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DE202005019232U1 - Schneidhilfe und Aufbewahrungsbehälter für Zwiebeln - Google Patents

Schneidhilfe und Aufbewahrungsbehälter für Zwiebeln Download PDF

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Abstract

Schneidhilfe und Aufbewahrungsbehälter für Zwiebeln und andere geeignete Lebensmittel mit einem geschlossenen Gehäuse (1), welches im unteren Bereich einen Füllraum (3) bildet und einem Gewindetrieb (9, 12), mit dessen Hilfe über einen Druckstempel (4) das im Füllraum (3) befindliche Gut durch ein Schneidgitter (5) hindurch gedrückt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Gewindetrieb (9, 12) einschließlich des Drucklagers (16) auf der dem Füllrawn (3) gegenüberliegenden Seite des Druckstempels (4) angeordnet ist, dass der Druckstempel (4) durch eine Drehung der Spindelmutter (9) oder der Spindel (46) über die Betätigungseinrichtung (6, 47) in Richtung Schneidgitter (5) bewegt wird, und dass das Schneidgitter (5) im Wesentlichen bündig mit dem unteren Rand des Gehäuses (1, 20) oder eines Befestigungsringes (10) abschließt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schneidhilfe und gleichzeitig einen Aufbewahrungsbehälter für diverse Lebensmittel, welche insbesondere bei Tisch eine einfache Möglichkeit bietet z.B. Brotbeläge mit kleinen Würfeln aus Zwiebeln, Knoblauch oder ähnlichem zu versehen.
  • Sie besteht aus einem drehbaren Gehäuseoberteil, welches über einen Spindelmechanismus den Vortrieb, d.h. eine Axialbewegung eines Druckstempels bewirkt, und dabei z.B. eine Zwiebel durch ein im unteren Gehäuseteil befindliches Schneidgitter hindurchdrückt.
  • Das Schneidgitter schließt im Wesentlichen bündig mit dem unteren Gehäuseteil ab, sodass die dort austretende Zwiebel im derart vorgeschnittenen Zustand mit einem Messer bedarfsgerecht als größere oder eher kleinere Stückchen (Würfel bzw. Quader) abgeschnitten werden kann.
  • Der zugehörige Deckel dient dem dichten (Geruchs-)Verschluss des Gehäuseunterteils, dem Schutz des empfindlichen Schneidgitters sowie einer sicheren Standfläche für die Vorrichtung bei Tisch sowie im Kühlschrank.
  • Ähnliche Vorrichtungen sind z.B. aus den Schriften DE 1 750 135 U , DE 197 33 551 C2 und DE 102 23 075 A1 bekannt.
  • Diese mit Zwiebelschneider, Knoblauchschneider oder Gemüseschneider bezeichneten Vorrichtungen wurden dazu erdacht, um durch Drehung eines in der Regel oberen Gehäuseteils aus dem unteren Gehäuseteil herausfallendes fertig gewürfeltes Schneidgut (z.B. Zwiebeln) zu erhalten.
  • Dazu benötigen diese Vorrichtungen einen Vorschub, um das Schneidgut in Längsrichtung durch ein Schneidgitter hindurch zu drücken und einen in der Regel rotierenden Schneidevorgang, um das in Längsrichtung vorgeschnittene Schneidgut quer zur Vorschubrichtung in die gewünschten kleinen Stückchen zu zerteilen.
  • Um dies in einer einzigen Vorrichtung zu ermöglichen ist der Aufbau dieser Schneidegeräte relativ aufwändig und teuer.
  • Besonders nachteilig bei den bekannten Vorrichtungen ist die erforderliche Dimensionierung des Gewindetriebs und des notwendigen Gegenlagers im Bereich des mitrotierenden Schneidgitters.
  • Beide sind in der Regel im Durchmesser etwa so groß wie die lichte Weite des Füllraums für das Schneidgut.
  • Dies mag für relativ kleines Schneidgut, z.B. Knoblauch, noch akzeptabel sein, doch für größeres Schneidgut, z.B. handelsübliche Zwiebeln von ca. 7 cm im Durchmesser wird der Reibradius von Gewindetrieb und Gegenlager sehr groß. Größeres Schneidgut bedarf in der Regel auch einer größeren Kraft, um es durch ein Schneidgitter hindurch zu drücken. Größerer Reibradius zusammen mit einer erhöhten Axialkraft lassen die erforderliche Betätigungskraft zum Drehen des Gehäuseoberteils überproportional ansteigen, sodass von einer komfortablen Bedienung keine Rede mehr sein kann.
  • Dieses Problem tritt ganz besonders dann auf, wenn die aufeinander reibenden Einzelteile aus Kostengründen komplett aus Kunststoff gefertigt sind.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Schneidhilfe für z.B. Zwiebeln vorzuschlagen, die mit einfachem Aufbau und mit geringen Betätigungskräften das würfelförmige Schneiden von Zwiebeln erleichtert, ohne dass die Zwiebel selbst mit den Händen in Berührung kommen muss.
  • Gleichzeitig soll diese Vorrichtung eine geruchlose Aufbewahrung der noch nicht verbrauchten Zwiebel, z.B. im Kühlschrank ermöglichen.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst. Durch die in den Unteransprüchen aufgezeigeten Maßnahmen sind zweckmäßige Ausbildungen der Erfindung angegeben.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachfolgend unter der Verwendung einer Zwiebel als Schneidgut beschrieben. Der Erfindungsgedanke bezieht sich jedoch auf alle möglichen in dieser Form schneidbaren Lebensmittel.
  • Die primäre Anwendung dieser Vorrichtung ist nicht die Zubereitung einer größeren Menge gewürfelter Zwiebeln, wie sie z.B. zur Zubereitung von Braten oder Salaten notwendig wäre. Zu diesem Zweck ist schon eine Vielzahl von Geräten im Handel erhältlich, die dazu wesentlich besser geeignet sind.
  • Diesen Geräten ist jedoch allen gemein, dass sie nach jeder Benutzung eine mehr oder weniger aufwändige Reinigung erfordern.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist vielmehr dazu gedacht insbesondere bei Tisch eine komfortable und einfache Möglichkeit zu bieten, Zwiebeln in nahezu beliebig kleine Stückchen für die geschmackliche Anpassung diverser Speisen wie z.B. Brotbeläge zu zerkleinern.
  • Das Einzige was anschließend gereinigt werden muss, ist ein in der Regel ohnehin vorhandenes Messer, mit welchem die vorgeschnittene Zwiebel direkt entlang des Schneidgitters in kleinen Stückchen abgeschnitten wird.
  • Nach der Anwendung wird die Vorrichtung mit dem zugehörigen Deckel geruchsdicht verschlossen und kann bis zum nächsten Gebrauch in der Regel zunächst noch auf dem Tisch und anschließend im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Dazu kann diese Vorrichtung im Gegensatz zum oben zitierten bekannten Stand der Technik im Aufbau sehr einfach und damit auch preiswert gehalten werden.
  • Gleichzeitig ist die Bedienung der Vorrichtung, wegen dem für diesen Fall in Bezug auf Reibung optimal auslegbaren Gewindetrieb, auch bei relativ großen Zwiebeln mit akzeptabler Betätigungskraft möglich.
  • Weniger ist in diesem Fall eindeutig Mehr!
  • Natürlich muss auch diese Vorrichtung nach der Verarbeitung von einer, oder auch erst nach mehreren Zwiebeln gereinigt werden. Auch dazu ist der einfache Aufbau dieser Vorrichtung von großem Vorteil, denn jedes Einzelteil das nicht gereinig werden muss bedeutet in diesem Fall eine deutliche Erleichterung.
  • Dabei versteht es sich von selbst, dass die Einzelteile aus Materialien gefertigt werden, die auch für eine Reinigung in der Spülmaschine geeignet sind.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
  • Dabei zeigt
  • 1 den Aufbau der Vorrichtung im Gesamtschnitt gemäß der vorliegenden Erfindung
  • 2 eine mögliche Drehsicherung des Druckstempels im Gehäuse
  • 3 und 4 weitere Ausführungsformen der Drehsicherung des Druckstempels
  • 5 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
  • 6 eine Ausführungsform der Federplatte nach 5
  • 7 ein statt eines Schneidgitters einsetzbares Konturmesser
  • 8 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
  • Wie aus 1 ersichtlich ist, besteht die Vorrichtung aus einem im Wesentlichen zylindrischen Gehäuse 1, welches nach oben hin in Form einer Stützhülse 2 ausläuft.
  • Das Gehäuse 1 bildet nach oben begrenzt durch den Druckstempel 4 und nach unten begrenzt durch das Schneidgitter 5 im Wesentlichen den Füllraum 3.
  • Das Schneidgitter 5 wird in bekannter Weise aus einer Vielzahl von senkrecht stehenden Messerblättern gebildet, von denen die eine Hälfte im jeweils gleichen Abstand parallel nebeneinander angeordnet, und die andere Hälfte im gleichen Abstand parallel nebeneinander, jedoch um 90° versetzt mit der ersten Hälfte zu einem quadratischen Wabenmuster ineinander gesteckt wird, und zur Stabilisierung und besserer Handhabung an den äusseren Enden mit dem Haltering 19 zu einer Einheit verbunden ist.
  • Die Kappe 6 ist an der Stelle 7, hier dargestellt durch eine Pressverbindung, drehfest mit der Mutterhülse 8 verbunden und durch diese drehbar in der Stützhülse 2 radial und axial geführt. Die Verbindung zwischen Kappe 6 und Mutterhülse 8 könnte z.B. zur besseren Reinigung der Einzelteile, auch in Form einer leicht lösbaren Clip- oder Schraubverbindung ausgeführt werden. Fest mit der Mutterhülse 8 verbunden ist auch die Mutter 9.
  • Am unteren Ende des Gehäuses 1 wird das Schneidgitter 5 am Haltering 19 durch den Befestigungsring 10 durch eine Gewinde- oder Bajonettverbindung gehalten.
  • Der abnehmbare Deckel 11 schließt das Gehäuse 1 durch eine hier auf den Befestigungsring 10 wirkende Klemmverbindung geruchsdicht ab.
  • Der Druckstempel 4 bildet mit der Spindel 12 eine Einheit; er kann jedoch auch auf eine andere geeignete Weise fest mit ihr verbunden sein.
  • Durch Drehen der Kappe 6 und damit der Mutterhülse 8 samt Mutter 9 wird die Spindel 12 samt Druckstempel 4 entsprechend der Spindelsteigung zu einer Axialbewegung gezwungen. Dazu ist der Druckstempel 4 zwar axial beweglich, jedoch nicht drehbar im Gehäuse 1 geführt und das Schneidgitter 5 läßt sich nur in bestimmten Positionen in das Gehäuse 1 einsetzen, sodass in der untersten Position des Druckstempels 4 die Fortsätze 13 des Druckstempels 4 stets genau durch die Lücken 14 des Schneidgitters 5 hindurchpassen.
  • Vorteilhafter Weise besitzen Spindel 12 und natürlich auch Mutter 9 ein Linksgewinde, sodass der Druckstempel 4 bei einer Rechtsdrehung der Kappe 6 für den Anwender erwartungsgemäß auch eine Axialbewegung nach unten in Richtung Schneidgitter 5 macht. Durch eine Rechtsdrehung der Kappe 6 wird also eine sich im Füllraum 3 befindliche Zwiebel vom Druckstempel 4 zunächst in Richtung Schneidgitter 5 bewegt und bei weiterer Fortführung durch dieses Schneidgitter hindurch gedrückt.
  • Wie weit die Zwiebel durch das Schneidgitter 5 hindurch gedrückt wird entscheidet der Anwender selbst, und bestimmt damit die Größe der Zwiebelstückchen die er mit Hilfe eines Messers direkt entlang dem im Wesentlichen bündig mit dem Gehäuse 1 bzw. Befestigungsring 10 abschließenden Schneidgitter 5 abschneidet.
  • Die Größe der resultierenden Zwiebelstückchen kann daher von hauchdünn bis sehr grob nach belieben vom Anwender bestimmt werden.
  • Dieser Vorgang ist in überaus kontrollierbarer Weise durchführbar, da die am Schneidgitter 5 abgeschnittenen Zwiebelstückchen an der Messerklinge entlang gleiten und an diesem haften bleiben. Die am Messer haftenden Zwiebelstückchen lassen sich sodann mit dem Messer z.B. auf einem Brotbelag sauber abstreifen, ohne dass die ganze Umgebung dieser Brotscheibe ebenfalls mit Zwiebelstückchen übersäht wird.
  • „Im Wesentlichen bündig" bedeutet in diesem Fall, dass das Schneidgitter 5 z.B. aus fertigungstechnischen Gründen, durchaus um ein geringes Maß gegenüber dem Gehäuse 1 oder dem Befestigungsring 10 zurück- oder auch hervorstehen kann, solange die aus dem Schneidgitter 5 herausgedrückte Zwiebel noch problemlos mit einem Messer zumindest in unmittelbarer Nähe des Schneidgitters 5 abgeschnitten werden kann.
  • Nach der Anwendung wird die Vorrichtung durch den Deckel 11 geruchsdicht verschlossen, und zwar vorzugsweise in der Art, dass die Vorrichtung einfach auf den mit der offenen Seite nach oben z.B. auf dem Tisch liegenden Deckel 11 aufgesetzt wird.
  • Vorteilhafter Weise besitzt der Deckel 11 im Innendwchmesser eine Stufung 15 mit einer Höhe h, die sinnvoller Weise etwa der Höhe des Schneidgitters entspricht. Diese Stufung sorgt dafür, dass die Vorrichtung auch dann noch sicher auf dem Deckel 11 aufgesetzt werden kann, wenn die aus dem Schneidgitter 5 herausgedrückte Zwiebel noch nicht, oder noch nicht vollständig mit einem Messer abgeschnitten wurde.
  • In der erfindungsgemäßen Ausführungsform dieser Vorrichtung ist der Gewindetrieb in kompakter Form komplett über dem Druckstempel 4 angeordnet. Damit kann dieser Gewindetrieb bestehend aus Spindel 12, Mutter 9, Mutterhülse 8, Stützhülse 2 und Drucklager 16 im Durchmesser gerade nur so groß ausgeführt werden, wie es für die Aufnahme und Abstützung der Druckkraft notwendig ist. Insbesondere die dadurch errichbaren kleinen Reibradien von Spindel 12 und Mutter 9 sowie des Drucklagers 16 begünstigen einen guten Wirkungsgrad des Spindeltriebs, was für eine akzeptable Betätigungskraft bei der Anwendung der Vorrichtung unerlässlich ist.
  • Für eine geringe Betätigungskraft ist insbesondere das Verhältnis von Reibradius (Ri) der Mutter 9 und des Gegen- bzw. Drucklagers 16 zum Radius (Ra) des Angriffspunktes der Betätigungskraft, also des Außendwchmessers der Kappe 6 wichtig.
  • Da der Außendurchmesser der Kappe 6 durch die Anatomie des Menschen begrenzt ist, – zum Drehen der Kappe 6 muß diese auch von einer relativ kleinen Hand umfasst werden können-, bleibt nur die Möglichkeit den Durchmesser des Gewindetriebs 9 und 12 sowie des Drucklagers 16 so klein wie möglich zu halten.
  • Wie leicht einzusehen ist, wird durch das Verhältnis Ri/Ra eine einfache Hebelübersetzung definiert.
  • Je kleiner der Wert Ri/Ra wird, also je größer der Durchmesser der Kappe 6 gegenüber dem Durchmesser des Gewindetriebs 12 und 9 und seines Gegenlagers 16 wird, desto kleiner wird bei gegebener Axialkraft (Durchdrücken einer Zwiebel durch das Schneidgitter) die erforderliche Umfangs- bzw. Betätigungskraft.
  • Während dieser Wert bei dem oben angegebenen Stand der Technik konstruktiv bedingt nahezu 1 ist, kann er bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung problemlos einen Wert von deutlich kleiner als 0,5 erreichen.
  • Je nach verwendeten Materialien von Gehäuse 1 bzw. Stützhülse 2 und Mutterhülse 8 kann es sinnvoll sein, die Reibung des Stützlagers 16 durch eine Zwischenlage mit besonders geringem Reibungskoeffizienten, z.B. einer polierten Stahlscheibe oder einer Scheibe aus speziellem Lagermaterial, zu verringern.
  • Bei geeignetem Material könnte die Mutterhülse 8 und die Mutter 9 selbstverständlich auch einteilig ausgeführt werden.
  • Auch wenn es aus Kostengründen wohl sinnvoll ist möglichst viele Teile aus Kunststoff zu fertigen, erreicht man eine möglichst geringe Reibung zwischen Mutter 9 und Spindel 12 nach dem derzeitigen Stand der Technik am wirtschaftlichsten dadurch, dass die Spindel 12 vorzugsweise zusammen mit dem Druckstempel 4 aus einem härteren Material, z.B. Stahl oder eloxiertes Aluminium, und die Mutter 9 aus einem weicheren Material, z.B. aus einem geeigneten Kunststoff gefertigt wird.
  • Dadurch, dass durch die Kappe 6 über die Mutterhülse 8 die Mutter 9 gedreht wird, und nicht wie es auch möglich wäre die Spindel 12 in einer feststehenden Mutter 9, erweist sich der Gewindetrieb auch besonders vorteilhaft hinsichtlich einer stabilen Verbindung zwischen Druckstempel 4 und Spindel 12, sowie einer stets ausreichenden Stützlänge dieser Einheit zwischen der seitlichen Anlage des Druckstempels 4 im Gehäuse 1 und der Führung der Spindel 12 in der Mutter 9 bzw. Mutterhülse 8, die einem Verkippen und evtl. Verklemmen bei ungleichmäßig verteilter Druckkraft (außermittig liegende Zwiebel) entgegenwirkt.
  • Ein andernfalls notwendiges Lager zwischen einer sich drehenden Spindel 12 und dem nicht drehbaren Druckstempel 4 wäre bezüglich der Auslegung für eine solche Beanspruchung sehr problematisch.
  • Die Ausführung des Gewindetriebs hat außerdem den ästhetischen Vorteil, dass die Vorrichtung in ihrer Gesamthöhe unverändert bleibt, unabhängig in welcher Position sich der Druckstempel 4 gerade befindet, und weiterhin den funktionellen Vorteil, dass der Gewindetrieb durch Stützhülse 2 und Kappe 6 vor äußerer Verschmutzung weitestgehend geschützt ist, und gleichzeitig auch eine Verschmutzung des Anwenders durch eine evtl. geschmierte Spindel 12 vermieden wird.
  • Die 2 bis 4 zeigen beispielhafte Ausführungsformen des Gehäuses 1 im Querschnitt im Hinblick auf die notwendige Drehsicherung des Druckstempels 4 sowie der Lagefixierung des Schneidgitters 5.
  • In 2 besteht die Drehsicherung aus einer im Gehäuse 1 längs über den gesamten Verfahrweg des Druckstempels 4 verlaufenden Ausbuchtung 17 mit einer entsprechenden Aussparung 18 im Druckstempel 4. Selbstverständlich kann solch eine Drehsicherung auch mehrfach über dem inneren Umfang des Gehäuses angeordnet sein.
  • In 3 ist die Drehsicherung dadurch realisiert, dass der Druckstempel 4 und der Querschnitt des Gehäuses 1 die Form eines 6- Ecks besitzen. Es könnte dazu auch eine beliebige andere sinnvolle Poligon- oder auch Ovalform gewählt werden.
  • In 4 ist zur Drehsicherung nur die Innenkontur des Gehäuses 1 und entsprechend dazu die Außenkontur des Druckstempels 4 beispielsweise in Form eines 8- Ecks ausgeführt, während die Außenkontur des Gehäuses 1 auch eine evtl. gewünschte runde Kontur aufweisen kann.
  • Während nach 2 gleichzeitig auch die Lagefixierung des Schneidgitters 5 im Gehäuse 1 sichergestellt werden könnte, müssten für eine entsprechende Lagefixierung nach 3 und 4 die abgebildeten Poligone zumindest im Bereich des Schneidgitters 5 im einfachsten Falle ein wenig unregelmäßig gestaltet werden, sodass nach 3 nur eine oder maximal 2 um 180° versetzte Positionen und nach 4 nur eine oder maximal 4 um 90° versetzte Positionen möglich wären.
  • 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
  • Diese Ausführungsform, ohne einen Befestigungsring für das Schneidgitter 5, stellt eine besonders elegante Designvariante dar, insbesondere wenn Gehäuse 20 und Kappe 22 z.B. aus geschliffenem oder poliertem Edelstahl bzw. gebürstetem Aluminium hergestellt werden.
  • Die generelle Funktion ist die gleiche wie an 1 erläutert, allerdings mit folgenden Unterscheidungen im Aufbau.
  • Das Schneidgitter 5, ist unlösbar fest mit dem Gehäuse 20 verbunden und bildet mit diesem eine bauliche Einheit.
  • Zum Öffnen der Vorrichtung, z.B. um diese mit einer Zwiebel zu füllen, muß der Druckstempel 21 durch eine Linksdrehung der Kappe 22 so lange nach oben gefahren werden, bis der Bund 23 die Federplatte 24 erreicht und diese von der Innenwand 25 des Gehäuses 20 abhebt.
  • Danach kann das komplette Oberteil 26 an der Kappe 22 aus dem Gehäuse 20 herausgezogen und die Zwiebel eingelegt werden.
  • Zum Verschließen wird das Oberteil 26 mit dem Druckstempel 21 voran wieder in das Gehäuse 20 eingeschoben bis der Stützring 27 auf dem oberen Rand 28 des Gehäuses 20 aufsitzt. Anschließend wird der Druckstempel 21 durch Rechtsdrehung der Kappe 22 wieder nach unten gefahren. Dabei legt sich die Federplatte 24 wieder an der Innenwand 25 des Gehäuses 20 an und verriegelt die Vorrichtung im Wesentlichen durch Reibschluss.
  • Die Federplatte 24 und der Stützring 27 sind durch Sicherungsringe 29 und 30 axial auf der Stützhülse 31 fixiert.
  • Zur Reibungsreduzierung zwischen der feststehenden Stützhülse 31 und der drehbaren Mutterhülse 32 sind in dieser Ausführungsform Buchsen 33 und 34 aus besonders reibungsarmem Material in der Stützhülse 31 eingesetzt.
  • Entsprechend 6 kann die Federplatte 24 je nach verwendetem Material aus einem geschlossenen Kreisring bestehen, oder sie kann aus einem Kreisring bestehen, der durch einen oder mehrere radiale Einschnitte 35 oder Einbuchtungen 36 biegeweicher gestaltet wurde.
  • Entsprechend 7 könnte in der erfindungsgemäßen Vorrichtung statt eines Schneidgitters 5 auch ein passendes Konturmesser 37 mit einem entsprechenden Druckstempel eingesetzt werden. Damit könnten aus geeigneten Lebensmitteln z.B. zur Verzierungen von Speisen, Konturscheiben in den unterschiedlichsten Formen und in frei wählbarer Dicke erzeugt werden.
  • Der Vollständigkeit halber ist in 8 prinzipiell die Möglichkeit der vertauschten Anordnung von Spindel und Mutter dargestellt.
  • Das Gehäuse 38 erstreckt sich einteilig über die Führungshülse 39 bis hinauf zum Lagerbund 40. Die Rippen 41 dienen der Stabilisierung der Führungshülse 39.
  • Der Druckstempel 42 ist nun über die Verbindungshülse 43 und der Mutteraufnahme 44 fest mit der Mutter 45 verbunden.
  • Die Verbindung zwischen Spindel 46 und der Kappe 47 ist an der Stelle 48 in diesem Beispiel durch eine Pressverbindung realisiert.
  • Die Lagerscheiben 49 und 50 aus besonders reibungs- und verschleißarmem Material dienen dazu die Betätigungskräfte möglichst gering zu halten.
  • Durch Drehung der Kappe 47 wird daher im Gegensatz zu den vorausgegangenen Ausführungsvarianten die Spindel 46 gedreht und der Druckstempel 42 wird über die drehfeste Mutter 45 entsprechend der Gewindesteigung zu einer Axialbewegung gezwungen. Auch hier ist es von Vorteil, wenn Mutter 45 und Spindel 46 mit einem Linksgewinde versehen sind, sodass sich der Druckstempel 42 bei einer Rechtsdrehung der Kappe 47 in die Richtung des Schneidgitters 51 bewegt.
  • Die Drehsicherung des Druckstempels 42 kann in dieser Ausführungsform auch zwischen der Mutteraufnahme 44 und der Führungshülse 39 sinngemäß entsprechend den 2 bis 4 und den zugehörigen Beschreibungen realisiert werden.

Claims (7)

  1. Schneidhilfe und Aufbewahrungsbehälter für Zwiebeln und andere geeignete Lebensmittel mit einem geschlossenen Gehäuse (1), welches im unteren Bereich einen Füllraum (3) bildet und einem Gewindetrieb (9, 12), mit dessen Hilfe über einen Druckstempel (4) das im Füllraum (3) befindliche Gut durch ein Schneidgitter (5) hindurch gedrückt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Gewindetrieb (9, 12) einschließlich des Drucklagers (16) auf der dem Füllrawn (3) gegenüberliegenden Seite des Druckstempels (4) angeordnet ist, dass der Druckstempel (4) durch eine Drehung der Spindelmutter (9) oder der Spindel (46) über die Betätigungseinrichtung (6, 47) in Richtung Schneidgitter (5) bewegt wird, und dass das Schneidgitter (5) im Wesentlichen bündig mit dem unteren Rand des Gehäuses (1, 20) oder eines Befestigungsringes (10) abschließt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Durchmesser der Betätigungseinrichtung (6) mindestens dopppelt so groß ist wie der Durchmesser des Gewindetriebs (9, 12) und des Drucklagers (16).
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1, 38) und die Aufnahme des Gewindetriebs (2, 39) einteilig sind, und die Öffnung des Füllraums (3) durch Entfernen des Schneidgitters (5) erfolgt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (20) eine Einheit mit dem Schneidgitter (5) bildet, und zur Öffnung des Füllraums (3) im Wesentlichen der gesamte Rest der Vorrichtung an der Kappe (22) durch eine vom Druckstempel (21) zu öffnende Verriegelungsvorrichtung (23, 24, 25) aus dem Gehäuse (20) herausgezogen wird.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung im Wesentlichen durch die radiale Vorspannung einer in der Stützhülse (31) fixierten elastisch verformten Scheibe (24) zwischen dem Außenrand dieser elastischen Scheibe und der Innenwand des Gehäuses (20) erfolgt.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1, 20) im Bereich des Schneidgitters (5) durch einen Deckel (11) geruchsdicht verschlossen werden kann, und dass die Vorrichtung in diesem Deckel auf einer Stufung (15, h) aufsitzt.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dieser statt eines Schneidgitters (5) ein geeignetes Konturmesser (37) mit beliebiger Form zusammen mit einem entsprechendem Druckstempel verwendet werden kann.
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