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DE202005004197U1 - Deckel, insbesondere Tankdeckel, sowie Behälterverschluß mit einem solchen Deckel - Google Patents

Deckel, insbesondere Tankdeckel, sowie Behälterverschluß mit einem solchen Deckel Download PDF

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DE202005004197U1
DE202005004197U1 DE200520004197 DE202005004197U DE202005004197U1 DE 202005004197 U1 DE202005004197 U1 DE 202005004197U1 DE 200520004197 DE200520004197 DE 200520004197 DE 202005004197 U DE202005004197 U DE 202005004197U DE 202005004197 U1 DE202005004197 U1 DE 202005004197U1
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Abstract

Deckel (1), insbesondere Tankdeckel, zum Verschließen eines Behälterstutzens, mit einem Handgriffteil (2) zur Handhabung des Deckels (1) beim Ein- und Ausdrehen in bzw. aus dem Behälterstutzen und mit einem Eingriffsteil (4) für den Eingriff des Deckels (1) in den Behälterstutzen sowie mit einer Rasteinrichtung (12), über die Handgriffteil (2) und Eingriffsteil (4) mittels ineinandergreifender Rastelemente (25, 29) derart gekoppelt sind, daß das Handgriffteil (2) bei Blockierung des Eingriffsteils in Eindrehrichtung nach Überwindung eines ersten Rastwiderstandes relativ zum Eingriffsteil (4) in Eindrehrichtung weiter drehbar ist, wobei ein Deckelschloß (31) vorgesehen ist, das in einer Schließstellung ein Verdrehen des Handgriffteils (2) relativ zum Eingriffsteil (4) in Ausdrehrichtung zuläßt und durch Verstellen in eine Öffnungsstellung eine Sperrung dieser Relativbewegung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (25, 29) in Schließstellung von dem Deckelschloß (31) freigegeben sind und daß die Rastelemente (25, 29) derart geformt sind, daß das Handgriffteil (2) in dieser Schließstellung in Ausdrehrichtung...

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Deckel, insbesondere Tankdeckel, zum Verschließen eines Behälterstutzens, mit einem Handgriffteil zur Handhabung des Deckels beim Ein- und Ausdrehen in bzw. aus dem Behälterstutzen und mit einem Eingriffsteil für den Eingriff des Deckels in dem Behälterstutzen sowie mit einer Rasteinrichtung, über die Handgriffteil und Eingriffsteil mittels ineinandergreifender Rastelemente derart gekoppelt sind, daß das Handgriffteil bei Blockierung des Eingriffsteils in Eindrehrichtung nach Überwindung eines ersten Rastwiderstands relativ zum Eingriffsteil weiter drehbar ist, wobei ein Deckelschloß vorgesehen ist, das in einer Schließstellung ein Verdrehen des Handgriffteils relativ zum Eingriffsteil in Ausdrehrichtung zuläßt und durch Verstellen in eine Öffnungsstellung eine Sperrung dieser Relativbewegung bewirkt. Die Erfindung betrifft des weiteren einen Behälterverschluß unter Verwendung eines solchen Deckels.
  • Zum Schließen eines Tankstutzens sind im Stand der Technik Tankdeckel bekannt, die ein Handgriffteil zur Handhabung des Tankdeckels beim Ein- und Ausdrehen in bzw. aus dem Tankstutzen sowie ein Eingriffsteil aufweisen, das zum Eindrehen des Tankdeckels in dem Tankstutzen eingesteckt wird und durch das Eindrehen mit dem Tankstutzen eine formschlüssige Verbindung mit diesem eingeht. Dies kann in Form eines Gewindeverschlusses oder eines Bajonettverschlusses geschehen.
  • Beim Verschließen des Tankstutzens mit Hilfe des Tankdeckels ist es wichtig, daß der Tankdeckel die vorgesehene Endstellung erreicht, damit der Tank gegen Kraftstoffverlust abgedichtet ist. Hierzu ist es erforderlich, daß die Bedienungsperson ein Signal erhält, aus dem sie schließen kann, daß die Endstellung tatsächlich erreicht ist.
  • Im Stand der Technik ist es hierzu bekannt, Handgriffteil und Eingriffsteil über eine Rasteinrichtung miteinander zu verbinden, die derart ausgebildet ist, daß sie in Ausdrehrichtung in eine Raststellung blockiert, in Eindrehrichtung jedoch das Handgriffteil nach Überwindung eines Rastwiderstandes aus der Raststellung relativ zu dem Eingriffteil weiterdrehen läßt. Der Rastwiderstand ist dabei so hoch eingestellt, daß das Eingriffsteil beim Eindrehen des Deckels bis zur Endstellung mitgenommen wird, der Eindrehwiderstand also erheblich geringer als der Rastwiderstand ist. Bei Erreichen der Endstellung kann das Handgriffsteil unter Überwindung des Rastwiderstandes weitergedreht werden. Dabei werden mehrere, eng aneinander liegende Rastvertiefungen überfahren, so daß ein ratterndes Geräusch entsteht, das dem Benutzer akustisch anzeigen soll, daß die Endstellung erreicht ist. Auch hap tisch erfährt der Benutzer durch den schnellen Wechsel von sich erhöhendem und sich erniedrigendem Drehwiderstand eine Information darüber, daß die Endstellung erreicht ist.
  • Alternativ dazu sind verschiedene Vorschläge gemacht worden, das Erreichen der Endstellung durch ein einziges optisches oder akustisches Signal anzuzeigen (vgl. DE 203 08 736 U1 ; DE 203 08 737 U1 ). In der DE 203 13 900 U1 ist ferner vorgeschlagen worden, die Rasteinrichtung so auszubilden, daß sie lediglich eine einzige Raststellung aufweist und daß ein Anschlag zur Begrenzung des Drehwinkels des Handgriffteils nach Überwindung des Rastwiderstands vorgesehen ist. Durch diese Ausbildung erhält der Benutzer eine Information für das Erreichen der Endstellung dadurch, daß sich zunächst der Widerstand zwecks Überwindung des Rastwiderstands erhöht, dann jedoch wieder abfällt und das Handgriffteil gegen einen Anschlag anläuft und hierdurch am Weiterdrehen gehindert wird.
  • Bei den Tankdeckeln der vorbeschriebenen Art sind die Rasteinrichtungen so ausgebildet, daß beim Ausdrehen Handgriffteil und Eingriffsteil formschlüssig miteinander verbunden sind. Der Tankdeckel kann deshalb auch von unbefugten Personen abgenommen werden. Davor können solche Tankdeckel dadurch geschützt werden, daß sie durch eine Tankklappe abgedeckt werden und diese entweder über ein Schloß gesichert wird oder nur vom Fahrzeuginneren her öffenbar ist.
  • Eine weitere Sicherungsmöglichkeit besteht darin, den Tankdeckel mit einem Deckelschloß zu versehen, das mittels eines Schlüssels in eine Schließstellung und in eine Öffnungsstellung bringbar ist. Das Deckelschloß ist in dem Handgriffteil eingebaut und hat eine kinematische Verbindung mit der Rasteinrichtung. Die Rasteinrichtung hat eine radial verschiebliche Rastklinke, die in Richtung auf über den Umfang verteilte, komplementäre Rastausnehmungen im Eingriffsteil federbelastet ist. Das Deckelschloß ist derart mit der Rastklinke gekoppelt, daß die Rastklinke in Schließstellung des Deckelschlosses gegen die Wirkung der Feder aus dem Eingriff mit den Rastausnehmungen am Eingriffsteil verschoben wird, so daß das Handgriffteil gegenüber dem Eingriffsteil frei drehbar wird. In der Schließstellung ist deshalb ein Ausdrehen des Tankdeckels nicht möglich. Wird das Deckelschloß mit Hilfe des Schlüssels in die Öffnungsstellung gebracht, wird die Rastklinke freigegeben mit der Folge, daß sie unter der Federeinwirkung in die Rastausnehmungen einfährt. Durch den Rasteingriff und den hierdurch bewirkten Formschluß zwischen Handgriffteil und Eingriffsteil ist dann ein Ausdrehen des Tankdeckels aus dem Tankstutzen möglich.
  • Nachteilig bei dieser Art von Tankdeckeln ist, daß das Deckelschloß nach dem Tankvorgang und dem Eindrehen des Tankdeckels in die Schließstellung gebracht werden muß, sei es durch erneutes Einstecken und Betätigen des Schlüssels oder durch Steckenlassen des Schlüssels und anschließendes Verstellen in Schließstellung. In beiden Fällen wird das Abschließen des Tankdeckels häufig vergessen. Dies könnte zwar dadurch verhindert werden, daß ein Abziehen des Schlüssels nur in Schließstellung möglich ist. Dies müßte jedoch mit dem Nachteil erkauft werden, daß der Schlüssel beim Aus- und anschließendem Eindrehen des Tankdeckels in dem Deckelschloß verbleiben müßte. Da an solchen Schlüsseln häufig ein ganzer Schlüsselbund hängt, würde hierdurch die Aus- und Eindrehbewegung stark behindert.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Deckel der eingangs beschriebenen Art so zu gestalten, daß dessen Bedienung wesentlich erleichtert wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Rastelemente in Schließstellung von dem Deckelschloß freigegeben sind und daß sie derart geformt sind, daß das Handgriffteil in dieser Schließstellung in Ausdrehrichtung bei Überwindung eines zweiten, gegenüber dem ersten geringeren Rastwiderstandes relativ zu dem Eingriffsteil verdrehbar ist und daß Handgriffteil und Eingriffsteil durch Verstellen des Deckelschlosses in die Öffnungsstellung drehfest miteinander kuppelbar sind. Nach der Erfindung ist also die Rasteinrichtung so ausgebildet, daß sie eine ratschende Verdrehung zwischen Handgriffteil und Eingriffsteil sowohl in Eindrehrichtung als auch in Ausdrehrichtung erlaubt, allerdings in Ausdrehrichtung mit einem solch geringen Rastwiderstand, daß bei Verdrehen des Handgriffteils in dieser Richtung das Eingriffsteil nicht mitgenommen wird, der Deckel also von dem Behälterstutzen nicht lösbar ist. Erst wenn Handgriffteil und Eingriffsteil durch Verstellen des Deckelschlosses in die Öffnungsstellung miteinander drehfest gekuppelt werden, ist ein Ausdrehen aus dem Behälterstutzen möglich.
  • Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung des Deckels besteht darin, daß das Deckelschloß schon nach dem Ausdrehen des Deckels und vor dem Eindrehen wieder in Schließstellung gebracht und dann der Schlüssel aus dem Deckelschloß herausgezogen werden kann, so daß der Deckel ohne Behinderung durch einen Schlüsselbund in den Behälterstutzen eingedreht werden kann. Nach Überwinden des ersten Rastwiderstandes sitzt dann der Deckel mit einem Ausdrehwiderstand in dem Behälterstutzen, der größer ist als der zweite Rastwiderstand, d.h. der Deckel hat sich selbst so festgesetzt, daß ein Ausdrehen nicht mehr möglich ist, es vielmehr hierfür des erneuten Einsetzens des Schlüssels in das Deckelschloß und die Verstellung in die Öffnungsstellung notwendig ist.
  • Die Kupplung von Handgriffteil und Eingriffsteil in Öffnungsstellung des Deckelschlosses kann auf verschiedene Weise geschehen. Besonders vorteilhaft, weil konstruktiv einfach, ist eine Ausführungsform, bei der das Deckelschloß derart mit zumindest einem beweglichen, federbeaufschlagten Rastelement verbunden ist, daß es in Schließstellung freigegeben ist, jedoch in Öffnungsstellung in einer Eingriffsstellung mit einem komplementären Rastelement blockiert ist. In diesem Fall geschieht also die gegenseitige Kupplung von Handgriffteil und Eingriffsteils durch Blockierung eines federbeaufschlagten Rastelements in einer Eingriffstellung mit einem komplementären Rastelement. Dabei kann das zumindest eine bewegliche Rastelement radial beweglich geführt sein. Es sollte sich, wie an sich bekannt, im Handgriffteil befinden. Dabei kann es als Rastklinke und die komplementären Rastelemente als Rastausnehmungen ausgebildet sein, die auf einem Kreis verteilt angeordnet sind. Es versteht sich, daß die Rastklinke mehrere Rastvorsprünge haben kann, die dann in Raststellung in mehrere Rastausnehmungen einfassen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, mehrere Rastklinken vorzusehen.
  • Die Rastausnehmungen können in der weise ausgebildet sein, daß sie jeweils eine eindrehseitige und eine ausdrehseitige Rastrampe aufweisen und die eindrehseitige Rastrampe steiler ist als die ausdrehseitige, so daß der erste, in Eindrehrichtung wirksame Rastwiderstand höher ist als der in Ausdrehrichtung.
  • In die Rastklinke kann eine Klinkenausnehmung eingeformt sein, in die ein mit dem Deckelschloß verbundender Schloßfortsatz derart einfaßt, daß er die Rastklinke in Öffnungsstellung formschlüssig in einer Raststellung blockiert und sie in Schließstellung freigibt.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgeschlagen, daß zu dem Deckelschloß ein in das Deckelschloß einführbarer und aus diesem entnehmbarer Schlüssel zur ver stellung des Deckelschlosses aus der Öffnungsstellung in die Schließstellung und umgekehrt gehört und daß Deckelschloß und Schlüssel derart ausgebildet sind, daß der Schlüssel nur in der Schließstellung und damit nicht in der Öffnungsstellung aus dem Deckelschloß entnehmbar ist. Auf diese Weise wird vermieden, daß der Schlüssel schon in der Öffnungsstellung aus dem Deckel herausgezogen und dann vergessen wird, das Deckelschloß vor dem Eindrehen in den Behälterstutzen in Schließstellung zu bringen.
  • Zu der Erfindung gehört des weiteren ein Behälterverschluß aus einer Kombination von Behälterstutzen und vorbeschriebenem Deckel, wobei der zweite Rastwiderstand so bemessen ist, daß er geringer ist als der Ausdrehwiderstand zwischen Eingriffsteil und Behälterstutzen.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher veranschaulicht. Es zeigen:
  • 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Tankdeckel mit Deckelschloß in Schließstellung;
  • 2 einen Querschnitt durch den Tankdeckel gemäß 1 in der Ebene B–B;
  • 3 einen Längsschnitt durch den Tankdeckel gemäß den 1 und 2 mit Deckelschloß in Öffnungsstellung und
  • 4 einen Querschnitt durch den Tankdeckel gemäß 3 in der Ebene B–B.
  • Der in den Figuren dargestellte Tankdeckel 1 hat ein hutförmiges Handgriffteil 2, dessen Außenform so gestaltet ist, daß ein nach oben vorstehender Steg 3 gebildet wird, an dem der Tankdeckel 1 gegriffen werden kann. Das Handgriffteil 2 wird von einem Haltering 4 umgeben, der mit einem Halteband versehen ist, über den der Tankdeckel 1 mit einem Karosserieteil unverlierbar verbunden werden kann.
  • Das Handgriffteil 2 ist mit einem Eingriffsteil 4 dadurch verbunden, daß es über einen obenseitigen Kragen 5 des Eingriffsteils 4 gestülpt ist. Dabei unterfaßt das Handgriffteil 2 den Kragen 5 mittels Schnappvorsprüngen 6, 7. Handgriffteil 2 und Eingriffsteil 4 sind in diesem Bereich relativ zueinander verdrehbar. Ein Dichtungsring 8 umgibt das Eingriffsteil 4 unmittelbar unterhalb des Kragens 5 und dient der Abdichtung zu dem Tankstutzen, für den der Tankdeckel 1 bestimmt ist.
  • Der Kragen 5 des Eingriffteils 4 geht nach unten hin in einen in etwa hohlzylindrischen Eingriffsabschnitt 9 über, der außenseitig mit Eingriffselementen 10, 11 versehen ist. Die Eingriffselemente 10, 11 sind für den Eingriff mit dem Tankstutzen bestimmt und so ausgebildet, daß beim Einsetzen des Tankdeckels 1 in diesen Stutzen ein Eingriff beispielsweise in Form eines Bajonettverschlusses erfolgt.
  • Von oben in den Eingriffsabschnitt 9 eingesetzt ist eine Rasteinrichtung 12. Die Rasteinrichtung 12 weist ein nach oben offenes Rastgehäuse 13 auf, in das ein Rastinnenteil 14 eingesetzt ist. Das Rastgehäuse 13 hat außenseitig über den Umfang verteilt vier Klippfahnen, die jeweils in eine axial verlaufende Nut 19, 20, 21, 22 einfassen und hierdurch eine drehfeste Verbindung zwischen Rastgehäuse 13 und Eingriffsteil 4 herstellen. Die Klippfahnen 15, 16, 17, 18 hinterfassen einen Absatz 23, wodurch das Rastgehäuse 13 in axialer Richtung festgelegt wird. Unterhalb des Rastgehäuses 13 ist ein Über/Unterdruckventil 24 üblicher Bauart angeordnet, das nicht zum Gegenstand der Erfindung gehört, so daß von dessen Beschreibung im einzelnen abgesehen wird.
  • Das Rastgehäuse 13 weist auf der Innenseite insgesamt zehn Rastausnehmungen – beispielhaft mit 25 bezeichnet – auf, die im gleichen Winkelabstand zueinander liegen und gleiche Formgebung haben. Jede Rastausnehmung 25 hat in Eindrehrichtung eine steile Rastrampe 26 und in Ausdrehrichtung eine demgegenüber nur flach ansteigende Rastrampe 27. In dem Rastinnenteil 14 ist eine radial verlaufende, nach einer Seite hin offene Führungsnut 28 eingeformt, die nach oben hin offen ist und in die eine Rastklinke 29 eingesetzt ist. Die Rastklinke 29 wird in der Führungsnut 28 radial verschieblich geführt. Sie ist in Richtung auf die Innenseite des Rastgehäuses 13 mittels einer auf Druck beaufschlagten Schraubenfeder 30 vorgespannt und faßt in Raststellung in eine der Rastausnehmungen 25 ein. Ihr in die Rastausnehmung 25 einfassendes Ende ist an die Formgebung der Rastausnehmungen 25 angepaßt, so daß sie sowohl an der steilen Rastrampe 26 als auch an der weniger steilen Rastrampe 27 anliegt.
  • Den Steg 3 des Handgriffteils 2 durchsetzt ein Deckelschloß 31, das einen Schließzylinder 32 hat, in den von oben ein Schlüssel einsetzbar ist. Das Deckelschloß 31 ist üblicher Bauart. Es erlaubt eine Verdrehung des Schließzylinders 32 von einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung und umgekehrt, wenn der passende Schlüssel in den Schließzylinder 32 eingesetzt ist. An den Schließzylinder 32 ist untenseitig ein Exzenter 33 angeformt, der in einen Schloßadapter 34 einfaßt und mit diesem drehfest verbunden ist. Der Schloßadapter 34 weist untenseitig einen Nocken 35 auf, der in eine Klinkenausnehmung 36 hineinragt, welche in die Rastklinke 29 eingeformt ist.
  • In den 1 und 2 befindet sich das Deckelschloß 31 in der Schließstellung. In dieser Stellung kann der Schlüssel aus dem Schließzylinder 32 herausgenommen werden. In der Schließstellung hat der Nocken 35 die in 2 dargestellte Position, in der die Rastklinke 29 freigegeben ist, d.h. die Rastklinke 29 kann – wie in 2 dargestellt – in die Rastausnehmung 25 vollständig unter der Wirkung der Schraubenfeder 30 einfahren, und sie kann gegen die Wirkung der Schraubenfeder 30 in die Führungsnut 28 einfahren, wenn sie von einer Rastausnehmung 25 in die nächste Rastausnehmung 25 ratscht.
  • In der Schließstellung gemäß den 1 und 2 wird der Tankdeckel 1 in einen dazu passenden Tankstutzen eingedreht, und zwar durch Drehbewegung im Uhrzeigersinn (2). Das über das Handgriffteil 2 ausgeübte Drehmoment wird durch das mit dem Handgriffteil 2 verbundene Rastinnenteil 14 auf die Rastklinke 29 übertragen und an das Rastgehäuse 13 durch Kraftübertragung auf die steile Rastrampe 26 übertragen. Dabei werden das Rastgehäuse 13 und das Eingriffsteil 4 im Uhrzeigersinn mitgenommen. Beim Eindrehen ist der Eindrehwiderstand zwischen den Eingriffselementen 10, 11 und dem Tankstutzen geringer als der an der steilen Rastrampe 27 wirksame Rastwiderstand.
  • Erreicht der Tankdeckel 1 seine Endstellung, ist ein Weiterdrehen des Eingriffsteils 4 blockiert. Die Bedienungsperson wird jedoch versuchen, das Handgriffteil 2 weiter zu drehen, weil sie nicht sicher sein kann, ob tatsächlich die Endstellung erreicht ist. Dabei überwindet die Bedienungsperson den an der steilen Rastrampe 26 wirksamen Rastwiderstand. Die Rastklinke 29 wird dann gegen die Wirkung der Schraubenfeder 30 radial nach innen in die Führungsnut 28 verschoben, so daß die Rastklinke 29 über eine Rastnase 37 fährt, die zwei nebeneinander liegende Rastausnehmungen 25 voneinander trennt. Hierdurch entsteht ein typisches Geräusch, das sich beim Weiterdrehen wiederholt und der Bedienungsperson durch den schnellen Wechsel von hohem und niedrigem Drehwiderstand auch haptisch anzeigt, daß die Endstellung erreicht ist.
  • Ein Ausdrehen des Tankdeckels 1 aus dem Tankstutzen ist in der Schließstellung des Deckelschlosses 31 nicht möglich. Werden das Handgriffteil 2 und damit das Rastinnenteil 14 in Ausdrehrichtung, also in 2 entgegen dem Uhrzeigersinn, bewegt, reicht die Druckkraft der Schraubenfeder 30 nicht aus, um die Rastklinke 29 in der Rastausnehmung 25 zu halten. Vielmehr wird die Rastklinke 29 mit ihrer Stirnseite über die flache Rastrampe 27 gleiten. Der sich dabei aufbauende Rastwiderstand ist wesentlich geringer als der zwischen Tankstutzen und Eingriffselement 10, 11 wirksame Ausdrehwiderstand. Beim Handgriffteil 2 ist dann ein sich wiederholender Wechsel zwischen ansteigendem und abschwächendem Drehwiderstand spürbar. Das Eingriffsteil 4 bleibt unbeweglich im Tankstutzen sitzen.
  • Um den Tankdeckel 1 aus dem Tankstutzen herausdrehen zu können, ist es notwendig, einen passenden Schlüssel in den Schließzylinder 32 einzustecken. Dieser wird hierdurch um 90° aus der Schließstellung in die Öffnungsstellung verdreht. Durch diese Verdrehung wird der Nocken 35 ebenfalls um 90° verdreht, so daß er jetzt die in 4 zu sehende Stellung einnimmt. In dieser Stellung füllt er die Klinkenausnehmung 36 in der Bewegungsrichtung der Rastklinke 29 praktisch aus und blockiert sie in der in 4 zu sehenden Raststellung. Auf diese Weise wird eine formschlüssige Verbindung zwischen Rastinnenteil 14 und Rastgehäuse 13 hergestellt. Durch Verdrehen des Handgriffteils 2 in Ausdrehrichtung, also entgegen dem Uhrzeigersinn (4), werden das Rastgehäuse 13 und damit das Eingriffsteil 4 mitgenommen, d.h. mitverdreht. Der Tankdeckel 1 kann aus dem Tankstutzen ausgedreht werden.
  • Der Schließzylinder 32 ist so ausgebildet, daß der Schlüssel in der in den 3 und 4 dargestellten Öffnungsstellung des Deckelschlosses 31 nicht aus dem Schließzylinder 34 herausziehbar ist. Erst wenn der Schließzylinder 32 wieder in die in den 1 und 2 dargestellte Schließstellung verdreht worden ist, wird der Schlüssel freigegeben und kann entfernt werden. Dies kann schon unmittelbar nach der Entnahme des Tankdeckels 1 aus dem Tankstutzen geschehen. Das nach dem Tankvorgang vorzunehmende Eindrehen des Tankdeckels 1 in den Tankstutzen kann dann ohne Benutzung des Schlüssels in der oben beschriebenen weise geschehen, wobei gesichert ist, daß bei Erreichen der eingedrehten Endstellung eine Entfernung des Tankdeckels 1 aus dem Tankstutzen nur unter Verwendung des Schlüssels und Verstellen des Deckelschlosses 31 aus der Schließstellung wieder in die Öffnungsstellung möglich ist.

Claims (10)

  1. Deckel (1), insbesondere Tankdeckel, zum Verschließen eines Behälterstutzens, mit einem Handgriffteil (2) zur Handhabung des Deckels (1) beim Ein- und Ausdrehen in bzw. aus dem Behälterstutzen und mit einem Eingriffsteil (4) für den Eingriff des Deckels (1) in den Behälterstutzen sowie mit einer Rasteinrichtung (12), über die Handgriffteil (2) und Eingriffsteil (4) mittels ineinandergreifender Rastelemente (25, 29) derart gekoppelt sind, daß das Handgriffteil (2) bei Blockierung des Eingriffsteils in Eindrehrichtung nach Überwindung eines ersten Rastwiderstandes relativ zum Eingriffsteil (4) in Eindrehrichtung weiter drehbar ist, wobei ein Deckelschloß (31) vorgesehen ist, das in einer Schließstellung ein Verdrehen des Handgriffteils (2) relativ zum Eingriffsteil (4) in Ausdrehrichtung zuläßt und durch Verstellen in eine Öffnungsstellung eine Sperrung dieser Relativbewegung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemente (25, 29) in Schließstellung von dem Deckelschloß (31) freigegeben sind und daß die Rastelemente (25, 29) derart geformt sind, daß das Handgriffteil (2) in dieser Schließstellung in Ausdrehrichtung bei Überwindung eines zweiten, gegenüber dem ersten geringeren Rastwiderstandes relativ zu dem Eingriffsteil (4) verdrehbar ist und daß Handgriffteil (2) und Eingriffsteil (4) durch Verstellen des Deckelschlosses (31) in Öffnungsstellung drehfest miteinander kuppelbar sind.
  2. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckelschloß (31) derart mit zumindest einem beweglichen, federbeaufschlagten Rastelement (29) verbunden ist, daß es in Schließstellung des Deckelschlosses (31) freigegeben ist, jedoch in Öffnungsstellung in einer Eingriffsstellung mit einem komplementären Rastelement (25) blockiert ist.
  3. Deckel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine bewegliche Rastelement (29) radial beweglich ist.
  4. Deckel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine bewegliche Rastelement (29) verschieblich geführt ist.
  5. Deckel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine bewegliche Rastelement (29) und das Deckelschloß (31) dem Handgriffteil (2) zugeordnet sind.
  6. Deckel nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine bewegliche Rastelement (29) als Rastklinke und die komplementären Rastelemente (25) als Rastausnehmungen ausgebildet sind, die auf einem Kreis verteilt angeordnet sind.
  7. Deckel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastausnehmungen (25) jeweils eine eindrehseitige und eine ausdrehseitige Rastrampe (26, 27) aufweisen und die eindrehseitige Rastrampe (26) steiler ist als die ausdrehseitige.
  8. Deckel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Rastklinke (29) eine Klinkenausnehmung (36) aufweist, in die ein mit dem Deckelschloß (31) verbundener Schloßfortsatz (35) derart einfaßt, daß er die Rastklinke (29) in Öffnungsstellung formschlüssig in einer Raststellung blockiert und die Rastklinke (29) in Schließstellung freigibt.
  9. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Deckelschloß (31) ein darin einführbarer und daraus entnehmbarer Schlüssel zur Verstellung des Deckelschlosses (31) aus der Schließstellung in die Öffnungsstellung und umgekehrt gehört und daß Deckelschloß (31) und Schlüssel derart ausgebildet sind, daß der Schlüssel nur in der Schließ stellung und damit nicht in der Öffnungsstellung aus dem Deckelschloß (31) entnehmbar ist.
  10. Behälterverschluß, insbesondere Tankverschluß, mit einem Behälterstutzen und einem Deckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Rastwiderstand geringer ist als der Ausdrehwiderstand zwischen Eingriffsteil (4) und Behälterstutzen.
DE200520004197 2005-03-14 2005-03-14 Deckel, insbesondere Tankdeckel, sowie Behälterverschluß mit einem solchen Deckel Expired - Lifetime DE202005004197U1 (de)

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Cited By (4)

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