DE202006004620U1 - Zielfernrohrmontage - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G11/00—Details of sighting or aiming apparatus; Accessories
- F41G11/001—Means for mounting tubular or beam shaped sighting or aiming devices on firearms
- F41G11/003—Mountings with a dove tail element, e.g. "Picatinny rail systems"
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Abstract
Zielfernrohrmontage,
welche über eine
formschlüssige
Verbindung zwischen Montageoberteil und den auf der Waffe befindlichen
Adaptern (Montageunterteil) verfügt,
dadurch gekennzeichnet, dass diese über einen zylindrischen Bolzen
verfügt,
welcher senkrecht zur Laufachse der Schusswaffe angebracht ist und über eine Nut
oder eine Feder mit rechteckigem Querschnitt in radialer Richtung
zur Drehachse des Bolzens verfügt.
Description
- Die Zielfernrohrmontage erlaubt trotz Winkelabweichungen zwischen dem Montageunterteil und dem Montageoberteil aus Fertigungs- und Montageungenauigkeiten, sowie Justagevorgänge, eine gleichbleibende und hohe Übertragung der Rückstoßkräfte von der Waffe und den Montagebasen auf das Montageoberteil sicherzustellen.
- Bei Handfeuerwaffen kommen aus verschiedenen Gründen Zieleinrichtungen, vor allem Zielfernrohre, zum Einsatz. Um diese auf einer Schusswaffe oder Handfeuerwaffe befestigen zu können, wird eine sogenannte Zielfernrohrmontage benötigt. Diese sollte aus praktischen Gründen demontierbar sein, jedoch nach dem Wiederaufsetzen über die notwendige Präzision verfügen, dass es zu keinerlei Treffpunktabweichungen nach dem Wiederaufsetzen der Montage inklusive der Zieleinrichtung kommt. Hierfür sind nach dem Stand der Technik eine Vielzahl an Lösungen bekannt.
- Eine aus der Technik bekannte Variante ist die sogenannte Aufkippmontage. Eine besondere Art stellt hierbei die Montage mit Weaver-Profil (A) (siehe Henke Katalog 2006) dar. Die Montagebasen (auch Montageunterteil genannt) bestehen hierbei aus einer Schiene mit um 45 Grad abgeschrägten Kanten, an welchen die Montage über Klemmbacken befestigt wird. Damit das Montageoberteil sich nicht bei Schussabgabe und den damit verbundenen Rückstoßkräften auf der Weaver-Schiene in Laufrichtung bewegen kann, befinden sich Nuten in der Schiene. Eine einfache Variante besteht nun darin, dass die Schraube, welche zum Klemmen des beweglichen Spannbackens benötigt wird, in dieser Nut läuft und als formschlüssiger Anschlag dient. Nachteil an dieser Variante ist jedoch, dass die Kontaktfläche zwischen der Schraube und der Nut lediglich eine Linie darstellt. Dementsprechend gering sind die möglichen übertragbaren Rückstoßkräfte.
- Eine andere Lösung (B) die im Henke Katalog 2006 von der Firma Leupold (Leupold PRW-Ringe) angeboten wird, besteht darin, anstatt der durchgehenden Schraube eine quaderförmige Feder zu verwenden, welche in dieser Nut liegt. Diese Feder ist mit dem eigentlichen Montageoberteil starr verbunden oder durch eine Passfeder, welche im Montageoberteil befestigt ist, dargestellt. Diese Feder ist starr und sitzt rechtwinklig zu den Spannbacken, bzw. seitlichen Anlageflächen der Montage. Hierdurch besteht die Kontaktfläche zwischen Feder und Nut nun aus einer vollen Fläche. Die so übertragbaren Rückstoßkräfte sind erheblich größer.
- Weiterhin ist mit DE-20 2004 017 482 U1 und DE-20 2004 017 483 U1 eine Montagevorrichtung (C) bekannt, welche eine Justage des Montageoberteils auf dem Montageunterteils zulässt. Hier wird bewusst durch Stellelemente eine Verschiebung des Montageoberteil auf dem Unterteil hervorgerufen. Durch den somit entstehenden Winkelversatz zwischen dem Ober- und dem Unterteil lässt sich die Treffpunktlage in der Seitenausrichtung korrigieren.
- Die Übertragung der Rückstoßkräfte war bisher nur durch eine reibschlüssige Verbindung oder durch einen Passstift senkrecht zur Auflagefläche möglich, welcher in einer Längsnut im Adapter geführt wurde. Die sich dabei ergebende Kontaktfläche ist nur linienförmig, was die Übertragung der Rückstoßkräfte begrenzt.
- In der Praxis kann es jedoch durch Fertigungs- und insbesondere durch Montageungenauigkeiten zu einem Versatz (siehe
1 ) zwischen dem vorderen (2a ) und dem hinteren (2b ) Montageunterteil kommen. Durch diesen Versatz sitzt das Montageoberteil nun mit einer Winkelabweichung auf den beiden Montageunterteilen. Resultierend hieraus liegt jedoch auch die Feder (8 ) nicht parallel in der Nut (6 ), sondern unter der genannten Winkelabweichung. Die Kontaktfläche zwischen Nut und Feder verringert sich wiederum. Selbst bei der unter (B) genannten Lösung nähert sich die Kontaktfläche aufgrund der Winkelabweichung einer theoretischen Linie an. - Bei der unter (C) genannten Montage kommen zusätzlich zu den Fertigungs- und Montageungenauigkeiten der Versatz aus der Justagebewegung hinzu.
- Ausgehend vom geschilderten Stand der Technik soll eine Zielfernrohrmontage dargestellt werden, welches selbst bei größerem Winkelversatz zwischen Montageober- und Unterteil eine flächige Kontaktfläche zwischen den beiden Teilen garantiert, um somit das Übertragen von höheren Rückstoßkräften ohne plastische Materialdeformationen zu erlauben.
- Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, die Nut- und Federverbindung um ein Gelenk in Ausgestaltung eines Bolzens zu erweitern. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Vorteile der Nut und Feder-Verbindung beizubehalten (z.B. schnelles und unkompliziertes Abnehmen oder Aufsetzen der Zieloptik) als auch eine Anpassmöglichkeit um den Winkelversatz zu realisieren.
- In
2 ist die in DE-20 2004 017 482 U1 und DE-20 2004 017 483 U1 genannte Zielfernrohrmontage dargestellt. Der Adapter (2 ) weist eine ebene Oberfläche auf, auf welcher das Oberteil der Zielfernrohrmontage horizontal aufliegt, sowie eine schwalbenschwanzförmige Hinterschneidung (7 ) in welcher die Spannbacken (4 ) eingreifen. Weiterhin weißt im dargestellten Fall das vordere Montageunterteil, bzw. Adapter (3 ) eine Feder (10 ) auf, welche sich über die Auflagefläche (9 ) für das Montageoberteil (1 ) erhebt. Die Feder (10 ) besitzt in senkrechter Richtung zur Laufachse eine Kontaktfläche (11 ). Diese Feder (10 ) kann fester Bestandteil (also aus dem Vollen herausgearbeitet sein) des Adapters (9 ) sein oder über ein in den Adapter eingelegtes Element, z.B. eine Passfeder dargestellt sein. - Der Bolzen (
12 ) (4 ) verfügt über eine Nut (13 ), welche radial zur Drehachse des Bolzens verläuft. - In
5 ist der Aufbau des montierten Systems im Schnitt dargestellt. Das Montageoberteil (1 ) verfügt über eine Bohrung, in welcher sich der zuvor beschriebene Bolzen (12 ) befindet. Die Bohrung ist derart angebracht, dass der Bolzen senkrecht zur Laufachse der Waffe steht. Die Feder des Montageunterteils (2 ) greift im aufgesetzten Zustand in die Nut des Bolzens. Somit ist ein Formschluß zwischen dem Montageoberteil (1 ) und dem Montageunterteil (2 ) über die Feder (10 ) am Adapter (2 ) und der Nut (13 ) im Bolzen (12 ), welcher wiederum formschlüssig im Montageoberteil (9 ) sitzt, hergestellt. - Dieser Aufbau gewährt einerseits einen seitlichen Versatz von Montageober- zu Unterteil, da die Nut in Ausgestaltung des Bolzens auf der Feder in y-Richtung (siehe
1 ) sich bewegen kann. Weiterhin besteht die Möglichkeit durch Rotation um die z-Achse einen Winkelversatz von Montageober- und Unterteil zu ermöglichen. - Die Anpassung der Winkelposition des Drehbolzens zu einer vorgegebenen Winkelabweichung erfolgt für den Anwender automatisch dadurch, dass zunächst nur eine geringe Kontaktfläche zwischen Nut und Feder besteht. Diese liegt jedoch exzentrisch am Rand der Nut. Durch die nun exzentrisch übertragenen Rückstoßkräfte beim ersten Schuß nach Wiederaufsetzen der Montage, entsteht ein Drehmoment im Bolzen (also um die z-Achse), welches dafür sorgt, dass der Bolzen sich in seiner Rotationsachse derart dreht, dass die Kontaktfläche größer wird und die angreifenden Kräfte näher an die Rotationsachse rücken. Die Kontaktfläche wird somit stets größer und der Abstand der angreifenden Rückstoßkräfte verringert sich mit jedem Schuß, dahingehend, bis die Kontaktfläche vollflächig ist und die Rückstoßkräfte optimal und gleichmäßig über die Breite der Nut/Feder-Verbindung übertragen werden.
- Es ist nicht zu erwarten, dass die zunächst nicht-ideale Übertragung der Rückstoßkräfte einen Schaden an den Bauteilen verursacht, da die Energie durch Bewegung der Bauteile aufgebraucht wird.
- Selbstredend ist es ebenso möglich, den Bolzen im Montageunterteil zu positionieren, je nachdem wie die Bauraum-Verhältnisse dies zulassen.
Claims (9)
- Zielfernrohrmontage, welche über eine formschlüssige Verbindung zwischen Montageoberteil und den auf der Waffe befindlichen Adaptern (Montageunterteil) verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass diese über einen zylindrischen Bolzen verfügt, welcher senkrecht zur Laufachse der Schusswaffe angebracht ist und über eine Nut oder eine Feder mit rechteckigem Querschnitt in radialer Richtung zur Drehachse des Bolzens verfügt.
- Zielfernrohrmontage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Nut oder Feder auch einen Versatz zur Drehachse aufweisen kann.
- Zielfernrohrmontage nach einem der vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen wahlweise über eine Nut- oder einer Federgeometrie als auch über beide gleichzeitig verfügen kann.
- Zielfernrohrmontage nach einem der vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen aus einem oder mehreren Bauteilen zusammengesetzt bestehen kann.
- Zielfernrohrmontage nach einem der vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass die Feder fester Bestandteil eines Bauteils sein kann, als auch aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt sein kann.
- Zielfernrohrmontage nach einem der vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen auch die Form eines Kegels, einer Kugel oder einer beliebigen, jedoch rotationssymmetrischen Form, annehmen kann.
- Zielfernrohrmontage nach einem der vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass die Nut oder Feder einen runden, vieleckigen oder beliebigen Querschnitt hat, solange dieser sich geradlinig in wenigstens einer Richtung erstreckt.
- Zielfernrohrmontage nach einem der vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass sich der Bolzen sowohl im Montageunterteil als auch im Montageoberteil als auch in beiden befinden kann.
- Zielfernrohrmontage nach einem der vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Bolzen, auch unterschiedlicher Geometrie und/oder unterschiedlicher Positionen), verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE200620004620 DE202006004620U1 (de) | 2006-03-21 | 2006-03-21 | Zielfernrohrmontage |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE200620004620 DE202006004620U1 (de) | 2006-03-21 | 2006-03-21 | Zielfernrohrmontage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE202006004620U1 true DE202006004620U1 (de) | 2007-08-02 |
Family
ID=38329631
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200620004620 Expired - Lifetime DE202006004620U1 (de) | 2006-03-21 | 2006-03-21 | Zielfernrohrmontage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202006004620U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010088868A1 (de) | 2009-02-03 | 2010-08-12 | Michael Ali Kilic | Vorrichtung zur befestigung einer zusatzeinrichtung an einer waffe |
-
2006
- 2006-03-21 DE DE200620004620 patent/DE202006004620U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2010088868A1 (de) | 2009-02-03 | 2010-08-12 | Michael Ali Kilic | Vorrichtung zur befestigung einer zusatzeinrichtung an einer waffe |
| EP2394131A1 (de) | 2009-02-03 | 2011-12-14 | Michael Ali Kilic | Vorrichtung zur befestigung einer zusatzeinrichtung an einer waffe |
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