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DE202006009137U1 - Kupplungsausrücklagervorrichtung - Google Patents

Kupplungsausrücklagervorrichtung Download PDF

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DE202006009137U1 DE200620009137 DE202006009137U DE202006009137U1 DE 202006009137 U1 DE202006009137 U1 DE 202006009137U1 DE 200620009137 DE200620009137 DE 200620009137 DE 202006009137 U DE202006009137 U DE 202006009137U DE 202006009137 U1 DE202006009137 U1 DE 202006009137U1
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    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D23/00Details of mechanically-actuated clutches not specific for one distinct type
    • F16D23/12Mechanical clutch-actuating mechanisms arranged outside the clutch as such
    • F16D23/14Clutch-actuating sleeves or bearings; Actuating members directly connected to clutch-actuating sleeves or bearings
    • F16D23/148Guide-sleeve receiving the clutch release bearing
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract

Kupplungsausrücklagervorrichtung
mit einem Wälzlager (1), das dazu eingerichtet ist, mit einer Membranfeder (13) einer Kupplungsvorrichtung in Berührung zu kommen und das einen stillstehenden Ring (6), einen umlaufenden Ring (10) und wenigstens einen Kranz von zwischen den Ringen angeordneten Wälzkörpern (8) aufweist,
mit einer Ausrückhülse (2), auf dem das Wälzlager angebracht ist und das geeignet ist, entlang seiner Achse (33) auf einem Führungsrohr (4) zu gleiten,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausrückhülse einen Grundkörper (2a) aus Kunststoff enthält, der basierend auf einem mit Mikroglaskugeln gefüllten Polymer erzeugt ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet von Kupplungsausrücklagern, die dazu vorgesehen sind, auf die Membranfeder einer Kupplung, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, zu wirken.
  • Die Erfindung betrifft Kupplungsausrücklager, die ein Wälzlager enthalten, bei dem einer der Ringe umlaufend und der andere Ring stillstehend ist.
  • Zwischen dem umlaufenden Ring und dem stillstehenden Ring sind mittels eines Käfigs in Umfangsrichtung gleichmäßig beabstandete Wälzkörper angeordnet, wobei der umlaufende Kugellagerring mit einem Andruckelement versehen ist, das mit den Enden von Fingern in Berührung gebracht wird, die zu der Kupplungsmembranfeder gehören.
  • Eine nicht drehende Ausrückhülse trägt das Wälzlager und verschiebt bei Betätigung eines (mechanischen, elektrischen oder hydraulischen) Steuerelements das Ausrücklager axialer Richtung gegen die Kupplungsmembranfeder, um die Kupplungsvorrichtung zu betätigen.
  • Das Wälzlager ist in der Lage die Kupplungsvorrichtung über seinen umlaufenden Ring entsprechend einem Aktionsradius zu betätigen, der durch den Berührungsbereich zwischen dem Eingriffselement und der Membranfeder definiert ist.
  • Im Allgemeinen ist ein Selbstzentrierungselement zwischen dem stillstehenden Ring des Wälzlagers und der Ausrückelement eingefügt, wobei das Selbstzentrierungselement für die Verbindung zwischen diesen beiden Elementen sorgt und es infolge seiner Elastizität eine relative radiale Versetzung zwischen den beiden Elementen ermöglicht. Das Ausrücklager kann auf diese Weise seine Stellung in radialer Richtung verändern, um eine Ausrichtung der Rotationsachsen des Wälzlagers und der Membranfeder zu erzielen, so dass es dank des Selbstzentrierungselements und eines zwischen der Ausrückhülse und dem stillstehenden Ring des Ausrücklagers vorhandenen Radialspiels in der Lage ist, sich an der Membranfeder selbst zu zentrieren.
  • Die FR-A-2 800 139 beschreibt eine Kupplungsausrücklagervorrichtung mit einem Wälzlager, das an einer Ausrückhülse montiert ist, das in Gestalt einer Hülse ausgebildet ist, die in der Lage ist, in axialer Richtung auf einem Führungsrohr zu gleiten, um das Lager an einer Kupplungsmembranfeder in Anlage zu bringen. Die Ausrückhülse ist zumindest teilweise aus Kunststoff gespritzt, beispielsweise aus einem glasfaserverstärkten Polyamid.
  • Im Betrieb unterliegt der zylindrische Innenraum der Ausrückhülse während der axialen Verschiebungen der Ausrückhülse auf dem Führungsrohr aufgrund der Reibung an dem Führungsrohr einem Verschleiß, wobei die Glasfasern unmittelbar auf dem Führungsrohr reiben, mit der Folge einer erheblichen Steigerung der Reibungskräfte zwischen der Ausrückhülse und dem Führungsrohr. Weiter beschädigen die verhältnismäßig abrasiven Glasfasern rasch die Oberflächenstruktur des Führungsrohrs.
  • Ein derartiger Verschleiß weist nicht nur den Nachteil einer wesentlichen Steigerung der zur Betätigung der Ausrücklagervorrichtung auf dem Führungsrohr erforderlichen Kräfte und in der Folge der auf das Kupplungspedal und auf das Bein des Fahrers ausgeübten Kräfte auf, sondern erzeugt auch eine Schmutzpartikelemission, die möglicherweise verhältnismäßig aggressiv auf in der Umgebung befindliche drehende Einrichtungen wirkt, z.B. auf die Wälzlager.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, diese Nachteile zu beseitigen, indem eine Kupplungsausrücklagervorrichtung vorgeschlagen wird, die eine besonders zufriedenstellende Betriebssicherheit aufweist, wobei die Gleitreibungskräfte auf dem Führungsrohr reduziert sind. Die vorliegende Erfindung hat ferner zum Ziel, eine besonders kostengünstige Kupplungsausrücklagervorrichtung zu schaffen.
  • Zu diesem Zweck ist die Kupplungsausrücklagervorrichtung gemäß einem Aspekt der Erfindung von der Bauart mit einem Wälzlager, zu dem ein stillstehender Ring, ein umlaufender Ring und wenigstens ein Kranz von zwischen den Ringen angeordneten Wälzkörpern gehören, und eine Ausrückhülse, auf der das Wälzlager angebracht ist, und das geeignet ist, um entlang seiner Achse auf einem Führungsrohr zu gleiten. Die Ausrückhülse enthält einen Grundkörper aus Kunststoff, der basierend auf einem mit Mikroglaskugeln gefüllten Polymer erzeugt ist.
  • In der Tat hat die Anmelderin beobachtet, dass die Verwendung derartiger Mikroglaskugeln eine drastische Reduzierung eines reibungsbedingten Verschleißes der Ausrückhülse im Vergleich zu einer herkömmlichen Ausrückhülse ermöglicht, die basierend auf einem mit Glasfasern gefüllten Polymer hergestellt ist.
  • Es wird nun möglich die Reibungskräfte zwischen der Ausrückhülse und dem Führungsrohr erheblich zu verringern, was eine erhebliche Steigerung des Fahrkomforts für den Fahrzeugführer ermöglicht.
  • In der Praxis weist die erfindungsgemäße Ausrücklagervorrichtung für eine übereinstimmende Anzahl von Betriebszyklen, wobei jeder Betätigungszyklus einen Aus- und einen Einkuppelvorgang umfasst, eine wesentlich geringere verschleißbedingte Abnutzung im Vergleich zu einer herkömmliche Ausrücklagervorrichtung auf, was eine Verringerung der auf das Kupplungspedal ausgeübten Kraft ermöglicht. Darüber hinaus ermöglicht das Vorsehen einer Ausrückhülse, zu der ein Grundkörper aus Kunststoff gehört, der basierend auf einem mit Mikroglaskugeln gefüllten Polymer erzeugt ist, die Emission von Schmutzpartikeln wesentlich zu reduzieren, die möglicherweise einen Ausfall der Einrichtung und/oder von Elementen in der Umgebung hervorrufen.
  • In einem Ausführungsbeispiel ist das Polymer ein thermoplastisches Kunstharz. Das thermoplastische Kunstharz kann ein Polyamid (PA) sein, beispielsweise ein Polyamid 4.6 und/oder ein Polyamid 6.6.
  • In einem anderen Ausführungsbeispiel ist das Polymer ein wärmehärtbares Kunstharz, das beispielsweise aus der Familie der Phenoplaste (PF) sein kann.
  • Vorzugsweise beträgt die Füllmenge aus Mikroglaskugeln zwischen 25 und 45 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers.
  • Vorteilhafterweise enthält der Grundkörper der Ausrückhülse außerdem wenigstens einen Zusatzstoff, der geeignet ist, den Reibungskoeffizienten der Ausrückhülse auf dem Führungsrohr zu reduzieren.
  • Das Vorsehen eines derartigen Zusatzstoffs erlaubt eine zusätzliche Steigerung des Fahrkomforts für den Fahrzeugführer.
  • Der Zusatzstoff kann MoS2 (Molybdändisulfid) aufweisen. Die Füllmenge von MoS2 kann zwischen 1 und 10 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers betragen.
  • Der Zusatzstoff kann ferner Graphit aufweisen. Die Graphitfüllung beträgt vorteilhafterweise 1 bis 10 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers.
  • Die vorliegende Erfindung wird verständlicher nach dem Lesen der detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das keineswegs als beschränkend zu bewerten ist und in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist:
  • 1 zeigt in einem Längsschnitt eine erfindungsgemäße Kupplungsausrücklagervorrichtung;
  • 2 zeigt eine in Umfangsrichtung gegenüber der Ansicht des Ausrücklagers nach 1 um 90° versetzte axiale Schnittansicht; und
  • 3 zeigt eine Tabelle mit einer Gegenüberstellung der Kräfte, die auf ein Kraftfahrzeugkupplungspedal unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Kupplungsausrücklagervorrichtung bzw. einer herkömmliche Kupplungsausrücklagervorrichtung ausgeübt werden.
  • Wie am besten in 1 und 2 zu sehen, enthält die Kupplungsausrücklagervorrichtung ein Wälzlager 1, das an einer Führungshülse oder einer Ausrückhülse 2 montiert ist, das einen Grundkörper 2a aufweist, der mit einem rohrförmigen axialen Abschnitt 3 versehen ist, der entlang seiner Achse auf einem Führungsrohr 4 gleitend verschiebbar ist, und einen radialen Flansch, der hier in Gestalt einer beispielsweise aus Metall hergestellten kreisförmigen Scheibe ausgeführt ist, die um den rohrförmigen Abschnitt 3 herum angeordnet ist.
  • Der Abschnitt 3 erstreckt sich zu beiden Seiten des Flansches 5 und ist mit einem für das Gleiten auf dem Führungsrohr 4 geeigneten zylindrischen Innenraum 3a versehen. Auf der einen Seite des Flansches 5 weist der axiale Ab schnitt 3 die Gestalt eines rohrförmigen Abschnitts 3b auf, um den das Wälzlager 1 angebracht ist. Der axiale Abschnitt 3 setzt sich auf der anderen Seite des Flansches 5 fort und weist eine Außenfläche 3c auf, die geeignet ist, Klammern aufzunehmen, die zum Führen und Einspannen der Ausrückhülse des Ausrücklagers dienen.
  • Das Wälzlager 1 enthält einen aus dünnwandigem Blech durch Umformen eines Blechs oder Rohrs erzeugten stillstehenden Wälzlager-Innenring, der eine torusförmige Lagerlauffläche 7 für einen Kranz von Wälzkörpern 8 aufweist, die hier in Gestalt von Kugeln ausgeführt sind und durch einen Käfig 9 auf Abstand gehalten werden. Der stillstehende Ring 6 weist ferner eine Verlängerung auf, die in Gestalt eines radialen Flansches 6a nach außen verläuft, der auf der inneren Stirnseite des radialen Flansches 5 in Anlage kommt.
  • Das Wälzlager 1 wird durch einen ebenfalls aus dünnwandigem Blech durch Biegen eines Blechs oder Rohrs erzeugten umlaufenden äußeren Ring 10 komplettiert, der eine torusförmige Lagerlauffläche 11 für die Wälzkörper 8 sowie einen geringfügig gewölbten radialen Abschnitt 10a aufweist, der mit der Oberfläche von Fingern einer Membranfeder 13 einer nicht gezeigten Kupplungsvorrichtung in Berührung kommt. Während der axialen Verschiebung der Einheit der Einrichtung auf dem Führungsrohr 4 ist das Wälzlager 1 daher in der Lage die Kupplungsvorrichtung zu betätigen.
  • Das Wälzlager 1 ist durch eine Schutzflansch 14 geschützt, der auf dem umlaufenden Kugellageraußenring 10 befestigt ist und sich in Richtung des stillstehenden Rings 6 radial nach Innen erstreckt, wobei er in axialer Richtung zwischen den Wälzkörpern 8 und dem radialen Flansch 6a des stillstehenden Rings angeordnet ist.
  • Eine Manschette/Hülse aus einem plastischen Werkstoff 15, beispielsweise aus einem Elastomer oder aus natürlichem Kautschuk, ist im Inneren eines zylindrischen Innenraums des stillstehenden Rings 6 angeordnet und weist eine Vielzahl von gegenüber der Achse des Ausrücklagers parallelen Rippen 16 auf, die nach innen gerichtet sind und deren innerer freier Rand mit der Außenfläche des rohrförmigen Abschnitts 3 der Führungshülse 2 in Berührung kommt. Aufgrund der möglichen radialen Verformung der Rippen ist das Wälzlager 1 in der Lage seine Stellung bezüglich der Ausrückhülse 2 in radialer Richtung zu verändern, was die Selbstzentrierung des Lagers gegenüber der Membranfeder 13 gestattet, falls die Rotationsachsen dieser beiden Elemente nicht fluchten.
  • Die elastische Manschette 15 weist eine ringförmige Lippe 17 auf, die für eine vordere Abdichtung des Wälzlagers 1 sorgt, indem sie mit dem radialen Abschnitt 10a des Außenrings 10 in Berührung steht. Eine Rippe oder ein ringförmiger Wulst 18, der an dem Ende des rohrförmigen Abschnitts 3 auf der dem Flansch 5 abgewandten Seite angeordnet ist, stellt den axialen Halt des Lagers 1 an der Ausrückhülse vor dem Zusammenbau auf dem Führungsrohr 4 im Zusammenwirken mit den Rippen 16 sicher.
  • Auf der dem Wälzlager 1 abgewandten Seite bietet der radiale Flansch 5 eine Anlagefläche 5a für im vorliegenden Beispiel zwei parallelen Finger 19 einer Kupplungsgabel, die das Steuerorgan bildet.
  • Um die Außenfläche 3c des axialen Abschnitts 3 der Ausrückhülse 2 vor der Reibberührung mit den Fingern 19 zu schützen und die Klammerung des Kupplungsausrücklagers an der Ausrückhülse sicherzustellen und dabei eine eventuell auftretende Drehung der Ausrückhülse auf dem Führungsrohr 4 zu verhindern, sind in Höhe der Außenfläche 3c des in axialer Richtung auf der Seite der Anlagefläche 5a angeordneten axialen Abschnitts 3 zwei Klammern 20 angebracht.
  • Jede Klammer 20 weist einen ebenen Abschnitt 21 auf, der senkrecht zu der Anlagefläche 5a des radialen Flansches 5 angeordnet ist und die Außenfläche 3c des axialen Abschnitts 3 teilweise umgibt. An ihren beiden freien Enden, die beiderseits einer durch die Rotationsachse des Ausrücklagers verlaufenden Ebene und senkrecht zu dem ebenen Abschnitt angeordnet sind, setzt sich der ebene Abschnitt 21 in einer (nicht gezeigten) Klaue fort, die zur Befestigung an der Außenfläche 3c dient. Von dem in axialer Richtung entgegengesetzt zu dem radialen Flansch 5 angeordneten Rand des ebenen Abschnitts 21 aus erstreckt sich eine Haltezunge 23, die radial nach außen gerichtet ist, so dass sie auf der dem radialen Flansch 5 abgewandten Seite ein axiales Haltemittel für einen Finger 19 der Kupplungsgabel gegenüber der Kupplungsausrücklagervorrichtung bildet.
  • Die Fläche 3c weist zwei diametral gegenüberliegende und zueinander parallele ebene Flächen 25 auf, die dazu eingerichtet sind, mit dem ebenen Abschnitt 21 der Klammern in Berührung zu stehen. Diese ebenen Abschnitte 21 ermöglichen im Zusammenwirken mit den inneren Rändern 19a der parallelen Ausrückfinger 19 der Kupplungsgabel 29 eine Führung in Verbindung mit einer Befestigung der Ausrückhülse 2 in Umfangsrichtung gegenüber der Kupplungsausrückgabel 29 um die Achse des Ausrücklagers zu verwirklichen, um auf diese Weise jede Gefahr einer Drehung der Ausrückhülse 2 auf dem Führungsrohr 4 zu vermeiden.
  • Eine detailliertere Beschreibung der Klammern 20 kann der FR-A-2 800 139 entnommen werden.
  • Die Kupplungsgabel 29 ist an einem Kugelgelenk 30 angebracht, um das sie schwenken kann, während sie die Ausrückhülse 2 in axialer Richtung mitnimmt. Die Finger 19 der Kupplungsgabel 29 sind in der Nähe der Ausrückhülse 2 gemäß einer senkrecht zu der Achse des Ausrückhülse 2 und parallel zu der Drehachse der Kupplungsgabel 29 verlaufenden Achse abgerundet. Die Finger 19 weisen eine konvexe Fläche 31, die dazu eingerichtet ist, mit der Fläche 5a des radialen Flansches 5 in Berührung zu kommen, und eine auf der gegenüberliegenden Seite angeordnete konkave Fläche 32 auf.
  • Die Kupplungsbetätigungsgabel 29 ist in der Lage, ihre Stellung zwischen zwei axialen Extrempositionen, nämlich einer dem eingekuppelten Zustand und einer dem ausgekuppelten Zustand entsprechenden Stellung, zu verändern, wobei die Kupplungsgabel 29 die Ausrückhülse 2 entlang der Achse 33 der Ausrückhülse in der Figur in axialer Richtung nach links verschiebt.
  • Um den Reibungskoeffizienten zwischen der Ausrückhülse 2 und dem Führungsrohr 4 zu reduzieren, um eine Verminderung der während der axialen Verschiebungen der Ausrückhülse 2 auf dem Führungsrohr 4 auf das Kupplungspedal ausgeübten Kräfte zu erzielen, ist der Grundkörper 2a der Ausrückhülse vorteilhafterweise als Spritzgußteil aus einem mit Mikroglaskugeln gefüllten Polymer hergestellt. Vorteilhaf terweise ist der Grundkörper 2a aus einem Polymer hergestellt, das mit Mikroglaskugeln gefüllt ist, die im Wesentlichen denselben Durchmesser aufweisen. Als Richtwert können die Mikrokugeln beispielsweise einen Durchmesser im Bereich zwischen 10 und 50 μm aufweisen. Das Spritzen wird in einer Form durchgeführt, in deren Inneres zuvor der Flansch 5 eingeführt wurde. Selbstverständlich kommt ebenso in Betracht, eine einstückig hergestellte Ausrückhülse 2 zu verwenden.
  • Die Anmelderin hat herausgefunden, dass der Einsatz derartiger Mikroglaskugeln in der Ausrückhülse es möglich macht, auch nach einer gewissen Anzahl von Zyklen die Reibungskräfte gegenüber dem Führungsrohr auf einem Wert zu halten, der kleiner ist als im Falle einer Ausrückhülse, die aus einem mit Glasfasern gefüllten Polymer hergestellt ist. Die Füllmenge aus Mikroglaskugeln beträgt vorzugsweise zwischen 25 und 45 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers, und vorteilhafterweise beträgt sie 35 %.
  • Der Grundkörper 2a kann aus einem thermoplastischen Werkstoff hergestellt sein, beispielsweise aus Polyamid (PA), z.B. einem Polyamid 4.6 oder 6.6. Selbstverständlich könnte auch in Betracht kommen, einen Grundkörper 2a vorzusehen, der basierend auf einem anderen Polymer erzeugt ist. Es wäre beispielsweise möglich, plastische wärmehärtbare Werkstoffe zu verwenden, die zu der Familie der Phenoplaste (PH) gehören.
  • Die in 3 dargestellte Tabelle repräsentiert die Ergebnisse der vergleichenden Versuche über eine Anzahl von ungefähr 1.000.000 Zyklen, wobei jeder Betätigungszyklus einen Aus- und eine Einkuppelvorgang umfasst, indem eine Ausrückhülse 2 oder einer Führungshülse mit einem Grundkörper, der aus Polyamid 6.6 hergestellt ist, das bezogen auf das Gesamtgewicht des Polyamids mit 35 Gew.% Glasfasern gefüllt ist, einer Ausrückhülse 2 gegenüber gestellt ist, die einen Grundkörper aus Polyamid 6.6 aufweist, das in denselben Verhältnissen mit Mikroglaskugeln gefüllt ist.
  • Die Anmelderin hat überraschend herausgefunden, dass es der Austausch von Glasfasern gegen Mikroglaskugeln ermöglicht, die Kraft auf das Kupplungspedal auf niedrige Werte zu beschränken.
  • Beispielsweise ist im Falle einer Ausrückhülse 2 mit einem Grundkörper, der aus Polyamid 6.6 hergestellt ist, das bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers zu 35 % mit Glasfasern gefüllt ist, die auf das Kupplungspedal ausgeübte Kraft nach einer Anzahl von 120.000, 240.000 und 360.000 Zyklen im Wesentlichen gleich 160 N, 180 N bzw. mehr als 200 N.
  • Im Gegensatz dazu beträgt die auf das Kupplungspedal ausgeübte Kraft im Falle einer Ausrückhülse 2 mit einem Grundkörper, der aus Polyamid 6.6 hergestellt ist, das bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers mit 35 Gew.% Mikroglaskugeln gefüllt ist, für 120.000, 240.000 und 360.000 Zyklen 110 N, 130 N bzw. 140 N. D.h. die Anmelderin hat nachgewiesen, dass es die Verwendung von Mikroglaskugeln in der Ausrückhülse anstelle von Glasfasern erlaubt, für eine identische Anzahl von Zyklen die auf das Fahrzeugpedal ausgeübten Kräfte wesentlich zu reduzieren.
  • Für eine Anzahl von 1.008.000 Zyklen ist die auf das Pedal ausgeübte Kraft im Wesentlichen gleich 180 N und ist damit niedriger als der Grenzwert des Akzeptanzkriteriums, der bei 190 N gehalten wird. Mit anderen Worten, für eine Anzahl von Zyklen, die 2,8 mal größer ist als jene, für die der Grenzwert des Akzeptanzkriteriums der Last für eine mit Glasfasern gefüllte Ausrückhülse erreicht ist, hat eine Ausrückhülse, die aus einem gleichen Kunstharz erzeugt ist und mit Mikroglaskugeln gefüllt ist, den Grenzwert noch nicht erreicht.
  • Demzufolge wird es möglich den Fahrkomfort für den Fahrzeugführer erheblich zu verbessern und die Gefahr eines eine Verunreinigung von umgebenden Elementen hervorrufenden vorzeitigen Verschleißes der Ausrückhülse 2 merklich zu begrenzen.
  • Darüber hinaus kann das Polymer des Grundkörpers 2a der Ausrückhülse 2, um den Reibungskoeffizient zwischen dem Führungsrohr 4 und der Ausrückhülse 2 zu reduzieren, außerdem einen Zusatzstoff wie MoS2 oder Graphit aufweisen. Unter diesen Bedingungen beträgt die Füllmenge von MoS2 oder Graphit zwischen 1 und 10 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers, das aus Polyamid oder mit einem Kunstharz aus der Familie der Phenoplaste hergestellt ist.
  • In einer Abwandlung kommt ferner in Betracht, die unterschiedlichen Füllungen für die Herstellung des Grundkörpers 2a der Ausrückhülse 2 untereinander zu kombinieren.
  • In einer Abwandlung einer Herstellung kann auch in Betracht gezogen werden, eine Ausrückhülse vorzusehen, dies aus einem anderen steifen Kunststoff erzeugt ist als Polyamid, oder es kann auch in Erwägung gezogen werden, das Element basierend auf einer Hülse aus Blech oder Metall zu konstruieren mit einem Grundkörper geringer Dicke, der, wie im vorausgehenden beschrieben, unter Verwendung von gefülltem Polyamid erzeugt ist und auf den zylindrischen Innenraum der Hülse aufgespritzt ist.
  • Die Kupplungsausrücklagervorrichtung, die eine Ausrückhülse aufweist, das mit einem Grundkörper versehen ist, der mit Mikroglaskugeln gefüllt ist, ermöglicht es dementsprechend, besonders zufriedenstellende Eigenschaften mechanischer Beständigkeit und Reibfestigkeit zu erhalten, wobei die auf Reibung zurückzuführende Verschlechterung dieser Eigenschaften außerdem besonders langsam geschieht, so dass es möglich wird eine Ausrücklagervorrichtung zu schaffen, die sehr zuverlässig und kostengünstig ist und für lange Zeit den Lenkkomfort für den Fahrzeugführer unterstützt.
  • Zu einer Kupplungsausrücklagervorrichtung gehören ein Wälzlager, das in der Lage ist, mit einer Membranfeder einer Kupplungsvorrichtung in Berührung zu kommen und das einen stillstehenden Ring, einen umlaufenden Ring und wenigstens einen Kranz von zwischen den Ringen angeordneten Wälzkörpern aufweist, sowie ferner eine Ausrückhülse, auf dem das Wälzlager sitzt. Das Ausrück- oder Zwischenelement kann entlang seiner Längsachse auf einem Führungsrohr gleiten. Die Ausrückhülse enthält einen Grundkörper aus Kunststoff, der basierend auf einem mit Mikroglaskugeln gefüllten Polymer hergestellt ist.

Claims (12)

  1. Kupplungsausrücklagervorrichtung mit einem Wälzlager (1), das dazu eingerichtet ist, mit einer Membranfeder (13) einer Kupplungsvorrichtung in Berührung zu kommen und das einen stillstehenden Ring (6), einen umlaufenden Ring (10) und wenigstens einen Kranz von zwischen den Ringen angeordneten Wälzkörpern (8) aufweist, mit einer Ausrückhülse (2), auf dem das Wälzlager angebracht ist und das geeignet ist, entlang seiner Achse (33) auf einem Führungsrohr (4) zu gleiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrückhülse einen Grundkörper (2a) aus Kunststoff enthält, der basierend auf einem mit Mikroglaskugeln gefüllten Polymer erzeugt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Polymer ein thermoplastisches Kunstharz ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der das thermoplastische Kunstharz ein Polyamid (PA) ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der das Polymer ein Polyamid 4.6 ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der das Polymer ein Polyamid 6.6 ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Polymer ein wärmehärtbares Kunstharz ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der das wärmehärtbare Kunstharz ein Kunstharz aus der Familie der Phenoplaste (PF) ist.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der auf Mikroglaskugeln basierende Anteil zwischen 25 % und 45 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers beträgt.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Grundkörper (2a) der Ausrückhülse (2) außerdem wenigstens einen Zusatzstoff enthält, der geeignet ist, den Reibungskoeffizienten der Ausrückhülse (2) gegenüber dem Führungsrohr (4) zu reduzieren.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der der Zusatzstoff MoS2 enthält.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der der Zusatzstoff Graphit enthält.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, bei der der Anteil des Zusatzstoffs zwischen 1 und 10 Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht des Polymers beträgt.
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