-
Die
Erfindung betrifft ein Türmodul
für ein Kraftfahrzeug
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
-
Ein
derartiges Türmodul
ist zur Montage in eine Öffnung
einer Türinnenhaut
einer Kraftfahrzeugtür
vorgesehen, wobei die Türinnenhaut
zusammen mit dem Türmodul
einen Nassraum von einem Trockenraum der Kraftfahrzeugtür trennt.
In einem Einbauzustand des Türmoduls
ist die Öffnung
der Türinnenhaut
vom Trockenraum her durch einen Modulträger des Türmoduls überdeckt, der als Träger mindestens
einer Baugruppe einer Kraftfahrzeugausstattung dient. Das Türmodul kann
dabei eine dem Innenraum des Kraftfahrzeuges zugewandte Türinnenverkleidung
umfassen (Verkleidungsmodul) oder als ein reines Trägermodul
ausgebildet sein, das mittels einer separat ausgebildeten Türinnenverkleidung
zu überdecken
ist. Hierbei kann die separat ausgebildete Türinnenverkleidung am Türmodul festgelegt
sein. Die Baugruppe kann beispielsweise Funktionskomponenten wie
einen Fensterheber oder ein Türschlossmodul
umfassen.
-
Weiterhin
weist ein solches Türmodul
mindestens einen mit der Baugruppe verbundenen Kabelbaum auf, der
bei der Montage des Türmoduls
aus einer Transportposition in eine Betriebsposition bewegbar ist,
in der der Kabelbaum zur Herstellung einer Verbindung mit einer
fahrzeugseitigen Elektronik vom Nassraum her abschnittsweise durch
eine Montageöffnung
der Kraftfahrzeugtür
aus dem Nassraum herausgeführt
ist. Der Kabelbaum umfasst dabei zumindest eine Leitungsverbindung, über die
die Baugruppe mit der fahrzeugseitigen Elektronik (z.B. einer Leistungselektronik)
verbunden ist.
-
Bei
Türmodulen
der vorstehenden Art besteht die Schwierigkeit, dass der Kabelbaum
zum Verbinden der Baugruppe mit der fahrzeugseitigen Elektronik
bei der Montage des Türmoduls
an der Türinnenhaut
in den Nassraum N der Kraftfahrzeugtür eingeführt und von dort durch eine
Montageöffnung an
einer Stirnseite der Kraftfahrzeugtür aus dem Nassraum herausgeführt werden
muss, so dass der Kabelbaum mit einer fahrzeugseitigen Elektronik
verbunden werden kann. Hierbei wird der Kabelbaum durch eine weitere
Montageöffnung
einer der Kraftfahrzeugtür
zugeordneten Scharnierzarge eines Kraftfahrzeuges, an der die Kraftfahrzeugtür schwenkbar
gelagert ist, zur fahrzeugseitigen Elektronik geführt. Da
der Nassraum der Kraftfahrzeugtür schlecht
einzusehen ist, ist dieser Vorgang kompliziert und daher unvorteilhaft
zeitaufwendig. Zu Beginn der Montage ist der Kabelbaum in einer
Transportposition angeordnet. In dieser Position befindet sich der
Kabelbaum insbesondere während
eines Transports des Türmoduls
zu seinem Einbauort und beim Positionieren des Türmoduls an der Türinnenhaut
der Kraftfahrzeugtür.
-
Der
Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, ein Türmodul der
eingangs genannten Art bereitzustellen, das einfach aufgebaut und
schnell montierbar ist.
-
Dieses
Problem wird durch ein Türmodul
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
-
Danach
ist vorgesehen, dass das Türmodul ein
bewegbares Element aufweist, das zwischen einer ersten und einer
zweiten Position hin und her bewegbar ist, wobei das bewegbare Element
den Kabelbaum beim Bewegen aus der ersten Position in die zweite
Position mitnimmt, so dass der Kabelbaum in der Betriebsposition
angeordnet wird. Hierdurch wird das Herausführen des Kabelbaumes aus dem Nassraum
der Kraftfahrzeugtür
erheblich vereinfacht.
-
Vorzugsweise
sind Mittel vorgesehen, die dazu eingerichtet sind, das bewegbare
Element bei der Bewegung aus der ersten Position in die zweite Position
definiert zu führen,
und zwar insbesondere entlang eines gesamten Verstellweges, der
sich von der ersten zur zweiten Position erstreckt. Weiterhin ist
das bewegbare Element bevorzugt derart ausgebildet, dass es – bezogen
auf den Einbauzustand des Türmoduls – vom Trockenraum
her manuell aus der ersten in die zweite Position bewegbar ist.
Auf diese Weise kann der Kabelbaum bei bereits montiertem Türmodul (hierbei überdeckt
der Modulträger
die Öffnung
der Türinnenhaut)
mit einem einfachen Handgriff mittels des bewegbaren Elementes in
die Betriebsposition, d.h., zur Montageöffnung geführt werden. Von dort aus kann
der Kabelbaum manuell mit der fahrzeugseitigen Elektronik verbunden
werden. Vorzugsweise weist das bewegbare Element zur manuellen Betätigung einen
Griffbereich auf.
-
Beim
Positionieren des Türmoduls
an der Türinnenhaut
ist der Kabelbaum in einer Transportposition bzw. das bewegbare
Element in der ersten Position angeordnet, in der das bewegbaren
Element den Modulträger
des Türmoduls
nicht überragt,
so dass es bei seiner Montage an die Türinnenhaut leicht auf die Öffnung der
Türinnenhaut
aufgesetzt werden kann. In der zweiten Position des bewegbaren Elementes
ragt dieses (nebst Kabelbaum) über einen äußeren umlaufenden
Rand des Modulträgers hinaus.
-
Bevorzugt
weist das bewegbare Element einen freien Endbereich auf, der dazu
ausgebildet ist den Kabelbaum, insbesondere den freien Endabschnitt
des Kabelbaums, zu halten. Entscheidend ist dabei, dass das bewegbare
Element derart mit dem Kabelbaum zusammenwirkt, dass dieser beim Bewegen
des bewegbaren Elementes aus der Transportposition in die Betriebsposition
mitgenommen und definiert (reproduzierbar) in seine Betriebsposition
geführt
wird.
-
In
einer Variante der Erfindung ist der freie Endbereich des bewegbaren
Elementes flexibel ausgebildet. Dies ist vorteilhaft, wenn der freie
Endbereich des bewegbaren Elementes in der zweiten Position derart
angeordnet ist, dass er einen Teil einer beweglichen Verbindung
zwischen der Kraftfahrzeugtür
und einer Scharnierzarge eines Kraftfahrzeuges bildet, über die
die Kraftfahrzeugtür
schwenkbar am Kraftfahrzeug gelagert ist. Bei einem derartigen freien
Endbereich kann es sich beispielsweise um eine schlauchförmige Hülle (z.B.
einen Faltenbalg) handeln, die mittels des bewegbaren Elementes samt
des in dem Faltenbalg angeordneten Endabschnittes des Kabelbaums
durch die Montageöffnung
hindurch abschnittsweise aus dem Nassraum herausgeführt wird,
um einen Abschnitt des Kabelbaumes zu schützen, der von der Montageöffnung zu einer
der Montageöffnung
gegenüberliegenden
weiteren Montageöffnung
der Scharnierzarge verläuft.
-
In
einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist das bewegbare Element zum Bewegen des Kabelbaums
in die Betriebsposition entlang einer Bewegungsrichtung linear ver schieblich
am Modulträger gelagert,
so dass es aus der ersten Position, in der der Kabelbaum in der
Transportposition angeordnet ist, in die zweite Position bewegt
werden kann, in der der Kabelbaum in der Betriebsposition angeordnet ist.
Bevorzugt verläuft
die Bewegungsrichtung dabei entlang einer Erstreckungsebene des
Modulträgers bzw.
parallel zu einer Fläche,
die ein die Öffnung
der Türinnenhaut
umlaufender Rand aufspannt.
-
Weiterhin
ist das bewegbare Element vorzugsweise entlang der Bewegungsrichtung
längs erstreckt
ausgebildet und ist entlang der Bewegungsrichtung durch eine erste
Durchgangsöffnung
des Modulträgers
vom Trockenraum her in den Nassraum geführt (bezogen auf den Einbauzustand
des Türmoduls),
wobei das bewegbare Element in der ersten Durchgangsöffnung beweglich
gelagert ist. Vorzugsweise umschließt das bewegbare Element den
Kabelbaum hierbei zumindest abschnittsweise hüllenartig, und zwar derart,
dass der beim linearen Verschieben des bewegbaren Elementes jeweils
in der ersten Durchgangsöffnung
befindliche Abschnitt des Kabelbaumes vom bewegbaren Element umhüllt ist.
Zur Abdichtung des Trockenraumes der Kraftfahrzeugtür gegenüber dem
Nassraum ist an der ersten Durchgangsöffnung ein Dichtungselement
vorgesehen, das das bewegbare Element im Querschnitt ringförmig umschließt. Die
erste Durchgangsöffnung, durch
die hindurch das bewegbare Element – bezogen auf den Einbauzustand
des Türmoduls – vom Trockenraum
her in den Nassraum geführt
ist, ist bevorzugt in einer zum Nassraum hin ausgebildeten Mulde
des Modulträgers
ausgebildet.
-
In
einer alternativen Variante der Erfindung ist am Modulträger eine
zweite Durchgangsöffnung vorgesehen,
die beabstandet zur ersten Durchgangsöffnung am Modulträger ausgebildet
ist. Hierbei ist der Kabelbaum bevorzugt durch die zweite Durchgangsöffnung in
den Nassraum geführt,
während
das bewegbare Element in der ersten Durchgangsöffnung längsverschieblich gelagert ist.
-
In
einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist das bewegbare Element um eine Achse schwenkbar
am Modulträger
gelagert, so dass es aus der ersten Position in die zweite Position
geschwenkt werden kann, wobei der Kabelbaum in der Betriebsposition
angeordnet wird. Bevorzugt ist die Achse quer zur Erstrecksebene
des Modulträgers
orientiert, so dass sie in einem Einbauzustand des Türmoduls (bezogen
auf einen in ein Kraftfahrzeug eingebauten und geschlossenen Zustand
der Kraftfahrzeugtür) entlang
der Fahrzeugquerachse verläuft.
Vorzugsweise ist das bewegbare Element hierbei derart am Modulträger schwenkbar
gelagert, dass der freie Endbereich des bewegbaren Elementes – bezogen auf
den Einbauzustand des Türmoduls – vor dem
Bewegen des Kabelbaums in die Betriebsposition (d.h., in der ersten
Position) entlang der vertikalen Fahrzeugachse oberhalb der Montageöffnung angeordnet
ist (bezogen auf einen in ein Kraftfahrzeug eingebauten und geschlossenen
Zustand der Kraftfahrzeugtür).
Alternativ hierzu ist das bewegbare Element derart schwenkbar am
Modulträger
gelagert, dass der freie Endbereich – bezogen auf den Einbauzustand
des Türmoduls – vor dem
Bewegen des Kabelbaums in die Betriebsposition entlang der vertikalen
Fahrzeugachse unterhalb der Montageöffnung angeordnet ist.
-
Vorzugsweise
ist das bewegbare Element als eine den Kabelbaum zumindest abschnittsweise umgebende
schlauchförmige
Hülle ausgeformt, durch
die hindurch der Kabelbaum – bezogen
auf einen Einbauzustand des Türmoduls – vom Trockenraum
in den Nassraum der Kraftfahrzeugtür geführt ist, in die das Türmodul einzubauen
ist.
-
Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung sollen anhand von Zeichnungen
von Ausführungsbeispielen
nachstehend erläutert
werden. Es zeigen:
-
1 eine
schematische, ausschnitthafte Schnittansicht einer Kraftfahrzeugtür, mit einem
daran befestigten Türmodul
und einem am Türmodul
gelagerten bewegbaren Element, das zum Bewegen eines Kabelbaumes
des Türmoduls
in eine Betriebsposition dient,
-
2 eine
schematische, ausschnitthafte Schnittansicht der in der 1 gezeigten
Kraftfahrzeugtür,
mit dem in der Betriebsposition angeordneten Kabelbaum,
-
3 eine
schematische, ausschnitthafte Schnittansicht einer Abwandlung des
in den 1 und 2 gezeigten Türmoduls,
-
4 eine
schematische, teilweise geschnittene Ansicht einer Abwandlung des
in den 1 und 2 bzw. 3 gezeigten
Türmoduls,
-
5 eine
schematische Schnittansicht entlang der Linie V-V der 4,
-
6 eine
schematische, ausschnitthafte Schnittansicht einer Abwandlung des
in den 1 und 2 gezeigten Türmoduls,
und
-
7 eine
schematische, ausschnitthafte Schnittansicht der in der 6 gezeigten
Kraftfahrzeugtür,
mit dem in der Betriebsposition angeordneten Kabelbaum.
-
1 zeigt
im Zusammenhang mit 2 eine Kraftfahrzeugtür 1,
die schwenkbar an einer Scharnierzarge 5 einer Kraftfahrzeugkarosserie
gelagert ist. Die Kraftfahrzeugtür 1 weist
eine Türaußenhaut 2 und
eine entlang der Türaußenhaut 2 erstreckte
Türinnenhaut 3 auf,
die zusammen einen Nassraum N der Kraftfahrzeugtür 1 ausbilden, der
mittels der Türinnenhaut 3 von
einem Trockenraum T der Kraftfahrzeugtür 1 getrennt ist.
Die Türaußenhaut 2 verfügt über eine
dem Nassraum N zugewandte Innenseite 2b sowie über eine
der Innenseite 2b abgewandte Außenseite 2a, die in
einem in ein Kraftfahrzeug eingebauten Zustand der Kraftfahrzeugtür 1 einem
Außenraum
des Kraftfahrzeuges zugewandt ist. Weiterhin weist die Türinnenhaut 3 eine
dem Trockenraum T zugewandte Innenseite 3b und eine dem Nassraum
N der Kraftfahrzeugtür 1 zugewandte
Außenseite 3a auf,
die der Innenseite 3b der Türinnenhaut 3 abgewandt
ist.
-
In
der Türinnenhaut 3 ist
mittig eine durchgängige Öffnung O
ausgebildet, die zum Einbau eines Türmoduls 6 in die Krafffahrzeugtür 1 dient.
Das Türmodul 6 umfasst
einen flächigen
Modulträger 7, mit
einer dem Trockenraum T zugewandten Innenseite 8a und einer
der Innenseite 8a abgewandten Außenseite 8b, der sich
entlang einer Erstreckungsebene erstreckt und in einem Einbauzustand
des Türmoduls 6 die Öffnung O
der Türinnenhaut 3 überdeckt.
Hierbei drückt
eine den Modulträger 7 umlaufende
Dichtung 8c, die an der dem Nassraum N zugewandten Außenseite 8b des
Modulträgers 7 angeordnet
ist, gegen einen die Öffnung
O begrenzenden Randbereich der Innenseite 3b der Türinnenhaut 3. Hierdurch
wird im Einbauzustand des Türmoduls 6 der
Trockenraum T gegenüber
dem Nassraum N der Kraftfahrzeugtür 1 abgedichtet.
-
In
einem in ein Kraftfahrzeug eingebauten Zustand der Kraftfahrzeugtür 1 erstrecken
sich die Türinnenhaut 3 und
die Türaußenhaut 2 im
Wesentlichen entlang einer Erstreckungsebene, die durch die Fahrzeuglängsachse
x und die vertikale Fahrzeugachse z aufgespannt wird. Dabei ist
die Türinnenhaut 3 über eine
im Wesentlichen quer zur Türaußenhaut 2 verlaufende
Stirnseite 4 der Türinnenhaut 3 mit
der Türaußenhaut 2 verbunden.
Diese Stirnseite 4 der Kraftfahrzeugtür 1 liegt in einem
geschlossenen Zustand der Kraftfahrzeugtür 1 entlang der Fahrzeuglängsachse
x der Scharnierzarge 5 gegenüber, und zwar deren Außenseite 5a.
An der Stirnseite 4 der Kraftfahrzeugtür 1 ist eine Montageöffnung M ausgebildet,
die in einem geschlossenen Zustand der Krafffahrzeugtür 1 einer
weiteren Montageöffnung
M', die an der Scharnierzarge 5 ausgebildet
ist, entlang der Fahrzeuglängsachse
x gegenüberliegt
und mit dieser fluchtet. Die beiden Montageöffnungen M, M' dienen dazu, einen
Kabelbaum 9 des Türmoduls 6, der
zum Verbinden einer nicht gezeigten Baugruppe des Türmoduls 6 mit
einer fahrzeugseitigen Elektronik dient, aus dem Nassraum N der
Kraftfahrzeugtür 1 herauszuführen und
durch die weitere Montageöffnung
M' hindurch der
fahrzeugseitigen Elektronik zuzuführen. Hierzu ist am Modulträger 7 ein
bewegbares Element 12 vorgesehen, das entlang einer Bewegungsrichtung
B linear verschieblich am Modulträger 7 gelagert ist,
so dass es aus einer ersten Position, in der das bewegbare Element 12 quer
zur Bewegungsrichtung B der Innenseite 8a des Modulträgers 7 gegenüberliegt,
in eine zweite Position (zur Montageöffnung M hin) verschiebbar
ist. Hierbei verläuft
die Bewegungsrichtung B im Wesentlichen parallel zur Fahrzeuglängsachse
x (bezogen auf einen in ein Kraftfahrzeug eingebauten und geschlossenen
Zustand der Kraftfahrzeugtür 1,
in die das Türmodul 6 montiert
ist). Das bewegbare Element 12 kann auch vollständig im
Nassraum N angeordnet sein. In diesem Fall ist am Modulträger 7 eine
zusätzliche
verschließbare
Serviceöffnung
ausgebildet, durch die das bewegbare Element 12 vom Trockenraum
T her bewegbar ist.
-
Das
bewegbare Element 12 bildet eine entlang der Bewegungsrichtung
B längs
erstreckte schlauchförmige
Hülle zur
Aufnahme eines Abschnittes des Kabelbaumes 9 aus, die in
einer zum Nassraum N hin weisenden Mulde 7b des Modulträgers 7 angeordnet
ist. Die Mulde 7b des Modulträgers 7 weist eine
umlaufende Wandung 7c auf, die entlang der Fahrzeugquerachse
y vom Modulträger 7 absteht und
einen sich daran anschließenden
Boden 7d, der sich entlang der Türaußenhaut 2 erstreckt.
In der Wandung 7c der Mulde 7b ist eine erste
Durchgangsöffnung
D ausgebildet, die entlang der Bewegungsrichtung B der an der Stirnseite 4 ausgebildeten
Montageöffnung
M der Kraftfahrzeugtür 1 gegenüberliegt und
mit dieser fluchtet. In dieser ersten Durchgangsöffnung D ist das bewegbare
Element 12 längsverschieblich
gelagert, wobei die erste Durchgangsöffnung D mittels eines Dichtungselementes 16 abgedichtet
ist, so dass keine Feuchtigkeit vom Nassraum N über die erste Durchgangsöffnung D
in den Trockenraum T gelangen kann. Zusätzlich ist das bewegbare Element 12 entlang
der Bewegungsrichtung B durch eine Aussparung eines vom Boden 7d quer zur
Bewegungsrichtung B in den Trockenraum T abstehenden Führungselementes 15 geführt, die
mit der ersten Durchgangsöffnung
D und der Montageöffnung
M fluchtet. Durch die längsverschiebliche
Lagerung des bewegbaren Elementes 12 sowohl in der ersten
Durchgangsöffnung
D als auch in der zur ersten Durchgangsöffnung D beabstandeten Aussparung
des Führungselementes 15,
wird das bewegbare Element 12 beim Verschieben aus der
ersten in die zweite Position entlang der Bewegungsrichtung B definiert
geführt.
Bei entsprechender Auslegung der ersten Durchgangsöffnung D
ist das Führungselement 15 verzichtbar.
-
Der
Kabelbaum 9 ist vom Trockenraum T her in das bewegbare
Element 12 eingeführt
und verläuft innerhalb
des bewegbaren Elementes 12 entlang der Bewegungsrichtung
B durch die erste Durchgangsöffnung
D hindurch in den Nassraum N der Kraftfahrzeugtür 1. Nassraumseitig
ist am bewegbare Element 12 ein freier Endbereich 13 vorgesehen,
der als eine flexible schlauchförmige
Hülle (Faltenbalg)
ausgebildet ist, die einen Kanal umgibt, der mit der Montageöffnung M
fluchtet. In diesem Kanal ist der freie Endabschnitt 10 des
Kabelbaums 9 angeordnet, der über ein freies Ende 11 des
Kabelbaums 9, das beispielsweise steckerförmig ausgebildet
sein kann, mit der fahrzeugseitigen Elektronik zu verbinden ist.
-
1 zeigt
das bewegbare Element 12 in der ersten Position, in der
der freie Endbereich 13 des bewegbaren Elementes 12 sowie
der Kabelbaum 9 den äußeren Rand 7a des
Modulträgers 7 entlang
der Bewegungsrichtung B nicht überragen. Hierdurch
kann das Türmodul 6 leicht
in die Öffnung O
der Türinnenhaut 3 der
Kraftfahrzeugtür 1 eingesetzt
werden und dort mittels geeigneter Befestigungselemente festgelegt
werden.
-
Zum
Bewegen des Kabelbaums 9 in die Betriebsposition, wird
das bewegbare Element 12 entlang der Bewegungsrichtung
B zur Montageöffnung M
hin in seine zweite Position gemäß der 2 verschoben,
wobei der freie Endbereich 13 durch die Montageöffnung M
der Stirnseite 4 hindurch abschnittsweise aus dem Nassraum
N der Kraftfahrzeugtür 1 herausgeführt wird
derart, dass ein umlaufender Randbereich 13a des freien
Endbereichs 13 abdichtend an einem die Montageöffnung M
berandenen Rand 13b der Montageöffnung M zu liegen kommt. Gleichzeitig
wird hierdurch der in dem freien Endbereich 13 angeordnete
freie Endabschnitt 10 des Kabelbaums 9 aus dem
Nassraum N herausgeführt.
Der freie Endbereich 13 (Faltenbalg) kann nun von einer
der Stirnseite 4 abgewandten Seite der Scharnierzarge 5 her
durch die weitere Montageöffnung
M' der Scharnierzarge 5 hindurch
gezogen werden, so dass der freie Endbereich 13, den Kabelbaum 9 umgebend,
die Strecke zwischen den beiden Montageöffnungen M, M' entlang der Bewegungsrichtung
B (bzw. der Fahrzeuglängsachse
x) überbrückt.
-
In
der zweiten Position des bewegbaren Elementes 12 ragt der
freie Endbereich 13 des bewegbaren Elementes 12 entlang
der Bewegungsrichtung B über
den äußeren umlau fenden
Rand 7a des Modulträgers 7 hinaus.
Gemäß einer
Abwandlung des Türmoduls 6 ist
vorgesehen, dass der freie Endbereich 13 eine separat zum
bewegbaren Element 12 ausgebildete schlauchförmige Hülle (Faltenbalg)
bildet, die vor dem Bewegen des Kabelbaums 9 in die Betriebsposition
bereits entlang der Fahrzeuglängsachse
x zwischen der Montageöffnung
M und der weiteren Montageöffnung
M' der Scharnierzarge 5 angeordnet
ist. Das bewegbare Element 12 dient dann dazu, den Kabelbaum 9,
und zwar dessen freien Endabschnitt 10 mit dem freien Ende 11 voran durch
die Montageöffnung
M zu führen,
wobei der freie Endabschnitt 10 des Kabelbaums 9 in
der separat ausgebildeten schlauchförmigen Hülle 13 angeordnet
wird. Hierzu ist das bewegbare Element 12 entlang der Bewegungsrichtung
B hinreichend lang ausgebildet. Anschließend wird das freie Ende 11 des
Kabelbaums 9 von einer der Stirnseite 4 abgewandten
Seite der Scharnierzarge 5 her händisch der Hülle 13 entnommen
und mit der fahrzeugseitigen Elektronik verbunden. Das bewegbare
Element 12 kann hierbei abschnittsweise in der separat
ausgebildeten Hülle 13 verbleiben,
wobei in diesem Fall vorgesehen ist, dass zumindest der in der Hülle 13 angeordnete
Abschnitt des bewegbaren Elementes 12 flexibel ausgebildet
ist, so dass er eine Schwenkbewegung der Kraftfahrzeugtür 1,
die diese beim Öffnen
und Schließen
ausführt,
nicht behindert. Alternativ hierzu kann das bewegbare Element 12 aus
der zweiten Position entlang der Bewegungsrichtung B soweit zur
ersten Position hin zurückbewegt
werden, dass dieser Abschnitt des bewegbaren Elementes 12 entlang
der Bewegungsrichtung B aus dem Faltenbalg 13 herausbewegt
und im Nassraum N angeordnet wird.
-
3 zeigt
eine Abwandlung des in den 1 und 2 gezeigten
Türmoduls,
bei dem im Unterschied zu den 1 und 2 der
Kabelbaum 9 nicht durch die erste Durchgangsöffnung D
in den Nassraum N geführt
ist, sondern durch eine zur ersten Durchgangsöffnung D beabstandete zweite Durchgangsöffnung D' des Modulträgers 7.
Diese ist mittels eines Dichtungselementes 17 abgedichtet,
so dass keine Feuchtigkeit vom Nassraum N über die zweite Durchgangsöffnung D' in den Trockenraum
T gelangen kann. Von der zweiten Durchgangsöffnung D' ausgehend, verläuft der Kabelbaum 9 im
Nassraum N der Kraftfahrzeugtür 1 zu
dem durch den freien Endbereich 13 ausgebildeten Kanal,
der gemäß der 1 mit
der Montageöffnung
M fluchtet. Vorteilhaft an dieser Ausführungsform ist, dass die Mulde 7b entlang
der Fahrzeugquerachse y, d.h., zum Nassraum N hin, eine vergleichsweise
nur geringe Tiefe aufweisen muss, da ein Versatz der ersten Durchgangsöffnung D
bezüglich
der Montageöffnung M
entlang der Fahrzeugquerachse y durch einen entsprechenden abgewinkelten
Verlauf des bewegbaren Elementes 12 im Nassraum N überbrückt werden kann.
Hierzu weist das im Wesentli chen entlang der Bewegungsrichtung B
längs erstreckte
bewegbare Element 12 einen Abschnitt 13' zum Halten
des freien Endbereiches 13 auf, wobei der Abschnitt 13', quer zur Bewegungsrichtung
B vom bewegbaren Element 12 absteht und eine Länge aufweist,
die in etwa dem Versatz zwischen der ersten Durchgangsöffnung D und
der Montageöffnung
M quer zur Bewegungsrichtung B, d.h., entlang der Fahrzeugquerachse
y, entspricht.
-
Auch
in diesem Ausführungsbeispiel
kann der freie Endbereich 13 eine separat zum bewegbaren
Element 12 ausgebildete schlauchförmige Hülle (Faltenbalg) darstellen,
die bereits vor einem Bewegen des bewegbaren Elementes 12 in
die Betriebsposition, die beiden Montageöffnungen M, M' miteinander verbindend,
zwischen der Stirnseite 4 und der Scharnierzarge 5 angeordnet
ist. Der freie Endabschnitt 10 des Kabelbaums 9 ist
dann an dem Abschnitt 13' des
bewegbaren Elementes 12 festgelegt, der quer zur Bewegungsrichtung
B vom bewegbaren Element 12 absteht und den Versatz entlang
der Fahrzeugquerachse y zwischen der ersten Durchgangsöffnung D
des Modulträgers 7 und
der Montageöffnung
M der Stirnseite 4 überbrückt.
-
4 zeigt
im Zusammenhang mit 5 eine weitere Abwandlung des
in den 1 bis 2 bzw. 3 gezeigten
Türmoduls 6.
Hierbei ist im Unterschied zu den 1 bis 3 das
bewegbare Element 12 nicht längsverschieblich am Modulträger 7 gelagert,
sondern schwenkbar um eine quer zur Erstreckungsebene des Modulträgers 7 orientierte Drehachse
A, die in einem Einbauzustand des Türmoduls 6 (bezogen
auf einen in ein Kraftfahrzeug eingebauten Zustand der Kraftfahrzeugtür 1)
entlang der Fahrzeugquerachse y verläuft. Das bewegbare Element 12 bildet
dabei gemäß den 1 und 2 eine
schlauchförmige
Hülle zur
Aufnahme des Kabelbaums 9, der vom Trockenraum T ausgehend
durch das bewegbare Element 12 zum freien Endbereich 13 des
bewegbaren Elementes 12 verläuft, der gemäß der 1 als
eine schlauchförmige,
flexible Hülle
(Faltenbalg) ausgebildet ist. Das bewegbare Element 12 weist
dabei einen ersten entlang der Achse A verlaufenden Abschnitt auf,
der mit samt dem darin verlaufenden Kabelbaum 9 um die
Achse A drehbar in einer Durchgangsöffnung D'' des
Modulträgers
(7) gelagert ist und einen senkrecht davon abgehenden zweiten
Abschnitt, der senkrecht zur Achse A verläuft und längs der Erstreckungsebene des
Modulträgers 7 (im
Nassraum N) erstreckt ist. Beim Montieren des Türmoduls 6 an der Türinnenhaut 3 der
Kraftfahrzeugtür 1 ist
das bewegbare Element 12 nach dem Festlegen des Modulträgers 7 an
der Öffnung
O zunächst
in der ersten Position angeordnet, in der der zweite Abschnitt des
bewegbaren Elementes 12 entlang der vertikalen Fahrzeugachse
z verläuft.
Aus dieser ersten Position wird das bewegbare Element 12 mit
samt dem darin angeordneten Kabelbaum 9 unter Mitwirkung
der Schwerkraft in Richtung der Stirnseite 4 in die zweite
Position geschwenkt (wobei der Kabelbaum 9 in die Betriebsposition
mitgenommen wird), in der sich der freie Endbereich 13 des
bewegbaren Elementes 12 an einer Ablage 4a der Stirnseite 4 abstützt, die
entlang der vertikalen Fahrzeugachse z unterhalb der Montageöffnung M
vorgesehen ist. Hierbei erstreckt sich der zweite Abschnitt des
bewegbaren Elementes 12 im Wesentlichen entlang der Fahrzeuglängsachse
x, wobei der der Montageöffnung
M zugewandte Kanal des freien Endbereiches 13 mit der Montageöffnung M
fluchtet.
-
Weiterhin
kann der freie Endbereich 13 des bewegbaren Elementes 12 mit
samt dem darin angeordneten freien Endabschnitt 10 des
Kabelbaums 9 in der zweiten Position des bewegbaren Elementes 12 von
einer dem Nassraum N abgewandten Außenseite der Stirnseite 4 her
manuell aus dem Nassraum N herausgeführt werden. Hierbei wird der
freie Endbereich 13 des bewegbaren Elementes 12 gemäß der 2 in
der Montageöffnung
M der Stirnseite 4 der Kraftfahrzeugtür 1 angeordnet. Alternativ
dazu kann der freie Endbereich 13 in der zweiten Position des
bewegbaren Elementes 12 eine Entspannungsbewegung durch
die Montageöffnung
M hindurch ausführen,
bei der der im freien Endbereich 13 angeordnete Endabschnitt 10 des
Kabelbaums 9 abschnittsweise aus der Montageöffnung M
herausgeführt
wird.
-
Zum
Schwenken bzw. Drehen des bewegbaren Elementes 12 in die
zweite Position ist an einem freien Ende des bewegbaren Elementes 12,
das im Trockenraum T angeordnet ist, ein manuell betätigbarer
Griffbereich 14 vorgesehen. Alternativ kann das bewegbare
Element 12 in der ersten Position derart bezüglich der
vertikalen Fahrzeugachse z angeordnet sein, dass der freie Endbereich 13 des
bewegbaren Elementes 12 unterhalb der Montageöffnung M
positioniert ist. In diesem Fall kann entlang der vertikalen Fahrzeugachse
z oberhalb der Montageöffnung
M an der Stirnseite 4 ein Anschlag vorgesehen sein, so
dass der freie Endbereich 13 lediglich bis zur Montageöffnung M
verschwenkt werden kann derart, dass der Kanal des freien Endbereiches 13 der
Montageöffnung
M entlang der Fahrzeuglängsachse
x gegenüberliegt,
d.h., mit der Montageöffnung M
fluchtet.
-
6 zeigt
eine Schnittansicht einer Kraftfahrzeugtür 1, mit einem daran
festgelegten Türmodul 6 der
in der 1 bzw. 2 gezeigten Art, wobei im Unterschied
zu den 1 und 2 der freie Endbereich 13 des
bewegbaren Elementes 12 vom Nassraum N her durch die erste
Durchgangsöffnung D
geführt
ist und trockenraumseitig an der ersten Durchgangsöffnung D
eine Dichtung 16 zum Abdichten der ersten Durchgangsöffnung D
ausbildet. Der freie Endbereich 13 ist als flexible, schlauchförmige Hülle (z.B.
Faltenbalg) ausgebildet, die den freien Endabschnitt 10 des
Kabelbaums 9 umgibt und ist über sein freies Ende, das in
der ersten Position des bewegbaren Elementes 12 der Montageöffnung M
entlang der Bewegungsrichtung B gegenüberliegt, mit einem entlang
der Bewegungsrichtung B längs
erstreckten Abschnitt des bewegbaren Elementes 12 verbunden,
der entlang der Bewegungsrichtung B durch die erste Durchgangsöffnung D
in den Trockenraum T geführt
ist und im Nassraum N vom freien Endbereich 13 umgeben
ist. Im Trockenraum T, und zwar in der Mulde 7b, ist dieser
längs erstreckte Abschnitt
des bewegbaren Elementes 12 in mit der Montageöffnung M
und der ersten Durchgangsöffnung
D fluchtenden Aussparungen zweier entlang der Bewegungsrichtung
B zueinander beabstandeter Führungselemente 15 entlang
der Bewegungsrichtung B längsverschieblich
gelagert. Diese Führungselemente 15 sind
gemäß der 1 ausgebildet.
Zum manuellen Verschieben des bewegbaren Elementes 12 aus
der ersten Position gemäß der 6 entlang der
Bewegungsrichtung B in die zweite Position gemäß der 7 weist
der längs
erstreckte Abschnitt des bewegbaren Elementes 12 an seinem
trockenraumseitigen freien Ende einen Griffbereich 14 auf. Beim
Verschieben des längs
erstreckten Abschnitts des bewegbaren Elementes 12 entlang
der Bewegungsrichtung B zur Montageöffnung M hin, wird der als
flexible, schlauchförmige
Hülle ausgebildete
freie Endbereich 13 entlang der Bewegungsrichtung B gedehnt,
bis er in der zweiten Position des bewegbaren Elementes 12 zusammen
mit dem freien Endabschnitt 10 des Kabelbaums 9 abschnittsweise entlang
der Bewegungsrichtung B durch die Montageöffnung M aus dem Nassraum N
der Kraftfahrzeugtür 1 herausgeführt ist.
D.h., der freie Endbereich 13 umhüllt den im Nassraum N verlaufenden Abschnitt
des Kabelbaumes 9 vollständig.
-
Trockenraumseitig
ist der Kabelbaum 9 über einen
Stecker 11' mit
einem weiteren Stecker 11'' eines Türsteuergerätes S verbunden,
das zum Steuern der einzelnen Funktionskomponenten des Türmoduls 6 dient
und in der Mulde 7b des Modulträgers 7 angeordnet
ist. Hierbei ist das Türsteuergerät S entlang
der vertikalen Fahrzeugachse z beabstandet vom bewegbaren Element 12 am
Modulträger 7 angeordnet.
Die Mulde 7b ist mittels einer Abdeckung 7' zum Trockenraum
T hin abgedeckt oder verschlossen, so dass eine dem Innenraum des
Kraftfahrzeuges bzw. dem Trockenraum T zugewandte Seite des Modulträgers 7 im
Wesentlichen eben ausgebildet ist. Eine weitere Verkleidung zum
Innenraum hin ist aufgrund der Abdeckung 7' daher verzichtbar (Verkleidungsmodul).