-
Die
Erfindung betrifft einen Patchworkglasverbund mit mindestens einer
ersten Trägerplatte aus
Glas und mindestens einer Patchworkfläche, wobei die Patchworkfläche mindestens
ein erstes Patchelement und ein zweites Patchelement umfasst, wobei
die Patchelemente miteinander und/oder mit weiteren Elementen auf
Stoß zusammengefügt, und mittels
transparentem Gießharz
mit der Trägerplatte verbunden
sind, wobei das erste Patchelement ein Natursteinelement ist.
-
Ein
derartiger Patchworkglasverbund ist bekannt aus
EP 0799949 .
-
Bekannte
Stein-Glas-Verbundelemente werden in ihrer Ausführungsform als quasi Monolith
präsentiert.
Die Designmöglichkeiten
beschränken
sich auf die äußere geometrische
Form und die Anordnung der natürlich
vorhandenen farblichen Steinstrukturen und deren Adern. In der Größe von Fassadenplatten
ist man bisher auf die Maximalgröße der aus
dem Steinbruch zu gewinnenden Steinblöcke angewiesen. Eigene Erfahrungen
haben gezeigt, dass Versuche, mehrere Platten mit Fugenabständen in einem
Verbund zu bringen, eine zweite Trägerplatte und Abstandssicherungen
zwischen den Elementen und den Trägerplatten voraussetzen und
darüber
hinaus auch ein synchrones Befüllen
beider Hohlräume
zwischen den Steinplatten und den Trägerplatten verlangen. Wegen
der großen
Dicke des Gießharzes in
solchen Fugen scheiden UV-härtende
Gießharz-Mischungen
aus und man ist auf thermisch härtende
Varianten angewiesen. Des Weiteren ist die Haftung des Verbundes
gerade im Fugenbereich durch thermisch ausgelöste mechanische Spannungen
infrage zu stellen. Als nachteilig erweist es sich auch, dass der
optische Eindruck von derartigen Fugen keinesfalls überzeugend
ist.
-
In
DE 195 18 675 C1 wird
ein mosaikartig aufgebautes Türblatt
beschrieben, bei welchem eine Natursteinplatte aus Teilelementen
aus Stein zusammengesetzt ist, die und mittels einer Kunststoffklebefolie
ganzflächig
mit einer Trägerplatte
aus Glas verbunden sind.
-
Bei
dem aus
EP 0799949 bekannten
Patchworkglasverbund erfolgt die Verbindung einer ebenso zusammengesetzten
Natursteinfläche
mit der Trägerplatte
mittels Gießharz.
Um das Risiko des Austrittes von Gießharz durch Poren in Steinelementen zu
verringern, wird die vollkommen dichte Glasscheibe während des
Füllvorganges
mit Gießharz üblicherweise
nach unten gelegt.
-
Die
Teilelemente der bekannten Natursteinplatte werden auf Stoß zusammengefügt und können anschließend gemeinsam
wie ein Monolith beschliffen werden. Die quasi monolithische Eigenschaft
bezüglich
der weiteren Verarbeitung der Natursteinfläche ergibt sich aus den großen vorhandenen
Stoßflächen der
Patchele mente von ca. 200cm2 pro Meter Kantenlänge, weswegen
die Natursteinfläche
eine selbsttragende Eigenschaften hat und wie ein Monolith behandelt
werden kann. Die Dicke der beträgt
in der Regel 2cm. Nach dem Verbinden der Natursteinfläche mit
der Trägerplatte
kann eine weitere Flächenbeschleifung
erfolgen und die Dicke des Natursteinglasverbunds reduziert werden.
Sehr dünne
Natursteinglasverbund-Elemente können
durch mittige Trennung einer beidseitig mit einer Trägerplatte
verbundenen Natursteinfläche
durch Seilsägen
oder Kreissägen
mit bis zu 3m Durchmesser erzeugt werden.
-
Die
Natursteinflächen
der bekannten Natursteinglasverbunde bestehen ausschließlich aus
Naturstein, u.U. aus mehreren Sorten. Gerade im Bereich Design besteht
jedoch der Bedarf nach vielfältigeren
Variationsmöglichkeiten,
insbesondere bezüglich
der Kombination verschiedener Materialien innerhalb einer hier vorgeschlagenen
Patchworkfläche.
An den Stoßstellen
unterschiedlicher Materialien ist jedoch das Leckagerisiko oder
auch die Porenbildung extrem hoch. Zudem ist bei einem Zusammenfügen beispielsweise
von Stein und Glas auf Stoß eine
anschließende
gemeinsame Abrichtung durch Schleifen der Gesamtfläche wie
bei den bekannten Stein/Stein-Verbindungen dann nicht mehr möglich. Die
Dicke eines solchen Patchworkglasverbunds wäre daher vergleichsweise groß, wodurch
die Handhabung aufgrund der großen
Masse des Patchworkglasverbunds erschwert werden würde. Darüber hinaus
wirken, insbesondere bei Verwendung von transparenten Materialien,
die entstehenden dicken Stoßflächen unästhetisch.
Eine Dicke größer als
1cm ist in der Regel nicht akzeptierbar. Ebenso ist eine wie oben
beschriebene großflächige mittige
Trennung bei Verwendung verschiedener Materialien praktisch unmöglich ohne
zumindest einen Teil der Patchworkfläche zu zerstören.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es daher einen großflächigen Patchworkglasverbund
vorzuschlagen, der einerseits neue Freiheiten im Design erlaubt, ästhetisch
ansprechend ist, und gleichzeitig eine ausreichend kleine Dicke
für eine
gute Handhabbarkeit aufweist.
-
Darüber hinaus
ist es Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines
solchen Patchworkglasverbunds vorzuschlagen.
-
Der
erste Aspekt der Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
das zweite Patchelement aus einem vom ersten Patchelement verschiedenen
Material besteht, dass die Patchelemente in ihren geometrischen
Dimensionen endbearbeitet vorliegen und miteinander und/oder mit
weiteren Elementen an den Stoßflächen abgedichtet
als Patchworkfläche
verklebt sind, wobei erst durch den nachfolgenden Verbund der Patchworkfläche mit
der Trägerplatte
der Patchworkglasverbund eine selbsttragende Eigenschaft erhält.
-
Wichtig
ist, dass die Patchworkfläche
welche aus den Patchelementen gebildet wird, ganzflächig dicht
bezüglich
des zur Verbindung verwendeten Gießharzes ist, so dass kein Gießharz durch
offene Poren entweichen kann, solange die Polymerisation des Gießharzes
nicht gestartet wird. Ein Fehlvolumen bei der Füllung des Zwischenraumes zwischen der
Trägerplatte
und der Patchworkfläche
kann nach der Aushärtung
des Gießharzes
zu einer Ablösung der
Patchworkfläche
von der gläsernen
Trägerplatte oder
den Patchelementen führen.
Dies wird bei dem erfindungsgemäßen Patchworkglasverbund
vermieden.
-
Durch
die Tatsache, dass die Patchelemente in ihren geometrischen Dimensionen
bereits endbearbeitet vorliegen, kann das Gewicht des Patchworkglasverbunds
gering gehalten werden, obwohl keine der Verbindung der Patchworkfläche mit
der Trägerplatte
folgende Flächenbearbeitung
durchgeführt wird.
Ein charakteristisches Merkmal des erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds ist,
dass die Patchworkfläche
alleine keine selbsttragende Eigenschaft besitzt. Dies resultiert
daraus, dass durch die bereits vorliegende Endbearbeitung der Patchelemente
die Stoßflächen der
Patchelemente entsprechend klein sind. Hierdurch kann jedoch ein
Patchworkglasverbund mit den gewünschten
Freiheiten bezüglich
der Materialwahl realisiert werden. Die zur weiteren Verwendung
notwendige selbsttragende Eigenschaft des gesamten Patchworkglasverbunds wird
durch die Trägerplatte
gewährleistet,
mit der die Patchworkfläche
verbunden ist.
-
Als
Patchmaterialien können
aus allen am Markt erhältlichen
Steinsorten passende harmonische Varianten kombiniert werden, wobei
vorhandene Steinstrukturen optimal kombiniert werden können. Besonders
bevorzugt ist ein Patchworkglasverbund, bei dem das zweite Patchelement
aus Glas, Keramik, Metall oder Kunststoff besteht. Bei dem erfindungsgemäßen Patchworkglasverbund
lässt sich eine
Vielzahl von optischen Effekten realisieren. So lassen sich beispielsweise
Transparenz, Transluzenz und Undurchsichtigkeit bereichsweise vorgeben.
-
Die
zur Verklebung nutzbaren Stoßflächen der
Patchelemente weisen vorzugsweise jeweils eine Fläche kleiner
als 50cm2 pro Meter Kantenlänge auf. Trotz
der geringen Größe der Stoßflächen der
Patchelemente weist der erfindungsgemäße Patchworkglasverbund eine
gute Dichtigkeit auf. Im Gegensatz zu bekannten Natursteinglasverbunden,
bei denen es sich um zusammengesetzte Natursteinflächen handelt,
besitzt der erfindungsgemäße Patchworkglasverbund
aufgrund der geringen Stoßflächen der Patchelemente
keine selbsttragende Eigenschaft. Die geringen Stoßflächen der
Patchelemente bewirken jedoch, dass der optische Eindruck durch
die Verklebung der Stoßflächen nicht
oder nur minimal gestört
wird, so dass ein optisch ansprechender Patchworkglasverbund realisiert
wird.
-
Insbesondere
durch die Verwendung transparenter und transluzenter Materialien
eröffnen
sich mit dem erfindungsgemäßen Patchworkglasverbund neue
gestalterische Möglichkeiten.
Neben Patchelementen aus jeweils einem einheitlichen Material, ist es
darüber
hinaus auch denkbar, einzelne Patchelemente durch künstlerische
Malerei aufzuwerten und gezielt zum optischen Schwerpunkt zu erheben. Hierfür geeignete
Dekorationselemente werden in der Deutschen Patentanmeldung 102005
003 809.3-45 beschrieben.
-
Eine
besonders interessante Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds
ergibt sich, wenn zumindest eines der Patchelemente selbst als Verbund
aufgebaut ist. Auf diese Weise können
verschiedene Materialien innerhalb eines Patchelements (Vorder-
und Rückseite)
kombiniert werden; oder es lassen sich auch optische Eindrücke überlagern.
Zudem lässt
sich z.B. ein Verbund zweier Natursteinplatten als selbsttragendes
Patchelement dünner
realisie ren. Wird zusätzlich
z.B. noch eine Leuchtfolie in den Verbund integriert, kann man eine
aktiv leuchtfähige
Steinstruktur als Patchelement verwenden.
-
Da
eine nachträgliche
Bearbeitung des Patchworkglasverbunds nicht oder nur mit großem Aufwand
möglich
ist, müssen
die Patchelemente bereits vor dem Verkleben in ihrer endgültigen Form vorliegen.
Mithilfe von Laser- und Wasserstrahltechnik können die benötigten Patchelementformen
in ausreichender Genauigkeit erzeugt werden. Optisch besonders reizvoll
ist es, wenn die Kanten zumindest eines der Patchelemente individuell
bearbeitet sind, insbesondere einen Phasen- oder Facettenschliff aufweisen.
-
Vorzugsweise
ist eine zweite Trägerplatte vorgesehen,
wobei die Trägerplatten
derart angeordnet sind, dass die Patchworkfläche sich zwischen den beiden
Trägerplatten
befindet. Der Patchworkglasverbund ist somit gegenüber äußeren Einflüssen geschützt.
-
Mindestens
eine der Trägerplatten
ist vorzugsweise aus Isolierglas, Brandschutzglas, beschusshemmenden
Glas, einbruchhemmenden Glas, oder Glasvarianten wie Float, ESG,
Borosilikat gefertigt. Der entsprechende Patchworkglasverbund ist
dann besonders gut als Fassadenelement geeignet.
-
Eine
besonders bevorzugte Ausführungsform
sieht vor, dass die Patchelemente innerhalb der Patchworkfläche zumindest
teilweise mit Ornamenteinlagen auf Stoß verbunden sind. Die Ornamenteinlagen
sind im Allgemeinen länglich
ausgeführt
und erstrecken sich entlang der Kanten der Patchelemente.
-
Als
Ornamenteinlagen können
beispielsweise Seile und/oder Profile aus Aluminium und/oder Messing
und/oder Edelstahl und/oder Titan und/oder Silber und/oder Gold
dienen. Dabei können
die Ornamenteinlagen strukturelle Oberflächen oder Profile aufweisen.
Ebenso sind geflochtene oder verdrillte Materialien denkbar.
-
Optisch
besonders ansprechend ist es, wenn winkelig aneinander stoßende Ornamenteinlagen
an ihren aneinander stoßenden
Enden Gehrungsflächen
aufwei sen. Vorzugsweise sind die Gehrungsflächen als Winkelhalbierende
zweier aufeinander stoßenden
Ornamentstäbe
ausgebildet.
-
Eine
bevorzugte Ausführungsform
sieht vor, dass die Ornamenteinlagen Stäbe umfassen, die an ihren Kontaktstellen
nahtlos verschweißt
sind und ein Stäbegitter
bilden. Die Patchelemente sind dann innerhalb des Stäbegitters
auf Stoß angeordnet
und mit diesem dicht verklebt.
-
Bei
der Zusammensetzung von Patchelementen und einzelnen Ornamenteinlagen
geht man von einer gemeinsamen Auflage aus, um keine fehlerhaften
Höhenunterschiede
zu erzeugen. Die Gesamtabmessung der Patchworkfläche ist jedoch von der Genauigkeit
der einzelnen Arbeitsvorgänge
abhängig
und bringt in der Regel additive Fehler zustande. Dieser Nachteil
kann vermieden werden, indem die Ornamenteinlage ein einteiliges
Stäbegitter
aus einer Platte aus Ornamentmaterial umfasst. Dies kann beispielsweise
mittels Laserschnitt erfolgen.
-
Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Patchelemente und das Stäbegitter
eine formschlüssige Passform
bilden. Dazu müssen
die Patchelemente mit der notwendigen Genauigkeit bearbeitet werden. Die
aneinander stoßenden
Flächen
können
dann mit Kleber versehen werden. Durch Druck auf das Gitter entsteht
eine dichte und blasenfreie Verklebung und das Ornamentgitter wird
geometrisch in die richtige Höhe
gezwungen. Darüber
hinaus können
die Gesamtmaße
der Patchworkfläche
garantiert werden.
-
Vorzugsweise
weisen die Ornamenteinlagen im Außenbereich des Natursteinglasverbundes
eine von den übrigen
Ornamenteinlagen verschiedene Form und/oder Höhe in Art eines Umleimers auf.
Auf diese Weise kann eine optisch ansprechende Seitenansicht des
erfindungsgemäßen Natursteinglasverbunds
erreicht werden.
-
Eine
spezielle Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds
sieht vor, dass ein zusätzliches
Element auf einem der Patchelemente angebracht ist, so dass das
zusätzliche
Element aus der Ebene der Patchworkfläche in die dritte Dimension
hineinragt. Durch die Nutzung der dritten Dimension ergeben sich weitere
Freiheiten bezüglich des
Designs. Als zusätzliches
Element eignen sich beispielsweise mattierte Glaselemente, Natursteinplatten
oder andere Ornamentmaterialien.
-
Das
zusätzliche
Element kann mit einem Patchelement verklebt sein. Zusätzlich oder
auch alternativ dazu können
zur Fixierung der sich berührenden
Flächen
des zusätzlichen
Elements mit der Patchworkfläche
auch Verbindungselemente, insbesondere Schrauben, Bolzen oder Dübel, vorgesehen sein.
-
Es
ist jedoch auch denkbar, dass zumindest eines der Patchelemente
selbst aus der Ebene der Patchworkfläche in die dritte Dimension
hineinragt.
-
Darüber hinaus
ist es von Vorteil, wenn mindestens eine der Trägerplatten eine Aussparung
aufweist, die an die Form des mit der Patchworkfläche verbundenen
zusätzlichen
Elements und/oder an die Form des in die dritte Dimension hineinragenden
Patchelements angepasst ist. Das zusätzliche Element kann dann die
Trägerplatte
durchgreifen. Eine Anwendung wäre
z.B. eine aufgesetzte großformatige Griffleiste
aus Stein für
ein Türelement.
Gewöhnlich sind
Griffelemente am Flügelrahmen
verschraubt, bzw. über
durchgehende Bohrungen bei Ganzglas ESG (Einscheiben-Sicherheits-Glas)
an den Türelementen
montiert. In der Regel sind diese notwendigen Elemente aus artfremden
Materialien und werden oft möglichst
klein gehalten.
-
Eine
interessante Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds
ergibt sich, wenn das in die dritte Dimension hineinragende Patchelement
und/oder das in die dritte Dimension hineinragende zusätzliche
Element mit einem funktionellen Element, insbesondere einem taktilen
Geber, einem akustischen Bauteil oder einem optischen Geber verbunden
ist. Der erfindungsgemäße Patchworkglasverbund
kann somit zusätzliche
Funktionen erfüllen.
So können
beispielsweise Schalter, akustische Bauteile wie Sprechanlagen,
oder optische Geber wie Kameras und Helligkeitssensoren oder andere
Typen wie Bewegungs-, Rauch-, Wärme-
und Feuchtesensoren vorgesehen sein. Hilfreiche Funktions symbole
können
dabei auf die Trägerplatte
(beispielsweise mittels Sandstrahlen, Ätzen usw.) aufgebracht werden.
-
Eine
weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht
vor, dass zumindest eines der Patchelemente und/oder das zusätzliche
Element selbst ein funktionelles Element ist oder umfasst, insbesondere
ein Sensor, ein Leuchtmittel, insbesondere eine aktive Leuchtfolie,
ein Kommunikationspanel oder eine LCD-Folie. Der erfindungsgemäße Patchworkglasverbund
kann somit mit Sensoren, insbesondere berührungslose Sensoren, oder Leuchtkörper, z.B. LED-Anordnungen
ausgestattet sein. Ebenso ist es denkbar ein Kommunikationspanel
im Patchworkglasverbund zu integrieren. Als weitere Ausführung ist
ein Patchworkglasverbund mit einer dunkel schaltbaren LCD-Folie
oder einem LCD-Display, in Kombination mit einem digitalen optischen
Geber, denkbar.
-
Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Ornamenteinlagen Hohlprofile, zur Aufnahme
von Zuleitungen für
die funktionellen Elemente, umfassen. Die Zuleitungen können auf
diese Weise recht einfach unsichtbar gehalten werden.
-
Um
eine ungewollte Wechselwirkung zwischen der Verklebung der Stoßflächen der
Patchelemente und dem Gießharz
zu vermeiden, sollte der Kleber für die Verklebung der Stoßflächen der
Elemente der Patchworkfläche
transparent und in Gießharz
unlöslich
sein und mechanische Spannungsabsorptionseigenschaften aufweisen,
so dass Spannungen, die aufgrund unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten
der Materialien der Patchelemente beziehungsweise der Ornamenteinlagen
auftreten, minimiert werden. Darüber
hinaus ist es von Vorteil, wenn die Verklebung der Patchelemente
miteinander und/oder mit weiteren Elementen innerhalb der Patchworkfläche eine
Haftung von mindestens 2N/mm2 aufweist.
Aufgrund der guten Haftung der Verklebung weist der erfindungsgemäße Patchworkglasverbund
einen guten Zusammenhalt auf.
-
Da
manche Patchelemente, insbesondere Patchelemente aus Naturstein,
oftmals offenporig sind, kann das darauf aufgebrachte Gießharz in
den Stein eindringen. Es ist daher ratsam entsprechende Maßnahmen
gegen ein derartiges Eindringen von Gießharz in die Patchelemente
zu ergreifen, zumal wenn mit UV-härtenden Gießharzen gearbeitet wird. Eine
spezielle Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds
sieht deshalb vor, dass die Patchelemente, die zumindest teilweise
offenporig sind, gießharzseitig
mit einer Diffusionssperre versehen werden.
-
Die
Herstellung des erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds
wird qualitativ aufgewertet, wenn das Gießharz einen UV-Stabilisator
enthält. Dem
Sonnenlicht ausgesetzte Patchworkglasverbunde können so für längere Zeit farbecht erhalten
werden. Das Aushärten
der Gießharzschicht
kann dann jedoch nur noch mittels wellenlängenabgestimmter UV-Strahlung
erfolgen.
-
Es
hat sich gezeigt, dass sich bei Natursteinglasverbunden deutliche
Verfärbungen,
Versprödungen
oder Ablösungen
in der Verbundschicht bilden können.
Dies tritt insbesondere durch die Bildung freier Radikalstrukturen
in der Gießharzschicht
als auch in der Steinplatte auf, die durch ihre hohe Reaktivität die oben
genannten Schäden
verursachen. Um den optischen Eindruck des erfindungsgemäßen Natursteinglasverbunds
möglichst
lange unverändert
zu erhalten, ist es daher vorteilhaft, wenn das Gießharz Antioxidantien
zur Umwandlung freier Radikale enthält.
-
Ebenso
ist es von Vorteil, wenn das Gießharz mindestens einen Haftvermittler
enthält.
-
Durch
das Aufbringen von Diffusionssperren und der Kombination der richtigen
Additive zum Gießharz
ist es möglich
einen qualitativ sehr hochwertigen Verbund zu realisieren.
-
Um
einen besonderen optischen Effekt zu erzeugen, enthält bei einer
weiteren Ausführungsform das
Gießharz
Farbpigmente und/oder Pigmente, die durch Strahlung bestimmter Wellenlängen zum Leuchten
bzw. Nachleuchten angeregt werden.
-
Zusammenfassend
lässt sich
feststellen, dass der erfindungsgemäße Patchworkglasverbund vielfältige Design-
und Funktionalitätsvarianten
ermöglicht,
ins besondere hinsichtlich der Komposition transparenter, transluzenter,
selbstleuchtender und undurchsichtiger Bereiche. Durch die sehr
kleinen Stoßflächen der
Patchelemente, an denen die Patchelemente mit weiteren Patchelementen,
Ornamenteinlagen oder weiteren Elementen verklebt sind, wird jedoch
bewirkt, dass die hierdurch gebildete Patchworkfläche nicht
selbsttragend ist. Ein flächenmäßiges Anheben
einer derart zusammengesetzten Patchworkfläche ist nach der Stoßfugenverklebung der
einzelnen Elemente daher nicht mehr möglich, so dass der erfindungsgemäße Patchworkglasverbund nicht
nach einem bekannten Verfahren mit einer inversen Lage von Glasscheibe
und Patchworkfläche hergestellt
werden kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn aus optischen Gründen (Transluzenz des
Natursteines, bzw. geringeres Elementgewicht) die Dicke der Patchworkschicht
sehr gering (ca. 5mm oder auch geringer) gehalten werden soll.
-
Dieses
Problem wird durch ein Verfahren zur Herstellung eines Patchworkglasverbunds
mit folgenden Verfahrensschritten gelöst:
- (a)
individuelle Bearbeitung zumindest zweier selbsttragender Patchelemente;
- (b) Ausrichten und Verkleben auf Stoß der Patchelemente und/oder
weiterer Elemente auf der Ebene einer Patchworkfläche, so
dass die hierdurch erzeugte Patchworkfläche zwar nicht selbsttragend,
aber vollkommen abgedichtet ist;
- (c) Anbringen eines beidseitig klebenden Abstandsbandes einer
definierten Dicke auf der Patchworkfläche im Bereich der äußeren Ränder;
- (d) Auflegen einer ersten Trägerplatte
auf das Abstandsband, so dass ein erster Hohlraum zwischen der ersten
Trägerplatte
und der Patchworkfläche
entsteht;
- (e) Einbringen von flüssigem
Gießharzes
als erste Gießharzschicht
in den entstandenen ersten Hohlraum;
- (f) Aushärten
der ersten Gießharzschicht.
-
Die
für den
Patchworkglasverbund verwendeten Patchelemente werden vor der Verklebung
individuell bearbeitet (zugeschnitten, beschliffen, usw.). Die Dicke,
Form und das Kantendesign der einzelnen Patchelemente sind somit
bereits vor dem Zusammenfügen
innerhalb der Patchworkfläche
festgelegt. Das Zuschneiden der Patchelemente kann beispielsweise
mittels Laserschnitt oder Wasserstrahltechnik erfolgen. Die Patchelemente
und eventuell andere in die Patchworkfläche zu integrierenden Elemente
werden dann zu einer abgedichteten jedoch nicht selbsttragenden
Patchworkfläche
verklebt. Um einen Hohlraum für
das aufzubringende Gießharz
zu schaffen, werden Abstandsbänder
im Randbereich der Patchworkfläche
angebracht, auf denen die Trägerplatte
aufgelegt wird. Im Gegensatz zu bekannten Verfahren werden bei dem
hier vorgeschlagenen Verfahren die Natursteinelemente unterhalb
der Trägerplatte
angeordnet. Auf diese Weise wird vermieden, dass die nicht selbsttragende
Eigenschaft der Patchworkfläche
einen negativen Einfluss auf die plane Anordnung der einzelnen Patchelemente
innerhalb der Patchworkfläche
hat.
-
Eine
besonders bevorzugte Variante sieht vor, dass in Schritt (b) Ornamenteinlagen
mit den Patchelementen verklebt werden.
-
Darüber hinaus
kann die Funktionalität
des Patchworkglasverbunds erhöht
werden, wenn zwischen Schritt (b) und Schritt (c) funktionelle Elemente in
oder auf die Patchworkfläche
aufgebracht und verkabelt werden. Besonders attraktiv erscheint
ein als Verbund aufgebautes Patchelement, bei welchem zwischen beispielsweise
zwei Steinplatten eine Leuchtfolie angeordnet ist. Zumindest eine
der die Leuchtfolie umgebenden Steinplatten sollte dabei so dünn beschliffen
werden, dass das von der Folie emittierte Licht durch das Steinmaterial
durchscheint. Das Beschleifen erfolgt vorzugsweise nach Erstellung
des Verbunds des Patchelements, jedoch vor dem Ausrichten und Verkleben
der einzelnen Patchelemente zur Patchworkfläche.
-
Vorzugsweise
sind folgende weitere Verfahrensschritte vorgesehen:
- (g) Wenden des Patchworkglasverbunds;
- (h) Anbringen eines beidseitig klebenden Abstandsbandes definierter
Dicke auf der Patchworkfläche
im Bereich der äußeren Ränder;
- (i) Auflegen einer zweiten Trägerplatte auf das Abstandsband,
so dass ein zweiter Hohlraum zwischen der zweiten Trägerplatte
und der Patchworkfläche
entsteht;
- (j) Einbringen von flüssigem
Gießharz
in den entstandenen zweiten Hohlraum;
- (k) Aushärten
der zweiten Gießharzschicht.
-
Nach
dem Aushärten
der ersten Gießharzschicht
ergibt sich ein selbsttragender Patchworkglasverbund der ohne Probleme
angehoben und gewendet werden kann. Hierdurch wird es ermöglicht den
Patchworkglasverbund beidseitig mit einer Trägerplatte zu versehen.
-
Eine
spezielle Variante dieses Verfahrens sieht vor, dass das Einbringen
und das Aushärten
der ersten Gießharzschicht
und der zweiten Gießharzschicht
gleichzeitig erfolgt, wobei die Patchworkebene mit Abstandseinlagen
auf der ersten Trägerplatte ausgerichtet
und verklebt wird. Vorzugsweise werden optisch neutrale Abstandshalter
verwendet, insbesondere in transparenten und transluzenten Bereichen
des Patchworkglasverbunds. Es ist jedoch durchaus denkbar gezielt
optische Akzente durch besonders auffällige Abstandhalter (beispielsweise
aus Edelstahl oder phosphoreszierenden Materialien) zu setzen.
-
Bei
der Verbindung der Patchworkfläche
mit den Trägerplatten
stellt sich das Problem, dass während
des Aushärtens
der Gießharzschicht
eine Materialschrumpfung auftritt, wodurch sich Luft aus eventuell
vorhandenen Poren löst
und in der Gießharzfläche Blasen
bildet, die das optische Bild stören.
Dieser Effekt wird durch auftretende Reaktionswärme noch verstärkt. Vermeiden
lässt sich
diese Erscheinung durch ein volumenanteiliges Überfüllen des Hohlraumes oder durch
ein Befüllen
der Elemente im (Teil-) Vakuum.
-
Um
den optischen Eindruck des erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds zu
optimieren, erfolgt das Verkleben der Patchworkfläche sowie
das Aufbringen und Aushärten
der Gießharzschicht
daher vorzugsweise blasenfrei. Die blasenfreie Verklebung der Stoßfugen lässt sich
z.B. unter Verwendung eines pastösen
Klebers und durch Druck auf das passgenaue Ornamentgitter erreichen.
-
Durch
die oben beschriebene Erfindung eröffnen sich neue Freiheiten
im Design von Patchworkglasverbunden, insbesondere bezüglich der Komposition
von Materialien, Formen, Ornamenten und funktionellen Elementen
und den natürlichen Steinstrukturen.
-
Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der
Zeichnung. Ebenso können
die vorstehend genannten und die weiter aufgeführten Merkmale je für sich oder
zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten
und beschriebenen Ausführungsformen sind
nicht als abschließende
Aufzählung
zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung
der Erfindung.
-
Es
zeigen:
-
1 eine
Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Patchworkfläche;
-
2 eine
Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds im Schnitt;
-
3a eine
Draufsicht eines Verbindungsgitters;
-
3b eine
Draufsicht eines erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds
mit einem in die dritte Dimension ragenden zusätzlichen Elementes;
-
4a eine
perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds
mit einem in die dritte Dimension ragenden zusätzlichen Elementes; und
-
4b eine
Schnittdarstellung des Ausschnitts aus 4a.
-
In 1 ist
ein Ausschnitt einer Patchworkfläche 1 gezeigt.
Ein erstes Patchelement 2 aus Naturstein und ein zweites
Patchelement 3 aus Glas sind auf Stoß mit einem Stäbegitter 4 innerhalb
der Patchworkfläche 1 angeordnet.
Die Patchelemente 2, 3 wurden zuvor auf die gewünschte Dicke
geschliffen, so dass keine nachträgliche Bearbeitung der Patchworkfläche 1 mehr
notwendig ist. Die Dicke der Patchelemente sollten dabei nicht mehr
als 10mm, vorzugsweise etwa 5mm betragen oder weniger. Die Patchelemente 2, 3 weisen
teilweise eine Kantenbearbeitung auf, so dass die Patchelemente
im Bereich ihrer Ränder
eine Verjüngung 5 aufweist.
Hierdurch können
zum Einen optische Effekte erzielt werden, wie zum Beispiel in Form
einer konischen Passung 6, zum Anderen kann dann ein Stäbegitter 4 mit
einer im Vergleich zur Dicke D der Patchworkfläche 1 kleinen Dicke
d verwendet werden. Die Stoßflächen 7, an
denen die Patchelemente 2, 3 mit dem Stäbegitter 4 verklebt
sind, können
somit in den gewünschten Proportionen
gehalten werden, so dass diese vom Betrachter als angenehm wahrgenommen
werden. Dies resultiert in einem verbesserten ästhetischen Einruck des Patchworkglasverbunds.
Um trotz der kleinen Stoßflächen (50cm2 oder kleiner) eine ausreichende Haftung
der Patchelemente an dem Stäbegitter
zu gewährleisten
wird für
die Verklebung ein Spezialkleber verwendet, der eine Haftung von
mindestens 2N/mm2 ermöglicht.
-
2 zeigt
eine Explosionsdarstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemäßen Patchworkglasverbunds.
Die aus den verschiedenen Patchelementen 2, 3 und
dem Stäbegitter 4 bestehende Patchworkfläche befindet
sich zwischen zwei Trägerplatten 8, 9.
Mittels eines Abstandsbands (nicht gezeigt), auf welchem die Trägerplatten 8, 9 angeordnet werden,
werden Hohlräume
zwischen der Patchworkfläche 1 und
den Trägerplatten 8, 9 erzeugt,
welche mit Gießharz
aufgefüllt
werden, so dass die Patchworkfläche 1 in
zwei Gießharzschichten 10, 11 eingebettet
ist. Bei dem erfindungsgemäßen Patchworkglasverbund
können
durch geeignete Wahl der Patchelemente 2, 3 transparente,
transluzente und undurchsichtige Bereiche praktisch beliebig vorgegeben
werden.
-
Eine
Aufsicht auf das Stäbegitter 4 ist
in 3a dargestellt. Das Stäbegitter 4 kann einteilig sein.
Derartige einteilige Stäbegitter 4 können aus
einer Platte gefertigt werden, in die, beispielsweise mittels Laserschnitt,
Ausnehmungen 12 eingebracht werden. Das Stäbegitter
kann jedoch auch durch Verschweißen einzelner Stäbe hergestellt
werden. Entscheidend ist, dass die Patchelemente mit einer großen Genauigkeit
an die Form der Ausnehmungen 12 angepasst sind, damit ein
passgenaues Zusammenfügen
und Verkleben des Stäbegitters
mit den Patchelementen erfolgen kann. Ein einteiliges Stäbegitter 4 mit
zusätzlicher
Querschnittsgeometrie ist gegenüber
einzelnen stabförmigen
Ornamenteinlagen vorteilhaft, da auf diese Weise die erforderliche
Dichtheit der Patchworkfläche
sowie die richtige geometrische Lage des Stäbegitters durch Druck erzwungen
werden kann.
-
3b zeigt
eine Aufsicht auf einen Patchworkglasverbund mit dem Stäbegitter
aus 3a mit verschiedenen Patchelementen 2, 3.
Ein zusätzliches
Element 13, welches beispielsweise als Türgriff o.ä. dienen
kann, ragt aus der Patchworkfläche 1 in die
dritte Dimension und ist auf einem der Patchelemente 2 befestigt.
Es ist jedoch auch denkbar ein bereits in die dritte Dimension ragendes
Patchelement in das Stäbegitter 4 einzufügen. Die
Erweiterung der Anordnung in die dritte Dimension erlaubt weitere Freiheit
im Design von derartigen Patchworkglasverbunden.
-
4a zeigt
ausschnittsweise einen Querschnitt eines Patchworkglasverbunds mit
in die dritte Dimension hineinragenden zusätzlichen Elementen 13a, 13b.
Die gezeigte Ausführungsform
umfasst zwei Trägerplatten 8, 9.
Es sind jedoch durchaus auch Ausführungsformen mit nur einer
ersten Trägerplatte 8 denkbar.
Die zweite Trägerplatte 9 der
gezeigten Ausführungsform
weist eine Aussparung 15 auf, die an die Form des durch
die Ebene der zweiten Trägerplatte 9 stoßenden zusätzlichen
Elements 13a angepasst ist. Hierbei kann es sich durchaus
um großflächige Aussparungen 15 handeln,
die in der Regel durch CNC-gesteuerte Bearbeitungsmaschinen ausgeführt werden.
Der so entstandene neue Rand der Trägerplatte 9 wird z.B.
mit Acrylatband abgedichtet, so dass der Patchworkglasverbund zunächst, wie
oben beschrieben ausgeführt
werden kann. Prinzipiell kann auch eines der Patchelemente selbst
so bearbeitet worden sein, dass es monolit hisch aus dem Verbund
in die dritte Dimension herausragt. Wenn es jedoch nicht möglich ist,
das betroffene Patchelement einteilig zu fertigen, können vorgesehene
Klebeflächen
auch nach dem Verbund weiter bearbeitet werden und komplexere Aufbauten mit
den zusätzlichen
Elementen 13a, 13b angesetzt werden, wie in 4a gezeigt.
Das zusätzliche
Element 13a ist auf der Patchworkfläche befestigt, von der zwei
direkt aneinandergrenzende Patchelemente 2, 3 gezeigt
sind. Oft ergibt sich dabei auch die Notwendigkeit, Verbindungselemente 14 (Bohrungen
mit Bolzen, Schrauben, Dübel
usw.) in den dreidimensionalen Aufbau einzusetzen, um eine kraftschlüssige Verbindung
zwischen der Patchworkfläche
und den zusätzlichen
Elementen zu erreichen. Diese lassen sich sehr häufig unsichtbar im verwendeten
Material anordnen. 4b zeigt eine perspektivische
Ansicht des Patchworkglasverbunds aus 4a mit
dem in die dritte Dimension ragenden zusätzlichen Element 13a.
-
Mit
den in die dritte Dimension hineinragenden Elementen können auch
funktionelle Elemente kombiniert sein, insbesondere taktile Geber
wie Schalter, akustische Bauteile wie eine Sprechanlage, oder optische
Geber wie Kameras und Helligkeitssensoren oder andere wie Bewegungs-,
Rauch-, Wärme-
und Feuchtesensoren.
-
Insbesondere
bei Türelementen
oder Fassadenplatten können
derartige funktionelle Elemente in Form von aktiven Beleuchtungen,
Klingel- oder Überwachungsanlagen,
die in einem hochwertigen Patchworkglasverbund integriert sind,
vorteilhaft eingesetzt werden. Erfindungsgemäße Patchworkglasverbunde sind
jedoch auch als Raumtrenner, Deckenpanelen, Heizkörperverkleidungen
u.v.m. einsetzbar.
-
Es
wird ein Patchworkglasverbund präsentiert,
der aus mindestens einer Trägerplatte
und einer Patchworkplatte, die mindestens zweiteilig zusammengesetzt
und dicht verklebt ist. Die Stoßfugen
können
mit Ornamenteinlagen versehen sein. Die Trägerplatte kann flächige Aussparungen
aufweisen, die zum Zwecke des Herausragens von monolithischen Patchelementbereichen
gedacht sind oder zum Bereitstellen von Klebeflächen für den Aufbau von weiteren Elementen
dienen. Der er findungsgemäße Patchworkglasverbund
ermöglicht
eine Vielzahl neuer Design- und
Funktionalitätsmöglichkeiten
von Steinglaselementen.
-
- 1
- Patchworkfläche
- 2
- erstes
Patchelement
- 3
- zweites
Patchelement
- 4
- Stäbegitter
- 5
- Verjüngung
- 6
- konische
Passung
- 7
- Stoßfläche
- 8
- ersten
Trägerplatte
- 9
- zweite
Trägerplatte
- 10
- erste
Gießharzschicht
- 11
- zweite
Gießharzschicht
- 12
- Ausnehmung
in Ornamenteinlage
- 13,
13a, 13b
- zusätzliches
Element
- 14
- Verbindungselement
- 15
- Aussparung