DE2019005B2 - Vorrichtung zum Sichten von gemahlenem Mineralgut - Google Patents
Vorrichtung zum Sichten von gemahlenem MineralgutInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sichten von in einem aufsteigenden Luftstrom mitgeführtem,
gemahlenem Mineralgut, mit einer einen kreisförmigen Schlitz zwischen der Mahlschüssel und der Gehäusewand
aufweisenden Walzenmühle, auf der ein mit einem umlaufend angetriebenen und entgegen der
Fliehkraft durchströmten Rotor versehener Luftslrom-Sichter aufgesetzt und darüber mit einer Absaugvorrichtung
ausgestattet ist.
Eine derartige, bekannte Vorrichtung zum Sichten leidet unter dem Nachteil, daß bei gewissen Zusammensetzungen
des Mahlgutes eine Anreicherung härterer und schwererer Anteile erfolgt. Der wirtschaftliche
Einsatz von Walzenmühlen hängt davon ab. daß das zur ver.nahlung kommende Mineral möglichst den
Härtegrad 8 (nach Breithaupt) nicht übersteigt. Die in Walzenmühlen zur Vermahlung gelangenden Mineralien
sind jedoch mehr oder weniger verunreinigt durch Einschlüsse fremdartiger Mineralien, die einen höheren &°
Anteil härterer und spezifisch schwererer Einschlüsse aufweisen.
Die härteren, schwereren Anteile reichern sich wegen ihrer schlechten Mahlbarkeit in der Mühle an, was
zur Folge hat, daß
1. der Grießumlauf in der Mühle sich erhöht, verdoppelt
oder sogar vervielfacht, wodurch sich der Widerstand im Luftstrom erhöht, was gleichbedeu-005
tend ist mit höherem Kraftaufwand:
2. die Mahlbahn durch die Ansammlung der harten Grieße übermäßig belastet wird. Die Folge davon
ist erhöhter Verschleiß an den Mahlwerkzeugen, schlechterer Zerkleinerungsgrad und daraus resultierend
eine erhebliche Leistungsminderung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die härteren und schwereren Anteile aus dem Mahlgut auszusondern,
um den Verschleiß der Mahlwerkzeuge zu verkleinern.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung dadurch gelöst, daß zwischen
der Walzenmühle und dem Luftstromsichter ein Klappensichter angeordnet ist. in dem koaxial und im
Bereich der Höhe der Klappen ein axial verstellbarer Flachkegel vorgesehen ist, am Auslaufende des unterhalb
des Klappensichters angeordneten Grießrücklauftrichters eine Hosenschurre mit Verteilerklappe und
einem Grießrücklaufrohr angeordnet ist, das im Inneren
der Walzenmühle und oberhalb der Mahlschussel ende:, daß ferner an der Hosenschurre ein Grießablauf
rohr m:t Laufabschlußklappen angeordnet ist. das außerhalb der Walzenmühle endet, das außerdem ein
den Flachkegel koaxial durchdringender sich nach oben erweiternder Grießauffangtrichter angeordnet ist. der
oben an den Rotor herangeführt ist und an seinem un teren Ende in ein Grießrohr übergeht, das über der
Mahlschüssel endet.
Versuche und Betriebserfahrungen haben ergeben, daß es selbst bei verhältnismäßig geringen Unterschieden
im spezifischen Gewicht möglich ist. die härteren und schwereren Anteile im Mahlgut derart auszusondern,
daß ein erheblicher Rückgang des Verschleißes zu erkennen war, wodurch die Betriebsdauer bei gleichen
Mahlwerkzeugen erheblich erhöht werden konnte.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist der Grießrücklauftrichter von einem Blechkonus umgeben,
dessen Wandung oben mit der Wandung des Grießrücklauftrichters zusammenläuft und dessen Durchmesser
sich nach unten relativ zum Grießrücklauftrichter vergrößert.
Die Abbildung zeigt einen schematischen Schnitt durch eine Walzenmühle mit Luftstromsichter, mit dazwischen
angeordnetem Klappensichter. mit einem zusätzlichen Grießrücklauftrichter mit Grießrücklaufrohr.
Der zwischen Walzenmühle 1 und Luftstromsichter 2 geschaltete Klappensichter 3 besitzt im Zentrum des
Sichters in Höhe der Klappen 4 einen, in axialer Richtung verschiebbar angeordneten, mit der Spitze nach
oben gerichteten Flachkegel 5, einen unterhalb der Klappen 4 angeordneten Grießrücklaufrichter 6, mit
einer am Auslauf angesetzten Hosenschurre 7. mit eingebauter,
schwenkbarer Verteilerklappe 8, mit zwei angesetzten Grießriicklaufrohren 9 zur Mühlenmitte und
nach außen führenden Gneßablaßrohren 10 mit Luftabschlußklappen II.
Der Klappensichter 3 ist zudem noch ausgerüstet mit einem, den Grießrücklauftrichter 6 umgebenden Blechkonus
12, durch dessen Bemessung die Aufströmgeschwindigkeit im Bereich des Klappensichters 3 optimal
eingestellt werden kann.
Die Walzenmühle besitzt Mahlwalzen 21, die in einem Schwinghebel 22 befestigt und auf einer Achse
25 gelagert sind. Die Mahlwalzen 21 rollen auf einer sich drehenden Mahlschüssel 20 ab. Die Mahlschüssel
20 erhält ihren Antrieb durch ein Getriebe 23. Der Mahldruck, mit dem die Mahlwalzen 21 auf die Mahl·
schüssel gedrückt werden, wird erzeugt durch ein ölhydraulisches
System, das durch einen Druckzylinder 24 und Zugstange 26 übertragen wird.
Das Fertigprodukt wird über die Absaughaube 19 durch eine sich daran anschließende Rohrleitung abgesaugt
Das im Mühlenraum entstandene Staub-Luft-Gemisch wird nach oben abgesaugt In dem dem Luftstromsichter
2 vorgeschalteten statischen Sichier (Klappensichter) 3 findet eine Vorrichtung in der be- ίο
kannten Weise statt Auf Grund der Tatsache, daß dem Klappensichter 3 ein Luftstromsichter 2 nachgeschaltet
ist, ist es möglich, ohne Rücksicht auf das Endprodukt die Klappe 4 so einzustellen, daß ein Maximum an
Grießen, deren spezifisches Gewicht höher liegt als das der Grieße aus dem Mahlgut, ausgeschieden werden
kann.
Da eine völlige Trennung nicht möglich ist, und somit ein Teil dieser spezifisch schweren Grieße zusammen
mit den übrigen Grießen in den Sichterraum des Luftstromsichters 2 gelangen, ist vorgesehen, daß die im
zentralen Bereich des Sichters sich abwärts bewegenden Grieße mit Hilfe des Flachkonus 5 in ihrer Abwärtsbewegung
abgebremst und in eine Richtung umgelenkt werden, die dem durch die Klappen 4 auftretenden
Luftstrom entgegengerichtet ist Dadurch bestreicht der Luftstrom die Oberfläche des Flachkegels
5, durchwirbelt die auf der Oberfläche des Kegels nach unten fließenden Grieße und befreit diese von den anhaftenden
Feinstteilen.
Die Anordnung einer Hosenschurre 7 mit Verteilerkappe
8 am unteren Ende des Grießrücklauftrichters 6 gestattet die ausgeschiedenen Grieße sowohl ganz als
auch in beliebiger Teilmenge nach außen über das Grießablaßrohr 10. oder umgekehrt über das Grießrücklaufrohr
9 in die Mühle zur weiteren Vermahlung zu führen. In bestimmten Fällen führt diese Art der
Grießentnahme bereits zum gewünschten Erfolg.
Die vom Klappensichter 3 durchgelassenen, vom Lufistromsichter 2 zurückgewiesenen Grieße sammeln
sich in einem weiteren, unterhalb des Rotors 13 in Achsmitte angeordneten Grießauffangtrichter 14 und
gelangen über ein Grießrohr 15, das den Raum des Grießrücklauftrichters 6 schräg durchläuft, oberhalb
der Hosenschurre 7 den Blechkonus durchdringt und anschließend senkrecht nach unten führt, auf die Mahlbahn.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Sichten von in einem aufsteigenden
Luftstrom mitgeführtem, gemahlenem Mineralgut, mit einer einen kreisförmigen Schlitz
zwischen der Mahlschüssel und der Gehäusewand aufweisenden Walzenmühle, auf der ein mit einem
umlaufend angetriebenen und entgegen der Fliehkraft durchströmten Rotor versehener Luftstrom-Sichter
aufgesetzt und darüber mit einer Absaugvorrichtung ausgestattet ist. dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Walzenmühle (1) und dem Luftstromsichter (2) ein Klappensichter {3)
angeordnet ist, in dem koaxial und im Bereich der :«
Höhe der Klappen (4) ein axial verstellbarer Flachkegel (5) vorgesehen ist, daß am Auslaufende des
unterhalb des Klappensichters angeordneten Griesrücklauftrichter (6) eine Hosenschurre (7) mit Verteilerklappe
(8) und einem Griesrücklaufrohr (9) angeordnet ist. das im Inneren der Walzenmühle und
oberhalb der Mahlschüssel (20) endet, daß ferner an der Hosenschurre ein Griesablaßrohr (10) mit Luftabschlußklappen
(U) angeordnet ist. das außerhalb der Walzenmühle endet, daß außerdem ein den Flachkegel koaxial durchdringender sich nach oben
erweiternder Griesauffangtrichter (14) angeordnet ist. der oben an den Rotor (13) herangeführt ist und
an seinem unteren Ende in ein Griesrohr (15) übergeht, das über der Mahlschüssel endet.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß der G riesrücklauftrichter (6) von einem Blechkonus (12) umgeben ist, dessen Wandung
oben mit der Wandung des Griesrücklauftrichters zusammenlauft, dessen Durchmesser sich
nach unten relativ zum Griesrücklauftrichter vergrößert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702019005 DE2019005C3 (de) | 1970-04-21 | Vorrichtung zum Sichten von gemahlenem Mineralgut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702019005 DE2019005C3 (de) | 1970-04-21 | Vorrichtung zum Sichten von gemahlenem Mineralgut |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2019005A1 DE2019005A1 (en) | 1971-11-18 |
| DE2019005B2 true DE2019005B2 (de) | 1975-08-28 |
| DE2019005C3 DE2019005C3 (de) | 1976-04-15 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2019005A1 (en) | 1971-11-18 |
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