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Technisches
Gebiet
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Die
Erfindung betrifft ein Fenster, umfassend mindestens einen öffenbaren
Fensterflügel,
insbesondere einen Drehflügel,
mit einem Flügelrahmen
und einer daran angeordneten Verglasung, wobei der Flügelrahmen
in geschlossenem Zustand des Fensterflügels dichtend mit einem Fensterrahmen
zusammenwirkt. Die Erfindung betrifft ferner ein Stufenglas für ein Fenster
sowie eine Fassade mit einer Mehrzahl von Fenstern.
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Stand der
Technik
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Fenster
mit öffenbaren
Fensterflügeln
sind seit langem bekannt. Die Flügel
umfassen üblicherweise einen
Flügelrahmen,
z. B. aus Holz, Kunststoff oder Metall, in welchen eine Verglasung,
z. B. ein Mehrscheiben-Isolierglas, aufgenommen ist. Der Flügelrahmen
ist an einem fest in der Fensteröffnung
angebrachten Fensterrahmen (Blendrahmen, Fensterzarge) öffenbar
angebracht. Üblicherweise
wird der Randbereich der Verglasung beidseitig vom Flügelrahmen
umschlossen, d. h. die Randbereiche beider Hauptflächen der
Verglasung verschwinden hinter den inneren und äusseren Rahmenteilen.
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Entlang
seiner Aussenkanten weist der Flügelrahmen
Dichtmittel auf, z. B. ein stufenförmiges Rahmenprofil sowie flexible
Dichtungen, welche mit Dichtmitteln am fest in der Fensteröffnung angebrachten
Fensterrahmen zusammenwirken, so dass bei geschlossenem Fensterflügel eine
thermische Abdichtung und eine Abdichtung gegen Nässe und
Feuchtigkeit gewährleistet
ist.
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Üblich sind
neben einflügeligen
Fenstern auch Fenster mit einem öffenbaren
Fensterflügel
und einem oder mehreren weiteren Fensterelementen, welche ebenfalls
als öffenbare
Flügel
oder als feststehende Verglasungselemente vorgesehen sein können. Zwischen
den Fensterelementen ist üblicherweise
entweder ein fest am Fensterrahmen angeordneter, feststehender Mittelpfosten
(Setzholz) vorgesehen, oder eines der angrenzenden Elemente ist
auf seiner Aussenseite mit einer aufgesetzten Schlagleiste versehen.
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Die
verwendeten Fenster bestimmen massgeblich das Erscheinungsbild einer
Hausfassade. Bei herkömmlichen
Fenstern ist konstruktionsbedingt zwischen zwei benachbarten Elementen
ein vertikales, von der Fensterfläche abgesetztes Element von
aussen deutlich sichtbar, nämlich
die Schlagleiste als Teil des Flügelrahmens
oder das fest (aussen) angeordnete Setzholz. Bei einem Fenster mit
drei Elementen sind dies beispielsweise zwei vertikale optische
Unterteilungen der Fensterfläche.
Konstruktionsbedingt werden also in einem Fensterband neben den
Zwischenräumen
zwischen den benachbarten Fensterflächen eine Reihe von weiteren
vertikalen optischen Teilungen geschaffen unabhängig davon, ob diese architektonisch
gewünscht sind
oder nicht.
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Herkömmliche, über die
Glasflächen
vorstehende Flügelrahmen
erschweren zudem die Fensterreinigung, insbesondere auf der Gebäudeaussenseite,
wo oft Maschinen eingesetzt werden. Zusätzlich wird die Lebensdauer
von Fenstern massgeblich durch die Lebensdauer derjenigen Teile
der Flügelrahmen
bestimmt, welche der Witterung ausgesetzt sind.
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Moderne
Bauten weisen oft grossflächige,
durchgehende Glasfassaden auf mit einer geringen Zahl von vertikalen
(und horizontalen) Teilungen. Dies wird erreicht, indem die Verglasung
beispielsweise mit einem Punkthaltesystem an innenseitigen Trägem gehalten
ist oder indem Glaselemente auf einen Hilfsrahmen geklebt werden,
welcher an einer Tragekonstruktion befestigt wird (structural glazing).
Derartige Fassaden weisen aber üblicherweise
keine öffenbaren
Fenster auf oder diese sind nur in gewissen Bereichen vorgesehen, wo
eine optische Teilung nicht störend
ist oder gar gewünscht
wird. Die Tragekonstruktion hinter der Glasfassade vermindert den
nutzbaren Rauminhalt des Gebäudes
und verlangt eine angepasste Innenraumgestaltung.
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Soll
an einem bestehenden Gebäude
eine Fassade geschaffen werden, welche mit einer geringeren Zahl
vertikaler Teilungen auskommt, sind aufwändige Umbauten notwendig (z.
B. das Vorhängen
einer neuen Fassade). Allenfalls können mehrflügelige Fenster durch entsprechend
grössere
einteilige Fensterelemente ersetzt werden. Diese können dann
aber üblicherweise
nicht mehr ohne weiteres geöffnet
werden, und das hohe Gewicht der Scheiben führt zu einer überproportionalen
Belastung der Flügelrahmen
und der Lager der Fensterflügel.
Zudem wirken überdimensionierte
Flügelformate
im Innenraum oft störend.
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Darstellung
der Erfindung
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein dem eingangs genannten technischen Gebiet
zugehörendes
Fenster zu schaffen, welches auf einfache Weise und ohne Komfortverlust
erweiterte Fassadengestaltungen erlaubt und welches einfach zu reinigen
und dauerhaft ist.
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Die
Lösung
der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der Erfindung
ist eine Hauptfläche
des Fensterflügels
ganz durch die Verglasung gebildet, und der Flügelrahmen steht bezüglich dieser
Hauptfläche
nicht vor.
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Somit
tritt auf derjenigen Seite, deren Hauptfläche von der Verglasung gebildet
wird, der Flügelrahmen optisch
in den Hintergrund, er ist allenfalls aus der Nähe noch durch die Verglasung
hindurch erkennbar. Die Glasfläche
erscheint auf dieser Seite grösser
als bei herkömmlichen
Fenstern mit beidseitigen Flügelrahmen. Weil
kein vorstehender Flügelrahmen
vorhanden ist, vereinfacht sich zudem die Reinigung auf der durch
die Verglasung gebildeten Seite. Dies ist besonders dann vorteilhaft,
wenn die Hauptfläche
auf der Aussenseite ganz durch die Verglasung gebildet ist. In diesem
Fall ist ausserdem der Flügelrahmen
kaum oder gar nicht mehr der Witterung, also z. B. Nässe, Kälte oder
direkter Sonneneinstrahlung, ausgesetzt, wodurch die Lebensdauer
des Fensterflügels
erheblich gesteigert werden kann.
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Trotzdem
kann der Fensterflügel
genau wie herkömmliche öffenbare
Fensterflügel
geöffnet
werden, indem beispielsweise manuell ein Fenstergriff betätigt wird,
welcher mit einem Verschlussmechanismus zusammenwirkt. Dieser Mechanismus
kann – wie
auch andere Fensterbeschläge – weiterhin
auf an sich bekannte Weise im Flügelrahmen
angeordnet werden. In geschlossenem Zustand dichtet der Flügelrahmen
gegenüber
dem Fensterrahmen, welcher fest in der Fensteröffnung angeordnet ist, wetterdicht
ab. Die erfindungsgemässe
Lösung
ermöglicht
eine einfache Nachrüstung
bestehender Gebäude,
indem es ausreichen kann, lediglich die Fensterflügel auszutauschen.
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Neben
Drehflügelfenstern
ist die Erfindung auch bei anderen Fenstertypen wie Wende-, Schwing-
und Kippfenstern oder bei Fenstertüren realisierbar.
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Bevorzugt
weist das Fenster ein weiteres Fensterelement mit einer weiteren
Verglasung auf wobei wiederum eine Hauptfläche des Fensterelements ganz
durch die Verglasung gebildet ist. In geschlossenem Zustand des
Fensterflügels
ist die Hauptfläche
des Fensterflügels
flächenbündig mit
der Hauptfläche
des Fensterelements. Dies bedeutet, dass die Hauptflächen des
Fensterflügels
und des weiteren Fensterelements in derselben geometrischen Ebene
liegen; zwischen den Hauptflächen
kann aber durchaus eine Lücke
(z. B. in der Art einer Schattennut) gebildet sein. Weil sowohl
der Fensterflügel
als auch das weitere Fensterelement keine über die zueinander flächenbündigen Hauptflächen vorstehenden
Elemente aufweisen, entsteht optisch – besonders aus einer gewissen
Distanz – der
Eindruck einer durchgehenden Fensterfläche, zumal dann, wenn die gebildete
Lücke verhältnismässig schmal
ist. Durch den Einsatz der erfindungsgemässen Fenster lassen sich somit
auf einfache Weise Fassaden mit öffenbaren
Fenstern realisieren, die gegenüber
herkömmlichen
Lösungen
deutlich weniger vertikale Unterteilungen aufweisen. Weil keine
vorstehenden Elemente vorhanden sind, kann die Reinigung des Fensterflügels und
des weiteren Fensterelements im Wesentlichen gleich erfolgen wie
die Reinigung einer einzigen, durchgehenden Fensterfläche der
entsprechenden Grösse.
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Beim
weiteren Fensterelement kann es sich um einen zweiten öffenbaren
Fensterflügel
handeln, insbesondere um einen Drehflügel, wobei dieser in geschlossenem
Zustand mit dem Fensterrahmen sowie mit dem ersten Fensterflügel dichtend
zusammenwirkt. Es kann auch ein nicht-öffenbares weiteres Element
vorgesehen werden, bzw. eines, welches nur zu Unterhalts- und Reinigungszwecken
geöffnet
werden soll (wobei beispielsweise Schrauben gelöst werden müssen).
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Bevorzugt
ist die Verglasung durch ein Stufenglas gebildet. Dieses bildet
mit seiner grösseren
Glasaussenfläche
ganz die genannte Hauptfläche
des Fensterflügels.
Auf der entgegengesetzten Seite ist das Stufenglas umlaufend entlang
seines Randbereichs auf dem Flügelrahmen
angeordnet. Stufengläser,
also Gläser mit
unterschiedlich grossen, parallel angeordneten Scheiben sind an
sich bekannt. Sie können
wirtschaftlich hergestellt werden und erfüllen mittlerweile sämtliche
an sie gestellten Anforderungen, beispielsweise bezüglich Isolation
oder Stabilität.
Im Rahmen der Erfindung wird das Stufenglas so auf dem Rahmen angeordnet, dass
die flächenmässig kleinere
Scheibe bzw. die kleineren Scheiben vom Flügelrahmen allseitig umschlossen werden,
während
die grössere
Scheibe bzw. die grösseren
Scheiben den Flügelrahmen
auf der entsprechenden Seite zumindest teilweise überdecken.
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Durch
die Verwendung von Stufenglas kann der Fensterflügel mechanisch stabil ausgebildet
werden, indem ein Teil des Stufenglases wie das Glaselement von
herkömmlichen
Fensterflügeln
im Rahmen gehalten und von diesem allseitig gestützt ist. Zusätzlich kann
ein Fensterflügel
mit einer geringeren Gesamtdicke realisiert werden, als wenn beispielsweise
die gesamte Verglasung einseitig aussen auf dem Rahmen angeordnet ist.
Im Weiteren ergibt sich durch die genannte Lösung von der "Rahmenseite" des Fensterflügels her
eine Optik wie bei einem herkömmlichen
Fensterflügel
mit einem Flügelrahmen
und einer davon umschlossenen Scheibe. Wird die Aussenfläche von
der Verglasung gebildet, erscheinen also die Fenster vom Innenraum
her wie herkömmliche
Fenster, übergrosse
Flügelformate
werden vermieden.
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Das
verwendete Stufenglas weist bevorzugt eine umlaufende Kontaktfläche auf,
welche derart ausgebildet ist, dass sich das Stufenglas einfach
auf bestehenden Rahmen für
Fensterflügel
anbringen lässt.
Dies erlaubt einerseits den Einsatz von in Grossserie gefertigten
und entsprechend kostengünstigen
herkömmlichen
Flügelrahmen
(mit oder ohne Nachbearbeitung zur Anpassung an das verwendete Stufenglas)
oder die Weiterverwendung von vorhandenen Flügelrahmen nach einem Umbau,
im Zuge dessen die herkömmlichen Fenster
durch erfindungsgemässe
Fenster ersetzt werden.
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Mit
Vorteil ist das Stufenglas auf den Flügelrahmen aufgeklebt. Dadurch
wird eine einfache Fertigung des Fensterflügels ermöglicht und mechanische Halterungen
erübrigen
sich. Geeignete Klebstoffe, z. B. auf der Basis von Silikon, sind
kommerziell verfügbar.
Die im Randbereich des Stufenglases ausgebildete Stufe ermöglicht mehrere
Klebungen mit dem Flügelrahmen,
wodurch auch bei grossen Fensterflächen ein sicherer Halt des
Glases ermöglicht
ist.
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Anstelle
einer direkten Klebung zwischen dem Stufenglas und dem Flügelrahmen
kann auf der Rückseite
des Stufenglases ein Hohlprofil aufgeklebt sein, welches mittels
Befestigungselementen lösbar
am Flügelrahmen
befestigt werden kann. Das Hohlprofil weist beispielsweise eine
Nut auf, und am Flügelrahmen
werden an sich bekannte, um eine exzentrische Achse drehbare Befestigungselemente
angeordnet. Diese greifen in die Nut ein und halten das Hohlprofil
und das damit verklebte Stufenglas durch eine Klemmwirkung fest.
Bei einer Beschädigung
des Stufenglases können
die Befestigungselemente um ihre Achse gedreht werden, so dass das
Hohlprofil freigegeben und das Stufenglas inklusive Hohlprofil einfach
ausgewechselt werden kann.
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Vorzugsweise
tritt der Flügelrahmen
im Bereich der grösseren
Glasaussenfläche
des Stufenglases nicht seitlich über
die grössere
Glasaussenfläche
hinaus. Dadurch ergibt sich eine optimale Ästhetik und der Flügelrahmen
ist durch die vorgelagerte Glasaussenfläche vor Witterungseinflüssen geschützt. Im
Bereich der kleineren Scheiben oder des Scheibenzwischenraums kann
der Flügelrahmen
seitlich über
die grössere
Glasaussenfläche
hinaustreten, z. B. damit er mit einem zweiten Flügelrahmen
zusammenwirken kann. Dieser Abschnitt des Flügelrahmens ist von aussen kaum
sichtbar und Witterungseinflüsse
auf diesen Teil können
durch entsprechend vorgelagerte Dichtungen vermieden werden.
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Mit
Vorteil ist der Flügelrahmen
ein Holzrahmen. Ein solcher ist einfach und wirtschaftlich in der
Herstellung, ist dauerhaft, lässt
sich der Verglasung in weiten Grenzen anpassen und gewährleistet
eine gute Isolation, indem durch den Rahmen führende Wärmebrücken schon durch das Rahmenmaterial
vermieden werden. Wenn die aussenliegende Hauptfläche des
Fensterflügels
durch die Verglasung gebildet ist, wird der Flügelrahmen durch die davorliegende
Verglasung vor Witterungseinflüssen
geschützt,
so dass gegenüber üblichen
Flügelrahmen
aus Holz geringere Anforderungen an die Witterungsbeständigkeit
gestellt werden können.
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Alternativ
ist die Erfindung auch mit anderen Flügelrahmen, insbesondere aus
Kunststoff oder Metall, realisierbar.
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Mit
Vorteil ist am Flügelrahmen
eine nutartige, umlaufende Wassernase, insbesondere aus einem Kunststoffmaterial,
angeordnet. Diese verhindert, dass Wasser entlang des Flügelrahmens
ins Innere des Gebäudes
dringt.
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Bevorzugt
weist die ganz durch die Verglasung gebildete Hauptfläche des
Fensterflügels
eine schmutzabweisende Beschichtung auf. Durch derartige Beschichtungen
wird verhindert, dass sich Schmutz auf der Verglasung ablagern kann
("Lotos-Effekt"), die Verglasung
bleibt deshalb sauber und der Reinigungsaufwand reduziert sich prinzipiell.
Bei herkömmlichen
Fenstern ist jedoch auch der Flügelrahmen
der Witterung ausgesetzt und wird dementsprechend verschmutzt. Falls
nicht auch der Rahmen mit einer schmutzabweisenden Beschichtung
versehen wird (was je nach Material problematisch sein kann oder
die Optik nachteilig beeinflusst), wird die Häufigkeit der Aussenreinigung
von der Verschmutzung des Rahmens bestimmt. Beim erfindungsgemässen Fenster
ist der Rahmen weniger oder gar nicht der Witterung ausgesetzt und
erfährt
deshalb auch eine weit geringere Verschmutzung, so dass erst die
Kombination der schmutzabweisend beschichteten Verglasung mit dem
erfindungsgemässen
Fenster einen deutlich verringerten Reinigungsaufwand bedeutet.
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Aus
der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Schutzansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen
und Merkmalskombinationen der Erfindung.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
zur Erläuterung
des Ausführungsbeispiels
verwendeten Zeichnungen zeigen:
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1 Eine
Aussenansicht eines Fensters gemäss
einer ersten Ausführungsform
der Erfindung;
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2 einen
horizontalen Querschnitt durch die beiden Fensterflügel;
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3 eine
vergrösserte
Darstellung des Querschnitts aus der 2, welche
den Kontaktbereich der beiden Fensterflügel zeigt;
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4 einen
horizontalen Querschnitt durch einen äusseren Abschnitt des Fensterflügels und
den Blendrahmen;
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5 eine
schematische Schrägansicht
einer Eckverbindung der Wassernase;
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6 einen
horizontalen Querschnitt durch den Kontaktbereich der beiden Fensterflügel einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung; und
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7 einen
horizontalen Querschnitt durch den äusseren Abschnitt des Fensterflügels und
den Blendrahmen.
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Grundsätzlich sind
in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Wege zur Ausführung der
Erfindung
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Die 1 zeigt
eine Aussenansicht eines Fensters gemäss einer ersten Ausführungsform
der Erfindung. Dargestellt ist ein zweiflügeliges Fenster 1 mit
einem Blendrahmen 2 und zwei nach innen öffenbaren Fensterflügeln 100, 200.
Von diesen Fensterflügeln 100, 200 sind
von der Aussenseite her lediglich die Aussenflächen der äusseren Scheiben 111, 211 der
jeweiligen Verglasung 110, 210 sichtbar. Diese überdecken die
(mit gestrichelten Linien angedeuteten) im Randbereich der Fensterflügel 100, 200 umlaufenden,
im Wesentlichen rechteckigen Flügelrahmen 120, 220 aus
Holz vollständig.
Die Aussenflächen
der Scheiben 111, 211 sind im geschlossenen Zustand
der Fensterflügel 100, 200 flächenbündig zueinander,
wobei im Kontaktbereich der beiden Fensterflügel 100, 200 zwischen
den äussersten
Scheiben 111, 211 ein Abstand von einigen Millimetern
besteht, so dass zwischen den Scheiben 111, 211 eine
Schattennut 3 gebildet ist.
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Die 2 zeigt
einen horizontalen Querschnitt durch die beiden Fensterflügel. Beide
Fensterflügel 100, 200 weisen
eine Verglasung 110, 210 auf, welche am jeweiligen
Flügelrahmen 120, 220 gehalten
ist. Die Verglasungen 110, 210 sind durch Dreischeiben-Stufengläser gebildet,
wobei die aussenliegenden Scheiben 111, 211 allseitig über die
dazu parallelen innenliegenden Scheiben 112, 113 bzw. 212, 213 vorstehen.
Die Flügelrahmen 120, 220 weisen
auf ihren der Verglasung 110, 210 zugewandten
Flächen
ein Profil auf, welches dem Stufenglas der Verglasung 110, 210 angepasst
ist. Im Kontaktbereich zum jeweils anderen Fensterflügel 100, 200 und
zum Blendrahmen 2 sind Stufenprofile vorgesehen, welche
eine wetterdichte Abdichtung zwischen den Fensterflügeln 100, 200 untereinander
und zum Blendrahmen 2 ermöglichen. Die Fensterflügel 100, 200 sind
mittels Fensterbändern 4.1, 4.2 am
Blendrahmen 2 drehbar befestigt.
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Der
in der 2 durch einen Kreis hervorgehobene Kontaktbereich
der beiden Fensterflügel 100, 200 ist
in der 3 vergrössert
dargestellt. Die Verglasungen 110, 210 sind Stufenglas-Isolierverglasungen,
welche durch je zwei innere Scheiben 112, 113 bzw. 212, 213 und
je eine äussere
Scheibe 111 bzw. 211 gebildet sind, welche in
ihren Randbereichen auf an sich bekannte Weise durch einen Randverbund
aneinander gehalten sind: Zwischen den inneren Scheiben 112, 113 bzw. 212, 213 und
der äusseren
Schreibe 111 bzw. 211 ist ein Abstandhalterrahmen 114 bzw. 214 angeordnet,
welcher ein hygroskopisches Entfeuchtungsmittel enthält. Zur
Rahmenaussenseite hin anschliessend an den Abstandhalterrahmen 114 bzw. 214 ist
eine umlaufende Dichtung 115 bzw. 215 vorgesehen,
welche das Eindringen von Staub und Wasserdampf in den Scheibenzwischenraum
verhindert.
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Die
der Verglasung zugewandeten Seiten der Flügelrahmen 120, 220 weisen
an der Aussenseite einen Ausschnitt 121, 221 mit
rechteckigem Querschnitt auf, so dass ein stufiges Profil gebildet
wird. Die Breite der Stufe ist dabei der Dicke des Stufenglaselements
angepasst, die Tiefe ist so gewählt,
dass eine stabile Befestigung der Verglasung 110, 210 an
den Flügelrahmen 120, 220 und
eine gute Abdichtung gewährleistet
sind. Zwischen dem innenliegenden Absatz des Ausschnitts 121, 221 und
der innersten Scheibe 112, 212 der Verglasung 110, 210 ist
verglasungsseitig zunächst
jeweils eine Dichtung 131, 231, z. B. auf der
Basis von Silikon oder Acryl, angeordnet, dahinter ist eine erste
Klebung 132, 232 zwischen der innersten Scheibe 112, 212 und dem
Flügelrahmen 120, 220 vorgesehen.
Die Klebung 132, 232 wird mit an sich bekannten
Klebstoffen, z. B. auf Silikonbasis, ausgeführt. Im Zwischenraum zwischen
der Verglasung 110, 210 und dem Grund des Ausschnitts 121, 221,
welcher gleichsam den Falzgrund des Flügelrahmens 120, 220 bildet,
erfolgt die Verklotzung der Verglasung 110, 210 auf
an sich bekannte Weise mit Trag- und Distanzklötzen.
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Zwischen
den äusseren
Scheiben 111, 211 und den äusseren Seiten der Flügelrahmen 120, 220 sind angrenzend
an die Abstandhalterrahmen 114, 214 und die entsprechenden
Dichtungen 115, 215 weitere Klebungen 133, 233 vorgesehen,
welche wie die hinteren Klebungen 132, 232 ausgeführt sind.
Anschliessend, zum Rahmenrand hin, folgt eine weitere Dichtung 134, 234.
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Im
Kontaktbereich der beiden Fensterflügel 100, 200 ist
der horizontale Überstand
der äusseren Scheibe 111 des
linken Fensterflügels 100 grösser als
der Überstand
der damit flächenbündigen äusseren Schreibe 211 des
rechten Fensterflügels 200.
Die Schattennut 3 liegt somit im Bereich des Flügelrahmens 220 des
rechten Fensterflügels 200.
Aufgrund dieser Anordnung kann der rechte Fensterflügel 200 (welcher
mit dem Fenstergriff versehen ist und eine Verschlussvorrichtung
mit dem Blendrahmen aufweist) ungehindert geöffnet werden, wenn der linke
Fensterflügel 100 noch
in seiner geschlossenen Position am Blendrahmen anliegt. Weil die
Verglasungen 110, 210 mit den Flügelrahmen 120, 220 verklebt
sind, müssen
die äusseren Scheiben 111, 211 nicht
von Haltevorrichtungen umgriffen werden, es greifen somit keine
Elemente der Flügelrahmen 120, 220 in
den Zwischenraum zwischen den äusseren
Scheiben 111, 211 ein.
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Auf
den einander zugewandten Flächen
bilden die beiden Flügelrahmen 120, 220 aneinander
angepasste Stufenprofile. In das Profil des linken Fensterflügels 100 ist
ein flexibles Dichtungsprofil 122 eingearbeitet, welches
die Abdichtung zwischen den beiden Fensterflügeln 100, 200 gewährleistet.
An diesem Fensterflügel 100,
welcher keine Verschlussvorrichtung zum Blendrahmen aufweist, dessen
Flügelrahmen 120 also
in geschlossener Stellung beider Flügelrahmen 120, 220 durch
den anderen Flügelrahmen 220 an
den Blendrahmen gedrückt
wird, ist im vordersten Abschnitt auch eine Anschlagleiste 123 für den anderen
Flügelrahmen 220 vorgesehen.
Die Anschlagleiste 123 weist einen hakenförmigen Querschnitt
auf, wobei der umgeschlagene freie Abschnitt von einer Stufe des
anderen Flügelrahmens 220 kontaktiert
wird. Dies gewährleistet
eine gewisse Flexibilität
der Anschlagleiste und damit ein sicheres und dichtes Verschliessen
der Fensterflügel 100, 200.
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Der
Anschlagleiste 123 gegenüberliegend ist am anderen Flügelrahmen 220 eine
Wassernase 224.1 angeordnet mit einer durchlaufenden vertikalen
Nut 224.1a, welche der Fens teraussenseite zugewandt ist
und ungefähr
mit der im Abstand der beiden vorderen Scheiben 111, 211 gebildeten
Schattennut 3 fluchtet. Die Wassernase 224.1 führt von
aussen in den Zwischenraum zwischen den Flügeln 100, 200 eindringendes
Wasser zur Fensterunterkante ab, wo es abtropfen kann.
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Die 4 zeigt
einen horizontalen Querschnitt durch einen äusseren Abschnitt des rechten
Fensterflügels 200 und
den Blendrahmen 2. Der Blendrahmen 2 ist in der
Umrandung 5 der Fensteröffnung
in an sich bekannter Weise befestigt. Der Fensterflügel 200 ist
mittels eines Fensterbandes 4.2 am Blendrahmen 2 drehbar
angebracht. Die Anschlussgeometrie der Verglasung 210 entspricht
derjenigen an der Innenseite des Fensterflügels 200, wie sie
im Zusammenhang mit der 3 im Detail beschrieben worden
ist. Entsprechend ist auch der Querschnitt des am Flügelrahmen 220 vorgesehenen
Ausschnitts 221 für
die Verglasung 210 gleich wie an der gegenüberliegenden
Seite des Fensterflügels 200.
Im Blendrahmen 2 ist eine vertikale Nut 6 ausgespart,
in welcher passend ein flexibles Dichtungsprofil 7 eingearbeitet
ist. Dieses wirkt bei geschlossenem Fensterflügel 200 mit einer
Stufe an der gegenüberliegenden
Seite des Flügelrahmens 220 dichtend
zusammen.
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Auf
der vorderen Seite des Blendrahmens 2 ist eine weitere
Dichtung 8 befestigt, welche mit einer weiteren Stufe des
Flügelrahmens 220 dichtend
zusammenwirkt. Die Dichtung 8 ist als Hohlprofil aus einem
flexiblen Material ausgebildet und wird beim vollständigen Schliessen
des Fensterflügels 200 geringfügig zusammengedrückt, so
dass eine sichere Abdichtung gewährleistet
ist. Vor der Dichtung 8 ist eine Blende 9 angeordnet,
welche parallel zu den Hauptflächen
der Verglasung 210 verläuft
und optisch neben der Dichtung 8 auch das Stufenprofil
an der Aussenseite des Flügelrahmens 220 verbirgt.
Vor dem Anschlag der Dichtung 8 ist am Flügelrahmen 220 die
Wassernase 224.2 angeordnet, deren Nut 224.2a zur
Aussenseite des Flügelrahmens 220 hin
gerichtet ist. Die Tiefe der Wassernase 224 entspricht
ungefähr
dem Überstand
der äusseren Scheibe 211 der
Verglasung 210 über
den Flügelrahmen 220,
so dass die Wassernase 224.2 hinter dem Überstand
verborgen ist.
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Die
Kontaktfläche
des Blendrahmens 2 zu den Fensterflügeln 100, 200 ist
an der gegenüberliegenden Fensterseite
sowie entlang dem Unter- und dem Oberrand des Fensters analog ausgebildet
wie im Bereich, welcher in der 4 dargestellt
ist. Entsprechend sind auch die Kontaktflächen der Fensterflügel 100, 200 zum Blendrahmen 2 an
den Aussenseiten sowie unten und oben gleichartig.
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Die 5 zeigt
eine schematische Schrägansicht
einer Eckverbindung der um den gesamten Fensterflügel umlaufenden
Wassernase 224. Die Wassernase 224 besteht aus
vier Profilen, welche an den vier umlaufenden Seiten der Fensterflügel angeordnet
sind. Das Profil im Kontaktbereich zum benachbarten Fensterelement
ist bereits im Zusammenhang mit der 3 beschrieben
worden, dasjenige am seitlichen Profil des Fensterflügels im
Zusammenhang mit der 4. Die Wassernase im unterliegenden
horizontalen Flügelprofil ist ähnlich ausgebildet
wie die erwähnten
Profile, ihre Nut weist nach unten.
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In
der 5 sichtbar ist das Profil 224.1, welches
am inneren vertikalen Profil des Fensterflügels angeordnet ist und dessen
Nut nach vorne zur Fensteraussenfläche zeigt, sowie das Profi 224.3,
welches am oberen horizontalen Profil des Fensterflügels angebracht
ist und dessen Nut nach oben gerichtet ist. Beide Profile 224.1, 224.3 sind
im Wesentlichen U-förmig.
Das Profil 224.1 weist an seinem oberen Ende im Basisabschnitt
eine kubische Ausnehmung auf, deren Tiefe der kombinierten Tiefen
der Basis und des hinteren Schenkels des horizontalen Profils 224.3 entspricht.
Beim horizontalen Profil 224.3 ist an seinem Ende ein Abschnitt
des vorderen Schenkels weggelassen, dessen Breite der Breite des
vertikalen Profils 224.1 entspricht.
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Ähnliche
Eckverbindungen sind auch an den anderen drei Ecken des Fensterflügels vorgesehen.
Die vier Profile 224.1, 224.3,... passen somit
an ihren Enden derart ineinander, dass eine umlaufende Wassernase 224 mit
durchwegs rechteckigem Gesamtprofil gebildet wird.
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Die 6 zeigt
einen horizontalen Querschnitt durch den Kontaktbereich der beiden
Fensterflügel
einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung. Die Optik der zweiten Ausführungsform entspricht derjenigen
der ersten Ausführungsform
(vgl. 1); die konkrete Realisierung weist aber verschiedene
konstruktive Unterschiede auf.
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Beide
Fensterflügel 300, 400 weisen
eine Verglasung 310, 410 auf, welche am jeweiligen
Flügelrahmen 320, 420 gehalten
ist. Die Verglasungen 310, 410 sind Stufenglas-Isolierverglasungen,
welche durch je eine innere Scheibe 312 bzw. 412 und
je eine äussere
Scheibe 311 bzw. 411 gebildet sind, welche in
ihren Randbereichen auf an sich bekannte Weise durch einen Randverbund
aneinander gehalten sind: Zwischen der inneren Scheibe 312 bzw. 412 und
der äusseren
Schreibe 311 bzw. 411 ist ein Abstandhalterrahmen 314 bzw. 414 angeordnet,
welcher ein hygroskopisches Entfeuchtungsmittel enthält. Zur
Rahmenaussenseite hin anschliessend an den Abstandhalterrahmen 314 bzw. 414 ist
eine umlaufende Dichtung 315 bzw. 415 vorgesehen,
welche das Eindringen von Staub und Wasserdampf in den Scheibenzwischenraum
verhindert. Die aussenliegenden Scheiben 311, 411 der
Verglasungen 310, 410 stehen allseitig über die
dazu parallelen innenliegenden Scheiben 312 bzw. 412 vor.
Im Bereich des Überstands
der aussenliegenden Scheiben 311, 411 ist auf
deren Rückseite
je ein Hohlprofil 316, 416 aus Aluminium aufgeklebt.
Diese erstrecken sich im Wesentlichen umlaufend entlang der Flügelrahmen 320 bzw.
420. Der Querschnitt der Hohlprofile 316, 416 ist
im Wesentlichen rechteckig, wobei an der der aussenliegenden Scheibe 311, 411 abgewandten
Seite ein dem Profil entlang laufender Schlitz 316a, 416a ausgespart
ist.
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Die
der Verglasung 310, 410 zugewandeten Seiten der
Flügelrahmen 320, 420 weisen
an der Aussenseite einen Ausschnitt 321, 421 mit
rechteckigem Querschnitt auf, so dass ein stufiges Profil gebildet
wird. Die Breite der Stufe ist dabei der Dicke des Stufenglaselements
abzüglich
der Tiefe des Hohlprofils 316, 416 angepasst,
die Tiefe ist so gewählt,
dass eine stabile Befestigung der Verglasung 310, 410 an
den Flügelrahmen 320, 420 gewährleistet
ist. Zwischen dem innenliegenden Absatz des Ausschnitts 321, 421 und
der inneren Scheibe 312, 412 der Verglasung 310, 410 ist
verglasungsseitig jeweils eine Dichtung 331, 431,
z. B. auf der Basis von Silikon oder Acryl, angeordnet.
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Die
Befestigung der Verglasung 310, 410 an den Flügelrahmen 320, 420 erfolgt
mittels an sich bekannter Befestigungselemente 325, 425,
welche um eine exzentrische Achse drehbar an den Flügelrahmen 320, 420 befestigt
sind. Die Befestigungselemente 325, 425 weisen
eine umlaufende Rille auf, deren Breite der Profilstärke der
an der Verglasung 310, 410 angebrachten Hohlprofile 316, 416 entspricht.
Zur Befestigung der Verglasung 310, 410 werden
die Befestigungselemente 325, 425 zunächst in
eine Drehposition gebracht, in welcher die Hohlprofile 316, 416 direkt,
d. h. im Wesentlichen senkrecht zur Hauptfläche der Flügelrahmen 320, 420 auf
die Befestigungselemente 325, 425 aufgeschoben
werden können.
Anschliessend werden die Befestigungselemente 325, 425 um
ihre exzentrische Achse gedreht, so dass die nach innen ragenden,
den Schlitz 316a, 416a der Hohlprofile 316, 416 begrenzenden
Abschnitte in den Rillen der Befestigungselemente 325, 425 aufgenommen
werden und die Hohlprofile 316a, 416a an den Befestigungselementen 325, 425 festgeklemmt
sind. Auf diese Weise lässt
sich die Verglasung 310, 410 auf einfache Weise
und lösbar
an den Flügelrahmen 320, 420 anbringen.
Die Anzahl der entlang der Flügelrahmen 320, 420 angeordneten
Befestigungselemente 325, 425 kann abhängig von
den Fensterdimensionen und dem Fenstergewicht gewählt werden.
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Im
Kontaktbereich der beiden Fensterflügel 300, 400 ist
der horizontale Überstand
der äusseren Scheibe 411 des
rechten Fensterflügels 400 grösser als
der Überstand
der damit flächenbündigen äusseren Schreibe 311 des
linken Fensterflügels 300.
Aufgrund dieser Anordnung kann der linke Fensterflügel 300 (welcher
mit dem Fenstergriff versehen ist und eine Verschlussvorrichtung
mit dem Blendrahmen aufweist) ungehindert geöffnet werden, wenn der rechte
Fensterflügel 400 noch
in seiner geschlossenen Position am Blendrahmen anliegt.
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Weil
die Befestigung der Verglasung 310, 410 an den
Flügelrahmen 320, 420 ausschliesslich
auf der hinteren Seite der äusseren
Scheiben 311, 411 erfolgt, greifen keine Elemente
der Flügelrahmen 320, 420 in den
Zwischenraum zwischen den äusseren
Scheiben 311, 411 ein.
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Auf
den einander zugewandten Flächen
bilden die beiden Flügelrahmen 320, 420 aneinander
angepasste Stufenprofile. Das Hohlprofil 416 des rechten
Fensterflügels 400,
mittels welchem die Verglasung 410 am Flügelrahmen 420 befestigt
ist, weist eine Nase 416b auf, an welcher eine Lippendichtung 422 befestigt ist.
Diese wird bei geschlossenem Fenster durch den anderen Flügelrahmen 320 mit
einem gewissen Anpressdruck beaufschlagt und gewährleistet so die Abdichtung
zwischen den beiden Fensterflügeln 300, 400.
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Die 7 zeigt
einen horizontalen Querschnitt durch den äusseren Abschnitt des rechten
Fensterflügels 400 und
den Blendrahmen 502. Der Fensterflügel 400 ist mittels
eines Fensterbandes 504.2 am Blendrahmen 502 drehbar
angebracht. Die Anschlussgeometrie der Verglasung 410 entspricht
derjenigen an der Innenseite des Fensterflügels 400, wie sie
im Zusammenhang mit der 6 im Detail beschrieben worden
ist. Entsprechend ist auch der Querschnitt des am Flügelrahmen 420 vorgesehenen
Ausschnitts 421 für
die Verglasung 410 gleich wie an der gegenüberliegenden
Seite des Fensterflügels 400.
Im Blendrahmen 502 ist eine vertikale Nut 506 ausgespart,
in welcher passend ein flexibles Dichtungsprofil 507 eingearbeitet
ist. Dieses wirkt bei geschlossenem Fensterflügel 400 mit einer
Stufe an der gegenüberliegenden
Seite des Flügelrahmens 420 dichtend
zusammen.
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Auf
der vorderen Seite des Blendrahmens 502 ist eine Aufdopplung 510 mit
einer Aluminiumabdeckung 511 angebracht. Deren Tiefe ist
in Abhängigkeit
der Geometrie des Blend- sowie des Flügelrahmens 502, 400 sowie
der Dicke der Verglasung 410 gewählt. In Richtung der Fensterfläche daneben
ist eine als Aluminiumprofil ausgebildete Blende 520 befestigt.
Zu diesem Zweck ist an der Rückseite
der Blende 520 ein Hohlprofil 521 befestigt, dessen
Querschnitt den Hohlprofilen an der Rückseite der Verglasung 410 entspricht. Das Hohlprofil 521 ist
wiederum mittels exzentrisch gelagerter Befestigungselemente 522 lösbar am
Blendrahmen 502 befestigt. Die Blende 520 weist
eine ebene Frontfläche 520a auf,
welche in derselben Ebene verläuft wie
die Frontfläche
der Aufdopplung 510. Die Frontfläche 520a erstreckt
sich bis über
die äussere
Scheibe 411 des Fensterflügels 400 hinaus und
ist an ihrem äusseren
Ende auf der Rückseite
mit einer Nut 520b versehen, in welcher eine Lippendichtung 523 befestigt
ist, welche bei geschlossenem Fensterflügel 400 an die Frontfläche der äusseren
Scheibe 411 angepresst wird und somit auch bei Schlagwasser
das Eindringen von Nässe in
den Raum hinter der Blende 520 verhindert.
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Am
Hohlprofil 521, mittels welchem die Blende 520 am
Blendrahmen 502 befestigt ist, ist an der der Verglasung
des Fensterflügels 400 zugewandten
Seite wiederum eine Nase 521b ausgebildet, an welcher eine weitere
Lippendichtung 508 befestigt ist. Diese wird bei geschlossenem
Fensterflügel 400 an
eine weitere Stufe des Flügelrahmens 420 angedrückt, so
dass eine sichere Abdichtung gewährleistet
ist.
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Die
Kontaktfläche
des Blendrahmens 502 zu den Fensterflügeln 300, 400 ist
an der gegenüberliegenden
Fensterseite sowie entlang des Unter- und des Oberrands des Fensters
analog ausgebildet wie im Bereich, welcher in der 7 dargestellt
ist. Entsprechend sind auch die Kontaktflächen der Fensterflügel 300, 400 zum
Blendrahmen 502 an den Aussenseiten sowie unten und oben
gleichartig.
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Durch
die beschriebene Geometrie und die vorhandenen Dichtmittel erfüllt das
Fenster die gängige Norm
EN ISO 12567-1 hinsichtlich des Wärmedurchgangs.
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Der
Anwendungsbereich der Erfindung ist nicht auf die dargestellten
Ausführungsbeispiele
beschränkt.
Die dargestellten Anordnungen der Verglasung lassen sich anstelle
eines Holzrahmens auch auf einem Metallrahmen anbringen, wobei unter
Umständen
eine zusätzliche
Isolation vorzusehen ist, um die gegenüber einem Holzrahmen verminderte
Wärmeabdichtung
des Metallrahmens zu kompensieren. Die Erfindung kann auch bei anderen
Fensterkonfigurationen ausgeführt
werden, z. B. bei drei- oder mehrflügeligen Fenstern oder wenn
nur ein einzelner drehbarer Flügel
vorgesehen ist. Das Profil des Flügelrahmens muss nicht den dargestellten
entsprechen, das Stufenglaselement kann vielmehr auf einer Vielzahl
von unterschiedlichen Rahmenprofilen angeordnet werden. Entsprechend
kann auch die Abdichtung zwischen dem Flügelrahmen und dem Blendrahmen
bzw. zwischen den Flügelrahmen
von benachbarten Fensterflügeln
auf eine andere Weise erfolgen: Die Dichtungen können anders ausgebildet und
angeordnet sein, und es können
gegebenenfalls Dichtungen weggelassen oder weitere Dichtungen vorgesehen
werden.
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Das
Verglasungselement kann am Flügelrahmen
statt durch die dargestellte Klebung oder die dargestellten Befestigungselemente
auch auf eine andere Weise befestigt werden, z. B. mechanisch mit
Klemmen, welche das Stufenglas umgreifen. Schliesslich können auch
anders ausgebildete Verglasungselemente eingesetzt werden mit einer
anderen Geometrie und/oder einer anderen Anzahl und Anordnung der
Scheiben.
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Zusammenfassend
ist festzustellen, dass durch die Erfindung ein Fenster mit einem öffenbaren
Fensterflügel
geschaffen wird, welches auf einfache Weise und ohne Komfortverlust
erweiterte Fassadengestaltungen erlaubt und welches einfach zu reinigen
und dauerhaft ist.
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