DE202004004929U1 - Kapp- oder Gehrungssäge mit Gleitführung - Google Patents
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Abstract
Kapp- oder Gehrungssäge, mit:
einer Werkstückablage (12) mit einem Anschlag (13), um ein Werkstück auf einer Oberfläche der Werkstückablage in einer vorgegebenen Lage zu halten, wobei in der Werkstückablage ein Sägeschlitz (23) ausgebildet ist;
einer Sägebaugruppe, die ein an einem Sägearm (30) drehbeweglich gelagertes Sägeblatt (32) und einen Motor (31) zum Antreiben des Sägeblatts (32) aufweist, wobei der Sägearm (30) um eine Schwenkachse (39) schwenkbar gelagert ist, sodass das Sägeblatt (32) für eine Schneidbearbeitung des Werkstücks in den Sägeschlitz (23) eintauchbar ist; und
einer Gleitführung (41, 42), die so ausgelegt ist, dass das zur Schneidbearbeitung in den Sägeschlitz (23) eingetauchte Sägeblatt in dem Sägeschlitz längsverschiebbar ist;
bei welcher Kapp- oder Gehrungssäge (1) der Sägearm (30) an einem in der Gleitführung (41, 42) längsverschiebbar gelagerten Gleit- und Halteelement (43) schwenkbeweglich gehaltert ist.
einer Werkstückablage (12) mit einem Anschlag (13), um ein Werkstück auf einer Oberfläche der Werkstückablage in einer vorgegebenen Lage zu halten, wobei in der Werkstückablage ein Sägeschlitz (23) ausgebildet ist;
einer Sägebaugruppe, die ein an einem Sägearm (30) drehbeweglich gelagertes Sägeblatt (32) und einen Motor (31) zum Antreiben des Sägeblatts (32) aufweist, wobei der Sägearm (30) um eine Schwenkachse (39) schwenkbar gelagert ist, sodass das Sägeblatt (32) für eine Schneidbearbeitung des Werkstücks in den Sägeschlitz (23) eintauchbar ist; und
einer Gleitführung (41, 42), die so ausgelegt ist, dass das zur Schneidbearbeitung in den Sägeschlitz (23) eingetauchte Sägeblatt in dem Sägeschlitz längsverschiebbar ist;
bei welcher Kapp- oder Gehrungssäge (1) der Sägearm (30) an einem in der Gleitführung (41, 42) längsverschiebbar gelagerten Gleit- und Halteelement (43) schwenkbeweglich gehaltert ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kapp- oder Gehrungssäge zur Schneidbearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff, dünnen Metallen und dergleichen.
- Auf diesem Gebiet ist bekannt, eine Sägebaugruppe, die ein Sägeblatt und einen Motor zum Antreiben des Sägeblatts umfasst, an einem schwenkbeweglichen Sägearm zu haltern, so dass das Werkstück durch einfaches Hinabschwenken des Sägearms abgelängt werden kann. Während der Schneidbearbeitung taucht das Sägeblatt in einen Sägeschlitz ein, der in einer Werkstückablage ausgebildet ist. Im Falle einer Gehrungssäge ist der Sägeschlitz in einem um eine vertikale Achse drehbeweglich gelagerten Drehteller ausgebildet.
- Auf diesem Gebiet sind ferner Sägen bekannt, die eine Gleitführung umfassen, die so ausgelegt ist, dass das zur Schneidbearbeitung in den Sägeschlitz eingetauchte Sägeblatt in dem Sägeschlitz längs verschiebbar ist. Durch horizontales Verschieben des Sägearms entlang der Gleitführung können so auch stärkere Werkstücke abgelängt werden.
- Bei Kapp- oder Gehrungssägen der vorgenannten Art sind in einem vergleichsweise kleinen Bauraum eine Vielzahl mechanischer Elemente angeordnet, was die Konstruktion, Auslegung sowie Wartungs- und Umrüstvorgänge erschwert. Insbesondere ist es schwierig, bestehende Sägen durch Austauschen des Motors, des Sägeblatts und anderer für die Schneidbearbeitung wichtiger Elemente, wie beispielsweise des Sägearms, auf einen anderen Typ oder ein anderes Modell umzurüsten. Ferner ist es schwierig, bestehende Kapp- oder Gehrungssägen durch Hinzufügen einer Gleitführung umzurüsten und variabler zu gestalten.
- Vor diesem Hintergrund hat die vorliegende Erfindung zum Ziel, eine Kapp- oder Gehrungssäge bereitzustellen, die noch variabler umgerüstet werden kann. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung soll eine Kapp- oder Gehrungssäge bereitgestellt werden, die einfacher ausgelegt und montiert werden kann.
- Diese und weitere Aufgaben werden gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine Kapp-oder Gehrungssäge mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der rückbezogenen Unteransprüche.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Sägearm an einem in einer Gleitführung längs verschiebbar gelagerten Gleit- und Haltelement schwenkbeweglich gelagert. Der Haltearm, der den Sägearm haltert, führt zu einer größeren Flexibilität bei der Konstruktion und Auslegung von Kapp- oder Gehrungssägen. Insbesondere ermöglicht der Haltearm, dass die Gleitführung, beispielsweise Führungsschienen, nicht mehr zwischen der Säge und dem Motor der Säge angeordnet zu werden braucht. Vielmehr kann erfindungsgemäß die Führungsschiene bzw. Gleitführung auch neben dem Sägeblatt und dem Motor angeordnet werden.
- Bevorzugt ist zwischen dem Halteelement und dem Sägearm ein Schwenkachsenhalteelement vorgesehen, das an dem Halteelement befestigt ist und die Schwenkachse, um welche der Sägearm verschwenkt werden kann, festlegt. Vorteilhaft ist, dass die Halterung des Sägearms noch leichter zugänglich ist. Zum Umrüsten der Kappoder Gehrungssäge kann erfindungsgemäß der Sägearm von dem Schwenkachsenhalteelement getrennt und durch einen anderen Sägearm ersetzt werden. Oder das Schwenkachsenhalteelement kann gemeinsam mit dem Sägearm von dem gleitbeweglichen Halteelement getrennt und durch eine andere Sägebaugruppe ersetzt werden.
- Bevorzugt ragt das Gleit- und Halteelement vertikal über die Gleitführung hinaus, so dass der Schwenkarm sowohl horizontal versetzt als auch vertikal versetzt zu der Gleitführung angeordnet werden kann. Ganz besonders bevorzugt ragt das Halteelement so vertikal über die Gleitführung hinaus, dass die Schwenkachse des Sägearms unterhalb der Gleitführung angeordnet ist. Somit wird insgesamt die Bauhöhe der Säge gering gehalten.
- Weil die Führungsschiene erfindungsgemäß neben dem Sägeblatt und dem Motor angeordnet werden kann, kann das Sägeblatt, der Motor sowie andere für die Schneidbearbeitung wichtige Elemente ohne weiteres ausgetauscht und durch andere Typen ersetzt werden. Vorteilhaft ist ferner, dass diese Baugruppen im Ruhezustand der Säge praktisch ungehindert zugänglich sind, was Wartungs- und Austauschvorgänge erleichtert.
- Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass bestehende Kapp- oder Gehrungssägen ohne weiteres mit einer erfindungsgemäßen Sägebaugruppe nachgerüstet werden können, die eine neben dem Sägeblatt und dem Motor angeordnete Gleitführung, insbesondere-Führungsschiene, umfasst.
- Nachfolgend wird die Erfindung in beispielhafter Weise und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile und zu lösende Aufgaben ergeben werden und worin:
-
1 in einer Perspektivansicht eine Kapp-/Gehrungssäge gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt; -
2 die Säge gemäß der1 in einer rechten Seitenansicht; -
3 die Säge gemäß der1 in einer linken Seitenansicht; -
4 die Säge gemäß der1 in einer Vorderansicht; -
5 die Säge gemäß der1 in einer Draufsicht; und - s
6 die Säge gemäß der1 in einer Unteransicht. - In den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder im Wesentlichen gleich wirkende Elemente oder Elementgruppen.
- Gemäß der
1 umfasst die Kapp- oder Gehrungssäge (nachfolgend Säge)1 eine Basis10 , an der Füße11 vorgesehen sind, um die Säge1 auf einer Unterlage, beispielsweise einem Tisch, abzustützen. Insgesamt bildet eine Oberseite der Basis10 eine Werkstückablage12 mit seitlichen Anschlagstücken13 , so dass ein Werkstück, beispielsweise eine Leiste oder ein Rechteckprofil, auf der Werkstückablage12 in einer durch die Anschlagstücke13 vorgegebenen Lage gehalten werden kann. Ein Drehteller20 ist auf der Basis10 drehbeweglich um eine vertikale Achse gelagert. Die Oberseite des Drehtellers20 fluchtet mit der Oberfläche der Werkstückablage12 . Von der Vorderseite des Drehtellers20 ragt ein Fortsatz21 horizontal ab, der eine Sägeschlitzplatte22 trägt, in welcher ein länglicher Sägeschlitz23 ausgebildet ist, dessen Verlängerung durch die Drehmitte des Drehtellers20 und bevorzugt auch durch die Mitte der Säge1 verläuft. Auf der diametral gegenüber liegenden Seite des Fortsatzes21 ist der Drehteller20 über einen Verbindungsabschnitt24 mit einem Haltearm40 verbunden, an welchem die Sägebaugruppe gehaltert ist. - Wie in der
2 gezeigt, ragt der Haltearm40 im Wesentlichen senkrecht von der Oberfläche des Drehtellers20 ab. Auf Grund des sich im Wesentlich radial auswärts erstreckenden Verbindungsabschnittes24 ist der Haltearm40 im Wesentlichen außerhalb der Grundfläche der Säge1 angeordnet, so dass der gesamte Arbeitsbereich der Säge 1 im Wesentlichen ungehindert zugänglich ist, beispielsweise zum Ändern der Stellung des Anschlagstücks13 , zum Austauschen des Sägeblatts32 , für Wartungsarbeiten an der Sägebaugruppe oder dem Motor31 und dergleichen. - Gemäß der
2 erstreckt sich der Haltearm40 schräg nach oben, unter einem spitzen Winkel von etwa 10 bis 20 Grad, und geht über in einen Halteabschnitt45 zur die nachfolgend noch zu beschreibende Gleitführung. Weil der Haltearm40 schräg aufwärts verläuft, ist auch der Verbindungsabschnitt24 im Wesentlichen ungehindert zugänglich, beispielsweise für Wartungs- oder Justierarbeiten. - An dem oberen Ende des Haltearms
40 ist eine Gleitführung gehaltert, die gemäß der1 zwei zueinander beabstandete, parallele und vertikal übereinander angeordnete Führungsrohre41 und42 umfasst. Die Führungsrohre41 ,42 sind präzise parallel zueinander ausgerichtet und aus einem widerstandsfähigen Material, beispielsweise aus einem verchromten, gehärteten Stahl. Die Führungsrohre41 ,42 können, wie in der1 gezeigt, einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen oder einen beliebigen anderen Querschnitt aufweisen, beispielsweise einen elliptischen, rechteckförmigen oder quadratischen Querschnitt. Gemäß der1 sind die vorderen und hinteren Enden der Führungsrohre41 ,42 in hülsenartigen, zylindrischen Aufnahmen einer vorderen bzw. hinteren Führungsrohraufnahme44 bzw.45 gehaltert. In der so ausgebildeten Gleitführung ist ein Gleit- und Halteelement43 gleitbeweglich gelagert. Das Halteelement43 kann zwischen der durch die vordere Führungsrohraufnahme44 festgelegten vorderen Endstellung und der durch die hintere Führungsrohraufnahme45 festgelegten hinteren Endstellung parallel zur Längsrichtung des Sägeschlitzes hin- und herbewegt werden. Zur Minderung von Reibungskräften können in den Buchsen des Halteelements43 Gleitbeschichtungen oder Wälzlager vorgesehen sein. Die Buchsen des Halteelements43 sind präzise gefertigt, um eine präzise Längsverschiebung des Sägeblatts zu ermöglichen. Wie in der1 gezeigt, wird die mechanische Stabilität des Haltearms40 durch sich kreuzende Versteifungsrippen49 erhöht. - Gemäß der
2 ist das Halteelement 43 im Wesentlichen rechteckförmig und vertikal erstreckt. In der vorderen und hinteren Endstellung liegt das Halteelement43 satt an der vorderen bzw. hinteren Führungsrohraufnahme44 bzw.45 an. An dem unteren Ende des Halteelements43 ist ein weiteres Halteelement38 befestigt, das eine abgeschrägte Kante aufweist, die über die Oberfläche des Halteelements43 hinausragt. Im Bereich des Scheitelpunkts des weiteren Halteelements38 ist ein Schaft, ein Bolzen37 oder dergleichen vorgesehen, der als Anschlag zum Begrenzen der Schwenkbewegung oder der Schwenk-und horizontalen Verschiebebewegung des Sägearms30 dienen kann. Beabstandet zu dem Bolzen, insbesondere sowohl vertikal als auch horizontal Beabstandet, wie in der2 gezeigt, ist die Schwenkachse39 des Sägearms30 festgelegt. Der Sägearm30 kann um die Schwenkachse39 aufwärts und abwärts geschwenkt werden. Wie in der2 gezeigt, befindet sich die Schwenkachse39 am unteren Rand oder unterhalb des unteren Führungsrohrs42 und taucht das Sägeblatt32 in der unteren Endstellung des Sägearms30 in den Sägeschlitz in dem seitlichen Fortsatz21 des Drehtellers20 ein, so dass an dem auf der Werkstückablage12 gehaltenen Werkstück eine Schneidbearbeitung ausgeführt werden kann. Gemäß der2 kann der Sägearm30 einschließlich des Sägeblatts32 und des Motors31 von dem weiteren Halteelement38 getrennt und ersetzt werden. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das weitere Halteelement 38 gemeinsam mit dem Sägearm30 und den an diesem befestigten Komponenten in einfacher Weise von dem gleitbeweglichen Halteelement43 getrennt und ersetzt werden kann. - An dem vorderen Ende des Sägearms
30 ist das Sägeblatt32 drehbeweglich um eine Achse gelagert, die den Sägearm und die von den beiden Führungsrohren41 ,42 der Gleitführung gebildete Ebene senkrecht schneidet und die parallel zu der von der Werkstückoberfläche12 und dem Drehteller20 festgelegten Oberfläche verläuft. Das Sägeblatt32 wird von dem Motor31 angetrieben, der konzentrisch zu dem Sägeblatt32 gehaltert ist und, wie in der4 gezeigt, über ein Getriebe, eine Welle oder eine Sägeblattaufnahme36 mit dem Sägeblatt verbunden ist. Gemäß der1 ist auf der Oberseite des Sägearms30 ein oberer Handgriff34 vorgesehen und ist auf der Stirnseite des Sägearms30 ein vorderer Handgriff35 vorgesehen, um die Sägebaugruppe zu bedienen. Gemäß der2 sind die beiden Handgriffe34 ,35 oberhalb des Motors31 , jedenfalls oberhalb des Schwerpunktes des Motors und der Drehachse des Sägeblatts32 , angeordnet. - Wie der Seitenansicht gemäß der
2 entnehmbar ist, liegt die Projektion der Drehachse des Sägeblatts32 und des Motors31 auf die von den beiden Führungsrohren41 ,42 der Gleitführung festgelegte Ebene außerhalb der Gleitführung. Mit anderen Worten, die Länge des Sägearms30 entspricht etwa der Länge der beiden Führungsrohre41 ,42 , so dass das Sägeblatt32 , der Elektromotor31 , die Handgriffe34 ,35 und die Sägeblattabdeckung33 jedenfalls nahe der vorderen Endstellung der Gleitführung auch von der Seite her zugänglich sind, beispielsweise für Wartungs- und Justierarbeiten. Die Führungsrohre41 ,42 sind zugleich ausreichend lang, so dass das Halteelement43 vergleichsweise breit und mechanisch stabil ausgelegt werden kann, was auf das Halteelement43 einwirkende Kippkräfte mindern hilft. Gleichzeitig bildet der Sägearm30 dennoch einen vergleichsweise langen Hebelarm, so dass die Schneidbearbeitung durch Druckbeaufschlagung des Handgriffes34 bzw. 35 ohne größere Kraftanstrengung der Bedienperson präzise beeinflusst werden kann. - Gemäß der
2 verbleibt in der dargestellten mittleren Stellung des Halteelements43 in der Gleitführung eine vergleichsweise geringe lichte Weite zwischen der vorderen Führungsrohraufnahme44 und dem unteren Rand der Sägeblattabdeckung33 . Weil sich die Handgriffe34 ,35 auf derselben Seite des Sägeblatts32 befinden, wie der Sägearm30 , wird ein erheblicher Teil des Sägeblatts32 automatisch von dem Sägeblatt30 abgedeckt. Die Schwenkbewegung der Sägebaugruppe kann erfindungsgemäß so auf den Sägeschlitz abgestimmt sein, dass im Gegensatz zu herkömmlichen Sägen die Sägeblattabdeckung33 vergleichsweise klein ausgebildet sein kann, etwa, wie in der2 gezeigt, halbkreisförmig. Dennoch wird eine sichere Bedingung der Säge1 gewährleistet. - Gemäß der
2 ist die von den beiden Führungsrohren41 ,42 festgelegte Ebene parallel, aber versetzt zu der von dem Sägeblatt32 festgelegten Ebene. Gemäß der2 ist die Länge des Sägearms30 so auf den Durchmesser des Sägeblatts32 und die Abmessungen des Motors31 abgestimmt, dass zumindest in der vorderen Endstellung der Gleitführung die Projektion des Sägeblatts32 und des Motors31 auf die von den Führungsrohren41 ,41 festgelegte Ebene außerhalb der Gleitführung liegt. In dieser Stellung können das Sägeblatt und/oder der Motor sowie weitere für die Schneidbearbeitung wichtige Elemente der Sägebaugruppe ohne weiteres ausgetauscht werden. - Zum Ablängen eines Werkstücks wird erfindungsgemäß wie folgt vorgegangen: Das Werkstück wird gegen die Werkstückablage
12 und den Anschlag13 gedrückt. Vor der Schneidbearbeitung ist der Sägearm30 normalerweise nach oben geschwenkt, was durch ein nicht dargestelltes Rückstellelement unterstützt werden kann. Nach Einschalten des Motors31 ergreift die Bedienperson den vorderen Handgriff35 und schwenkt den Sägearm 30 um die Schwenkachse39 abwärts, hin zu dem auf der Werkstückablage12 abgelegten Werkstück. Zweckmäßig wird die Schneidbearbeitung nahe einer vorderen Endstellung der Gleitführung begonnen. Beim Absenken des Sägearms30 taucht das Sägeblatt32 in das Werkstück ein, solange bis ein Anschlag, beispielsweise der Bolzen37 , die in der2 gezeigte horizontale Stellung des Sägearms30 zur Schneidbearbeitung des Werkstücks festlegt. In dieser unteren Endstellung des Sägearms30 kann die Bedienperson nun den Sägearm30 horizontal hin zu der hinteren Führungsrohraufnahme45 verschieben, um schließlich das Werkstück vollständig zu durchtrennen. Die Längsverschiebung des Sägearms30 wird von dem an den beiden Führungsrohren41 ,42 gleitbeweglich gelagerten Halteelement43 geführt. Eine größere Kraft zum Verschieben des Sägearms30 kann durch Ergreifen des oberen Handgriffs34 aufgebracht werden. Nach dem Ablängen des Werkstücks wird der Sägearm30 aufwärts geschwenkt und der Motor31 abgeschaltet. - Zum Betreiben der Säge
1 als Gehrungssäge kann ein Mechanismus zum Verstellen des Gehrungswinkels vorgesehen sein. Zu diesem Zweck ist der Drehteller20 relativ zu der Basis10 um eine vertikale Achse drehbar gelagert. Wie in der4 gezeigt, sind an dem unteren Umfangsrand der Basis10 eine Mehrzahl von Ausnehmungen40 vorgesehen, in welche ein von dem Betätigungshebel28 betätigbarer Rast- oder Schnappmechanismus eingreifen kann, um die Winkelstellung des Drehtellers20 festzulegen. Zum Ablesen der Winkelstellung des Drehtellers20 ist, wie in der5 gezeigt, auf der Oberseite der Basis10 eine Winkelskala15 vorgesehen. Zum Verstellen des Gehrungswinkels betätigt die Bedienperson den Betätigungshebel28 und schwenkt den Betätigungsknopf 26 um die Drehachse des Drehtellers20 , bis der gewünschte Gehrungswinkel eingestellt ist. Dabei dreht sich die gesamte Sägebaugruppe mit dem Drehteller20 mit. - Die gestrichelte Linie in der
1 deutet eine Gehrungsachse an, die eine Tangente zu dem Sägeblatt bildet und in ihrer Verlängerung durch die Mitte des Verbindungsabschnitts24 verläuft. Gemäß der1 kann die Sägebaugruppe insgesamt auch um die Gehrungsachse verschwenkt werden, um die Schnittverhältnisse präzise einzustellen. Das Eintauchen des Sägeblatts in das Werkstück kann dabei durch ein geneigtes, zylindrisches Beobachtungsrohr nahe dem oberen Handgriff34 beobachtet werden. Gemäß der2 ist der Verbindungsabschnitt zwischen dem Drehteller20 und dem Haltearm40 als Schwenklager ausgebildet, mit einer äußeren Schwenklagerhülse24 , in welche eine innere Schwenklagerhülse25 eingreift, die mit dem Drehteller20 verbunden ist. Das Schwenklager kann durch Drehen des Handrads27 gelöst werden. Nach geeignetem Verschwenken der Sägebaugruppe um die vorstehend beschriebene Gehrungsachse wird das Schwenklager durch Festziehen des Handrads27 gesperrt. -
- 1
- Säge
- 10
- Basis
- 11
- Fuß
- 12
- Werkstückablage
- 13
- Anschlagstück
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Gehrungswinkelskala
- 20
- Drehteller
- 21
- Fortsatz
- 22
- Sägeschlitzplatte
- 23
- Sägeschlitz
- 24
- Äußere Schwenklagerhülse
- 25
- Innere Schwenklagerhülse
- 26
- Betätigungsknopf
- 27
- Handrad
- 28
- Betätigungshebel
- 29
- Sägebahnausnehmung
- 30
- Sägearm
- 31
- Motor
- 32
- Sägeblatt
- 33
- Sägeblattschutzabdeckung
- 34
- Oberer Handgriff
- 35
- Vorderer Handgriff
- 36
- Getriebe
- 37
- Bolzen / Anschlag
- 38
- Sägearmschwenkachsenhalterung
- 39
- Sägearmschwenkachse
- 40
- Sägebaugruppenhalterung / Haltearm
- 41
- Oberes Führungsrohr
- 42
- Unteres Führungsrohr
- 43
- Gleitbewegliches Halteelement
- 44
- Vordere Führungsrohraufnahme
- 45
- Hintere Führungsrohraufnahme
- 46
- Seitenabdeckung
- 47
- Längsschlitz
- 48
- Zapfen
- 49
- Versteifungsrippen
Claims (15)
- Kapp- oder Gehrungssäge, mit: einer Werkstückablage (
12 ) mit einem Anschlag (13 ), um ein Werkstück auf einer Oberfläche der Werkstückablage in einer vorgegebenen Lage zu halten, wobei in der Werkstückablage ein Sägeschlitz (23 ) ausgebildet ist; einer Sägebaugruppe, die ein an einem Sägearm (30 ) drehbeweglich gelagertes Sägeblatt (32 ) und einen Motor (31 ) zum Antreiben des Sägeblatts (32 ) aufweist, wobei der Sägearm (30 ) um eine Schwenkachse (39 ) schwenkbar gelagert ist, sodass das Sägeblatt (32 ) für eine Schneidbearbeitung des Werkstücks in den Sägeschlitz (23 ) eintauchbar ist; und einer Gleitführung (41 ,42 ), die so ausgelegt ist, dass das zur Schneidbearbeitung in den Sägeschlitz (23 ) eingetauchte Sägeblatt in dem Sägeschlitz längsverschiebbar ist; bei welcher Kapp- oder Gehrungssäge (1 ) der Sägearm (30 ) an einem in der Gleitführung (41 ,42 ) längsverschiebbar gelagerten Gleit- und Halteelement (43 ) schwenkbeweglich gehaltert ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach Anspruch 1, bei der zwischen dem Gleit- und Halteelement (
43 ) und dem Sägearm (30 ) ein Schwenkachsenhaltelement (38 ) vorgesehen ist, um die Schwenkachse (39 ) des Sägearms (30 ) festzulegen, wobei der Sägearm (30 ) und/oder das Schwenkachsenhaltelement (38 ) austauschbar ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Gleitführung (
41 ,42 ) eine Ebene festlegt, welche die Oberfläche der Werkstückablage (12 ) im Wesentlichen senkrecht schneidet und zu einer von dem Sägeblatt (32 ) gebildeten Ebene versetzt ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der eine Projektion einer Drehachse des Sägeblatts (
32 ) und/oder des Motors (31 ) auf die von der Gleitführung (41 ,42 ) festgelegte Ebene zumindest abschnittsweise während der Längsverschiebung des Sägeblatts in dem Sägeschlitz (23 ) außerhalb der Gleitführung (41 ,42 ) liegt. - Kapp- oder Gehrungssäge nach Anspruch 3 oder 4, bei der eine Länge des Sägearms (
30 ) so ausgelegt ist, dass zumindest in einer vorderen Endstellung der Gleitführung (41 ,42 ) eine Projektion des Sägeblatts (32 ) und/oder des Motors (31 ) auf die von der Gleitführung (41 ,42 ) festgelegte Ebene außerhalb der Gleitführung (41 ,42 ) liegt. - Kapp- oder Gehrungssäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Gleitführung eine Mehrzahl von Führungsrohren umfasst, wobei zwei Führungsrohre (
41 ,42 ) beabstandet zueinander vertikal übereinander angeordnet sind. - Kapp- oder Gehrungssäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der eine Schwenkachse (
39 ) des Sägearms (30 ) sich parallel zu der Oberfläche der Werkstückablage (12 ) erstreckt und unterhalb der Gleitführung (41 ,42 ), zwischen der Gleitführung und der Oberfläche der Werkstückablage (12 ), angeordnet ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach Anspruch 7, bei der die Schwenkachse (
39 ) an einem im Wesentlichen vertikal über die Gleitführung (41 ,42 ) hinausragenden gleitbeweglichen Halteelement (43 ) gehaltert ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach Anspruch 8, bei der ein die Schwenkachse (
39 ) des Sägearms (30 ) festlegender Bolzen unmittelbar an dem Halteelement (43 ) anliegt oder unter einem geringen Abstand zu einer Oberfläche des Halteelements (43 ) gehaltert ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Sägebaugruppe und die Gleitführung (
41 ,42 ) gemeinsam an einem im Wesentlichen senkrecht von der Oberfläche der Werkstückablage (12 ) abragenden Haltearm (40 ) gehaltert sind. - Kapp- oder Gehrungssäge nach Anspruch 10, bei der der Haltearm (
40 ) außerhalb einer Grundfläche der Kapp- oder Gehrungssäge (1 ) angeordnet ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach einem der Ansprüche 10 oder 11, bei der eine Winkelstellung des Haltearms (
40 ) und der Sägebaugruppe gemeinsam um eine sich horizontal erstreckende Gehrungsachse änderbar oder einstellbar ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach Anspruch 12, bei der ein Schwenklager (
24 ,25 ) zum gemeinsamen Verschwenken des Haltearms (40 ) und der Sägebaugruppe um die sich horizontal erstreckende Gehrungsachse mit der Werkstückablage (12 ) verbunden ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Werkstückablage (
12 ) einen Drehteller (20 ) umfasst, der relativ zu einer Basis (10 ), auf welcher die Kapp- oder Gehrungssäge (1 ) abgestützt ist, um eine vertikale Achse drehbar gelagert ist. - Kapp- oder Gehrungssäge nach Anspruch 14, bei der ein Rast- oder Schnappmechanismus (
28 ) in Ausnehmungen (29 ) einrastbar oder einschnappbar ist, die entlang dem Umfangsrand der Basis (10 ) oder des Drehtellers (20 ) vorgesehen sind, um einen Gehrungswinkel festzulegen.
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