die in der Lage ist, den Druck der eingespeisten Druckluft
auf einen gegenüber
dem Einspeisedruck höheren
Arbeitsdruck anzuheben.
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Auf
diese Weise liegt eine Druckluft-Wartungsvorrichtung mit in deren
Modulanordnung integrierter Druckverstärkereinrichtung vor. Diese
Druckverstärkereinrichtung
kann ausgangsseitig einen höheren
Arbeitsdruck liefern, als er am Druckluft-Einlass zur Verfügung gestellt wird. Somit eignet
sich die Druckluft-Wartungsvorrichtung besonders für Anwendungsfälle, bei
denen Verbraucher mit einem Druck versorgt werden müssen, der über dem
normalerweise von einer Druckluftquelle, beispielsweise einem von
einem Kompressor gespeisten Druckspeicher, zur Verfügung gestellten
Druck liegt. Durch die Integration in mindestens ein Wartungsmodul
lässt sich
eine Druckluft-Wartungsvorrichtung optional mit der Druckverstärkereinrichtung
ausstatten und kann die Druckverstärkereinrichtung praktisch im
Zusammenhang mit beliebigen weiteren Wartungsmodulen eingesetzt
werden.
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Die
Druckluft-Wartungsvorrichtung kann ein als Druckverstärkermodul
ausgebildetes Wartungsmodul aufweisen, das sich mit anderen Wartungsmodulen
beliebig kombinieren lässt
und das die Druckverstärkereinrichtung
ganz oder teilweise beinhaltet. Eine nur teilweise Integration der
Druckverstärkerein richtung
in ein Druckverstärkermodul
kann auch vorteilhaft sein, wenn mindestens eine Komponente der Druckverstärkereinrichtung
separat platziert oder in ein anderes Wartungsmodul integriert werden
soll. Hier ist beispielsweise an eine eine variable Vorgabe des
Arbeitsdruckes ermöglichende
Druckregeleinheit gedacht oder auch an eine elektronische Steuereinheit
oder ein Umschaltventil.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
entspricht der prinzipielle Aufbau der Druckverstärkereinrichtung
dem aus der
EP 1 042
615 B1 bekannten Druckverstärker. Durch ein Umschaltventil
wird eine aus zwei Arbeitskolben und einer die Arbeitskolben verbindenden
Verbindungsstange bestehende Arbeitseinheit zu einer oszillierenden
Linearbewegung angetrieben, wobei die beiden Arbeitskolben abwechselnd,
mit verstärkter
Kraft, zuvor eingespeiste Druckluft in Richtung des Druckluft-Auslasses
verdrängen,
wobei sich der erhöhte
Arbeitsdruck aufbaut. Insbesondere bei einer Integration in ein
eigenständiges
Druckverstärkermodul
empfiehlt sich hier eine dahingehende Anordnung, dass die Längsachse
und gleichzeitig Bewegungsrichtung der Arbeitseinheit rechtwinkelig
zur Aneinanderreihungsrichtung der Wartungsmodule der Modulanordnung ausgerichtet
ist. Hier lässt
sich das Druckverstärkermodul relativ
einfach in das standardisierte Modulraster eingliedern.
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Die
Druckverstärkereinrichtung
kann auch mehrstufig aufgebaut sein. Sie enthält dann zweckmäßigerweise
mehr als zwei jeweils einen Arbeitskolben aufnehmende Kolbenkammern,
wobei die mehr als zwei Arbeitskolben zu der Arbeitseinheit zusammengefasst
sind. Auf diese weise können
Bauformen realisiert werden, die trotz schlanker Abmessungen eine
hohe Druckverstärkung
ermöglichen.
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Die
Arbeitsbewegung der Arbeitseinheit wird durch ein Umschaltventil
gesteuert, das seinerseits anhand von Steuersignalen aktiviert wird,
die zweckmäßigerweise
in Abhängigkeit
von der Position der Arbeitseinheit generiert werden.
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Bei
einer rein pneumatischen Ausführung handelt
es sich bei den Steuersignalen um pneumatische Steuersignale, die
von pneumatischen Steuerventilen erzeugt werden. Hierbei kann es
sich beispielsweise um mechanische Tastventile handeln, die durch
die Arbeitseinheit mechanisch betätigt werden. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn die die beiden Arbeitskolben verbindende Verbindungsstange selbst
die Ventilglieder der pneumatischen Steuerventile bildet, wie dies
exemplarisch in der
EP
1 042 615 B1 beschrieben ist.
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Es
besteht ferner die Möglichkeit,
die Axialposition der Arbeitseinheit durch eine Positionserfassungseinrichtung
zu detektieren, wobei dann eine elektronische Steuereinheit anhand
der Sensorsignale elektrische Steuersignale zur Aktivierung des Umschaltventils
hervorruft. Die elektronische Steuereinheit ist hierbei zweckmäßigerweise
ein Bestandteil der Modulanordnung, wobei sie beispielsweise als
Komponente eines Druckverstärkermoduls
oder auch eines eigenständigen
Steuermoduls ausgeführt sein
kann. In allen Fällen
kann sie über
einen internen elektrischen Bus der Modulanordnung mit weiteren
elektrischen und/oder elektronischen Komponenten der Modulanordnung
gekoppelt sein. Eine bevorzugt vorhandene elektrische Schnittstelle
kann die Kommunikation mit einer externen elektronischen Steuereinrichtung
ermöglichen,
wobei die Schnittstelle auch eine drahtlose Schnittstelle sein kann, beispielsweise
eine Funkschnittstelle.
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Enthält die Druckluft-Wartungsvorrichtung eine
Druckverstärkereinrichtung
mit einer durch ein Betätigungsfluid
zu einer oszillierenden Arbeitsbewegung antreibbaren Arbeitseinheit,
ist eine vorzugsweise vorhandene Druckregeleinheit zweckmäßigerweise
so ausgebildet, dass sich mit ihr der Betätigungs druck eines Betätigungsfluides
einstellen lässt, das
der Arbeitseinheit alternierend mit einander entgegengesetzten Wirkungsrichtungen
aufgeschaltet wird. Hier ist die Druckverstärkereinrichtung stets nur solange
aktiv, bis auslassseitig der gewünschte
Arbeitsdruck ansteht, der geringer sein kann, als der maximal mögliche Arbeitsdruck.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
erzeugt die Druckverstärkereinrichtung
ständig
den maximal möglichen
Arbeitsdruck und es kann, zur Einstellung eines diesbezüglich geringeren
Ausgangsdruckes, eine Druckregeleinheit nachgeschaltet sein, insbesondere
in Gestalt eines eigenständigen,
als Druckregelmodul ausgebildeten Wartungsmoduls.
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Vorzugsweise
beinhaltet die Druckluft-Wartungsvorrichtung auch mindestens einen By-pass-Kanal,
der die Druckverstärkereinrichtung umgeht
und der bei aktiver Druckverstärkereinrichtung
absperrbar ist. Wird einmal kein erhöhter Druck benötigt und
reicht es aus, wenn am Druckluft-Auslass ein Auslassdruck ansteht,
der maximal dem Einlassdruck entspricht, kann der By-pass-Kanal
geöffnet
werden, um eine direkte Fluidverbindung zwischen dem Druckluft-Einlass
und dem Druckluft-Auslass freizuschalten.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. In
dieser zeigen:
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1 in
schematischer Darstellung eine bevorzugte erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Druckluft-Wartungsvorrichtung
mit pneumatischer Ansteuerung der Druckverstärkereinrichtung, und
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2 in
wiederum schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform
der Druckluft-Wartungsvorrichtung mit elektrischer Ansteuerung der
Druckverstärkereinrichtung.
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Die
in ihrer Gesamtheit mit Bezugsziffer 1 bezeichnete Druckluft-Wartungsvorrichtung
enthält eine
Modulanordnung 2, die eine Vielzahl von Wartungsmodulen 3 umfasst,
die in einer durch einen Doppelpfeil angedeuteten Aufreihungsrichtung 4 aneinandergereiht
sind.
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Durch
gestrichelt angedeutete Befestigungsmittel 5 sind die aneinandergesetzten
Wartungsmodule 3 in der Aufreihungsrichtung 4 lösbar miteinander
verspannt. Dadurch bilden sie eine Baugruppe.
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Die
Befestigungsmittel 5 sind beim Ausführungsbeispiel jeweils unmittelbar
zwischen in der Aufreihungsrichtung 4 auf einanderfolgenden
Wartungsmodulen 3 wirksam. Mit einander zugewandten Fügeflächen 6 sind
die Wartungsmodule 3 aneinandergesetzt, wobei sich die
Befestigungsmittel 5 im Bereich der Fügeflächen 6 befinden. Die
Befestigungsmittel können
beispielsweise durch einen Schraubvorgang betätigbare Spannmittel sein.
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Bei
einer nicht gezeigten Ausführungsform werden
die Wartungsmodule 3 durch zugankerartige Befestigungsmittel 5 zusammengehalten.
Die gezeigte Ausführungsform
hat demgegenüber
den Vorteil, dass sich einzelne Wartungsmodule 3 lösen lassen,
ohne den Zusammenhalt der anderen Wartungsmodule 3 zu verlieren.
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Durch
die Modulanordnung 2 hindurch verläuft ein Fluidkanal 7,
der an den beiden stirnseitigen Wartungsmodulen 3 ausmündet, und
zwar im einen Fall mit einem Druckluft-Einlass 8 und im
anderen Fall mit einem Druckluft-Auslass 9. Diese beiden
Anschlüsse 8, 9 können prinzipiell
beliebig platziert und orientiert sein, befinden sich beim Ausführungsbeispiel
jedoch an den beiden in der Aufreihungsrichtung 4 orientierten
Stirnflächen
des die Modulanordnung 2 jeweils abschließenden Wartungsmoduls 3.
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Der
Druckluft-Einlass 8 und der Druckluft-Auslass 9 sind
jeweils ausgebildet, um eine Druckluftleitung 12a, 12b,
bevorzugt lösbar,
anschließen
zu können.
Diese Druckluftleitungen 12a, 12b sind regelmäßig Bestandteil
eines am Einsatzort der Druckluft-Wartungsvorrichtung 1 verlegten
Rohrleitungssystems. Im Betrieb der Druckluft-Wartungsvorrichtung 1 wird
dieser über
die eine Druckluftleitung 12a unbehandelte Druckluft zugeführt, welche
nach Hindurchströmen
durch die Modulanordnung 3 in wunschgemäß aufbereiteter Form über die
andere Druckluftleitung 12b zu einem oder mehreren angeschlossenen
Verbrauchern abgeführt
wird. Der Druckluft-Einlass 8 und der Druckluft-Auslass 9 können beispielsweise
mit Gewindemitteln und/oder mit Steckverbindungseinrichtungen für den Anschluss der
Druckluftleitungen 12a, 12b ausgestattet sein.
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Der
Fluidkanal 7 setzt sich aus mehreren in den einzelnen Wartungsmodulen 3 verlaufenden
Fluidkanalabschnitten zusammen, die beim Zusammenbau der Wartungsmodule 3 unter
Abdichtung miteinander verbunden werden und sich zu dem Fluidkanal 7 ergänzen. Im
Bereich der Fügeflächen 6 sind
zu diesem Zweck geeignete Abdichtmittel vorgesehen, die die miteinander
fluchtenden Kanalmündungen umschließen, beispielsweise
Dichtungsringe, die in der Zeichnung jedoch nicht weiter abgebildet
sind.
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Die
Anzahl, Art und Reihenfolge der in der Modulanordnung 2 zusammengefassten
Wartungsmodule 3 ist prinzipiell beliebig, und orientiert
sich am Bedarf des Anwenders. Beim Ausführungsbeispiel der 1 handelt
es sich, wobei sich die Reihenfolge auf die durch Pfeile angedeutete
Strömungsrichtung der
den Fluidkanal 7 durchströmenden Druckluft bezieht, um
ein Einschaltmodul 3a, ein Filtermodul 3b, ein
Druckverstärkermodul 3c und – optional
und daher nur strichpunktiert angedeutet – ein Druckregelmodul 3d.
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Das
Ausführungsbeispiel
der 2 unterscheidet sich von demjenigen der 1 durch
ein zwischen das Filtermodul 3b und das Druckverstärkermodul 3c eingeschaltetes,
auch als Controllermodul bezeichenbares elektronisches Steuermodul 3e und
ein an Stelle des Druckregelmoduls 3d endseitig angebautes
Druckspeichermodul 3f.
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Bei
beiden Ausführungsbeispielen
befindet sich der Druckluft-Auslass 9 am
Druckverstärkermodul 3c,
verlagert sich jedoch gegebenenfalls zu dem optionalen Druckregelmodul 3d bzw.
Druckspeichermodul 3f.
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Das
Einschaltmodul 3a enthält
eine schematisch angedeutete, elektrisch oder manuell betätigbare
Absperrventileinrichtung 13, durch die der Durchfluss durch
den Fluidkanal 7 wahlweise abgesperrt oder freigegeben
werden kann. Das Filtermodul 3b enthält mindestens eine von der
Druckluft durchströmte
Filtereinrichtung 14, in der Verunreinigungen aus der Druckluft
herausgefiltert werden.
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Das
Druckverstärkermodul 3c enthält beim Ausführungsbeispiel
der 1 die Gesamtheit und beim Ausführungsbeispiel der 2 relevante
Komponenten einer insgesamt mit Bezugsziffer 17 bezeichneten
Druckverstärkereinrichtung,
die den Druck der über
den Druckluft-Einlass 8 eingespeisten Druckluft über den
Einspeisedruck hinaus verstärken kann,
sodass sich am Ausgang 16 der Druckverstärkereinrichtung 15 ein
im Vergleich zum Einspeisedruck höherer Arbeitsdruck abgreifen
lässt.
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Bei
beiden Ausführungsbeispielen
ist die Druckverstärkereinrichtung 15 mit
einer Druckregeleinheit 17 ausgestattet, die eine variable
und insbesondere stufenlose Vorgabe des Arbeitsdruckes ermöglicht.
Dadurch kann einem sich verändernden Druckbedarf
Rechnung getragen werden.
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Alternativ
kann die Druckverstärkereinrichtung 15 auch
so ausgeführt
sein, dass sie stets einen gleichbleibenden Arbeitsdruck liefert,
der jedoch um einen gewissen Faktor höher ist, als der über den Druckluft-Einlass 8 zugeführte Einspei sedruck,
wobei der besagte Faktor von der Auslegung der Druckverstärkereinrichtung 15 abhängt.
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Insbesondere
in Verbindung mit einer einen unveränderlichen Arbeitsdruck liefernden
Druckverstärkereinrichtung 15 kann
sich an das Druckverstärkermodul 3c das
schon erwähnte
Druckregelmodul 3d anschließen, durch das der am Druckluft-Auslass 9 abgreifbare
Druck bei Bedarf auf einen Auslassdruck herabregelbar ist, der geringer
ist als der von der Druckverstärkereinrichtung 15 maximal
erzeugbare Arbeitsdruck.
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Üblicherweise
wird die Druckluft-Wartungsvorrichtung 1 so betrieben,
dass der von den angeschlossenen Verbrauchern abgenommene Volumenstrom
kleiner oder maximal gleich groß ist,
wie die Förderleistung
der Druckverstärkereinrichtung 15. Zumindest
in Fällen,
in denen die Förderleistung übersteigende Bedarfsspitzen auftreten können, empfiehlt
es sich, der Druckverstärkereinrichtung 15 ein
Druckspeichermodul 3f nachzuschalten, das einen Druckluftspeicher
mit ausreichend großem
Aufnahmevolumen besitzt. In diesem Fall wird das Druckspeichermodul 3f vom
Druckverstärkermodul 3c gespeist
und der Druckluft-Auslass 9 findet sich an dem Druckspeichermodul 3f oder
an einem diesem nachgeordnetem weiteren Wartungsmodul.
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Bei
beiden Ausführungsbeispielen
beinhaltet das Druckverstärkermodul 3c eine
Druckverstärkereinheit 18,
die die für
die Druckerhöhung
erforderliche Arbeit verrichtet. Betrieben wird sie mit einem unter
einem vorbestimmten Betätigungsdruck
stehendem pneumatischen Betätigungsfluid,
insbesondere Druckluft.
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Allen
Wartungsmodulen 3 ist das Vorhandensein eines bevorzugt
kubischen Grundkörpers 22 gemeinsam,
an dem sich die Fügeflächen 6 befinden. Im
Falle des Filtermoduls 3b ist der Grundkörper 22 gleichzeitig
Träger
der quer zur Aufreihungsrichtung 4, in der Regel nach unten,
wegragenden Filtereinrichtung 14. Bei dem Druckverstärkermodul 3c bildet der
Grundkörper 22 eine
Trennwand 23, die zwei Kolbenkammern 24, 25 voneinander
abteilt, die jeweils gemeinsam von dem Grundkörper 22 und einem
an diesem angesetzten, ein- oder mehrteiligen Gehäusekörper 26, 27 definiert
werden. Die beiden Gehäusekörper 26, 27 sitzen
an einander entgegengesetzten, rechtwinkelig zur Aufreihungsrichtung 4 orientierten
Seiten der Trennwand 23, sodass das Druckverstärkermodul 2c insgesamt
eine längliche
Gestalt besitzt, mit einer zur Aufreihungsrichtung 4 rechtwinkeligen
Längsachse 28.
Wird die Druckluft-Wartungsvorrichtung 1 vor
einer Tragwand installiert, lässt
sich das Druckverstärkermodul 3c somit
bequem mit vertikaler Längsachse 28 platzsparend
anordnen.
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In
den beiden Kolbenkammern 24, 25 ist jeweils ein
in Richtung der Längsachse 28 unter
Abdichtung verschiebbarer Arbeitskolben 24', 25' angeordnet, die durch eine die
Trennwand 23 durchsetzende Verbindungsstange 32 zu
einer nur gemeinsam verschiebbaren Baueinheit zusammengefasst sind.
Diese Baueinheit sei im Folgenden als Arbeitseinheit 33 bezeichnet,
ihre Längsachse
und Bewegungsrichtung ist mit der Längsachse 28 identisch.
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Durch
die Arbeitskolben 24', 25' wird die jeweils
zugeordnete Kolbenkammer 24, 25 in einen von der
Verbindungsstange 32 durchsetzten inneren Arbeitsraum 24a, 25a kleineren
Querschnittes und einen axial entgegengesetzten äußeren Arbeitsraum 24b, 25b größeren Querschnittes
unter Abdichtung unterteilt. Die Verbindungsstange 32 durchsetzt
die Trennwand 23 so, dass durch die Trennwand 23 hindurch
keine fluidische Verbindung zwischen den beiden inneren Arbeitsräumen 24a, 25a möglich ist.
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Im
Innern des Druckverstärkermoduls 3c ist der
Fluidkanal 7 so unterteilt, dass die Verbindung zwischen
dem Druckluft-Einlass 8 und
dem Druckluft-Auslass 9 nur über die beiden inneren Arbeitsräume 24a, 25a möglich ist.
Der mit dem Druckluft-Einlass 8 verbundene einlassseitige
Kanalabschnitt 7a des Fluidkanals 7 steht über je ein
Zuström-Rückschlagven til 34 und
der auslassseitige Kanalabschnitt 7b des Fluidkanals 7 mit
je einem Ausström-Rückschlagventil 35 mit
den beiden inneren Arbeitsräumen 24a, 25a in
fluidischer Verbindung. Die beiden Rückschlagventile 34, 35 haben
jeweils ein federbelastetes Ventilglied, wobei das Zuström-Rückschlagventil 34 eine
Fluidströmung
in den angeschlossenen inneren Arbeitsraum 24a, 25a zulässt und
in der Gegenrichtung verhindert. Bei den Ausström-Rückschlagventilen 35 sind
die Gegebenheiten gerade umgekehrt, sie lassen eine Fluidströmung aus
den inneren Arbeitsräumen 24a, 25a in Richtung
zum Druckluft-Auslass 9 zu.
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Bei
beiden Ausführungsbeispielen
gehört
zu der Druckverstärkereinheit 18 auch
ein an oder in dem Druckverstärkermodul 3c angeordnetes
Umschaltventil 36. Über
einen Speisekanal 37 wird das Umschaltventil 36 aus
dem einlassseitigen Kanalabschnitt 7a mit Druckluft versorgt,
die als das weiter oben erläuterte
Betätigungsfluid
fungiert. Von dem Umschaltventil 36 führt je ein Betätigungskanal 38, 39 zu
den beiden äußeren Arbeitsräumen 24b, 25b.
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Das
Umschaltventil 36 kann die beiden Betätigungskanäle 38, 39 und
mithin die beiden äußeren Arbeitsräume 24b, 25b abwechselnd
gegensinnig mit dem Speisekanal 37 verbinden oder zur Atmosphäre entlüften. Dadurch
wird die Arbeitseinheit 33 zu einer linearen Arbeitsbewegung
in der einen oder anderen Richtung veranlasst.
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Bei
jeder Arbeitsbewegung resultieren die erforderlichen Stellkräfte daraus,
dass in der Verstellrichtung das über das Umschaltventil 36 gesteuerte Betätigungsfluid
im einen der äußeren Arbeitsräume 24b, 25b auf
die große
Kolbenfläche
wirkt, während die
beiden entgegengesetzten kleineren Kolbenflächen beider Arbeitskolben 24', 25' über die
Zuström-Rückschlagventile 34 gleichzeitig
dem Einspeisedruck ausgesetzt sind. Daraus resultiert ein die Arbeitseinheit 33 verlagernder
Kraftüberschuss, mit
gleichzeitiger Verdrängung
von Druckluft aus dem sein Volumen momentan verringernden inneren Arbeitsraum
in den auslassseitigen Kanalabschnitt 7b. Durch eine hin
und her gehende Pumpbewegung der Arbeitseinheit 33 kann
auf diese Weise im auslassseitigen Kanalabschnitt 7b ein
Arbeitsdruck aufgebaut werden, der höher ist als der Einspeisedruck und
dessen maximale Höhe
vom Betätigungsdruck des
Betätigungsfluides
und vom Flächenverhältnis der
beaufschlagbaren Kolbenflächen
der beiden Arbeitskolben 24', 25' abhängt.
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Weitere
Details zum möglichen
Aufbau und zur möglichen
Funktionsweise der Druckverstärkereinrichtung
15 können der
EP 1 042 615 B1 entnommen
werden, auf die ausdrücklich
verwiesen wird.
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Zu
seiner Betätigung
wird das Umschaltventil 36 mit Steuersignalen versorgt.
Um diese zu generieren bestehen, mehrere Möglichkeiten. Das Ausführungsbeispiel
der 1 sieht eine nicht elektrische Betätigung mittels
pneumatischer Steuersignale vor, die dem Umschaltventil 36 mittels
zweier Steuerkanäle 42 aufgeschaltet
werden. Genauer gesagt verfügt
das nicht weiters gezeigte Ventilglied des Umschaltventils 36 über einander
entgegengesetzte Beaufschlagungsflächen, die über die Steuerkanäle 42 abwechselnd
mit unter einem Steuerdruck stehender Druckluft beaufschlagbar sind.
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Jeder
Steuerkanal
42 ist an ein ihm eigens zugeordnetes pneumatisches
Steuerventil
43 der Druckverstärkereinrichtung
15 angeschlossen.
Dieses Steuerventil
43 wird in Abhängigkeit von der Position der
Arbeitseinheit
33 betätigt.
Bei der abgebildeten bevorzugten Bauform bildet die Trennwand
23 das
Gehäuse
der beiden Steuerventile
43 und die Verbindungsstange
32 repräsentiert
gleichzeitig zwei Ventilglieder, die in der Lage sind, stellungsabhängig den
zugeordneten Steuerkanal
32 wahlweise mit dem benachbarten
inneren Arbeitsraum
24a,
25a zu verbinden oder
von diesem abzutrennen. Die konkrete Ausgestaltung kann derjenigen
entsprechen, wie es in der
EP
1 042 615 B1 beschrieben ist.
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Bei
einer anderen, in 1 strichpunktiert angedeuteten
Ausführungsform
sind gesonderte pneumatische Steuerventile 43' vorhanden,
die als Tastventile ausgebildet sind und mechanisch von der Arbeitseinheit 33 betätigt werden,
wenn diese bei Erreichen einer Endstellung auf einen mit dem Ventilglied
des Steuerventils 43' verbundenen
Betätigungsstößel aufläuft.
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Die
rein pneumatisch gesteuerte Druckverstärkereinrichtung 15 des
in 1 gezeigten Ausführungsbeispiels wird jeweils
in Abhängigkeit
von dem am Umschaltventil 36 anliegenden Betätigungsdruck sowie
in Abhängigkeit
vom Fluidbedarf am Druckluft-Auslass 9 und mithin vom momentan
herrschenden Auslassdruck selbsttätig aktiviert und deaktiviert. Soll
der am Ausgang 16 abgreifbare Arbeitsdruck verändert werden,
kann dies durch eine Veränderung der
Einstellung der Druckregeleinheit 17 geschehen. Diese ist
in den Verlauf des Speisekanals 37 eingeschaltet und ermöglicht somit
eine variable Vorgabe des sich auf den Arbeitsdruck einwirkenden
Betätigungsdruckes
für die
Arbeitseinheit 33. Die Druckregeleinheit 17 kann
hier wie ein konventionelles pneumatisches Druckregelventil ausgebildet
sein, bei dem der am Ausgang des Speisekanals 37 herrschende Druck
gegen die Stellkraft einer Feder arbeitet, wobei entsprechend den
herrschenden Kräfteverhältnissen ein
Ventilglied des Druckregelventils mehr oder weni ger weit öffnet oder
schließt.
Durch manuelle Veränderung
der Federvorspannung kann der abgreifbare Betätigungsdruck verändert werden.
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Aus 1 ist
ersichtlich, dass die Druckregeleinheit 17 als Bestandteil
des Druckverstärkermoduls 3c ausgeführt werden
kann.
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Das
Ausführungsbeispiel
der 2 zeigt eine Möglichkeit
zur Realisierung einer elektrischen Ansteuerung der Druckverstärkereinrichtung 15.
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Hierbei
sind die Steuersignale für
das Umschaltventil 36 elektrische Steuersignale, die von
einer elektronischen Steuereinheit 44 erzeugt werden. Diese
elektronische Steuereinheit kann eine bezüglich der Modulanordnung 2 gesonderte,
externe Komponenten sein, wie dies in 2 strichpunktiert bei 44' angedeutet
ist. Es kann sich hier beispielsweise um eine elektronische Steuereinheit
handeln, die gleichzeitig auch für
die Ansteuerung nicht näher
gezeigter Ventile verantwortlich ist. Sie kann hierbei unmittelbarer
Bestandteil einer mehrere Ventile beinhaltenden Ventilbatterie sein.
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Als
besonders vorteilhaft wird allerdings eine Bauform eingeschätzt, bei
der die elektronische Steuereinheit 44 ein unmittelbarer
Bestandteil der Modulanordnung 2 ist. Die 2 zeigt
hierzu eine vorteilhafte Realisierungsform, bei der sich die elektronische
Steuereinheit 44 in einem als elektronisches Steuermodul 3e ausgebildeten
Wartungsmodul 3 der Modulanordnung 2 befindet.
Eine andere, in 2 bei 44'' strichpunktiert
angedeutete Möglichkeit
sieht vor, die elektronische Steuereinheit als unmittelbare Komponente
des Druckverstärkermoduls 3c auszubilden.
Dadurch kann auf ein zusätzliches, gesondertes
elektronisches Steuermodul 3e bei Bedarf verzichtet werden.
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Bei
der elektrisch ansteuerbaren Variante ist das Umschaltventil 36 ein
elektrisch betätigbares Ventil,
insbesondere ein vorgesteuertes Mehrwegeventil. Als Antriebe für das Umschaltventil 36 kommen
Magnetventile oder andere elektrisch betätigbare Ventile in Frage.
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Die
elektronische Steuereinheit 44 generiert die für das Umschaltventil 36 bestimmten
Steuersignale auf der Basis von Positionssignalen, die ihr von einer
Positionserfassungsseinrichtung 45 zugeführt werden.
Diese spricht auf die Umschaltpositionen der Arbeitseinheit 33 an,
insbesondere auf vorbestimmte Kolbenpositionen der Arbeitskolben 24', 25'. Exemplarisch
umfasst die Positionserfassungseinrichtung 45 beim Ausführungsbeispiel
pro Arbeitskolben 24', 25' einen an dem
Gehäusekörper 26, 27 angeordneten
Positionssensor, beispiels weise ein Reed-Schalter, ein Hall-Sensor
oder ein magnetoresistiver Sensor.
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Die
elektrische Verbindung der Positionserfassungseinrichtung 45 mit
der elektronischen Steuereinheit 44, 44'' kann beispielsweise über einen
internen elektrischen Bus 46 der Druckluft-Wartungsvorrichtung 1 erfolgen,
der in 2 schematisch angedeutet ist. Über diesen elektrischen Bus 46 können bei
Bedarf auch noch weitere elektrische und/oder elektronische Komponenten
der Modulanordnung 2 miteinander vernetzt werden.
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Der
an oder in der Modulanordnung 2 angeordneten elektronischen
Steuereinheit 44, 44'' kann eine
elektrische Schnittstelle 47 zugeordnet sein, die eine
zur Signalübertragung
dienende Verbindung mit einer externen elektronischen Steuereinrichtung 48 ermöglicht.
Hierbei kann in beiden Richtungen ein Datenaustausch vorgesehen
sein.
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Um
eine Druckregelungsfunktion in Bezug auf den Arbeitsdruck zu realisieren,
ist bei dem Ausführungsbeispiel
der 2 die Druckregeleinheit 17 als Bestandteil
der elektronischen Steuereinheit 44 ausgebildet. Sie ist
in diesem Fall an einen elektrischen Drucksensor 52 angeschlossen,
der den im auslassseitigen Kanalabschnitt 7b herrschenden
Arbeitsdruck er fasst. Die elektronische Steuereinheit 44 kann
auf diese Weise stets dann eine Aktivierung der Druckverstärkereinheit 18 hervorrufen,
wenn der über
den Drucksensor 52 erfasste Arbeitsdruck den vorbestimmten
Sollwert unterschritten hat.
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In 1 ist
noch angedeutet, dass die Modulanordnung über einen strichpunktiert angedeuteten By-pass-Kanal 53 verfügen kann,
der im freigeschalteten Zustand eine direkte Verbindung zwischen
dem einlassseitigen Kanalabschnitt 7a und dem auslassseitigen
Kanalabschnitt 7b herstellt und dadurch die Druckverstärkungseinrichtung 15 umgeht.
Eine Ventileinrichtung 54 ermöglicht ein wahlweises Freigeben
oder Absperren des By-pass-Kanals 53. Sie kann rein manuell
betätigbar
ausgeführt
sein oder als elektrisch betätigbare
Ventileinrichtung 54, letzteres insbesondere bei einer
Ausführungsform
vergleichbar derjenigen in 2. Hier
kann die Ventileinrichtung 54 über die elektronische Steuereinheit 44, 44', 44'' und/oder die externe elektronische
Steuereinrichtung 48 nach Bedarf in die gewünschte Stellung geschaltet
werden.
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Die
Ventileinrichtung 54 kann beispielsweise als 3/2-Wegeventileinrichtung
ausgeführt
sein, die bei freigeschaltetem By-pass-Kanal 53 gleichzeitig die
Druckluftzufuhr zur Druckverstärkereinrichtung 15 absperrt,
um deren Druckluftversorgung komplett abzusperren.