-
Die
Erfindung betrifft ein Personenrufsystem mit umschaltbaren Rufeinheiten
("Satelliten"), die mindestens
die Schaltzustände "Rufen" und "Nicht-Rufen" einnehmen können.
-
Ein
Problem für
Kunden von Dienstleistungsbetrieben, z. B. für Gäste einer Gaststätte, besteht
in einer oft langen Wartezeit, bis der Kunde sich dem Kellner bemerkbar
machen kann, der Kellner auch darauf reagiert und schließlich den
Kunden bedient. Dadurch wird der Tisch des Gastes länger besetzt
als es für
den Gast und auch den Gastwirt gewünscht ist.
-
Derartige
Personenrufsysteme sind bereits bekannt, z. B. aus der
DE 196 22 309 A1 , der
DE 201 02 981 U1 sowie
der
DE 295 09 928
U1 . Auf die darin enthaltenen Informationen wird zum Zwecke
der Ergänzung
der Offenbarung ausdrücklich
verwiesen. Nähere
Details solcher Personenrufsysteme, Kellnerrufsysteme oder Tischrufanlagen
lassen sich diesen Schriften entnehmen und sollen hier nicht im Einzelnen
noch einmal aufgeführt
werden.
-
Die
Aufgabe der Erfindung besteht jedoch nicht nur darin, ein Personenrufsystem
zu entwickeln, das das genannte Problem löst. Es soll auch eine objektive
und umsatzunabhängige
Bewertung der Servicequalität
des Personals ermöglichen.
So soll beispielsweise die Bedienereffektivität jedes Kellners in einem Restaurant
objektiv danach erfasst werden, wie lange die ihm zugeordneten Gäste auf ihn
warten müssen.
-
Diese
Aufgabe wird bei dem Personenrufsystem der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass eine Registriereinheit zum Erfassen der Zeitdauer des Schaltzustands "Rufen" der Rufeinheiten
vorgesehen ist.
-
Dadurch
lässt sich
die Gesamtdauer und/oder die durchschnittliche Zeitdauer erfassen, während der
die Gäste
des jeweiligen Kellners oder der sonstigen Bedienungsperson warten
mussten, bevor der Kellner den jeweiligen Gast bedient hat. Je kürzer die
Gesamtzeitdauer oder die durchschnittliche Zeitdauer ist, desto
höher ist
die Servicequalität des
jeweiligen Kellners bzw. der jeweiligen Bedienungsperson.
-
Realisiert
werden kann die Erfindung zum einen nur mit den genannten umschaltbaren
Rufeinheiten und ohne eine Zentrale. In diesem Fall ist die Registriereinheit
in der zugehörigen
Rufeinheit enthalten bzw. unmittelbar mit dieser verbunden.
-
Zum
anderen kann auch eine Zentrale vorgesehen sein. Dazu wird vorgeschlagen,
dass eine Zentrale mit einer Anzeigeeinheit zum Anzeigen des Zustands
der Rufeinheiten vorgesehen ist. So kann z. B. in einer Küche des
Restaurants sofort gesehen werden, wann welcher Gast eine Bedienung wünscht. Vorzugsweise
umfasst die Zentrale auch die Registriereinheit.
-
Möglich wäre es, die
Wartezeiten jeweils einzeln zu erfassen und beispielsweise einen
Mittelwert aus den so gewonnenen Werten zu bilden. Insbesondere
wird jedoch vorgeschlagen, dass die Registriereinheit zum kumulativen
Erfassen der Zeitdauer des Schaltzustands "Rufen" ausgebildet ist. Die Wartezeiten aller
Gäste werden
also immer aufaddiert, um eine Gesamtwartezeit zu erhalten. Nach
der Erfassung und Auswertung der Gesamtwartezeit kann der Wartezeitzähler natürlich wieder
auf Null zurückgesetzt
werden, z. B. abends oder morgens.
-
Um
dem Kellner auf einfache Weise zu signalisieren, dass ein Gast eine
Bedienung wünscht, wird
weiterhin vorgeschlagen, dass die Rufeinheiten eine optische Anzeige
des Schaltzustandes, insbesondere farbwechselfähige LEDs, aufweist. Unter LEDs
sind lichtemittierende Dioden zu verstehen. Auf diese Weise wird
die Kommunikation mit dem Kellner durch die Verstärkung des
Augenkontaktes verbessert.
-
Weitere
Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
der Erfindung und der einzigen Zeichnung (1).
-
Beschrieben
wird ein visuelles (optisches) Ruf- und Servicesystem (Signalsystem)
für Dienstleistungsbetriebe
mit farbwechselfähigen
LEDs und mit einer Funkverbindung zu einer Zentrale mit einer Zeitregistriermöglichkeit.
Erfindungsgemäß ist es zum
ersten Mal möglich,
eine objektive und umsatzunabhängige
Bewertung von Servicequalität
und Personal vorzunehmen.
-
Mehrere
Versionen sind möglich.
In einer Sparversion wird ohne Funk und ohne Zentrale gearbeitet.
Bei einer ergänzten
komfortablen Version stehen mehrere batteriebetriebene Satelliten
in Funkkontakt zu einer Zentrale mit Netzanschluss. Die Information über die
zwei Schaltzustände
wird mittels Funk zwischen den einzelnen Satelliten und der Zentrale übermittelt
und auf optische Weise über
Farbwechsel-LEDs. Der Abstand zwischen den Satelliten und der Zentrale
wird bestimmt durch die Reichweite der verwendeten Sender und kann
beispielsweise maximal 150 m betragen.
-
Beispielsweise
erzeugt der Schaltzustand 1 ein leuchtendes LED in der
Farbe 1, z. B. grün,
und der Schaltzustand 2 ein leuchtendes LED in der Farbe 2,
z. B. rot.
-
Einzelheiten zum Satelliten
-
1. Der Aufbau
-
Der
Satellit besteht aus einem nach Kundenwunsch zu gestaltenden Gehäuse, an
dessen Oberseite sich ein oder mehrere Schaltelemente sowie bei Akkubetrieb
eine Solarzelle bzw. eine Solareinheit befinden. Der Satellit 1 in
diesem Beispiel besteht aus einem zylinderförmigen Gegenstand aus Kunststoff
oder Ähnlichem
mit etwa 60 mm Durchmesser und etwa 25 mm Höhe. An der Oberseite dieses scheibenförmigen Elements
(Fußes)
sind ein Tippschalter/Sensor 2 und eine Solarzelle bzw.
Solarzelleneinheit 3 zum Aufladen eines Akkus angebracht. Eine
farbwechselfähige
LED 4 ist im Mittelpunkt der Scheibe oder vorzugsweise,
wie in der Figur dargestellt, am oberen Ende einer flexiblen, in
die Scheibe im Mittelpunkt eingesteckten Stange 5 angeordnet.
-
Die
untere Fläche 6 der
Scheibe, die in der Figur nicht sichtbar ist, enthält einen
kleinen Ein-Aus-Schiebeschalter, ein Zugangsfach für einen Akku
oder eine Batterie und eine Beschriftung mit einer individuellen
Nummer, zum Beispiel 1, 2 oder 3 usw.
-
2. Die Funktion des Satelliten
-
Der
Satellit 1 sollte für
einen möglichst
langen Zeitraum absolut wartungsfrei sein. Sein Akku bzw. seine
Akkus sollten sich durch Lichteinfall über die Solarzelleneinheit 3 so
lange wie möglich
in einem betriebsfähigen
Zustand halten. Nach Möglichkeit
sollte der Satellit eine große
Stromkapazitäts-Reserve
haben. Die Betriebszeit pro Tag wird mit 10 bis 20 Stunden kalkuliert.
- 2.1 Beim Einschalten meldet sich der Satellit 1 mit Zustand 1 ("Nicht-Rufen) bei
der Zentrale. Die Zentrale registriert den Satelliten und schaltet
die der Satellitennummer individuell zugeordnete LED der Anzeigeeinheit
in die Farbe 1, z. B. grün.
- 2.2 Nach einmaliger Betätigung
des Wechsel-/Tippschalters 2 geht der Satellit 1 in
den Schaltzustand 2 ("Rufen)
und das LED 4 wechselt auf die Farbe 2, z. B.
rot. Die der Satellitennummer individuell zugeordnete LED in der
Anzeigeeinheit der Zentrale wechselt ebenfalls auf Farbe 2,
rot.
- 2.3 Bei erneuter Betätigung
des wechsel-/Tippschalters geht der Satellit 1 zurück in den
Schaltzustand 1 und die LED wechselt zurück auf Farbe 1,
grün. Die
der Satellitennummer individuell zugeordnete LED in der Anzeigeeinheit
der Zentrale wechselt ebenfalls zurück auf Farbe 1, grün.
-
Einzelheiten zur Zentrale
-
3. Aufbau der Zentrale
-
Die
Zentrale ist ein quaderförmiger
Gegenstand aus Kunststoff o. ä.
mit beliebiger Breite und Länge
und einer Höhe
von etwa 40 mm. Die Zentrale kann an einer Wand aufgehängt werden
und hat einen Anschluss an das Stromnetz (Netzkabel).
-
An
der oberen Fläche
ist ein Ein-/Ausschalter mit einer Schlüsselsicherung und eine der
Anzahl der Satelliten entsprechende Anzahl von LEDs (farbwechselfähig) angebracht.
Jede LED ist einem Satelliten individuell zugeordnet und mit dessen
Kennnummer beschriftet. Daher reagiert LED 1 nur auf Satellit 1,
LED 2 nur auf Satellit 2, usw. Unter jeder LED ist
ein kleiner Ausschnitt vorgesehen, in welchem ein dieser LED zugeordneter
elektronischer Minutenzähler
sichtbar ist.
-
Die
untere Fläche
der Zentrale hat zwei kleine Ausschnitte zum Aufhängen der
Zentrale an der Wand.
-
4. Funktion der Zentrale
-
Der
Schaltzustand "Nicht-Rufen" wird hier auch mit
Schaltzustand 1 (Farbe 1, z. B. grün) und der
Schaltzustand "Rufen" wird hier mit dem
Schaltzustand 2 (Farbe 2, z. B. rot) bezeichnet.
Die Zentrale hat einen Anschluss an das Stromnetz und gibt zuverlässig die
Schaltzustände
der Satelliten wieder. Die Zeitdauer der Schaltzustände 2 werden
in Minutenschritten registriert/gezählt.
-
4.1 Beim Einschalten der
Zentrale
-
Alle
Zähler
werden auf Null zurückgestellt. Die
Zentrale sucht eingeschaltete Satelliten und gibt deren Schaltzustand
durch Aktivierung der zugeordneten LEDs in den entsprechenden Farben 1 oder 2 zuverlässig wieder.
Die LEDs der nicht eingeschalteten Satelliten bleiben ausgeschaltet.
-
Wird
ein Satellit im Schaltzustand 2 (Farbe 2, z. B.
rot) registriert, startet der diesem Satelliten zugeordnete Minutenzähler. Bei
Registrierung eines Satelliten im Schaltzustand 1 (Farbe 1,
z. B. grün) startet
der diesem Satelliten zugeordnete Minutenzähler nicht.
-
4.2 Betrieb der Zentrale
-
Die
LEDs der Zentrale geben den Schaltzustand und damit die Farbe der
LEDs der eingeschalteten Satelliten wieder, indem sie in der selben
Farbe leuchten. Zustand 1 entspricht der Farbe 1,
z. B. grün.
Zustand 2 entspricht der Farbe 2, z. B. rot.
-
Befindet
sich ein Satellit im Schaltzustand 1, so findet keine Minutenzählung in
der Zentrale statt. Befindet sich ein Satellit im Schaltzustand 2,
so läuft die
Minutenzählung
in der Zentrale an und die Anzahl der Minuten wird gezählt, innerhalb
welcher der Satellit in diesem Zustand verbleibt.
-
Wechselt
ein Satellit aus dem Schaltzustand 1 in den Schaltzustand 2,
so ertönt
in der Zentrale ein nicht zu lautes, kurzes akustisches Signal,
z. B. "ging". Dann wechselt auch
die Farbe der zugeordneten LED in der Zentrale und der diesem Satelliten
zugeordnete Minutenzähler
startet mit der Zeitregistrierung bzw. setzt diese weiter fort und
zählt weiter.
-
Wechselt
ein Satellit aus dem Schaltzustand 2 in den Schaltzustand 1,
wechselt auch die Farbe der zugeordneten LED in der Zentrale und
der diesem Satelliten zugeordnete Minutenzähler unterbricht die Zählung der
Minuten. Die bisher erreichte Minutenanzahl bleibt gespeichert und
auch die Anzeige bleibt bestehen.
-
Bei
einem erneuten Wechsel eines Satelliten in den Schaltzustand 2 wechselt
wieder die Farbe der zugeordneten LED in der Zentrale. Der zugeordnete Minutenzähler setzt
die Zählung
der Minuten fort, beginnend mit dem zuvor erreichten und gespeicherten nummerischen
Stand der Anzeige.
-
- 1
- Satellit,
Rufeinheit
- 2
- Tippschalter,
Sensor
- 3
- Solarzelle,
Solarzelleneinheit
- 4
- LED
- 5
- Stange
- 6
- untere
Fläche