DE202004012076U1 - Spannvorrichtung für eine Gleitschutzkette - Google Patents
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Abstract
Spannvorrichtung
für das
Kettennetz einer Gleitschutzkette mit einem Spannstrang, dessen
eines Ende mit einer in einem Gehäuse gelagerten Aufwickel-Rolle verbunden ist,
die unter der Einwirkung einer als Spannfeder für den Spannstrang dienenden
Spiralfeder steht, und mit einem zur Arretierung und Freigabe des
aus dem Gehäuse
ziehbaren Spannstranges dienenden, durch eine Kipphebel betätigbaren
Blockierorgan, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse eine
zusätzliche
Rolle (17) zum Aufwickeln eines zweiten Spannstranges (10) gelagert ist,
der in zur Ausziehrichtung des ersten Spannstranges (11) entgegensetzter
Richtung aus dem Gehäuse
(16) ziehbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für das Kettennetz einer Gleitschutzkette mit einem Spannstrang, dessen eines Ende mit einer in einem Gehäuse gelagerten Aufwickel-Rolle verbunden ist, die unter der Einwirkung einer als Spannfeder für den Spannstrang dienenden Spiralfeder steht, und mit einem zur Arretierung und Freigabe des aus dem Gehäuse ziehbaren Spannstranges dienenden, durch eine Schwenkhebel betätigbaren Blockierorgan.
- Spannvorrichtungen der vorstehenden Art sind aus der
EP 0 255 119 A2 , der WO 98/39168 und der WO 2004/022364 A1 bekannt. Um mit ihrer Hilfe eine gleichmäßige Spannung des Netzes einer Gleitschutzkette zu erreichen, bedarf es wie im Falle der Lösung nach derEP 0 255 119 A2 entweder eines sich über den gesamten Umfang der Flanke eines Fahrzeugreifens erstreckenden, in Haken eingehängten, vergleichsweise langen, die äußere Halterung bildenden Spannstranges oder aber wie im Falle der äußere Halterungen mit Seitenkettenabschnitten aufweisenden Lösungen nach der WO 98/39168 und der WO 2004/022364 A1 des Einsatzes zweier Spannvorrichtungen. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannvorrichtung der in Betracht gezogenen Art zu schaffen, die auch beim Einsatz in Verbindung mit Gleitschutzketten, deren äußere Halterung Seitenketten oder Seitenkettenabschnitte aufweist, ein gleichmäßiges Spannen des Kettennetzes mit nur einer Spannvorrichtung ermöglicht. Gelöst wird die vorstehende Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass im Gehäuse der Spannvorrichtung eine zusätzliche Rolle zum Aufwickeln eines zweiten Spannstranges gelagert ist, der in zur Ausziehrichtung des ersten Spannstranges entgegensetzter Richtung aus dem Gehäuse ziehbar ist.
- Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung erspart dem Benutzer der mit ihr versehenen Gleitschutzkette bei der Montage und Demontage der Kette das Operieren mit zwei Spannvorrichtungen, ohne dass die Spannungsverteilung im Kettennetz eine Beeinträchtigung erfährt.
- Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die zueinander versetzte Achsen aufweisenden Rollen zum Aufwickeln der Spannstränge über Zahnräder miteinander in Verbindung stehen und die die Aufwickel-Rollen miteinander verbindenden Zahnräder zur Realisierung unterschiedlicher Ausziehlängen der Spannstränge unterschiedliche Zähnezahlen aufweisen. Durch die getriebemäßige Verknüpfung der beiden Rollen kommt man nicht nur mit einer einzigen Spiralfeder für beide Rollen aus, sondern hat man auch die Möglichkeit, bei Gleitschutzketten mit geteiltem Kettennetz während der Montage der Ketten den Verhältnissen im Bereich der Bodenaufstandsfläche Rechnung zu tragen, indem man den längeren Spannstrang zur Überbrückung des im Bodenbereich größeren Abstandes zwischen den Enden der Seitenkette bzw. der Seitenkettenabschnitte nutzt.
- Die Handhabung der neuen Spannvorrichtung wird erleichtert, wenn die zweite Aufwickel-Rolle mit einem Ritzel versehen ist, das mit Zähnen eines vorzugsweise eine Innenverzahnung aufweisenden Zahnrades eines Koppelgetriebes kämmt, und wenn in das Zahnrad des Koppelgetriebes durch einen Spannhebel eine zum Spannen der Spiralfeder dienende Schwenkbewegung einleitbar ist. Gleichzeitig lassen sich durch das Koppelgetriebe die Ausziehwege der Spannstränge begrenzen.
- Weitere Merkmale und Einzelheiten der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachstehenden Beschreibung einer in den beigefügten Zeichnungen dargestellten besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:
-
1 die mit einer Spannvorrichtung versehene äußere Halterung einer Gleitschutzkette, -
2 die innere Halterung der Gleitschutzkette gemäß1 , -
3 eine Explosionsdarstellung der in1 gezeigten Spannvorrichtung, -
4 eine erste Frontansicht der Spannvorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel, -
5 eine zweite Frontansicht der Spannvorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel und einer zusätzlich entfernten Führungskulisse und -
6 eine dritte Frontansicht der Spannvorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel. - In den
1 und2 ist mit1 das Netz einer Gleitschutzkette bezeichnet, deren äußere Halterung aus zwei Seitenkettenabschnitten2 und3 besteht. Die Enden der Seitenkettenabschnitte2 ,3 sind einerseits durch einen Haken4 und eine Öse5 und andererseits durch Haken6 ,7 und zwei an ihren Enden mit Ösen8 ,9 versehene, aus Drahtseilen bestehende Spannstränge10 ,11 einer Spannvorrichtung12 miteinander verbunden. Die innere Halterung13 der Gleitschutzkette wird von einem ummantelten Drahtseil gebildet, dessen Enden mittels eines Verschlusses14 miteinander verbun den sind.1 lässt erkennen, dass der während der Montage der Gleitschutzkette im Bereich der Bodenaufstandsfläche des Fahrzeugreifens gelegene Spannstrang10 länger als der Spannstrang11 der Spannvorrichtung12 ist. In der Praxis ist die Länge des Spannstranges10 etwa 75 % größer als die Länge des Spannstranges11 . - Die Spannvorrichtung
12 besitzt ein durch einen Deckel15 verschließbares Gehäuse16 mit Lagern für zwei Rollen17 ,18 , auf die die Spannstränge10 ,11 aufwickelbar sind. Im Innern der Rolle18 ist eine Spiralfeder19 untergebracht, deren eines Ende20 im Innern der Rolle18 und deren anderes Ende21 in einem Schlitz22 eines Lagerzapfens23 für die Rolle18 befestigt ist. Die Rolle18 weist auf ihrer der Rolle17 zugewandten Seite ein über einen hohlen Zapfen mit ihr verbundenes Ritzel24 auf, das mit einem Zahnkranz25 kämmt, der ein Stück mit der Rolle17 bildet. Die Rolle17 ist ähnlich wie die Rolle18 mit einem Ritzel16 ausgestattet, dessen Zähne in die Innenverzahnung27 eines Zahnrades28 greifen, das in einer Kulisse29 geführt ist. Mit einem Zapfen30 an einer der Stirnseiten des innenverzahnten Rades28 ist der Lenker31 eines Koppelgetriebes verbunden, über den mit Hilfe eines aus zwei zueinander verschiebbaren Teilen32 ,33 bestehenden Spannhebels eine Schwenkbewegung in das Zahnrad28 einleitbar ist. Durch eine Schwenkbewegung von etwa 180°, d. h. durch die Überführung des Schwenkhebels32 ,33 aus der in den4 und5 gezeigten Position in die in6 dargestellte Position wird die Spiralfeder19 gespannt und gleichzeitig werden die Spannstränge10 und11 aus dem Gehäuse16 herausbewegt. - Die zweiteilige Ausbildung des Spannhebels
32 ,33 erlaubt es dem Benutzer beim Spannen der Spiralfeder19 den Hebelarm zur Erleichterung des Spannvorganges zu vergrößern. Sobald der Spannvorgang beendet ist, wird der ausziehbare Teil33 aus der in6 gezeigten Position automatisch durch eine Feder34 in seine in den3 –5 dargestellte Ausgangsposition zurückbewegt. - Ein aus einem nach Art einer Wippe ausgebildeten, zweiarmigen Kipphebel
35 sowie einem Blockierorgan36 und einem Bremsorgan37 bestehendes Gesperre verhindert eine unerwünschte Freigabe der gespannten Spiralfeder19 . Dies geschieht dadurch, dass das unter der Einwirkung einer Feder38 gegen die Umfangsfläche des Zahnrades28 gedrückte Blockierorgan36 beim Loslassen des Spannhebels32 ,33 aufgrund eines durch seine Kontur bedingten Selbsthemmungseffektes eine Rückdrehung des Zahnrades28 im Uhrzeigersinn verhindert, solange der Kipphebel35 die in6 gezeigte Position einnimmt, in der er das unter der Einwirkung einer Feder39 stehende Bremsorgan37 im Abstand vom Umfang des Zahnrades28 hält. - Sobald die Ösen
8 ,9 der Spannstränge10 ,11 in die Haken6 ,7 der Seitenkettenabschnitte2 ,3 der äußeren Halterung einhängt sind, überführt der Benutzer der Gleitschutzkette den Kipphebel35 in die in4 und5 gezeigte Position und hebt auf diese Weise die Blockierung des Zahnrades28 durch das Blockierorgan36 auf. Die Spiralfeder19 leitet nunmehr eine Zugkraft in die Spannstränge10 ,11 ein und die äußere Halterung2 ,3 wird gespannt. Während des Einziehens der Spannstränge10 ,11 drückt die Feder39 das Bremsorgan37 gegen den Umfang des Zahnrades28 . Auf diese Weise wird ein schlagartiger Einzug der Spannstränge10 ,11 in das Gehäuse16 vermieden. Ein schlagartiger Einzug ist nicht zuletzt deshalb unerwünscht, weil er bei einer Fehlbedienung der Spannvorrichtung, d. h. bei einer versehentlichen Betätigung des Kipphebels35 , bevor die Ösen8 ,9 der Spannstränge10 ,11 in die Haken6 ,7 der Seitenkettenabschnitte2 ,3 der äußeren Halterung eingehängt sind, zu Verletzungen des Benutzers der Spannvorrichtung führen könnte.
Claims (14)
- Spannvorrichtung für das Kettennetz einer Gleitschutzkette mit einem Spannstrang, dessen eines Ende mit einer in einem Gehäuse gelagerten Aufwickel-Rolle verbunden ist, die unter der Einwirkung einer als Spannfeder für den Spannstrang dienenden Spiralfeder steht, und mit einem zur Arretierung und Freigabe des aus dem Gehäuse ziehbaren Spannstranges dienenden, durch eine Kipphebel betätigbaren Blockierorgan, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse eine zusätzliche Rolle (
17 ) zum Aufwickeln eines zweiten Spannstranges (10 ) gelagert ist, der in zur Ausziehrichtung des ersten Spannstranges (11 ) entgegensetzter Richtung aus dem Gehäuse (16 ) ziehbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zueinander versetzte Achsen aufweisenden Aufwickel-Rollen (
17 ,18 ) über Zahnräder miteinander in Verbindung stehen. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die Aufwickel-Rollen (
17 ,18 ) miteinander verbindenden Zahnräder (24 ,25 ) zur Realisierung unterschiedlicher Ausziehlängen der Spannstränge (10 ,11 ) unterschiedliche Zähnezahlen aufweisen. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass beide Aufwickel-Rollen (
17 ,18 ) durch eine gemeinsame Spiralfeder (19 ) spannbar sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannstränge (
10 ,11 ) von Drahtseilen gebildet werden. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Aufwickel-Rolle (
17 ) mit einem Ritzel (26 ) versehen ist, das mit Zähnen eines Zahnrades (28 ) eines Koppelgetriebes (28 ,31 –34 ) kämmt. - Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnrad des Koppelgetriebes (
28 ,31 –34 ) eine Innenverzahnung (27 ) aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in das Zahnrad (
28 ) des Koppelgetriebes durch einen Spannhebel (32 ,33 ) eine zum Spannen der Spiralfeder (19 ) dienende Schwenkbewegung einleitbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannhebel (
32 ,33 ) über einen Lenker (31 ) mit dem Zahnrad (28 ) des Koppelgetriebes verbunden ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannhebel (
32 ,33 ) aus zwei in Richtung seiner Längsachse zueinander verschiebbaren Teilen (32 ,33 ) besteht. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausziehwege der Spannstränge (
10 ,11 ) durch das Koppelgetriebe (28 ,31 –34 ) begrenzt werden. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich zum Blockierorgan (
36 ) mit einem Bremsorgan (37 ) ausgestattet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Betätigen des Blockierorganes (
36 ) dienende Kipphebel (35 ) zwei Arme aufweist, von denen einer zum Lösen des Blockierorganes (36 ) und einer zum Betätigen eines Bremsorganes (37 ) dient. - Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierorgan (
36 ) und das Bremsorgan (37 ) durch Federn (38 ,39 ) gegen den Umfang des mit der Innenverzahnung (27 ) versehenen Zahnrades (28 ) drückbar sind.
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-
2004
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