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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Spielgeräte, insbesondere
auf Kinderseilbahnen.
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Auf
Spielplätzen
sind meist mehrere Spielgeräte
vorhanden, die es Kindern ermöglichen
auf spielerische Art und Weise Ihre Geschicklichkeit zu trainieren.
Insbesondere sind sogenannte Kinderseilbahnen bekannt. Eine Kinderseilbahn
nach dem Stand der Technik umfasst ein Tragseil, das zwischen zwei
Halterungen gespannt ist. Die Halterungen können an Standgestellen, die
einen Pfosten umfassen, angebracht sein. Die Kinderseilbahn umfasst
weiterhin einen Laufwagen, der mit mehreren Rollen auf dem Tragseil
läuft.
Am Laufwagen ist ein Seil oder eine Kette befestigt, an der ein
Sitz angebracht ist. Der Sitz kann als kreisförmige Scheibe ausgebildet sein,
wobei das Seil oder die Kette am Mittelpunkt oder nahe dem Mittelpunkt
befestigt sein kann.
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Die
beiden Halterungen können
auf gleicher Höhe
liegen, oder es kann zwischen den beiden Halterungen eine Höhendifferenz
bestehen. Das Standgestell, an dem die gegebenenfalls höher gelegene der
beiden Halterungen angebracht ist, wird im Folgenden als "Bergstation", das Standgestell,
an dem die tiefer gelegene der beiden Halterungen angebracht ist,
als "Talstation" bezeichnet. An der
Talstation kann eine Abbremsvorrichtung zum Abbremsen des Laufwagens
vorgesehen sein. Diese kann einen oder mehrere am Tragseil befestigte
Autoreifen umfassen. Die Lauffläche
eines Reifens kann an zwei gegenüberliegenden
Punkten durchbohrt und das Tragseil durch die dadurch erzeugten
Löcher
geführt werden.
Wenn der Laufwagen auf den einen oder die mehreren Autoreifen trifft,
werden diese elastisch deformiert. Dadurch wird der Laufwagen gebremst
und zum Stehen gebracht.
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Weiterhin
kann im Laufwagen eine Arretierung vorgesehen sein, die durch Zug
am Seil bzw. der Kette gelöst
wird. Wenn keine Kraft auf das Seil bzw. die Kette ausgeübt wird,
ist der Laufwagen gebremst. Dadurch wird verhindert, dass sich der
Laufwagen unbeabsichtigt in Bewegung setzt.
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Zum
Benutzen der Kinderseilbahn wird zunächst der Laufwagen zur Bergstation
gezogen. Wenn der Laufwagen mit einer Arretierung ausgestattet ist,
wird diese durch die beim Zie hen ausgeübte Kraft gelöst. Anschließend kann
sich eine Person auf den Sitz setzen. Durch die vom Gewicht der
Person auf das Seil bzw. die Kette ausgeübte Kraft wird die Arretierung
gelöst.
Aufgrund der Höhendifferenz zwischen
den Halterungen der Berg- und der Talstation weist das Tragseil
ein Gefälle
auf, so dass sich der Laufwagen in Richtung der Talstation in Bewegung
setzt.
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Vor
Erreichen der Talstation wird die Bewegung des Laufwagens durch
die Abbremsvorrichtung gestoppt. Die Abbremsvorrichtung ist so ausgelegt, dass
der Laufwagen in einem Abstand zur Talstation zum Stehen kommt,
so dass verhindert wird, dass die Person an einen Pfosten des Standgestells
stoßen und
sich verletzen kann. Wenn der Laufwagen angehalten ist, kann die
Person vom Sitz absteigen.
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Ein
Problem, das bei einer Kinderseilbahn nach dem Stand der Technik
auftritt ist, dass durch das Abbremsen des Laufwagens in einem Abstand zur
Talstation ein erhöhter
Platzbedarf der Kinderseilbahn entsteht.
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Ein
weiteres Problem, das bei einer Kinderseilbahn nach dem Stand der
Technik auftritt ist, dass zu einer Veränderung einer Spannung des
Tragseils eine Demontage des Tragseils erforderlich ist.
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Noch
ein weiteres Problem, das bei einer Kinderseilbahn nach dem Stand
der Technik auftritt ist, dass durch Laufgeräusche des Laufwagens eine Lärmbelästigung
entstehen kann.
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Es
ist demnach eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kinderseilbahn
zur Verfügung
zu stellen, in der die Fahrt gefahrlos bis zum Erreichen des anderen,
gegebenenfalls tiefer liegenden Standgestelles fortgesetzt werden
kann.
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Diese
Aufgabe wird gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, dass
eine Kinderseilbahn mit einem Tragseil und einem an dem Tragseil
angebrachten Laufwagen bereitgestellt wird. Das Tragseil ist an
einem Seilbahnende an einer mit einem ersten Standgestell verbundenen
ersten Halterung und an einem anderen Seilbahnende an einer mit
einem zweiten Standgestell verbundenen zweiten Halterung befestigt.
Das erste Standgestell umfasst mindestens drei Stützen mit
jeweils einem Fußpunkt.
Die erste Halterung verbindet zwei der mindestens drei Stützen miteinander und
eine Länge
der ersten Halterung ist kleiner als ein Abstand der Fußpunkte
der zwei Stützen.
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Durch
den erfindungsgemäßen Aufbau
des ersten Standgestells gelingt es, einen Zwischenraum zwischen
den von der ersten Halterung miteinander verbundenen Stützen zu
schaffen, und so eine Kollision einer die Kinderseilbahn benützenden
Person mit einer Stütze
zu vermeiden.
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Vorteilhafterweise
berühren
sich die zwei Stützen,
wodurch die Stabilität
des Standgestells erhöht
und mechanische Belastungen der ersten Halterung verringert werden.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kinderseilbahn
zur Verfügung
zu stellen, in der die Spannung des Tragseils ohne Demontage des
Tragseils verändert
werden kann.
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Diese
Aufgabe wird gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, dass
eine Kinderseilbahn mit einem Tragseil und einem an dem Tragseil
angebrachten Laufwagen bereitgestellt wird. Das Tragseil ist an
einem Seilbahnende an einer mit dem ersten Standgestell verbundenen
ersten Halterung und an einem anderen Seilbahnende an einer mit
einem zweiten Standgestell verbundenen zweiten Halterung befestigt.
Das erste Standgestell umfasst mindestens drei Stützen mit
jeweils einem Fußpunkt.
Eine der ersten und der zweiten Halterung weist eine Seilwinde auf.
Die Seilwinde umfasst eine Achse und eine drehbar auf der Achse gelagerte
Rolle mit einer ersten und einer zweiten Seitenplatte sowie einer
zwischen der ersten und der zweiten Seitenplatte vorgesehenen Befestigung,
die zum Befestigen des Tragseils geeignet ist. Weiterhin umfasst
die Seilwinde mindestens eine an einer der Seitenplatten angebrachte
radiale Aufnahme, die zum Anbringen eines Hebelarms geeignet ist
und eine Arretiervorrichtung zum Arretieren der Rolle.
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Mit
der erfindungsgemäßen Seilwinde
kann eine Spannung des Tragseils ohne Demontage des Tragseils verändert werden.
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In
weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die mindestens
eine radiale Aufnahme an der ersten Seitenplatte angebracht und
die Arretiervorrichtung weist eine an der Achse neben der zweiten
Seitenplatte befestigte Scheibe mit einem Loch und mehrere an einem
Umfang der zweiten Seitenplatte vorgesehene Einbuchtungen zum Arretieren
der Rolle mit Hilfe einer durch das Loch und eine der Einbuchtungen
geführten
Schraube auf. Dadurch wird ermöglicht,
dass das Verändern
der Spannung des Tragseils durch eine einzelne Wartungsperson ausgeführt werden
kann.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Lärmbelästigung
durch Laufgeräusche
des Laufwagens zu verringern.
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Diese
Aufgabe wird gemäß einem
dritten Aspekt der Erfindung dadurch gelöst, das eine Kinderseilbahn
mit einem Tragseil und einem an dem Tragseil angebrachten Laufwagen
bereitgestellt wird. Das Tragseil ist an einem Seilbahnende an einer
mit dem ersten Standgestell verbundenen ersten Halterung und an
einem anderen Seilbahnende an einer mit einem zweiten Standgestell
verbundenen zweiten Halterung befestigt. Das erste Standgestell
umfasst mindestens drei Stützen
mit jeweils einem Fußpunkt.
Der Laufwagen weist ein geschlossenes Gehäuse auf, das mindestens eine
drehbar gelagerte Laufrolle und zwei Öffnungen zum Durchführen des
Tragseils aufweist.
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Durch
den erfindungsgemäßen Aufbau
des Laufwagens werden eine Emission von Laufgeräuschen sowie ein Eindringen
von Feuchtigkeit in den Laufwagen und dadurch bedingte Korrosion
wesentlich verringert.
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Geeigneterweise
ist eine Höhendifferenz
von der zweiten Halterung zur ersten Halterung vorhanden.
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Geeigneterweise
ist am Laufwagen eine Kette oder ein Seil befestigt, und an der
Kette oder am Seil ist ein Sitz befestigt. Dadurch kann die Kinderseilbahn
bequem benutzt werden.
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Vorteilhafterweise
umfasst das erste Standgestell drei gekrümmte Stützen, die mit der ersten Halterung
verbunden sind. Dadurch wird eine hohe Stabilität des Standgestells und ein
besonders großer
Sicherheitsabstand zwischen einer die Kinderseilbahn benutzenden
Person und den Stützen
erreicht.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
weist das erste Standgestell mindestens vier im Wesentlichen gerade
Stützen
auf, von denen zwei in einer zu einer Richtung des Tragseils im
Wesentlichen senkrechten Ebene liegen und von der ersten Halterung
miteinander verbunden werden, und wobei zwei andere Stützen auf
einer dem Tragseil abgewandten Seite des ersten Standgestells angebracht sind.
Ein solches Standgestell kann unter Verwendung von hölzernen
Palisaden ausgeführt
werden, wobei die natürliche
Wuchsform der Stämme
weitgehend erhalten bleiben kann.
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Geeigneterweise
sind die Stützen
schräg
zu einer vertikalen Richtung. Dadurch wird eine hohe Stabilität des Standgestells
gewährleistet.
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Vorteilhafterweise
befinden sich die mindestens drei Stützen außerhalb eines durch mögliche Positionen
eines Körpers
einer auf dem Sitz sitzenden Person definierten Sicherheitsraums.
Dadurch wird ein Verletzungsrisiko von Personen, die die Kinderseilbahn
benutzen, verringert.
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In
weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung
umfasst das zweite Standgestell mindestens drei Stützen mit
jeweils einem Fußpunkt,
verbindet die zweite Halterung zwei der mindestens drei Stützen miteinander
und ist eine Länge der
zweiten Halterung kleiner als ein Abstand der Fußpunkte der zwei Stützen. Dadurch
wird ein Zwischenraum zwischen den Stützen des höher gelegenen Standgestells
geschaffen, wodurch ein Startplatz zum Beginnen der Fahrt entsteht.
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In
weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung
umfasst das zweite Standgestell drei gekrümmte Stützen, die mit der zweiten Halterung
verbunden sind. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
weist das zweite Standgestell mindestens vier im Wesentlichen gerade
Stützen
auf, von denen zwei in einer zu einer Richtung des Tragseils im
Wesentlichen senkrechten Ebene liegen, und von der zweiten Halterung
miteinander verbunden werden, und zwei andere Stützen, die auf einer dem Tragseil
abgewandeten Seite des ersten Standgestells angebracht sind. Durch
eine ähnliche
Ausführung
des ersten und des zweiten Standgestells wird ein symmetrisches
Erscheinungsbild der Kinderseilbahn erreicht.
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Vorteilhafterweise
ist eine Länge
des Tragseils größer als
ein Abstand zwischen der ersten und der zweiten Halterung, wobei
die Länge
der Tragseils so angepasst ist, dass der Laufwagen bei einem Losrollen
von der zweiten Halterung vor der ersten Halterung zum Stillstand
kommt. Dadurch erübrigen
sich spezielle Bremsvorrichtungen, und ein Anschlagen des Laufwagens
an festen Bauteilen wird vermieden.
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Die
Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen und den beiliegenden,
sich auf diese Ausführungsbeispiele
beziehenden Zeichnungen näher
erläutert
und beschrieben werden. Es zeigen:
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1 eine
schematische Skizze einer Kinderseilbahn gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2a eine
schematische perspektivische Skizze eines Standgestells in einer
Kinderseilbahn gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2b eine
schematische Aufsicht des in 2a gezeigten
Standgestells;
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2c eine
schematische Explosionszeichnung einer Halterung zum Befestigen
des Tragseils in einer Kinderseilbahn gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2d eine
schematische Explosionszeichnung eines Laufwagens in einer Kinderseilbahn
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, und
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3 eine
schematische perspektivische Skizze eines Standgestells in einer
Kinderseilbahn gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird nun anhand der 1, 2a, 2b, 2c und 2d erläutert.
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1 zeigt
eine Kinderseilbahn 100 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Die
Kinderseilbahn 100 weist ein erstes Standgestell 101 und
ein zweites Standgestell 102 auf. Ein Tragseil 103 ist
an einer mit dem ersten Standgestell 101 verbundenen ersten
Halterung und einer mit dem zweiten Standgestell 102 verbundenen zweiten
Halterung befestigt. Auf dem Tragseil 103 läuft ein
Laufwagen 104. Am Laufwagen 104 ist eine Kette 105 befestigt,
an der ein Sitz 106 angebracht ist. Von der am zweiten
Standgestell 102 angebrachten Halterung zu der am ersten
Standgestell 101 angebrachten Halterung kann eine Höhendifferenz
h vorhanden sein, die Standgestelle können aber auch auf gleicher
Höhe vorgesehen
sein.
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In
anderen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann anstelle der Kette 105 auch ein
Seil oder eine feste Stange verwendet werden.
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Zum
Benutzen der Kinderseilbahn 100 wird der Laufwagen 104 zusammen
mit der daran befestigten Kette 105 und dem Sitz 106 zum
zweiten Standgestell 102 hin gezogen. Anschließend kann sich
eine Person 110 auf den Sitz 106 setzen.
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Eine
Länge des
Tragseils 103 ist größer als ein
Abstand zwischen der ersten Halterung und der zweiten Halterung.
Während
einer Fahrt bewegt sich der Laufwagen 104 entlang einer
im Wesentlichen elliptischen, einen abfallenden Teil 109 und
einen ansteigenden Teil 108 umfassenden Kurve. Zwischen dem
abfallenden Teil 109 und dem ansteigenden Teil 108 befindet
sich ein Minimum 107. Am Beginn der Fahrt bewegt sich der
Laufwagen 104 zunächst
auf dem abfallenden Teil 109 der Kurve bergab, so dass eine
Geschwindigkeit der Fahrt zunimmt. Wenn der Laufwagen 104 das
Minimum 107 passiert hat, bewegt er sich auf dem aufsteigenden
Teil 108 der Kurve bergauf, so dass er gebremst wird. Die
Länge des Tragseils 103 kann
so angepasst werden, dass ein während
der Fahrt durch Reibung entstehender Energieverlust und eine durch
Verringerung einer Höhe des
Laufwagens 104, der Kette 105 und der auf dem Sitz 106 sitzenden
Person 110 um die Höhendifferenz
h gewonnene potentielle Energie im Wesentlichen gleich sind. Dann
kommt der Laufwagen 104 bei einem Losrollen von der zweiten
Halterung vor der ersten Halterung zum Stehen.
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In
weiteren Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
die am ersten Standgestell 101 angebrachte erste Halterung
und die am zweiten Standgestell 102 angebrache Halterung
auf gleicher Höhe
liegen. Dabei kann die Seilbahn am zweiten Standgestell dadurch
in Bewegung versetzt werden, dass eine Person, die die Seilbahn
benutzt, einen Anlauf nimmt, im Laufen die Kette 105 ergreift
und auf den Sitz 106 aufspringt.
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2a zeigt
eine schematische perspektivische Skizze eines Standgestells 200 in
einer Kinderseilbahn gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Eine schematische Aufsicht des Standgestells 200 ist
in 2b dargestellt. Das Standgestell 200 kann
ein erstes Standgestell, wie das in 1 gezeigte
Standgestell 101, oder ein zweites Standgestell, wie das
in 1 gezeigte Standgestell 102, sein. Das
Standgestell umfasst vier im Wesentlichen gerade Stützen 210, 211, 212, 213. Die
Stützen 210 bis 213 weisen
Fußpunkte 214 bis 217 auf.
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Die
Stützen 210, 211 werden
von einer Halterung 218 miteinander verbunden, an der ein
Tragseil 203 befestigt ist. Das Tragseil 203 verläuft durch einen
Laufwagen 204. Am Laufwagen 204 ist eine Kette 205 befestigt,
an der ein Sitz 206 angebracht ist.
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Die
Stützen 210 bis 213 sind
schräg
zu einer vertikalen Richtung. Die von der Halterung 218 miteinander
verbundenen Stützen 210, 211 liegen
in einer zu einer Richtung des Tragseils 203 im Wesentlichen
senkrechten Ebene E und berühren
sich über der
Halterung 218. Dadurch ist eine Länge l der Halterung 218 kleiner
als ein Abstand d der Fußpunkte 214, 215 der
Stützen 210, 211.
Die beiden Stützen 212, 213 sind
auf einer dem Tragseil 203 abgewandten Seite des Standgestells 200 angebracht
und mit den Stützen 210, 211 verbunden.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfassen die Stützen 210 bis 213 hölzerne Palisaden.
Diese können
weißgeschält sein,
so dass eine natürliche
Wuchsform der Stämme
weitgehend erhalten bleibt.
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Durch
mögliche
Positionen eines Körpers
einer auf dem Sitz 206 sitzenden Person wird ein Sicherheitsraum 219 definiert.
Zur Bestimmung des Sicherheitsraums 219 können Positionen
des Körpers in
verschiedenen Sitzstellungen während
einer Bewegung des Laufwa gens 204 entlang dem Tragseil 203,
sowie während
einer Pendelbewegung des Laufwagens 204, der Kette 205 und
des Sitzes 206, insbesondere einer Pendelbewegung in einer
zur Fahrtrichtung senkrechten Richtung berücksichtigt werden. Die Stützen 210 bis 213 befinden
sich außerhalb
des Sicherheitsraums 219. Dadurch wird eine Kollision des
Körpers
der Person mit den Stützen
im Wesentlichen verhindert und damit ein Risiko möglicher
Verletzungen so minimiert.
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Der
Sicherheitsraum 219 reicht in einen Bereich zwischen den
Stützen 210 bis 213 des
Standgestells. Insbesondere befindet sich ein Teil des Sicherheitsraums 219 zwischen
den Stützen 210, 211. So
kann die Fahrt mit der Kinderseilbahn gefahrlos fortgesetzt werden,
bis sich der Laufwagen 204 knapp vor der Halterung 218 befindet.
Das ermöglicht nicht
nur eine platzsparende Aufstellung der Kinderseilbahn, sondern führt auch
zu einem aufregenderen Fahrgefühl.
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2c zeigt
eine schematische Explosionsansicht der Halterung 218.
Die Halterung 218 umfasst eine erste Befestigung 219 und
eine zweite Befestigung 233, die mit den Stützen 210, 211 verbundenen
werden können.
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Weiterhin
weist die Halterung 218 eine Seilwinde 270 auf.
Die Seilwinde 270 umfasst eine Achse 220 und eine
drehbar auf der Achse 220 gelagerte Rolle 224 mit
einer ersten Seitenplatte 225 und einer zweiten Seitenplatte 226.
Zwischen der ersten Seitenplatte 225 und der zweiten Seitenplatte 226 ist eine
Befestigung 232 vorgesehen, die zum Befestigen des Tragseils 203 geeignet
ist. An der ersten Seitenplatte 226 sind radiale Aufnahmen 227 bis 231 angebracht.
Ferner umfasst die Seilwinde 270 eine Arretiervorrichtung 280 mit
einer an der Achse 220 neben der zweiten Seitenplatte 225 befestigten
Scheibe 221 mit Löchern 222, 223,
sowie Schrauben 235, 236, Muttern 237, 238,
und mehrere am Umfang der zweiten Seitenscheibe 225 vorgesehene
Einbuchtungen.
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Zum
Arretieren der Arretiervorrichtung 280 werden die Schrauben 235, 236 durch
die Löcher 222, 223,
sowie zwei der Ausbuchtungen der zweiten Seitenscheibe gesteckt
und mit den Muttern 237, 238 fixiert. Durch die
Schrauben 235, 236 wird so eine Drehung der Rolle 224 verhindert.
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Die
Arretiervorrichtung 280 kann gelöst werden, indem die Muttern 237, 238 gelöst und die Schrauben 235, 236 entfernt
werden. Dadurch wird eine Drehung der Rolle 224 ermöglicht.
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Die
Seilwinde 270 ermöglicht
eine Veränderung
einer Spannung des Tragseils 203 wie im Folgenden beschrieben.
Zunächst
wird ein Hebelarm 234 in eine der radialen Aufnahmen 227 bis 231,
beispielsweise die radiale Aufnahme 228, gesteckt. Anschließend wird
die Arretiervorrichtung 280 gelöst. Daraufhin kann die Rolle 224 mit
dem Hebelarm 234 gedreht und so das Tragseil 203 auf
die Rolle 224 aufgewickelt oder von der Rolle 224 abgewickelt
werden. Dadurch wird das Tragseil 203 gestrafft oder gelockert.
Wenn eine Drehung der Rolle 224 um einen größeren Winkel
gewünscht
wird kann die Rolle mit mindestens einer der Schrauben 235, 236 provisorisch
arretiert werden, um den Hebelarm aus der radialen Aufnahme 228 herauszunehmen
und in eine andere der radialen Aufnahmen 227 bis 231 zu
stecken. Ein Anschrauben der Muttern 237, 238 ist
dabei nicht unbedingt erforderlich. Auf diese Art ist es möglich, nacheinander
mehrere Umdrehungen der Rolle 225 auszuführen. Anschließend wird
die Arretiervorrichtung 280 arretiert, wodurch die Rolle
festgehalten wird und das Tragseil 203 die eingestellte Spannung
behält.
Das Verändern
der Seilspannung kann von einer einzelnen Wartungsperson durchgeführt werden.
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Anstelle
einer Halterung 218 mit einer Seilwinde 217, wie
mit Bezug auf 2c beschrieben, kann ein Standgestell
in einer Kinderseilbahn gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung auch eine Halterung ohne Seilwinde zum
Befestigen des Tragseils 203 umfassen, die das Tragseil 203 fest
mit einer oder mehreren der Stützen 210 bis 213 verbindet.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst eines der beiden Standgestelle 101, 102 eine
Halterung 218 mit einer Seilwinde, während das andere Standgestell
eine Halterung ohne Seilwinde aufweist.
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Eine
Halterung mit einer Seilwinde 270 und einer Arretiervorrichtung 280 ähnlich der
Halterung 218 kann auch in Verbindung mit einem Standgestell einer
anderen Bauweise verwendet werden. Eine Form der ersten Befestigung 219 und
eine Form der zweiten Befestigung 233 können dabei an das Standgestell
angepasst sein.
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2d zeigt
eine schematische Explosionszeichnung eines Laufwagens 204 in
einer Kinderseilbahn gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Der Laufwagen 204 weist ein
Gehäuse
mit einer ersten Abdeckplatte 250, einem ersten Gehäuseteil 251,
einem zweiten Gehäuseteil 256 und
einer zweiten Abdeckplatte 257 auf. Am Gehäuse ist
die Kette 205 mit einer Halterung 255 befestigt. Im
Inneren des Gehäuses
sind zwei Laufrollen 252, 253 und eine Führungsrolle 254 vorgesehen.
Das Tragseil 203 verläuft
unter den Laufrollen 252, 253 und über der
Führungsrolle 254 hindurch.
Im Betrieb des Laufwagens nehmen die Laufrollen 252, 253 die von
der Kette 205 auf den Laufwagen 204 ausgeübte Kraft
auf, während
die Führungsrolle 254 ein
Abrutschen des Tragseils 203 von den Laufrollen 252, 253 verhindert.
In den Gehäuseteilen 251, 256 sind
Ausschnitte 266, 267, 268, 269 vorgesehen.
Im zusammengebauten Laufwagen formen die Ausschnitte 266 bis 269 zwei Öffnungen,
durch die das Tragseil verläuft.
Von diesen Öffnungen
abgesehen kann das Gehäuse
abgeschlossen sein, wodurch die Emission von Laufgeräuschen und
das Eindringen von Feuchtigkeit in den Laufwagen weitgehend verhindert
werden.
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Das
Laufgestell 204 wird durch die Schrauben 258 bis 261 und
die Muttern 262 bis 265 zusammengehalten. Zusätzlichen
können
weitere Schrauben vorgesehen sein. Durch Entfernen der Schrauben 258 bis 261 kann
der Laufwagen leicht zerlegt und wieder zusammengesetzt werden.
Vorteilhaferweise wird so ein nachträglicher Einbau des Laufwagens 204 in
einer Kinderschaukel ohne Seildemontage ermöglicht.
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Der
mit Bezug auf 2d beschriebene Laufwagen 204 umfasst
keine Arretierung, die verhindert, dass sich der Laufwagen 204 unbeabsichtigt in
Bewegung setzt. Damit kann der Laufwagen auch von kleinen Kindern
mit wenig Körperkraft
problemlos zur Bergstation gezogen werden. In anderen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann eine solche Arretierung jedoch vorgesehen
sein.
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Ein
Standgestell 300 in einer Kinderseilbahn gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf 3 beschrieben.
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Das
Standgestell 300 umfasst drei gekrümmte Stützen 310, 311, 312 mit
Fußpunkten 314, 315, 316.
Die Stützen 310 bis 312 werden
von einer Halterung 318 miteinander verbunden. An der Halterung 318 ist
ein Tragseil 303 befestigt, das durch einen Laufwagen 304 verläuft. Am
Laufwagen 304 ist an der Kette 305 ein Sitz 306 befestigt.
Die Stützen 310 bis 312 können aus
gekrümmten
Rundrohren, insbesondere gekrümmten
Rundrohren aus Metall, geformt sein.
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Ähnlich wie
in dem mit Bezug auf die 2a und 2b beschriebenen
Standgestell 200 wird durch mögliche Positionen eines Körpers einer
auf dem Sitz 306 sitzenden Person ein Sicherheitsraum 319 definiert.
Ein Teil des Sicherheitsraums 319 befindet sich dabei zwischen
den Stützen 310 und 312.
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Die
Halterung 318 kann eine Seilwinde ähnlich der in der mit Bezug
auf 2c beschriebenen Halterung 218 umfassen,
wodurch ein vereinfachtes Nachspannen des Tragseils 303 ermöglicht wird.
Alternativ kann eine Halterung ohne Seilwinde, an der das Tragseil 303 fest
befestigt sein kann, vorgesehen sein.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst eine Kinderseilbahn ein Standgestell 300,
in dem die Halterung 318 eine Seilwinde umfasst, und ein
Standgestell 300, in dem die Halterung 318 keine
Seilwinde umfasst.
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Der
Laufwagen 304 kann einen Aufbau ähnlich dem des mit Bezug auf 2d beschriebenen Laufwagens 204 haben.