DE202004000591U1 - Wiederverschließbare Verpackung für flüssige und pastöse Medien - Google Patents
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Abstract
Verpackung aus zwei randseitig miteinander verbundenen Teilen aus Kunststoff, Aluminium oder deren Verbundmaterialien, die einen Aufnahmeraum zwischen sich einschließen, dessen Inhalt über eine Entnahmeöffnung entnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einem Teil Haltemittel angebracht sind, mit denen ein die Entnahmeöffnung enthaltender Entnahmeabschnitt (1.4, 2.4, 3.4, 4.4, 5.4) mit einer Seite der Verpackung (1.0, 2.0, 3.0, 4.0, 5.0) unter Abbiegung um etwa 180° verbindbar ist, wodurch die Verbindung vom Aufnahmeraum (1.2, 2.2, 3.2, 4.2, 5.2) zur Entnahmeöffnung unterbrochen wird.
Description
- Technischer Hintergrund
- Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium und deren Verbundmaterialien sind fester Bestandteil der heutigen Verpackungswelt. Sie bieten große Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich ihrer äußeren Form und der Auswahl produktspezifischer Verpackungsmaterialien.
- Als Tiefziehverpackung bestehen sie aus einer einseitig tiefgeformten Folie zur Aufnahme des Füllgutes und einer Deckfolie, die z.B. durch Siegeln aufgebracht sein kann.
- Das Öffnen einer Verpackung, die feste Stoffe beinhaltet, geschieht vielfach durch Abziehen einer peelfähig aufgebrachten Deckfolie. Bei einer Packung, die flüssige Medien beinhaltet, muss das Öffnen gezielter erfolgen. Dieses kann durch Aufbrechen einer Sollbruchstelle oder auch durch Abreißen oder Abschneiden des Endbereichs einer Verpackung zur Freilegung einer Entnahmeöffnung geschehen.
- Stand der Technik
- Tiefziehpackungen oder Beutel sind in der Regel so gebaut, dass sie sich ohne Hilfsmittel nicht in der Vertikalen positionieren lassen. Sind sie einmal angebrochen, so kann das Füllgut auslaufen. Durch Luftkontakt besteht die Gefahr des Austrocknens des Packungsinhaltes oder der Inhalt kann verderben. Ein zusätzlicher Verschlussmechanismus kommt meist aus Kosten gründen nicht in Frage, gerade wenn es sich um kleinere Inhaltsmengen handelt.
- Darstellung der Erfindung
- Die Aufgabe der Erfindung besteht in einem Wiederverschließen einer solchen Verpackung. Die Handhabung soll einfach sein, und mit minimalem Kostenaufwand realisiert werden.
- Die Erfindung löst die Aufgabe des Wiederverschließens auf einfache und kostengünstige Weise und ermöglicht zusätzlich eine anwenderspezifische Dosierbarakeit des Füllgutes.
- Die Grundgedanken der Erfindung werden im folgenden anhand einer Tiefziehpackung näher erläutert; sie lassen sich aber auch auf andere Formen derartiger Verpackungen, wie Verpackungen aus tiefgedrückter Aluminiumfolie oder Beutelvarianten anwenden.
- Eine Tiefziehpackung mit einer tiefgezogenen Bodenfolie zur Aufnahme des Füllgutes ist mit einer aufgesiegelten Deckfolie verschlossen. Der Tiefziehbereich ist nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung einseitig durch einen ungesiegelten Bereich verlängert, der nach außen hin ebenfalls durch eine Festversiegelung abgegrenzt ist. Die einseitige Verlängerung bildet einen kanalartigen Entnahmeabschnitt für das Füllgut.
- Im einfachsten Fall wird die Verpackung durch Abschneiden des Endstückes des Entnahmeabschnitts geöffnet.
- Wird nur ein Teil des Füllgutes entnommen, so wird der Entnahmeabschnitt an vorbestimmter Stelle in Richtung Deck- oder Bodenfolie umgelegt, und mittels geeigneter Haltemittel, z.B. mit vorgestanzten Laschen, die ebenfalls im Entnahmeabschnitt der Packung angeordnet sind, fixiert. Das Umlegen des Entnahmeabschnitts hat zur Folge, dass im Abbiegungsbereich Boden und Deckfolie stark zusammengedrückt werden, so dass ein hochbelastbarer Dichtungsbereich entsteht, der die am Ende des Entnahmeabschnitts liegende Entnahmeöffnung vom Aufnahmeraum der Verpackung abtrennt.
- Der überstehende, umgefalzte Bereich verstärkt diese Dichtungswirkung noch, da es der Deckfolie fast unmöglich gemacht wird, sich in diesem Bereich auszubauchen und den Entnahmeabschnitt mit Flüssigkeit zu füllen.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele von erfindungsgemässen Verpackungen werden anhand von Zeichnungen näher erläutert, es zeigen:
- Bild 1: Ein erstes Ausführungsbeispiel einer Tiefziehpackung,
- Bild 2: eine Darstellung der Handhabung dieser Tiefziehpackung,
- Bild 3: ein zweites Ausführungsbeispiel einer Tiefziehpackung,
- Bild 4: ein drittes Ausführungsbeispiel einer Tiefziehpackung,
- Bild 5: ein viertes Ausführungsbeispiel einer Tiefziehpackung, und
- Bild 6: ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Beutels.
- Beschreibung der Ausführungsbeispiele
- Bild 1 zeigt als erstes Ausführungsbeispiel eine Tiefziehpackung
1.0 . Die Tiefziehpackung1.0 mit einer tiefgeformten Bodenfolie1.1 ist mit einer fest aufgesiegelten Deckfolie1.3 verschlossen und bildet einen Aufnahmeraum1.2 für das Füllgut. Der Tiefziehnapf1.1 .1 der Bodenfolie1.1 ist einseitig durch einen ungesiegelten Entnahmeabschnitt1.4 , der zur Außenkontur hin durch eine Festversiegelung F abgegrenzt ist, verlängert. Der Entnahmeabschnitt1.4 ist in seinem Endbereich1.7 mit einer Einschnürung1.5 versehen. Rechtwinklig zur Symmetrieachse SA der Tiefziehpackung1.0 verläuft eine Rillung1.6 . Die Rillung1.6 liegt vorzugsweise mittig zur Einschnürung1.5 . - Sie erleichtert das Abtrennen des Endstückes
1.7 des Entnahmeabschnitts1.4 ohne Hilfsmittel. - Bei Verpackungen, die mit einem Hilfsmittel wie einer Schere geöffnet werden, kann anstatt der Einschnürung
1.5 mit Rillung1.6 auch eine Markierung vorgesehen sein. - In einem ersten Bereich A des Entnahmeabschnitts
1.4 ist die Festversiegelung F verbreitert. Der flächige Siegelrand trägt im Bereich A als Haltemittel dienende Schnitte oder Stanzungen1.8.1 und1.8.2 in beliebiger Form, die in ihrer Ausrichtung parallel und symmetrisch zur Symmetrieachse SA der Tiefziehpackung1.0 verlaufen und mit ihrer Engstelle E zur Symmetrieachse SA zeigen. Das Maß a der Engstelle E der Stanzungen1.8 ist kleiner als die Gesamtbreite b des Entnahmeabschnitts1.4 . Die zur Außenkontur zeigenden Bereiche der Stanzungen1.8.1 und1.8.2 sind in ihrem übergreifenden Maß c breiter als die Gesamtbreite b des zweiten Bereichs H des Entnahmeabschnitts1.4 , der sich an den ersten Bereich A anschliesst. - Um die Tiefziehpackung
1.0 zu öffnen (Bild 2), wird der Endbereich1.7 abgeschnitten oder an seiner Rillung1.6 mit Einschnürung1.5 gebrochen und abgetrennt. Das Füllgut kann nun durch eventuellen leichten Druck auf den Tiefziehnapf1.1.1 der Verpackung1.0 entnommen werden. - Wird nur ein Teil des Füllgutes benötigt, so wird der zweite Bereich H des Entnahmeabschnitts
1.4 an einer vorgegebenen Knickstelle K, die vorzugsweise mit der Verjüngung des Siegelrandes zwischen den beiden Bereichen A und H des Entnahmeabschnitts1.4 zusammenfällt, in Richtung Bodenfolie1.1 oder Deckfolie1.3 gebogen. Der zweite Bereich H kommt dabei über die laschenförmigen Stanzungen1.8.1 und1.8.2 des ersten Bereichs A zu liegen und kann darin eingesteckt und fixiert werden, so dass das Füllgut den Entnahmeabschnitt1.4 nicht mehr passieren kann und somit die Tiefziehpakkung1.0 verschlossen ist. - Bild 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Tiefziehpackung
2.0 . Sie ist im wesentlichen identisch mit der beschriebenen Tiefziehpackung1.0 . Es werden daher im folgenden nur die unterschiedlichen Merkmale beschrieben. - Die Bodenfolie
2.1 der Tiefziehpackung1.0 ist im ungesiegelten Bereich des Entnahmeabschnitts2.4 vor und nach der Knickstelle K durch Fortsetzung des Tiefziehnapfes erhaben und zu Kanülen2.1.3 und2.1.4 ausgebildet, so dass auch dickflüssige Medien leichter passieren und entnommen werden können. Das Schließen der aufgebrochenen Tiefziehpackung2.0 geschieht durch Umklappen des Entnahmeabschnitts2.4 um die Knickstelle K in Richtung Deckfolie2.3 mit nachfolgendem Einstecken in die Laschen2.8.1 und2.8.2 . - Bild 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Tiefziehpackung
3.0 . Ihr Aufbau entspricht im wesentlichen dem der Tiefziehpackung1.0 . - Der Entnahmeabschnitt
3.4 trägt als Haltemittel ein Klebeetikett3.8 , das auf der der Verpackung abgewandten Seite mit sich selbst reagiert, es ragt sowohl in Entnahmerichtung, als auch in Napfrichtung über die Knickstelle K hinaus, und kann sowohl auf der Bodenfolie3.1 oder der Deckfolie3.3 der Tiefziehpackung3.0 angeordnet sein. - Wird die geöffnete Tiefziehpackung
3.0 zum Wiederverschließen um die Knickstelle K in Richtung des Klebeetiketts umgeklappt, so überlappen sich die beiden durch die Knickstelle K unterteilten Hälften des Klebeetiketts und haften aneinander, die Tiefziehpackung3.0 ist somit wieder verschlossen. - Bild 5 zeigt ausschnittsweise ein viertes Ausführungsbeispiel der Tiefziehpackung
4.0 . Ihr Aufbau entspricht im wesentlichen dem der Tiefziehpackung3.0 . - Die Tiefziehpackung
4.0 trägt ebenfalls als Haltemittel ein Klebeetikett4.8 , das oberhalb oder unterhalb der Knicklinie K auf der Bodenfolie4.1 oder der Deckfolie4.3 angeordnet ist. Das Klebeetikett ist mit einer peelbaren Folie4.9 abgedeckt. - Zum Verschließen der angebrochenen Tiefziehpackung
4.0 wird die peelbare Folie4.9 vom Klebeetikett4.8 abgezogen und der Entnahmeabschnitt4.4 wird um die Knicklinie K in Richtung Bodenfolie4.1 bzw. Deckfolie4.3 gebogen, bis die Hälften des Klebeetiketts4.8 aneinander haften. - Bild 6 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel, die Anwendung der Erfindung an einem Beutel.
- Der Beutel
5.0 setzt sich aus zwei aufeinandergesiegelten Folien5.1 und5.3 zusammen, die den Aufnahmeraum5.2 einschließen. Der ungesiegelte Entnahmeabschnitt5.4 setzt sich als Verlängerung des Beutels fort. Die dargestellte Version ist mit einem Klebeetikett5.8 als Haltemittel versehen, das auf der der Beutelfolie abgewandten Seite nur an sich selbst haftet. Die Funktionsweise entspricht der bei den oben beschriebenen Tiefziehpackungen. - Bei ausreichend ausgebildeten Randbereichen kann aber auch hier die bei den ersten beiden Ausführungsbeispielen beschriebene Fixierung mittels Stanzungen/Laschen als Haltemittel realisiert werden.
Claims (9)
- Verpackung aus zwei randseitig miteinander verbundenen Teilen aus Kunststoff, Aluminium oder deren Verbundmaterialien, die einen Aufnahmeraum zwischen sich einschließen, dessen Inhalt über eine Entnahmeöffnung entnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einem Teil Haltemittel angebracht sind, mit denen ein die Entnahmeöffnung enthaltender Entnahmeabschnitt (
1.4 ,2.4 ,3.4 ,4.4 ,5.4 ) mit einer Seite der Verpackung (1.0 ,2.0 ,3.0 ,4.0 ,5.0 ) unter Abbiegung um etwa 180° verbindbar ist, wodurch die Verbindung vom Aufnahmeraum (1.2 ,2.2 ,3.2 ,4.2 ,5.2 ) zur Entnahmeöffnung unterbrochen wird. - Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmeöffnung vor dem Ende des an den Aufnahmeraum kanalartig anschließenden Entnahmeabschnitts vorgesehen ist.
- Verpackung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Entnahmeabschnitt (
1.4 ) Rillungen (1.6 ) und/oder seitliche Einschnürungen (1.5 ) zur Freilegung der Entnahmeöffnung aufweist. - Verpackung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Haltemittel ein Klebeetikett (
3.8 ,4.8 ,5.8 ) dient, das auf einem Kunststoffteil aufgebracht ist, und dessen von der Verpackung abgewandte Außenseite bei der Abbiegung des Entnahmeabschnitts mit sich selbst verbindbar ist. - Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite des Klebeetiketts (
4.8 ) mit einer peelbaren Abdeckfolie (4.9 ) überzogen ist. - Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile zwei zu einem Beutel randseitig aufeinandergesiegelte Folien (
5.1 ,5.3 ) sind. - Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile aus einer Bodenfolie (
1.1 ,2.1 ,3.1 ,4.1 ) und einer Deckfolie (1.3 ,2.3 ,3.3 ,4.3 ) bestehen, die über einen umlaufenden Rand (R) zu einer Tiefziehverpackung (1.0 ,2.0 ,3.0 ,4.0 ) miteinander verschweißt sind. - Verpackung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel aus Schlitzen (
1.8.1 ,1.8.2 ,2.8.1 ,2.8.2 ) im Rand (R) gebildet sind, in die ein korrespondierend ausgebildeter Rand des Entnahmeabschnitts (1.4 ,2.4 ,3.4 ,4.4 ) einsteckbar ist. - Verpackung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze bogenförmig beidseitig des Entnahmeabschnitts in einem verbreiterten Bereich des Randes (R) eingebracht sind.
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Legal Events
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| R207 | Utility model specification |
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Effective date: 20120801 |