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Die
Erfindung betrifft eine Ranksäule
für Kletterpflanzen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Derartige
Ranksäulen
für Kletterpflanzen sind
allgemein bekannt, z. B. aus der
DE 200 13 294 U1 , die bereits mehrere, gegen
die vertikale geneigte und über
den Umfang verteilt angeordnete Längsstreben aufweist, die über die
Höhe der
Ranksäule gesehen
mit mehreren Stützstreben
als Querstreben versteift sind. Zur lösbaren Verbindung der Längsstreben
mit den Stützstreben
sind an den Kreuzungspunkten derselben Verbindungsglieder vorgesehen, in
die die Stützstreben
bzw. die Längsstreben
einrastbar sind. In Verbindung mit einer derartigen Ranksäule können Kletterpflanzen
entlang der einzelnen Vertikalstreben nach oben wachsen, wie dies
allgemein bekannt ist.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, eine hochwertige, optisch ansprechende Ranksäule für Kletterpflanzen
zu schaffen, die einen stabilen Aufbau aufweist, der eine individuelle
Gestaltung der Ranksäule und
damit des Bewuchses aufweist und die zudem flexibel und universell
einsetzbar ist.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
Gegenstand der Unteransprüche.
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Erfindungsgemäß ist die
Ranksäule
durch ein Ranksäulenmodul
gebildet, das mittels wenigstens drei vertikal ausgerichteter Vertikalstreben
einen Schalenaufnahmeraum definiert, in dem wenigstens eine Pflanzschale
aufgenommen und gehaltert ist und in die z. B. Blumen eingepflanzt
werden können. Dadurch
lässt sich
die Funktionalität
einer derartigen Ranksäule
nochmals wesentlich erhöhen,
da neben dem herkömmlichen
Bewuchs der Vertikalstreben mit Kletterpflanzen über die Pflanzschalen auch
eine Bepflanzungsmöglichkeit
mit Blumen zur Verfügung
gestellt wird, die den optischen Gesamteindruck einer derartigen
Ranksäule
nochmals wesentlich erhöht. Der
Begriff Pflanzschale ist hier zudem so weit zu verstehen, dass mit
diesem nicht nur eine Bepflanzung mit Blumen möglich ist, sondern dass in
diese Schalen selbstverständlich
auch andere Arrangements eingebracht werden können, so z. B. Kieselsteine,
in die dann andere Dekorelemente, wie z. B. künstlerische Gegenstände eingesteckt
werden können.
Insgesamt lässt
sich dadurch somit der Funktionswert einer derartigen Ranksäule erheblich
erhöhen,
wobei vom jeweiligen Besitzer eine einfache Anpassung an die jeweils
individuellen Gestaltungswünsche
möglich
ist, insbesondere mit von Zeit zu Zeit wechselnden Gestaltungen.
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Durch
die Ausbildung der Längsstreben
als Vertikalstreben wird erreicht, dass sich der Ranksäulenquerschnitt über die
Ranksäulenerstreckungsrichtung
hin nicht ändert,
so dass die Pflanzschalen als Gleichteile ausgebildet werden können, und
an unterschiedlichen Positionen einer derartigen modulartig aufgebauten
Ranksäule
eingesetzt werden können.
D. h., dass jedes einzelne Ranksäulenmodul
einen identischen Pflanzschalenaufnahmeraum ausbildet.
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Ein
weiterer besonderer erfindungsgemäßer Vorteil ist es, dass ein
derartiges Ranksäulenmodul vorzugsweise
auch so ausgebildet sein kann, dass mehrere einzelne Ranksäulenmodule
miteinander in Ranksäulenerstreckungsrichtung
gesehen stapelartig verbunden werden können. Ist beispielsweise einem
Ranksäulenmodul
eine einzige Pflanzschale zugeordnet, dann werden mit einem derartigen
modulartigen Aufbau bei mehreren übereinander gestapelten Ranksäulenmodulen
auch mehrere übereinander beabstandet
angeordnete Pflanzschalen vorgesehen, die dann individuell bepflanzt
und/oder gestaltet werden können.
Je nach der Vertikalerstreckung der einzelnen Vertikalstreben eines
Ranksäulenmoduls kann
ein Ranksäulenmodul
eine oder aber auch mehrere voneinander beabstandet übereinander
angeordnete Pflanzschalen aufweisen.
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Besonders
bevorzugt ist zur Verbindung der einzelnen Ranksäulenmodule jedoch eine Steckverbindung
zwischen den einzelnen Vertikalstreben vorgesehen, um optisch besonders
ansprechend fluchtende Vertikalstreben über die Ranksäulenerstreckungsrichtung
auszubilden. Die Steckverbindung kann dabei formschlüssig und/oder
reibschlüssig und/oder
kraftschlüssig
ausgebildet sein. Gemäß einer
besonders einfach herstellbaren und funktionssicheren konkreten
Ausgestaltung der Steckverbindung ist an einem oberen Vertikalstrebenende
einer jeden Vertikalstrebe ein Aufnahmeauge, z. B. in Form eines
dort angeschweißten
Rohrabschnittes vorgesehen, in das ein freies unteres Vertikalstrebenende eines
anderen Ranksäulenmoduls
lösbar
eingesteckt werden kann. Zur Fixierung kann am Aufnahmeauge als
besonders einfaches Befestigungsmittel z. B. eine Madenschraube
vorgesehen sein, die ein in das Aufnahmeauge eingestecktes unteres
Vertikalstrebenende dort lösbar
fixiert.
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Besonders
bevorzugt ist auch eine Ausgestaltung der Ranksäule bzw. des Ranksäulenmoduls, bei
dem die einzelnen benachbarten Vertikalstreben mit Querstreben verbunden
bzw. versteift sind, die vorteilhaft horizontal jedoch aber auch
diagonal verlaufen können.
Besonders bevorzugt ist hierbei eine Querverstrebung, bei der sämtliche
benachbarten Vertikalstreben durch bezogen auf die Ranksäulenerstreckungsrichtung
eine durchgehende oder mehrere auf gleicher Höhe angeordnete Querstreben
verbunden sind, so dass eine um die jeweiligen Ranksäulenmodule
umlaufende Querverstrebung ausgebildet ist. Bei mehreren übereinander
gestapelten einzelnen Ranksäulenmodulen
bildet dieses somit ebenfalls über
die Ranksäulenerstreckungsrichtung
gesehen ein gleichmäßiges Querverstrebungsmuster
aus. Auch dies trägt
wesentlich zur Möglichkeit
einer besonderen optischen Gestaltung der Ranksäule bei, wobei selbstverständlich auch über die
Querverstrebungen ein Bewuchs mit Kletterpflanzen ermöglicht wird.
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Besonders
vorteilhaft sind an den einzelnen Ranksäulenmodulen die Querstreben
jeweils in einem solchen Bereich an der Vertikalstrebe angebunden,
in dem sich auch die Aufnahmeaugen befinden. Besonders vorteilhaft
ist hier die Querstrebe im Bereich der Aufnahmeaugen angeschweißt, wobei
die Querstreben vorzugsweise eine solche Höhenerstreckung aufweisen, dass
diese die Aufnahmeaugen von der Ranksäulenaußenseite als Sichtseite her überdecken.
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Grundsätzlich gibt
es verschiedene Möglichkeiten,
die erfindungsgemäßen Ranksäulen zu
gestalten, so z. B. mit vier einen quadratischen oder rechteckförmigen Querschnitt
definierenden Vertikalstreben, wobei die einzelnen Vertikalstreben
durch entsprechende Flacheisen als geradlinige Querstreben verbunden
sein können,
um einen insgesamt quadratischen bzw. rechteckförmigen Ranksäulenquerschnitt
beizubehalten. Grundsätzlich
ist jedoch auch ein mehreckiger bzw. runder Querschnitt des Ranksäulenmoduls
sehr gut ausbildbar.
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Des
weiteren gibt es verschiedene Möglichkeiten,
die Pflanzenschalen an den einzelnen Ranksäulenmodulen festzulegen. Grundsätzlich könnte die
Festlegung der einzelnen Pflanzschalen an der Ranksäule durch
Verschrauben, Verklipsen oder dergleichen ausgestaltet sein. Beispielsweise
können
an den Pflanzschalen aber auch entsprechende Befestigungslaschen
angeordnet sein, mittels denen die Pflanzschalen unmittelbar an
den Vertikalstreben bzw. auch an evtl. Querstreben eingehängt werden können. Besonders
bevorzugt ist jedoch eine Ausgestaltung der Haltemittel durch einzelne
Haken, die einerseits an der Pflanzschale und andererseits an einer
Vertikalstrebe oder einer Querstrebe einhängbar sind, z. B. über dort
jeweils vorgesehene Ausnehmungen. Dabei ist die Pflanzschalenform
vorzugsweise so ausgebildet, dass diese an die Querschnittsform
der Ranksäule
angepasst ist.
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Eine
besonders stabile und standhafte Ranksäule ergibt sich dann, wenn
die Ranksäule
zudem eine behälterartige
Bodenschale aufweist, an deren Bodenplatte den einzelnen unteren
Vertikalstrebenenden zuordenbare Vertikalstrebenaufnahmen ausgebildet
bzw. angeordnet sind. Die Vertikalstreben eines unteren Ranksäulenmoduls
beispielsweise können
dann mit ihren unteren freien Vertikalstrebenenden in die bodenplattenseitigen
Aufnahmen vorzugsweise mittels einer Steckverbindung eingesteckt
werden. Auch hier kann die Steckverbindung wieder formschlüssig und/oder
reibschflüssig
und/oder kraftschlüssig
ausgebildet sein.
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Die
Vertikalstreben selbst sind vorzugsweise Rohre, die einen zylindrischen
oder eckigen Querschnitt aufweisen.
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Gemäß einer
weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung ist die Ranksäule als
Rankbogen ausgebildet, der zwei voneinander beabstandete Ranksäulen aufweist,
die von einem Dachmodul, insbesondere einem Rankbogen überspannt
sind. Der Rankbogen ist dabei mit dem jeweiligen oberen Ranksäulenende
der beiden Ranksäulen
verbunden, vorzugsweise mittels einer Steckverbindung lösbar verbunden.
Grundsätzlich
besteht auch die Möglichkeit
ein Set von mehreren Ranksäulen
und mehreren Dachmodulen bereitzustellen, die einen sogenannten
Rankpavillon ausbilden können.
Da ein derartiger Rankpavillon eine z. B. halbkreisförmige bzw.
teilweise oder ganz runde Form aufweisen soll, ist hier die Verbindung
der einzelnen Ranksäulen
mit den Dachmodulen so zu gestalten, dass ein bestimmter vorgegebener
Rankpavillonradius ausgebildet werden kann.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert: Es
zeigen:
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1 eine
schematische, perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ranksäule, die aus
mehreren einzelnen Ranksäulenmodulen
aufgebaut ist,
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2 eine
vergrößerte, auseinandergezogene
Detailansicht der Ranksäule
nach 1,
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3 und 4 schematisch
eine vergrößerte Detaildarstellung
der Einzelheit A der 2 im gelösten und verbundenen Zustand,
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5 ein
schematischer Querschnitt durch ein Aufnahmeauge einer Vertikalstrebe
mit darin eingestecktem Vertikalstrebenende eines darüber angeordneten
Ranksäulenmoduls,
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6 eine
schematische, perspektivische Darstellung einer Pflanzschale,
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7 eine
erste schematische Darstellung einer Befestigungsmöglichkeit
einer Pflanzschale im Schalenaufnahmeraum an einer Querstrebe,
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8 eine
schematische Ausführungsform einer
Einhakverbindung eines mit einer Pflanzschale verbindbaren Hakens
an einer Vertikalstrebe,
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9 eine
schematische, perspektivische Darstellung einer Bodenschale,
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10 eine
Draufsicht auf die Bodenschale nach 9,
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11 eine
schematische, auseinandergezogene Darstellung einer alternativen
Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Ranksäule,
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12 einen
zwei erfindungsgemäße Ranksäulen aufweisenden
Rankbogen.
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In 1 ist
schematisch eine erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Ranksäule 1 gezeigt,
die, wie dies aus 2 ersichtlich ist, hier beispielhaft
durch drei separate Ranksäulenmodule 2 gebildet
ist. Auf das in der 1 oberste Ranksäulenmodul
ist noch eine Kuppel 3 aufgesteckt. Jedes der einzelnen
Ranksäulenmodule
ist hier durch vier sich in Vertikalrichtung erstreckende Vertikalstreben 4 ausgebildet,
die einen hier beispielhaft quadratischen Schalenaufnahmeraum 5 ausbilden.
Die einzelnen Ranksäulenmodule 2 sind
hier identisch ausgebildet.
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Die
einzelnen Ranksäulenmodule 2 und auch
die Kuppel 3 sind mittels einer Steckverbindung 6 miteinander
lösbar
verbunden, wie dies insbesondere auch durch die 3 bis 5 ersichtlich
ist. Zur Herstellung der Steckverbindung 6 weisen die einzelnen
Vertikalstreben 4 der Ranksäulenmodule 2 an ihrem
oberen freien Ende 8 ein dort angeschweißtes Aufnahmeauge 7 auf,
das einen Teil des oberen freien Vertikalstrebenendes 8 aufnimmt
und überragt. In
das das obere freie Vertikalstrebenende überragende Ende des Aufnahmeauges 7 ist
entsprechend ein zugeordnetes unteres freies Vertikalstrebenende 9 eines
darüber
angeordneten Ranksäulenmoduls 2 einsteckbar
und wie dies auch aus den 3 bis 5 weiter
ersichtlich ist, von der Innenseite her mittels einer Madenschraube 10 fixierbar.
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Wie
dies insbesondere der 2 weiter entnommen werden kann,
sind die einzelnen Ranksäulenmodule 2 ferner
mit querverlaufenden Querstreben 11 versteift, die hier
beispielhaft als Flacheisen ausgebildet sind. Diese Querstreben
verbinden benachbarte Vertikalstreben 4 im Bereich deren
Aufnahmeaugen 7, wobei die Querstreben 11 bevorzugt zur
Abdeckung der Aufnahmeaugen 7 von der Ranksäulenaußenseite
als Sichtseite her die Aufnahmeaugen 7 überdecken und für eine besonders
bevorzugte Anbindung der Querstreben 11 an den Aufnahmeaugen 7 angeschweißt sind.
Es sei hier noch erwähnt,
dass selbstverständlich
auch ein Ranksäulenaufbau
ohne derartige Querstreben 11 möglich ist. Hier werden dann
die einzelnen, durch Vertikalstreben 4 ausgebildeten Ranksäulenmodule 2 lediglich mittels
der in der 5 dargestellten Steckverbindung
zum Aufbau der Ranksäule 1 miteinander
verbunden.
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An
diesen Querstreben 11 können
beispielsweise in der in den 1 und 7 gezeigten
Weise Pflanzschalen 12 mittels eines Hakens 13 eingehängt werden.
Eine mögliche
Ausgestaltung eines derartigen Hakens ist in der 8 gezeigt,
die hier zudem eine andere, besonders bevorzugte Art der Befestigung
an der Ranksäule 1 zeigt,
und zwar eine Befestigung an der Vertikalstrebe 4, was
optisch besonders vorteilhaft ist. Zur Herstellung dieser Einhakverbindung
sind an den Pflanzschalen 12, wie dies in der 6 gezeigt
ist, Schalenausnehmungen 14 vorgesehen, in die ein erstes
Hakenende 15 des Hakens 13 einhakbar ist. Der
Haken ist mit einem zweiten Hakenende 16 dann, wie dies
in der 7 und 1 lediglich äußerst schematisch dargestellt
ist, an einer Oberseite der Querstrebe 11 eingehakt. In
der alternativen Ausgestaltung nach 8 ist in
der Vertikalstrebe 4 eine entsprechende Strebenausnehmung 17 vorgesehen.
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Die
Querstreben 11 sind hier durch einzelne separate Bauteile
gebildet. Grundsätzlich
besteht aber auch die Möglichkeit
die Querverstrebung durch ein einzelnes Bauteil, z. B. ein Flacheisenband
auszubilden, das die entsprechend benachbarten Vertikalstreben 4 verbindet,
wie dies in der alternati ven Ausführungsform der Ranksäule 30 der 11 gezeigt
ist, bei der aus Übersichtlichkeitsgründen die einzelnen
Pflanzschalen nicht mit dargestellt worden sind. Hier weist die
Ranksäule
einen runden Querschnitt auf.
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In 9 ist
schließlich
noch eine Bodenschale 18 dargestellt, an deren Bodenplatte 19 in
der Art von Aufnahmeaugen ausgebildete Vertikalstrebenaufnahmen 20 entsprechend
den zugeordneten Ranksäulenmodulen 2 ausgebildet
und angeordnet sind. In diese Vertikalstrebenaufnahmen 20 können in
analoger Weise zur zuvor geschilderten Herstellung der Steckverbindung 6 die
unteren freien Vertikalstrebenenden 9 eines unteren Ranksäulenmoduls 2 entsprechend
formschlüssig
und/oder reibschlüssig
und/oder kraftschlüssig
eingesteckt und ggf. auch fixiert werden.
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In
der 12 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei
der zwei identisch aufgebaute und voneinander beabstandete erfindungsgemäße Ranksäulen 1 vorgesehen
sind, bei denen anstelle der Kuppel 3 ein Dachbogen 21 in
der zuvor geschilderten Weise mit seinen freien Dachbogenenden eingesteckt
ist, so dass ein Rankbogen 21 ausgebildet wird. Der bzw.
die Dachbögen 21,
eine Mehrzahl von Ranksäulemodulen
sowie mehrere Pflanzschalen mit Haken können Bestandteil eines Ranksäulen-Sets sein,
das individuell gestaltet und aufgebaut sein kann. Selbstverständlich können in
diesem Set auch unterschiedliche Arten von Kuppeln vorgesehen sein.